Was ist die dynamischste Weinregion Spaniens?

Und ewig mäandert der Fluss

Und der Bär! Von l’Alt Empordà bis vor die Tore von Cadiz, von Xàbia bis zum Torre de Herkules, kein Fleck auf der Spanischen Halbinsel ist vor dieem Tier sicher. Angetreten dereinst, wir strefen gerade den achtundzwanzigsten Winter, um viele der spannenden Weine zu finden, die man nördlich der Pyrenäen nicht oder nur kaum kannte. Manche kannte und/oder kennt man bis heute auch im Süden der Pyrenäen kaum. Spain is different!

Eine Region habe ich mindestens zwanzig Jahre ignoriert, so weit das eben geht, erst in den letzten fünf oder sechs Jahren hat sich das wirklich geändert. Und dennoch: in all den Jahren hat diese Region immer gewirkt wie ein starker Magnet. Irgendwann landete man dort. Am Anfang war die Ausbeute eher enttäuschend, zu viel traditioneller Kram, Froh, wieder weg zu sein, kamen dann ein paar Jahre später die ersten Weine, die vorgaben, sich mit Terroir zu befassen. In der Regel waren es Schaumschlägerweine auch wenn sich einer von denen „Beatutiful Things“ nennt. Einen anderen taufte ich einmal „Hugo“, wei er so, wie er gemacht war, wirklich an jedem Ort der Welt gekeltert werden kann. Sauber, klar, und totlangweilig! Nichts wie weg von dem mäandernden Fluss.

Dann kamen die Ideen mit dem Klimawandel, man sagte, dass die Weine etwas weiter oben am Hang entstehend, kühler und besser seien als die flussnahen Tropfen. Der Bär trottete dann also am Hang entlang, schnupperte, schlürfte, brummte – und machte sich von dannen, um woanders Lachs und Honig zu suchen. Die kühlen Säuerlinge von da oben kann trinken wer mag, der Bär mag das nicht tun.

Break.

Wenn man so viele Jahre in Spanien durch die Gegend tourt, sammelt sich natürlich etwas Erfahrung an. Und so kommt es, dass Winzernde vom oso alemán wissen wollen, welche der spanischen Weinbauregionen denn nun die spannendste, die dynamischste, die letztendlich interessanteste sei. Und klar: viele warten dann auf etwas ganz Spezielles. Axarquía, etwa, Jerez, Arribes, Ribeiro – oder doch Bizkaia? Und dann schauen sie doch etwas belämmert, so ich nach wenigen Sekunden mit klarer Stimme entgegne: es gibt in Spanien nur eine wirklich dynamische Region. Sie heißt: Rioja!

Es gab nicht den einen Moment, an dem die Rioja kippte, es gab auch nicht die eine Person, die den Stein ins Rollen brachte, anders als etwa in Ribera del Duero, wo Bertrand Sourdais, Peter Sisseck, Tomás Postigo und Juan-Carlos Vizcarra-Ramos die Region umkrempleten. Aber das ist auch gut so. Denn in der Ribera ist seitdem nicht viel passiert. Gut, da waren und sind die Weine von Sophie Kuhn: Hacienda Solano und Gallego Zapatero sollte man da nicht unterschätzen. Aber dann dauerte es wieder fast zehn Jahre, ehe sich Neues auftat: Marta Maté, vor allem aber Magna Vides.

In der Rioja ist das anders, die Entwicklung hin zu terroir-basierten Weinen ist auf viele Schultern verteilt, immer nur in kleinen Portionen, aber so wuchert das alles dann überall, ganz im Westen, aber auch in der Sierra de Yerga. Und auch wenn man in Insiderkreisen den einen oder anderen Namen schon einmal gehört hat, richtig bekannt ist keiner. Gut, vielleicht Olivier Rivière; aber der markiert nun gerade nicht die Speerspitze der neuen Rioja-Generation.

Roberto Oliván mit seiner Frau Leire.

Wer kennt schon Roberto Oliván? Oder Gorka Mauleón? Carlos Sánchez? Bryan MacRobert? José Gil oder Javier Arizcuren? Die drei viñerones? Gut, Bárbara Palacios kennt man, weil man halt Álvaro kennt. Aber keiner der anderen Weinmacher ist aus dem gemachten Nest gefallen.

Javier Arizcuren.

Ein jeder dieser Weinmacher steht für einen ganz klar definierten Stil, für ganz klar definierte Interpretationen von Terroir. Auch wenn Bryan MacRobert eine Garnacha-Parzelle in Tudelilla (Rioja Oriental-Bazaar) beackert, so ist er doch en der Region zwischen Guardia und Samaniego heimisch geworden, fast das gesamte Lesegut stammt von dort. Bislang sind das fast alles sortenreine Weine, aber das ändert sich gerade. Oder aber Javier Arizcuren, der in Logroño lebende Winzerarchitekt bewirtschaftet in Quel, nahe des Monte Gatún, sechzehn Hektar Rebland. Dort steht viel Garnacha, auch Mazuelo, auch Graciano, natürlich auch Tempranillo. Nach einigen Jahren mit vor allem sortenreinen Weine begnn er vor wenigen Herbsten, ein paar weiße Trauben mit in den Bottich der roten Weine zu werfen. Das Ergebnis kann man klar schmecken. Außerdem ist diese Ecke nun ganz speziell, aber man muss sie halt auch interpretieren wollen. Trauben aus Quel verarbeiten zwei Weingüter, das zweite ist Ontañón, nicht unbedingt für Terroirweine berühmt.

José Gil.

Aktuell wird das große Rad in San Vicente de la Sonsierra gedreht, gleich drei dieser Mikrospitzenweingüter sind dort zuhause. Und eigentlich basiert alles auf der Parzelle, die von vielen als die beste der Region bezeichnet wird: La Rad, gelegen im Nordosten des Gemeindegebietes. Und auf dem Bardallo, ein kleiner Bach, der sich an der Gemeindegrenze zwischen Bastida und San Vicente den Hang hinabschlängelt. La Esquirla del Bardallo ist der Topwein von 3 viñerones, José Gil keltert einen Wein aus Trauben der Nachbarparzelle In La Rad sind sie alle drei vertreten: José Gil, 3 viñerones sowie Carlos Sánchez. Gibt es einen Leader? Nein! Gibt es stilistische Unterschiede? Jede Menge! Die Weine von José Gil sind etwas kühler als jene von den drei Weinbauern oder von Carlos, der auch einer der drei Weinbauern ist. Das macht sie auf den ersten Hinschmecker spannender. Ob das auch langfristig so sein wird, man wird es sehen. José entfernt sich schon stark von der Rioja, auch stark von San Vicente. Das kann klappen, es kann aber auch nach hinten losgehen. Keine dieser drei Bodegas ist älter als fünf Jahre; gut, José Gil stammt aus der Viña Olmaza-Familie, er hat da einen klaren Vorsprung. Aber seine Weine haben nichts mit denen von Olmaza zu tun. No tiene nada que ver, würde ein spanischer Bär brummen.

Und so geht das weiter. Jedes Mal, wenn ich in die Rioja kommen, in diesem Jahr wohl öfters als in den letzten zehn Jahren zusammen, gibt es Neues zu entdecken. In jedem Restaurant, in (fast) jeder Bar trifft man auf Geheimtipps, auf heute noch komplett unbekannte Bodegas, die einen klaren Weg gen Terroir-Rioja weisen. Eine dritte Bodega in Lantziego (nach Tentenublo und Compañon Arrieta), spannende Dinge rings um Logroño, selbst in der südlichen Rioja tut sich etwas. Vor zehn Jahren wäre dies alles unmöglich gewesen.

Und wo wächst das Gras der Zukunft? Wo wird das nächste Rad der Rioja gedreht? Nun, auf wirklich kurze Sicht in der Errioxa plus San Vicente, Ábalos eher weniger. Dort sind einfach bereits diverse Projekte dieser Art am Start und der Teufel <zensiert> bekanntlich immer auf den größten Haufen.

Langfristig reden wir aber wohl über eine ganz andere Ecke der Rioja, viele kennen sie gar nicht, liegt sie doch nicht am Ebro, kommt sie doch kaum in der Literatur vor. Man nennt sie die Clarete-Rioja, Badarán und Cárdenas als zentrale Orte, aber auch Baños del Río Tobía, Bobadilla, Nájera, im Westen vielleicht bis gen Cuzcurrita del Río Tirón. Aber nur die Hanglagen, die Weinindustrieflachparzellen kann beackern wer will. Dort findet man viel Garnacha, auch weiße Garnacha, ab und an Maturana, Moristel auch. Und es gibt die ersten Weine, die wirklich aufhorchen lassen. Das ist wie Lantziego vor fünfzehn Jahren: keiner kannte den Ort (außer Telmo) und plötzlich war er sprichwörtlich in aller Munde.

Break.

Unlängst landete ich auf drei Umwegen, die hier keine Rolle spielen sollen, in Singdrosselhausen. ¿Hep? Nun, da steht in Corella, im Süden der Navarra, eine Bodega, die Zorzel Wines heißt. Und el Zorzal ist nun einmal die Singdrossel. Verkostend fiel mein Blick auf einen Zettel, ein Vogelhäuschen, an einer feinen Schnur pendelnd: Our new home: Badarán.

Na dann! Text: El oso alemán

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Cognac Seguinot Reserve

Spirituose · Cognac · Grande Champagne · Frankreich

Seguinot Cognac Réserve entstammt dem Premier Cru der Grande Champagne und zeichnet sich durch seine bernsteinfarbene Farbe, sanft holzige Aromen mit feinen Nuancen von Karamell sowie eine bemerkenswerte Persistenz am Gaumen aus.


Herkunft / Grande Champagne

Der Réserve stammt aus dem Premier Cru der Grande Champagne, dem besten Cru der Cognac-Region. Das Haus Seguinot steht für Tradition und handwerkliche Qualität. Die kalkreichen Böden der Grande Champagne bringen besonders feine, langlebige Eaux de Vie hervor.

Herstellung und Reifung

Aus Eaux de Vie der Grande Champagne (1er Cru). Der Réserve ist mindestens acht Jahre in Limousin-Eichenholzfässern gereift, was ihm seine sanft holzige Aromatik, die Karamellnuancen und die bemerkenswerte Länge verleiht.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase sanft holzige Aromen mit feinen Nuancen von Karamell. Am Gaumen elegant und ausgewogen, mit reifer Fasswürze und einer bemerkenswerten Persistenz im langen Abgang.

Pur genießen

Pur bei Zimmertemperatur im Cognac-Schwenker genießen – ein Digestif für anspruchsvolle Genießer.

Ideal: pur als Digestif, zu dunkler Schokolade oder zu einer guten Zigarre.


Herkunft: Grande Champagne, 1er Cru (Frankreich); Maison Seguinot
Art: Cognac Grande Champagne (Réserve)
Reifung: mindestens 8 Jahre in Limousin-Eichenholzfässern

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2022

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2022 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit großer Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk aus einer der mystischsten Weißwein-Appellationen der Welt.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Puligny-Montrachet

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem feinen Schlicksand über Kalkstein und im präzisen Ausbau ergibt das einen dichten, salzig-mineralischen und zugleich frischen Chardonnay mit Länge und Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Vom feinen Schlicksand über Kalkstein und den alten Reben lebt dieser Puligny: helle, feste Traubenfrucht und Zitrus, dazu eine würzige, salzig-mineralische Präzision. Die Spontangärung und das Feinhefelager im Holzfass binden eine dichte, vielschichtige Textur ein, ohne die kühle Frische zu überdecken. Am Gaumen fein und zugleich kraftvoll, mit großer Dichte, salzigem Zug und einem langen, frischen Nachhall.

Würzig und salzig-mineralisch – helle, feste Frucht, große Dichte und ein langer, frischer Nachhall.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Muscat Beaumes de Venise

Wein · Likörwein · Rhône · Frankreich

Muscat de Beaumes-de-Venise ist ein bekannter französischer Likörwein. Die Trauben werden bei niedriger Temperatur vergoren, um den vollen, blumigen Geschmack zu konzentrieren; die Gärung wird durch Zugabe von reinem Alkohol gestoppt, sodass eine natürliche Restsüße verbleibt. Duft nach Mango und reifen Äpfeln, sehr blumig und aromatisch.


Beaumes-de-Venise / Rhône

Beaumes-de-Venise liegt im südlichen Rhônetal, nahe den Dentelles de Montmirail. Die eigene Appellation AOC Muscat de Beaumes-de-Venise ist einem der renommiertesten Süßweine Frankreichs vorbehalten. Erzeuger ist die Genossenschaft Vignerons de Beaumes de Venise.

Rebsorte und Ausbau

Aus Muscat (Muscat à Petits Grains). Als Vin Doux Naturel wird die Gärung durch Zugabe von reinem Alkohol gestoppt (mutage), wodurch die natürliche Restsüße und die intensive Muskataromatik erhalten bleiben. Die kühle Vergärung konzentriert die blumige Frucht.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase intensiv blumig und aromatisch, mit Mango, reifem Apfel, Orangenblüte und der typischen Muskatnote. Am Gaumen süß und vollmundig, zugleich aromatisch frisch, mit klarer Muskatfrucht und langem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder Dessertwein.

Passt zu: Obstdesserts, Tarte, Foie gras, Blauschimmelkäse – oder solo als aromatischer Aperitif.


Lage: AOC Muscat de Beaumes-de-Venise, südliche Rhône (Frankreich); Vignerons de Beaumes de Venise
Klassifikation: Vin Doux Naturel – Muscat (à Petits Grains), süß
Ausbau: kühle Vergärung, Gärstopp durch Alkoholzugabe (mutage)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Zenato Lugana San Benedetto

Wein · Weißwein · Lugana · Italien

Zenato Lugana San Benedetto ist ein Klassiker der Familie Zenato vom Gardasee. Aus der Rebsorte Trebbiano di Lugana besticht er durch seine klare, feinwürzige Art, feine Frucht und einen feinen Nachhall – ein vielseitiger Allrounder zu leichten Sommergerichten und Fischvariationen.


Lugana / Gardasee

Seit fast 50 Jahren schreibt die Familie Zenato rund um den Gardasee eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Die Trauben für den San Benedetto wachsen in der Lugana DOC am südlichen Seeufer auf lehmig-kalkhaltigen Böden. Zenatos Lugana-Weine zählen zu den besten ihrer Art und haben sich einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie erarbeitet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (lokal Turbiana). Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, gefolgt von einer Reife auf der Feinhefe, die dem Wein Schmelz und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Frucht von Zitrus, weißem Pfirsich und Apfel, untermalt von feinwürzigen, mandeligen Noten. Am Gaumen klar und saftig, mit feiner Säure und einem feinen, anhaltenden Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein vielseitiger Allrounder für viele Gelegenheiten.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, leichten Sommergerichten, Pasta und als Aperitif.


Lage: Lugana DOC, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien); Azienda Zenato
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana), trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Whisky

The Alrik the Woodsmoked Hercynlan Single Malt Whisky Edition 1912 Samhain

Spirituose · Single Malt Whisky · Harz · Deutschland

The Alrik Edition 1912 Samhain ist ein kräftiger, holzrauchiger Single Malt Whisky der Hercynian Distilling Co. (Hammerschmiede) aus dem Harz. Aus 100 % holzgeräuchertem Gerstenmalz gebrannt und in PX-Sherryfässern gereift – wuchtig, aromatisch und auf 666 Flaschen limitiert.


Herkunft

Die Hercynian Distilling Co. / Hammerschmiede in Zorge im Harz brennt seit 2002 Single Malt Whisky – im klassischen Pot-Still-Verfahren, stets in kleinen Stückzahlen, ohne Kühlfiltrierung und ohne Farbstoff. The Alrik ist die holzrauchig-kräftige Reihe des Hauses, die 2007 als private Spielerei des Brennmeisters begann.

Destillation und Reifung

Gebrannt aus 100 % holzgeräuchertem Gerstenmalz, geräuchert über Buchen- und Erlenholz – kein Torf wie in Schottland, sondern echter Holzrauch. Die Edition 1912 Samhain reifte in ausgewählten PX-Sherry-Hogsheads und wurde zum Abschluss in einem PX-Sherry-Butt vermählt. Abgefüllt am 13.11.2020.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase kräftiger, teils aschiger Holzrauch, dazu honigglasierter Räucherspeck, Keksteig und süße Sherrynoten. Am Gaumen wuchtig und ölig, mit Toffee, Karamell, dunkler Frucht aus dem PX-Fass und langem, rauchig-würzigem Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Tumbler oder Nosing-Glas, bei Bedarf mit ein paar Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein intensiver Whisky für Liebhaber rauchiger, sherryfassgereifter Malts – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Zorge, Harz (Deutschland)
Art: Hercynian Single Malt Whisky – The Alrik (woodsmoked, Buchen- & Erlenrauch)
Reifung: PX-Sherry-Hogsheads, Final Touch im PX-Sherry-Butt
Edition: Edition 1912 Samhain, abgefüllt 13.11.2020, 666 Flaschen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Faude feine Brände Blutorangen aus Sizilien / Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Blutorange aus Sizilien ist ein vollaromatischer Blutorangengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus der biologisch angebauten Sorte Tarocco di Catania – die Blutorange im Glas, umspielt von floralen Noten und einer Ahnung von Vanille.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Blutorangen der Sorte Tarocco di Catania stammen aus biologischem Anbau in Sizilien, von Florians Erzeuger Giancarlo – vollreif und intensiv im Aroma.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die vollreifen Blutorangen werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase vollfruchtig nach reifer Blutorange, mit feinen floralen Noten und einer Ahnung von Vanille. Am Gaumen saftig-fruchtig und duftig-fein, mit klarer Zitrusfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Blutorangengeist (Zitrus-Geist), Bio-Blutorange Sorte Tarocco di Catania aus Sizilien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Joblot Givry 1er Cru En Veau blanc 2023

Weißwein · Givry Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry · 1er Cru En Veau (Vaux) Côte Chalonnaise nahe Cellier aux Moines 2023

Der Givry En Veau 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Joblot ist ein Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage der Côte Chalonnaise. Mineralisch, fein und frisch – aus der Hand einer der führenden Adressen von Givry.


En Veau (Vaux) – Premier Cru in Givry

Vaux (auch „En Veau") ist eine von 38 Premier-Cru-Bezeichnungen in Givry in der Côte Chalonnaise; die Lage bringt sowohl Rotweine aus Pinot Noir als auch Weißweine aus Chardonnay hervor. Der Weinberg liegt nordöstlich der Stadt Givry in Richtung der Gemeindegrenze zu Mellecey und unmittelbar westlich des Premier Cru Cellier aux Moines – auf vielen Weinbergkarten taucht er gar nicht auf.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische Frische dieses Givry.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – der maßvolle Holzeinsatz gibt Struktur und cremige Textur, ohne die mineralische Frische zu überdecken.

Im Glas

Zitrus, weiße Blüten und helle Obstfrucht über feiner Mineralität. Am Gaumen mit cremiger Textur, klarer Säure und einem langen, frischen Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über feiner Mineralität, getragen von cremiger Textur – ein frischer, eleganter Givry blanc.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter.


Lage: En Veau / Vaux (1er Cru), Givry (Côte Chalonnaise); nordöstlich von Givry, westlich des Cellier aux Moines
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Neumeister Ried SAZIANI Grauburgunder G STK 2017 BIO

Wein · Weißwein · Vulkanland Steiermark · Österreich

Neumeister Ried Saziani Grauburgunder G STK 2017 ist ein biozertifizierter Lagenwein aus dem Hausberg des Weinguts. Auf kalkhaltigem Sarmatschotter wurzeln rund 50-jährige Reben sehr tief – das ergibt kräftige Weine mit Schmelz, Tiefgang und außerordentlichem Reifepotential.


Vulkanland Steiermark / Ried Saziani

Das Weingut Neumeister zählt zu den führenden Erzeugern im Vulkanland Steiermark. Die Erste Lage Ried Saziani – der Hausberg des Guts – besteht aus kalkhaltigem Sarmatschotter, in dem die rund 50-jährigen Reben sehr tief wurzeln. Das verleiht dem Wein Kraft, Schmelz und Tiefgang. Das Gut arbeitet biologisch (AT-BIO-402); die Lage ist als STK-Riedenwein (G STK) klassifiziert.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder von alten, tief wurzelnden Reben. Der Ausbau betont die kräftige, schmelzreiche Stilistik mit Tiefgang und großem Reifepotential. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase reife Frucht mit mineralischer Tiefe. Am Gaumen kräftig und vielschichtig, mit feinem Schmelz, dichter Struktur und langem, mineralischem Abgang – ein Lagenwein mit Substanz und Reifepotential.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter, gern auch nach etwas Flaschenreife.

Passt zu: Geflügel, Kalb, edlem Fisch, Pilzgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Vulkanland Steiermark, Ried Saziani (Österreich); Weingut Neumeister
Klassifikation: STK-Riedenwein (G STK) – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: alte Reben (~50 Jahre) auf kalkhaltigem Sarmatschotter
Jahrgang: 2017
Bildnachweis: © Neumeister

Mehr erfahren ...