Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – Terra Alta

Lunya hallt es aus dem Off

Die Frage, ob Flüsse nun verbinden oder aber trennen, hat schon Heerscharen von Philosophen beschäftigt. Und wie immer, wenn herumphilosophiert wird, gibt es keine klare Aussage, es kann sie gar nicht geben.

Der Ebre, dies scheint hier unstrittig zu sein, trennt eher als dass er verbindet. Zwar gibt es heute die eine oder andere Brücke, früher jedoch stellte der Fluss ein ernsthaftes Hindernis dar. Früher lagen die Dinge anders, weil der Ebre und seine Nebenflüsse heute an verschiedenen Stellen angestaut werden, was früher ein reißender Fluss war ist inzwischen ein mäanderndes Etwas, das eher der Donau bei Weltenburg oder der Wupper im Tal entspricht.

Cota 402 war ein zentraler Kriegsschauplatz des letzten spanischen Bürgerkrieges (insgesamt gab es davon ja mindestens ein Dutzend…). Der Hügel ist voll von Kriegsmaterial. Hier entdeckt Francesc eine Gasmaske.

Hinter dem gezähmten Ebre, von Catalunya aus betrachtet, ruht die Comarca Terra Alta, sie stimmt in etwa mit der Weinbauregion Terra Alta überein. Hinter Terra Alta, jetzt bereits auf Boden von Aragón, kommt erst einmal nichts, dann nicht viel, dann der Ort Alcañiz und dann wieder lange Zeit nichts. Die Gegend war schon immer dünn besiedelt, der Trend verstärkt sich indes deutlich. Vor ziemlich genau einhundert Jahren lebten in den zwölf Dörfern von Terra Alta noch vierundzwanzig tausend Menschen, heute ist es nur gut die Hälfte. Und auch wenn die Schergen von Franco die Gegend in einer der sinnlosesten Schlachten des vorerst letzten Bürgerkrieges (letztendlich sind natürlich alle derartigen Schlachten sinnlos!) spürbar dezimierten, war dies doch nur eine der Ursachen für die Entvölkerung der Region. It’s the economy! Für junge Leute gibt es in Terra Alta kaum Arbeit, alle halbwegs ordentlich ausgebildeten Jugendlichen zieht es an die Küste, gen Tarragona, gen Reus, gen Barcelona oder gleich ganz raus aus Spanien. Wenn das größte Dorf keine dreitausend Einwohner hat und wenn man mit dem Auto fast eine Stunde bis Tarragona braucht (mit dem „Zug“ fast derer zwei): warum soll man dort leben wollen?

Dies hat natürlich auch gravierende Auswirkungen auf die Weinproduktion, denn wenn der lokale Markt wegbricht und wenn im Westen, im Norden und im Süden kein regionaler Markt vorhanden ist und wenn sich im Osten viele Weinbauregionen tummeln, die alle näher an den wichtigen Märkten liegen als Terra Alta: wie soll man sich da behaupten?

Blickt man einhundert Jahre zurück, dann war das alles anders. In jedem der zwölf Dörfer gab es eine Cooperative, jene aus Gandesa, insbesondere aber das Kunstwerk in El Pinell de Brai, zählen zu den Wein-Kathedralen, die aus El Pinell ist vielleicht die spektakulärste in ganz Catalunya. Auch damals schon musste der Wein woanders getrunken werden, auch damals waren die Absatzmärkte an der katalanischen Küste, aber auch im Norden von Castelló, das Ziel der Weine. In Gandesa und in El Pinell de Brai konnten jeweils fünf Millionen Liter Wein gekeltert werden, in jeder der anderen Cooperativen zumindest eine Million. Unschwer zu sehen: Wein war damals ein wichtiger Wirtschaftszweig in Terra Alta.

Wein ist in Terra Alta auch heute noch (oder heute wieder?) ein wichtiger Wirtschaftszweig, nur halt unter ganz anderen Voraussetzungen. Terra Alta ist, wie der Name schon vermuten lässt, hoch gelegenes Land, trockenes Land, man kann hier ohne größere Probleme Weinbau betreiben. Natürlich gibt es Ausnahmen: im Jahr zwanzig zwanzig hat Mehltau so richtig zugeschlagen, die Verluste reichen hin bis zu achtzig Prozent der Produktion. Normal indes ist das nicht. Und weil dem so ist, begannen Weingüter aus dem Penedès, allen voran Miguel Torres schon vor Jahrzehnten, sich hier mit Fasswein einzudecken. Da die ökonomische Situation nun einmal bescheiden war, konnte Mann (=Torres) den Weinbauern auf sanft zuraten, was man den anbauen solle: Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay, vielleicht etwas Syrah. Und Tempranillo, aus welchem Grund auch immer. Die klassischen Rebsorten der Region, Garnacha und Cariñena, kamen da nicht vor. Cariñena war damals schlicht und ergreifend nicht gefragt, das änderte sich erst Ende des letzten Jahrhunderts, während Garnacha, vor allem weiße Garnacha, nicht interessant war, da man, um gute Qualität zu erhalten, nur kleine Mengen ernten kann. Davon konnte aber kein Weinbauer leben. Also pflanzte man Merlot und Cabernet und Chardonnay.

Garnacha blanc: typische Garnacha.

Lange Zeit unternahm der Consejo Regulador genau nichts, um diesen Trend zu stoppen, irgendwann sprang man dann auf die andere Seite, man begann Garnacha blanc als die einzig seligmachende Rebsorte zu promoten, als das Herz, die Seele und was auch sonst noch von Terra Alta. Das Problem: Hochertragsgarnachablanc endet in hochgradig langweiligen Weinen, diese Weine schmecken wie bittere, leicht angefeuchtete Strohballen, Begeisterung kann man so nicht auslösen.

Corbera: Corbera d’Ebre.

Dazu kommt ein anderes Problem: dort, wo die Bodenqualität gut ist, also rund um Gandesa, in Corbera d’Ebre, nahe Bot, Richtung Vilalba dels Arcs, dort waren die Parzellen klein, es gab nur wenige unbestockte Flächen. Dort, wo Platz war, vor allem in und um Batea, stehen Reben auf dicker Lehmscholle, die Traubenqualität ist bescheiden, die Erntemengen sind groß. Inzwischen kann man quasi auf dem gesamten Weinbaugebiet von Batea bewässern, dies verstärkt all diese Aspekte noch einmal. Batea ist heute der wichtigste Weinort der Region, die größte noch aktive Genossenschaft befindet sich dort, die bekannten Namen aus dem Penedès haben sich dort angesiedelt, es gibt ein paar Großabfüller, jede Menge weiße Marken, aber nur wenig wirklich gute Qualität. Jordi Vidal, bekannt von La Conreria d’Escaladei, ist vielleicht der beste Produzent des Ortes, die Kellerei nennt sich Altavins. Celler Piñol ist wohl die bekannteste Bodega aus Batea, zusammen mit Celler Barbarà Forés begannen sie vor dreißig Jahren, Terra Alta aus dem Off zu ziehen, was aber nur bedingt gelang. Es gibt dort diverse kleine und nicht ganz so kleine Bodegas, alle keltern immer mal wieder überraschend gute Weine, dann aber auch jahrelang nur einfache Säfte. Außerdem verkauft man zu billig, will sagen, man kann von dem Erlös eigentlich nicht leben. Also muss die Presse pressen, bis sie quietscht, die Wasserpumpe in den Feldern muss pumpen, und wenn man viel Fasswein an andere Bodegas verkaufen kann, dann erspart man sich jede Menge Kosten. So kann man überleben, selbst junge Leute kann das reizen. Das beste Beispiel ist Celler Rialla: zwei junge Menschen, die Eltern von einem der beiden verfügen über viele Weinberge, sechzig Hektar insgesamt. Man füllt aber gerade einmal zehntausend Flaschen pro Jahr, etwa vierhundert tausend Liter werden als Fasswein verkauft.

Das Nachbardorf Vilalba dels Arcs ist etwas besser dran, hier begannen Xavier Clua und Heretat de Vidal vor Jahrzehnten, interessante Weine auf den Markt zu bringen, wobei Xavier stark auf internationale Sorten setzte, während Heretat de Vidal aufgrund eines Streits um Namensrechte in der Pleite landete. Aber zumindest wurden Marksteine gesetzt, Vins del Tros und zwei oder drei andere Bodegas konnten darauf aufbauen.

Der Süden von Terra Alta ist fast komplett in der Versenkung verschwunden, die Cooperative von El Pinell de Brai, sie ist längst ein Museum geworden. Ein paar kleine Bodegas versuchten es, man setzte vor allem auf die Tagestouristen von der Küste. Die aber guckten und schauten, sie kauften indes nichts oder nicht genug, um das Überleben dieser Bodegas zu sichern. In Bot gibt es noch eine kleine Cooperative, vielleicht die aktuell beste in Terra Alta, in Horta de Sant Joan steht eine Touribodega, Les Vinyes del Convent, sie gehört einer Bodega aus Gandesa, die schon einmal viel Millionen Liter Fasswein vermarktet. Anders als in El Pinell de Brai funktioniert das, weil hier niemand von dem Investment leben muss.

Alles andere spielt sich in Gandesa ab und in Corbera d’Ebre, ein Straßendorf vier Kilometer östlich von Gandesa gelegen. Hier stehen Reben auf Kalksandstein, es gibt noch diverse alte Parzellen, die Qualität ist hoch. Gleichwohl: die Zahl der guten oder sehr guten Bodegas hält sich im Rahmen, in einem engen Rahmen. Es waren derer zwei, die vor gut zwei Jahrzehnten begannen, das Image der Region voranzutreiben. Eine davon nannte sich damals Dardell, Agrícola Fuster, sie gehörte einem jungen Mann, Pepe Fuster, der damals vor der Entscheidung stand: Weinbauer oder Profifußballer. Er entschied sich für den Weinbau und er setzte Anfangs vor allem auf Garnacha, ergänzt um etwas Syrah. Erfrischende Weine, weit weniger alkoholisch als andere Weine der Region. Irgendwann wanderte die Bodega aus dem Zentrum von Gandesa auf einen Hügel im Osten des Ortes, sie hieß nun Coma d’en Bonet. Pepe legte eine Ökoparzelle an, mit internationalen Sorten. Seitdem gibt es zwei Zweige: die auf Garnacha basierenden Weine sowie die Ökoweine.

Die andere „Urgesteinbodega“ ist Celler Barbarà Forés, ein Ehepaar, das von den Weinen nicht leben muss. Man errichtete eine kleine Bodega im Zentrum von Gandesa, man kelterte zwei eher belanglose Weißweine und einen sehr guten Rotwein, Coma d’en Pou, internationales Cuvée, man versuchte schon, die Region nach vorne zu bringen. Leider waren die Weißweine, das Gros der Bodega, noch nicht bereit für die Welt oder aber die Welt war noch nicht bereit für diese Art von Weinen; man kam nicht wirklich vom Fleck. Dies indes richtete keinen Schaden an, denn für all das, was man nicht in Flaschen verkaufen konnte, standen andere Bodegas der Region Schlange.

Irgendwann kam Ramon Roqueta aus Avinyó und installierte Celler La Fou, irgendwann geschah dies, irgendwann passierte das, Terra Alta hangelte und hangelt sich von einem Strohhalm zum nächsten, ohne dass sich diese Strohhalme in stabile Lianen verwandeln würden. Celler Arrelats ist das neueste Projekt aus Gandesa, eine kleine Garagenbodega, gute Weine, man könnte meinen, dass dies etwas werden könnte. Nur, das konnte man auch schon von vielen anderen Projekten meinen, und am Ende versanken sie fast alle im Nirwana.

Das kleine Nachbardorf Corbera d’Ebre ist derzeit die Quelle der Hoffnung, wobei die beiden handelnden Akteure, Jordi Miró und Francesc Ferré, nun nicht gerade begeisterte Unterstützer des Consejo Regulador sind. Jordi ist im Hauptberuf (¿noch?) technischer Direktor der Cooperative in Gratallops, in Corbera steht sein eigenes Projekt, eine mittelkleine Bodega, gute Weine, latent kommerziell. Aber das passt schon.

Frisach Garnacha: alte Parzelle im Westen von Corbera.

Francesc Ferrè Frisach hat die traditionelle Familienbodega Celler Frisach komplett umgekrempelt. Hier geht es eigentlich nur noch um Garnacha und Cariñena, aber in eine Richtung, die dem klassischen Weinbau der Region diametral entgegensteht: weiße Moste auf Schalen mazeriert, „Orange wines“, oxidativ ausgebaute Weine, zwei durchaus spannende Rotweine. Gleichwohl sind es die Weißweine, die Celler Frisach gerade in Catalunya aber auch im Rest der Welt etwas weniger unbekannt machen. Natürlich ist der Trend da gerade der Freund, solche Weine sind in Catalunya, aber auch in den USA, in China oder in Japan gerade en vogue, das hilft. Ob das auch klappt sobald der Trend woanders hin wandert, das wird man sehen. Auch das ist natürlich eine moderne Variante von Selbstausbeutung. Denn wenn man all den Aufwand in den alten Weinbergen, all die niedrigen Erträge, all den Aufwand in der Bodega in Verhältnis setzt zu den erzielten (¿erzielbaren?) Preisen, dann wird schnell klar, dass dies keine wirklich gewinnbringende Aktion ist. Inzwischen gibt es dort eine kleine Casa Rural, die hilft, um ein paar Euro extra einzuspielen. Aber es ist auch klar, dass auch dieses Projekt, so gut und spannend es auch ist, die Region Terra Alta nicht wirklich voranbringen würde. Es bräuchte eine ernsthafte Lokomotive, eine bekannte Bodega, die sich traut, Weine mit Terra Alta Rückenetikett auf den Markt zu bringen.

Nur: so richtig ins Off will dann doch niemand! Text: el oso alemán

Teil 4. l’Alt Empordà erscheint auf diesem Blog am 28.08.2020 um 11.00 Uhr.

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Schaumweine

Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut ist reiner Meunier aus Vrigny auf der Petite Montagne. Francis Egly behandelt die Sorte, die viele nur als Nebendarsteller kennen, so ernst wie seinen Grand-Cru-Pinot – mit Reben, die 1970 gepflanzt wurden.

Im Glas

Birne, Roggenbrot und Kirsche in der Nase, kräftig und fruchtig, aber nie schwer. Am Gaumen saftig und fleischig, mit einer Säure, die alles zusammenhält. Ein klarer, langer Nachhall. Er ist der einzige Egly ganz ohne Holz, deshalb steht die Frucht so weit vorn.

Mach was draus

Brathähnchen mit Thymian, Kalbsbries, Perlhuhn oder ein reifer Ziegenkäse. Auch zu einer deftigen Brotzeit am Sonntag macht er Freude. Wenn du ihn jetzt öffnest, dekantier ihn oder lass ihn eine Stunde im Glas. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich der Beweis, dass Meunier Größe haben kann. Gib ihm Luft, dann wird er von Minute zu Minute besser.“

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Kurz gefragt

Was ist Meunier? Eine der drei klassischen Champagner-Rebsorten neben Pinot Noir und Chardonnay. Sie bringt saftige, würzige Frucht.

Sollte ich ihn lagern? Mit ein bis zwei Jahren Kellerruhe wird er offener und vielschichtiger. Wer nicht warten will, dekantiert ihn.

100 % Meunier · Vrigny Premier Cru, Petite Montagne de Reims · vier Parzellen, Kreide · Reben von 1970 · Basisjahrgang mit 50 % Reserve aus zwei Jahrgängen · Edelstahltank, kein Holz · unfiltriert · langes Hefelager · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Weine

Domaine de Villaine Bouzeron Aligote 2023 BIO

Weißwein · Bouzeron · Aligoté

Aligoté (100%) Bouzeron AOC Reben 65–115 Jahre 2023 · Bio (FR-BIO-10) mergeliger Kalkboden · 17 Parzellen

Der Bouzeron Aligoté 2023 der Domaine de Villaine ist ein reinsortiger Aligoté, von Hand aus den ältesten Reben selektiert. Lage und Terroir geben ihm Finesse und Eleganz; in den ersten zwei bis drei Jahren zeigt er Frische und Frucht, mit der Zeit gewinnt er an Fülle und kann gut zehn Jahre reifen.


Bouzeron – die Heimat des Aligoté

Bouzeron in der Côte Chalonnaise ist die einzige Dorf-Appellation des Burgunds, die ausschließlich dem Aligoté vorbehalten ist. Der Wein stammt aus 17 verschiedenen Kleinstparzellen auf mergeligen Kalkböden. Je nach Weinberg sind die Reben rund 65 Jahre alt, die ältesten Anlagen erreichen bis zu 115 Jahre.

Die Domaine A. et P. de Villaine hat ihren Sitz in Bouzeron und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-10). Das hohe Rebalter und das Terroir heben diesen Aligoté über die übliche Stufe der Sorte.

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder – Chardonnay wie Aligoté – steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure und ausgewogenem Stil.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Aligoté aus dem Jahrgang 2023, von Hand aus den ältesten Reben selektiert, aus biologischem Anbau (FR-BIO-10).

Der Ausbau erfolgt schonend, im Stil der Domaine – auf Erhalt von Frische, Nerv und der mineralischen Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Reife Frucht: Birne und Zitrus, dazu steinige Aromen, weiße Blüten und dezente Nussnoten. Am Gaumen viel Nerv, Druck und Klarheit; die Säure ist frisch, aber dezent. Ein Aligoté, der eine andere Geschmackswelt zeigt als der sonst dominierende Chardonnay.

Birne, Zitrus und steinige Mineralität mit viel Nerv und Klarheit – Aligoté auf einem ganz eigenen Niveau.

In den ersten zwei bis drei Jahren frisch und fruchtig, mit Reife zunehmend füllig; je nach Jahrgang gut zehn Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Schnecken in Kräuterbutter, Ziegenfrischkäse – oder solo als Aperitif. Die frische Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Bouzeron (Côte Chalonnaise); mergeliger Kalkboden, 17 Parzellen, Reben 65–115 Jahre
Klassifikation: Bouzeron AOC; Bio (FR-BIO-10)
Ausbau: Aligoté, alte Reben; schonender Ausbau im Stil der Domaine

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Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2023

Der Envínate Migan 2023 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2023 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

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Spanien

Dehesa de Luna Gran Luna tinto

Rotwein · Castilla · Spanien

Der Dehesa de Luna Gran Luna ist ein kraftvoller Rotwein der Bodega Dehesa de Luna aus Kastilien – eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Das Bukett duftet intensiv nach Beerenfrüchten wie Brombeere und Cassis. Am Gaumen saftig und dicht, voller Kraft, mit Schokolade, Mokka und Vanille. Die 15-monatige Reife im französischen Barrique steuert feinwürzige Zedernholznoten bei.


Castilla – Dehesa de Luna

Die Bodega Dehesa de Luna liegt auf einer weitläufigen Finca in Kastilien (Provinz Albacete), wo Weinbau und ursprüngliche Dehesa-Landschaft nebeneinander bestehen. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten fördert Frucht, Reife und Struktur der Trauben. Die Lagen sind auf Konzentration und Würze angelegt, wie sie der Gran Luna zeigt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Nach der Gärung reift der Wein 15 Monate in französischen Barriques, die ihm feinwürzige Zedernholznoten verleihen, ohne die reife Frucht zu überdecken. Die Gesamtproduktion umfasst 7.174 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot. In der Nase intensive Beerenfrucht – Brombeere und Cassis –, dazu Schokolade, Mokka und Vanille. Am Gaumen saftig, dicht und kraftvoll, mit feinwürzigem Zedernholz über der reifen Frucht. Warme, gut integrierte Tannine, zugleich bissig und kernig im Abgang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Finca Dehesa de Luna, Albacete (Kastilien, Spanien)
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla
Ausbau Cuvée Cabernet Sauvignon/Petit Verdot/Syrah, 15 Monate in französischen Barriques

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Deutschland

Von Winning Mäushöhle 2023

Weißwein · Deidesheim (Pfalz) · Riesling

Riesling Deidesheimer Mäushöhle VDP.Erste Lage von Winning · Deidesheim Sandstein & Kalk trocken komplett im Holz · ~1 Jahr Feinhefe 2023

Der von Winning Deidesheimer Mäushöhle Riesling trocken 2023 stammt aus einer geschützten, kühlen Tallage in Deidesheim. Straff und fokussiert, mit kühlen Apfelaromen und feiner Kräuterwürze – einer der strafferen, mineralischen Rieslinge aus dem Hause von Winning.


Deidesheimer Mäushöhle – geschützte Tallage

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge – ganz im Sinne der Zeit vor 1960 – vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen, was ihnen Textur, Schmelz und Tiefe verleiht.

Die Deidesheimer Mäushöhle ist eine VDP.Erste Lage: ein etwa 28 Hektar großer, geschützt in einem langgezogenen Tal gelegener Weinberg mit Ost- bis Südost-Ausrichtung. Der Boden ist von Sandstein und Buntsandsteingeröll im Untergrund sowie Kalk im Oberboden geprägt. Durch ihre geschützte, kühle Lage zählt die Mäushöhle seit jeher zu den strafferen, energiegeladenen Weinen des Guts.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die kühle, geschützte Tallage der Mäushöhle und der reduktionsarme, herkunftsbetonte Holzfassausbau bewahrten Frische, Straffheit und mineralische Präzision – Kraft und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der VDP.Erste Lage Deidesheimer Mäushöhle, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Sandstein und Kalk.

Wie alle Lagen-Rieslinge bei Stephan Attmann wird auch die Mäushöhle komplett im Holz vergoren und reift für rund ein Jahr auf der Feinhefe. Diese Machart verleiht dem straffen, kühlen Wein Schmelz, seidige Textur und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein straffer, fokussierter Riesling: kühle Aromen von grünem Apfel und Steinobst, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine steinig-salzige Mineralität aus Sandstein und Kalk. Am Gaumen elektrisierend frisch und präzise, mit lebendiger Säure und – aus dem langen Feinhefeausbau im Holz – seidigem Schmelz und einem langen, mineralischen Nachhall.

Straff und fokussiert: kühler grüner Apfel, Zitrus und feine Kräuterwürze über steinig-salziger Mineralität – elektrisierend frisch und präzise, mit seidigem Schmelz und langem Nachhall.

Ein kühler, langlebiger Erste-Lage-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Deidesheimer Mäushöhle (VDP.Erste Lage), Deidesheim, Pfalz; geschützte, langgezogene Tallage; Sandstein und Buntsandsteingeröll mit Kalk
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: komplett im Holz vergoren, rund ein Jahr auf der Feinhefe; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Ungeheuer Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Ungeheuer 0,9 ha im historischen Kern Basalt, Sandstein, Ton Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Ungeheuer G.C. 2025 in der Magnum kommt aus der einzigen Bodenformation, die in der Mittelhaardt wirklich aus dem Rahmen fällt: Vulkanischer Basalt liegt hier inmitten des allgegenwärtigen Buntsandsteins. Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der knapp 33 Hektar großen Forster Lage – und füllt daraus einen Riesling, der zu den kraftvollsten des Guts zählt.


Ungeheuer – Basalt im Sandsteinland

Die Lage liegt am Fuß des Haardtgebirges zwischen 130 und 170 Metern, nach Süden und Südosten ausgerichtet, mit bis zu dreißig Prozent Hangneigung; etwa ein Drittel der Flächen ist terrassiert. Was den Ungeheuer geologisch von seinen Nachbarn trennt, liegt darunter: Zum verwitterten Buntsandstein mit Kalkgeröll tritt vulkanischer Basalt. Dieses dunkle, dichte Gestein erwärmt sich schnell und speichert Wärme über die Nacht – zusammen mit der südöstlichen Neigung erklärt das, warum die Reben hier früh in die Blüte gehen und die Reife zügig beginnt. Darunter liegen dichte Ton- und Sandschichten, die tiefgründig Wasser halten und die Nährstoffversorgung sichern.

Der Name führt in die Irre, und das gleich doppelt. Die markanten Sandsteinfiguren am Ortseingang von Forst legen ein Fabelwesen nahe, sind aber jüngeren Datums und reine Publikumsattraktion. Tatsächlich geht der Lagenname auf den Familiennamen eines Deidesheimer Stadtschreibers zurück, wobei eine Flurbezeichnung „an dem ungehuwern" bereits aus dem 14. Jahrhundert überliefert ist. Die Anekdote, Otto von Bismarck habe Ende der 1880er-Jahre befunden, dieses Ungeheuer schmecke ihm ungeheuer, hat zur Bekanntheit beigetragen – die königlich-bayerische Lagenklassifikation hatte den Weinberg allerdings schon 1828 als Spitzenlage geführt.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck – für einen biodynamisch geführten Betrieb ein entspanntes Pflanzenschutzjahr. Die Beeren blieben klein und gewannen aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein und regten den Wuchs noch einmal an. Auf dem Ungeheuer trifft Hitze auf einen Boden, der Wärme ohnehin verstärkt; entscheidend war deshalb der tiefgründige Ton- und Sanduntergrund, der Wasser hält, wo flachgründigere Lagen früher in den Stress geraten.

Anfang September beschleunigte die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen schnelles Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten bei ausgewogener Säure – auf einer warmen Basaltlage die Konstellation, bei der die Kraft nicht in Breite umschlägt.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Im Januar 2005 stellte Dr. Bürklin-Wolf alle Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung um, zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb Mitglied der französischen Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert.

Im Keller gilt für alle Grands Crus dasselbe Verfahren: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach ein langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Beim Ungeheuer hat dieser lange Fassausbau eine besondere Funktion – er nimmt der Lage die jugendliche Ungestümheit, für die sie bekannt ist, und formt aus Kraft Struktur. Das Magnumformat setzt diese Logik fort: In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft entsprechend langsamer und gleichmäßiger. Gerade bei einem Wein, der Zeit ohnehin gut verträgt, ist das kein kosmetisches Format, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Kräftiges Gelb mit grünem Rand. Die Nase ist dunkler getönt als bei den Deidesheimer Lagen des Guts: gelbe Steinfrucht und Zitrusschale, dahinter eine rauchig-erdige Note und eine deutliche Würze, wie sie basaltgeprägte Böden häufig mitbringen. Am Gaumen zeigt der Wein Masse – breite Schultern, viel Extrakt aus den kleinen Beeren des Jahrgangs, ein fester, fast salziger Kern. Die Säure ist reif und steht der Kraft nicht entgegen, sondern gibt ihr Richtung. Der Abgang ist lang, mineralisch unterlegt und trocken, mit einem griffigen, leicht phenolischen Schluss. In der Magnum wirkt alles noch etwas verschlossener als im Normalformat.

Kein Wein, der Feinheit vorführt – einer, der sie sich erarbeitet.

Am Tisch

Die Magnum ist ein Tischwein für größere Runden und verlangt entsprechend kräftige Gerichte. Gut passen Bresse-Poularde und Perlhuhn aus dem Ofen, Kalbsbraten, Schweinebauch mit Kruste, Wildgeflügel, Saibling und Steinbutt mit Speck oder Brotkruste, Pilzrisotto mit Steinpilzen. Auch gereifter Hartkäse trägt der Wein mühelos. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Ungeheuer (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Einzellage knapp 33 ha, 130–170 m ü. NHN, süd- bis südostexponiert, bis 30 % Hangneigung, rund ein Drittel terrassiert; davon 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil im Besitz des Weinguts; verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll und vulkanischem Basalt über dichten Ton- und Sandschichten; 1828 als Spitzenlage klassifiziert
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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Weine

Aurore Casanova Puisieulx Grand Cru "Les Petites Vignes" Pinot Noir

Der Aurore Casanova Les Petites Vignes Pinot Noir: ein Blanc de Noirs aus Puisieulx, einem der kleinsten Grand-Cru-Dörfer der Champagne. Alte Reben, eine einzige Lage, gut 7.000 Flaschen – ein Champagner für Kenner und kräftige Gerichte.

Im Glas

Goldfarben, zarte Perlen. Rote Früchte wie kandiert, dazu schwarzer Pfeffer und Süßholz. Im Mund fruchtig und tief, mit sanfter Säure. Zum Schluss Salz, ein Hauch Meeresbrise und eine angenehm herbe Note, die zum nächsten Bissen einlädt.

Mach was draus

Ente mit Orangensoße, Thunfischsteak, ein Pilzragout oder gereifte Mimolette. Er verträgt kräftige Aromen und auch etwas Rauch vom Grill. Ein Glas für lange Abende. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Das ist ein Blanc de Noirs für den Esstisch. Zu Thunfisch oder Pilzgerichten zeigt er, wie viel Frucht und Würze in ihm stecken.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie alt sind die Reben? Sie stammen aus einer alten Selektion von 1968/69. Alte Reben tragen wenig, dafür konzentrierte Trauben.

Wie wird er ausgebaut? Spontan vergoren und mindestens elf Monate im Fass auf der Hefe, ohne Abstich. Dazu kommt eine ewige Reserve. Geschönt und filtriert wird nicht.

100 % Pinot Noir · Lieu-dit Les Petites Vignes, Puisieulx Grand Cru · Reben von 1968/69 · Spontangärung, mind. 11 Monate Fassreife auf der Hefe · Réserve perpétuelle · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut · 7.165 Flaschen · Aurore Casanova, Mardeuil · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Baum-Barth Ingelheimer Spätburgunder 2022

Rotwein · Ingelheim (Rheinhessen) · Spätburgunder

Spätburgunder Ingelheimer Ortswein Baum-Barth Ingelheim · Selztal über 20 J. Reben 10–20 % Ganztrauben neue & gebrauchte franz. Barrique 2022

Der Baum-Barth Ingelheimer Spätburgunder 2022 ist ein Ortswein zu 100 % aus den renommierten Ingelheimer Lagen. Ein Spätburgunder von schönem Terroir-Ausdruck, mit Cassis, rauchiger Tiefe und frischem, druckvollem Trinkfluss.


Ingelheimer Spätburgunder – Ortswein

Das Weingut Baum-Barth in Ingelheim wird von den Brüdern Christoph und Thomas Baum-Barth geführt und steht für die lange Rotweintradition des Selztals. Der Ingelheimer Spätburgunder ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus den renommierten Ingelheimer Lagen.

Die Trauben werden in liebevoller Handarbeit von über 20 Jahre alten Rebstöcken gelesen. Ein Ganztraubenanteil von 10–20 % verleiht dem Wein eine besondere Finesse und Frische.

Jahrgang 2022 – Ingelheim (Selztal)

2022 präsentierte sich – ähnlich wie 2018 – als sehr trockenes, sonnenreiches Jahr. Während das Gras im Sommer braun wurde, blieben die Reben grün und trotzten der Hitze mit erstaunlicher Robustheit. Ein Wetterumschwung mit moderaten Temperaturen und Regen im September bremste den Säureverlust und förderte Aromabildung und Reife. Ein Jahr der Burgundersorten, das präzise, ausgewogene Rotweine hervorbrachte.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Ortswein) aus den Ingelheimer Lagen, Jahrgang 2022; von über 20 Jahre alten Reben.

Der Wein wird mit einem Ganztraubenanteil von 10–20 % vinifiziert und reift in einer Mischung aus neuen und gebrauchten französischen Barriquefässern, die ihm Struktur und Tiefe verleihen, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

In der Nase ein typischer Ingelheimer Terroir-Ausdruck mit schönem Cassis-Duft; eine leichte Reduktion und rauchige Nuancen verleihen zusätzliche Komplexität. Am Gaumen zeigt sich der Spätburgunder von seiner frischen Seite: eine wunderbar eingebundene Säure sorgt für harmonischen Trinkfluss, während eine druckvolle Länge und Tiefe das Geschmackserlebnis vervollständigen.

Schöner Cassis-Duft mit leichter Reduktion und rauchigen Nuancen – am Gaumen frisch, mit wunderbar eingebundener Säure, harmonischem Trinkfluss und druckvoller Länge und Tiefe.

Ein frischer, druckvoller Spätburgunder mit Tiefe; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Herkunft: Ingelheimer Lagen (Selztal), Rheinhessen; über 20 Jahre alte Reben
Klassifikation: Spätburgunder, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: Handlese, 10–20 % Ganztrauben, Reifung in neuen und gebrauchten französischen Barriquefässern

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