Spaniens Internationale …

Rebsorten

So, if you come to San Francisco, be sure to wear a flower in your hair. Schon seit Zeiten beschäftigen sich Menschen damit, was man denn auf Reisen dabei haben sollte. Wanderer, kommst Du nach Spa…, titelte einst Heinrich Böll, wobei dies die Überschrift einer eher grausamen Erzählung über den grausamen Krieg war. Verpositivieren wir sie: Wanderer, kommst Du nach Spanien, so bring einen Rebstock mit. Er muss ja nich gleich im Haar stecken, was bei der aktuellen Kurzkurzkurzhaarmode zumindest Männern schwer fallen würde. Hipsternde können den Rebstock ja im Bart fixieren….

Genug gealbert, kommen wir zum Thema. Spanien befindet sich, auch wenn das viele Spanier anders sehen, am Rand der Welt. An drei Seiten ist Meer (oder Portugal), in einer Ecke türmen sich hohe Berge. Und dennoch: Wanderbewegungen haben den spanischen Weinbau schon immer fest im Griff gehabt. Seien es die Griechen oder Römer gewesen, oder aber ein paar Monde später Mönche aus Cluny, von der Loire oder aus Mittelfranken, Abenteuerlustige oder wer auch immer: zu allen Zeiten kamen Rebsorten vornehmlich aus Frankreich, Italien, Griechenland oder Ägypten gen spanische Halbinsel, um dort sesshaft zu werden. Manche reisten weiter, nach Kanarienland oder gen Südamerika. 

Mencía verdankt Spanien dieser Wanderbewegung, ein Großteil der Weißweinsorten Nordspaniens, die nicht durch Mutation oder Kreuzung entstanden, kommen aus Frankreich, oder aus Portugal, wobei letzteres in diesem Sinne ja auch spanisch ist.

Da es, Landweg angenommen, nur zwei Möglichkeiten gibt, Spanien trockenen Fußes zu erreichen (links an den Pyrenäen vorbei oder am rechten Rand entlanglaufend) kann man gut erkennen, welche Wanderbewegungen wo Ereignisse auslösten. Was via Banyuls kam, blieb im Osten, was Hendaye passierte, im Norden. Das war einmal.

In eine globalen globalisierten Welt ist auch das Weinmarketing globaler geworden. Sideways triggerte einen Merlot-Boom ohne Gleichen, Cabernet Sauvginon findet man auch schon fast überall, und der dritte im Bunde, Syrah, macht sich zwar heimlich, in Summe dann aber doch eher unheimlich breit. CabMeSy brummt der Bär misslaunig, wenn mal wieder der Besuch in einer so angehauchten Bodega ansteht.

Francisco Lalanne war einer der Pioniere dieser Bewegung, wobei man konstatieren muss, dass zu seiner Zeit die bereits erwähnte globale Globalisierung noch nicht stattgefunden hatte. Er kam aus Bordeaux, weil dort die Laus zu Besuch war, in den Süden, an die Füße der Berge, gen so montaña sozusagen. Dies war im Jahr achtzehnhundert und sechzig, in der Zeit, in der Ballspielende im Königreich Bayern einen Klub gründeten. Er brachte Cabernet und Merlot und Chardonnay mit, weil er in Bordeaux mit diesen Sorten hantierte. Und er brachte damit etwas ganz Neues gen Spanien, gen Aragón, in eine Region, in der damals Garnacha, Cariñena, Alcañón oder Moristel kultiviert wurden, Macabeo auch, Tempranillo ein wenig. Er konnte ja nicht ahnen, was Enate und friends of Enate vierzehn Jahrzehnte später anstellen würden.

Spaniernde sind komplexe Wesen: sie bersten voller Stolz, rennen aber auch ständig mit Minderwertigkeitskomplexen durch die Landschaft. Sie glaubten und glauben oftmals noch immer (Südfranzosen sitzen da aber im gleichen Zug), dass diese berühmten Rebsorten, die da aus dem gelobten Weinland kommen, ihre eigenen Tropfen verbessern.

CabMeSy in der Mancha ist eine eher neuere Erfindung, dieses Thema turnt gerade einmal zwanzig Jahre durch die Gegend. Der wahre Schwerpunkt befindet sich in Aragón und in Catalunya, er dehnt sich aus gen València und gen Navarra, das war es dann aber auch schon. Und: er ist letztendlich auf wenige Sorten beschränkt, aus CabMeSy wird CabMeSyChar, das ist es dann aber schon. Klar, es gibt in Spanien auch Riesling, Sauvignon Blanc, Viognier, Pinot Noir und Petit Verdot, selbst Cabernet Franc; diese Sorten findet man aber selten, dafür oft an für sie geeigneten Stellen, wenn man das Missverständnis Petit Verdot in Ronda einmal ausklammert.

Wenn man sich, Bären und Menschen tun sich da nichts, fast ein Leben lang mit Wein beschäftigt, dann erscheinen einem diese Internationalinskis aus Cariñena, Costers del Segre oder Somontano, die aus Navarra sowieso, als belanglose Tropfen, Chardonnay halt, oder aber Merlot, der, wie viele Merlots, halt nach Erdbeeren schmeckt. Man muss aber schon sehen, wofür viele dieser Weine gemacht sind. Sie stehen rund um den Globus in Supermärkten, in denen sie mit Weinen aus Chile, Argentinien oder Weißdergeierland konkurrieren, Drachenland ist zumindest in Europa noch nicht mit von der Partie. Und diese Weine schmecken halt nach Pfeffer, Erdbeere, Himbeere, im „besten“ Fall nach Cassis. In Rome, do what the Romans do. In Lidl, too.

Einer der wichtigsten spanischen, nun ja, catalanischen, Weinbuschtrommler war und ist M. A. Torres, insbesondere Merlot hat es denen aus el Pacs del Penedès angetan. In Tremp haben sie etwa einhundert und dreißig Hektar mit Merlot bestockt. Gut, bei einer Jahresproduktion von vierzig Millionen Flaschen (¿Litern?) ist das dann so viel auch wieder nicht, für das beschauliche Tremp indes ist das eine Wucht. Lange Zeit hat Torres quasi allen Merlot aufgekauft, dem sie habhaft werden konnten, in Terra Alta, in der Conca, in Costers und natürlich im Penedès. Viele Weinbauern verdienten gutes Geld mit dieser Operation.

Merlot ist schließlich auch einfacher zu handhaben als etwa Cabernet. Nach fünf Jahren bringen die Stöcke ordentliche Erdbeeren, ähhh, Trauben, während sich Cabernet in der Jugend mit grünen Bitternoten herumschlägt, die später von Geschmack von weißem Pfeffer abgelöst werden. Außerdem ist der Vegetationszyklus von Cabernet lang, wenn sich Frost im Frühjahr und Regen im Herbst abstimmen, dann war es das mit der Ernte. Es gibt durchaus Cabernet Sauvignon in Ribera del Duero. In sechs von zehn Jahren ist das ein Totalausfall, gerade einmal in zwei von zehn Jahren bringt er wirklich gute Qualität in die Hütte.

Was kann die Viererbande in Spanien in die Flasche bringen? Nur Geist, oder auch Wein?

Nun, Chardonnay, um mit dem Weißen zu beginnen, der auch schon einmal weise sein kann, leidet daran, dass ihn die meisten Winzer im Barrique erschlagen, nachdem sie ihn vorher an falschen Stellen gesetzt haben. Chardonnay aus Cataragón ist in der Regel fett oder belanglos oder beides. Eigentlich fällt mir auf die Schnelle einzig Milmanda ein, eventuell noch der Chardonnay von Manzaneque. In Somontano gibt es viele, die sind aber alle langweilig, manche zudem extrem teuer. Ich habe schon diverse sehr gute Chardonnays Barricas und Stahltanks entlockt, leider verschwinden sie stets in anonymen Massen.

Merlot ist einfacher gestrickt, er kam gen Catalunya, weil dort nach dem Boom der Cava-Sorten ein Mangel an Rotem herrschte und die Winzer keine Lust hatten, mit Cariñena oder Garnacha in Wettstreit mit dem Priorat, mit Aragón oder Navarra zu treten. Merlot hat halt den Nachteil, dass die Sorte aromatisch dominant ist. Man braucht also etwas, das ihr die Stirn bietet; Tempranillo ist das eher nicht. Dies hemmt die Ausbreitung dieser Sorte etwas, zumal Cabernet Franc in Spanien nicht wirklich präsent ist. Merlot ist in der Regel Mümmelmerlot, ungefährlich, harmlos, aber auch schnell langweilend.

Cabernet Sauvignon indes ist ganz anders, denn in diesem Fall müssen Weinbauern schon nachdenken, wo man die Reben denn am besten placiert. Von Galiza und Asturias abgesehen, gibt es Cabernet eigentlich überall in Spanien, sortenreine und noch dazu gute Cabernets sind indes eher selten. Einer der besten ist noch immer nicht gemacht, Mariona Vendrell und Albert Canela trauen sich einfach nicht, die Trauben ihrer Top-Parzelle im Westen der Conca de Barberà für einen eigenständigen Wein zu nutzen. Typischerweise nutzt man Cabernet Sauvignon, um Defekte anderer Sorten auszubügeln, fehlende Säure in Sachen Tempranillo, fehlende Struktur, so es um Garnacha geht.

Und Syrah? Nun, Andrew Lloyd Webber sage in seinem Musical Evita: „The best show in town is the crown!“ The best Show, was Syrah angeht, ist Finca Garbet, eine Steillage, gelegen am Meer, zwischen dem Cap de Creus und Banyuls; latent atemberaubend, sowohl die Landschaft als auch der Preis des Weines. Die Qualität ist durchaus okay, das schon. Ansonsten gibt es ordentlichen Syrah aus verschiedenen Ecken Spaniens. Finca La Perdiz aus La Seca ist einer, Malpaso ist auch nicht schlecht, es gibt ordentlichen Syrah aus al-Andalus, auch aus Terra Alta; aus diversen Ecken von Catalunya, so man nicht gar so genau hinschmeckt. Natürlich kann man mit Syrah Terroir darstellen, aber dafür muss man die Stöcke auch an dafür geeignete Stellen setzen, am Weinausbau in der Bodega scheitert es hier nur selten, Syrah ist durchaus pflegeleicht.

Der Trend gen immer mehr CabMeSyChar indes scheint gestoppt zu sein, zumindest so man Weine betrachtet, die in Mitteleuropa im Laden mehr als zehn Euro kosten, da geht die Tendenz eher zu back to the roots (meine Güte, ist hier und heute English), zu verschollenen Rebsorten oder zu Marketingspielchen. Über die können wir ein andermal brummen.

Summieren wir zusammen: ganz so furchtbar ist die Lage mit den Internationalinskis dann doch wieder nicht. Somontano und Cariñena kann man umschiffen, aus Navarra ist man schneller draußen als drin (wer an der Ahr war und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr), ansonsten ist das schon steuerbar. Wenn die Weinbauernden nun auch noch die richtigen Sorten an die geeigneten Stellen stecken würden, um dann die gute Qualität auch ordentlich zu verarbeiten, dann wäre wirklich viel gewonnen. Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Text: el oso alemán

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Weine

Weingut Andres Old Skool Rosé BIO

Roséwein · Pfalz · Spätburgunder

Spätburgunder Old Skool Rosé Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Buntsandsteinverwitterung · Löss trocken · natürliche Hefen BIO (DE-ÖKO-039) 2024

Der Weingut Andres Old Skool Rosé trocken 2024 ist ein unkomplizierter Roséwein aus Spätburgunder. Feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten – ein Pfälzer für den unbeschwerten Genuss.


Old Skool Rosé – Spätburgunder aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Die Old-Skool-Linie steht für Weine ohne Schnickschnack – unkompliziert, ehrlich und herkunftstypisch.

Die Trauben stammen von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss. Diese Kombination gibt dem Rosé Frische und saftige Frucht – ein Spätburgunder-Rosé, der nicht die übertriebene Frucht sucht, sondern in einer schönen Balance steht.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der auf Frische und Trinkfluss ausgerichtete Stil und die schonende Arbeit im Keller bewahren die saftige, dezente Frucht des Rosés – Erfrischung im Vordergrund.

Ausbau

Trockener Rosé aus Spätburgunder, Jahrgang 2024; von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss, Ertrag 65 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und schonend ausgebaut, ganz auf Frische und saftige Frucht ausgerichtet. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein unkomplizierter Roséwein: feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten. Am Gaumen leicht und animierend, in schöner Balance – ein Rosé, der nicht die übertriebene Frucht sucht, sondern Trinkfluss und Frische in den Vordergrund stellt.

Feiner Duft, erfrischend, mit saftiger, dezenter Frucht nach reifen Sommerfrüchten – leicht, animierend und in schöner Balance.

Leicht gekühlt ideal zu Fingerfood und Sommersalaten. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Fingerfood und Sommersalaten, zu leichten Vorspeisen, gegrilltem Gemüse und hellem Fleisch sowie zu mildem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss
Klassifikation: Rosé, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder; 65 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, schonender Ausbau; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Spanien

Fulcro Nas Dunas Albariño 2018

Weißwein · Rías Baixas · Albariño · Val do Salnés

Fulcro Nas Dunas Albariño 2018 stammt von einer winzigen Parzelle alter Reben, die direkt auf Dünensand oberhalb des Strands von Montalvo wachsen. Der Jahrgang 2018 zeigt sich reif, voll und tief – ein Albariño von großer Statur, der Zeit und Luft belohnt. Nur rund 800 Flaschen wurden gefüllt.


Nas Dunas

„Nas Dunas“ heißt „in den Dünen“: Die Reben stehen in Arra, oberhalb der Praia de Montalvo bei Sanxenxo, auf feinem, vom Wind angewehtem Sand über Lehm. Die Wurzeln müssen sich erst durch den Sand graben, bevor sie im Lehm Halt finden; die stete Atlantikbrise trocknet die Reben und kühlt die Trauben. Manuel „Chicho“ Moldes von Bodegas Fulcro teilt die Parzelle mit seinen Freunden Rodri Méndez und Raúl Pérez.

Rebsorte und Ausbau

100 % Albariño. Spontangärung mit eigenen Hefen in einem einzigen 700-Liter-Fass aus französischer Eiche, ohne malolaktische Gärung. Der Wein reift rund 11 Monate im Fass und anschließend weitere 18 Monate auf der Flasche, bevor er in den Verkauf geht.

Im Glas

Leuchtendes Strohgelb. In der Nase Zitrusfrucht, reifer Apfel und Kräuter, dazu salzige Meeresnoten und ein feiner Holzhauch. Am Gaumen voll und tief, mit mehr Reife und Fülle als die kühleren Folgejahrgänge – getragen von präziser Säure und mineralischer Spannung. Langer, salziger Abgang.

Am Tisch

Bei 10–12 °C servieren und am besten eine Stunde vorher dekantieren; ein größeres Glas bringt die Aromen zur Geltung.

Klassische Begleitung: Austern, Muscheln, Meeresfrüchte und gegrillter Fisch.


Lage: Nas Dunas, Arra (Sanxenxo), Val do Salnés (Rías Baixas); Sand über Lehm
Klassifikation: Rías Baixas DO
Jahrgang: 2018 (ca. 800 Flaschen)
Ausbau: ca. 11 Monate im 700-l-Fass (französische Eiche), 18 Monate Flaschenreife

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Weine

Le Petit Victor blanc Bag in Box Chardonnay Sauvignon Blanc

Wein · Weißwein · Pays d'Oc · Frankreich

Le Petit Victor Blanc ist eine frische, fruchtige Weißwein-Cuvée aus Chardonnay und Sauvignon Blanc aus dem Süden Frankreichs – praktisch abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box.


Pays d'Oc / Languedoc

Der Wein stammt aus dem Languedoc im Süden Frankreichs, dessen mediterranes Klima fruchtbetonte, frische Weißweine hervorbringt. Erzeuger ist die renommierte Vereinigung Vignobles Foncalieu.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Chardonnay und Sauvignon Blanc. Chardonnay bringt Fülle und Schmelz, Sauvignon Blanc Frische und krautige Würze. Der kühle Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Aromatik. Abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box, die den Wein vor Sauerstoff schützt, sodass er nach dem Anbruch mehrere Wochen frisch bleibt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase frische helle Frucht, Zitrus und ein krautiger Anklang. Am Gaumen saftig, frisch und unkompliziert, mit feiner Frucht und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder Terrassenwein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: Salaten, Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel und leichten Sommergerichten.


Lage: Pays d'Oc / Languedoc (Frankreich); Vignobles Foncalieu
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Chardonnay & Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühle Gärung (fruchtbewahrend)
Gebinde: Bag-in-Box, 5,0 Liter

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Rebsorten

Metzger Sauvignon blanc

Weißwein · Sauvignon Blanc · Pfalz · Deutschland

Metzger Sauvignon Blanc ist ein herrlich sortentypischer Sauvignon Blanc aus der Pfalz. Es dominieren Aromen von Stachelbeere, Passionsfrucht und Maracuja. Der Wein schmeckt frisch, intensiv, fruchtig und leicht.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima und die Böden bringen aromatische, frische Sauvignon Blancs mit klarer Sortentypizität hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der fruchtbetonte Ausbau stellt die sortentypische Aromatik und die frische, leichte Stilistik in den Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen dominieren Stachelbeere, Passionsfrucht und Maracuja. Frisch, intensiv, fruchtig und leicht, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Spargel.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Sauvignon Blanc)
Ausbau: Sauvignon Blanc, fruchtbetont

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Rebsorten

Schwedhelm Zellertal Chardonnay

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Zellertal Chardonnay ist ein fruchtbetonter, trockener Chardonnay mit feinem Duft nach Birnen. Im Geschmack gesellen sich Anklänge von Banane, Aprikose und ein wenig Salz hinzu – getragen von einer feinen Säure und Mineralik, die Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der nördlichen Pfalz beheimatet – einer kühleren Ecke der Region mit kalkgeprägten Böden, die fruchtbetonte, mineralische Weißweine mit feiner Säure hervorbringen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Der Ausbau betont die klare Frucht, die feine Säure und die salzige Mineralik des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feiner Duft nach Birnen. Am Gaumen fruchtbetont, mit Anklängen von Banane, Aprikose und einem Hauch Salz, getragen von einer feinen Säure und Mineralik; animierender, sauberer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: frucht- und mineralitätsbetont

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2019

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2019 stammt aus einem etwas kühleren Jahrgang und zeigt mehr Finesse und lebendige Säure als sein üppiger Vorgänger: rauchige Brombeere, Graphit, Veilchen und Kakao über salziger Mineralität – dicht, elegant und lang.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2019. Der Wein reifte in Demi-Muids, Foudres und Barriques aus französischer Eiche, rund zur Hälfte neu. Das Holz bleibt ein Akzent – im Vordergrund steht der Charakter der Rebsorte.

Im Glas

Tiefes Rubin- bis Pflaumenrot. In der Nase rauchige Brombeere, gegrilltes Fleisch, Graphit, Veilchen und Zedernholz, dazu Kakao, Salbei und balsamische Kräuter. Am Gaumen seidig und saftig, mit lebendiger Säure, würzigen roten Beeren und salziger Mineralität; die Tannine sind fest, aber fein. Langes Finale mit Lakritz.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber mit weiterer Flaschenreife; trinkt sich bis etwa 2033 hervorragend. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak, Rind, Wild und Gerichte mit Pilzen.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2019 (etwas kühlerer Jahrgang)
Ausbau: 100 % Tempranillo; Demi-Muids, Foudres und Barriques aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2021

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021 stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage Chambolles – von Groffier, dem größten Einzelbesitzer dieser Lage. Im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders straffer, saliner und präziser Pinot Noir.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses („Die Liebenden") gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein heißer Kandidat für eine künftige Grand-Cru-Einstufung neben Musigny und Bonnes Mares. Die Lage liegt am Südende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Musigny.

Der kalkhaltige Boden ist hier leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln zwingt, in Felsspalten zu graben. Das ergibt kleine, konzentrierte Beeren und Weine von Feinheit, erdigem Charakter und festen, seidigen Tanninen. Groffier besitzt mit rund einem Hektar den größten Einzelanteil.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und straffer Struktur.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Vergoren mit 40 % Ganztrauben, ausgebaut in 100 % neuem Holz. Der Wein wird im Stil der Domaine nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine fein gezeichnete Aromatik, in der die Ganztrauben-Würze noch deutlich den Ton angibt, mit ausreichend Frucht darunter, die sie mit der Reife einbinden wird. Am Gaumen mittelgewichtig, detailreich, straff und frisch, mit ausgeprägter saliner Note – kein üppiger, sondern ein präziser, klar konturierter Amoureuses.

Straff, salzig und fein gezeichnet – ein präziser Amoureuses aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Taube, Reh, Geflügel, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Amoureuses, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalkstein, alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 40 % Ganztrauben; 100 % Neuholz; ein Abstich

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Rebsorten

Georg Breuer Rauenthal Nonnenberg Riesling 2021

Weißwein · Rheingau · Riesling

100 % Riesling Rauenthal Nonnenberg · Monopol tiefgründiger Phyllit Reben teils über 70 Jahre Spontangärung · großes Holzfass trocken 2021

Der Georg Breuer Rauenthal Nonnenberg Riesling 2021 stammt aus der Monopollage des Guts in Rauenthal. Auf tiefgründigen Phyllitböden und mit teils über 70 Jahre alten Reben, spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut, entsteht ein kraftvoller, klar strukturierter trockener Riesling – in einem kühlen Jahrgang, der ihm Spannung statt Fülle gibt.


Rauenthal Nonnenberg – die Monopollage

Rauenthal liegt im östlichen Rheingau, oberhalb von Eltville, und ist einer der höchstgelegenen Weinorte der Region. Die Höhe und die Nähe zu den Taunuswäldern machen die Lagen kühler als die Uferlagen am Rhein: Die Reife verläuft langsamer, die Säure bleibt höher. Rauenthaler Rieslinge gelten deshalb traditionell als die würzigsten und langlebigsten des Rheingaus.

Der Nonnenberg ist die Monopollage des Weinguts Georg Breuer – der gesamte Weinberg gehört dem Gut. Er ist nach Süden ausgerichtet und steht auf tiefgründigem Phyllit, einem schiefrigen, glimmerhaltigen Gestein des Taunus. Phyllit verwittert zu einem durchlässigen, steinigen Boden, der die Wurzeln in die Tiefe zwingt und dem Wein eine karge, würzige Mineralität gibt. Die teils über 70 Jahre alten Reben tragen wenig und reagieren gelassen auf Trockenstress – das Rebalter erklärt die Kraft dieses Weins mehr als jeder Kellerschritt.

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim gehört zu den prägenden Gütern des Rheingaus und war früh einer der Wegbereiter des trockenen Lagen-Rieslings. Heute führen Theresa Breuer und Kellermeister Markus Lundén den Betrieb; der Stil setzt auf Handarbeit in den Steillagen, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der Jahrgang 2021 war im Rheingau ein kühles Jahr, wie es die Region seit Längerem nicht erlebt hatte. Ein kaltes Frühjahr verzögerte Austrieb und Blüte, der Sommer blieb feucht, und der Druck durch Falschen Mehltau verlangte viel Arbeit im Weinberg. Die Erträge fielen vielerorts geringer aus.

Ein trockener, sonniger Herbst rettete das Jahr: Die Trauben konnten lange hängen und reiften langsam aus, gelesen wurde spät, bis weit in den Oktober. Das Ergebnis sind Rieslinge mit ausgeprägter Säure, moderatem Alkohol und klarer, feingliedriger Struktur – ein klassischer Rheingau-Jahrgang, der Zeit in der Flasche braucht. Für eine kühle Lage wie Rauenthal bedeutet das: viel Spannung, wenig Fett.

Spontangärung und langer Ausbau im großen Holzfass

Trockener Lagen-Riesling aus der Monopollage Rauenthal Nonnenberg, Jahrgang 2021, 100 % Riesling. Gelesen wird selektiv von Hand, anschließend gärt der Most spontan mit den weinbergseigenen Hefen – langsamer und unberechenbarer als mit Reinzuchthefe, dafür mit mehr Vielschichtigkeit.

Der Ausbau erfolgt lange im großen Holzfass. Bei dieser Fassgröße gibt das Holz praktisch kein Aroma ab, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt, der die Säure rundet und die Textur öffnet. Im Keller wird bewusst wenig eingegriffen – die Lage soll sprechen, nicht die Technik.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Rand. In der Nase roter Apfel und Zitrusfrucht, dazu eine würzige, steinige Note und ein leicht exotischer Anflug. Am Gaumen kraftvoll und straff gebaut, mit saftiger Zitrusfrucht, spürbarem Zug und einer feinen Schärfe, die aus dem Phyllit zu kommen scheint. Die Säure des kühlen Jahrgangs gibt Länge; der Abgang ist mineralisch und anhaltend.

Phyllit, siebzig Jahre alte Reben und ein kühles Jahr: Rauenthal zeigt hier, warum seine Rieslinge Zeit brauchen – und bekommen sollten.

Jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter. Ein langlebiger Steillagen-Riesling, der in den kommenden Jahren an Tiefe gewinnt.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse. Die Säure des Jahrgangs trägt auch Fettes – Zander in Beurre blanc, Schweinebauch, Rheingauer Spundekäs.


Produzent Weingut Georg Breuer, Rüdesheim
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Rauenthal Nonnenberg, Monopollage · südlich ausgerichtete Steillage · tiefgründiger Phyllit
Klassifikation Lagen-Riesling · Rheingau · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation selektive Handlese · Spontangärung
Ausbau langer Ausbau im großen Holzfass
Rebenalter teils über 70 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis 2036

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