Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – Costers del Segre

Lunya wird politisch: Costers del Segre

Um diese Region zu verstehen, wäre ein Grundstudium in „politischer Winkelzügelei“ nicht verkehrt, ein Master in spanischer Geographie hilfreich, gesunder Menschenverstand indes ist nicht vonnöten; Miguel A. Torres schon. Aber der Reihe nach:

Catalunya gliedert sich in acht Vegueries, Provinzen gelten als von Zentralspanien aufoktroyiert und damit des Teufels; derer zwei beschreiben den Westen von Catalunya: Ponent und Alt Pirineu i Aran. Erstere umfasst den ganzen Süden, Flachland mit einigen Bergen an allen Seiten; letzteres reicht bis an die Grenze zu Frankreich, die Gebirgskette Montsec de Pallars ist deren südliches Ende. Diese beiden Vegueries bilden die Weinbauregion Costers del Segre. Wobei: so wirklich richtig ist das auch schon wieder nicht.

Im Jahr neunzehnhundert und achtzehn wurde die Kellerei Raimat gegründet. Vier Jahre zuvor hatte die Familie Raventós eine dreitausend zweihundert Hektar umfassende Fläche erworben, einen Kanal gegraben, um sie bewässern zu können; man begann, Reben zu setzen. Einhundert Jahre später sind es mindestens zweitausend dreihundert Hektar Rebland, vielleicht auch mehr. Die Familie Raventós hatte nun neben dem Stammhaus Codorníu in Sant Sadurní d’Anoia ein zweites, gigantisch anmutendes Projekt. Es dauerte etwa sechzig Jahre, bis man begriff, dass es da ein kleines Problem gibt: denn auch wenn man modern war und innovativ und auch nicht gerade arm, so war dies auch der Nachbar aus El Pacs de Penedès, der aber konnte seine Weine als Denominción de Origen Penedès verkaufen. Raimat befindet sich wenige Kilometer nördlich von Lleida Stadt, dort gab es keine amtliche Weinbauregion, die Raimat-Weine waren Vinos de Mesa, man durfte keinen Jahrgang, keine Rebsorte, keine Ausbauart auf das Etikett schreiben, während Miguel A. Torres stolz mit Etiketten aus dem Penedès wedelte. Dies konnte so nicht bleiben. Und daher rannte die Familie Raventós im katalanischen Weinbauinstitut INCAVI offene Türen ein und nur wenige Augenblicke später war die Weinbauregion Costers del Segre in trockenen Tüchern.

Der Familie Raventós half, dass sie zwar eine alte Bodega mit viel Historie war, aber etwas weiter im Osten, hinter den sieben Zwergen, ähhh Bergen, da stand noch eine Bodega, die viel, viel, viel älter war als Raimat: Castell de Remei, gegründet im Jahr siebzehnhundert achtzig. Ansonsten gab es nur ein paar Genossenschaften und ähnliche Betriebe, die neben Weizen auch Reben auf ihren Äckern stehen hatte. Castell de Remei spielte eine wesentliche Rolle, denn anders als Raimat, die nur von den Trauben ihrer eigenen Finca in Raimat lebten, arbeitete Remei mit Vertragsweinbauern und anderen Weinbauern zusammen, die über ganz Ponent und halb Alt Pirineu i Aran verstreut ackerten. Ohne Remei wäre Costers del Segre wohl bestenfalls eine Miniweinbauregion geworden, so ist sie, nimmt man die Fläche als Maßstab, die größte in Catalunya, größer als alle Weinbauregionen in Aragón. Aragón ist auch ein nicht unwichtiges Thema, denn in jener Zeit wurde die Weinbauregion Somontano designt, eine Art Blaupause für Costers del Segre.

Wer nun gedacht hatte, dass dies einen Boom auslösen würde, sah sich erst bestätigt, dann aber schwer enttäuscht. Denn dieser mittlere Teil von Costers ist eigentlich für Weinbau nur bedingt geeignet. Raimat hat das Riesenprojekt verwirklicht, weil man mehrere hundert Kilometer Wasserkanäle gegraben hatte, Brachland war plötzlich fruchtbar. Brachland wurde auch an anderen Stellen in Ponent fruchtbar, schließlich ist dies die zentrale Fruchtquelle Spaniens, insbesondere Äpfel und Birnen werden hier kultiviert, jede Menge Gemüse auch. Dies aber hatte und hat Vorrang, Reben findet man nur an wenigen Stellen. Sei es im Osten, in der Gegend um das Dorf Verdú, sei es im Norden von Raimat, gen Aragón, sei es im Südwesten von Lleida Stadt: überall stehen Reben dort, wo sonst nun auch wirklich gar nichts wächst, selbst nach Regenfällen ist der Boden staubtrocken, die Weine sind eindimensional, alkohollastig, ermüdend. Aus internationalen Rebsorten keltert man belanglose Weine, so etwas wie einheimische Sorten, Garnacha etwa, findet man wenig, Macabeo nur dort, wo Cava-Plantagen erlaubt sind. Gut zwei Dutzend Weingüter begannen in den letzten zwanzig Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer der Bodegas ist so hoch nicht, viele haben keine zehn Jahre durchgehalten. Andere mühen sich auf dem lokalen Markt ab oder verkaufen zu Preisen, die nicht einmal in Somontano aufgerufen werden.

Will man interessante Weine aus Costers del Segre kennenlernen, oder zumindest interessante Projekte, dann muss man in den Norden reisen oder in den Süden.

Baldomar.

Artesa d’Segre ist ein netter, kleiner Ort, es gibt eine Genossenschaft, ein paar Möbelfabrikanten und auch das eine oder andere Weingut. Vall de Baldomar etwa, eine kleine Bodega aus dem Nachbardorf Baldomar, die das Pech hatte, genau in der Phase auf die Welt zu kommen, in der internationale Sorten gefragt waren. Merlot etwa, nur wer will Stahltankmerlot aus Baldomar. Oder aber Incrocio Manzoni; Weine aus Rebsorten, die schwer auszusprechen sind, verkaufen sich nicht. Oder aber die Cooperative: dort keltert man einen guten frischen Wein, Stahltankausbau, Tempranillo und Garnacha. Das kleine Problem: Weinbau macht etwa zwei Prozent der Handelsaktivität der Genossenschaft aus, da kommt man auf keinen grünen Zweig. Der Möbelproduzent ist Möbelproduzent, sein Weingut ist ein besseres Hobby, sobald er sich zur Ruhe setzt, wird sich auch das Weingut zur Ruhe setzen. Ein paar weitere Weingüter runden die Szene ab, allen haben mindestens einen guten Wein im Programm, aber niemand ist willens, den mühsamen Weg hin zu einer angesehenen Bodega mit erstklassigen Weinen zu gehen. Hierfür muss man etwas weiter gen Norden laufen, gen Tremp, durch die engen Schluchten, die der Segre oder die beiden Nogueras, der Noguera Pallaresa im Osten und der Noguera Ribagorçana im Westen, in den Fels geschlagen haben. Hat man das geschafft, dann ist man in der Vegueria Alt Pirineu.

Der Weinbau in Alt Pirineu hat mit dem in Ponent nichts zu tun. Seit Jahren versucht man, sich abzuspalten, eine neue Weinbauregion soll entstehen. Dumm nur, dass die beiden wichtigsten Weinentscheidungsträger dieser Ecke gar nichts davon halten. Pallars, der inoffizielle Name der Region, erstreckt sich von den Montsec-Bergen bis kurz vor die Pyrenäen, Sort ist der nördlichste Weinbauort, Tremp, etwas weiter südlich gelegen, der wichtigste. Die klimatischen Gegebenheiten sind speziell, man kann dies unschwer an den Weinen erkennen, die Raül Bobet in Castell d’Encus keltert. Man kann nun diskutieren, ob dies Terroir ist oder einfach „nur“ interpretiertes Klima. Raül hat auf eintausend Meter über Meeresniveau etwa fünfzehn verschiedene Rebsorten stehen, die in sechs bis zehn Weinen münden. Riesling findet man da, auch Sauvignon blanc und Albariño; Pinot Noir neben Cabernet Franc, und noch dies und noch das. Raül interessiert sich nicht so sehr für Rebsorten, er will Kühle und Granitnoten in Flaschen packen. Das ist gut, manche Weine sind sogar sehr gut, nur hilft das der Region Pallars nicht wirklich weiter.

Der andere Herr, die andere „Bodega“, hat mit Terroir ohnehin nichts am Hut. Miguel A. Torres hat vor über zehn Jahren im Westen von Tremp einhundert und siebzig Hektar Rebland bestockt, fast alles mit Merlot, seine Lieblingsrebsorte. Hier stiftet dies Sinn, da Merlot dort gut ausreifen kann. Es ist aber nicht geplant, diesen Merlot als Pallars-Wein abzufüllen, die D.O. Catalunya lässt grüßen.

Rückblende: vor ein paar hundert Jahren wurden in Pallars an vielen Stellen Reben kultiviert, es wurden diverse Weine gekeltert. Damals indes war die Region weit dichter besiedelt als heute, es gab einen größeren Markt, Wein war ein wichtiges Produkt. Mit der Zeit änderte sich dies, die Menschen folgten den Arbeitsplätzen, und die gab und gibt es nun einmal im Süden, in Ponent, in Lleida Stadt oder längs der Autobahn, die Lleida mit Barcelona verbindet. Oder gleich in und um Barcelona. Inzwischen ist Alt Pirineu gut an den Süden angebunden, für den Weinbau indes kommt dies zu spät. Vor fünfzig Jahren gab es in den engen Schluchten, die Flüsse durch das Montsec-Gebirge getrieben haben, kaum gut befestigte Straßen, Weintransport war ein Glücksspiel. Im Bürgerkrieg nutzte Franco die Stauseen im Norden, um mit plötzlichem Öffnen der Wehre den Ebro im Süden zu fluten, um die Truppen der Republikaner vor Probleme zu stellen. 

Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es mit Vila-Corona in Pallars genau ein Weingut, und in dem wurden auch noch fast nur internationaltypische Weine gekeltert. Inzwischen gibt es dort wieder einige Betriebe, Batlliu de Sort und Miquel Roca, Sauvella und noch ein paar mehr: einige sind sehr gut, andere wiederum keltern extrem traditionelle Weine.

Mal wieder der klassische Zielkonflikt: die kleinen Bodegas keltern fünftausend Liter Wein, vielleicht derer zehntausend, die größten der Kleinen derer zwanzigtausend. Die kriegen sie inzwischen in Barcelona, in Lleida, aber auch in der Region (Hebsttourismus im Vorpyrenäenland) ganz gut vermarktet. Für alles andere fehlen erst einmal Rebflächen und, so diese einmal gepflanzt wären, Menschen, um sie zu beackern. Und Raül Bobet, Mitinhaber der Priorat-Kellerei Ferrer-Bobet, hat keine Lust, die Lokomotive zu spielen, wissend, dass an ihm die ganze Arbeit hängenbleiben würde, während die anderen bequem in seinem Windschatten segeln würden.

Das Dorf Cervoles.

Richtig spannend ist dann wieder der Süden, dort, wo die Comarca Les Garrigues an Montsant, an das Priorat und an Conca de Barberà grenzt. Dies ist welliges Bergland, die Gipfel enden knapp über eintausend Höhenmetern, Sandstein, Sandmergel, kalkhaltig, knappe Lehmkrumen, dichte Steinauflage. Und halt, das ist so unwichtig dann doch nicht: Hänge, die gen Norden abfallen, oder gen Nordwesten oder gen Nordosten, etwas besser geschützt vor den Sonnenplage am Nachmittag. Hier kann man Garnacha mit vierzehn Umdrehungen ernten, im Priorat geht das nur bedingt. Das Problem: hier gibt es mit El Vilosell und La Pobla de Cérvoles gerade einmal zwei Dörfer, in denen vor allem alte Leute leben. Eine Zukunft hat der Weinbau hier nur, weil zwei Bodegas am Start sind, die schon bestrebt sind, Weine der Region zu präsentieren. Wobei: bei einer der beiden ist das so eine Sache, da muss man halt glauben, was Tomas so sagt. Tomas Cusiné hat in El Vilosell vor einigen Jahren seine eigene Bodega gegründet, er verfügt dort über eine gute Menge an Rebland, hier entstehen vor allem Weine, die in die Kategorie „einfach zu trinken“ fallen, aber auch der eine oder andere durchaus individuellere Wein. Im Nachbardorf gibt es die Bodega Cérvoles, die Zweitbodega von Castell de Remei, das Stammhaus der Familie Cusiné, Hauptsitz der Bodegagruppe, in Remei, mitten im Flachland. Inzwischen ist Tomas technischer Direktor in allen drei Bodegas, alleiniger Eigentümer seiner Kellerei in El Vilosell. Als dem noch nicht so waren, da waren die Dinge gut getrennt. Heute, das sagt er selbst, wandert schon Wein aus dem Süden gen Hauptbodega, umgekehrt eher nicht, da im Süden vor allem Garnacha steht, die gibt es im zentralen Tiefland nicht wirklich.

Zement Ei bei Mas Blanch.

Das ist schon alles nicht schlecht (zumindest die Weine aus den beiden Süd-Bodegas), es ist aber vor allem wichtig, weil so nicht alles auf den Schultern einer kleinen Bodega lastet, die derzeit zumindest im Süden der Region Costers del Segre den Ton angibt: Mas Blanch i Jové. Joan Jové und seine Tochter Sara wollen gar nicht Costers del Segre repräsentieren, sie wollen aber das herausarbeiten, was Les Garrigues darstellen soll: stoffige, aber dennoch frische und von Frucht getragene Weine, vor allem aus Garnacha,  komplettiert mit ein paar Einsprengseln internationaler Art, vor allem Cabernet Sauvignon und Tempranillo, Syrah für einen Quietsch-Rosado. Es gibt inzwischen Lagenweine von durchaus guter Qualität, die neueste Kreation ist der Troballa (Entdeckung), der in Amphoren, in einem Zementei und in ein paar Barricas reift. Ganz neu ist eine Zement-Entdeckung, dieser Wein kommt vielleicht in diesem Herbst erstmals auf den Markt. Frische Weißweine, unkomplizierte Rotweine, dies sind die wichtigsten Weine der Bodega. Die Barriqueweine leiden noch etwas unter traditionellem Barriqueverständnis, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit.

Mas Blanch i Jové ist in der Kunst- und Künstlerszene von Barcelona stark verwurzelt, einmal im Jahr, am ersten Samstag im Juli, gibt es die Festa de Artistes, Jahr für Jahr kommen etwa fünfhundert Menschen, um zu feiern, zu essen und zu trinken. Die Gruppe der Artisten besitzt und beackert einen eigenen Weinberg, jedes Jahr installieren sie etwas in der Region, nach und nach entsteht dort ein kleines Freilichtmuseum. Auch so wird Les Garrigues, der Süden von Costers del Segre, bekannt.

Der Fall Costers del Segre ist anders gelagert als der Fall Conca de Barberà, denn hier könnte zumindest eine regionale Präsentation (Alt Pirineu, Les Garrigues) funktionieren, Raimat aka Codorníu aka Carlyle interessiert sich für so etwas nicht. Text: El oso alemán

Teil 3. Terra Alta erscheint auf diesem Blog am 21.08.2020 um 11.00 Uhr.

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Weine

Ribera del Duero Tinto Probierpaket

Unser Probierpaket besteht aus: einem Rotwein ohne Holzfassausbau, einem Selektionswein, der über 12 Monate in französischen Barrique Fässern ausgebaut wurde und einer klassischen Reserva, welche über 18 Monate in Eichenholzfässern aus amerikanischer und französischer Eiche selektioniert wurde, um dann noch weitere drei Jahre in der Flasche reifen zu dürfen!

 

Der Wein Tinto Joven:

Die Kellerei Monteabellon: Die Familie García Aparicio gründete im Jahre 2000 in dem kleinen Örtchen Nava de Roa die Kellerei Monteabellón. Inzwischen gehören sechzig Hektar zur Bodegas Monteabellon und obwohl die Kellerei in der Größe gewachsen ist, wird die Qualität Jahr für Jahr besser. Dies liegt zum einen an der sehr sorgfältigen Weinberg Arbeit (hier wird viel Wert auf eine intensive Laubarbeit gelegt) und zudem sind die niedrigen Erträge für die Qualitäten immens wichtig. Zum anderen finden die Erntearbeiten hier nur nachts statt; dies sorgt dafür, dass die Erntetemperaturen gleichbleibend sind und die Trauben nicht schon in der Sonne „verglühen“. So gelangt also nur vollreifes Lesegut in die Bodega. Der Sohn des Hauses, Juan Manuel, hat gemeinsam mit Juan Manuel Burgos (Avan) die Schulbank gedrückt, und so entstand die Idee, Señor Burgos als Weinberater einzustellen. Die Beratung hat sich prompt auch in der Qualität der Weine niedergeschlagen. Als beratender Önologe wurde Isaac Fernandez (Ex-Mauro) verpflichtet. Juan Manuel Garcia will mit allem Ehrgeiz an die Qualitätsspitze der Region vorpreschen

 

Der Wein Monteabellon Avaniel tinto: Der Avaniel ist ein Wein aus jungen Tempranillo Trauben ohne Barriquesausbau. Massive Frucht in Nase und Geschmack! Schwarze Frucht auch im Nachhall. Leichte Würze und sehr gute Länge!

 

Tinto 12 Monate Barrique Ausbau:

Die Kellerei Juan Manuel Burgos: Geboren ist Juan Manuel Burgos in Fuentelcesped, einem Dorf, wie man es in Deutschland kaum noch kennt. Hier sieht alles noch wie vor hundert Jahren aus. Juanma, wie er stets gerufen wird, war ein typischer Junge dieser Gegend. Er wuchs mit den Traditionen der Region auf und mit zunehmendem Alter interessierte er sich für die modernen Dinge des Lebens. So ist auch heute sein Weinstil zu erklären. Er bekam von seiner Familie Rebparzellen im Alter von 40 bis 100 Jahren zur Verfügung gestellt, und nachdem er mehrere Jahre bei Felix Lorenzo Cachazo in Rueda und danach bei der Kellerei Cachopa seinen Sporen verdient hatte, begann er seinen eigenen Wein auszubauen: Avan. In der Weinbergsarbeit ist er ganz Traditionalist. Nur die alten Trauben bringen bei sorgfältigster Pflege das beste Ergebnis. Im Weinkeller ist er hingegen der absolute Technik-Freak. Er arbeitet in seiner 2005 fertig gestellten Kellerei nur mit der Gravitationstechnik, d. h., die Reben kommen oben in die Kellerei rein und der Verarbeitungsprozess läuft in jedem Arbeitsschritt immer weiter abwärts. Die Trauben werden so schonender und stressfreier verarbeitet. Jede einzelne Traube läuft zudem über ein Sortierband, wobei nicht perfektes Lesegut manuell aussortiert wird. Die Gärung erfolgt in extra vorgefertigten, konischen Edelstahltanks, damit die Farbgewinnung und die Extraktwerte noch optimiert werden. Der Wein erlangt dann seine Vollendung durch die Lagerung in besten französischen Eichenfässern. Avan ist Ribera del Duero in seiner modernsten Art mit dem Wissen der Vergangenheit.

 

Der Wein Avan 2023: Vielschichtiger Tempranillo mit intensiv- roten Beerenfruchtaromen, der 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche reifte. Neben seiner jugendlichen Frische und seiner Fruchtfülle besticht er durch seine subtile Eleganz und Feinheit, die den Avan zu einem der besten Tempranillos der Ribera del Duero machen.

 

Der klassische Reserva:

Die Kellerei Protos: Als es die D. O. Ribera del Duero noch gar nicht gab, haben sich im Jahr 1927 bereits elf Winzer aus der Region zusammengetan, um das ehrgeizige Qualitätsprojekt Protos ins Leben zu rufen. Der Anspruch, mit die besten Weine der Region zu produzieren, hat sich dabei nie geändert. Für dieses Ziel können die Winzer heute mit auf die ältesten Parzellen aus der Ribera del Duero zurück greifen. Die Weine werden fast ausschließlich aus der Edelrebsorte Tempranillo vinifiziert. Auch der Ausbau folgt ganz der nun fast einhundert Jahre alten Tradition. Er erfolgt vornehmlich in Fässern aus amerikanischer Eiche, aber auch französische Eiche wird inzwischen eingesetzt. Wer einmal in dieses Anbaugebiet fährt, sollte einen Abstecher in das Dorf Peñafiel machen. Nicht nur die auf einem Bergrücken aus dem 11ten Jahrhundert liegende Burg Peñafiel ist einen Aufstieg wert, auch die neue, im Jahre 2008 fertiggestellte Kellerei von Protos ist einen Besuch mit anschließender Weinprobe mehr als wert.

 

Der Wein Protos Reserva 2020 tinto:

Sehr eleganter und feiner Rotwein, dessen klare Fruchtaromen perfekt mit dem Holz harmonieren. Die Aromen erinnern an reife, dunkle Beerenfrüchte, ein wenig Sandelholz, Kokosnuss und zartes Karamell. Der Wein wird zu 100 % aus der Rebsorte Tempranillo gewonnen, begeistert mit viel Kraft am Gaumen und einem stattlichen, ellenlangen Abgang. Der Protos Reserva ist einer der absoluten Klassiker aus der Ribera del Duero.

 

Versankostenfrei innerhalb Deutschlands.

 

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Spanien

Protos Reserva 2020 tinto

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo · Reserva

Protos Reserva stammt aus der Ribera del Duero, wo das Weingut in Peñafiel zu den Gründern der Appellation zählt. Er wird ausschließlich aus Tempranillo gekeltert, in Spanien hier Tinta del País genannt, und verbindet dunkle Frucht mit der Würze langer Fassreife. Die Trauben stammen von südexponierten, teils über 50 Jahre alten Reben in Höhenlagen um 750 bis 900 Meter. Das Resultat ist ein kraftvoller, klar strukturierter Rotwein mit langem Abgang.


Ribera del Duero

Die Ribera del Duero zieht sich entlang des Duero durch Kastilien-León, im Zentrum die Stadt Peñafiel. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten erzeugt große Temperaturunterschiede und eine langsame, gleichmäßige Reife der Trauben. Die Lagen für den Reserva liegen auf kalkhaltigen, steinigen Böden in der Provinz Burgos, nach Süden ausgerichtet und auf 750 bis 900 Metern Höhe.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Tempranillo. Nach der Handlese und der Maischegärung im Edelstahl reift er 18 Monate in Barriques aus französischer (80 %) und amerikanischer (20 %) Eiche, gefolgt von mehrjähriger Flaschenreife vor der Freigabe. Die Eiche steuert Würze und Struktur bei, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase reife, dunkle Beerenfrucht, dazu Sandelholz, Kokos und ein Hauch Karamell aus dem Fassausbau. Am Gaumen kraftvoll und klar konturiert, mit reifem Tannin und tragender Säure, die Frucht und Holz im Gleichgewicht hält. Der Abgang ist lang und würzig.

Am Tisch

Trinkreif, gewinnt aber durch ein bis zwei Stunden im Dekanter; bei guter Lagerung trägt er weitere acht bis zehn Jahre. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Lammbraten, geschmortes Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Ribera del Duero (Peñafiel/Burgos), Südlagen, 750–900 m
Klassifikation: Ribera del Duero DO – Reserva
Ausbau: 18 Monate französische/amerikanische Eiche, anschließend Flaschenreife

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Länder/Regionen

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2021

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2021

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2021 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit unendlicher Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2021 – Puligny-Montrachet

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders klar gezeichnete, frische Weißweine mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Auf dem feinen Schlicksand über Kalkstein und im präzisen Ausbau ergibt das einen dichten, salzig-mineralischen und zugleich frischen Chardonnay mit ausgeprägter Säurespannung und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Würzig, präzise salzig-mineralisch, fest in der Traubenfrucht und lang und frisch im Nachhall sind seine primären Merkmale. Dieser Puligny hat eine unendliche Dichte und ist am Gaumen unwiderstehlich, fein, gleichzeitig kraftvoll und lang anhaltend. Ein kleines Meisterwerk!

Unendliche Dichte, salzige Präzision, unwiderstehlich am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Österreich

Josef Dockner Gemischter Satz

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Gemischter Satz ist ein junger, frisch-fruchtiger Gemischter Satz aus vier verschiedenen Weißweinsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller und Müller-Thurgau. Die Trauben wurden gemeinsam gelesen, gepresst und verarbeitet – daraus entsteht seine besondere, fruchtintensive Aromatik. Der ideale Wein für gesellige Stunden.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Der Gemischte Satz ist eine traditionsreiche österreichische Spezialität: Verschiedene Rebsorten stehen gemeinsam im Weingarten und werden zusammen geerntet und verarbeitet – ein lebendiges Stück Weinbaugeschichte.

Rebsorten und Ausbau

Feldblend aus Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller und Müller-Thurgau. Die Trauben werden gemeinsam gelesen, gepresst und vergoren; erst durch dieses Zusammenspiel der Sorten entsteht die typische, fruchtintensive Aromatik. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase frisch und fruchtig, mit hellem Apfel, Zitrus und einem würzig-floralen Anklang des Gelben Muskatellers. Am Gaumen saftig, vielschichtig und unkompliziert, mit klarer Frische und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als geselliger Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Jause, Vorspeisen, Geflügel, Fisch und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – Gemischter Satz aus Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller & Müller-Thurgau
Ausbau: gemeinsame Lese und Vergärung (Feldblend); Edelstahltank

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Rebsorten

Huber Malterdingen Chardonnay 2023

Weißwein · Malterdingen (Baden) · Chardonnay

Chardonnay Malterdingen (Ortswein) Bernhard Huber Baden · Breisgau Löss über Muschelkalk Ganztraubenpressung · Spontangärung 100 % Barrique · ~30 % neu 2023

Der Bernhard Huber Malterdinger Chardonnay 2023 ist ein reinsortiger Ortswein auf Village-Niveau. Auf Löss über Muschelkalk gewachsen und komplett im Barrique ausgebaut, zeigt er sich burgundisch: rauchig, frisch und präzise.


Malterdinger Chardonnay – badisches Burgunderterroir

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den besten Burgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Malterdingen gilt als eine der renommiertesten Chardonnay-Adressen außerhalb des Burgunds – auf demselben verwitterten Muschelkalk, den schon die Zisterziensermönche vor über 700 Jahren dem Burgund gleichsetzten.

Seit 2021 ist der weiße Malterdinger ein reinsortiger Chardonnay, ausschließlich aus Lagen innerhalb der Gemeinde Malterdingen. Die Reben wurzeln auf Löss über Muschelkalk-Verwitterung – die Grundlage für einen mineralisch geprägten, präzisen Wein, den Julian Huber auf Village-Niveau sieht.

Jahrgang 2023 – Baden

2023 war in Baden ein Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte: ein warmer Sommer, gebremst durch Regenschauer im Spätsommer, die Frische und Balance sicherten. Mit sorgfältiger Lese physiologisch reifen Materials entstand ein heller, frischer und präziser Chardonnay – kraftvoll, aber nie üppig.

Ausbau

Trockener Chardonnay (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Chardonnay von Löss über Muschelkalk.

Die Trauben werden als Ganztrauben auf der Spindelpresse gepresst, was dem Wein eine feine phenolische Struktur verleiht. Die Gärung setzt spontan und warm im Holz ein; der Ausbau erfolgt vollständig im Barrique auf der Vollhefe, mit rund 30 % neuem Holz. Die feine Reduktion ist ein Markenzeichen der Chardonnays von Julian Huber.

Im Glas

Ein burgundisch geprägter Chardonnay: weißer Pfirsich und grüne Birne, dazu reife Limette, helle Haselnuss und eine feine, rauchig-reduktive Note über kalkig-salziger Mineralität. Am Gaumen seidig und cremig, zugleich straff, mit lebendiger, zupackender Säure, feiner Würze aus dem Fass und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Weißer Pfirsich, grüne Birne und reife Limette über heller Haselnuss und rauchig-reduktiver Mineralität – seidig und cremig, zugleich straff, mit zupackender Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein präziser, langlebiger Chardonnay mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Löss über Muschelkalk-Verwitterung
Klassifikation: Chardonnay, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: Ganztraubenpressung (Spindelpresse), Spontangärung, kompletter Barrique-Ausbau auf der Vollhefe, ~30 % neues Holz

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Spirituosen

Gran Duque de Alba Brandy Solera Gran Reserva

Brandy · Brandy de Jerez · Solera Gran Reserva · Spanien

Gran Duque de Alba Brandy Solera Gran Reserva ist ein Brandy de Jerez vom traditionsreichen Haus Williams & Humbert. Nach langjähriger Reife in ehemaligen Oloroso-Fässern schmeckt er wunderbar weich und vollmundig. Im Glas Noten von Karamell, Zedernholz, Früchten, Nüssen und Vanille.


Jerez

Brandy de Jerez stammt aus dem Süden Spaniens, rund um Jerez de la Frontera. Williams & Humbert zählt zu den renommiertesten Bodegas der Region und reift seinen Brandy nach dem traditionellen Solera-System in alten Sherryfässern.

Herstellung und Reifung

Der Brandy reift langjährig in ehemaligen Oloroso-Sherryfässern nach dem traditionellen Solera-System (Gran Reserva). Die Fässer verleihen ihm seine weiche Fülle und die Noten von Karamell, Zedernholz, Nüssen und Vanille.

Im Glas

Bernsteinfarben bis Mahagoni. In der Nase und am Gaumen weich und vollmundig, mit Noten von Karamell, Zedernholz, Früchten, Nüssen und Vanille. Der Abgang ist lang und warm.

Zum Genuss

Pur bei Zimmertemperatur in einem Schwenkglas als Digestif genießen.

Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse und Zigarren.


Herkunft: Jerez (Spanien)
Art: Brandy de Jerez – Solera Gran Reserva
Reifung: langjährig in Oloroso-Fässern (Solera-System)

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Länder/Regionen

Château Troplong Mondot 1er Grand Cru Classé 2009 Saint-Émilion

Rotwein · Saint-Émilion · Merlot · Premier Grand Cru Classé

Château Troplong Mondot Saint-Émilion ist ein großer Bordeaux-Rotwein und ein Premier Grand Cru Classé vom rechten Ufer der Gironde. Das Weingut liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, einem der höchsten Punkte der Appellation. Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Im Glas sehr dunkel, körperreich und dicht.


Saint-Émilion

Château Troplong Mondot liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, in unmittelbarer Nähe zu Château Pavie, auf einem der höchsten Punkte der Appellation. Die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen dem Wein Dichte, Frische und Tiefe. Das Gut ist ein Premier Grand Cru Classé.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Nach der Gärung reift der Wein im Barrique mit hohem Anteil neuer Eiche, was ihm Struktur, Würze und großes Reifepotenzial verleiht.

Im Glas

Sehr dunkles Rot. In der Nase intensive Aromen reifer, dunkler Beeren: Kirsche, Brombeere und Cassis. Am Gaumen sehr körperreich, dicht und intensiv, mit einem komplexen, von Frucht und Extrakt geprägten Geschmacksbild, klaren, samtigen Tanninen sowie Eleganz und Finesse. Im Nachhall erneut Cassis, Holunder und dunkle Kirsche.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Wild und geschmortes Fleisch.


Lage: Kalksteinplateau, Saint-Émilion (Bordeaux); Kalk/Ton
Klassifikation: Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé
Ausbau: 86 % Merlot / 10 % Cabernet Sauvignon / 4 % Cabernet Franc, Barriqueausbau (hoher Neuholzanteil)

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Genevrières 1er Cru 2022

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Genevrières Latour-Giraud: größter Besitzer (~2,5 ha) 11–12 Monate Holz · ~25% neu 2022

Der Meursault Genevrières 1er Cru 2022 der Domaine Latour-Giraud ist ein reicher, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der größten Lagen von Meursault. Mit rund 2,5 Hektar ist Latour-Giraud der größte Besitzer dieses Premier Cru – Genevrières ist das Aushängeschild des Guts.


Les Genevrières – Toplage von Meursault

Les Genevrières zählt – gemeinsam mit Les Perrières und Les Charmes – zu den besten Premier Crus von Meursault. Die Lage am Mittelhang auf kalkhaltigem Boden bringt Weine hervor, die Fülle mit feiner Mineralität und floraler Eleganz verbinden und hervorragend reifen.

Die Domaine Latour-Giraud bewirtschaftet hier rund 2,5 Hektar und ist damit der größte Eigentümer von Genevrières. Das Gut arbeitet im Weinberg organisch und gilt als eine der Referenzadressen von Meursault.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für Fülle und Mineralität dieses Genevrières.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die ganzen Trauben werden gepresst, im Fass vergoren und rund 11 bis 12 Monate im Eichenfass ausgebaut, davon etwa 25 % neues Holz – auf Reichtum, Reinheit und Eleganz mit frischem Finale ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von Pfirsich, Mirabelle, Akazie und Zitrus, dazu Feuerstein und ein Hauch exotischer Tee. Am Gaumen reich und vielschichtig, zugleich mineralisch und straff, getragen von lebhafter, gut eingebundener Säure und einem langen, kraftvollen Abgang.

Pfirsich, Mirabelle und Feuerstein über reicher, zugleich straffer Mineralität – kraftvoll, vielschichtig und sehr lang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Hummer und Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Genevrières (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Mittelhang, kalkhaltig; Latour-Giraud ~2,5 ha (größter Besitzer)
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, Fassgärung, 11–12 Monate Holz (~25% neu)

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