Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – l’Alt Empordà

Jetzt aber: aaaaalle-Lunya

Spricht man waschechte Katalanen jedweden Geschlechtes auf das Thema an, dann endet das immer mit der gleichen Phrase: „La paraula eterna“ Das unendliche Versprechen. Und in der Tat lebt l’Alt Empordà gut damit und davon, was es eigentlich sein könnte, nicht, was es derzeit ist. Wobei das „derzeit“ schon große Fortschritte gemacht hat im Vergleich zu den „derzeit“ von vor zwanzig Jahren.

l’Alt Empordà ist nicht die Wiege des spanischen Weinbaus, die Phoenizier kannten diesen Teil der Küste nicht. Erst die Griechen, vor allem aber die Römer machten Emporiae zu einem Weinhandelsplatz: Schiffe wurden mit Amphoren voll mit Wein beladen und gen Ostia geschickt, Reben wurden professionell kultiviert, man brachte der Region Zivilisation bei.

Die wirklich große Zeit der Region begann, als die Süßweine aus Garnacha und Cariñena zu gefragten Produkten wurden. Beide Seiten der Pyrenäen waren berühmt für die „vins doux naturels“. Aufgrund der klimatischen Gegebenheiten war und ist der Süden, also l’Alt Empordà, im Vorteil, die Trauben reifen besser aus, Rebkrankheiten kannte man im siebzehnten und am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts nicht. Selbst Mehltau und Oidium schufen kaum Probleme, die gute Durchlüftung der Region, l’Alt Empordà ist via Bucht von Roses offen zum Mittelmeer, reduzierte den Befall drastisch. Dann fand die Reblaus einen der Schmugglerwege zwischen Frankreich und Rabós d’Empordà. Danach kam der Weinbau erst einmal zum Erliegen.

Die Situation beruhigte sich jedoch schnell, da das Hinterland, Girona und Figueres sind durchaus große Orte, und die Ferienregion Costa Brava den Konsum förderten, und Restkatalonien ist weit weg. Der regionale Markt ist für den Großteil der Bodegas noch heute der wichtigste Absatzkanal, Joan Fabra (Celler Marti Fabra) keltert etwa neunzigtausend Liter Wein, neunzig Prozent wird in der Region konsumiert. Es gibt viele Restaurants der gehobenen Klasse und einige Sternetempel, Empordà ist vor allem ein Urlaubsziel für Individualreisende, die eher bereit sind, mal ein paar Euro mehr für eine ordentliche Flasche Wein auszugeben. Die Einheimischen sind ebenfalls genussfreudig eingestellt, der lokale Markt funktioniert.

Der lokale und regionale Markt, das ist die Kehrseite der Medaille, fragt jedoch nicht wirklich nach, internationale Weinstile und internationale Rebsorten sind deutlich überrepräsentiert. Garnacha und Cariñena findet man, vor allem an den Hängen im Norden und im Osten, im Flachland hingegen dominieren Cabernet, Merlot, Macabeo und   etwas Chardonnay, wobei die traditionellen Sorten insgesamt schon etwa siebzig Prozent der Gesamtrebfläche von etwa achtzehnhundert Hektar ausmachen.

Oft hört man, dass l’Alt Empordà eine Art Gegenpol zum Priorat darstelle. Dies ist nur bedingt richtig. Zwar ist offensichtlich, dass Cariñena und Garnacha in beiden Regionen dominieren, das war es dann aber auch schon. Denn in l’Alt Empordà befinden sich die besten Parzellen an den Füßen der Pyrenäen, fast noch auf Meeresniveau oder aber an den Hängen im Osten, hinter denen das Cap de Creus lauert. Granit gibt es dort nur an wenigen Stellen, eigentlich nur an den Hängen zwischen Capmany (gesprochen Capmayn) und Sant Climent Sescebes, danach beginnt schon Schiefer, erst schwarz, bis Rabós, dann ölig braun bis fast gen Roses. Im Westen, westlich von Capmain, stehen die Reben auf Kalkmergel, im Zentrum auf Schwemmland. Alles ist durchaus verschieden, anders als im Priorat, wo Reben nur auf Schiefer stehen.

Climent: Alte Weinberge, vielleicht die beste Weißweinecke der Region.

Es gibt keine alles überragende Ecke in l’Alt Empordà, überall an den Hängen und selbst an einigen Stellen im Flachland kann man gute bis sehr gute Qualitäten ernten. Die Hänge haben den Vorteil, dass dort noch viel altes Rebmaterial steht, die Parzellen sind für maschinelle Bearbeitung nur bedingt geeignet, außerdem gab und gibt es ja im Flachland genug Platz, um Reben zu kultivieren. Deswegen gibt es heute in den Cooperativen aus Espolla und Garriguella sowie in Weingütern wie Olivardots, Martí Fabra, Roig Parals oder Pujol Cargol Garnacha und Cariñena von alten Anlagen. Natürlich gibt es auch viel eher belangloses Getränk, eine Großcooperative und mehrere Handelshäuser sind für diese Weine verantwortlich.

Garriguella, Celler Gerisena, alte Weinberge. Die Reihenabstände sind zu eng für Traktoren, daher entfernte man jede fünfte Reihe, so kann man immer zwei Reihen von links und von rechts bearbeiten.

Neue Projekte leiden oft an latenter Selbstüberschätzung, man meint gerne, dass die Akzeptanz auf dem lokalen Markt ein Fingerzeig auf die Akzeptanz auf dem globalen Markt sei. Oliver Contí war so ein Beispiel: man versuchte, eine Bordeaux-Kopie zu installieren, glaubend, dass die Konsumenten Bordeaux-Stil, aber halt billiger, aus Empordà kaufen würden. Ging schief, heute gehört Oliver Contí zum Perelada-Konzern. Espelt ist eine relativ große Bodega, wenn man die Tanks eng zusammenrückt, dann kann man dort durchaus eine Million Liter Wein keltern. Nur: die Nachfrage war nie da, nicht einmal für die Hälfte der Produktion. Heute ist das vor allem eine Auftragskellerei für den Perelada-Konzern.

Natàlia Duran und Lluis Masana von Celler Gerisena haben wohl noch Gesprächsbedarf,

Überhaupt: Castillo Perelada. Man kann nicht über l’Alt Empordà reden ohne über diese Bodegagruppe zu reden. Sie hat ihren Sitz in Peralada (Bodega mit „e“, Ort mit „a“), dort steht auch das Schloss, in dem inzwischen ein Sternerestaurant auftafelt. Es gibt viele kulturelle Aktivitäten, und eben die Großbodega, die neben Cava (in Vilafranca del Penedès) und dem weißen Tafelwein Blanc Pescador (mit über vier Millionen Flaschen jährlich einer der zwei meistverkauften Weißweine Spaniens) auch einen Bodegakomplex in Empordà betreibt: Castillo Perelada als Hauptsitz, die Cooperativa in Mollet de Peralada als Produktionsort und Comercial Vinícola del Nordest als Lagerbodega. Perelada selbst, die Genossen der Cooperative und diverse unabhängige Weinbauern, da kommt viel Rebland zusammen. Die eigenen Parzellen werden vor allem für die Lagenweine der Bodega genutzt. Finca Espolla (Syrah und Monastrell), Finca Garbet an den Steilhängen an der Küste (vor allem Syrah, etwas Cabernet Sauvignon), Malaveïna (Lehmboden, internationale Sorten), Pont de Molins und Cormes, das sind die Vorzeigeweine der Bodega. Natürlich ist das nicht deren Hauptgeschäft, dafür dienen die Einstiegsweine der Bodega. Ein Spezialprojekt sind die Ex-Ex-Weine, experiencia exceléncia: in jedem Jahr gibt es einen Experimentalwein, immer nur in kleiner Auflage. Ab und an dient er der Vorbereitung von anderen Weinen, ab und an will man einfach sehen, wie sich Weine einer bestimmten Sorte, einer bestimmten Herkunft, einer bestimmten Ausbauart entwickeln, ohne die Verpflichtung einzugehen, diese Weine dann immer zu keltern. Man lässt sich das gut bezahlen, in der Top-Gastronomie in Catalunya sind diese Weine breit vertreten. Delfí Sanahuja, Weinmacher und technischer Direktor in Castillo Perelada, hat einen guten Ruf, er versteht sein Handwerk durchaus gut.

Camí de Cormes: ¿Empordà Grand Cru?

Jenseits von Perelada ist der Markt zweigeteilt: es gibt die größeren und großen Betriebe, die vor allem Mainstream herstellen, belanglose Weine, die gerne in belanglosen Restaurants oder belanglosen Kneipen gereicht werden. Empordalia, das Handelshaus Trobat, Oliveda, Mas Llunes oder masetplana sind die wichtigsten Vertreter dieser Kategorie, Espelt gehört da letztendlich auch hinein. Diese Betriebe haben ihre Vertriebskanäle, letztendlich verkaufen sie alle über den Preis, die Scheuer muss leer sein bevor die nächste Ernte hereingeschaufelt wird. Diese Bodegas kann man aber ganz gut umgehen.

Denn es gibt in l’Alt Empordà auch ein paar handwerklich orientierte Bodegas, die gute Weine keltern. Wie so oft, gibt es auch hier einen Zielkonflikt: man will verstärkt mit Garnacha und Cariñena arbeiten, erntet aber spät, was hohe Alkoholwerte zur Folge haben kann. Nicht wirklich hilfreich auf Märkten, in denen gerade frische Weine gefragt sind. Anders als in anderen Regionen von Catalunya lässt sich dieser Zielkonflikt lösen: man kann deutlich früher lesen, ohne Gefahr zu laufen, grüne Weine zu präsentieren. Man kann ein klein Wein mit geringerem Alkoholgehalt nutzen, Cabernet Sauvignon oder Syrah in kleinem Umfang können helfen, manche weiße Sorte auch. Man kann die Maischestandzeiten verkürzen, man kann Barricas durch Zementtanks oder große Holzgebinde ersetzen, und in manchen Bodegas ist dieser Prozess voll im Gange.

l’Alt Empordà ist aktuell nicht die Gegend für Weine zu schwindelerregenden Preisen, Finca Garbet verkauft sich, weil Perelada jede Menge Aufwand hineinsteckt, die andere Lagenweine dieser Bodega haben durchaus irdische Preise, teure Weine anderer Bodegas verkaufen sich nur, wenn ahnungslose Touristen mit dicken Brieftaschen des Sonntags zur Matinee in die Bodega pilgern, oder aber weil die Hipsterbodega *lavinyeta in Barcelona mal wieder die Hipster zum Hipsterhappening ruft. Internationalen Markt generiert man so nicht. Es gibt aber viel guten Wein zu ordentlichen Preisen, der durchaus die Herkunft widerspiegelt.

Neugründungen von Bodegas gibt es eher wenige, und wenn, dann sind das bessere Hobbykellereien, die Extra-Einnahmen generieren, aber nicht die Hauptaktivität der Eigentümer darstellen. Die besten Ergebnisse findet man dort, wo Weinmacher auf internationale Klientel treffen. Vinyes d’Olivardots ist so ein Fall, Roig Parals geht auch in diese Richtung, Vinyes dels Aspres ist ebenfalls ein Vertreter dieser Gattung: man versucht, ausgewogene Weine zu keltern, oftmals gelingt das auch. Dann und wann trifft man dort aber auch auf Weine, die zu viel Barriquereife abbekommen haben, der Lernprozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

Die Bodenstruktur im Osten von Garriguella.

Das aktuell wohl interessanteste Projekt ist Celler Gerisena, dies ist ein Teil der Cooperative aus Garriguella. Dort hat man Weinberge ausgelagert, etwa dreißig Hektar, alle am Hang gelegen, die Reben stehen auf braunem Schiefer, die Weine werden getrennt von den anderen Weinen der Genossenschaft ausgebaut. Terroir, überwiegend klassische Rebsorten, schonender Ausbau, vernünftige Preise, so präsentiert sich dieses Teilweingut derzeit. Aber auch die normalen Weine der Bodega sind durchaus nicht schlecht, Natàlia Duran hat lange Zeit bei Delfí Sanahuja gearbeitet, da ist viel hängen geblieben. Außerdem schaut sie schon gerne mal bei Weinen von der anderen Seite der Pyrenäen etwas tiefer ins Glas.

Die Weine sind gut, manche sogar sehr gut. Leider rümpfen viele Konsumenten die Nase, sobald sie das Wort Genossenschaft auch nur hören. Das sollte aufhören, es gilt Wein nach dem zu beurteilen, was in der Flasche ist und nicht pauschal nach der Betriebsform.

Die andere Cooperative, die aus Espolla, ist auch nicht schlecht, kommt aber an das Niveau der Garriguella-Weine noch nicht heran. Hier gibt es das Projekt Vins de Postal, die Etiketten stellen eine Art Postkarte dar. In jedem Jahr wird eine andere Parzelle ausgewählt, um einen Postkartenwein zu keltern. Für die Socios ist das gut, denn dann ist da (fast) jeder einmal dran. Für den Handel ist das eher kompliziert, da es keine direkten Nachfolger des Folgejahrgangs gibt. Aber auch hier ist man auf einem guten Weg.

Und die Süßweine? Nun, hier gibt es ein zweigeteiltes Problem. Die Qualität der Produkte ist nicht das Problem, der Sol i Serena von Espolla wird vor allem im Restaurant Can Roca verkauft, Jordi kauft immer die Hälfte der Produktion. Die andere Hälfte indes verkauft sich nur schleppend. Konsumenten sind bereit, für die gleiche Qualität viel mehr Geld auszugeben, wenn das Produkt von der Nordseite der Pyrenäen, aka Frankreich, kommt. Süßweine aus l’Alt Empordà haben gefälligst billig zu sein. Aber auch das ist keine Garantie, die meisten Süßweine werden direkt ab Bodega an Touristen verkauft, im Handel und in der Gastronomie jenseits der Region findet man die Produkte eher nicht. Dies liegt natürlich daran, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer der Bodega nicht wirklich verkaufen können.

Hier ist der Markt kleiner: die Cooperative aus Espolla, die aus Garriguella (mit jämmerlich bescheidenen Preisen für den ambre und den ruby), Pere Guardiola, Martí Fabra. Natürlich gibt es viel mehr, aber oft ist das Ergebnis mehr gewollt denn gekonnt.

l’Alt Empordà steht anders da als Conca de Barberà, anders als Costers del Segre und anders als Terra Alta, man ist viel weiter. Man ist immer kurz davor, den wirklichen Durchbruch zu schaffen. Aber da ist man nun schon zwei Jahrzehnte lang, wenn nicht länger. Und ewig währt das versprechen. Text: el oso alemán


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Feinkost

Frantoi Cutrera Primo Olio Extra Vergine Olivenöl

Feinkost · Natives Olivenöl extra · Sizilien

Frantoi Cutrera Primo ist ein natives Olivenöl extra aus Sizilien – ein Monocultivar aus 100 % Tonda Iblea, DOP Monti Iblei. Sehr fruchtbetont, mit Anklängen von grüner Tomate und mediterranen Kräutern, lang und würzig am Gaumen. Eines der meistausgezeichneten Öle Italiens.


Herkunft

Frantoi Cutrera produziert seit 1906 in Chiaramonte Gulfi (Ragusa) auf den Monti Iblei im Südosten Siziliens. Die Oliven der autochthonen Sorte Tonda Iblea wachsen hier auf 350–450 Metern Höhe in jahrhundertealten, DOP-zertifizierten Hainen.

Gewinnung und Herstellung

Monocultivar aus 100 % Tonda Iblea aus früher, grüner Ernte. Die Oliven werden von Hand gelesen und innerhalb von sechs Stunden kalt gepresst (mechanisch, unter 27 °C). Das bewahrt Aromen und Polyphenole. Herkunft: DOP Monti Iblei.

Geschmack

Leuchtend grün mit goldenen Reflexen. Intensiv fruchtig, mit ausgeprägten Noten von grüner Tomate, frisch gemähtem Gras und aromatischen Kräutern, dazu süße Mandel. Am Gaumen ausgewogen bitter und pikant, lang und würzig.

In der Küche

Am besten roh als Finish: über gegrilltes Fleisch und Fisch, Bruschetta, Suppen, Salate und Gemüse geträufelt. Die intensive Würze kommt unerhitzt am besten zur Geltung.

Passt zu: gegrilltem Fleisch und Fisch, Bruschetta, Suppen, Salaten und Gemüse.


Hersteller: Frantoi Cutrera (Chiaramonte Gulfi, Sizilien)
Produkt: Natives Olivenöl extra (Primo)
Sorte: Monocultivar 100 % Tonda Iblea
Herkunft: DOP Monti Iblei, Sizilien (Italien)
Verarbeitung: handgelesen, innerhalb von 6 Stunden kalt gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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Rebsorten

Knab Endinger Engelsberg Muskateller trocken

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Muskateller ist aromatisch, klar, leicht und spritzig, mit vielen typischen Muscat-Noten. Als Aperitif oder zur indischen Küche ein Gedicht.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bietet dem aromatischen Muskateller ideale Bedingungen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Muskateller (Gelber Muskateller). Der Ausbau bewahrt die ausgeprägte, typische Muscat-Aromatik und den leichten, spritzigen Charakter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase intensiv und aromatisch, mit typischen Muscat-Noten von Muskat, Trauben und weißen Blüten. Am Gaumen klar, leicht und spritzig, mit animierender Frische und trockenem, sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als aromatischer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: indischer Küche, würzigen Currys, asiatischen Gerichten und frischem Obst – oder einfach solo.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Muskateller, trocken
Ausbau: aromabetont, leicht und spritzig (Vulkangestein, Löss)

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USA

Vineyards High Contrast Vineyard Syrah 2017

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2017 Biodynamie · 14,00 % vol

Der Horsepower Vineyards High Contrast Vineyard Syrah 2017 ist ein biodynamischer Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – rauchig, elegant und kraftvoll, mit samtiger Festigkeit und einem langen, an Komplexität gewinnenden Finale aus einer Lage, in der Basaltkies und Lehmböden aufeinandertreffen.


High Contrast Vineyard – Kies trifft Lehm

Der 2013 gepflanzte Weinberg liegt am Rand des Rocks District of Milton-Freewater, dort wo das Basalt-Kiesbett ausläuft und in siltige Lehm- und Lössböden übergeht. Aus diesem Kontrast – große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape neben fruchtbareren Feinböden – leitet sich der Name „High Contrast" ab, und er prägt den zugleich würzig-mineralischen und geschmeidigen Charakter des Weins.

Gepflanzt ist die Lage ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2017 – Walla Walla Valley

2017 gilt nach drei Hitzejahren als klassischer, eleganter Jahrgang im Walla Walla Valley: ein kühler Start mit später Knospe und verzögerter Blüte, ein heißer Sommer, der die Reife wieder einholte, und ideale Erntebedingungen mit warmen Tagen und kühlen Nächten.

Das Ergebnis sind Syrahs mit mehr Anmut, Frische und Finesse als die wärmeren Vorjahre – ein idealer Jahrgang für vielschichtige, balancierte Weine mit langem Reifepotenzial.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2017, 14,00 % vol. Ausbau über 15 Monate in ausschließlich neutralen französischen Eichenfässern. Nur 386 Kisten wurden erzeugt.

Christophe Baron war ab 2002 Pionier der biodynamischen Bewirtschaftung in Walla Walla. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts.

Im Glas

Tiefes Rubin mit purpurnem Rand. Ein ausgeprägt rauchiges Bouquet mit feinen Noten von dunkler Schokolade über Brombeere, dazu gerösteter Kaffee, Petrichor, gebackene Erde und getrocknete Kräuter. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, elegant und zugleich kraftvoll, mit einem balancierten Gerüst noch jugendlicher Tannine und einer samtigen Festigkeit am Mittelgaumen. Das lange Finale gewinnt mit Luft an Komplexität und Druck.

Rauchig, elegant und kraftvoll – ein Syrah von der Bruchstelle zwischen Basaltkies und Lehm.

Jung noch verschlossen: vor dem Genuss großzügig dekantieren. Mit ein paar Jahren Flaschenreife gewinnt er deutlich und hat Potenzial bis etwa 2032. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.


Lage: High Contrast Vineyard, Rand des Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle und siltiger Lehm, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; biodynamischer Anbau (Zugpferde, sur echalas); 15 Monate neutrale französische Eiche; 14,00 % vol

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Weine

Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Weinviertel · Chardonnay

Chardonnay Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass Biodynamie (AT-BIO-402) 2023

Der Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Chardonnay aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Konsistente Struktur und fein eingebundene Gerbstoffe.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Wein durch die subtile Oxidation an Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2023 – Weinviertel

Der Jahrgang 2023 bringt im Horizont Chardonnay einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Salzigkeit, Struktur und Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Chardonnay zeichnet sich durch seine konsistente Struktur und die feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen zeigt er Anklänge von getrockneter Banane, Ananas, Kräutern und mineralischer Salzigkeit.

Konsistente Struktur und feine Gerbstoffe – getrocknete Banane, Ananas, Kräuter und mineralische Salzigkeit.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu cremigen Risotti und Pasta sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Chardonnay (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar); biodynamisch

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Weine

Weingut Keth Rebstoff weiß BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weingut Keth Rebstoff weiß ist eine trockene, biozertifizierte Weißwein-Cuvée, die die Charakterstärke moderner PIWI-Rebsorten mit klarer Stilistik vereint. Trocken, klar und packend – ein moderner, nachhaltiger Weißwein mit eigenständigem Profil.


Rheinhessen

Das Weingut Matthias Keth liegt in Rheinhessen und arbeitet biozertifiziert (DE-ÖKO-022). Mit dem „Rebstoff" setzt das Gut auf PIWI-Rebsorten – pilzwiderstandsfähige Sorten, die nachhaltigen Weinbau mit eigenständigem Aromenspiel verbinden.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Blanc (Hauptanteil), Phönix und Muscaris. Cabernet Blanc bringt Frische, Struktur und feine Säure mit Stachelbeere, grünem Apfel, Limette und einer an Sauvignon Blanc erinnernden Kräuterwürze. Phönix ergänzt saftige Frucht nach reifer Birne, Aprikose und Honigmelone. Muscaris setzt florale, muskatige Akzente mit Holunderblüte und exotischer Frucht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles, einladendes Gelb. In der Nase ein duftiges, expressives Bouquet aus Stachelbeere, grünem Apfel, reifer Birne und floralen Muskatanklängen. Am Gaumen trocken, klar und packend, mit einem belebenden Säurebogen, viel Trinkfluss und langem, aromatischem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Salaten, Fisch, Geflügel, asiatischer Küche und leichten Sommergerichten – oder einfach solo.


Lage: Rheinhessen (Deutschland); Weingut Matthias Keth
Klassifikation: Weißwein – PIWI-Cuvée aus Cabernet Blanc, Phönix & Muscaris, trocken
Ausbau: frisch und aromabetont; nachhaltiger PIWI-Weinbau

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Rebsorten

Metzger Ungsteiner Herrenberg Riesling trocken

Weißwein · Riesling · trocken · Pfalz

Metzger Ungsteiner Herrenberg Riesling trocken ist ein dichter, mineralischer Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er wächst auf purem Kalk und überzeugt mit Dichte und mineralischem Druck. Klar, straff und tiefgründig – wie es nur ein Riesling vom Kalkstein kann. Ein präziser Wein mit Lagencharakter.


Ungsteiner Herrenberg

Der Ungsteiner Herrenberg ist eine renommierte Kalklage in der Pfalz. Die Riesling-Reben wurzeln hier in purem Kalk, der dem Wein seinen mineralischen Druck, Dichte und Präzision verleiht.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, trocken ausgebaut. Der Ausbau bewahrt Mineralität, Struktur und die typische Frische der Kalklage.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine mineralische Noten. Am Gaumen dicht und straff, mit mineralischem Druck, klarer Säure und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und asiatische Küche.


Lage: Ungsteiner Herrenberg, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: reinsortig Riesling vom Kalkstein

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Weine

Eimermann Chenin Blanc

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Eimermann Chenin Blanc ist ein echter Frischekick. Die ursprünglich französische, vor allem in Südafrika verbreitete Rebsorte ist in Deutschland ein Exot – am Roten Hang findet sie ideale Bedingungen und wird zu einem saftigen Wein mit expressiver Frucht und herber Frische.


Rheinhessen / Schloss Schwabsburg

Das Weingut Eimermann (Familie Werner und Thore Eimermann) liegt in Nierstein-Schwabsburg am berühmten Roten Hang in Rheinhessen. Der Chenin Blanc wächst in der Lage Schloss Schwabsburg, wo es sonnig, trocken und windig ist – genau die Bedingungen, die diese Rebsorte liebt. Alle Weine des Guts sind vegan.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chenin Blanc – in Deutschland eine Rarität. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke Frucht und die herbe, animierende Frische; geschmacklich geht der Wein in Richtung Sauvignon Blanc, ohne dessen Fülle. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Mirabelle, saftige Nektarine und exotische Maracuja. Am Gaumen saftig und ausdrucksstark, mit viel Frucht und einer animierenden, herben Frische; klarer, frischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein spannender Begleiter für aromatische Küche.

Passt zu: Fusion-Küche, gegrilltem Geflügel, asiatisch inspirierten Gerichten, glasiertem Schweinebauch und vegetarischen Gerichten mit exotischen Gewürzen.


Lage: Rheinhessen, Schloss Schwabsburg / Roter Hang, Nierstein (Deutschland); Weingut Eimermann
Klassifikation: 100 % Chenin Blanc, trocken (vegan)
Ausbau: frische- und fruchtbetont

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Spanien

Vega Sicilia Unico Reserva Especial Edition 2022

Rotwein · Ribera del Duero · Reserva Especial · Multi-Vintage

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero Cuvée 2008 · 2010 · 2011 jahrgangslos Reserva Especial

Der Vega Sicilia Único Reserva Especial (Edition 2022) ist ein jahrgangsloser Wein und eine Hommage an den Stil des Guts. Er vereint drei Único-Jahrgänge – 2008, 2010 und 2011 – zu einer Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon. Für die Reserva Especial werden ausschließlich die besten Único-Jahrgänge verschnitten.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Die Parzellenvielfalt erlaubt es, über mehrere Jahrgänge hinweg genau die Lagen auszuwählen, die für den Único Kraft und zugleich Finesse liefern – die Grundlage für den verschnittenen Stil der Reserva Especial.

Die Jahrgänge 2008, 2010 und 2011

Die Reserva Especial ist bewusst kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt aus drei gereiften Único-Jahrgängen, der den Hausstil über die Schwankungen einzelner Erntejahre stellt. Diese Edition baut auf 2008, 2010 und 2011 auf.

2008 gilt in der Ribera del Duero als kühlerer, klassisch gezeichneter Jahrgang mit Frische, 2010 als einer der strukturiertesten und langlebigsten der jüngeren Geschichte, 2011 als warmes, reifes Jahr mit Kraft. Im Verschnitt ergänzen sich Frische, Struktur und Fülle dieser drei Jahre.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon, mit 14,5 % vol.

Die Reserva Especial entsteht aus bereits nach dem Vega-Sicilia-Prinzip langgereiften Único-Jahrgängen – mehrjähriger Ausbau in Holz (Barrique und große Holztanks) und ausgedehnte Flaschenreife – die anschließend verschnitten werden. Das Ergebnis ist ein Wein, der die Tiefe mehrerer Erntejahre in sich trägt.

Im Glas

Tiefes, gereiftes Rot. Komplex und vielschichtig, mit reifer dunkler Frucht, Leder, Tabak, Edelholz und feiner Würze. Am Gaumen seidig und tief, mit feinem Tannin und langem Abgang – die Reife der Einzeljahrgänge zeigt sich in der Geschlossenheit des Verschnitts.

Kein Jahrgangswein, sondern ein Verschnitt der Zeit: drei gereifte Único-Jahrgänge, vereint zum Hausstil von Vega Sicilia.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung aber über viele Jahre haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; Verschnitt der Jahrgänge 2008, 2010, 2011; mehrjähriger Holz- und Flaschenausbau

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