Txakolis, Txako … was?

Reben bellen doch!

Steht eine Zeitenwende bevor? Muss die Weingeschichte umgeschrieben werden? Sind unten und oben nun so stark vermengt, dass nicht einmal mehr der Deibl auf eine Seite setzen mag? Was ist da denn los? Und vor allem: was für verworrene Fragen stellt der Bär da eigentlich?

Nun, die Sache begann im Jahr zwanzig dreizehn: der Bär tapste das erste Mal im Norden von Euskera herum, steckte seine Nase in Stahltanks, um sie meistens ganz schnell wieder herauszuziehen. Grün, bitter, sauer und perlend – ¡brrrrr! Ein paar Weine waren so schlecht nicht, man brauchte aber keine drei Pfoten, um den Abzählreim erfolgreich zu beenden.

Gut, zur Ehrenrettung der Perlgetränke aus Getaria und näherer Umgebung muss man festhalten, dass diese Txakolis gar nicht dafür gemacht sind, mit Wein in ernste Konkurrenz zu treten. Die aus Bizkaia und Araba indes schon, und genau da lag (und liegt) das Problem. Denn die meisten sind auch heute noch schlicht und ergreifend belanglos. Bitter und spratzelnd auch.

Und dann war da dieser Mittwoch, ein sonniger Herbsttag, der Bär trottete gen O Grove, um bei Culler de Pau, noch immer das beste Restaurant in Galiza, mal wieder ein paar Spezialitäten zu mampfen. Und diesen Wein aus Araba sich einzuverleiben, den Roberto Olivan gemacht hat. Es geht also doch! Man kann aus diesen Sorten, kleine und große Courbu und Manseng und noch ein paar mehr, also doch richtig gute Weine machen. Die Nase des Bären war infiziert, kurz darauf war der ganze Bär befallen. Und, lerne: einen angestachelten Bären in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Das erste, was der Bär lernte, war, dass man mit Gros Courbu, Einheimbasken nennen die Sorte Hondarrabi Zuri, zwar nette Weine keltern kann, Doniene Gorrondona ist da ein gutes Beispiel, aber so richtig springt der Funke nicht über. Gut, wir wissen auch nicht, wie lange die Leute in Bourgogne gebraucht haben, um ordentlichen Chardonnay zu keltern. Dann warf der Bär einen Blick auf die Landkarte und sah, dass das mit der Küste und den Courbus und den Mansengs wohl keine gute Idee ist. Und das liegt wohl nicht nur am Klima, auch das Geläuf könnte eine Ursache sein. Wobei: da gibt es verschiedene Typen und von jedem kenne ich simple Weine. Ganz so einfach ist es also nicht. Außerdem würde im Umkehrschluss die Entfernung von der Küste eine Steigerung der Qualität suggerieren. Wer das glaubt, möge mal ganz vorsichtig die Getränke von Artomaña probieren. Auch nicht.

Aber irgendwie ist das mit dem Binnenland schon nicht unwichtig. Goianea, in Lezama (Araba) beheimatet, keltert ordentliche Weine (da hat früher Roberto die Maische gerührt), einer der drei Socios, der Pfarrer aus Delika, ist abgesprungen und macht jetzt einen eigenen Wein, durchaus auch für weltliche Zwecke geeignet. Und Iker, der Weinbauer und Schafhirte in Baserri Ulibarri, bringt immer extrem gute Weine auf den Tisch, wenn die klimatischen Gegebenheiten mal eben nicht extrem sind. Das kommt selten vor, dann aber machen seine Weine richtig Spaß.

Und dann kam Oscar, ähhh, Oxer. Er besitzt einen Weinberg in Kortezubi, ein Dorf, ziemlich nahe am Meer gelegen, wo er neben Gros Courbu auch Petit Courbu und Manseng stehen hat; die Erträge sind gering, die Qualität ist ziemlich gut. Allerdings ist dies, also Oxer Wines, die einzige Bodega im Norden von Euskera, die küstennah etwas stehen hat, was weiß ist und eben nicht Gros Courbu heißt. Wir wissen also nicht, was passieren würde, wenn Doniene Gorrondona plötzlich andere Rebsorten pflanzen würde.

Der Marko Gure Arbasoak wurde schnell zum Referenzwein, den aber kaum jemand erreichen konnte, weil die dazu nötigen Rebsorten halt kaum aufzutreiben sind. Außer in Bizkai barne. Und nun beginnt sich das Karrrussselll zu drrrehen.

Bizkai barne befindet sich in Orozko, oberhalb der Einzweckhalle sind vier Hektar mit Hondarrabi Dingens bestockt, die Qualität reicht aus, um einen ordentlichen Wein zu keltern. Mehr nicht. Bizkai barne gehörte drei Eigentümern, einer der drei starb, die Bodega stand lange Zeit vor dem Verkauf. Die beiden verbliebenen Eigentümer, Guillermo und Alfredo, sind auch Weinbauern, Alfredo ist aus Balmaseda, wo er vier Hektar Rebland kultiviert, die ein paar Zeilen weiter unten noch eine Rolle spielen werden; fast alles ökologisch, teilweise bio-dynamisch. Alle Top-Weine von Bizkai barne, will sagen der Egia Enea und der Lexardi werden aus Trauben gekeltert, die in Balmaseda eingesammelt werden. Aber erst noch einmal zurück zu Oxer Bastegieta. Da er keine eigene Bodega hat, keltert Oxer seine Weine in Bizkai barne. Zu dem Gure Arbasoak gesellte sich der Marko Skin. Da wird nicht etwa die Haut des Marko zum Markte getragen, Oxer maischt den Most einfach ein paar Zeiteinheiten auf den Schalen. Und dann kam da noch der Marko „velo“, ein Underflortxacko, t’schuldigung: Marko Loretxoa, will sagen ein Wein mit eine dicken Hefeschicht oben drauf, so wie ein Manzanilla aus Sanlúcar de Bärameda. Also all das, was man halt in einer hippen Bodega heutzutage so macht. Der Unterschied zu vielen anderen: Oxer Bastegieta versteht sein Handwerk.

Und dann lösten sie das Eigentümerproblem in Orozko. Oxer brachte seinen Inlandsdealer mit (es gibt ja auch noch die Rioja-Weine des Herrn Bastegieta), Alfredo und Guillermo brachten Imanoel Garay mit. Jeder legte zwanzig Prozent auf den Tisch, und die Sache war geklärt. Alles konnte seinen Gang gehen, und alles ging einen Gang, auch wenn der so gar nicht vorgesehen war.

Denn, klar, für Oxer gab und gibt es neben Bizkai barne vor allem seine Weine, Marko und die Spezial-Markos. Somit hatte er die Möglichkeit, in der Bizkai barne Einzweckhalle auch seine Markos zu keltern. Nur: Wat den eenen sin Uhl,… 

Und so begann das Karussell mit dem Drehen, denn auch Imanoel keltert einen Spezialwein, der qualitativ noch einen Ticken über dem liegt, was Oxer so macht. Preislich auch, aber in der Liga ist das auch schon fast egal. Guillermo verfügt über gut drei Hektar Rebland in Arrankudiaga, dort stehen neben Gros C. vor allem Petit C. und Petit M. sowie etwas Riesling. Die Trauben landen in dem Otxanduri, der dort nicht benötigte Teil im Adore. Nur: diese Trauben sind zu weit besseren Weinen geeignet. Aktuell, man betone dieses Wort bitte scharf und deutlich, gibt es noch keinen Guillermo-Spezialwein.

Der Imwaldweinberg in Arrankudiaga.

Und dann ist da Alfredo mit seinen vier Hektar Rebland in Balmaseda. Balmaseda ist eine Art Kurort im Süden von Bilbo, hinter den Bergen, aber schon ein paar Meter von Orozko entfernt. Dort sind die geologischen und klimatologischen Gegebenheiten ganz anders als an anderen Stellen von Bizkaia (von ganz Euskadi reden wir gar nicht erst). Lange Zeit landeten alle Trauben in den beiden Top-Weinen von Bizkai barne, Egia Enea und Lexardi, das jedoch wissen wir bereits.

Alfredo Egia debattiert mit Petit Courbu, auf Euskera, der Bär versteht nicht einmal Bahnhof.

Dann begann Imanoel mit dem Hegan Egin, damals vielleicht der spannendste Wein aus Bizkaia. Die Trauben für diesen Wein, je fünfzig Prozent Petit Courbu und Petit Manseng, stammen aus Balmaseda, aus den Weinbergen von Alfredo Egia. Diesen Wein wird es auch weiterhin geben. Dies gilt, zumindest für die aktuelle Version, nicht für den Lexardi, der in Bizkai barne zumindest temporär verschwinden wird. Dafür nutzt Alfredo diese Trauben nun für einen neuen Wein: Rebel Rebel. All but Hondarrabi Zuri; spontan vergoren, nicht entrappt, ohne Zugabe von Schwefel, ausgebaut in gereifte Barricas und in ergrauten Amphoren, etwas ganz anderes als all das, was man aus dieser Ecke kennt. Der Einstiegswein in die Balmaseda-Welt ist der Egia Enea, ein komplexer Weißwein, einhundert Prozent Petit Courbu, wahrscheinlich der einzige sortenreine Petit Courbu aus Euskadi. Man sollte diese Rebsorte nicht unterschätzen. Gut, in Balmaseda steht auch ein klein wenig Gros Hondarrabi. Die Trauben landen, wie nicht anders zu erwarten, im Adore.

Für alle, die sich für dieses Thema interessieren, aber jetzt komplett verwirrt sind, fassen wir kurz zusammen:

Bizkai barne: eine Rotweinbodega?

Bikzai barne keltert aus Trauben der Bodega eigentlich nur den Mendiolagen, ein Wein, der aus gutem Grund nur in Euskadi verkauft wird. Der Adore, ein etwas gehobener Gros Courbu, wird aus Trauben gekeltert, die von den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden, insbesondere von Guillermo und Alfredo.

Oxer keltert Marko, Marko Gure Arbasoak, Marko Late Harvest, Marko skin und Marko Loretxoa.

Imanoel keltert den Hegan Egin mit Trauben von Alfredo.

Guilleromo liefert die Trauben für den Otxanduri, verfügt aber zudem noch über eine Parzelle, mit der man einen Spezialwein machen kann.

Alfredo keltert den Rebel Rebel, aber auch der Egia Enea von Bizkai barne ist letztendlich sein Wein.

Und das alles in einer Bodega. Von wegen Einzweckhalle!!!

Und alles wird anders, im Süden von Bizkaia. Reb bell (isch), ¿wa? Text: el oso alemán

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Feinkost

Crêperolles Mini-Crêpe gefüllt mit Käsepulver & Walnussgeschmack

Feinkost · Aperitif-Gebäck · Frankreich

Gavottes Crêperolles Käse-Walnuss sind kleine, knusprig gefüllte Mini-Crêpes aus Frankreich – ein herzhaftes Aperitif-Gebäck mit hauchdünner, blättriger Hülle und cremiger Füllung aus Käsepulver, verfeinert mit Walnussgeschmack.


Herkunft

Die Crêperolles stammen von Gavottes, einer französischen Gebäckmarke aus der Bretagne. Sie gehört zur Traditionsbäckerei Traou Mad de Pont-Aven (gegründet 1920), heute Teil von Loc Maria Biscuits. Die kleinen Amuse-Bouches gibt es seit rund 60 Jahren.

Zutaten und Herstellung

Eine hauchdünne, blättrige Crêpe wird mit einer cremigen Käsefüllung gerollt. Die Füllung basiert auf Jura-Bergkäse und ist mit natürlichem Walnussaroma verfeinert. So entsteht ein knuspriges Gebäck mit herzhaftem Kern.

Geschmack

Außen knusprig und blättrig, innen cremig. Würziger Käsegeschmack vom Jura-Bergkäse, abgerundet von einer nussigen Walnussnote. Ein herzhafter, salziger Snack.

Zum Genießen

Der ideale Begleiter zum Apéro – zu Wein, Sekt, Bier, Wermut oder Gin Tonic. Eine raffinierte Alternative zu Chips, auch als Topping für Salate oder Suppen.

Passt zu: Wein, Sekt, Bier und als Aperitif-Snack.


Hersteller: Gavottes (Loc Maria / Traou Mad, Bretagne)
Produkt: gefülltes Aperitif-Gebäck (Mini-Crêpes)
Sorte: Käse-Walnuss (Crêperolles)
Herkunft: Frankreich (Bretagne)
Verarbeitung: hauchdünne Crêpe, gefüllt mit Käsecreme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 13.10.2026

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Frankreich

Charles Dufour Vin de Comptoir Coteaux Champenois blanc L21

Weißwein · Coteaux Champenois · Naturwein · Champagne

Charles Dufour Coteaux Champenois Blanc L21 ist ein stiller Weißwein aus der Champagne und Teil von Charles Dufours Herzensprojekt „Bulles de Comptoir". Er besteht zu rund drei Vierteln aus Pinot Noir, ergänzt um Chardonnay und Pinot Blanc. Naturnah und ohne Schwefel bei der Abfüllung gemacht, ist er ein eigenständiger, verspielter Wein. Charles Dufour gilt als Kult.


Coteaux Champenois

Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Charles Dufour ist ein für seine naturnahen, eigenständigen Weine bekannter Winzer der Region. Die Trauben spiegeln das kühle Klima und die kalkgeprägten Böden der Champagne wider.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht zu rund drei Vierteln aus Pinot Noir, ergänzt um Chardonnay und Pinot Blanc. Der Wein reift über ein Jahr in gebrauchten Holzfässern und wird ohne Schwefelzugabe abgefüllt – naturnah und ohne klassische Schönung.

Im Glas

In der Nase zunächst wild und würzig, mit frischem Weißbrot, unreifem Kernobst und Limette; der Wein braucht Luft und wird mit jedem Schwenk harmonischer. Am Gaumen geradlinig und salzig-mineralisch, mit exemplarischer Frische und präziser Länge. Hinter der vordergründigen Leichtigkeit steckt viel innere Kraft.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren und dem Wein Luft geben – idealerweise dekantieren. Er entwickelt sich im Glas spürbar.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Champagne (Coteaux Champenois)
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc
Ausbau: über 1 Jahr gebrauchtes Holzfass, ohne Schwefel bei der Füllung

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Spanien

La Mula de la Quietud 2020

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Einzellage · Spanien

Quinta de la Quietud La Mula ist die erste Einzellage des Weinguts, die separat geerntet und vinifiziert wird. Der Name geht auf den Parzellenbesitzer zurück, der jedes Jahr mit seinem Esel („la Mula") zur Lese erscheint. Aus über 80 Jahre alten Reben auf kalkreichem Boden – eine Toro-Rotweinrakete von großer Zukunftsperspektive.


Toro

Toro im Nordwesten Spaniens ist für kräftige Rotweine aus Tinta de Toro bekannt. Die Einzellage La Mula weist – anders als die sonst eher sandig-tonigen Lehmböden der Region – einen höheren Kalkanteil auf; die Reben sind mindestens 80 Jahre alt. Diese Lage fiel schon immer durch ihre mineralischen Noten auf.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tinta de Toro (Tempranillo) aus alten Reben. Erstmals wird diese Lage gesondert in besten französischen Eichenfässern ausgebaut, was ihre Mineralität und Tiefe unterstreicht.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot von enormer Viskosität – das Glycerin läuft langsam an den Glaswänden herab. Nach vielen Stunden Luft eine verschwenderische Mundfülle, hintergründige Kraft und eine außergewöhnliche Mineralität. Die Aromenvielfalt ist beeindruckend; ursprünglich und ehrlich, mit großer Reifeperspektive.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: La Mula (Einzellage), Toro, Castilla y León (Spanien); kalkreich, Altreben
Klassifikation: Toro DO – Rotwein (Einzellage)
Ausbau: Tinta de Toro, französisches Eichenfass

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Weine

Kühling-Gillot Ölberg Riesling Großes Gewächs 2022 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Ölberg VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) reine Südlage BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Niersteiner Ölberg Riesling GG 2022 stammt aus der südlichsten Lage des Guts am Roten Hang. Ein kraftvoller, zugänglicher Riesling mit großzügig ausladendem Charakter vom roten Tonschiefer.


Niersteiner Ölberg – reine Südlage am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Ölberg ist eine VDP.Große Lage auf 80 bis 170 Metern, mit einer Neigung von 65 bis 120 % und einer klassifizierten Fläche von 11,32 Hektar.

Der Ölberg ist die südlichste Lage des Guts am Roten Hang und bietet eine reine Südausrichtung mit unverstelltem Blick auf den Rhein. Der Boden ist von rotem Tonschiefer geprägt, der dem Wein seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Nach dem Kauf musste die völlig verwilderte Fläche mühsam rekultiviert werden, um die 1990 gepflanzten Reben wieder zum Leben zu erwecken; die tief verwurzelten Rebstöcke kommen trotz der warmen Exposition ohne Bewässerung aus. Im Winter wird der Boden mit Stroh abgedeckt, im Sommer werden begrünende Einsaaten vorgenommen.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die reine Südlage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während die tief verwurzelten Reben Frische und Struktur bewahrten – Kraft und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Ölberg, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Kraft, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, großzügiger Riesling: reife gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen breit und zugänglich, mit viel Druck, saftiger Frucht, markanter Würze und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – kraftvoll und großzügig, druckvoll und saftig, mit langem, würzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Ölberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; reine Südlage, 80–170 m, 65–120 % Neigung; roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 11,32 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Martin Fontaine Brut Nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Ruppert-Leroy Martin Fontaine Brut Nature ist ein Einzellagen-Champagner aus 100 % Chardonnay aus Essoyes an der Côte des Bar. Bénédicte Ruppert und Emmanuel Leroy stehen für einen eigenständigen, handwerklichen Weg, fernab des standardisierten Champagnerstils. Ohne Dosage abgefüllt, zeigt er Präzision, Spannung und Tiefe. Im Glas klar, salzig und mineralisch.


Essoyes (Côte des Bar)

Ruppert-Leroy bewirtschaftet rund vier Hektar in Essoyes an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, auf kalk- und mergelhaltigen Böden. Die Arbeit erfolgt konsequent biologisch und biodynamisch, mit intensiver Handarbeit, um die natürliche Bodenaktivität und gesunde Reben zu fördern, die ihr Terroir unverfälscht widerspiegeln.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Die Moste vergären spontan mit natürlichen Hefen, der Ausbau erfolgt überwiegend im Holz, gefolgt von langem Hefelager. Auf Schönung, Filtration und Dosage wird verzichtet; Schwefel kommt, wenn überhaupt, nur in minimalen Mengen zum Einsatz.

Im Glas

Helles Gold mit natürlicher, feiner Perlage. Die Aromatik zeigt eine klare, salzige Mineralität und eine kühle, feine Frucht. Am Gaumen stehen Struktur, Textur und Länge im Vordergrund – präzise, spannungsgeladen und tief statt vordergründig opulent. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Martin Fontaine, Essoyes, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Mergel
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, Spontangärung, überwiegend Holz, langes Hefelager, ohne Dosage

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Schaumweine

Schwedhelm Zellertal Pinot brut

Sekt · Flaschengärung · Zellertal

Schwedhelm Zellertal Pinot Brut zählt zu den ambitionierten Winzersekten aus der Nordpfalz. Das Weingut Schwedhelm in Zell keltert ihn nach dem Vorbild der Champagne: früh gelesen, schonend gepresst, in der Flasche vergoren. Das Ergebnis ist ein Schaumwein mit klarer Kalksteinprägung und kühler Statur, der ohne Dosage auskommt.


Zellertal

Das Zellertal liegt im äußersten Norden der Pfalz, an der Grenze zu Rheinhessen, und gehört zu den kühleren Lagen der Region. Kalkmergel und Kalkstein prägen die Böden und geben dem Sekt seine mineralische, salzige Kontur. Kühle Nächte erhalten die Säurestruktur, die ein Schaumwein dieser Machart braucht.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Spätburgunder mit einem kleinen Anteil Weißburgunder. Die Trauben wurden früh gelesen, gemeinsam schonend gepresst und nach der klassischen Flaschengärung zwei Jahre auf der Hefe gelagert. Degorgiert wurde ohne Dosage, sodass keine Restsüße den Charakter überdeckt.

Im Glas

In der Nase Kalkstein und nasser Stein, dazu Walderdbeere, etwas Heidelbeere und ein Hauch Zitruszeste. Am Gaumen frisch und präzise: grüner Apfel, Limette und dezente Spätburgunder-Frucht, getragen von einer feinen Brioche-Note aus dem Hefelager. Der Abgang ist herb-trocken und zupackend, ohne Restsüße.

Am Tisch

Als Aperitif solo oder zu hellem Geflügel, kräftigem Fisch und gebackenem Ziegenkäse. Nach dem Degorgieren trinkreif, hält sich kühl und dunkel gelagert noch einige Jahre.

Klassische Begleitung: Austern, Sashimi, frittierte Vorspeisen. Kühl bei 10–12 °C servieren.


Lage: Zellertal, Pfalz
Klassifikation: Deutscher Sekt, traditionelle Flaschengärung
Ausbau: 2 Jahre Hefelager, ohne Dosage degorgiert

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Weine

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2022

Weißwein · Roxheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Roxheim · Nahe roter Sandstein (Rotliegendes) · Fels älteste Reben trocken · 2022

Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2022 stammt aus dem besten Stück der Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein herrlicher trockener Riesling mit großer geschmacklicher Tiefe und dem ausgeprägten, feinwürzigen Aroma des Höllenpfades.


Höllenpfad im Mühlenberg – das beste Stück des Weinbergs

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach.

Im mittleren Teil der Ersten Lage Höllenpfad liegt das beste Stück des Weinbergs mit den ältesten Reben. Aufgrund der außerordentlichen Qualität wurden diese Gewanne unter dem historischen Namen „Höllenpfad im Mühlenberg" gesetzlich eingetragen und vom VDP als Große Lage klassifiziert. Der Boden aus rotem Sandstein des Rotliegenden mit viel purem Fels ist ein hervorragendes Rieslingterroir. Erstmals mit dem Jahrgang 2017 wurden die hochreifen Rieslinge dieser Parzelle einzeln geerntet und als Großes Gewächs ausgebaut.

Jahrgang 2022 – Nahe

2022 war an der Nahe ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während die kargen Felspartien für Frische, feine Würze und Spannung sorgten.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.

Nach selektiver Handlese der hochreifen Trauben wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.

Im Glas

Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: reife gelbe Frucht und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Pfeffer und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen konzentriert und zugleich elegant, mit salzigem Grip, lebendiger Säure, feiner Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und Aprikose über Zitrus, weißem Pfeffer und warmer, steiniger Mineralität – konzentriert und elegant, mit salzigem Grip, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Höllenpfad im Mühlenberg (VDP.Große Lage), Roxheim, Nahe; steile Südlage; roter Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels; älteste Reben des Guts
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, schonende Verarbeitung, Reife teils im Edelstahltank, teils im großen Holzfass

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Rebsorten

Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021

Rotwein · Bonnes Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes Mares Grand Cru (Frankreich) 2021 13,50 % vol

Der Robert Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021 stammt von alten Reben aus einer der großen Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits – im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders feiner, mineralischer und präziser Pinot Noir.


Bonnes Mares – die Lage

Bonnes Mares ist ein Grand Cru der Côte de Nuits, der größtenteils in Chambolle-Musigny und mit einem kleineren Teil in Morey-Saint-Denis liegt. Die rund 15 Hektar bringen ausschließlich Pinot Noirs hervor, die schwerer und robuster sind als die aus Musigny und über viele Jahre reifen.

Die Lage ist stark fragmentiert und von sichtbaren Bodenunterschieden geprägt: tiefere, reichere Böden am Morey-Ende für strengere, gehaltvollere Weine, feinere, kalkreichere Böden am Chambolle-Ende für seidigere Stilistik. Groffier bewirtschaftet rund einen Hektar, überwiegend auf den eisenreichen terres rouges.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, 13,50 % vol.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in 40 % neuem Holz (Tronçais). Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine luftig-breite, sehr einladende Aromatik. Am Gaumen beeindruckt der Wein durch Größe und Maßstab, gerahmt von einer feinen, kreidigen, äußerst feinkörnigen Tanninstruktur. Der Nachhall bewegt sich wellenförmig auf und ab und trägt sich selbst – die Ganztrauben-Würze klar, aber von großer Klarheit.

Feinkörnig, kreidig und von großem Maßstab – ein präziser Bonnes Mares aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente, Rind, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Bonnes Mares Grand Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); eisenreiche terres rouges, alte Reben, ca. 1 ha
Klassifikation: Bonnes Mares Grand Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; 40 % Neuholz (Tronçais);

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