Txakolis, Txako … was?

Reben bellen doch!

Steht eine Zeitenwende bevor? Muss die Weingeschichte umgeschrieben werden? Sind unten und oben nun so stark vermengt, dass nicht einmal mehr der Deibl auf eine Seite setzen mag? Was ist da denn los? Und vor allem: was für verworrene Fragen stellt der Bär da eigentlich?

Nun, die Sache begann im Jahr zwanzig dreizehn: der Bär tapste das erste Mal im Norden von Euskera herum, steckte seine Nase in Stahltanks, um sie meistens ganz schnell wieder herauszuziehen. Grün, bitter, sauer und perlend – ¡brrrrr! Ein paar Weine waren so schlecht nicht, man brauchte aber keine drei Pfoten, um den Abzählreim erfolgreich zu beenden.

Gut, zur Ehrenrettung der Perlgetränke aus Getaria und näherer Umgebung muss man festhalten, dass diese Txakolis gar nicht dafür gemacht sind, mit Wein in ernste Konkurrenz zu treten. Die aus Bizkaia und Araba indes schon, und genau da lag (und liegt) das Problem. Denn die meisten sind auch heute noch schlicht und ergreifend belanglos. Bitter und spratzelnd auch.

Und dann war da dieser Mittwoch, ein sonniger Herbsttag, der Bär trottete gen O Grove, um bei Culler de Pau, noch immer das beste Restaurant in Galiza, mal wieder ein paar Spezialitäten zu mampfen. Und diesen Wein aus Araba sich einzuverleiben, den Roberto Olivan gemacht hat. Es geht also doch! Man kann aus diesen Sorten, kleine und große Courbu und Manseng und noch ein paar mehr, also doch richtig gute Weine machen. Die Nase des Bären war infiziert, kurz darauf war der ganze Bär befallen. Und, lerne: einen angestachelten Bären in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Das erste, was der Bär lernte, war, dass man mit Gros Courbu, Einheimbasken nennen die Sorte Hondarrabi Zuri, zwar nette Weine keltern kann, Doniene Gorrondona ist da ein gutes Beispiel, aber so richtig springt der Funke nicht über. Gut, wir wissen auch nicht, wie lange die Leute in Bourgogne gebraucht haben, um ordentlichen Chardonnay zu keltern. Dann warf der Bär einen Blick auf die Landkarte und sah, dass das mit der Küste und den Courbus und den Mansengs wohl keine gute Idee ist. Und das liegt wohl nicht nur am Klima, auch das Geläuf könnte eine Ursache sein. Wobei: da gibt es verschiedene Typen und von jedem kenne ich simple Weine. Ganz so einfach ist es also nicht. Außerdem würde im Umkehrschluss die Entfernung von der Küste eine Steigerung der Qualität suggerieren. Wer das glaubt, möge mal ganz vorsichtig die Getränke von Artomaña probieren. Auch nicht.

Aber irgendwie ist das mit dem Binnenland schon nicht unwichtig. Goianea, in Lezama (Araba) beheimatet, keltert ordentliche Weine (da hat früher Roberto die Maische gerührt), einer der drei Socios, der Pfarrer aus Delika, ist abgesprungen und macht jetzt einen eigenen Wein, durchaus auch für weltliche Zwecke geeignet. Und Iker, der Weinbauer und Schafhirte in Baserri Ulibarri, bringt immer extrem gute Weine auf den Tisch, wenn die klimatischen Gegebenheiten mal eben nicht extrem sind. Das kommt selten vor, dann aber machen seine Weine richtig Spaß.

Und dann kam Oscar, ähhh, Oxer. Er besitzt einen Weinberg in Kortezubi, ein Dorf, ziemlich nahe am Meer gelegen, wo er neben Gros Courbu auch Petit Courbu und Manseng stehen hat; die Erträge sind gering, die Qualität ist ziemlich gut. Allerdings ist dies, also Oxer Wines, die einzige Bodega im Norden von Euskera, die küstennah etwas stehen hat, was weiß ist und eben nicht Gros Courbu heißt. Wir wissen also nicht, was passieren würde, wenn Doniene Gorrondona plötzlich andere Rebsorten pflanzen würde.

Der Marko Gure Arbasoak wurde schnell zum Referenzwein, den aber kaum jemand erreichen konnte, weil die dazu nötigen Rebsorten halt kaum aufzutreiben sind. Außer in Bizkai barne. Und nun beginnt sich das Karrrussselll zu drrrehen.

Bizkai barne befindet sich in Orozko, oberhalb der Einzweckhalle sind vier Hektar mit Hondarrabi Dingens bestockt, die Qualität reicht aus, um einen ordentlichen Wein zu keltern. Mehr nicht. Bizkai barne gehörte drei Eigentümern, einer der drei starb, die Bodega stand lange Zeit vor dem Verkauf. Die beiden verbliebenen Eigentümer, Guillermo und Alfredo, sind auch Weinbauern, Alfredo ist aus Balmaseda, wo er vier Hektar Rebland kultiviert, die ein paar Zeilen weiter unten noch eine Rolle spielen werden; fast alles ökologisch, teilweise bio-dynamisch. Alle Top-Weine von Bizkai barne, will sagen der Egia Enea und der Lexardi werden aus Trauben gekeltert, die in Balmaseda eingesammelt werden. Aber erst noch einmal zurück zu Oxer Bastegieta. Da er keine eigene Bodega hat, keltert Oxer seine Weine in Bizkai barne. Zu dem Gure Arbasoak gesellte sich der Marko Skin. Da wird nicht etwa die Haut des Marko zum Markte getragen, Oxer maischt den Most einfach ein paar Zeiteinheiten auf den Schalen. Und dann kam da noch der Marko „velo“, ein Underflortxacko, t’schuldigung: Marko Loretxoa, will sagen ein Wein mit eine dicken Hefeschicht oben drauf, so wie ein Manzanilla aus Sanlúcar de Bärameda. Also all das, was man halt in einer hippen Bodega heutzutage so macht. Der Unterschied zu vielen anderen: Oxer Bastegieta versteht sein Handwerk.

Und dann lösten sie das Eigentümerproblem in Orozko. Oxer brachte seinen Inlandsdealer mit (es gibt ja auch noch die Rioja-Weine des Herrn Bastegieta), Alfredo und Guillermo brachten Imanoel Garay mit. Jeder legte zwanzig Prozent auf den Tisch, und die Sache war geklärt. Alles konnte seinen Gang gehen, und alles ging einen Gang, auch wenn der so gar nicht vorgesehen war.

Denn, klar, für Oxer gab und gibt es neben Bizkai barne vor allem seine Weine, Marko und die Spezial-Markos. Somit hatte er die Möglichkeit, in der Bizkai barne Einzweckhalle auch seine Markos zu keltern. Nur: Wat den eenen sin Uhl,… 

Und so begann das Karussell mit dem Drehen, denn auch Imanoel keltert einen Spezialwein, der qualitativ noch einen Ticken über dem liegt, was Oxer so macht. Preislich auch, aber in der Liga ist das auch schon fast egal. Guillermo verfügt über gut drei Hektar Rebland in Arrankudiaga, dort stehen neben Gros C. vor allem Petit C. und Petit M. sowie etwas Riesling. Die Trauben landen in dem Otxanduri, der dort nicht benötigte Teil im Adore. Nur: diese Trauben sind zu weit besseren Weinen geeignet. Aktuell, man betone dieses Wort bitte scharf und deutlich, gibt es noch keinen Guillermo-Spezialwein.

Der Imwaldweinberg in Arrankudiaga.

Und dann ist da Alfredo mit seinen vier Hektar Rebland in Balmaseda. Balmaseda ist eine Art Kurort im Süden von Bilbo, hinter den Bergen, aber schon ein paar Meter von Orozko entfernt. Dort sind die geologischen und klimatologischen Gegebenheiten ganz anders als an anderen Stellen von Bizkaia (von ganz Euskadi reden wir gar nicht erst). Lange Zeit landeten alle Trauben in den beiden Top-Weinen von Bizkai barne, Egia Enea und Lexardi, das jedoch wissen wir bereits.

Alfredo Egia debattiert mit Petit Courbu, auf Euskera, der Bär versteht nicht einmal Bahnhof.

Dann begann Imanoel mit dem Hegan Egin, damals vielleicht der spannendste Wein aus Bizkaia. Die Trauben für diesen Wein, je fünfzig Prozent Petit Courbu und Petit Manseng, stammen aus Balmaseda, aus den Weinbergen von Alfredo Egia. Diesen Wein wird es auch weiterhin geben. Dies gilt, zumindest für die aktuelle Version, nicht für den Lexardi, der in Bizkai barne zumindest temporär verschwinden wird. Dafür nutzt Alfredo diese Trauben nun für einen neuen Wein: Rebel Rebel. All but Hondarrabi Zuri; spontan vergoren, nicht entrappt, ohne Zugabe von Schwefel, ausgebaut in gereifte Barricas und in ergrauten Amphoren, etwas ganz anderes als all das, was man aus dieser Ecke kennt. Der Einstiegswein in die Balmaseda-Welt ist der Egia Enea, ein komplexer Weißwein, einhundert Prozent Petit Courbu, wahrscheinlich der einzige sortenreine Petit Courbu aus Euskadi. Man sollte diese Rebsorte nicht unterschätzen. Gut, in Balmaseda steht auch ein klein wenig Gros Hondarrabi. Die Trauben landen, wie nicht anders zu erwarten, im Adore.

Für alle, die sich für dieses Thema interessieren, aber jetzt komplett verwirrt sind, fassen wir kurz zusammen:

Bizkai barne: eine Rotweinbodega?

Bikzai barne keltert aus Trauben der Bodega eigentlich nur den Mendiolagen, ein Wein, der aus gutem Grund nur in Euskadi verkauft wird. Der Adore, ein etwas gehobener Gros Courbu, wird aus Trauben gekeltert, die von den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden, insbesondere von Guillermo und Alfredo.

Oxer keltert Marko, Marko Gure Arbasoak, Marko Late Harvest, Marko skin und Marko Loretxoa.

Imanoel keltert den Hegan Egin mit Trauben von Alfredo.

Guilleromo liefert die Trauben für den Otxanduri, verfügt aber zudem noch über eine Parzelle, mit der man einen Spezialwein machen kann.

Alfredo keltert den Rebel Rebel, aber auch der Egia Enea von Bizkai barne ist letztendlich sein Wein.

Und das alles in einer Bodega. Von wegen Einzweckhalle!!!

Und alles wird anders, im Süden von Bizkaia. Reb bell (isch), ¿wa? Text: el oso alemán

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Whisky

Octomore Edition 07.2_208 Travel Retail Exclusive

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 07.2_208 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery und eine Travel-Retail-Exklusivabfüllung. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Diese Edition verbindet Reifung in American Oak mit Fässern, die zuvor Syrah aus dem nördlichen Rhônetal enthielten. Mit 208 ppm und überraschender Eleganz – die „unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Verwendet wird schottische Gerste; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 208 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak und in ehemaligen Syrah-Fässern aus dem nördlichen Rhônetal. Diese „Cask Evolution" bringt zusätzliche rote Frucht ein. Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase Goldsirup, Rauch und rote Beeren, dazu pochierte Birne, Pfirsich, Aprikose und florale Noten. Am Gaumen verbinden sich süße Frucht und kräftiger Rauch zu einer seidigen Textur, mit Kirsche, Brombeere und Karamell. Der Abgang ist sehr lang, rauchig und durch die Syrah-Fässer leicht tanninbetont.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; einige Tropfen Wasser bringen die roten Fruchtnoten hervor. Ein Whisky für Liebhaber rauchiger Islay-Malts mit Wein-Twist.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 208 ppm (Travel Retail)
Reifung: 5 Jahre in American Oak und Syrah-Fässern

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USA

Cayuse Camaspelo 2017

Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Camaspelo 2017 ist die seltene Bordeaux-Cuvée des Kultweinguts Cayuse aus dem Walla Walla Valley. Der Jahrgang 2017 zeigt sich duftig und ätherisch: rote und schwarze Johannisbeere, Röstgewürze und blumige Noten über seidigen Tanninen – eine Cuvée von großer Balance und Eleganz.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater“ im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, erkannte in diesen Steinböden ein Terroir wie in den großen französischen Appellationen. Er bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.

Assemblage und Ausbau

Camaspelo ist eine Cuvée im Bordeaux-Stil aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot vom Jahrgang 2017. Der Wein reift im Barrique aus französischer Eiche, das ihm Struktur und feine Würze gibt, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot mit violettem Rand. In der Nase rote und schwarze Johannisbeere, Himbeere und Brombeere, dazu Röstgewürze, Holzrauch, weißer Pfeffer, getrocknete Blüten und ein Hauch grüner Tabak. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, konzentriert und zugleich leichtfüßig, mit harmonischer Säure, feiner Salzigkeit und seidigen Tanninen. Sehr langer, duftiger Nachhall.

Am Tisch

Jetzt mit Genuss zu trinken und weiter lagerfähig. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Bordeaux-Cuvée
Jahrgang: 2017
Ausbau: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot; Barrique (französische Eiche)

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Schaumweine

Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut ist reiner Meunier aus Vrigny auf der Petite Montagne. Francis Egly behandelt die Sorte, die viele nur als Nebendarsteller kennen, so ernst wie seinen Grand-Cru-Pinot – mit Reben, die 1970 gepflanzt wurden.

Im Glas

Birne, Roggenbrot und Kirsche in der Nase, kräftig und fruchtig, aber nie schwer. Am Gaumen saftig und fleischig, mit einer Säure, die alles zusammenhält. Ein klarer, langer Nachhall. Er ist der einzige Egly ganz ohne Holz, deshalb steht die Frucht so weit vorn.

Mach was draus

Brathähnchen mit Thymian, Kalbsbries, Perlhuhn oder ein reifer Ziegenkäse. Auch zu einer deftigen Brotzeit am Sonntag macht er Freude. Wenn du ihn jetzt öffnest, dekantier ihn oder lass ihn eine Stunde im Glas. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich der Beweis, dass Meunier Größe haben kann. Gib ihm Luft, dann wird er von Minute zu Minute besser.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist Meunier? Eine der drei klassischen Champagner-Rebsorten neben Pinot Noir und Chardonnay. Sie bringt saftige, würzige Frucht.

Sollte ich ihn lagern? Mit ein bis zwei Jahren Kellerruhe wird er offener und vielschichtiger. Wer nicht warten will, dekantiert ihn.

100 % Meunier · Vrigny Premier Cru, Petite Montagne de Reims · vier Parzellen, Kreide · Reben von 1970 · Basisjahrgang mit 50 % Reserve aus zwei Jahrgängen · Edelstahltank, kein Holz · unfiltriert · langes Hefelager · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Weine

Finca Milena Roble Tempranillo Shiraz Merlot BIO

Rotwein · Bio-Cuvée · Castilla-La Mancha · Spanien

Finca Milena Roble Tempranillo Shiraz Merlot ist ein trockener Bio-Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen La Manchas. Die Cuvée aus Tempranillo, Shiraz und Merlot reifte zum Teil vier Monate in amerikanischer und französischer Eiche – leuchtendes Violettrot, samtig und elegant.


Castilla-La Mancha

Die Trauben stammen von der Finca Milena im Herzen von La Mancha, dem zentralspanischen Hochland. Hinter dem Wein steht Hammeken Cellars (Jávea/Alicante). Wein aus biologischem Anbau, ES-ECO-002-CM.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Shiraz und Merlot aus ökologischem Anbau. Nach der Gärung im Edelstahl und mehrtägiger Maischestandzeit reift ein Teil des Weins vier Monate in amerikanischer und französischer Eiche, bevor er in den Endverschnitt zurückkehrt.

Im Glas

Leuchtendes Violettrot. In der Nase Waldbeeren mit einem Hauch Vanille, dazu dunkle Frucht, Kakao und etwas Tabak. Am Gaumen fruchtig mit Brombeere und leichter Frische, samtig und elegant, mit rundem, anhaltendem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein moderner, zugänglicher Rotwein – vielseitig und gesellig.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Käse.


Lage: La Mancha, Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils 4 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Weine

Heinrich Roter Traminer Freyheit 2021 BIO

Weißwein (Maischevergoren) · Burgenland · Roter Traminer

Roter Traminer Burgenland · Gols Freyheit (Tonflasche) Heinrich maischevergoren 17 Monate Amphore Biodynamie (AT-BIO-402) 2021

Der Heinrich Roter Traminer Freyheit 2021 ist ein maischevergorener, in Amphoren ausgebauter Naturwein aus dem Burgenland – würzig, spritzig und vielschichtig, mit Orangenzesten, Rosenblättern und Litschi. So schmecken außergewöhnliche Weine, mit viel Liebe produziert.


Freyheit – Heinrichs Amphorenweine in der Tonflasche

Gernot und Heike Heinrich in Gols zählen zu den Topbetrieben Österreichs und gelten als Pioniere für eleganten Naturwein. Rund 100 Hektar, biodynamisch zertifiziert (Demeter und Respekt-BIODYN seit 2006), Spontangärung, langes Feinhefelager und minimale Eingriffe im Keller prägen den Stil – präzise und rein statt laut.

Die „Freyheit"-Linie (benannt nach Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit") umfasst die maischevergorenen Amphorenweine des Guts, erkennbar an der charakteristischen Tonflasche – ganz im Sinne des Ausbaus. Der Rote Traminer wird hier bewusst auf der Schale vergoren, um die ganze aromatische Vielfalt der Beerenhaut einzufangen, und kommt nahezu ohne Schwefelzusatz aus.

Jahrgang 2021 – Burgenland

2021 gilt in Österreich als klassischer, kühlerer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Im Roten Traminer Freyheit trifft diese Frische auf die Würze und Textur der langen Maische- und Amphorenreife – ein spannungsreicher, eigenständiger Wein.

Ausbau

Reinsortiger Roter Traminer aus dem Jahrgang 2021, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Maischevergoren und über 17 Monate in Amphoren ausgebaut, im minimal-invasiven Stil des Hauses (Spontangärung, kaum Schwefel). Daraus entsteht ein rosa-/bernsteinfarbener „Weißwein" von Würze und Struktur. Abgefüllt in die charakteristische Tonflasche.

Im Glas

Dieser Rote Traminer benötigt nach dem Entkorken der Tonflasche erst einmal jede Menge Luftkontakt. Wenn die deutlich wahrnehmbare Sauerkraut-Note verfliegt, schälen sich Orangenzesten, Rosenblätter und Litschi-Aromen heraus. Würzig und spritzig präsentiert er sich dann im Glas. Der Abgang spielt mit den Sinnen: Er vereint Kraft, Eleganz und eine profunde Säurestruktur mit Biss, Druck und Länge.

Würzig und spritzig – Orangenzeste, Rosenblätter, Litschi; im Abgang Kraft, Eleganz und Säure mit Biss.

Unbedingt großzügig dekantieren und belüften; gewinnt mit Luft deutlich. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zur asiatisch-würzigen Küche, zu kräftigem Geflügel und Schwein, zu Gerichten mit Kraut und Sauerkraut sowie zu gereiftem, würzigem Käse.


Lage: Burgenland, Gols (Österreich); biodynamischer Anbau
Klassifikation: Roter Traminer (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: maischevergoren, 17 Monate in Amphoren, kaum geschwefelt; biodynamisch; Abfüllung in Tonflasche

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2022

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2022 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit großer Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk aus einer der mystischsten Weißwein-Appellationen der Welt.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Puligny-Montrachet

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem feinen Schlicksand über Kalkstein und im präzisen Ausbau ergibt das einen dichten, salzig-mineralischen und zugleich frischen Chardonnay mit Länge und Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Vom feinen Schlicksand über Kalkstein und den alten Reben lebt dieser Puligny: helle, feste Traubenfrucht und Zitrus, dazu eine würzige, salzig-mineralische Präzision. Die Spontangärung und das Feinhefelager im Holzfass binden eine dichte, vielschichtige Textur ein, ohne die kühle Frische zu überdecken. Am Gaumen fein und zugleich kraftvoll, mit großer Dichte, salzigem Zug und einem langen, frischen Nachhall.

Würzig und salzig-mineralisch – helle, feste Frucht, große Dichte und ein langer, frischer Nachhall.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Weine

Bertheau Bonnes Mares Grand Cru 2021

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Côte de Nuits 2021

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2021 der Domaine François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Bonnes-Mares bringt kräftigere, langlebigere Weine hervor als das benachbarte Musigny; in Bertheaus Händen verbindet sich diese Statur mit der seidigen Eleganz von Chambolle.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir.

Die Böden unterscheiden sich deutlich: am Morey-Ende reicher und tiefer (strenger, gehaltvoller), am Chambolle-Ende feiner und kalkreicher (seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères", die Zisterzienserinnen der Abtei Notre Dame de Tart, zurück. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der die Kraft des Bonnes-Mares mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Bonnes-Mares zeigt sich kraftvoll und strukturiert: dunkle und rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Bei Bertheau verbindet sich diese Statur mit seidiger Eleganz; das Tannin ist fest und zugleich fein, der Abgang lang.

Kraft und Struktur, getragen von seidiger Eleganz – ein Bonnes-Mares für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang, ~15 ha
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Vieilles Vignes · 1,23 ha Reben ab 1920 2023

Der Gevrey-Chambertin Vieilles Vignes 2023 von Denis Bachelet stammt von sehr altem Rebland über 1,23 Hektar. Ein reinsortiger Pinot Noir, bei dem die Frucht die feinkörnigen Tannine trägt und dem Wein Tiefe und Eleganz gibt – ein Grand Vin aus einer kleinen, gesuchten Domaine.


Gevrey-Chambertin – alte Reben aus drei Lieux-dits

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. Diese Cuvée ist ein Dorfwein aus drei alten Parzellen: La Burie (gepflanzt 1920), Champerriers (1930) und La Platière (1950), zusammen 1,23 Hektar.

Das hohe Rebalter sorgt für geringe Erträge und damit für Konzentration und Tiefe. Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, aus den alten Reben von La Burie, Champerriers und La Platière.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen dominiert die Frucht die feinkörnigen Tannine; der Wein zeigt Tiefe und Eleganz, getragen von frischer Säure und langem Abgang.

Die Frucht trägt die feinkörnigen Tannine – ein Gevrey-Chambertin von Tiefe und Eleganz aus sehr alten Reben.

Schon jung zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin; Lieux-dits La Burie (1920), Champerriers (1930), La Platière (1950), 1,23 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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