Txakolis, Txako … was?

Reben bellen doch!

Steht eine Zeitenwende bevor? Muss die Weingeschichte umgeschrieben werden? Sind unten und oben nun so stark vermengt, dass nicht einmal mehr der Deibl auf eine Seite setzen mag? Was ist da denn los? Und vor allem: was für verworrene Fragen stellt der Bär da eigentlich?

Nun, die Sache begann im Jahr zwanzig dreizehn: der Bär tapste das erste Mal im Norden von Euskera herum, steckte seine Nase in Stahltanks, um sie meistens ganz schnell wieder herauszuziehen. Grün, bitter, sauer und perlend – ¡brrrrr! Ein paar Weine waren so schlecht nicht, man brauchte aber keine drei Pfoten, um den Abzählreim erfolgreich zu beenden.

Gut, zur Ehrenrettung der Perlgetränke aus Getaria und näherer Umgebung muss man festhalten, dass diese Txakolis gar nicht dafür gemacht sind, mit Wein in ernste Konkurrenz zu treten. Die aus Bizkaia und Araba indes schon, und genau da lag (und liegt) das Problem. Denn die meisten sind auch heute noch schlicht und ergreifend belanglos. Bitter und spratzelnd auch.

Und dann war da dieser Mittwoch, ein sonniger Herbsttag, der Bär trottete gen O Grove, um bei Culler de Pau, noch immer das beste Restaurant in Galiza, mal wieder ein paar Spezialitäten zu mampfen. Und diesen Wein aus Araba sich einzuverleiben, den Roberto Olivan gemacht hat. Es geht also doch! Man kann aus diesen Sorten, kleine und große Courbu und Manseng und noch ein paar mehr, also doch richtig gute Weine machen. Die Nase des Bären war infiziert, kurz darauf war der ganze Bär befallen. Und, lerne: einen angestachelten Bären in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Das erste, was der Bär lernte, war, dass man mit Gros Courbu, Einheimbasken nennen die Sorte Hondarrabi Zuri, zwar nette Weine keltern kann, Doniene Gorrondona ist da ein gutes Beispiel, aber so richtig springt der Funke nicht über. Gut, wir wissen auch nicht, wie lange die Leute in Bourgogne gebraucht haben, um ordentlichen Chardonnay zu keltern. Dann warf der Bär einen Blick auf die Landkarte und sah, dass das mit der Küste und den Courbus und den Mansengs wohl keine gute Idee ist. Und das liegt wohl nicht nur am Klima, auch das Geläuf könnte eine Ursache sein. Wobei: da gibt es verschiedene Typen und von jedem kenne ich simple Weine. Ganz so einfach ist es also nicht. Außerdem würde im Umkehrschluss die Entfernung von der Küste eine Steigerung der Qualität suggerieren. Wer das glaubt, möge mal ganz vorsichtig die Getränke von Artomaña probieren. Auch nicht.

Aber irgendwie ist das mit dem Binnenland schon nicht unwichtig. Goianea, in Lezama (Araba) beheimatet, keltert ordentliche Weine (da hat früher Roberto die Maische gerührt), einer der drei Socios, der Pfarrer aus Delika, ist abgesprungen und macht jetzt einen eigenen Wein, durchaus auch für weltliche Zwecke geeignet. Und Iker, der Weinbauer und Schafhirte in Baserri Ulibarri, bringt immer extrem gute Weine auf den Tisch, wenn die klimatischen Gegebenheiten mal eben nicht extrem sind. Das kommt selten vor, dann aber machen seine Weine richtig Spaß.

Und dann kam Oscar, ähhh, Oxer. Er besitzt einen Weinberg in Kortezubi, ein Dorf, ziemlich nahe am Meer gelegen, wo er neben Gros Courbu auch Petit Courbu und Manseng stehen hat; die Erträge sind gering, die Qualität ist ziemlich gut. Allerdings ist dies, also Oxer Wines, die einzige Bodega im Norden von Euskera, die küstennah etwas stehen hat, was weiß ist und eben nicht Gros Courbu heißt. Wir wissen also nicht, was passieren würde, wenn Doniene Gorrondona plötzlich andere Rebsorten pflanzen würde.

Der Marko Gure Arbasoak wurde schnell zum Referenzwein, den aber kaum jemand erreichen konnte, weil die dazu nötigen Rebsorten halt kaum aufzutreiben sind. Außer in Bizkai barne. Und nun beginnt sich das Karrrussselll zu drrrehen.

Bizkai barne befindet sich in Orozko, oberhalb der Einzweckhalle sind vier Hektar mit Hondarrabi Dingens bestockt, die Qualität reicht aus, um einen ordentlichen Wein zu keltern. Mehr nicht. Bizkai barne gehörte drei Eigentümern, einer der drei starb, die Bodega stand lange Zeit vor dem Verkauf. Die beiden verbliebenen Eigentümer, Guillermo und Alfredo, sind auch Weinbauern, Alfredo ist aus Balmaseda, wo er vier Hektar Rebland kultiviert, die ein paar Zeilen weiter unten noch eine Rolle spielen werden; fast alles ökologisch, teilweise bio-dynamisch. Alle Top-Weine von Bizkai barne, will sagen der Egia Enea und der Lexardi werden aus Trauben gekeltert, die in Balmaseda eingesammelt werden. Aber erst noch einmal zurück zu Oxer Bastegieta. Da er keine eigene Bodega hat, keltert Oxer seine Weine in Bizkai barne. Zu dem Gure Arbasoak gesellte sich der Marko Skin. Da wird nicht etwa die Haut des Marko zum Markte getragen, Oxer maischt den Most einfach ein paar Zeiteinheiten auf den Schalen. Und dann kam da noch der Marko „velo“, ein Underflortxacko, t’schuldigung: Marko Loretxoa, will sagen ein Wein mit eine dicken Hefeschicht oben drauf, so wie ein Manzanilla aus Sanlúcar de Bärameda. Also all das, was man halt in einer hippen Bodega heutzutage so macht. Der Unterschied zu vielen anderen: Oxer Bastegieta versteht sein Handwerk.

Und dann lösten sie das Eigentümerproblem in Orozko. Oxer brachte seinen Inlandsdealer mit (es gibt ja auch noch die Rioja-Weine des Herrn Bastegieta), Alfredo und Guillermo brachten Imanoel Garay mit. Jeder legte zwanzig Prozent auf den Tisch, und die Sache war geklärt. Alles konnte seinen Gang gehen, und alles ging einen Gang, auch wenn der so gar nicht vorgesehen war.

Denn, klar, für Oxer gab und gibt es neben Bizkai barne vor allem seine Weine, Marko und die Spezial-Markos. Somit hatte er die Möglichkeit, in der Bizkai barne Einzweckhalle auch seine Markos zu keltern. Nur: Wat den eenen sin Uhl,… 

Und so begann das Karussell mit dem Drehen, denn auch Imanoel keltert einen Spezialwein, der qualitativ noch einen Ticken über dem liegt, was Oxer so macht. Preislich auch, aber in der Liga ist das auch schon fast egal. Guillermo verfügt über gut drei Hektar Rebland in Arrankudiaga, dort stehen neben Gros C. vor allem Petit C. und Petit M. sowie etwas Riesling. Die Trauben landen in dem Otxanduri, der dort nicht benötigte Teil im Adore. Nur: diese Trauben sind zu weit besseren Weinen geeignet. Aktuell, man betone dieses Wort bitte scharf und deutlich, gibt es noch keinen Guillermo-Spezialwein.

Der Imwaldweinberg in Arrankudiaga.

Und dann ist da Alfredo mit seinen vier Hektar Rebland in Balmaseda. Balmaseda ist eine Art Kurort im Süden von Bilbo, hinter den Bergen, aber schon ein paar Meter von Orozko entfernt. Dort sind die geologischen und klimatologischen Gegebenheiten ganz anders als an anderen Stellen von Bizkaia (von ganz Euskadi reden wir gar nicht erst). Lange Zeit landeten alle Trauben in den beiden Top-Weinen von Bizkai barne, Egia Enea und Lexardi, das jedoch wissen wir bereits.

Alfredo Egia debattiert mit Petit Courbu, auf Euskera, der Bär versteht nicht einmal Bahnhof.

Dann begann Imanoel mit dem Hegan Egin, damals vielleicht der spannendste Wein aus Bizkaia. Die Trauben für diesen Wein, je fünfzig Prozent Petit Courbu und Petit Manseng, stammen aus Balmaseda, aus den Weinbergen von Alfredo Egia. Diesen Wein wird es auch weiterhin geben. Dies gilt, zumindest für die aktuelle Version, nicht für den Lexardi, der in Bizkai barne zumindest temporär verschwinden wird. Dafür nutzt Alfredo diese Trauben nun für einen neuen Wein: Rebel Rebel. All but Hondarrabi Zuri; spontan vergoren, nicht entrappt, ohne Zugabe von Schwefel, ausgebaut in gereifte Barricas und in ergrauten Amphoren, etwas ganz anderes als all das, was man aus dieser Ecke kennt. Der Einstiegswein in die Balmaseda-Welt ist der Egia Enea, ein komplexer Weißwein, einhundert Prozent Petit Courbu, wahrscheinlich der einzige sortenreine Petit Courbu aus Euskadi. Man sollte diese Rebsorte nicht unterschätzen. Gut, in Balmaseda steht auch ein klein wenig Gros Hondarrabi. Die Trauben landen, wie nicht anders zu erwarten, im Adore.

Für alle, die sich für dieses Thema interessieren, aber jetzt komplett verwirrt sind, fassen wir kurz zusammen:

Bizkai barne: eine Rotweinbodega?

Bikzai barne keltert aus Trauben der Bodega eigentlich nur den Mendiolagen, ein Wein, der aus gutem Grund nur in Euskadi verkauft wird. Der Adore, ein etwas gehobener Gros Courbu, wird aus Trauben gekeltert, die von den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden, insbesondere von Guillermo und Alfredo.

Oxer keltert Marko, Marko Gure Arbasoak, Marko Late Harvest, Marko skin und Marko Loretxoa.

Imanoel keltert den Hegan Egin mit Trauben von Alfredo.

Guilleromo liefert die Trauben für den Otxanduri, verfügt aber zudem noch über eine Parzelle, mit der man einen Spezialwein machen kann.

Alfredo keltert den Rebel Rebel, aber auch der Egia Enea von Bizkai barne ist letztendlich sein Wein.

Und das alles in einer Bodega. Von wegen Einzweckhalle!!!

Und alles wird anders, im Süden von Bizkaia. Reb bell (isch), ¿wa? Text: el oso alemán

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Chardonnay Reserve trocken 2023

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Chardonnay Reserve 2023 ist der erste Jahrgang dieses Weins der Brüder Schwedhelm aus der Nordpfalz – einer der spannendsten Chardonnays Deutschlands, ganz im burgundischen Stil. Straff, klar und kantig, von knackiger Säure und intensiver Mineralität geprägt.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Wein stammt aus einem noch jungen Weinberg im legendären Schwarzen Herrgott, einem Terroir, das von mächtigen Kalkmassiven geprägt ist. Hier wurden sorgfältig selektierte Burgunderklone (Sélection Massale) gepflanzt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Die Trauben wurden selektiv von Hand gelesen, der Most anschließend über zwölf Monate im Tonneau auf der Vollhefe ausgebaut. Vor der Füllung erfolgte nur eine sanfte Filtration. Das Holz ist dezent eingesetzt und untermalt die Struktur feinfühlig. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase klar, mineralisch und dezent von feiner Holzwürze untermalt. Am Gaumen straff, klar und kantig, mit knackiger Säure und intensiver Mineralität; er zischt regelrecht entlang, mit großer Präzision, Ernsthaftigkeit und einem langen, tiefen Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Krustentieren, Geflügel, Kalb und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein (Reserve) – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: Sélection-Massale-Klone; 12 Monate Tonneau auf der Vollhefe, sanfte Filtration; Kalkböden
Jahrgang: 2023

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Weine

Bermont blanc Mont Baudile

Weißwein · Cuvée · Mont Baudile · Frankreich

Fonjoya Bermont Blanc Mont Baudile ist eine feinherbe, fruchtige Weißwein-Cuvée aus dem Languedoc in Südfrankreich. Die Komposition aus Sauvignon Blanc, Grenache Blanc und Colombard ist unkompliziert und zugänglich – mit reifem Pfirsich und knackigen Zitrusaromen, weich und mild am Gaumen.


Mont Baudile

Der Weinberg liegt am Fuße des Mont Baudile, am Vorgebirge der Terrasses du Larzac im Hérault. Hinter dem Wein steht das südfranzösische Winzerkollektiv Fonjoya, das in dieser sonnenverwöhnten Mittelmeerregion klassische und moderne Weine erzeugt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sauvignon Blanc, Grenache Blanc und Colombard. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, fruchtbetonte Aromatik. Mit feiner Restsüße ausbalanciert, bleibt der Wein weich und zugänglich.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase und am Gaumen reife Pfirsichnoten und knackige Zitrusaromen. Weich, geradezu mild am Gaumen, mit feiner Restsüße und unkompliziertem Trinkfluss. Frischer, fruchtiger Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als Allrounder oder als Speisenbegleiter. Die feine Restsüße passt auch zu würziger Küche.

Klassische Begleitung: Aperitif, asiatische Küche, leicht Scharfes, Salate und Fisch.


Lage: Mont Baudile, Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: IGP Mont Baudile – Weißwein-Cuvée (feinherb)
Ausbau: Edelstahltank

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Mesnil Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Pur Mesnil 2018 präsentiert sich nach über fünf Jahren Reife unter Naturkork als klarer, charakterstarker Blanc de Blancs aus dem Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger. Puristisch, gradlinig und mineralisch – ein Champagner mit Rückgrat und Persönlichkeit, absolut typisch für seinen legendären Herkunftsort.


Champagne / Le Mesnil-sur-Oger

Franck Bonville stammt aus Avize an der Côte des Blancs. Dieser Champagner kommt aus dem berühmten Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger – einem der größten Chardonnay-Terroirs der Welt. Die Trauben stammen aus drei Parzellen: Les Zailleux, Le Tilleul und Les Hautes Mottes, größtenteils im unteren Hangbereich, wo das Terroir Weine von Substanz, Spannung und innerer Ruhe hervorbringt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus Grand-Cru-Lagen. Der Champagner reifte über fünf Jahre auf der Hefe unter Naturkork, was ihm Tiefe, Komplexität und Präzision verleiht.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase konzentriert und fast puristisch: Zitruszeste, grüne Mandel und feine Kreideanklänge, mit Tiefe und Präsenz. Am Gaumen gradlinig, druckvoll und sehr strukturiert, mit straffer Frische und dichter Textur; der markante, fast salzige mineralische Ausdruck verleiht dem langen Finale eine klare, fast kristalline Handschrift.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren – als großer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Krustentieren und feiner Küche.


Lage: Champagne, Grand Cru Le Mesnil-sur-Oger (Parzellen Les Zailleux, Le Tilleul, Les Hautes Mottes), Frankreich; Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay
Ausbau: über 5 Jahre Hefereife unter Naturkork
Jahrgang: 2018

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Weine

Poggiotondo Chianti Superiore BIO

Wein · Rotwein · Chianti · Italien

Poggiotondo Chianti Superiore ist ein eleganter und zugleich komplexer, biozertifizierter Chianti. Rubinrot in der Farbe, begeistert er mit vollen, dunklen Fruchtaromen im Duft; im Geschmack Veilchen und reife Kirschfrucht, saftig, frisch und ein wenig pikant, eingebettet in weiche Tannine.


Toskana / Chianti

Die Reben für diesen Chianti Superiore wachsen auf kalk- und muschelhaltigen Böden im klimatisch milderen Westen der Toskana. Erzeuger ist das Weingut Poggiotondo, das biologisch arbeitet (IT-BIO-004). Sangiovese ist die klassische Leitsorte des Chianti.

Rebsorte und Ausbau

Auf Basis von Sangiovese, traditionell ergänzt um lokale Sorten. Der Wein reift 12 Monate in Eichenholzfässern, was ihm Struktur und Komplexität verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase volle, dunkle Fruchtaromen. Am Gaumen Veilchen und reife Kirschfrucht, saftig und sehr frisch, dazu eine pikante Note. Weiche, gut eingebundene Tannine und ein harmonischer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein optimaler Begleiter der italienischen Küche.

Passt zu: Pasta mit Fleischsauce, Pizza, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Wild und mittelreifem Käse.


Lage: Chianti, westliche Toskana (Italien); Poggiotondo
Klassifikation: Chianti Superiore DOCG – Sangiovese-basiert, trocken
Ausbau: 12 Monate in Eichenholzfässern

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Spanien

Abel Mendoza Jarrarte Maceracion Carbonica tinto

Rotwein · Rioja · Spanien

Tempranillo D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra Kohlensäuremaischegärung leichte Perlage

Der Abel Mendoza Jarrarte Maceración Carbónica ist ein junger, fruchtbetonter Tempranillo aus San Vicente de la Sonsierra in der Rioja. Die handgelesenen Trauben vergären per Kohlensäuremaischegärung – jene traditionelle Methode, die auch junge Beaujolais prägt und die klare Frucht der Traube unverfälscht herausstellt. Expressive Himbeerfrucht, eine ganz leichte, gewollte Perlage und eine gut eingebundene Säure machen den Wein aus. Leicht gekühlt zu trinken


San Vicente de la Sonsierra – Rioja Alta

Die Bodega Abel Mendoza liegt in San Vicente de la Sonsierra am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Abel Mendoza und Maite Fernández bewirtschaften ihre Reben von Hand und mit großer Sorgfalt. Solche jungen, per Kohlensäuremaischegärung erzeugten Rotweine haben in der Rioja eine lange Tradition – die „cosecheros", die die Winzer bevorzugt selbst in den Bars der Region trinken. Jarrarte ist die ursprüngliche Marke des Guts, den jungen Weinen vorbehalten.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Die von Hand selektierten und gelesenen Trauben vergären in der Kohlensäuremaischegärung (Maceración Carbónica), bei der ganze Beeren unter CO₂-Atmosphäre vergoren werden – das betont die klare, sensible Fruchtaromatik. Eine ganz leichte, kaum wahrnehmbare Perlage ist gewollt. Ausgebaut ohne Holz.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rot. In der Nase expressive Himbeerfrucht, klar und frisch. Am Gaumen saftig und unkompliziert, mit einer ganz feinen, kaum spürbaren Perlage und einer gut eingebundenen Säure. Ein sensibler, fruchtbetonter Rotwein mit viel Trinkfluss.

Am Tisch

Leicht gekühlt servieren, bei rund 12–14 °C. Klassische Begleitung: Tapas, Charcuterie, gegrilltes Gemüse, helles Fleisch und herzhafte Snacks – ein geselliger Wein für die Bar wie für den Tisch. Jung trinken, am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren. Salud!


Lage San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta (Spanien)
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Kohlensäuremaischegärung (Maceración Carbónica), ohne Holz

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Rebsorten

Georg Breuer Pfaffenwies Lorch Riesling 2020

Weißwein · Lorch (Rheingau) · Riesling

Riesling Lorch Pfaffenwies Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südwest Hunsrückschiefer · Taunusquarzit bis 55 J. Reben trocken · nur 2.586 Flaschen 2020

Der Georg Breuer Lorch Pfaffenwies Riesling 2020 stammt aus einer der Spitzenlagen von Lorch. Die Rieslinge der Pfaffenwies tragen eine fast salzige Mineralität in sich und werden von feinen Fruchtaromen heimischer Früchte bestimmt.


Lorch Pfaffenwies – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, naturnahe Bewirtschaftung, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Die Pfaffenwies erstreckt sich über die gesamte Höhe der Lorcher Weinbergslagen, vom Rhein bis zum Fuße des Waldes. An steilen, südwestlich ausgerichteten Hängen wachsen bis zu 55 Jahre alte Rebstöcke auf von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit geprägten Böden – die Grundlage für die fast salzige Mineralität dieser Lage.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die frühe Lese, die alten Reben und der kühle, schonende Ausbau des Guts bewahrten Finesse, Mineralität und Spannung – reife Frucht und lebendige Säure im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Lorch Pfaffenwies, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, bis 55 Jahre alte Reben.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er die salzige Mineralität, Finesse und ein enormes Reifepotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung. Nur 2.586 Flaschen.

Im Glas

Ein Riesling von fast salziger Mineralität: feine Fruchtaromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst – dazu Zitrus und ein Hauch Kräuter über einer schiefrig-salzigen, mineralischen Prägung. Am Gaumen geradlinig und präzise, mit lebendiger Säure, feiner Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Fast salzige Mineralität, dazu feine Aromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst über schiefriger Prägung: geradlinig, präzise, mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Lorch Pfaffenwies, Rheingau; steile, südwestlich ausgerichtete Hänge vom Rhein bis zum Waldrand; Hunsrückschiefer und Taunusquarzit; bis 55 Jahre alte Reben
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; naturnahe Bewirtschaftung; 2.586 Flaschen

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Ungarn

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016.

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Weine

Legrand Latour Ypresien Brut Nature BIO

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Legrand-Latour Yprésien Brut Nature ist kräftig, würzig und salzig: eine ausdrucksstarke, biozertifizierte Cuvée aus Meunier und Pinot Noir mit viel Tiefe und Eleganz. Nach langem Ausbau zeigt er ein vielschichtiges Aromenspiel und eine beeindruckende Struktur.


Champagne

Das Haus Legrand-Latour erzeugt terroirgeprägte Winzer-Champagner in der Champagne und arbeitet biozertifiziert (FR-BIO-01). Der Name Yprésien verweist – wie bei den Schwester-Cuvées – auf die geologische Prägung der Böden, die dem Champagner seine salzige Mineralität verleihen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Meunier und 40 % Pinot Noir. Nach 12 Monaten im Holzfass reift der Champagner über 42 Monate auf der Hefe, was ihm Vielschichtigkeit, Struktur und Tiefe verleiht. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase getrocknete Früchte, Orangenzesten und feine Röstaromen. Am Gaumen druckvoll, mit salziger Mineralität und nussigen Noten, dabei frisch und klar; langer, strukturierter Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als charaktervoller Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Krustentieren, Pilzgerichten, edlem Fisch, Geflügel und reifem Käse.


Lage: Champagne (Frankreich); Legrand-Latour
Klassifikation: Champagne – Cuvée aus 60 % Meunier & 40 % Pinot Noir, Brut Nature (naturherb)
Ausbau: 12 Monate Holzfass, über 42 Monate Hefelager, ohne Dosage

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