Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – l’Alt Empordà

Jetzt aber: aaaaalle-Lunya

Spricht man waschechte Katalanen jedweden Geschlechtes auf das Thema an, dann endet das immer mit der gleichen Phrase: „La paraula eterna“ Das unendliche Versprechen. Und in der Tat lebt l’Alt Empordà gut damit und davon, was es eigentlich sein könnte, nicht, was es derzeit ist. Wobei das „derzeit“ schon große Fortschritte gemacht hat im Vergleich zu den „derzeit“ von vor zwanzig Jahren.

l’Alt Empordà ist nicht die Wiege des spanischen Weinbaus, die Phoenizier kannten diesen Teil der Küste nicht. Erst die Griechen, vor allem aber die Römer machten Emporiae zu einem Weinhandelsplatz: Schiffe wurden mit Amphoren voll mit Wein beladen und gen Ostia geschickt, Reben wurden professionell kultiviert, man brachte der Region Zivilisation bei.

Die wirklich große Zeit der Region begann, als die Süßweine aus Garnacha und Cariñena zu gefragten Produkten wurden. Beide Seiten der Pyrenäen waren berühmt für die „vins doux naturels“. Aufgrund der klimatischen Gegebenheiten war und ist der Süden, also l’Alt Empordà, im Vorteil, die Trauben reifen besser aus, Rebkrankheiten kannte man im siebzehnten und am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts nicht. Selbst Mehltau und Oidium schufen kaum Probleme, die gute Durchlüftung der Region, l’Alt Empordà ist via Bucht von Roses offen zum Mittelmeer, reduzierte den Befall drastisch. Dann fand die Reblaus einen der Schmugglerwege zwischen Frankreich und Rabós d’Empordà. Danach kam der Weinbau erst einmal zum Erliegen.

Die Situation beruhigte sich jedoch schnell, da das Hinterland, Girona und Figueres sind durchaus große Orte, und die Ferienregion Costa Brava den Konsum förderten, und Restkatalonien ist weit weg. Der regionale Markt ist für den Großteil der Bodegas noch heute der wichtigste Absatzkanal, Joan Fabra (Celler Marti Fabra) keltert etwa neunzigtausend Liter Wein, neunzig Prozent wird in der Region konsumiert. Es gibt viele Restaurants der gehobenen Klasse und einige Sternetempel, Empordà ist vor allem ein Urlaubsziel für Individualreisende, die eher bereit sind, mal ein paar Euro mehr für eine ordentliche Flasche Wein auszugeben. Die Einheimischen sind ebenfalls genussfreudig eingestellt, der lokale Markt funktioniert.

Der lokale und regionale Markt, das ist die Kehrseite der Medaille, fragt jedoch nicht wirklich nach, internationale Weinstile und internationale Rebsorten sind deutlich überrepräsentiert. Garnacha und Cariñena findet man, vor allem an den Hängen im Norden und im Osten, im Flachland hingegen dominieren Cabernet, Merlot, Macabeo und   etwas Chardonnay, wobei die traditionellen Sorten insgesamt schon etwa siebzig Prozent der Gesamtrebfläche von etwa achtzehnhundert Hektar ausmachen.

Oft hört man, dass l’Alt Empordà eine Art Gegenpol zum Priorat darstelle. Dies ist nur bedingt richtig. Zwar ist offensichtlich, dass Cariñena und Garnacha in beiden Regionen dominieren, das war es dann aber auch schon. Denn in l’Alt Empordà befinden sich die besten Parzellen an den Füßen der Pyrenäen, fast noch auf Meeresniveau oder aber an den Hängen im Osten, hinter denen das Cap de Creus lauert. Granit gibt es dort nur an wenigen Stellen, eigentlich nur an den Hängen zwischen Capmany (gesprochen Capmayn) und Sant Climent Sescebes, danach beginnt schon Schiefer, erst schwarz, bis Rabós, dann ölig braun bis fast gen Roses. Im Westen, westlich von Capmain, stehen die Reben auf Kalkmergel, im Zentrum auf Schwemmland. Alles ist durchaus verschieden, anders als im Priorat, wo Reben nur auf Schiefer stehen.

Climent: Alte Weinberge, vielleicht die beste Weißweinecke der Region.

Es gibt keine alles überragende Ecke in l’Alt Empordà, überall an den Hängen und selbst an einigen Stellen im Flachland kann man gute bis sehr gute Qualitäten ernten. Die Hänge haben den Vorteil, dass dort noch viel altes Rebmaterial steht, die Parzellen sind für maschinelle Bearbeitung nur bedingt geeignet, außerdem gab und gibt es ja im Flachland genug Platz, um Reben zu kultivieren. Deswegen gibt es heute in den Cooperativen aus Espolla und Garriguella sowie in Weingütern wie Olivardots, Martí Fabra, Roig Parals oder Pujol Cargol Garnacha und Cariñena von alten Anlagen. Natürlich gibt es auch viel eher belangloses Getränk, eine Großcooperative und mehrere Handelshäuser sind für diese Weine verantwortlich.

Garriguella, Celler Gerisena, alte Weinberge. Die Reihenabstände sind zu eng für Traktoren, daher entfernte man jede fünfte Reihe, so kann man immer zwei Reihen von links und von rechts bearbeiten.

Neue Projekte leiden oft an latenter Selbstüberschätzung, man meint gerne, dass die Akzeptanz auf dem lokalen Markt ein Fingerzeig auf die Akzeptanz auf dem globalen Markt sei. Oliver Contí war so ein Beispiel: man versuchte, eine Bordeaux-Kopie zu installieren, glaubend, dass die Konsumenten Bordeaux-Stil, aber halt billiger, aus Empordà kaufen würden. Ging schief, heute gehört Oliver Contí zum Perelada-Konzern. Espelt ist eine relativ große Bodega, wenn man die Tanks eng zusammenrückt, dann kann man dort durchaus eine Million Liter Wein keltern. Nur: die Nachfrage war nie da, nicht einmal für die Hälfte der Produktion. Heute ist das vor allem eine Auftragskellerei für den Perelada-Konzern.

Natàlia Duran und Lluis Masana von Celler Gerisena haben wohl noch Gesprächsbedarf,

Überhaupt: Castillo Perelada. Man kann nicht über l’Alt Empordà reden ohne über diese Bodegagruppe zu reden. Sie hat ihren Sitz in Peralada (Bodega mit „e“, Ort mit „a“), dort steht auch das Schloss, in dem inzwischen ein Sternerestaurant auftafelt. Es gibt viele kulturelle Aktivitäten, und eben die Großbodega, die neben Cava (in Vilafranca del Penedès) und dem weißen Tafelwein Blanc Pescador (mit über vier Millionen Flaschen jährlich einer der zwei meistverkauften Weißweine Spaniens) auch einen Bodegakomplex in Empordà betreibt: Castillo Perelada als Hauptsitz, die Cooperativa in Mollet de Peralada als Produktionsort und Comercial Vinícola del Nordest als Lagerbodega. Perelada selbst, die Genossen der Cooperative und diverse unabhängige Weinbauern, da kommt viel Rebland zusammen. Die eigenen Parzellen werden vor allem für die Lagenweine der Bodega genutzt. Finca Espolla (Syrah und Monastrell), Finca Garbet an den Steilhängen an der Küste (vor allem Syrah, etwas Cabernet Sauvignon), Malaveïna (Lehmboden, internationale Sorten), Pont de Molins und Cormes, das sind die Vorzeigeweine der Bodega. Natürlich ist das nicht deren Hauptgeschäft, dafür dienen die Einstiegsweine der Bodega. Ein Spezialprojekt sind die Ex-Ex-Weine, experiencia exceléncia: in jedem Jahr gibt es einen Experimentalwein, immer nur in kleiner Auflage. Ab und an dient er der Vorbereitung von anderen Weinen, ab und an will man einfach sehen, wie sich Weine einer bestimmten Sorte, einer bestimmten Herkunft, einer bestimmten Ausbauart entwickeln, ohne die Verpflichtung einzugehen, diese Weine dann immer zu keltern. Man lässt sich das gut bezahlen, in der Top-Gastronomie in Catalunya sind diese Weine breit vertreten. Delfí Sanahuja, Weinmacher und technischer Direktor in Castillo Perelada, hat einen guten Ruf, er versteht sein Handwerk durchaus gut.

Camí de Cormes: ¿Empordà Grand Cru?

Jenseits von Perelada ist der Markt zweigeteilt: es gibt die größeren und großen Betriebe, die vor allem Mainstream herstellen, belanglose Weine, die gerne in belanglosen Restaurants oder belanglosen Kneipen gereicht werden. Empordalia, das Handelshaus Trobat, Oliveda, Mas Llunes oder masetplana sind die wichtigsten Vertreter dieser Kategorie, Espelt gehört da letztendlich auch hinein. Diese Betriebe haben ihre Vertriebskanäle, letztendlich verkaufen sie alle über den Preis, die Scheuer muss leer sein bevor die nächste Ernte hereingeschaufelt wird. Diese Bodegas kann man aber ganz gut umgehen.

Denn es gibt in l’Alt Empordà auch ein paar handwerklich orientierte Bodegas, die gute Weine keltern. Wie so oft, gibt es auch hier einen Zielkonflikt: man will verstärkt mit Garnacha und Cariñena arbeiten, erntet aber spät, was hohe Alkoholwerte zur Folge haben kann. Nicht wirklich hilfreich auf Märkten, in denen gerade frische Weine gefragt sind. Anders als in anderen Regionen von Catalunya lässt sich dieser Zielkonflikt lösen: man kann deutlich früher lesen, ohne Gefahr zu laufen, grüne Weine zu präsentieren. Man kann ein klein Wein mit geringerem Alkoholgehalt nutzen, Cabernet Sauvignon oder Syrah in kleinem Umfang können helfen, manche weiße Sorte auch. Man kann die Maischestandzeiten verkürzen, man kann Barricas durch Zementtanks oder große Holzgebinde ersetzen, und in manchen Bodegas ist dieser Prozess voll im Gange.

l’Alt Empordà ist aktuell nicht die Gegend für Weine zu schwindelerregenden Preisen, Finca Garbet verkauft sich, weil Perelada jede Menge Aufwand hineinsteckt, die andere Lagenweine dieser Bodega haben durchaus irdische Preise, teure Weine anderer Bodegas verkaufen sich nur, wenn ahnungslose Touristen mit dicken Brieftaschen des Sonntags zur Matinee in die Bodega pilgern, oder aber weil die Hipsterbodega *lavinyeta in Barcelona mal wieder die Hipster zum Hipsterhappening ruft. Internationalen Markt generiert man so nicht. Es gibt aber viel guten Wein zu ordentlichen Preisen, der durchaus die Herkunft widerspiegelt.

Neugründungen von Bodegas gibt es eher wenige, und wenn, dann sind das bessere Hobbykellereien, die Extra-Einnahmen generieren, aber nicht die Hauptaktivität der Eigentümer darstellen. Die besten Ergebnisse findet man dort, wo Weinmacher auf internationale Klientel treffen. Vinyes d’Olivardots ist so ein Fall, Roig Parals geht auch in diese Richtung, Vinyes dels Aspres ist ebenfalls ein Vertreter dieser Gattung: man versucht, ausgewogene Weine zu keltern, oftmals gelingt das auch. Dann und wann trifft man dort aber auch auf Weine, die zu viel Barriquereife abbekommen haben, der Lernprozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

Die Bodenstruktur im Osten von Garriguella.

Das aktuell wohl interessanteste Projekt ist Celler Gerisena, dies ist ein Teil der Cooperative aus Garriguella. Dort hat man Weinberge ausgelagert, etwa dreißig Hektar, alle am Hang gelegen, die Reben stehen auf braunem Schiefer, die Weine werden getrennt von den anderen Weinen der Genossenschaft ausgebaut. Terroir, überwiegend klassische Rebsorten, schonender Ausbau, vernünftige Preise, so präsentiert sich dieses Teilweingut derzeit. Aber auch die normalen Weine der Bodega sind durchaus nicht schlecht, Natàlia Duran hat lange Zeit bei Delfí Sanahuja gearbeitet, da ist viel hängen geblieben. Außerdem schaut sie schon gerne mal bei Weinen von der anderen Seite der Pyrenäen etwas tiefer ins Glas.

Die Weine sind gut, manche sogar sehr gut. Leider rümpfen viele Konsumenten die Nase, sobald sie das Wort Genossenschaft auch nur hören. Das sollte aufhören, es gilt Wein nach dem zu beurteilen, was in der Flasche ist und nicht pauschal nach der Betriebsform.

Die andere Cooperative, die aus Espolla, ist auch nicht schlecht, kommt aber an das Niveau der Garriguella-Weine noch nicht heran. Hier gibt es das Projekt Vins de Postal, die Etiketten stellen eine Art Postkarte dar. In jedem Jahr wird eine andere Parzelle ausgewählt, um einen Postkartenwein zu keltern. Für die Socios ist das gut, denn dann ist da (fast) jeder einmal dran. Für den Handel ist das eher kompliziert, da es keine direkten Nachfolger des Folgejahrgangs gibt. Aber auch hier ist man auf einem guten Weg.

Und die Süßweine? Nun, hier gibt es ein zweigeteiltes Problem. Die Qualität der Produkte ist nicht das Problem, der Sol i Serena von Espolla wird vor allem im Restaurant Can Roca verkauft, Jordi kauft immer die Hälfte der Produktion. Die andere Hälfte indes verkauft sich nur schleppend. Konsumenten sind bereit, für die gleiche Qualität viel mehr Geld auszugeben, wenn das Produkt von der Nordseite der Pyrenäen, aka Frankreich, kommt. Süßweine aus l’Alt Empordà haben gefälligst billig zu sein. Aber auch das ist keine Garantie, die meisten Süßweine werden direkt ab Bodega an Touristen verkauft, im Handel und in der Gastronomie jenseits der Region findet man die Produkte eher nicht. Dies liegt natürlich daran, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer der Bodega nicht wirklich verkaufen können.

Hier ist der Markt kleiner: die Cooperative aus Espolla, die aus Garriguella (mit jämmerlich bescheidenen Preisen für den ambre und den ruby), Pere Guardiola, Martí Fabra. Natürlich gibt es viel mehr, aber oft ist das Ergebnis mehr gewollt denn gekonnt.

l’Alt Empordà steht anders da als Conca de Barberà, anders als Costers del Segre und anders als Terra Alta, man ist viel weiter. Man ist immer kurz davor, den wirklichen Durchbruch zu schaffen. Aber da ist man nun schon zwei Jahrzehnte lang, wenn nicht länger. Und ewig währt das versprechen. Text: el oso alemán


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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2015

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Arioso Châteauneuf-du-Pape Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma alte Reben (1930er) Ganztraube · 36 Monate Ausbau 2015

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2015 ist ein ganz besonderer Wein aus sehr, sehr alten Grenache-Reben. Samtig wie flüssige Seide und vielschichtig zugleich, ist er die perfekte Verschmelzung von Rhône und Burgund – Frucht und Kraft des Südens, veredelt durch den burgundischen Ausbau von Mounir Saouma (Lucien Le Moine).


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des legendären Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltberühmt. In Châteauneuf-du-Pape begann ihre Geschichte mit einer kleinen Parzelle im Lieu-dit Pignan – einer der großen Terroirs der Appellation, unmittelbar an die berühmten Lagen von Château Rayas grenzend. Dort steht eine Parzelle mit reinem Grenache, gepflanzt in den 1930er-Jahren, die von Natur aus winzige Erträge liefert. Aus diesen Reben entsteht der Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation mit Blick auf den „Giganten der Provence", den Mont Ventoux. Seine sandig-steinigen Böden und die kühlende Exposition verleihen dem von Natur aus üppig reifen Grenache Frische und Eleganz. Die geringe Wuchskraft und das hohe Alter der Reben sorgen für eine intensive Konzentration – Kritiker vergleichen den Wein mit den großen Rayas der 1980er-Jahre ebenso wie mit dem Burgund.

Jahrgang 2015 – Châteauneuf-du-Pape

2015 war in der südlichen Rhône ein hervorragender, sonnenreicher Jahrgang, der besonders konzentrierte, dichte und zugleich harmonische Rotweine mit reifem Tannin hervorbrachte. Auf den sandigen Böden von Pignan und mit dem alten Grenache ergibt das einen Arioso von großer Fülle und Tiefe, dessen Kraft von der Frische und Eleganz der Lage im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Reinsortiger Grenache (100 %) von in den 1930er-Jahren gepflanzten Reben, Jahrgang 2015, aus dem Lieu-dit Pignan.

Der alte Grenache wird als Ganztraube (mit Stielen) vergoren – eine Ausnahme, die Mounir Saouma allein dem alten Grenache von Châteauneuf zugesteht –, nach einer rund elftägigen kühlen Maceration. Anschließend reift der Wein etwa 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern von 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefelung bis kurz vor der Füllung. Dieser lange, burgundisch inspirierte Hefeausbau verleiht dem Arioso seine textur­reiche, saftige Fülle und seine seidige Geschmeidigkeit.

Im Glas

Dunkelbeerig und samtig wie flüssige Seide, intensivste Fruchtaromen nach Himbeere, Johannisbeere, Süßholz und Lakritze. Dieser Wein hat sehr viele Facetten, ist lebendig, aber auch elegant, mineralisch wie auch saftig. Im Nachhall dann geschmeidige Tannine und ein explosiver Abgang. Die perfekte Verschmelzung von Rhône und Burgund.

Samtig wie flüssige Seide, intensivste Frucht nach Himbeere, Johannisbeere, Süßholz und Lakritze – lebendig, elegant und mineralisch. Rhône und Burgund vereint.

Zum optimalen Genuss dekantieren; ein Wein mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape (südliche Rhône, Frankreich); sandig-steinige Böden; Grenache-Reben aus den 1930er-Jahren, winzige Erträge
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape; 100 % Grenache (trocken)
Ausbau: Ganztraubenvergärung, ~11 Tage Kaltmazeration, ~36 Monate auf der Feinhefe in 228- und 500-l-Fässern, ohne Abstich, minimaler Schwefel

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Italien

Montevertine 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2021

Der Montevertine 2021 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Montevertine ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit großer Spannung und Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Rebsorten

Dietrich Merlot

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Merlot zeigt eine kirschrote Farbe mit rubinroten Reflexen und ein delikates Duftspiel von dunklen Beeren und Zedernholz. Komplexes Aroma mit Frucht und feiner Würze, gut strukturiert, mit reifen, geschmeidigen Tanninen – elegant und lang im Abgang.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich liegt in der Pfalz, deren fast mediterranes Klima mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr ideale Bedingungen für reife Rotweine bietet. Die Trauben stammen vom wahrscheinlich ältesten Merlot-Weinberg Deutschlands – ein besonderes Stück deutscher Rotweingeschichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot. Der Wein reift mindestens ein Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (vom Johanniskreuz), was ihm Struktur, feine Würze und geschmeidige Tannine verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kirschrot mit rubinroten Reflexen. In der Nase dunkle Beeren und Zedernholz. Am Gaumen komplex und gut strukturiert, mit reifer Frucht, feiner Würze und reifen, geschmeidigen Tanninen; eleganter, langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: mind. 1 Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (Johanniskreuz)

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Rebsorten

Metzger Prago Pinot Noir 2015

Rotwein · Pinot Noir · Spätburgunder · Pfalz

Weingut Metzger Prago Pinot Noir ist ein kraftvoller, eleganter Spätburgunder aus der Pfalz – eine Spitzenabfüllung des Weinguts Metzger. Im Barrique gereift, zeigt er Tiefe und Struktur. Im Glas dunkle Kirsche, feine Würze und seidige Tannine.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima und die kalkgeprägten Böden bringen reife, ausdrucksstarke Spätburgunder hervor, die zu den anspruchsvollen Rotweinen der Region zählen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Pinot Noir (Spätburgunder) und reift im Barrique. Das verleiht ihm feine Würze, Struktur und seidige Tannine, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle Kirsche, Waldboden und feine Würze, dazu Noten aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen Tanninen und frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Klassische Begleitung: Wild, Geflügel, Rind, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Spätburgunder)
Ausbau: Pinot Noir, Barriquereife

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Länder/Regionen

Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 DOCG

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Cru Pajoré (Treiso) alte Reben (40–50 J.) Sottimano sehr lange Maische nur 6.000 Flaschen 2021

Der Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 stammt aus der renommierten Treiso-Lage Pajoré – ein kühler, puristischer Cru-Nebbiolo, der weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Straff und spannungsvoll, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen.


Pajoré – kühle Strenge aus Treiso

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren biozertifiziert und konsequent traditionell: Spontangärung mit wilden Hefen, sehr lange Maischestandzeiten, Ausbau im Holz, ungeschönt und ungefiltert.

Die Trauben für diesen Barbaresco stammen aus der renommierten Lage Pajoré in Treiso. Die nur 1,5 Hektar große Parzelle ist von hellen, weißen Böden geprägt und mit 40 bis 50 Jahre alten Reben bestockt. Pajoré ist bekannt für seine eher kühle, strenge Stilistik, die weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Die Produktion ist auf rund 6.000 Flaschen begrenzt.

Jahrgang 2021 – Barbaresco

2021 gilt im Piemont als herausragender, klassischer Nebbiolo-Jahrgang von großer Präzision: kühl geprägt, mit feiner Frucht, lebendiger Säure und einer festen, edlen Tanninstruktur. In der hochgelegenen Lage Pajoré in Treiso ergibt das einen besonders straffen, mineralischen und langlebigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barbaresco DOCG, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion erfolgt die alkoholische Gärung spontan mit natürlichen Hefen. Der Wein verbringt außergewöhnlich lange Zeit auf der Maische, wobei die Gärung unter untergetauchtem Tresterhut bis zum 20. Januar 2022 andauerte – eine der längsten Maischestandzeiten des Weinguts. Anschließend reift der Wein im Holz, wo auch die malolaktische Gärung stattfindet. Eine weitere Flaschenreife von etwa einem Jahr verleiht dem Barbaresco zusätzliche Tiefe und Ausdruck.

Im Glas

In der Nase zeigt sich der Wein klar und fokussiert, mit Noten von Gewürzen, Tabak und einer kühlen, steinigen Mineralität. Am Gaumen wirkt er straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und Frische sowie Nuancen von Sauerkirsche, Cassis, Pfeffer und Minze. Die Struktur ist fest und spannungsvoll, getragen von griffigen, exakt gezeichneten Tanninen. Der lange Abgang vereint fruchtige, balsamische und mineralische Anklänge und unterstreicht den puristischen, langlebigen Charakter dieses Barbaresco aus Treiso.

Straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen – puristisch und langlebig.

Benötigt etwas Reife, um sein volles Potenzial zu entfalten; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem rotem Fleisch (Brasato), zu Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Barbaresco DOCG, Cru Pajoré, Treiso (Piemont, Italien); 1,5 ha Einzellage, helle, weiße Böden, Reben 40–50 Jahre
Klassifikation: Barbaresco DOCG, Nebbiolo (trocken); nur ca. 6.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Nebbiolo; Spontangärung, außergewöhnlich lange Maische unter getauchtem Tresterhut (bis 20.01.2022), Ausbau im Holz (inkl. Malo), ~1 Jahr Flaschenreife; ungeschönt, ungefiltert

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Weine

Schäfer-Fröhlich Felsenberg Riesling GG 2021

Weißwein · Schlossböckelheimer Felsenberg GG · Riesling

Riesling VDP.Großes Gewächs Schlossböckelheimer Felsenberg Nahe Schäfer-Fröhlich Vulkanporphyr & Quarz Spontangärung · reduktiv 2021

Der Schäfer-Fröhlich Schlossböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2021 stammt aus einer der großen Steillagen der Nahe – einer südexponierten Vulkanporphyr-Lage mit Quarz, direkt neben der berühmten Kupfergrube. Ein vielschichtiger, würzig-mineralischer Riesling von Fülle, Finesse und Tiefe.


Schlossböckelheimer Felsenberg – Vulkanporphyr und Quarz

Der Felsenberg ist eine VDP.Große Lage in Schlossböckelheim an der Nahe – eine steile, südexponierte Felslage hoch über dem Fluss, unmittelbar neben der legendären Kupfergrube. Wie der Stromberg ist er von verwittertem vulkanischem Porphyr geprägt, hier jedoch zusätzlich von Quarz durchzogen. Dieser Boden verleiht dem Riesling Fülle, würzige Mineralität und eine vielschichtige, zugleich elegante Struktur.

Die steile Hanglage erfordert Handlese; die intensive Sonneneinstrahlung der Südausrichtung und das kühle Mikroklima sorgen für langsame, vollständige Reife bei erhaltener Säure. Das ist die Grundlage für ein langlebiges, terroirgenaues Großes Gewächs.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein klassischer, kühler Jahrgang, der besonders präzise, klar gezeichnete Rieslinge mit lebendiger Säure, kühler Eleganz und großer aromatischer Schärfe hervorbrachte. Auf dem Vulkanporphyr und Quarz des Felsenberg ergibt das ein Großes Gewächs von feiner Spannung, würziger Mineralität und Vielschichtigkeit – ein Jahrgang wie geschaffen für den filigran-mineralischen Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, Schlossböckelheimer Felsenberg, trocken (VDP.Großes Gewächs).

Wie alle Großen Gewächse des Guts vergärt der Felsenberg spontan mit den weinbergseigenen Hefen, langsam und kühl, und reift anschließend lange auf der Vollhefe. Aus der reduktiven, sauerstoffarmen Vinifikation stammt die für Schäfer-Fröhlich typische rauchig-feuersteinige Note, die sich mit Luft öffnet und dem Wein zusätzliche Tiefe und Salzigkeit verleiht.

Im Glas

Vom vulkanischen Porphyr und Quarz des Felsenberg lebt dieses Große Gewächs: reife Zitrus- und exotische Frucht, gelbes Steinobst, dazu eine feine Kräuterwürze und rauchig-feuersteinige Mineralität, die sich mit Luft entfaltet. Am Gaumen zeigt er Fülle und Präzision zugleich, getragen von einer lebendigen, kühlen Säure und einer würzig-salzigen Tiefe. Vielschichtig und fein gezeichnet, mündet er in einen langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Zitrus, exotische Frucht, Kräuterwürze und rauchiger Feuerstein – vielschichtig und präzise, mit würzig-salziger Tiefe und langem Nachhall.

Profitiert stark von Luft; jung großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Schlossböckelheimer Felsenberg, Nahe (Deutschland); VDP.Große Lage, südexponierte Steillage über der Nahe neben der Kupfergrube; verwitterter vulkanischer Porphyr mit Quarz
Klassifikation: VDP.Großes Gewächs, Riesling (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, langes Vollhefelager, reduktiver Stil; Handlese

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Weine

Etienne Sauzet Montrachet Grand Cru 2022 BIO

Weißwein · Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Le Montrachet · Grand Cru Puligny-/Chassagne-Montrachet 255–270 m · SO-Lage 2022 · Bio (FR-BIO-01)

Der Montrachet Grand Cru 2022 der Domaine Etienne Sauzet stammt von Le Montrachet, einer der größten Weißweinlagen der Welt. Dieser Chardonnay vereint Intensität, Finesse und Komplexität – mit reifer Birne, Orangenöl, Minze, Muskatnuss und zarten Blüten. Ein rarer, kostbarer Wein.


Le Montrachet – der Gipfel des weißen Burgunds

Le Montrachet ist als Grand Cru klassifiziert und liegt in den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet an der Côte de Beaune. Mit rund 8 Hektar ist die Appellation klein; ihre Größe wird durch die Qualität mehr als aufgewogen. Die südöstliche Ausrichtung und die Höhenlage zwischen 255 und 270 Metern sorgen für viel Sonne und gute Belüftung.

Le Montrachet gilt als Herkunft der größten trockenen Chardonnays der Welt. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903, ansässig in Puligny-Montrachet) bewirtschaftet hier eine winzige Parzelle.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die Tiefe dieses Grand Cru trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein Chardonnay von großer Intensität, Finesse und Komplexität. In der Nase reife Birnen, Orangenöl, frische Minze, Muskatnuss und zarte Blüten. Am Gaumen tief und vielschichtig, mit feinem Schmelz, klarer Säure und sehr langem Abgang.

Reife Birne, Orangenöl und Minze über tiefer, vielschichtiger Struktur – einer der größten weißen Burgunder.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Langustinen, edler Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Le Montrachet, Puligny-Montrachet / Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); SO-Lage, 255–270 m, ~8 ha
Klassifikation: Montrachet Grand Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Spanien

Tentenublo Los Corrillos Las Chicas de Oro tinto Rioja 2020

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo · Garnacha · Graciano

Tempranillo · Garnacha · Graciano Los Corrillos „Las Chicas de Oro" Ganztraubenvergärung DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) sandiger Kalk · 70–100 J. Reben gebrauchtes Barrique nur 510 Flaschen · 2020

Der Tentenublo Los Corrillos „Las Chicas de Oro" tinto 2020 bricht bewusst mit dem klassischen Rioja-System und versucht den gelungenen Spagat zwischen Kraft, Eleganz und bestechendem Terroir-Gedanken. Aus Tempranillo, Garnacha und Graciano von knorrigen alten Reben – ein Solitär zum Verlieben in nur 510 Flaschen.


Los Corrillos – Terroir statt System

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Mit den Los-Corrillos-Weinen bricht er bewusst mit dem klassischen Rioja-System und stellt den Terroir-Gedanken in den Mittelpunkt.

Die Trauben für „Las Chicas de Oro" gedeihen auf den Weinfeldern Pieza Naya, El Pino und La Quemada. Auf sandigen Kalkböden wachsen hier die siebzig bis hundert Jahre alten, knorrigen Reben – die Grundlage für eine frische Mineralität mit immensem Tiefgang.

Jahrgang 2020 – Rioja

2020 war in der Rioja ein Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, ausgewogene Weine hervorbrachte. Die Höhenlagen mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit und die mineralische Prägung des sandigen Kalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Garnacha und Graciano, Jahrgang 2020, trocken; von 70 bis 100 Jahre alten Reben.

Die Trauben werden mit ihren natürlichen Hefen zusammen mit Stielen und Stängeln (Ganztraube) im großen offenen Fass vergoren, bevor der Wein weitere neun Monate in gebrauchten Barriquefässern ruht. Diese kompromisslos natürliche Machart sichert frische Mineralität und Tiefgang. Gesamtproduktion: nur 510 Flaschen.

Im Glas

Der Los Corrillos versucht den gelungenen Spagat zwischen Kraft, Eleganz und bestechendem Terroir-Gedanken. Die Frucht ist reif, satt, ungestüm und wild; nach genug Luftkontakt ist er jedoch von seidiger Struktur, und die mineralischen Aspekte lassen sich mit jedem Atemzug riechen und mit jedem Schluck auch schmecken. Ein Solitär zum Verlieben!

Reife, satte, ungestüm-wilde Frucht, nach genug Luft von seidiger Struktur – die mineralischen Aspekte mit jedem Atemzug und jedem Schluck spürbar. Ein Solitär zum Verlieben!

Unbedingt großzügig dekantieren – er braucht Luft, um seine seidige Seite zu zeigen. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ibérico und gegrilltem Lamm, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: Weinfelder Pieza Naya, El Pino und La Quemada, Rioja Alavesa (Spanien); sandige Kalkböden; 70 bis 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Cuvée aus Tempranillo, Garnacha und Graciano (trocken)
Ausbau: Ganztraubenvergärung mit natürlichen Hefen im großen offenen Fass, ~9 Monate in gebrauchten Barriquefässern; 510 Flaschen

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