Luis Ánxo Rodríguez Vázquez

Luis Ánxo Rodríguez Vázquez

Nähert man sich Arnoia von Down-Dorf Ribadavia, so muss man zunächst den Avia kreuzen, dann den Miño, dann eine kleine Steigung erklimmen und ein paar Kurven überwinden, um schließlich an einer Art Aussichtsplattform das Weinbaugebiet Arnoia, Teil von Ribeiro, zu überblicken. Still ruht es da, eigentlich besteht es nur aus einer langgezogenen Straße, an der sich die Dorfteile wie Perlen an einer Schnur aneinanderkuscheln: A Reza, Porqueira, San Amaro, Sendín, A Laxa, Os Chaos, Oteiro, Carnos – das alles ist aber nur der nördliche Teil des Ortes, weiter unten sind es noch einmal mindestens genausoviele Teildörfer.

Rebstöcke findet man oberhalb der Straße, am Hang, der dann und wann durchaus steil ist, aber auch weiter unten, in der hügeligen Tiefebene, die bis an den Arnoia-Bach oder an den Miño reicht, je nachdem, wo man wandert. Anders als an vielen Stellen der Weinwelt gilt hier nicht: oben hui, unten pfui; die Parzelle Goliano etwa, sie gilt als eine der besten Lagen in ganz Ribeiro, ruht nahe des Flusses, aber weder Frühtau noch Feuchtnebel können den Stöcken etwas antun. Weiter oben am Hang ändert sich die Bodenstruktur, es gibt sogar Stellen, an denen Reben auf purem Kalk stehen. Luis Ánxo Rodríguez Vázquez hat dort die blaue Sorte Ferról gepflanzt, ein eher heller Wein mit, nun ja, jede Menge Kalknoten. Den Wein kann man so indes nicht genießen, man muss schon das Glück haben, genau zu dem Zeitpunkt in der Bodega aufzuschlagen, an dem die Cuvées noch nicht erstellt sind, oder aber wenn gerade mal wieder ein Experiment ansteht und ein Fass dieser Sorte im Keller ruht.

Lagenweine aus Arnoia gibt es nicht, nicht nur in der Bodega von Luis Ánxo, sondern in keiner der zwölf kleinen und kleinsten Bodegas, die alle auf ihre Art und Weise versuchen, Arnoia in Flaschenform zu präsentieren.

Der einzige Wein dieser Bodega, der so nicht ins Konzept passt, ist der A Teixa, denn dies ist ein klassischer Lagenwein. Die Parzelle, Hanglage, gen Süden abfallend, Granitverwitterungskrume über Granit, etwa zwei Hektar groß, bestockt mit Treixadura (fünfundneunzig Prozent), Godello (drei Prozent) und Albariño (der Rest), befindet sich eben nicht in Arnoia, sondern in Hauptort der Weinbauregion Ribeiro, in Ribadavia. Der Weinbauer, der sie anlegte und in den ersten Jahren kultivierte, starb vor einiger Zeit, die Erben gaben die Parzelle in Pflege, Luis Ánxo ist dort seit dem Jahr zweitausend und zwölf der Rebendompteur.

Dass Treixadura dominiert, ist nicht gerade erstaunlich, ist dies doch, wenn man von Palomino als Massenträger einmal absieht, die klar dominante Rebsorte der Region. Sie erbringt eher ölige, dichte, stoffige Weine, die oftmals Jahrzehnte halten, aber auch erst einmal Jahre brauchen, um trinkbar zu werden. Mit den anderen Rebsorten ist das einfach: wenn man weiß, dass da Godello und Albariño sind und wenn man Godello und Albariño geschmacklich gut zuordnen kann, dann wird man irgendwann Nuancen finden, die man beiden Sorten zuschreiben kann. Weiß man es nicht, wird man diese Sorten im A Teixa sicher nicht herausschmecken.

Dieser Wein war der erste in der Kellerei von Luis Anxo, für den Gebinde angeschafft wurden, die nicht Barrique oder Stahltank heißen: zunächst ein Fuder mit einem Fassungsvermögen von zweitausend und dreihundert Litern, zwei Jahre später noch eines. Das ergibt dann immer etwa sechstausend Normalflaschen und ein paar Magnums, der Rest der Ernte wird irgendwo verwendet, in Hausweinen, in Sonderabfüllungen für die lokale Gastronomie oder für einen Händler aus Galiza. Denn mit den Weinen aus Arnoia will Luis Ánxo das Zeuch aus Ribadavia nicht mischen. Arnoia ist und bleibt eine Welt für sich.

Zurück zu dem Aussichtspunkt! Was sofort ins Auge fällt, ist die extreme Parzellierung der Weinberge. Fünf Linien irgendwas, dann kommt etwas ganz anderes, ganz klar von zwei verschiedenen Weinbauern beackert, dann ein paar Stöcke blaue Sorten, dann wieder Palomino, einfach zu erkennen, da Einzelstockziehung, Riesenblätter und geschätzt zehntausend Kilo pro Rebstock. In Rías Baixas reicht die durchschnittliche Parzellengröße an dreitausend und siebenhundert Quadratmeter heran, nicht sonderlich groß, aber immerhin. In ganz Ribeiro sind es gut zweitausend Quadratmeter, wobei ein paar ernsthaft große Parzellen das Bild verfälschen. In Arnoia beträgt die durchschnittlich Parzellengröße zweihundert Quadratmeter. Zwanzig große Schritte längs und derer zehn quer!!! In einen Hektar gehen also fünfzig solcher kleinen Weinberglein, wobei das Wort „Durchschnitt“ schon vermuten lässt, dass es da auch deutlich kleinere Parzellen gibt. Luis Ánxo verfügt über sechs Hektar Rebland… Stand Sommer zwanzig neunzehn waren dies einhundert und sechsundachtzig Parzellen. Ufff… Nun gut, manche liegen nebeneinander, können also als eine größere Parzelle betrachtet werden. Oftmals jedoch befindet sich dann mitten in dieser Ansammlung eine kleine Parzelle, in der Palomino wuchert, gepflegt von einem Weinbauern, der ein intimer Freund der chemischen Industrie ist. Wenn man sich nicht an die äußersten Ränder des Ortes zurückzieht, kann man in Arnoia keine Ökoweine keltern, irgend etwas passiert immer. Aber selbst das ist keine Garantie, denn der äußerste Rand, in der Regel oben am Hang gelegen, grenzt an Wald, an dichten Wald. Dort leben zwar keine Räuber, auch keine Schmuggler, aber jede Menge Tiere, die gerne einmal Trauben als Nachtisch auf dem Speiseplan haben.

Fasst man die Parzellen zu größeren Gebilden zusammen, so kommt Luis Ánxo etwa auf derer vierzig, will sagen, bei jeder Behandlung der Stöcke, muss das Material von einer „Groß“lage in die nächste geschleppt werden. Wenn dann doch einmal Rebkrankheiten auch in seinen Parzellen zuschlagen, dann deshalb, weil man nicht hinterherkommt mit dem Behandeln. Und da arbeiten schon sechs Personen (plus Luis Ánxo), will sagen eine Person pro Hektar. Mehr geht nicht, die Kosten würden explodieren.

Dazu kommt, dass hier viele verschiedene Rebsorten kultiviert werden, eine jede treibt zu einer anderen Zeit aus, blüht zu einer anderen Zeit, ist anfällig gen Krankheiten zu einer anderen Zeit. Das alles erfordert eine durchaus ausgefeilte Koordination, man kann nicht wegen sieben Stöcken Godello mal eben durch halb Arnoia rasen.

Abgesehen von Palomino, der Massenträger, der nach der Reblauskatastrophe gesetzt wurde und sich bester Gesundheit und bester Erträge bei ausbleibender Qualität erfreut, gibt es in Arnoia vor allem Treixadura, aber auch eine durchaus stattliche Menge Albariño. Diese beiden Sorten plus Lado, eine Rebsorte, die es früher wohl nur in Arnoia und im Nachbardorf Cortegada gab, inzwischen findet man sie jedoch auch im Norden von Ribeiro, bestimmen die Weine des Ortes. Dazu kommen dann noch Godello und Loureira, Torrontés und Caiño blanco. Die blauen Sorten werden von Brancellao angeführt, wenn man auch hier den Massenträger, Alicante Bouschet, außen vor lässt. Dann folgen Caiño largo und Caiño redondo, etwas Ferról sowie ein klein wenig Sousón, aber viel weniger als etwa im Tal des Avia oder weiter Miño-abwärts, in Condado do Tea.

Sowohl weiß als auch rot gibt es bei Luis Ánxo in drei Kategorien: Escolma (galego für Gipfel), die normale Qualitätsstufe, sowie ein Einstiegswein, genannt Eidos Ermos, in dem alles landet, was aus Arnoia stammt, aber sonst zu nicht viel zu gebrauchen ist. Aber auch so gibt es den einen oder anderen erstaunlich guten Eidos Ermos. Manche Weingüter der Region wären froh, wenn ihr Top-Wein dieses Level erreichen würde.

Der weiße „Normalwein“ nennt sich Viña de Martín Os Pasás (Pasás sind Schritte oder Stufen), lange Zeit war dies der mit Abstand wichtigste Wein der Bodega. Eine der vielen festen Regeln in dieser Bodega besagt, dass alle jungen Parzellen erst einmal für den Os Pasás genutzt werden, um Escolma-Trauben liefern zu können, muss schon zumindest knapp ein Jahrzehnt ins Land gehen. Solange das Etikett die Rebsorten noch auflistete, stand dort „Treixadura, Lado und Albariño“, die Minimengen Torrontés und Loureira tauchten nicht auf. Die Trauben werden sowohl unten als auch oben gelesen, wobei unten dominiert, denn weiter oben am Hang hat Luis Ánxo vor allem blaue Sorten stehen, die halten Feuchtigkeit weniger gut aus als die weißen. Drei Viertel entfällt auf Treixadura, in der Restmenge ist Lado die wichtigste Sorte. Gelesen wird alles auf einmal: sobald der Treixadura reif ist, wird eingesammelt. Albariño ist dann schon gut reif, während der dann meist noch etwas grüne Lado etwas mehr Säure mitbringt. Ausgebaut wird der Wein nur in kleinen Stahltanks, die Moste vergären ohne Zusatz von kommerzieller Hefe, eine malolaktische Säureumwandlung findet nicht statt. Etwa zehn Monate nach der Lese wird abgefüllt. Bis einschließlich Jahrgang zwanzig achtzehn kam dieser Wein ein Jahr nach der Ernte auf den Markt. Beginnend mit Jahrgang zwanzig neunzehn sollen da noch zwölf Monate Flaschenlage eingeschoben werden, der Wein soll trinkfertiger auf den Markt kommen.

Die Menge des Viña de Martín Escolma war lange Zeit auf zwischen eintausend und fünfzehnhundert Flaschen limitiert, ein Großteil der Ernte kam aus der „Groß“lage Goliano, im Jahr zweitausend und drei kelterte Luis Ánxo sogar einmal einen „Groß“lagen-Lagenwein dieser Parzelle. Inzwischen ist die Produktion auf etwa sechstausend Flaschen angestiegen. ¿Hep? Nun, alles, was Luis Ánxo seit dem Jahr zweitausend neu bestockte, sollte der Produktion des Escolma dienen. Da aber erst einmal zehn Jahre ins Land gehen mussten, um die Trauben für diesen Wein nutzen zu können, plus drei Jahre, bis es überhaupt erst einmal ordentliche Trauben gibt, stieg zunächst einmal die Produktion des Os Pasás an. Seit dem Jahrgang zwanzig fünfzehn gibt es immer mehr Trauben für den Escolma, wobei die sechstausend Flaschen schon eine Art Obergrenze bilden Denn für mehr bräuchte man auch mehr Personal. Im Escolma ist der Anteil des Treixadura etwas geringer als im Os Pasás, etwa zwei Drittel entfallen auf diese Sorte. Außerdem ist Albariño hier wichtiger als Lado, die andren weißen Sorten spielen keine Rolle. Der weiße Escolma wird komplett in großen Barricas ausgebaut, in ihnen vergärt der Most, in ihnen reift der Wein ein Jahr lang. Dies bedeutet aber auch, dass etwaige schlecht gereifte Fässer nicht für den Os Pasás genutzt werden können, denn zum einen ist der dann schon komplett abgefüllt und zum anderen wird der Os Pasás nicht in Barricas ausgebaut. Mit Fässern, die nicht optimal reifen, passiert dann halt irgend etwas.

Klar verändert hat sich die Reifedauer. Anfangs reifte der weiße Escolma, wie auch sein roter Bruder, ein Jahr in Barricas und ein weiteres Jahr in der Flasche, ehe er auf den Markt kam. Daraus wurden nach ein paar Jahren zwei Jahre Flaschenreife, etwa weitere fünf Jahre später sogar drei Jahre Flaschenreife. Auch so ist der Wein, sobald er auf den Markt kommt, noch immer extrem jugendlich. Erntejahr plus zehn, das ist eine gute Hausnummer, nur: wer lagert solche Weine schon so lange? Fazit: geschätzt neunzig Prozent des Viña de Martín Escolma wird latent zu früh getrunken.

Für die beiden Rotweine werden Brancellao, Ferról, Caiño largo sowie Caiño redondo genutzt, Brancellao dominiert immer, der Anteil der anderen drei Sorten hängt vom Reifeverhalten in den Weinbergen ab. Den A Torna dos Pasás Escolma gibt es nur in ausgezeichneten Jahren, die Jahrgänge zwanzig dreizehn und zwanzig vierzehn entfielen komplett. So es nahe der Lese kräftig regnet, ist Gefahr im Verzug, die Trauben schimmeln schnell. Sousón, die „Wunderwaffe“ des Nordens, funktioniert in Arnoia nicht. Brancellao ist sowohl für Frucht als auch für Eleganz zuständig; Ferról bringt Säure, Caiño erneut eher Frucht, insbesondere Blaubeeren. Auch hier werden alle Trauben gemeinsam gelesen, Brancellao bestimmt den Erntezeitpunkt.

Der Ausbau dieses Weines hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls verändert. Anfangs reifte der Wein nur in kleinen Barricas, doch da geriet das Holzaroma zu intensiv. Größere Barricas waren unpraktisch, sie passten nicht ins Lager. Daher kaufte Luis Ánxo einen dreitausend Liter fassenden Holztank, in dem der Wein seit dem Jahrgang zwanzig siebzehn ausgebaut wird. So es denn genug Trauben für diesen Wein gibt, das Tankvolumen ist schon etwas großzügig kalkuliert. Im Jahr zwanzig achtzehn war die Ernte zu knapp, die alten Barricas kamen wieder zum Einsatz. Die Fassreifedauer war früher auf ein Jahr begrenzt, inzwischen ist diese Ziffer variabel, sie hängt vor allem von dem Ernteverlauf des Folgejahres ab: so die Menge zu gering ausfällt, bleibt der Vorgänger etwas länger im Holztank, um diesen nicht zu lange leerstehen zu lassen. Auf die Gesamtreifezeit wirkt sich dies nicht aus, da der rote Escolma auch erst vier Jahre nach der Lese auf den Markt kommt. Auch dieser Wein braucht Zeit zum Reifen.

Der A Torna dos Pasás hängt immer ein wenig von dem ab, was in Sachen Escolma geschieht. In den Jahren, in denen es keinen Escolma gab, landeten viele Trauben im A Torna dos Pasás, die sonst dort nicht landen. So die Ernte knapp ist, wird erst einmal all das, was wirklich gut ist, für den Escolma genutzt, und all das, was eher wenig taugt, für den roten Eidos Ermos. Das, was nicht nach oben gehoben und nicht nach unten verschoben wird, bildet die Basis des A Torna dos Pasás. Eine grobe Hausnummer: fünfzig Prozent Brancellao, zwanzig Prozent Ferról, der Rest entfällt auf die beiden Caiño-Sorten. Dieser Wein reift nach wie vor etwa ein Jahr in kleinen, gebrauchten Barricas, danach wird abgefüllt, dann folgt ein Jahr Flaschenreife. Interessanterweise hält sich dieser Wein ziemlich gut, zehn oder zwölf Jahre machen ihm gar nichts aus. In normalen Jahrgängen gibt es von diesem Wein immer so um die achttausend Flaschen. Text: el oso alemán

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Länder/Regionen

Ziereisen Jaspis 10 hoch 4 Spätburgunder 2021

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis 10⁴ Spätburgunder 2021 ist ein Pinot Noir aus alten Reben des Weinguts Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Die Reben sind mit mindestens 10.000 Stöcken pro Hektar bestockt – eine im deutschen Weinbau seltene Pflanzdichte, die konsequent auf Ertragsreduzierung setzt. Unfiltriert abgefüllt.


Markgräflerland / Oberrhein

Efringen-Kirchen liegt im Markgräflerland, dem südlichsten Zipfel des badischen Weinbaus. Das Dreiländereck D/F/CH bringt ein kontinental geprägtes Klima mit langen Vegetationsperioden. Die Böden wechseln zwischen verwittertem Kalkstein, Lehm und Lössauflagen – tiefgründig genug für alte Rebwurzeln, die sich bei hoher Pflanzdichte tief ins Erdreich arbeiten. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) von alten, handgelesenen Reben. Der Namensteil 10⁴ steht für die Mindest-Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar; jeder Stock produziert wenig Frucht – die Konzentration entsteht im Weinberg, nicht im Keller. Unfiltriert ausgebaut. Trocken.

Im Glas

Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase rote Kirschen, getrocknete Kräuter, Erde und ein Hauch Graphit. Am Gaumen feste, aber feinkörnige Tannine, eine präzise Säurestruktur und eher dunkle Frucht – Brombeere, schwarze Pflaume –, unterlegt von würzigen Noten. Der Abgang ist lang und mineralisch, ohne Überdruck.

Am Tisch

Trinkreife jetzt mit Dekantieren (mindestens 45 Minuten); optimales Fenster 2025–2033. Kühl bei 12–14 °C, liegend lagern.

Passt zu: gebratener Ente, Wildgerichten, Lammrücken und Pilzrisotto – verträgt kräftige Röstaromen, braucht aber keine schwere Sauce.


Lage: Markgräflerland, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben, 10⁴ = ≥10.000 Stöcke/ha), trocken
Ausbau: handgelesen, unfiltriert
Jahrgang: 2021

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Rebsorten

Wohlmuth Riesling Ried Edelschuh 2017

Wein · Weißwein · Südsteiermark · Österreich

Wohlmuth Riesling Ried Edelschuh 2017 stammt von einer der besten Einzellagen der Steiermark. Feine dunkle Mineralik, gelbe Steinobstnote, ein Hauch Mandarine und zarter Blütenhonig prägen den Wein – saftig, präzise und leichtfüßig, mit feinem Weingartenpfirsich im Nachhall und sicherem Reifepotenzial.


Südsteiermark / Ried Edelschuh

Die Lage Edelschuh ist bereits seit 1322 als eine der besten Einzellagen der Steiermark bekannt. Auf dieser warmen, hoch gelegenen Lage reifen Trauben mit besonders hohen Extraktwerten und zugleich einer sehr filigranen Säurestruktur. Der karge Schieferboden spiegelt sich stark im Wein wider. Wegen der extremen Steilheit kann die historische Lage nur von Hand oder teils per Seilwinde bewirtschaftet werden. Erzeuger ist das Weingut Wohlmuth.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau ist auf Präzision und Reinheit ausgerichtet und stellt die Mineralität des Schieferbodens sowie die feine Frucht in den Vordergrund. Trocken ausgebaut, mit sicherem Reifepotenzial.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase feine dunkle Mineralik, gelbes Steinobst, ein Hauch Mandarine und zarter Blütenhonig. Am Gaumen saftig und präzise, mit Nuancen von Ananas und Maracuja, eigenständiger Mineralik und ungemein leichtfüßiger, zugleich lang anhaftender Textur; feiner Weingartenpfirsich im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Südsteiermark, Ried Edelschuh (Österreich); Weingut Wohlmuth
Klassifikation: Südsteiermark – 100 % Riesling (Einzellage), trocken
Ausbau: präzisions- und mineralitätsbetonter Ausbau (Schiefer-Steillage)
Jahrgang: 2017

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Rebsorten

Tamashi der Wein zum Sushi

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Tamashi ist der Wein zum Sushi – eine Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling bringt Frucht, Klarheit, Finesse und Spiel hinein, der Grauburgunder komplettiert den Wein mit viel Schmelz, zarter Rundheit und einer tollen Länge.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ausdrucksstarke, klare Weine. Tamashi wurde gezielt als Speisenbegleiter zu Sushi konzipiert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling steuert klare Frucht, Finesse und ein lebendiges Säurespiel bei, der Grauburgunder Schmelz, Rundheit und Länge. So entsteht ein fruchtbetonter, saftiger Weißwein, der die feinen Aromen von Sushi und Sashimi gut aufnimmt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Frucht nach Apfel, Pfirsich und Zitrus. Am Gaumen saftig, mit Frucht und feinem Säurespiel vom Riesling sowie dem cremigen Schmelz des Grauburgunders; runder, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Passt zu: Sushi und Sashimi, asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Riesling & Grauburgunder
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Feinkost

Raguso Linguine al Tartufo

Feinkost · Pasta · Italien

Raguso Linguine al Tartufo sind Linguine, verfeinert mit edlem schwarzem Trüffel. Linguine ähneln Spaghetti, sind jedoch flacher und breiter – ihre flache Oberfläche lässt Saucen besonders gut haften.


Herkunft / Italien

Linguine – italienisch für „kleine Zungen" – stammen ursprünglich aus Ligurien. Sie eignen sich besonders für Saucen auf Öl- oder Fischbasis wie Pesto, Linguine alle vongole (mit Venusmuscheln) oder Meeresfrüchtesaucen. Hier von der Pasta-Manufaktur Raguso.

Zutaten und Herstellung

Gefertigt aus Hartweizengrieß und verfeinert mit edlem schwarzem Trüffel. Die flache Linguine-Form sorgt für gute Sauce-Haftung; der Trüffel gibt der Pasta ihr charakteristisch erdig-aromatisches Profil.

Geschmack

Angenehm bissfest, mit dem nussig-getreidigen Aroma guten Hartweizens und der intensiven, erdigen Würze des schwarzen Trüffels.

In der Küche

In reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen, dann kurz schwenken.

Einfach und exquisit: mit feinem Olivenöl, Salz, Pfeffer und Parmesan abschmecken – so kommt der Trüffel am besten zur Geltung.


Hersteller: Pasta Raguso (Italien)
Produkt: Linguine al Tartufo – Linguine mit schwarzem Trüffel
Zutaten: Hartweizengrieß, schwarzer Trüffel (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Italien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 08.05.2027

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Spirituosen

Valverde Liquore alla Nocciolo Nusslikör

Spirituose · Likör · Haselnuss · Italien

Valverde Liquore alla Nocciola ist ein italienischer Haselnusslikör mit den typischen Aromen gerösteter Haselnüsse – nussig, süß und vollmundig.


Herkunft / Italien

Die Haselnuss (Nocciola) ist eine italienische Spezialität, besonders aus dem Piemont mit seinen berühmten Nüssen. Der Liquore alla Nocciola von Valverde stellt das röstig-nussige Haselnussaroma in den Mittelpunkt.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt auf Basis von Haselnuss, Alkohol und Zucker. Die gerösteten Haselnüsse geben dem Likör ihr intensives, typisches Aroma, abgerundet von einer feinen Süße.

Im Glas

Goldbraun. In der Nase intensives Aroma gerösteter Haselnüsse. Am Gaumen nussig, süß und vollmundig, mit klarer Haselnussnote und rundem, langem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, zum Espresso oder in cremigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Haselnusslikör (Liquore alla Nocciola)
Zutaten: Haselnuss, Alkohol, Zucker
Geschmack: nussig, süß

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett # 03 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Marguet Ambonnay Rosé 2020 Brut Nature BIO

Champagner · Rosé · Ambonnay Grand Cru · Brut Nature · Bio

Marguet Ambonnay Rosé Brut Nature ist ein Bio-Rosé-Champagner aus dem Grand-Cru-Dorf Ambonnay. Benoît Marguet keltert ihn biodynamisch und baut ihn im Holz aus; der Verzicht auf Dosage sorgt für Klarheit und Spannung. Ein Rosé mit Ecken und Kanten. Im Glas ein faszinierender Rosé-Pfirsichton mit lachsfarbenen Reflexen.


Ambonnay Grand Cru

Ambonnay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims. Die kalkreichen Böden geben dem Rosé Tiefe, Würze und Spannung. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Der Rosé vereint Pinot Noir und Chardonnay aus Ambonnay; die Roséfarbe entsteht durch die Assemblage. Der Ausbau erfolgt im Holz, was ihm zusätzliche Tiefe verleiht. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature – für Klarheit und Spannung.

Im Glas

Faszinierender Rosé-Pfirsichton mit leicht lachsfarbenen Reflexen. In der Nase Walderdbeeren, rote Äpfel, Blutorange und zitrische Würze, dazu Zimt, Nelke und eine deutliche Zedernnote. Am Gaumen druckvoll, würzig und texturiert, mit fast cremig-glänzender Art, Erdbeere, Apfel, Orangenzeste und feinen herben Anklängen. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und würzige Gerichte.


Lage: Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Rosé Brut Nature
Ausbau: Pinot Noir/Chardonnay, Holzausbau, ohne Dosage

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Länder/Regionen

Metzger Petit Rosé trocken 2024

Roséwein · trocken · Pfalz · Deutschland

Metzger Petit Rosé trocken ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz – alles andere als gewöhnlich. Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere prägen das Bild, dazu eine leicht pfeffrige Art. Ein trockener Rosé, der schon im ersten Moment überzeugt. Der ideale Sommerwein zum Grillen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier ein trockener, fruchtbetonter Rosé mit frischer, würziger Art.

Rebsorte und Ausbau

Aus roten Trauben als trockener Rosé vinifiziert. Der frische Ausbau im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik und die animierende Säure.

Im Glas

Helles Lachsrosa. In der Nase Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere, dazu eine leicht pfeffrige Note. Am Gaumen trocken, frisch und fruchtbetont, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein Sommerwein für die Terrasse.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Salate, mediterrane Vorspeisen und leichte Sommerküche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein, trocken
Ausbau: aus roten Trauben, Edelstahl

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