Das Weinbaugebiet Franken

Das Weinbaugebiet Franken im Wandel der Zeit

Was für ein Wandel! Das mag man sich denken, wenn man die 40 000 Hektar Rebfläche, die Franken im Mittelalter mal hatte und damit das größte Anbaugebiet im Heiligen Römischen Reich war, mit den sehr zersplittert gelegenen 6300 Hektar vergleicht, auf die es heute zusammengeschrumpft ist. Aber dass Fläche allein kein Garant für Qualität ist, wissen wir. Und es ist ja auch schwer genug, bei klimatischen Bedingungen, wie wir sie hier vorfinden, gute Weine zu machen: die Sommer sind heiß und niederschlagsarm, und was die massive Trockenheit überlebt, leidet oft unter den Spätfrösten bis zu minus 15 Grad. Infolgedessen ist man auch so erfinderisch wie sonst fast nirgends, wenn es um neue Möglichkeiten geht, Temperaturextreme abzufedern: schnitt man früher die angedorrten Blätter an den Weinstöcken einfach ab, so lässt man sie heute bewusst hängen, damit sie den Trauben von oben her Schutz vor der sengenden Sonne bieten können.

Der absolute fränkische Klassiker ist, natürlich, der Silvaner. Damit ist Franken eine ziemliche Ausnahme in Deutschland, wo sonst der Riesling Hausherr ist, der hier aber nur auf magere fünf Prozent der Fläche kommt. Seit fast 400 Jahren wird Silvaner angebaut, aber die Franken waren ihm in all den Jahren nicht immer so treu, wie er es verdient gehabt hätte. Da er unter ungünstigen Umweltbedingungen verhältnismäßig stark leidet, gab man zwischendurch immer mal wieder dem Massenträger Müller-Thurgau den Vorzug. Mittlerweile liegen beide mit jeweils einem Viertel der Gesamtfläche gleichauf, und beim Silvaner ist noch viel Luft nach oben: das wärmer werdende Klima verträgt er deutlich besser als andere weiße Rebsorten. Außerdem nimmt er auf unnachahmliche Weise die geschmacklichen Beschaffenheit der Böden auf und speichert so das berühmte goût de terroir, das erdige Aroma der fränkischen Trias aus Gipskeuper, Buntsandstein und Muschelkalk. Seine besondere Frische verdankt er dem „fränkisch-trockenen“ Ausbau, der den Weinen höchstens vier Gramm Restzucker pro Liter lässt, obwohl bis zu neun für einen trockenen Wein zulässig wären. Diese Eigenschaften qualifizieren ihn als Essenbegleiter, der mit fast allen Gerichten der deftigen fränkischen Küche harmoniert. Anders als in anderen Regionen Deutschlands und sich darin mehr am Elsass orientierend, wird hier der Wein nämlich meist nicht des Weines wegen getrunken, sondern dient als alltäglicher Schoppen zur Vesper. Auch wenn diese Sitte immer mehr schwindet und infolgedessen viele der urigen Weinstuben vornehmen Restaurants gewichen sind, ist man in Franken noch deutlich weiter davon entfernt, Wein vom Volksgetränk zum elitären Status-Anzeiger werden zu lassen als in anderen Regionen. Man schwamm ja auch immer schon ein bisschen gegen den Strom: der in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in der restlichen Bundesrepublik beliebte, übersüße und geschmacklich flache Massenwein hatte hier nie eine Chance.

Wie um den Status als Weinregion auf ewige Zeiten zu verdeutlichen, bildet der Main hier im Herzen Deutschlands zusammen mit der Fränkischen Saale eine Art auf der Spitze stehendes, gleichschenkliges Dreieck, dass mit etwas Fantasie an die Form einer Traube erinnert. Im Osten dieser Traube lohnt besonders ein Besuch in Volkach, am besten während des Fränkischen Weinfestes im August, des größten ganz Frankens. Obwohl 60 000 Besucher heranströmen, erlebt man hier wie auch anderswo keinen Massentourismus, keine kitschigen Souvenirläden, keine durchgetakteten Bustouren. Die Franken haben anders als an Rhein und Mosel kein Interesse daran, sich bis zum Gehtnichtmehr zu vermarkten. Wenn jemand von außerhalb kommt, wird er natürlich herzlich bewirtet. Aber wenn er nicht kommt, trinkt man den Wein eben auch gern allein – einer der Gründe dafür, warum Wein von außerhalb der ganz bekannten Orte auch nur schwer zu bekommen ist. Aber wir sind ja schon vor Ort! Und ob wir nun die historische Altstadt mit ihrem Ensemble aus Türmen, Toren und zur Weinlagerung tief unterkellerten Häckerhäusern sehenswerter finden oder die Volkacher Mainschleife, man fühlt sich an beiden Plätzen mittendrin im Bereich Maindreieck.

Südlich von Bad Kissingen beginnt er, Herzstück des fränkischen Weinbaus mit der Barockmetropole Würzburg im Zentrum. Hier herrschen Muschelkalkböden vor, die den Weinen eine leicht rauchige Mineralität verleihen, oft gepaart mit einer verspielten Zitrusnote. Auf der Alten Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg kann man sich ruhig mal einen Bocksbeutel aufschrauben. Wie der Silvaner gehört die flache, bauchige Flasche mit dem kurzen Hals und dem rustikalen Namen zu Franken dazu. Die Ursprünge sowohl der Form als auch der Bezeichnung liegen weitgehend im Dunkeln; man geht davon aus, dass die militärische Feldflasche Pate stand, da sie den Vorteil besaß, sich besser im Gepäck verstauen zu lassen und auf abfallendem Gelände nicht wegzurollen. Ob der Name nun tatsächlich in derbem Landsknechts-Jargon an den Hodensack eines Ziegenbocks angelehnt ist, oder aber von einem mittelalterlichen ledernen „Buchbeutel“ herrührt – einerlei. Klar ist hingegen, dass er unter dem zunehmende Ökonomisierungsdruck leidet, denn Transport und Lagerung sind aufgrund des erhöhten Platzbedarfs teurer – so wird er mittlerweile nur noch für hochwertige Weine verwendet.

Während nicht wenige Winzer also mittlerweile zwischen Tradition und Kosten abwägen, ist es für die drei großen Würzburger Weingüter, die gleichzeitig auch die größten in Franken sind, eine Selbstverständlichkeit, daran festzuhalten. Der Staatliche Hofkeller Würzburg, datierend auf das Jahr 1128 ältestes urkundlich belegtes Weingut Deutschlands und seitdem stets im Besitz des jeweiligen Landesherrn, lockt mit dem unter dem Nordflügel der Residenz gelegenen Weinkeller, der nach schweren Bombardierungen originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Das Julius- und das Bürgerspital finanzieren als Hospitalstiftungen mit dem Weinbau bis heute karitative Aufgaben, auch bei ihnen lohnt sich eine Besichtigung der großzügigen barocken Anlagen, das Bürgerspital etwa wartet mit dem größten Holzfasskeller Deutschlands auf, in welchem sich mit dem Steinwein von 1540 auch eine Flasche des ältesten noch erhaltenen Weißweins der Welt findet.

Einig waren sich alle drei im Widerstand gegen die Einführung der Großlagen über das Deutsche Weingesetz, was das Verschneiden der früheren Einzellagen erlaubte. Der willkürlich gewählte „Marienberg“ als ganz Würzburg abdeckende Großlage findet sich daher so gut wie nirgendwo wieder, stattdessen vermarktet man nach wie vor unter den historisch-kleinteiligen Bezeichnungen wie Innere Leiste oder Würzburger Stein, der größten zusammenhängenden Einzellage Deutschlands, die von den drei Gütern zu jeweils etwa einem Drittel bewirtschaftet wird. So idyllisch es wirken mag, hier mit Blick auf die Stadt zu verweilen, so hat sich wie in vielen anderen Teilen des Maintals die ehemals geschlossene Weinregion durch menschliche Eingriffe massiv verändert: der unter dem Stein hindurchführende ICE-Tunnel ist neben dem Main-Donau-Kanal und den unzähligen Autobahnen nur der offensichtlichste Teil der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft. Die Flurbereinigung tat ihr Übriges, aus der Kleinteiligkeit der alten Weinberge streng auf wirtschaftliche Nutzbarkeit getrimmte und dadurch mehr oder weniger seelenlose Flächen zu erschaffen. Ironischerweise scheint es gerade der Tourismus zu sein, der für eine Rückkehr zur Ursprünglichkeit mit ihren Feldsteinmäuerchen, urigen Holzschuppen und naturbelassenen Freiflächen sorgen könnte.

Wesentlich unverfälschter präsentiert sich der südöstlich des Maindreiecks gelegene Bereich Steigerwald. Auf den Gipskeuperböden mit ihrem hohen Potential zur Wärmespeicherung, deren Bodenschichten im Dialekt „Steigen“ genannt werden und daher der ganzen Region den Namen aufgeprägt haben, wachsen neben dem Silvaner, den ein Zisterzienserabt im 17. Jahrhundert aus Österreich mit herbrachte, insbesondere die Kreuzungen Müller-Thurgau und Bacchus. Ersterer, auch unter dem Namen Rivaner bekannt, stellt wenig Ansprüche an seinen Standort, außer, dass er sich in tiefen Tallagen nicht wohl fühlt – was aber bei Weinbergen auf fast durchgehend etwa 400 Meter über NN kein Problem darstellt. Der Bacchus, dessen einer Elternteil der Müller-Thurgau ist, reift sehr früh und kann daher recht fett werden. Oft kombiniert man seine fruchtige Aromatik mit der Säure des eher neutralen Müller-Thurgau und erreicht dadurch sehr elegante Tropfen, die aber im Lagerpotential nicht ansatzweise an den Silvaner heranreichen.

Zentrum des Weinbaus im Steigerwald ist unbestritten Iphofen mit seinen mehr als 20 Winzern, davon drei im VDP. Hier soll einer der wenigen Orte Deutschlands sein, an dem man aus einem Silvaner mehr Finesse herauskitzeln kann als aus einem Riesling. Seit dem frühen Mittelalter wird hier Wein angebaut, später dann auch in großem Stil umgeschlagen. Der Zehnthof, den es hier wie auch in vielen anderen fränkischen Dörfern noch gibt, erinnert an die alte Praxis der Abgabe einer zehnprozentigen Steuer an die geistliche Herrschaft, oft bezahlt in Naturalien. Der Wein ist damals das Lebenselixier der strukturschwachen Region, daher versteht man in diesem Punkt auch wenig Spaß: wer seinem Nachbarn Trauben klaut, wird mit Schimpf und Schande aus der Dorfgemeinschaft verbannt. Infolge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts dann der große Einschnitt: viele Rebflächen in weniger guten Lagen wurden aufgegeben, die Reblausplage tat kurz darauf ihr Übriges. Und auch die in Süddeutschland früher übliche Realteilung machte den Weinbau unwirtschaftlich: durch die vorgeschriebene Aufteilung der Erbmasse an alle Nachkommen zu gleichen Teilen wurden die Parzellen in jeder Generation kleiner. Über 100 Jahre dauerte es, bis sich, insbesondere durch Gründung von Winzergenossenschaften, der Weinbau einigermaßen erholte. Die 70er Jahre verhalfen Franken aufgrund exorbitant hoher Nachfrage und daraus resultierender Neuausweisung von Rebflächen bis hin zu Verdreifachung derselben zurück auf die große Bühne.

Und der Rotwein? Von dem haben wir noch gar nicht gesprochen. Aber es gibt ihn, fast ein Fünftel der Rebfläche macht er schon aus. Das ist einerseits den klimatischen Veränderungen geschuldet, andererseits aber auch den klaren Wünschen von Konsumenten und Gastronomie. Auf einige Erfahrung kann da der dritte fränkische Bereich, das Mainviereck zwischen Aschaffenburg und Marktheidenfeld, zurückgreifen. Hier in Churfranken gedeihen auf vielen sehr kleinen Einzellagen auf der westlichen Mainseite ausgezeichnete Spätburgunder, aber auch Kreuzungen wie der tiefdunkle Domina mit seinen weichen Tanninen. Insbesondere auf dem steinigen Boden des Centgrafenbergs bei Bürgstadt, aber auch rundherum um Klingenberg erzeugt man kräftige, sonnenverwöhnte Rote, die sich vor französischen Burgundern nicht verstecken müssen. Und wer lieber einen leichten Sommerwein schätzt, der greift am besten zum Rotling, einer (zwar nicht ausschließlich) fränkischen Spezialität, bei der rote und weiße Trauben zusammen gekeltert werden – aber Achtung, bloß nicht als Rosé bezeichnen, das ist er nämlich keineswegs!

Auch, wenn man sich in den mainfränkischen Wirtschaften mittlerweile ein Bier bestellen könnte, was vor noch gar nicht so langer Zeit völlig außerhalb alles Möglichen lag: damit würde man so Einiges verpassen. Wer wie die Winzer hier fast alttestamentarischen Wetterextremen von sintflutartigen Regenfällen über klirrende Frosteinbrüche bis hin zu sengender Dürre stoisch erträgt und wie 2020 mit der geringsten Ernte seit 35 Jahren immer noch Spitzenweine erzeugt, muss schon wahre Liebe zur Rebe haben. Text: Dario Sellmeier

Bilder Weingut Horst Sauer

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Länder/Regionen

Cave d l´Abbé Banyuls 3 ans

Süßwein · Banyuls · Vin Doux Naturel · Roussillon

Cave de l'Abbé Banyuls 3 ans ist ein roter Vin Doux Naturel – ein Likörwein – aus dem Roussillon im Süden Frankreichs. Er wächst an den steilen Schieferhängen rund um Banyuls-sur-Mer, überwiegend aus Grenache. Durch Zugabe von Alkohol während der Gärung bleiben natürlicher Zucker und Traubenaroma erhalten. Anschließend reift er drei Jahre im Eichenfass.


Banyuls

Banyuls liegt an der Mittelmeerküste des Roussillon, an steilen Terrassen rund um Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze. Auf den kargen, trockenen Schieferböden wächst vor allem Grenache mit extrem geringen Erträgen. Sonne, Wind und Meeresnähe prägen den konzentrierten Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Grenache. Die fast rosinierten Trauben werden vergoren, dann wird die Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage) – so bleiben der natürliche Zucker und das Traubenaroma erhalten. Es folgt eine dreijährige Reifung im Eichenfass.

Im Glas

Tiefes, granatrotes Bild. In der Nase reife dunkle Frucht, Dörrpflaume und Rosine, dazu Kakao und feine Holzwürze aus der Fassreife. Am Gaumen süß, vollmundig und konzentriert, mit weicher Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren, als Dessertwein oder Digestif. Durch den hohen Zucker bleibt er auch nach dem Öffnen länger haltbar.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Blauschimmelkäse und Trockenfrüchte.


Lage: Banyuls-sur-Mer, Roussillon; Schieferterrassen
Klassifikation: Banyuls AOC – Vin Doux Naturel
Ausbau: Mutage mit Alkohol, 3 Jahre Eichenfass

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Weine

Battenfeld Spanier Riesling Kirchenstück GG 2024 BIO

Weißwein · Hohen-Sülzen (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Kirchenstück VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Rheinhessen Kalk und Lehm Reben Ø ~35 Jahre BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Battenfeld-Spanier Kirchenstück Riesling GG 2024 stammt aus H. O. Spaniers Heimatlage in Hohen-Sülzen. Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling von kräftigen Kalk- und Lehmböden.


Kirchenstück – Heimatlage in Hohen-Sülzen

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Kirchenstück ist eine VDP.Große Lage auf rund 150 Metern, mit etwa 15 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Lehm; die klassifizierte Fläche misst 6,71 Hektar.

Das Kirchenstück liegt auf einer Ebene zwischen zwei Kirchen und überblickt H. O. Spaniers Heimatort Hohen-Sülzen. Hier liegt sein ältester, in den 1960er Jahren gepflanzter Weingarten. Ausgehend von diesem Herzstück stammen die Weine heute aus den besten Parzellen des gesamten Kirchenstücks mit seinen kräftigen Böden; die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 35 Jahren.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die kräftigen Kalk- und Lehmböden und die alten Reben sicherten reifes, fruchtbetontes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Tiefe und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Kirchenstück, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Kalk und Lehm.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Frucht, Tiefe und die kräftige Kalk-Lehm-Prägung ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling: reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine kalkig-mineralische Ader. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuterwürze und kalkig-mineralischer Ader – saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein fruchtbetonter, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Kirchenstück (VDP.Große Lage), Hohen-Sülzen, Rheinhessen; ~150 m, ~15 % Neigung; Kalk und Lehm; Reben Ø ~35 Jahre; klassifizierte Fläche 6,71 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Georg Breuer Pfaffenwies Lorch Riesling 2020

Weißwein · Lorch (Rheingau) · Riesling

Riesling Lorch Pfaffenwies Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südwest Hunsrückschiefer · Taunusquarzit bis 55 J. Reben trocken · nur 2.586 Flaschen 2020

Der Georg Breuer Lorch Pfaffenwies Riesling 2020 stammt aus einer der Spitzenlagen von Lorch. Die Rieslinge der Pfaffenwies tragen eine fast salzige Mineralität in sich und werden von feinen Fruchtaromen heimischer Früchte bestimmt.


Lorch Pfaffenwies – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, Handarbeit im Weinberg, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Die Pfaffenwies erstreckt sich über die gesamte Höhe der Lorcher Weinbergslagen, vom Rhein bis zum Fuße des Waldes. An steilen, südwestlich ausgerichteten Hängen wachsen bis zu 55 Jahre alte Rebstöcke auf von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit geprägten Böden – die Grundlage für die fast salzige Mineralität dieser Lage.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die frühe Lese, die alten Reben und der kühle, schonende Ausbau des Guts bewahrten Finesse, Mineralität und Spannung – reife Frucht und lebendige Säure im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Lorch Pfaffenwies, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, bis 55 Jahre alte Reben.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er die salzige Mineralität, Finesse und ein enormes Reifepotenzial. Handarbeit im Weinberg. Nur 2.586 Flaschen.

Im Glas

Ein Riesling von fast salziger Mineralität: feine Fruchtaromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst – dazu Zitrus und ein Hauch Kräuter über einer schiefrig-salzigen, mineralischen Prägung. Am Gaumen geradlinig und präzise, mit lebendiger Säure, feiner Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Fast salzige Mineralität, dazu feine Aromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst über schiefriger Prägung: geradlinig, präzise, mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Lorch Pfaffenwies, Rheingau; steile, südwestlich ausgerichtete Hänge vom Rhein bis zum Waldrand; Hunsrückschiefer und Taunusquarzit; bis 55 Jahre alte Reben
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; Handarbeit im Weinberg; 2.586 Flaschen

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Frankreich

Sylvain Bzikot Meursault Les Charrons blanc 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault AOC Lieu-dit Les Grands Charrons 2022 Ton-Kalk-Boden · Ostlage

Der Meursault Les Charrons Blanc 2022 von Sylvain Bzikot ist ein reinsortiger Chardonnay aus dem nördlichen Teil von Meursault. Klare Mineralität und elegante Aromatik treffen auf einen vollmundigen, konzentrierten und zugleich frischen Gaumen mit langem, zitrischem Finale.


Les Grands Charrons – im Norden von Meursault

Les Grands Charrons ist eine angesehene Lage im nördlichen Teil von Meursault, angrenzend an bekannte Climats wie Les Gouttes d'Or. Die Reben stehen auf ton- und kalkhaltigen Böden mit tiefem Mergel- und Alluviumuntergrund; die Ostausrichtung sorgt für gute Morgensonne.

Meursault in der Côte de Beaune ist berühmt für gehaltvolle, nussig-mineralische Chardonnays. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz im benachbarten Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Die Lese begann sehr früh, schon im August.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gesunder, gehaltvoller Jahrgang, der zur konzentrierten Art dieses Meursault passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Fülle, mineralischer Linie und frischer Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase gelbe Früchte, florale Nuancen und feine Anklänge von Bienenwachs und Brioche. Am Gaumen vollmundig, konzentriert und zugleich frisch und ausgewogen. Das lange, zitrische und packende Finale fügt sich nahtlos ein.

Gelbe Frucht, Bienenwachs und Brioche über klarer Mineralität – vollmundig, frisch und mit langem, zitrischem Finale.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Hummer, Geflügel in Sahnesauce, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Grands Charrons (Lieu-dit), Meursault-Nord (Côte de Beaune); Ton-Kalk mit Mergel/Alluvium, Ostlage
Klassifikation: Meursault AOC
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau auf der Hefe

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa (Kanaren) · Field Blend

Listán Negro · Listán Gaucho · Moscatel Negra Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkanböden · wurzelechte Reben offene Zementtanks 8 Monate Barrique 2023

Der Envínate Táganan Tinto 2023 ist eine hochspannende Cuvée von der wilden Nordostküste Teneriffas – ein „anderer" Rotwein, vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität. Leicht gekühlt und blind verkostet erinnert er eher an einen Weißwein. Ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.


Táganan – Vulkanreben über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik. Ein Field Blend einheimischer Sorten – hier mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat – ergibt einen Rotwein von unverwechselbarem, vulkanisch-salzigem Charakter.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Teneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Spannung – leicht, tief und vibrierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa (Kanaren), trocken.

Fermentiert wurde in offenen Zementtanks, anschließend acht Monate Ausbau in 228- und 500-Liter-Barriques. Minimal-invasiv, mit Wildhefen.

Im Glas

Frische Frucht nach Maulbeeren, Flieder, roten Johannisbeeren und Pfeffer, dazu leicht laktische Töne im Duft. Im Geschmack gesellen sich Kräuter und Würze hinzu; auch salzige Komponenten lassen sich nicht leugnen. Äußerst vibrierend und fordernd, mit einer präsenten Mineralität im Abgang. Leicht gekühlt und mit verbundenen Augen genossen, erinnert er eher an einen Weißwein als an einen Tinto – ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.

Äußerst vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität – blind verkostet eher Weißwein als Tinto.

Sollte vor dem Genuss dekantiert werden. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Negro, Listán Gaucho, Moscatel Negra u. a. (trocken)
Ausbau: Gärung in offenen Zementtanks, 8 Monate in 228- und 500-l-Barriques; minimal-invasiv, Wildhefen

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Italien

Montevertine 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2021

Der Montevertine 2021 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Montevertine ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit großer Spannung und Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Schaumweine

Huber Blanc de Noir Brut Nature

Weißer Sekt aus roten Trauben, und zwar vom Feinsten: Der Blanc de Noirs Brut Nature von Bernhard Huber besteht nur aus Spätburgunder, gewachsen an alten Reben auf Muschelkalk rund um Malterdingen. Nach mehr als drei Jahren auf der Hefe wird er ohne jede Dosage gefüllt. Für Julian Huber ist es, neben dem Blanc de Blancs, das zweite große Sekt-Ausrufezeichen.

Im Glas

Kühl und kalkig, mit salziger Mineralität. Grapefruit und Salzzitrone geben Frische, dazu eine Spur Kirsche sowie feine Brioche vom langen Hefelager. Im Mund straff und glasklar, mit gerader Struktur und sehr feinem Mousseux. Ein zarter Hefeschmelz rundet den Nachhall ab.

Mach was draus

Ein Aperitif mit Anspruch. Er begleitet Austern, Meeresfrüchte, Sushi und rohen Fisch genauso wie Geflügel, helles Fleisch oder gereiften Hartkäse. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C. Reifepotenzial hat er auch.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Huber Blanc de Noirs kann mit großen Winzerchampagnern mithalten und bleibt doch typisch badisch.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Zwölf Monate verbringt der Grundwein im großen Holzfass, bei nur wenig Schwefel. Die Basis stammt aus 2020, hinzu kommen 20 Prozent Reservewein. Nach der Flaschengärung liegt er mehr als drei Jahre auf der Hefe.

Wie trocken ist er? Brut Nature – es wird kein Zucker zugegeben. Trockener geht es nicht.

Wer steht dahinter? Julian Huber, der das Weingut seit 2014 mit seiner Mutter Barbara führt.

Spätburgunder 100 % (Blanc de Noirs) · Malterdingen, Breisgau · alte Reben auf Muschelkalk · Handlese · Basisjahrgang 2020 + 20 % Reserve · Grundwein 12 Monate großes Holz · traditionelle Flaschengärung · über 3 Jahre Hefelager · Brut Nature · Deutscher Sekt b. A. · Weingut Bernhard Huber, Malterdingen (Baden) · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Tramin Moriz Pinot Bianco

Weißwein · Südtirol · Weißburgunder

Weißburgunder / Pinot Bianco Kellerei Tramin Lage Söll oberhalb Tramin Südtirol · Alto Adige DOC 400–600 m kalkhaltiger Lehm & Schotter Edelstahl, Teil im Holz trocken

Der Tramin Moriz Pinot Bianco ist ein frisch-fruchtiger Weißburgunder der Kellerei Tramin aus Südtirol. Er zeigt Aromen von grünem Apfel, Laub und Nüssen und präsentiert sich harmonisch und ausgewogen. Die Trauben stammen aus der Höhenlage Söll oberhalb von Tramin.


Weißburgunder aus der Lage Söll oberhalb Tramin

Die Reben wachsen in der kleinen Ortschaft Söll oberhalb von Tramin auf 400 bis 600 Metern Meereshöhe. Kalkhaltige Lehm- und Schotterböden prägen das Terroir und geben dem Weißburgunder Frische und mineralische Kontur.

Der Name Moriz verweist auf den heiligen Mauritius, den Schutzpatron von Söll. Die Kellerei Tramin zählt zu den renommiertesten Erzeugern Südtirols.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % Weißburgunder. Der Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahltank, ein kleiner Teil der Trauben wird im Eichenholz vinifiziert – das verbindet klare Frucht mit etwas Schmelz.

Der Wein ist trocken ausgebaut, mit eingebundener Säure und klarer Struktur.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase grüner Apfel, Laub und Nüsse, dazu Anklänge von Birne, Zitrus und Trockenfrüchten mit feiner Butternote. Am Gaumen frisch und saftig, mit Fülle, eingebundener Säure, frischer Mineralität und langem Finale.

Grüner Apfel, Laub und Nüsse, getragen von Fülle, frischer Mineralität und einem langen Finale.

Gut gekühlt bei 8 bis 10 °C servieren; jung zu genießen, mit einem Reifepotenzial von einigen Jahren.

Am Tisch

Zu leichten Vorspeisen, zu Fisch und weißem Fleisch sowie zu mild-cremigem Käse.


Lage: Söll oberhalb Tramin (400–600 m); kalkhaltiger Lehm und Schotter
Klassifikation: Südtirol/Alto Adige DOC, trocken
Ausbau: überwiegend Edelstahl, kleiner Teil im Eichenholz

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