Spaniens Internationale …

Rebsorten

So, if you come to San Francisco, be sure to wear a flower in your hair. Schon seit Zeiten beschäftigen sich Menschen damit, was man denn auf Reisen dabei haben sollte. Wanderer, kommst Du nach Spa…, titelte einst Heinrich Böll, wobei dies die Überschrift einer eher grausamen Erzählung über den grausamen Krieg war. Verpositivieren wir sie: Wanderer, kommst Du nach Spanien, so bring einen Rebstock mit. Er muss ja nich gleich im Haar stecken, was bei der aktuellen Kurzkurzkurzhaarmode zumindest Männern schwer fallen würde. Hipsternde können den Rebstock ja im Bart fixieren….

Genug gealbert, kommen wir zum Thema. Spanien befindet sich, auch wenn das viele Spanier anders sehen, am Rand der Welt. An drei Seiten ist Meer (oder Portugal), in einer Ecke türmen sich hohe Berge. Und dennoch: Wanderbewegungen haben den spanischen Weinbau schon immer fest im Griff gehabt. Seien es die Griechen oder Römer gewesen, oder aber ein paar Monde später Mönche aus Cluny, von der Loire oder aus Mittelfranken, Abenteuerlustige oder wer auch immer: zu allen Zeiten kamen Rebsorten vornehmlich aus Frankreich, Italien, Griechenland oder Ägypten gen spanische Halbinsel, um dort sesshaft zu werden. Manche reisten weiter, nach Kanarienland oder gen Südamerika. 

Mencía verdankt Spanien dieser Wanderbewegung, ein Großteil der Weißweinsorten Nordspaniens, die nicht durch Mutation oder Kreuzung entstanden, kommen aus Frankreich, oder aus Portugal, wobei letzteres in diesem Sinne ja auch spanisch ist.

Da es, Landweg angenommen, nur zwei Möglichkeiten gibt, Spanien trockenen Fußes zu erreichen (links an den Pyrenäen vorbei oder am rechten Rand entlanglaufend) kann man gut erkennen, welche Wanderbewegungen wo Ereignisse auslösten. Was via Banyuls kam, blieb im Osten, was Hendaye passierte, im Norden. Das war einmal.

In eine globalen globalisierten Welt ist auch das Weinmarketing globaler geworden. Sideways triggerte einen Merlot-Boom ohne Gleichen, Cabernet Sauvginon findet man auch schon fast überall, und der dritte im Bunde, Syrah, macht sich zwar heimlich, in Summe dann aber doch eher unheimlich breit. CabMeSy brummt der Bär misslaunig, wenn mal wieder der Besuch in einer so angehauchten Bodega ansteht.

Francisco Lalanne war einer der Pioniere dieser Bewegung, wobei man konstatieren muss, dass zu seiner Zeit die bereits erwähnte globale Globalisierung noch nicht stattgefunden hatte. Er kam aus Bordeaux, weil dort die Laus zu Besuch war, in den Süden, an die Füße der Berge, gen so montaña sozusagen. Dies war im Jahr achtzehnhundert und sechzig, in der Zeit, in der Ballspielende im Königreich Bayern einen Klub gründeten. Er brachte Cabernet und Merlot und Chardonnay mit, weil er in Bordeaux mit diesen Sorten hantierte. Und er brachte damit etwas ganz Neues gen Spanien, gen Aragón, in eine Region, in der damals Garnacha, Cariñena, Alcañón oder Moristel kultiviert wurden, Macabeo auch, Tempranillo ein wenig. Er konnte ja nicht ahnen, was Enate und friends of Enate vierzehn Jahrzehnte später anstellen würden.

Spaniernde sind komplexe Wesen: sie bersten voller Stolz, rennen aber auch ständig mit Minderwertigkeitskomplexen durch die Landschaft. Sie glaubten und glauben oftmals noch immer (Südfranzosen sitzen da aber im gleichen Zug), dass diese berühmten Rebsorten, die da aus dem gelobten Weinland kommen, ihre eigenen Tropfen verbessern.

CabMeSy in der Mancha ist eine eher neuere Erfindung, dieses Thema turnt gerade einmal zwanzig Jahre durch die Gegend. Der wahre Schwerpunkt befindet sich in Aragón und in Catalunya, er dehnt sich aus gen València und gen Navarra, das war es dann aber auch schon. Und: er ist letztendlich auf wenige Sorten beschränkt, aus CabMeSy wird CabMeSyChar, das ist es dann aber schon. Klar, es gibt in Spanien auch Riesling, Sauvignon Blanc, Viognier, Pinot Noir und Petit Verdot, selbst Cabernet Franc; diese Sorten findet man aber selten, dafür oft an für sie geeigneten Stellen, wenn man das Missverständnis Petit Verdot in Ronda einmal ausklammert.

Wenn man sich, Bären und Menschen tun sich da nichts, fast ein Leben lang mit Wein beschäftigt, dann erscheinen einem diese Internationalinskis aus Cariñena, Costers del Segre oder Somontano, die aus Navarra sowieso, als belanglose Tropfen, Chardonnay halt, oder aber Merlot, der, wie viele Merlots, halt nach Erdbeeren schmeckt. Man muss aber schon sehen, wofür viele dieser Weine gemacht sind. Sie stehen rund um den Globus in Supermärkten, in denen sie mit Weinen aus Chile, Argentinien oder Weißdergeierland konkurrieren, Drachenland ist zumindest in Europa noch nicht mit von der Partie. Und diese Weine schmecken halt nach Pfeffer, Erdbeere, Himbeere, im „besten“ Fall nach Cassis. In Rome, do what the Romans do. In Lidl, too.

Einer der wichtigsten spanischen, nun ja, catalanischen, Weinbuschtrommler war und ist M. A. Torres, insbesondere Merlot hat es denen aus el Pacs del Penedès angetan. In Tremp haben sie etwa einhundert und dreißig Hektar mit Merlot bestockt. Gut, bei einer Jahresproduktion von vierzig Millionen Flaschen (¿Litern?) ist das dann so viel auch wieder nicht, für das beschauliche Tremp indes ist das eine Wucht. Lange Zeit hat Torres quasi allen Merlot aufgekauft, dem sie habhaft werden konnten, in Terra Alta, in der Conca, in Costers und natürlich im Penedès. Viele Weinbauern verdienten gutes Geld mit dieser Operation.

Merlot ist schließlich auch einfacher zu handhaben als etwa Cabernet. Nach fünf Jahren bringen die Stöcke ordentliche Erdbeeren, ähhh, Trauben, während sich Cabernet in der Jugend mit grünen Bitternoten herumschlägt, die später von Geschmack von weißem Pfeffer abgelöst werden. Außerdem ist der Vegetationszyklus von Cabernet lang, wenn sich Frost im Frühjahr und Regen im Herbst abstimmen, dann war es das mit der Ernte. Es gibt durchaus Cabernet Sauvignon in Ribera del Duero. In sechs von zehn Jahren ist das ein Totalausfall, gerade einmal in zwei von zehn Jahren bringt er wirklich gute Qualität in die Hütte.

Was kann die Viererbande in Spanien in die Flasche bringen? Nur Geist, oder auch Wein?

Nun, Chardonnay, um mit dem Weißen zu beginnen, der auch schon einmal weise sein kann, leidet daran, dass ihn die meisten Winzer im Barrique erschlagen, nachdem sie ihn vorher an falschen Stellen gesetzt haben. Chardonnay aus Cataragón ist in der Regel fett oder belanglos oder beides. Eigentlich fällt mir auf die Schnelle einzig Milmanda ein, eventuell noch der Chardonnay von Manzaneque. In Somontano gibt es viele, die sind aber alle langweilig, manche zudem extrem teuer. Ich habe schon diverse sehr gute Chardonnays Barricas und Stahltanks entlockt, leider verschwinden sie stets in anonymen Massen.

Merlot ist einfacher gestrickt, er kam gen Catalunya, weil dort nach dem Boom der Cava-Sorten ein Mangel an Rotem herrschte und die Winzer keine Lust hatten, mit Cariñena oder Garnacha in Wettstreit mit dem Priorat, mit Aragón oder Navarra zu treten. Merlot hat halt den Nachteil, dass die Sorte aromatisch dominant ist. Man braucht also etwas, das ihr die Stirn bietet; Tempranillo ist das eher nicht. Dies hemmt die Ausbreitung dieser Sorte etwas, zumal Cabernet Franc in Spanien nicht wirklich präsent ist. Merlot ist in der Regel Mümmelmerlot, ungefährlich, harmlos, aber auch schnell langweilend.

Cabernet Sauvignon indes ist ganz anders, denn in diesem Fall müssen Weinbauern schon nachdenken, wo man die Reben denn am besten placiert. Von Galiza und Asturias abgesehen, gibt es Cabernet eigentlich überall in Spanien, sortenreine und noch dazu gute Cabernets sind indes eher selten. Einer der besten ist noch immer nicht gemacht, Mariona Vendrell und Albert Canela trauen sich einfach nicht, die Trauben ihrer Top-Parzelle im Westen der Conca de Barberà für einen eigenständigen Wein zu nutzen. Typischerweise nutzt man Cabernet Sauvignon, um Defekte anderer Sorten auszubügeln, fehlende Säure in Sachen Tempranillo, fehlende Struktur, so es um Garnacha geht.

Und Syrah? Nun, Andrew Lloyd Webber sage in seinem Musical Evita: „The best show in town is the crown!“ The best Show, was Syrah angeht, ist Finca Garbet, eine Steillage, gelegen am Meer, zwischen dem Cap de Creus und Banyuls; latent atemberaubend, sowohl die Landschaft als auch der Preis des Weines. Die Qualität ist durchaus okay, das schon. Ansonsten gibt es ordentlichen Syrah aus verschiedenen Ecken Spaniens. Finca La Perdiz aus La Seca ist einer, Malpaso ist auch nicht schlecht, es gibt ordentlichen Syrah aus al-Andalus, auch aus Terra Alta; aus diversen Ecken von Catalunya, so man nicht gar so genau hinschmeckt. Natürlich kann man mit Syrah Terroir darstellen, aber dafür muss man die Stöcke auch an dafür geeignete Stellen setzen, am Weinausbau in der Bodega scheitert es hier nur selten, Syrah ist durchaus pflegeleicht.

Der Trend gen immer mehr CabMeSyChar indes scheint gestoppt zu sein, zumindest so man Weine betrachtet, die in Mitteleuropa im Laden mehr als zehn Euro kosten, da geht die Tendenz eher zu back to the roots (meine Güte, ist hier und heute English), zu verschollenen Rebsorten oder zu Marketingspielchen. Über die können wir ein andermal brummen.

Summieren wir zusammen: ganz so furchtbar ist die Lage mit den Internationalinskis dann doch wieder nicht. Somontano und Cariñena kann man umschiffen, aus Navarra ist man schneller draußen als drin (wer an der Ahr war und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr), ansonsten ist das schon steuerbar. Wenn die Weinbauernden nun auch noch die richtigen Sorten an die geeigneten Stellen stecken würden, um dann die gute Qualität auch ordentlich zu verarbeiten, dann wäre wirklich viel gewonnen. Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Text: el oso alemán

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Länder/Regionen

Sottimano Barbaresco Fausoni 2021 DOCG

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Cru Fausoni (Neive) alte Reben (bis 70 J.) Sottimano · Bio nur 4.000 Flaschen 2021

Der Sottimano Barbaresco Fausoni 2021 stammt aus der nur 1,5 Hektar großen Einzellage Fausoni in Neive, von bis zu 70 Jahre alten Reben – ein eleganter, präziser Cru-Nebbiolo mit feinem floralem Duft, dichter Textur und kreidigen, fein verwobenen Tanninen.


Fausoni – Cru aus alten Reben in Neive

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren biozertifiziert und konsequent traditionell: Spontangärung mit wilden Hefen, sehr lange Maischestandzeiten, Ausbau im Holz, ungeschönt und ungefiltert.

Der Barbaresco Fausoni stammt aus der gleichnamigen, nur 1,5 Hektar großen Lage in Neive. Die Reben sind bis zu 70 Jahre alt und wurzeln in ton- und sandhaltigen Böden, die dem Wein besondere Tiefe, Struktur und Textur verleihen. Die Produktion dieses biologisch erzeugten Barbaresco ist auf lediglich rund 4.000 Flaschen limitiert.

Jahrgang 2021 – Barbaresco

2021 gilt im Piemont als herausragender, klassischer Nebbiolo-Jahrgang von großer Präzision: kühl geprägt, mit feiner Frucht, lebendiger Säure und einer festen, edlen Tanninstruktur. In der Lage Fausoni mit ihren alten Reben ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit großem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barbaresco DOCG, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion erfolgt die alkoholische Gärung spontan mit natürlichen Hefen. Es schließen sich lange Maischestandzeiten sowie eine Phase mit untergetauchtem Tresterhut an. Anschließend wird der Wein ins Holz überführt, wo die malolaktische Gärung abgeschlossen wird. Ein weiteres Flaschenlager von rund einem Jahr verleiht dem Wein zusätzliche Ausdruckskraft und Balance.

Im Glas

In der Nase zeigen sich feine, florale Aromen, begleitet von Waldbeeren, balsamischen und leicht mentholigen Noten. Dazu kommen Nuancen von Zitrusölen, Datteln, Tamarinde und Lavendel. Am Gaumen wirkt der Barbaresco elegant und präzise, mit dichter Textur, kreidigen, fein verwobenen Tanninen und einem saftigen, jugendlichen Finale mit schöner Länge und Frische.

Elegant und präzise – mit feinem floralem Duft, kreidigen Tanninen und saftigem, jugendlichem Finale.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem rotem Fleisch (Brasato), zu Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Barbaresco DOCG, Cru Fausoni, Neive (Piemont, Italien); 1,5 ha Einzellage, Reben bis 70 Jahre, ton- und sandhaltige Böden
Klassifikation: Barbaresco DOCG, Nebbiolo (trocken); biologisch erzeugt, nur ca. 4.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Nebbiolo; Spontangärung, lange Maische mit untergetauchtem Tresterhut, Ausbau im Holz (inkl. Malo), ~1 Jahr Flaschenreife; ungeschönt, ungefiltert

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Länder/Regionen

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet 1er Cru Les Folatieres blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet alte Reben 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Sylvain Bzikot stammt aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Geprägt von alten Reben, zeigt sich dieser Chardonnay als mineralisches, elegantes Kraftpaket mit großem Reifepotenzial.


Les Folatières – Premier Cru über Clavoillon

Les Folatières ist eine angesehene Premier-Cru-Lage von Puligny-Montrachet, ein hochgelegenes Terroir oberhalb des 1er Cru Clavoillon. Alte Reben auf kalksteinreichem Boden bringen einen der vielschichtigsten und mineralischsten Weißweine hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur; wegen des frühen Frühlings und der Frostgefahr ist besondere Aufmerksamkeit nötig. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Die Lese begann sehr früh, schon im August.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische – ein gehaltvoller Jahrgang, der die satte Substanz der Folatières trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, von alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Schmelz, mineralischer Linie und reifer Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase breit und sinnlich, mit kraftvollen Eindrücken, dazu Macadamianüsse, reife Äpfel, Birnen und würzige Akzente. Am Gaumen cremig, mit reifer, fein ausbalancierter Säure, die die satte Substanz trägt und in ein langes, berührendes Finish überführt – mit Schmelz, Mineralität und Kraft.

Macadamia, reifer Apfel und Würze über cremigem Schmelz und mineralischer Kraft – ein Einzellagen-Chardonnay mit langem Finish.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden, Oberhang über Clavoillon
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay, alte Reben; Holzfassausbau auf der Hefe

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Rebsorten

Conte di Campiano Sangiovese del Conte

Rotwein · Sangiovese · Emilia-Romagna · Italien

Conte di Campiano Sangiovese del Conte ist ein rubinrot funkelnder Rotwein aus der Emilia-Romagna, der drei Monate in kleinen Barriques reifte. In allen Facetten duftet und schmeckt er nach reifer Kirschfrucht. Für einen Sangiovese ist er ungemein reif und vollmundig – mit geschmeidigem Abgang.


Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna in Norditalien ist für ihre fruchtbetonten, zugänglichen Rotweine bekannt. Sangiovese, die klassische Rotweinsorte Mittelitaliens, bringt hier einen reifen, vollmundigen Stil hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sangiovese. Er reift drei Monate in kleinen Barriques, bevor er auf die Flasche gezogen wird – das gibt ihm Struktur und einen geschmeidigen Charakter.

Im Glas

Rubinrot funkelnd. In Nase und Geschmack durchgehend reife Kirschfrucht. Am Gaumen für einen Sangiovese ungemein reif und vollmundig, mit großer Konzentration und einem geschmeidigen, weichen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit Tomatensugo, Grillfleisch, Pizza und mittelreifer Käse.


Lage: Emilia-Romagna (Italien)
Klassifikation: Sangiovese (Emilia-Romagna)
Ausbau: Sangiovese, 3 Monate Barrique

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USA

Saxum James Berry Vineyard White 2018

Weißwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache Blanc · Roussanne · Chenin Blanc James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein-Steillage Fassgärung · Vollhefe 2018

Der Saxum James Berry Vineyard White 2018 ist der zweite Jahrgang dieses raren Weißweins des Kult-Erzeugers Saxum – eine ernsthaft strukturierte, zugleich komplex aromatische Rhône-Cuvée aus der Heimatlage. Im Stil eines klassischen Weißburgunders, aber mit kalifornischem Twist: reich, konzentriert und doch von großer Frische und Balance.


James Berry Vineyard White – ein lang gehegter Traum

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer über einem uralten Meeresboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein".

Dieser Weißwein war lange im Werden: Roussanne steht hier bereits seit 1997, doch um die Frische zu ergänzen, die der Roussanne mitunter fehlt, pflanzte Saxum Grenache Blanc auf einem ostexponierten Abschnitt des Rocket-Block-Hügels. Das Ziel war ein Weißwein mit Struktur und Reifepotenzial wie ein klassischer Weißburgunder, aber mit kalifornischem Charakter. Den Kern aus Grenache Blanc und Roussanne ergänzt im 2018er ein Anteil Chenin Blanc für zusätzliche Spannung.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender Jahrgang, der eine besonders reine, frische und zugleich konzentrierte Stilistik hervorbrachte. Auf dem kühlen Kalksteinterroir ergibt das einen vollmundigen, dicht texturierten Weißwein, dessen Fülle von einer lebendigen Säure und mineralischen Spannung getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 66 % Grenache Blanc, 28 % Roussanne und 6 % Chenin Blanc, Jahrgang 2018, trocken.

Grenache Blanc gibt dem Wein Frische und florale Klarheit, Roussanne Fülle, Schmelz und honigwürzige Tiefe, Chenin Blanc Spannung und eine lebendige Säure. Der Most wurde direkt ins Fass gepresst und dort vergoren – in einer Kombination aus 320-Liter-Hogsheads und 600-Liter-Demi-muids, fast ausschließlich neue französische Eiche (mit einem einzigen gebrauchten 600-l-Fass, das niemand Geringerem als Didier Dagueneau gehörte). Über die gesamten 20 Monate reifte der Wein auf der Vollhefe mit gelegentlichem Aufrühren. Bis zur Umfüllung in den Tank zur Abfüllung sah er keinerlei Schwefel; gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Aus dem kalkreichen Terroir und der Rhône-Cuvée lebt dieser Weißwein von Konzentration und Spannung: goldgelb im Glas, mit Aromen von karamellisierter Zitrus und Orangenschale, reifer Aprikose, gebackenem Apfel und Zitrone, dazu Honig, Bienenwachs, getrocknete Kamille, salzige Mandel und geröstetes Brot. Untermalt wird das von einer feuersteinig-kalkigen Mineralität, die man von einem kalifornischen Weißwein so nicht erwartet. Am Gaumen vollgewichtig, reich und konzentriert, mit dichter, seidiger, fast schwereloser Textur, getragen von einer lebendigen Säure und salzigem Zug – fokussiert und balanciert zugleich, mit langem, frischem Finale.

Karamellisierte Zitrus, Aprikose und Honig über Bienenwachs, salziger Mandel und feuersteiniger Mineralität – reich und konzentriert, doch frisch und lang.

Schon jetzt ein Genuss, gewinnt aber wie die Saxum-Rotweine mit einigen Jahren Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu edlem Fisch und Krustentieren, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hart- und Weichkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steile Kalkstein-/Kalkschiefer-Hänge über fossilem Meeresboden; Roussanne seit 1997, Grenache Blanc am ostexponierten Rocket-Block-Hügel; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 66 % Grenache Blanc, 28 % Roussanne, 6 % Chenin Blanc (trocken)
Ausbau: Fassgärung, 20 Monate auf der Vollhefe mit Bâtonnage in 320-l-Hogsheads und 600-l-Demi-muids (fast ausschließlich neue französische Eiche); kein SO₂ bis zur Füllung, ungeschönt und unfiltriert

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Deutschland

Metzger Hausmarke Weiss

Weißwein · Cuvée · Müller-Thurgau & Scheurebe · Pfalz

Metzger Hausmarke weiß ist eine saftig-milde, sehr süffige Cuvée aus Müller-Thurgau und Scheurebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren verwöhnen Duft und Gaumen. Frech und frisch!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima bringt aromatische, fruchtbetonte Weißweine hervor – Grundlage für diese süffige Alltagscuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Müller-Thurgau und Scheurebe. Eine natürliche Restsüße von knapp 20 g/l stützt die knackige Frucht und macht den Wein besonders süffig.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren. Saftig und mild, mit knackiger Frucht und feiner Restsüße. Frech und frisch, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein süffiger Begleiter für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Vesper, Salate, leichte Gerichte, würzige Küche oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein-Cuvée
Ausbau: Müller-Thurgau & Scheurebe, fruchtbetont, ~20 g/l Restsüße

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Spanien

Gran Dominio Crianza Rioja

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Crianza · Spanien

Bodegas LAN Gran Dominio Crianza ist ein hervorragender Rotwein aus der Rioja, hauptsächlich aus Tempranillo, verfeinert mit einem kleinen Anteil Garnacha. Ein voller, kräftiger Wein mit reichem Bouquet. Im Glas Cassis, Kirsche und ein Hauch Vanille.


Rioja

Bodegas LAN ist ein renommiertes Weingut in der Rioja im Norden Spaniens. Das ausgewogene Klima und die kalk- und tonhaltigen Böden bringen ausdrucksstarke Tempranillo-Weine hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo, verfeinert mit einem kleinen Anteil Garnacha. Als Crianza reift der Wein zwölf Monate in amerikanischen Eichenholzfässern und anschließend fünfzehn Monate in der Flasche, was ihm Fülle, Kraft und ein reiches Bouquet verleiht.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase eine verführerische Mischung aus schwarzen Johannisbeeren, Kirschen und einem Hauch Vanille. Am Gaumen fruchtig und kräftig, kraftvoll und zugleich trinkreif. Der Abgang ist von milden Tanninen geprägt.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Rioja (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Crianza
Ausbau: Tempranillo mit Garnacha, 12 Monate amerikanische Eiche, 15 Monate Flasche

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Rebsorten

Le Moine Gevrey Chambertin Cazetieres 1er Cru 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Cazetiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten und höchstgelegenen Premiers Crus von Gevrey – ein reichhaltiger, gut strukturierter Pinot Noir mit Kraft und Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Cazetiers – Kraft aus Gevreys Höhen

Les Cazetiers ist eine 8,4 Hektar große Premier-Cru-Lage in Gevrey-Chambertin, ausschließlich mit Pinot Noir bestockt – einer der besten 1ers der Gemeinde, direkt neben dem berühmten Clos Saint-Jacques. Mit einer Oberkante auf rund 370 Metern zählt sie zu den höchstgelegenen Premier-Cru-Standorten Gevreys und des ganzen Burgunds.

Die Böden des steilen, gut dränierten Hangs sind voller kleiner Steine, die die Drainage fördern und Sonnenlicht sowie Wärme reflektieren. Das etwas wärmere Mesoklima begünstigt die Reife. Die Weine sind in der Regel reichhaltig, gut strukturiert und recht tanninbetont – robuste, kraftvolle Pinot Noirs, in der Jugend zugänglicher als die aus dem benachbarten Clos Saint-Jacques.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kraftvollen, gut besonnten Lage wie Les Cazetiers ergibt das einen reichhaltigen, strukturierten und zugleich fein gezeichneten Pinot Noir mit kühler Frische und festem, feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom steinigen, gut besonnten Hang von Cazetiers lebt dieser Gevrey: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – robust und zugleich fein gezeichnet.

Dunkle Frucht und würzige Tiefe – reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~8,4 ha, steiler steiniger Hang, Oberkante ~370 m (eine der höchsten 1er-Lagen); neben Clos Saint-Jacques
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Eric Rodez Champagne Cuvée des Crayères extra brut BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Cuvée · Extra Brut · Bio

Eric Rodez Cuvée des Crayères Extra Brut ist die Signatur-Cuvée des Bio-Hauses Eric Rodez aus dem Grand-Cru-Dorf Ambonnay. Sie ist assembliert aus zwölf verschiedenen Grundweinen aus vier Jahrgängen. Gold moussierend im Glas, vereint sie alle Attribute eines großen Champagners: feinfruchtig, elegant, körperreich, mineralisch und frisch.


Ambonnay Grand Cru

Eric Rodez hat seinen Sitz im Grand-Cru-Dorf Ambonnay in der Montagne de Reims. Die Kreideböden – „Crayères" verweist auf die Kreide – verleihen dem Champagner seine mineralische Frische und Tiefe. Die Reben werden ökologisch bewirtschaftet; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Pinot Noir und Chardonnay und ist aus zwölf Grundweinen von vier Jahrgängen assembliert. Der Ausbau folgt der Handschrift des Hauses im Holzfass, gefolgt von langem Hefelager; abgefüllt als Extra Brut.

Im Glas

Goldgelb mit feiner, moussierender Perlage. In der Nase feinfruchtig und elegant, mit Brioche und mineralischen Noten. Am Gaumen körperreich, frisch und mineralisch, fein ausbalanciert. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als vielseitiger Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Extra Brut
Ausbau: Pinot Noir/Chardonnay, 12 Grundweine aus 4 Jahrgängen, Holzfass, langes Hefelager

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