Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – Terra Alta

Lunya hallt es aus dem Off

Die Frage, ob Flüsse nun verbinden oder aber trennen, hat schon Heerscharen von Philosophen beschäftigt. Und wie immer, wenn herumphilosophiert wird, gibt es keine klare Aussage, es kann sie gar nicht geben.

Der Ebre, dies scheint hier unstrittig zu sein, trennt eher als dass er verbindet. Zwar gibt es heute die eine oder andere Brücke, früher jedoch stellte der Fluss ein ernsthaftes Hindernis dar. Früher lagen die Dinge anders, weil der Ebre und seine Nebenflüsse heute an verschiedenen Stellen angestaut werden, was früher ein reißender Fluss war ist inzwischen ein mäanderndes Etwas, das eher der Donau bei Weltenburg oder der Wupper im Tal entspricht.

Cota 402 war ein zentraler Kriegsschauplatz des letzten spanischen Bürgerkrieges (insgesamt gab es davon ja mindestens ein Dutzend…). Der Hügel ist voll von Kriegsmaterial. Hier entdeckt Francesc eine Gasmaske.

Hinter dem gezähmten Ebre, von Catalunya aus betrachtet, ruht die Comarca Terra Alta, sie stimmt in etwa mit der Weinbauregion Terra Alta überein. Hinter Terra Alta, jetzt bereits auf Boden von Aragón, kommt erst einmal nichts, dann nicht viel, dann der Ort Alcañiz und dann wieder lange Zeit nichts. Die Gegend war schon immer dünn besiedelt, der Trend verstärkt sich indes deutlich. Vor ziemlich genau einhundert Jahren lebten in den zwölf Dörfern von Terra Alta noch vierundzwanzig tausend Menschen, heute ist es nur gut die Hälfte. Und auch wenn die Schergen von Franco die Gegend in einer der sinnlosesten Schlachten des vorerst letzten Bürgerkrieges (letztendlich sind natürlich alle derartigen Schlachten sinnlos!) spürbar dezimierten, war dies doch nur eine der Ursachen für die Entvölkerung der Region. It’s the economy! Für junge Leute gibt es in Terra Alta kaum Arbeit, alle halbwegs ordentlich ausgebildeten Jugendlichen zieht es an die Küste, gen Tarragona, gen Reus, gen Barcelona oder gleich ganz raus aus Spanien. Wenn das größte Dorf keine dreitausend Einwohner hat und wenn man mit dem Auto fast eine Stunde bis Tarragona braucht (mit dem „Zug“ fast derer zwei): warum soll man dort leben wollen?

Dies hat natürlich auch gravierende Auswirkungen auf die Weinproduktion, denn wenn der lokale Markt wegbricht und wenn im Westen, im Norden und im Süden kein regionaler Markt vorhanden ist und wenn sich im Osten viele Weinbauregionen tummeln, die alle näher an den wichtigen Märkten liegen als Terra Alta: wie soll man sich da behaupten?

Blickt man einhundert Jahre zurück, dann war das alles anders. In jedem der zwölf Dörfer gab es eine Cooperative, jene aus Gandesa, insbesondere aber das Kunstwerk in El Pinell de Brai, zählen zu den Wein-Kathedralen, die aus El Pinell ist vielleicht die spektakulärste in ganz Catalunya. Auch damals schon musste der Wein woanders getrunken werden, auch damals waren die Absatzmärkte an der katalanischen Küste, aber auch im Norden von Castelló, das Ziel der Weine. In Gandesa und in El Pinell de Brai konnten jeweils fünf Millionen Liter Wein gekeltert werden, in jeder der anderen Cooperativen zumindest eine Million. Unschwer zu sehen: Wein war damals ein wichtiger Wirtschaftszweig in Terra Alta.

Wein ist in Terra Alta auch heute noch (oder heute wieder?) ein wichtiger Wirtschaftszweig, nur halt unter ganz anderen Voraussetzungen. Terra Alta ist, wie der Name schon vermuten lässt, hoch gelegenes Land, trockenes Land, man kann hier ohne größere Probleme Weinbau betreiben. Natürlich gibt es Ausnahmen: im Jahr zwanzig zwanzig hat Mehltau so richtig zugeschlagen, die Verluste reichen hin bis zu achtzig Prozent der Produktion. Normal indes ist das nicht. Und weil dem so ist, begannen Weingüter aus dem Penedès, allen voran Miguel Torres schon vor Jahrzehnten, sich hier mit Fasswein einzudecken. Da die ökonomische Situation nun einmal bescheiden war, konnte Mann (=Torres) den Weinbauern auf sanft zuraten, was man den anbauen solle: Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay, vielleicht etwas Syrah. Und Tempranillo, aus welchem Grund auch immer. Die klassischen Rebsorten der Region, Garnacha und Cariñena, kamen da nicht vor. Cariñena war damals schlicht und ergreifend nicht gefragt, das änderte sich erst Ende des letzten Jahrhunderts, während Garnacha, vor allem weiße Garnacha, nicht interessant war, da man, um gute Qualität zu erhalten, nur kleine Mengen ernten kann. Davon konnte aber kein Weinbauer leben. Also pflanzte man Merlot und Cabernet und Chardonnay.

Garnacha blanc: typische Garnacha.

Lange Zeit unternahm der Consejo Regulador genau nichts, um diesen Trend zu stoppen, irgendwann sprang man dann auf die andere Seite, man begann Garnacha blanc als die einzig seligmachende Rebsorte zu promoten, als das Herz, die Seele und was auch sonst noch von Terra Alta. Das Problem: Hochertragsgarnachablanc endet in hochgradig langweiligen Weinen, diese Weine schmecken wie bittere, leicht angefeuchtete Strohballen, Begeisterung kann man so nicht auslösen.

Corbera: Corbera d’Ebre.

Dazu kommt ein anderes Problem: dort, wo die Bodenqualität gut ist, also rund um Gandesa, in Corbera d’Ebre, nahe Bot, Richtung Vilalba dels Arcs, dort waren die Parzellen klein, es gab nur wenige unbestockte Flächen. Dort, wo Platz war, vor allem in und um Batea, stehen Reben auf dicker Lehmscholle, die Traubenqualität ist bescheiden, die Erntemengen sind groß. Inzwischen kann man quasi auf dem gesamten Weinbaugebiet von Batea bewässern, dies verstärkt all diese Aspekte noch einmal. Batea ist heute der wichtigste Weinort der Region, die größte noch aktive Genossenschaft befindet sich dort, die bekannten Namen aus dem Penedès haben sich dort angesiedelt, es gibt ein paar Großabfüller, jede Menge weiße Marken, aber nur wenig wirklich gute Qualität. Jordi Vidal, bekannt von La Conreria d’Escaladei, ist vielleicht der beste Produzent des Ortes, die Kellerei nennt sich Altavins. Celler Piñol ist wohl die bekannteste Bodega aus Batea, zusammen mit Celler Barbarà Forés begannen sie vor dreißig Jahren, Terra Alta aus dem Off zu ziehen, was aber nur bedingt gelang. Es gibt dort diverse kleine und nicht ganz so kleine Bodegas, alle keltern immer mal wieder überraschend gute Weine, dann aber auch jahrelang nur einfache Säfte. Außerdem verkauft man zu billig, will sagen, man kann von dem Erlös eigentlich nicht leben. Also muss die Presse pressen, bis sie quietscht, die Wasserpumpe in den Feldern muss pumpen, und wenn man viel Fasswein an andere Bodegas verkaufen kann, dann erspart man sich jede Menge Kosten. So kann man überleben, selbst junge Leute kann das reizen. Das beste Beispiel ist Celler Rialla: zwei junge Menschen, die Eltern von einem der beiden verfügen über viele Weinberge, sechzig Hektar insgesamt. Man füllt aber gerade einmal zehntausend Flaschen pro Jahr, etwa vierhundert tausend Liter werden als Fasswein verkauft.

Das Nachbardorf Vilalba dels Arcs ist etwas besser dran, hier begannen Xavier Clua und Heretat de Vidal vor Jahrzehnten, interessante Weine auf den Markt zu bringen, wobei Xavier stark auf internationale Sorten setzte, während Heretat de Vidal aufgrund eines Streits um Namensrechte in der Pleite landete. Aber zumindest wurden Marksteine gesetzt, Vins del Tros und zwei oder drei andere Bodegas konnten darauf aufbauen.

Der Süden von Terra Alta ist fast komplett in der Versenkung verschwunden, die Cooperative von El Pinell de Brai, sie ist längst ein Museum geworden. Ein paar kleine Bodegas versuchten es, man setzte vor allem auf die Tagestouristen von der Küste. Die aber guckten und schauten, sie kauften indes nichts oder nicht genug, um das Überleben dieser Bodegas zu sichern. In Bot gibt es noch eine kleine Cooperative, vielleicht die aktuell beste in Terra Alta, in Horta de Sant Joan steht eine Touribodega, Les Vinyes del Convent, sie gehört einer Bodega aus Gandesa, die schon einmal viel Millionen Liter Fasswein vermarktet. Anders als in El Pinell de Brai funktioniert das, weil hier niemand von dem Investment leben muss.

Alles andere spielt sich in Gandesa ab und in Corbera d’Ebre, ein Straßendorf vier Kilometer östlich von Gandesa gelegen. Hier stehen Reben auf Kalksandstein, es gibt noch diverse alte Parzellen, die Qualität ist hoch. Gleichwohl: die Zahl der guten oder sehr guten Bodegas hält sich im Rahmen, in einem engen Rahmen. Es waren derer zwei, die vor gut zwei Jahrzehnten begannen, das Image der Region voranzutreiben. Eine davon nannte sich damals Dardell, Agrícola Fuster, sie gehörte einem jungen Mann, Pepe Fuster, der damals vor der Entscheidung stand: Weinbauer oder Profifußballer. Er entschied sich für den Weinbau und er setzte Anfangs vor allem auf Garnacha, ergänzt um etwas Syrah. Erfrischende Weine, weit weniger alkoholisch als andere Weine der Region. Irgendwann wanderte die Bodega aus dem Zentrum von Gandesa auf einen Hügel im Osten des Ortes, sie hieß nun Coma d’en Bonet. Pepe legte eine Ökoparzelle an, mit internationalen Sorten. Seitdem gibt es zwei Zweige: die auf Garnacha basierenden Weine sowie die Ökoweine.

Die andere „Urgesteinbodega“ ist Celler Barbarà Forés, ein Ehepaar, das von den Weinen nicht leben muss. Man errichtete eine kleine Bodega im Zentrum von Gandesa, man kelterte zwei eher belanglose Weißweine und einen sehr guten Rotwein, Coma d’en Pou, internationales Cuvée, man versuchte schon, die Region nach vorne zu bringen. Leider waren die Weißweine, das Gros der Bodega, noch nicht bereit für die Welt oder aber die Welt war noch nicht bereit für diese Art von Weinen; man kam nicht wirklich vom Fleck. Dies indes richtete keinen Schaden an, denn für all das, was man nicht in Flaschen verkaufen konnte, standen andere Bodegas der Region Schlange.

Irgendwann kam Ramon Roqueta aus Avinyó und installierte Celler La Fou, irgendwann geschah dies, irgendwann passierte das, Terra Alta hangelte und hangelt sich von einem Strohhalm zum nächsten, ohne dass sich diese Strohhalme in stabile Lianen verwandeln würden. Celler Arrelats ist das neueste Projekt aus Gandesa, eine kleine Garagenbodega, gute Weine, man könnte meinen, dass dies etwas werden könnte. Nur, das konnte man auch schon von vielen anderen Projekten meinen, und am Ende versanken sie fast alle im Nirwana.

Das kleine Nachbardorf Corbera d’Ebre ist derzeit die Quelle der Hoffnung, wobei die beiden handelnden Akteure, Jordi Miró und Francesc Ferré, nun nicht gerade begeisterte Unterstützer des Consejo Regulador sind. Jordi ist im Hauptberuf (¿noch?) technischer Direktor der Cooperative in Gratallops, in Corbera steht sein eigenes Projekt, eine mittelkleine Bodega, gute Weine, latent kommerziell. Aber das passt schon.

Frisach Garnacha: alte Parzelle im Westen von Corbera.

Francesc Ferrè Frisach hat die traditionelle Familienbodega Celler Frisach komplett umgekrempelt. Hier geht es eigentlich nur noch um Garnacha und Cariñena, aber in eine Richtung, die dem klassischen Weinbau der Region diametral entgegensteht: weiße Moste auf Schalen mazeriert, „Orange wines“, oxidativ ausgebaute Weine, zwei durchaus spannende Rotweine. Gleichwohl sind es die Weißweine, die Celler Frisach gerade in Catalunya aber auch im Rest der Welt etwas weniger unbekannt machen. Natürlich ist der Trend da gerade der Freund, solche Weine sind in Catalunya, aber auch in den USA, in China oder in Japan gerade en vogue, das hilft. Ob das auch klappt sobald der Trend woanders hin wandert, das wird man sehen. Auch das ist natürlich eine moderne Variante von Selbstausbeutung. Denn wenn man all den Aufwand in den alten Weinbergen, all die niedrigen Erträge, all den Aufwand in der Bodega in Verhältnis setzt zu den erzielten (¿erzielbaren?) Preisen, dann wird schnell klar, dass dies keine wirklich gewinnbringende Aktion ist. Inzwischen gibt es dort eine kleine Casa Rural, die hilft, um ein paar Euro extra einzuspielen. Aber es ist auch klar, dass auch dieses Projekt, so gut und spannend es auch ist, die Region Terra Alta nicht wirklich voranbringen würde. Es bräuchte eine ernsthafte Lokomotive, eine bekannte Bodega, die sich traut, Weine mit Terra Alta Rückenetikett auf den Markt zu bringen.

Nur: so richtig ins Off will dann doch niemand! Text: el oso alemán

Teil 4. l’Alt Empordà erscheint auf diesem Blog am 28.08.2020 um 11.00 Uhr.

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Deutschland

Metzger Hausmarke rot Liter

Rotwein · Cuvée · Pfalz · 1 Liter

Metzger Hausmarke rot ist der Pfälzer Rotwein für jeden Tag vom Weingut Uli Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. Dunkle Waldbeeren, Kräuter und eine milde Würze verleihen der Cuvée Struktur und Trinkfluss. Unkompliziert und dennoch mit viel Körper.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor – Grundlage für diese unkomplizierte Alltagscuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Rotwein-Cuvée wird fruchtbetont ausgebaut. Das stellt die dunkle Frucht, die milde Würze und den Trinkfluss in den Vordergrund und sorgt zugleich für Körper.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen dunkle Waldbeeren, Kräuter und eine milde Würze. Unkompliziert und mit viel Körper, mit gutem Trinkfluss. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter Begleiter für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Grillfleisch, Vesper und Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein-Cuvée
Ausbau: Rotwein-Cuvée, fruchtbetont; 1,0 l

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Länder/Regionen

Metzger Filet Blanc

Weißwein · Cuvée · Pfalz · Deutschland

Metzger Filet Blanc ist ein sehr duftbetonter, weicher Weißwein aus der Pfalz mit leichter Röstaromatik und intensiver gelber Frucht. In der Nase reife Mirabellen, etwas Birnenkompott, ein Hauch Vanillezucker und in Butter gebräunte Mandeln. Schlank und süffig am Gaumen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima und die Böden bringen aromatische, gelbfruchtige Weißweine mit weicher Textur hervor.

Assemblage und Ausbau

Der Weißwein zeigt eine leichte Röstaromatik (Vanille, geröstete Mandeln), die auf einen sorgfältigen Ausbau hinweist. Der moderate Alkoholgehalt hält ihn schlank und süffig, bei weicher Textur und milder Mineralität.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase weich und ausbalanciert, mit reifen Mirabellen, etwas Birnenkompott, einem Hauch Vanillezucker und in Butter gebräunten Mandeln. Am Gaumen weiche Textur und milde Mineralität, schlank und süffig. Im Nachhall bleiben Birne und Mandeln.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, helle Saucen, milder Käse oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein
Ausbau: Weißwein, weiche Textur, leichte Röstaromatik

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Feinkost

Il Caruggiu Salsa del Diavolo - Pikante Sauce

Feinkost · pikante Sauce · Antipasti · Italien

Il Caruggiu Salsa del Diavolo ist eine pikante italienische Sauce – die „Teufelssauce" – vom ligurischen Familienbetrieb Il Caruggiu. Kapern und Peperoncini geben ihr die würzig-scharfe Note. Eine vielseitige Spezialität für alle, die es kräftig mögen.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein kleiner Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia, der seit über 100 Jahren Olivenöl und feine italienische Spezialitäten herstellt. Das hauseigene Olivenöl bildet auch hier die Grundlage.

Anbau und Verarbeitung

Für die Salsa del Diavolo werden Kapern und Peperoncini mit Olivenöl und weiteren mediterranen Zutaten zu einer würzigen Sauce verarbeitet. Die Peperoncini sorgen für die Schärfe, die Kapern für eine salzig-würzige Tiefe.

Geschmack

Pikant und würzig, mit der Schärfe der Peperoncini und der salzigen Würze der Kapern. Kräftig und mediterran im Geschmack.

Am Tisch

Klassisch zu Pasta, auf Bruschetta, als Dip oder als pikante Würze zu gegrilltem Fleisch, Fisch und Gemüse. Sparsam dosieren – die Sauce ist intensiv.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Salsa del Diavolo (pikante Sauce)
Art: würzig-scharfe Sauce mit Kapern und Peperoncini
Herkunft: Italien (Hersteller in Ligurien)
Verarbeitung: mit Olivenöl, Kapern und Peperoncini
Mindesthaltbarkeit (MHD): 23.01.2028

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Frankreich

Dujac Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny Côte de Nuits 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny (AOC seit 1936, rund 150 Hektar) gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet biologisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden, NW-Rand des Dorfes, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Weine

Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel BIO

Rotwein · Pfalz · Spätburgunder

Spätburgunder vom Kalkmergel (Gutswein) Ruppertsberg · Königsbach · Haardt Weingut Andres Kalkmergel trocken · langer Maischekontakt gebrauchtes Barrique BIO · 2024

Der Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel trocken 2024 ist ein feiner, blitzsauber gekelterter Pinot Noir aus den kalkreichen Lagen der Mittelhaardt. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack, mittelschwer und harmonisch – ein eleganter Pfälzer Spätburgunder mit klarer Herkunft.


Spätburgunder vom Kalkmergel – Gutswein aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Dieser Spätburgunder ist ihr Gutswein aus der Rebsorte – das Fundament ihres Pinot-Programms.

Die Trauben stammen aus Lagen der kalkreichen Ortschaften Ruppertsberg, Königsbach und Haardt. Der Einfluss des Kalkmergels im Boden verleiht dem Wein Frische, Struktur und eine klare Herkunftsprägung.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein kühlerer, längerer Jahrgang – genau die Bedingungen, unter denen Spätburgunder seine Eleganz zeigt: moderate Reife, feine Tannine und lebendige Frische. Die kalkmergelgeprägten Lagen und der herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Klarheit und Spannung – Frische und Feinheit im Vordergrund.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Gutswein) aus den kalkreichen Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Jahrgang 2024; 100 % Spätburgunder vom Kalkmergel.

Schon in der Basis ist dieser Spätburgunder ertragsreduziert und erfährt einen langen Kontakt auf der Maische. Die burgundischen Aromen werden durch den Ausbau im gebrauchten Barrique verstärkt, ohne die frische, klare Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein feiner, blitzsauber gekelterter Spätburgunder: leichte Erdbeeraromatik, Veilchen, Würze nach Kräutern, mittelschwer und harmonisch im Abgang. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack mit zarten Röstaromen, zudem für einen Rotwein recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Leichte Erdbeere, Veilchen und Kräuterwürze, dazu zarte Röstaromen – sehr frisch und klar, mittelschwer und harmonisch, recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Ein eleganter, animierender Pinot; leicht gekühlt ein Gewinn. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein, zu Pilzgerichten, Charcuterie sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: kalkreiche Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Pfalz (Mittelhaardt); Kalkmergel
Klassifikation: Spätburgunder-Gutswein, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: ertragsreduziert, langer Maischekontakt, Ausbau im gebrauchten Barrique; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Domaine Bousquet Malbec Reserva BIO

Rotwein · Malbec · Mendoza · Reserva · Bio

Domaine Bousquet Malbec Reserva ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien. Im Glas zeigt er eine dunkelviolette bis fast schwarze Farbe und eine intensive, würzige Frucht. Als Reserva mit Fassreife gewinnt er an Struktur und Tiefe.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage verleiht den Malbec-Weinen Farbe, Frische und Tiefe. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Malbec. Als Reserva reift er im Eichenfass, das ihm zusätzliche Struktur, Würze und eine feine Schokoladennote verleiht.

Im Glas

Dunkelviolette bis fast schwarze Farbe. In der Nase Cassis und schwarze Johannisbeeren mit Noten von schwarzem Pfeffer. Am Gaumen runden ein Hauch Schokolade und eine intensive Frucht das Bild ab; kraftvoll und vollmundig. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Malbec, Reserva
Ausbau: Malbec, Eichenfassreife

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Ungeheuer GC 2020 BIO

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Forster Ungeheuer G.C. (Grand Cru) Dr. Bürklin-Wolf Forst · Pfalz vulkanischer Basalt · Ton/Sand trocken biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Forster Ungeheuer Riesling G.C. 2020 stammt aus dem historisch wertvollsten Teil einer der großen Forster Lagen. Ein Grand-Cru-Riesling vom Basalt – körperreich, salzig und tief.


Forster Ungeheuer – Riesling auf Basalt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. stehen für die wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Das Ungeheuer liegt am Fuße des Haardtgebirges in Forst; der Anteil des Guts beträgt 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der Lage. Der Name geht auf den Familiennamen eines ehemaligen Deidesheimer Stadtschreibers zurück. Die südöstliche Hangneigung sorgt für rasche Erwärmung des vulkanischen Basaltgesteins; dichte Ton- und Sandschichten regeln den Wasserhaushalt und die Mineralstoffaufnahme.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Forster Lage Ungeheuer, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von vulkanischem Basalt mit Ton- und Sandschichten.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf die basaltgeprägte Mineralität, Körper und Tiefe ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein körperreicher, tiefer Basalt-Riesling: reife gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, rauchig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und rauchig-salziger Basaltmineralität – dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Ungeheuer, Forst (Pfalz); südöstlicher Hang; vulkanischer Basalt mit dichten Ton- und Sandschichten; Gutsanteil 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Schaumweine

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut ist ein frischer Rosé-Sekt aus der Pfalz, hergestellt in klassischer Flaschengärung. Elegante Perlage und fruchtig-herbe Veilchenfrucht harmonieren auf feine Weise.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, aromatische Trauben hervor. Pinot Noir (Spätburgunder) ist die klassische Grundlage für hochwertigen Rosé-Sekt.

Rebsorte und Herstellung

Aus Pinot Noir. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung (méthode traditionnelle): Die zweite Gärung findet in der Flasche statt, was für eine besonders feine, elegante Perlage und Komplexität sorgt. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit eleganter, feiner Perlage. In der Nase rote Beerenfrucht und ein Hauch Veilchen. Am Gaumen frisch und fruchtig-herb, mit feiner Mousseux, klarer roter Frucht und animierendem, trockenem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Anstoßen.

Passt zu: Aperitif, Fingerfood, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Desserts mit roter Frucht.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Sekt – Pinot Noir Rosé, brut
Herstellung: klassische Flaschengärung (méthode traditionnelle)

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