Maskenfreie 2020 Bären-summer-school – Catalunya – Einleitung

Lunya brummt der Bär

Da können sich die Katalaninnen und Katalanen noch so sehr auf die Hinterfüße stellen und mit der Estelada wedeln: Reben haben Griechen nach Catalunya gebracht, Weinkultur und Weinhandel verdanken die Katalaninnen und Katalanen den Römern (von Römerinnen ist diesbezüglich nirgends die Rede). Man verschiffte Wein amphorenweise gen Ostia, schließlich wollte man in Roma schon damals nicht nur Sangiovese oder Nebbiolo trinken.

Lässt man mal eben die paar Flaschen Priorat und Montsant beiseite, die von dort in die Welt reisen, dann kennt man Catalunya jenseits der Pyrenäen eigentlich nur ob zweier Gründe: Cava und Torres. Alles andere ist letztendlich Beiwerk. Gut, da ist noch Perelada mit dem Blanc Pescador, gleichwohl ist dieser Wein eigentlich ein Produkt für die spanischen Küstenregionen. Danach kommt da nicht viel.

Dies gilt aber auch für den nationalen oder regionalen Markt. Blickt man ein wenig in die Geschichte des katalanischen Weinbaus der letzten zweihundert Jahre, so findet man letztendlich nicht viel. Dort, wo am Ende des neunzehnten Jahrhunderts Cooperativen errichten wurden, manche werden ob des Baustils Catedrals del Vi genannt, blühte auf die eine oder die andere Weise auch der Weinbau. Dort, wo dies nicht der Fall war, entstand zunächst nichts, dann folgten eher seltsame Dinge.

Die Geschichte des katalanischen Schaumweins begann in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundert, sie löste in der Region Penedès, damals ein Anbaugebiet blauer Rebsorten, eine mittlere Revolution aus. Die Cava-Sorten Parellada, Macabeo und Xarel.lo plus Chardonnay spülten die Rotweine hinweg, sie sorgten für viel Weißwein als Beiprodukt, eine Zeit lang war das Penedès die wichtigste Weinregion Spaniens für eher leichte Saufweißweine. Dann spülte Rueda das Penedès hinweg.

Die Tatsache, dass Katalaninnen und Katalanen mit dem Wirtschaften so ihre Probleme haben, visualisiert die aktuelle Situation: die größte Cava-Bude, Freixenet, wird von Henkell aus Düsseldorf gesteuert, Codorníu von Carlyle aus den USA und Jaume Serra ist García Carrión, die größte Weinbauholding Europas mit Sitz in Jumilla. Ökonomisch geht auch Cava am (Reb-)Stock.

Gut, da ist Torres, vierzig Millionen Flaschen Wein (das können auch gut und gerne vierzig Millionen Liter Wein sein), das ist schon eine Hausnummer. Bei all dem Unfug und der Unruhe, die diese Firma auf den Märkten generiert: ohne Torres wäre Catalunya in Sachen Wein lange nicht dort, wo es heute steht! Aber das war es dann auch schon wieder.

Natürlich hat Catalunya Fehler gemacht in den letzten einhundert Jahren. Das massive Einschleppen internationaler Sorten, allen voran Merlot, hat zwar dem lokalen Markt geholfen; der aber ist limitiert und jenseits der Pyrenäen wollen nun einmal nur wenige Menschen alkoholstarken Merlot oder pfefferwürzigen Cabernet. Man muss dem Markt ja nicht nach dem Maul produzieren, ein Blick auf die weite Welt indes schadet nie. Nun werden hektisch alte Sorten wieder ausgegraben, aber auch davon gibt es dann doch nicht so viele. Mandó, Vinyater, Garrut, auch schon einmal Garruf genannt, Brocat, aber das ist letztendlich auch „nur“ Trepat. Malvasía de Sitges ist halt einer der vielen Typen des Malvasía-Rebe, Subirat Parent eine andere.

Catalunya produziert, was Barcelonesen jedweden Geschlechts so saufen, und da steht, zumindest in der Selbstbeweihräucherungselite nun einmal Trübwein ganz oben auf der Tagesordnung. Solange der Markt die Produktion absorbiert wird das funktionieren, es springt auch ein klein wenig auf internationales Märkte über. Da diese Weine sich, vom Etikett mal abgesehen, nicht wesentlich voneinander unterscheiden, kann eine kleine Perturbation schnell für das Ende dieses Trends sorgen. Generell gilt: wer gute Weine keltert, kann auch gute Trübweine auf den Tisch bringen. Die Zahl derer indes ist begrenzt.

Ganz Catalunya bringt es auf etwa zweiundvierzig tausend Hektar Rebland. Die genaue Zahl ist nicht zu ermitteln, da Weinberge sowohl im Register einer Weinbauregion als auch im Register von Cava und nicht zuletzt im Register der „Weinbauregion“ Catalunya eingeschrieben sein können. Aber da es nur wenige Rebanlagen gibt, die in keiner regionalen Appellation registriert sind, kommt man mit den zweiundvierzig tausend Hektar der Wahrheit wohl schon nahe.

Montsant und Priorat bringen es zusammen auf viertausend Hektar, das Penedès stemmt sechzehntausend, Tarragona knapp fünftausend. Am anderen Ende der Skala findet man Alella mit nicht viel mehr als dreihundert Hektar sowie Pla de Bages, wo Reben auf knapp fünfhundert Hektar stehen. Weine mit dem Rückenetikett dieser beiden Regionen muss man außerhalb von Barcelona und Manresa mit der Lupe suchen. Ob sie eine Zukunft haben, ist ungewiss, Alella zumindest hat eine Vergangenheit.

Und was spielt sich in dem Zwischenraum ab, jenseits von Cava, Torres und den hochgejazzten Alkoholbomben aus dem Priorat? Das leere Wein-Catalunya? Das dunkle Wein-Catalunya? Die El Oso Summer School will versuchen, etwas Licht ins Landesinnere von Catalunya zu tragen.

Mit vier Regionen werden wir uns beschäftigen:

Zunächst ist da Terra Alta. Dies ist eine der klassischen Weinbauregionen in Catalunya, gleichwohl liegt sie völlig abseits, was die Vermarktung ihrer Weine stark verkompliziert.  Dort gibt es Garnacha und Cariñena, die Weine sind individuell, manche sogar gut. Dennoch sind sie eher unbekannt.

Conca de Barberà ist letztendlich ein zweigeteiltes Land: zum einen sind da die Genossenschaften, die jede Menge billigen Wein herstellen, der vor allem als D.O. Catalunya vermarktet wird. Zum anderen sind da die Cava-Bodegas aus dem Penedès, die sich hier mit Parellada und Macabeo eindecken. Zwischen diesen beiden Mahlsteinen versuchen ein paar kleine, innovative Betriebe, Raum für individuelle Weine zu schaffen, vor allem aus der Rebsorte Trepat. Kann das gelingen?

Costers del Segre ist eine rein politischen Weinbauregion, sie wurde geschaffen, um Miguel Torres ein Gegengewicht hinzustellen. Dennoch gab es im Westen von Catalunya natürlich schon seit Jahrhunderten Weinbau, bis hoch hinauf, an die Füße der Pyrenäen. Es ist wohl die heterogenste Weinbauregion in Catalunya.

Und schließlich ist da l’Alt Empordà, vielleicht die spannendste der eher unbekannten Weinbauregionen aus Catalunya. Was könnte man dort nur für wunderbare Weine keltern… Aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen, man kommt nicht vom Fleck. Können die neuen Entwicklungen, geschaffen vor allem von den älteren Betrieben, die Wende einläuten? Oder bleibt Empordà auch im einundzwanzigsten Jahrhundert das ewige Versprechen, das es nun schon zweitausend lange Jahre ist? Text: el oso alemán

Teil 1. Conca de Barberà erscheint auf diesem Blog am 07.08.2020 um 11.00 Uhr.

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Weine

Vanita Nero d' Avola Sicilia BIO

Rotwein · Bio · Nero d'Avola · Sizilien

Vanita Nero d'Avola ist ein trockener Bio-Rotwein der Fantini Group aus Sizilien. Reinsortiger Nero d'Avola mit komplexem Duft nach roten Früchten und floralen Noten – vielschichtig, mit dunklen Beeren, Eukalyptus und dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen.


Sizilien

Die Trauben stammen aus Sizilien, der größten Insel im Mittelmeer. Nero d'Avola ist die wichtigste autochthone Rotweinsorte der Insel. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese. Wein aus biologischem Anbau, IT-BIO-009.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Nero d'Avola aus ökologischem Anbau. Der fruchtbetonte Ausbau im Stahltank bewahrt die dunkle Frucht und sorgt für die harmonische, vollmundige Art des Weins.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase ein komplexer Duft nach roten Früchten und floralen Noten, dazu dunkle Beeren und ein Hauch Eukalyptus. Am Gaumen vollmundig, mit dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen und vollmundigem Finale.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vollmundiger, fruchtbetonter Sizilianer zu herzhafter, mediterraner Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Sizilien (Italien)
Klassifikation: Sicilia DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: fruchtbetont, im Stahltank

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Grenache 2020

Rotwein · Sta. Rita Hills · Grenache

Grenache Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2020 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Grenache 2020 ist ein kalifornischer Kult-Grenache von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – tief, breit und samtig, ein vollreifer Grenache, der laut Krankl selbst Skeptiker zur Sorte bekehrt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2020 – Sta. Rita Hills

2020 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer, trockener Jahrgang.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für vollreifen, tief konzentrierten und zugleich balancierten Grenache.

Ausbau

Ein Teil der Trauben wurde mit Ganztrauben, also mit den Stielen vergoren, der Rest entrappt. Voll ausgereifte Stiele machen den Wein laut Krankl weicher, breiter und geschmeidiger und verleihen ihm eine herzhafte Qualität.

Ausgebaut zu 50,3 % in neuen französischen Eichenfässern, überwiegend in größeren Gebinden statt klassischer Barriques.

Im Glas

Eine großartige Farbe, wie sie der beste Pinot Noir zeigen sollte. Tiefe, breite und reiche Nase mit etwas Rosmarin über einer Art exotischem Obst-Cobbler, dazu nasse Steine. Am Gaumen samtig bis seidig, mundfüllend breit und üppig. Über drei Tage offen verkostet öffnete sich der Wein zunehmend und gewann an Üppigkeit – ein Hinweis auf große Langlebigkeit und Lohn fürs Dekantieren. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

Wenn Grenache bisher nicht Ihr Ding war, wird dieser Ihre Einstellung ändern.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Grenache (trocken)
Ausbau: Grenache; teils Ganztrauben-Vergärung; 50,3 % neue französische Eiche (überwiegend Großgebinde); 15,50 % vol

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Les Vignes Denses blanc 2022

Weißwein · Santenay · Chardonnay

Chardonnay Santenay (Village) Les Vignes Denses Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2022

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Les Vignes Denses" blanc 2022 ist ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune.


Santenay Les Vignes Denses – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste und zugleich mineralisch geprägte Stilistik.

„Les Vignes Denses" ist eine Village-Lage von Santenay. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Santenay ergibt das einen tiefen, konzentrierten und zugleich frischen Chardonnay mit lebendigem Säurebogen und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – geprägt von Aromen wie knackigem grünem Apfel und Birne, echter Vanille, Zitrusfrüchten, Haselnuss und nassem Stein. Geradlinige, frische Frucht findet sich auch im Geschmacksprofil wieder. Ein innerer Nerv, beeindruckende Länge und ein durch den kühlen Jahrgang geprägter Säurebogen bestimmen den Nachhall am Gaumen.

Grüner Apfel, Vanille, Haselnuss und nasser Stein – tief, mineralisch und konzentriert, mit innerem Nerv und langem Säurebogen.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay, Village-Lage Les Vignes Denses (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Portugal

Feuerheerd´s 10 years Old Tawny Port

Portwein · Tawny · 10 Jahre · Douro · Portugal

Feuerheerd's 10 Years Old Tawny Port ist ein zehn Jahre gereifter Tawny-Portwein vom traditionsreichen Haus Feuerheerd's (Barão de Vilar) aus dem Douro. Nach langer Fassreife zeigt er komplexe Aromen von Nüssen, Rosinen und getrockneten Früchten. Süß, weich und vielschichtig.


Douro

Feuerheerd's (Barão de Vilar) ist ein traditionsreiches Portweinhaus aus dem Douro-Tal in Nordportugal, einer der ältesten Weinbauregionen der Welt mit steilen Schieferterrassen.

Herstellung und Reifung

Der Tawny wird aus Touriga Franca, Tinta Roriz, Tinta Barroca, Tinto Cão und weiteren autochthonen Douro-Sorten vinifiziert. Nach zehn Jahren Reife in Eichenholzfässern entwickelt er seine komplexen, oxidativen Aromen von Nüssen, Rosinen und Dörrobst.

Im Glas

Goldbraune bis ziegelrote Farbe. In der Nase und am Gaumen komplexe Aromen von Nüssen, Rosinen und getrockneten Früchten. Süß, weich und vielschichtig, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt bei 12–14 °C servieren, pur als Digestif oder zum Dessert.

Klassische Begleitung: Kuchen, Schokolade, Crème brûlée, Nüsse und gereifter Käse.


Herkunft: Douro (Portugal)
Art: Tawny Port, 10 Jahre (süß)
Reifung: 10 Jahre im Eichenholzfass

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Weine

Battenfeld Spanier Zellerweg am schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Zellerweg am Schwarzen Herrgott VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk und Kalkschotter Grenze Rheinhessen/Pfalz BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Zellerweg am Schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 wächst auf Kalk an der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. Ein kraftvoller, tiefgründiger Riesling mit salinem, dunklem Charakter.


Schwarzer Herrgott – Kalk an der Grenze zur Pfalz

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist eine VDP.Große Lage auf 170 bis 250 Metern, mit etwa 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 11 Hektar.

Bereits Ende der 1990er Jahre überzeugte H. O. Spanier das Potenzial des Zellertals. Der gleiche Kalkstein-Sockel, der den Frauenberg prägt, zieht sich bis nach Mölsheim. Der Schwarze Herrgott bildet die Grenze Rheinhessens zur Pfalz und gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Lagen; seit 2007 ist er als Große Lage klassifiziert.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der Kalksockel und die exponierte Grenzlage sicherten reifes Lesegut, während die Höhenlage für Frische, salzige Spannung und den typisch dunklen, tiefgründigen Charakter sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Zellerweg am Schwarzen Herrgott, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von Kalk und Kalkschotter.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Kraft, salinen Tiefgang und den dunklen, mineralischen Charakter ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Riesling mit dunklem Charakter: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, würzige Steinaromen und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen tiefgründig und straff, mit salinem Grip, lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, würzigen Steinaromen und salzig-mineralischer Kalksteinnote – kraftvoll und tiefgründig, mit salinem Grip, lebendiger Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Zellerweg am Schwarzen Herrgott (VDP.Große Lage), Zellertal, Rheinhessen; 170–250 m, ~40 % Neigung; Kalk und Kalkschotter; Grenze Rheinhessen/Pfalz; klassifizierte Fläche 11 ha (seit 2007)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Spanien

CVNE Monopole Clasico Gran Reserva blanco 2015

Die Weinkellerei CVNE (Compañía Vinícola del Norte de España) war die erste Kellerei Spaniens, welche 1915 einen weißen Markenwein registriert hat. Der seinerzeit registrierte Name „Monopole“ hat heutzutage natürlich nur noch historischen Wert. Aber vor über 100 Jahren hatte CVNE mit diesem ersten Marken Weißwein Spaniens tatsächlich ein Monopol inne. Seither ist viel passiert und der Monopole blanco gehört zu den beliebtesten Weißweinen der Rioja und ganz Spaniens. Die Kellerei unterscheidet inzwischen zwischen dem einfachen Monopole, dem Monopole Clasico und den seit dem Jahrgang 2014 erschienenen Monopole Gran Reserva. Und dieser Monopole Gran Reserva blanco gehört vom Start weg zum Besten was man aus der Viura Rebsorte gewinnen kann. 

 

Die Idee hinter diesem Weißwein war es, den klassischen Herstellungsprozess von 1915 wieder in den Fokus der Weinbereitung zu stellen. Die Viura Trauben wachsen für diesen Wein auf der Finca La Plana, welche in der hochgelegenen Gemeinde Villalba liegt. Die sandigen Böden, die auf einer Höhe von über 600 Metern fussen, haben den Vorteil, dass das Wasser hier sehr gut gefiltert wird und die uralten Reben mit ihrem tiefen Wurzelwerk perfekt versorgt werden können. So können sich die Reben auch bei Wasserstress aus den unteren Schichten des Weinberges gut versorgen.

 

Alle Arbeiten im Weinberg und die mehrmalige Lese im Wingert werden ausschließlich manuell durchgeführt. Die Lese erfolgt dabei in den frühen Morgenstunden, damit die perfekt reifen Trauben in kleinen Kisten bei einer gleichbleibenden Temperatur geerntet werden können und somit nicht oxidieren. Um die ganzen Aromen der geernteten Trauben zu erhalten, werden diese noch 24 Stunden in einen Kühlraum aufbewahrt. Nach einer schonenden Pressung des nochmals selektionierten Traubenmaterials wird der Wein in drei gebrauchten 400 Rioja Eichenfässern und zwei Sherry Botas vergoren und reift dann über fünf Jahre in diesen Fässern bis zur Abfüllung weiter.

 

Der Monopole Gran Reserva 2015 überzeugt mit Noten von gerösteten Nüssen, Pilzen, nassem Holz und hat den, für einen Manzanilla Sherry so typischen oxidierten Salzton, der ein wenig an eine frische Meeresgischt erinnert. Komplex, vielschichtig und atemberaubend lang präsentiert sich dieser Wein dann im Geschmack und im ellenlangen Abgang. Wie ein Produkt aus einer anderen Zeit legt sich dieser Viura im Mundraum nieder. Die Tannine sind subtil und präsent, die Säure bringt Transparenz und Klarheit. Jede Menge Erdigkeit und überhaupt keine Primärfrucht ist die Hauptcharakteristik dieses Weißweines. Wenn die Weine 1915 wirklich so gut geschmeckt haben sollten, dann war früher doch einiges besser als heutzutage. Ein ganz großer Stoff, der heute, aber auch den nächsten Generationen noch viel Freude bereiten wird. Gesamtproduktion: 2.264 Flaschen

 

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Schaumweine

Schwedhelm Zellertal rosé brut

Rosésekt · Flaschengärung · Zellertal

Schwedhelm Zellertal Rosé Brut ist der Rosésekt aus der Nordpfalz, in dem die Brüder Stephan und Georg Schwedhelm den kühlen Stil ihres Hauses ins Glas bringen. Aus roten Burgundertrauben der Kalksteinhänge des Zellertals entsteht ein Schaumwein mit heller Beerenfrucht und straffer Säure. Klassische Flaschengärung und Reife auf der Hefe geben ihm Cremigkeit und ein feines Mousseux.


Zellertal

Das Zellertal liegt im äußersten Norden der Pfalz, an der Grenze zu Rheinhessen, und zählt zu den kühlsten Lagen des Anbaugebiets. Die Südhänge fallen bis zu 35 Grad steil ab; darunter liegt der kalkreiche Boden eines Urmeeres, durchsetzt mit fossilen Muscheln. Dieser Muschelkalk prägt die Schwedhelm-Sekte salzig-mineralisch und trägt ihre kühle Säurestruktur.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé entsteht sortenrein aus früh und selektiv von Hand gelesenen roten Trauben der Kalksteinlagen. Nach schonender Pressung folgt die klassische Flaschengärung, anschließend reift der Sekt auf der Hefe, bevor er degorgiert wird. Das Hefelager bringt die cremige Textur und das feine Mousseux.

Im Glas

In der Nase helle Beerenfrucht – Himbeere und Erdbeere – mit einem Hauch Brioche. Am Gaumen ausbalanciert: frische Säure trifft auf eine subtile Cremigkeit, die an leichtes Brioche erinnert. Der Abgang bleibt trocken und klar, ohne Restsüße.

Am Tisch

Als Aperitif zu feierlichen Anlässen oder als Begleiter durchs Menü. Nach dem Degorgieren trinkreif; kühl und dunkel gelagert hält er sich einige Jahre.

Klassische Begleitung: Lachs, Sushi, helles Geflügel. Bei 10–12 °C servieren.


Lage: Zellertal, Pfalz
Klassifikation: Deutscher Sekt
Ausbau: Klassische Flaschengärung, Reife auf der Hefe

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Rebsorten

Metzger Scheurebe trocken -B-

Weißwein · Scheurebe · trocken · Pfalz

Metzger Scheurebe trocken -B- ist ein aromatischer, trockener Scheurebe aus der Pfalz. Reben besten Alters, eine warme Lage mit kalkhaltigem Boden, geringer Ertrag und viel Handarbeit ergeben einen reichhaltigen Duft von Cassis, rosa Grapefruit, Orangenschalen und Pfirsichen. Zum Niederknien.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Eine warme Lage mit kalkhaltigem Boden und Reben besten Alters bilden die Grundlage für diesen ausdrucksstarken Scheurebe.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Scheurebe. Geringer Ertrag und viel Handarbeit sorgen für Konzentration; der Wein wird trocken ausgebaut und stellt die reichhaltige, aromatische Frucht in den Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase ein reichhaltiger Duft von Cassis, rosa Grapefruit, Orangenschalen und Pfirsichen. Am Gaumen trocken, aromatisch und saftig, mit frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: asiatische Küche, Fisch, Geflügel, Salate und würzige Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland); kalkhaltiger Boden, warme Lage
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Scheurebe), trocken
Ausbau: Scheurebe, Altreben, geringer Ertrag, trocken

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