Spaniens Internationale …

Rebsorten

So, if you come to San Francisco, be sure to wear a flower in your hair. Schon seit Zeiten beschäftigen sich Menschen damit, was man denn auf Reisen dabei haben sollte. Wanderer, kommst Du nach Spa…, titelte einst Heinrich Böll, wobei dies die Überschrift einer eher grausamen Erzählung über den grausamen Krieg war. Verpositivieren wir sie: Wanderer, kommst Du nach Spanien, so bring einen Rebstock mit. Er muss ja nich gleich im Haar stecken, was bei der aktuellen Kurzkurzkurzhaarmode zumindest Männern schwer fallen würde. Hipsternde können den Rebstock ja im Bart fixieren….

Genug gealbert, kommen wir zum Thema. Spanien befindet sich, auch wenn das viele Spanier anders sehen, am Rand der Welt. An drei Seiten ist Meer (oder Portugal), in einer Ecke türmen sich hohe Berge. Und dennoch: Wanderbewegungen haben den spanischen Weinbau schon immer fest im Griff gehabt. Seien es die Griechen oder Römer gewesen, oder aber ein paar Monde später Mönche aus Cluny, von der Loire oder aus Mittelfranken, Abenteuerlustige oder wer auch immer: zu allen Zeiten kamen Rebsorten vornehmlich aus Frankreich, Italien, Griechenland oder Ägypten gen spanische Halbinsel, um dort sesshaft zu werden. Manche reisten weiter, nach Kanarienland oder gen Südamerika. 

Mencía verdankt Spanien dieser Wanderbewegung, ein Großteil der Weißweinsorten Nordspaniens, die nicht durch Mutation oder Kreuzung entstanden, kommen aus Frankreich, oder aus Portugal, wobei letzteres in diesem Sinne ja auch spanisch ist.

Da es, Landweg angenommen, nur zwei Möglichkeiten gibt, Spanien trockenen Fußes zu erreichen (links an den Pyrenäen vorbei oder am rechten Rand entlanglaufend) kann man gut erkennen, welche Wanderbewegungen wo Ereignisse auslösten. Was via Banyuls kam, blieb im Osten, was Hendaye passierte, im Norden. Das war einmal.

In eine globalen globalisierten Welt ist auch das Weinmarketing globaler geworden. Sideways triggerte einen Merlot-Boom ohne Gleichen, Cabernet Sauvginon findet man auch schon fast überall, und der dritte im Bunde, Syrah, macht sich zwar heimlich, in Summe dann aber doch eher unheimlich breit. CabMeSy brummt der Bär misslaunig, wenn mal wieder der Besuch in einer so angehauchten Bodega ansteht.

Francisco Lalanne war einer der Pioniere dieser Bewegung, wobei man konstatieren muss, dass zu seiner Zeit die bereits erwähnte globale Globalisierung noch nicht stattgefunden hatte. Er kam aus Bordeaux, weil dort die Laus zu Besuch war, in den Süden, an die Füße der Berge, gen so montaña sozusagen. Dies war im Jahr achtzehnhundert und sechzig, in der Zeit, in der Ballspielende im Königreich Bayern einen Klub gründeten. Er brachte Cabernet und Merlot und Chardonnay mit, weil er in Bordeaux mit diesen Sorten hantierte. Und er brachte damit etwas ganz Neues gen Spanien, gen Aragón, in eine Region, in der damals Garnacha, Cariñena, Alcañón oder Moristel kultiviert wurden, Macabeo auch, Tempranillo ein wenig. Er konnte ja nicht ahnen, was Enate und friends of Enate vierzehn Jahrzehnte später anstellen würden.

Spaniernde sind komplexe Wesen: sie bersten voller Stolz, rennen aber auch ständig mit Minderwertigkeitskomplexen durch die Landschaft. Sie glaubten und glauben oftmals noch immer (Südfranzosen sitzen da aber im gleichen Zug), dass diese berühmten Rebsorten, die da aus dem gelobten Weinland kommen, ihre eigenen Tropfen verbessern.

CabMeSy in der Mancha ist eine eher neuere Erfindung, dieses Thema turnt gerade einmal zwanzig Jahre durch die Gegend. Der wahre Schwerpunkt befindet sich in Aragón und in Catalunya, er dehnt sich aus gen València und gen Navarra, das war es dann aber auch schon. Und: er ist letztendlich auf wenige Sorten beschränkt, aus CabMeSy wird CabMeSyChar, das ist es dann aber schon. Klar, es gibt in Spanien auch Riesling, Sauvignon Blanc, Viognier, Pinot Noir und Petit Verdot, selbst Cabernet Franc; diese Sorten findet man aber selten, dafür oft an für sie geeigneten Stellen, wenn man das Missverständnis Petit Verdot in Ronda einmal ausklammert.

Wenn man sich, Bären und Menschen tun sich da nichts, fast ein Leben lang mit Wein beschäftigt, dann erscheinen einem diese Internationalinskis aus Cariñena, Costers del Segre oder Somontano, die aus Navarra sowieso, als belanglose Tropfen, Chardonnay halt, oder aber Merlot, der, wie viele Merlots, halt nach Erdbeeren schmeckt. Man muss aber schon sehen, wofür viele dieser Weine gemacht sind. Sie stehen rund um den Globus in Supermärkten, in denen sie mit Weinen aus Chile, Argentinien oder Weißdergeierland konkurrieren, Drachenland ist zumindest in Europa noch nicht mit von der Partie. Und diese Weine schmecken halt nach Pfeffer, Erdbeere, Himbeere, im „besten“ Fall nach Cassis. In Rome, do what the Romans do. In Lidl, too.

Einer der wichtigsten spanischen, nun ja, catalanischen, Weinbuschtrommler war und ist M. A. Torres, insbesondere Merlot hat es denen aus el Pacs del Penedès angetan. In Tremp haben sie etwa einhundert und dreißig Hektar mit Merlot bestockt. Gut, bei einer Jahresproduktion von vierzig Millionen Flaschen (¿Litern?) ist das dann so viel auch wieder nicht, für das beschauliche Tremp indes ist das eine Wucht. Lange Zeit hat Torres quasi allen Merlot aufgekauft, dem sie habhaft werden konnten, in Terra Alta, in der Conca, in Costers und natürlich im Penedès. Viele Weinbauern verdienten gutes Geld mit dieser Operation.

Merlot ist schließlich auch einfacher zu handhaben als etwa Cabernet. Nach fünf Jahren bringen die Stöcke ordentliche Erdbeeren, ähhh, Trauben, während sich Cabernet in der Jugend mit grünen Bitternoten herumschlägt, die später von Geschmack von weißem Pfeffer abgelöst werden. Außerdem ist der Vegetationszyklus von Cabernet lang, wenn sich Frost im Frühjahr und Regen im Herbst abstimmen, dann war es das mit der Ernte. Es gibt durchaus Cabernet Sauvignon in Ribera del Duero. In sechs von zehn Jahren ist das ein Totalausfall, gerade einmal in zwei von zehn Jahren bringt er wirklich gute Qualität in die Hütte.

Was kann die Viererbande in Spanien in die Flasche bringen? Nur Geist, oder auch Wein?

Nun, Chardonnay, um mit dem Weißen zu beginnen, der auch schon einmal weise sein kann, leidet daran, dass ihn die meisten Winzer im Barrique erschlagen, nachdem sie ihn vorher an falschen Stellen gesetzt haben. Chardonnay aus Cataragón ist in der Regel fett oder belanglos oder beides. Eigentlich fällt mir auf die Schnelle einzig Milmanda ein, eventuell noch der Chardonnay von Manzaneque. In Somontano gibt es viele, die sind aber alle langweilig, manche zudem extrem teuer. Ich habe schon diverse sehr gute Chardonnays Barricas und Stahltanks entlockt, leider verschwinden sie stets in anonymen Massen.

Merlot ist einfacher gestrickt, er kam gen Catalunya, weil dort nach dem Boom der Cava-Sorten ein Mangel an Rotem herrschte und die Winzer keine Lust hatten, mit Cariñena oder Garnacha in Wettstreit mit dem Priorat, mit Aragón oder Navarra zu treten. Merlot hat halt den Nachteil, dass die Sorte aromatisch dominant ist. Man braucht also etwas, das ihr die Stirn bietet; Tempranillo ist das eher nicht. Dies hemmt die Ausbreitung dieser Sorte etwas, zumal Cabernet Franc in Spanien nicht wirklich präsent ist. Merlot ist in der Regel Mümmelmerlot, ungefährlich, harmlos, aber auch schnell langweilend.

Cabernet Sauvignon indes ist ganz anders, denn in diesem Fall müssen Weinbauern schon nachdenken, wo man die Reben denn am besten placiert. Von Galiza und Asturias abgesehen, gibt es Cabernet eigentlich überall in Spanien, sortenreine und noch dazu gute Cabernets sind indes eher selten. Einer der besten ist noch immer nicht gemacht, Mariona Vendrell und Albert Canela trauen sich einfach nicht, die Trauben ihrer Top-Parzelle im Westen der Conca de Barberà für einen eigenständigen Wein zu nutzen. Typischerweise nutzt man Cabernet Sauvignon, um Defekte anderer Sorten auszubügeln, fehlende Säure in Sachen Tempranillo, fehlende Struktur, so es um Garnacha geht.

Und Syrah? Nun, Andrew Lloyd Webber sage in seinem Musical Evita: „The best show in town is the crown!“ The best Show, was Syrah angeht, ist Finca Garbet, eine Steillage, gelegen am Meer, zwischen dem Cap de Creus und Banyuls; latent atemberaubend, sowohl die Landschaft als auch der Preis des Weines. Die Qualität ist durchaus okay, das schon. Ansonsten gibt es ordentlichen Syrah aus verschiedenen Ecken Spaniens. Finca La Perdiz aus La Seca ist einer, Malpaso ist auch nicht schlecht, es gibt ordentlichen Syrah aus al-Andalus, auch aus Terra Alta; aus diversen Ecken von Catalunya, so man nicht gar so genau hinschmeckt. Natürlich kann man mit Syrah Terroir darstellen, aber dafür muss man die Stöcke auch an dafür geeignete Stellen setzen, am Weinausbau in der Bodega scheitert es hier nur selten, Syrah ist durchaus pflegeleicht.

Der Trend gen immer mehr CabMeSyChar indes scheint gestoppt zu sein, zumindest so man Weine betrachtet, die in Mitteleuropa im Laden mehr als zehn Euro kosten, da geht die Tendenz eher zu back to the roots (meine Güte, ist hier und heute English), zu verschollenen Rebsorten oder zu Marketingspielchen. Über die können wir ein andermal brummen.

Summieren wir zusammen: ganz so furchtbar ist die Lage mit den Internationalinskis dann doch wieder nicht. Somontano und Cariñena kann man umschiffen, aus Navarra ist man schneller draußen als drin (wer an der Ahr war und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr), ansonsten ist das schon steuerbar. Wenn die Weinbauernden nun auch noch die richtigen Sorten an die geeigneten Stellen stecken würden, um dann die gute Qualität auch ordentlich zu verarbeiten, dann wäre wirklich viel gewonnen. Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Text: el oso alemán

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Spanien

Contino Rosado 2019

Roséwein · Rioja · Tempranillo · Spanien

Contino Rosado ist ein ausdrucksstarker Rosé aus der Rioja vom renommierten Einzellagen-Gut Contino. Auf Tempranillo-Basis erzeugt, zeigt er sich leuchtend orange-rot und komplex. Im Glas beerige Frucht von Erdbeere und Himbeere, dazu Tabak und Würze.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das Zusammenspiel von kontinentalem und atlantischem Klima sowie kalk- und tonhaltigen Böden verleiht den Weinen Frische, Intensität und feine erdige Noten.

Rebsorte und Ausbau

Der Rosé basiert auf der Tempranillo-Traube, die ihm Intensität und leichte erdige Aromen verleiht. Der Ausbau bewahrt das kraftvolle, harmonische Frucht-Säure-Spiel.

Im Glas

Leuchtend orange-rot. In der Nase ausdrucksvoll und beerig: frische Erdbeeren und Himbeeren, dazu Tabak und Würze. Am Gaumen komplex, mit kraftvoll-harmonischem Frucht-Säure-Spiel und leichten erdigen Noten. Im Abgang erinnert er ein wenig an einen frischen Rotwein.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – vielseitig als Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Tapas, Geflügel, Fisch, Paella und leichte Fleischgerichte.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Rosado
Ausbau: Tempranillo-basiert

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Weine

Poggiotondo Chianti DOCG Organic BIO

Wein · Rotwein · Chianti · Italien

Poggiotondo Chianti DOCG ist ein fruchtbetonter, biozertifizierter Chianti aus den Rebsorten Sangiovese, Canaiolo und Colorino. Granatrot in der Farbe, bestechen in Duft und Geschmack Aromen von reifen, dunklen Kirschen und Oregano – mit samtiger Struktur bis in den Nachhall.


Toskana / Chianti

Die Reben gedeihen auf kalkhaltigen Böden im Chianti (Toskana). Erzeuger ist das Weingut Poggiotondo im milderen Westen der Region, das biologisch arbeitet (IT-BIO-004). Sangiovese ist die klassische Leitsorte, traditionell ergänzt um heimische Sorten wie Canaiolo und Colorino.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sangiovese, Canaiolo und Colorino. Sangiovese bringt Frucht und Struktur, Canaiolo Weichheit, Colorino Farbe und Tiefe. Der Ausbau betont die fruchtbetonte, zugängliche Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Granatrot. In der Nase reife dunkle Kirsche und Oregano. Am Gaumen fruchtbetont und saftig, mit reifer Kirschfrucht, mediterraner Würze und samtiger Struktur, die bis in den Nachhall trägt.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger Begleiter der italienischen Küche.

Passt zu: Lammfleisch, Pasta mit Fleischsauce, Pizza, gegrilltem Fleisch und mittelreifem Käse.


Lage: Chianti, westliche Toskana (Italien); Poggiotondo
Klassifikation: Chianti DOCG – Cuvée aus Sangiovese, Canaiolo & Colorino, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Le Moine Volnay Clos des Chênes 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Clos des Chênes Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Volnay Clos des Chênes 1er Cru 2020 stammt aus einem der bekanntesten Crus von Volnay – ein eleganter, fein strukturierter Pinot Noir mit heller Frucht, feinen Tanninen und lebendiger Säure. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Volnay Clos des Chênes – Eleganz am Mittelhang

Volnay bringt die elegantesten Rotweine der Côte de Beaune hervor – reine Pinot Noirs von kalkreichen Hängen zwischen Pommard und Meursault, bekannt für Finesse statt Kraft. Clos des Chênes zählt zu den bekanntesten und besten Premiers Crus der Appellation: helle Fruchtcharakteristik, feine Tannine, gute Säure und sehr viel Eleganz.

Die Lage liegt südlich des Dorfes Volnay an der Grenze zu Monthélie, benannt nach den Eichen („Chênes") an ihrem westlichen Rand. Am höheren Teil des Hangs Richtung Monthélie ist die Ausrichtung etwas südlicher – das gibt den Trauben Sonne und reiferen, sortentypischen Charakter, während kühle Brisen und Nächte die Reife verlangsamen und die Säure bewahren. Die Böden aus Kalkmergel und Ton mit felsigen Stellen und geringer Wasserversorgung sorgen für niedrige Erträge und konzentrierte Beeren.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 brachte an der Côte de Beaune reife, konzentrierte und zugleich frische Rotweine mit tiefer Frucht, feiner Säure und großer Energie. In einer strukturierten Lage wie Clos des Chênes ergibt das einen dichten, jugendlich-kraftvollen und zugleich eleganten Volnay mit großem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Volnay Clos des Chênes 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Vom höher gelegenen, kalkmergeligen Clos-des-Chênes-Hang lebt dieser Volnay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Nuancen und eine steinig-mineralische Würze. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und doch fein gezeichnet, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und einer langen, mineralischen Linie.

Helle rote Frucht, florale und steinige Würze – seidig und elegant, mit feinem Tannin und langer, mineralischer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Volnay Clos des Chênes 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); höherer Mittelhang Richtung Monthélie, süd-/südöstliche Ausrichtung; Kalkmergel und Ton mit felsigen Stellen
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2014

Der Noon Reserve Shiraz 2014 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2014er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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Feinkost

Cascina Venerìa Reis für Risotto - Riso Carnaroli

Feinkost · Reis · Carnaroli · Piemont

Cascina Venerìa Riso Carnaroli ist ein grobkörniger Risottoreis aus dem Piemont mit sehr hohem Stärkeanteil. Flüssigkeiten werden perfekt aufgenommen, sodass der Carnaroli sehr lange al dente bleibt. Perfekt für Risottogerichte, aber auch für Reisaufläufe.


Herkunft

Cascina Venerìa ist ein traditionsreiches Reisgut in der Po-Ebene rund um Vercelli im Piemont – dem Herzen des italienischen Reisanbaus und der Heimat des Risottos. Die wasserreichen Reisfelder dieser Region bieten ideale Bedingungen für hochwertige Risottoreissorten wie Carnaroli.

Anbau und Verarbeitung

Carnaroli gilt als der „König" der Risottoreissorten. Das großkörnige Korn hat einen hohen Stärkeanteil und einen festen Kern, der beim Kochen Flüssigkeit aufnimmt und dennoch lange bissfest bleibt.

Geschmack

Beim Kochen wird der Reis cremig, während die Körner schön al dente bleiben. Das Ergebnis ist ein gebundenes, sämiges Risotto mit Biss.

Am Tisch

Perfekt für Risotto in allen Varianten – etwa Risotto alla Milanese, mit Pilzen, Meeresfrüchten oder Gemüse – sowie für Reisaufläufe und gefüllte Gemüse. Die Brühe nach und nach zugeben und unter Rühren einkochen lassen.


Hersteller: Cascina Venerìa (Vercelli, Piemont)
Produkt: Riso Carnaroli (Risottoreis)
Sorte: Carnaroli
Herkunft: Piemont, Italien
Verarbeitung: Risottoreis, grobkörnig, hoher Stärkegehalt
Mindesthaltbarkeit (MHD): 16.08.2027

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Länder/Regionen

Cave d l´Abbé Banyuls 3 ans

Süßwein · Banyuls · Vin Doux Naturel · Roussillon

Cave de l'Abbé Banyuls 3 ans ist ein roter Vin Doux Naturel – ein Likörwein – aus dem Roussillon im Süden Frankreichs. Er wächst an den steilen Schieferhängen rund um Banyuls-sur-Mer, überwiegend aus Grenache. Durch Zugabe von Alkohol während der Gärung bleiben natürlicher Zucker und Traubenaroma erhalten. Anschließend reift er drei Jahre im Eichenfass.


Banyuls

Banyuls liegt an der Mittelmeerküste des Roussillon, an steilen Terrassen rund um Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze. Auf den kargen, trockenen Schieferböden wächst vor allem Grenache mit extrem geringen Erträgen. Sonne, Wind und Meeresnähe prägen den konzentrierten Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Grenache. Die fast rosinierten Trauben werden vergoren, dann wird die Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage) – so bleiben der natürliche Zucker und das Traubenaroma erhalten. Es folgt eine dreijährige Reifung im Eichenfass.

Im Glas

Tiefes, granatrotes Bild. In der Nase reife dunkle Frucht, Dörrpflaume und Rosine, dazu Kakao und feine Holzwürze aus der Fassreife. Am Gaumen süß, vollmundig und konzentriert, mit weicher Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren, als Dessertwein oder Digestif. Durch den hohen Zucker bleibt er auch nach dem Öffnen länger haltbar.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Blauschimmelkäse und Trockenfrüchte.


Lage: Banyuls-sur-Mer, Roussillon; Schieferterrassen
Klassifikation: Banyuls AOC – Vin Doux Naturel
Ausbau: Mutage mit Alkohol, 3 Jahre Eichenfass

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Les Referts 1er Cru 2023 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Referts · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,70 ha (1964) 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein kraftvoller Chardonnay-Riese mit Wumms, Kraft und subtiler Mineralität, der in einen schier unendlichen Abgang mündet. Sauzet besitzt hier ein 0,70 Hektar großes Filetstück, 1964 mit besten Klonen bestockt.


Les Referts – Premier Cru an der Grenze zu Meursault

Les Referts erstreckt sich über 5,50 Hektar bis zur Gemeindegrenze von Meursault, westlich von Les Combettes und südwestlich von Les Perrières. Die Chardonnay-Reben wachsen hier auf einem deutlich lehmhaltigeren Mergel-Untergrund mit weniger ausgeprägtem Kalk als in anderen Puligny-1er-Crus. Dadurch reifen die Trauben besser aus, die Säure ist dezenter, und die Weine geraten fruchtiger, maskuliner und mächtiger als ihre Nachbarn.

Die Familie Sauzet bestockte hier 1964 ihre Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die Kraft des Les Referts schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01), von 1964 gepflanzten Reben.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Kraftvoll und mächtig, dabei fein gezeichnet: reife gelbe Frucht trifft auf subtile Mineralität und einen fülligen, runderen Körper. Am Gaumen Wumms und Kraft, getragen von einer dezenten Säure, mit einem schier unendlichen Abgang.

Kraft und Fülle mit subtiler Mineralität – ein maskuliner Puligny mit schier unendlichem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Referts (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); lehmhaltiger Mergel, an Meursault grenzend; Sauzet 0,70 ha (1964), 5,5 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Rebsorten

Egon Müller Riesling Wiltinger braune Kupp Kabinett 2021

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Wiltinger Braune Kupp Le Gallais Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2021 8,00 % vol

Der Egon Müller Wiltinger Braune Kupp Riesling Kabinett 2021 stammt aus dem Zweitweingut Le Gallais – ein saftiger, etwas reiferer Gegenpart zum Scharzhofberger: fruchtsüß, finessenreich und von rassiger Frische. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Wiltinger Braune Kupp – das Le-Gallais-Terroir

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Die Wiltinger Braune Kupp bewirtschaftet Egon Müller unter seinem 1954 erworbenen Zweitweingut Le Gallais. Anders als der kühle, waldumgebene Scharzhofberg liegt die Braune Kupp direkt an der Saar: Der Fluss reguliert die Temperatur und reflektiert zusätzlich Sonnenlicht, sodass die Lage etwas mehr Wärme erhält. Auf verwittertem blauem Devonschiefer entstehen so Weine, die für die Saar auf der reiferen, saftigeren Seite stehen – mit einer charakteristischen würzigen Note.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 gilt an der Saar als herausragender, klassisch-kühler Kabinett-Jahrgang – kühl, straff und von großer Präzision. Die Braune Kupp zeigt in diesem Jahr eine bislang ungekannte Finesse und Feinheit: einen Hauch reifer und saftiger als der Scharzhofberg, mit einer feinen Mineralik und einer Balance, die diesen Wein schon jung außergewöhnlich zugänglich macht.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 8,00 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase fein und präzise: Pfirsich, Mandarine und Zitrusfrucht, dazu Orangenblüte, frische Kräuter (Estragon, Minze), ein Hauch Aprikosenblüte und eine cremige Note. Am Gaumen ungemein verspielt und präzise, saftig und breit im Kern, wobei die cremige Seite von lebendiger Säure und klarer Frucht umschlossen wird – etwas reifer und runder als der Scharzhofberger, mit feiner würziger Ingwernote.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das Finale ist von beeindruckender Reinheit, fokussiert und seidig, mit einem belebenden Säurekick. Schon jung ein Genuss, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Wiltinger Braune Kupp, Wiltingen an der Saar (Deutschland); Zweitweingut Le Gallais; direkt an der Saar, verwitterter blauer Devonschiefer, etwas wärmere Lage
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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