Das Weinbaugebiet Franken

Das Weinbaugebiet Franken im Wandel der Zeit

Was für ein Wandel! Das mag man sich denken, wenn man die 40 000 Hektar Rebfläche, die Franken im Mittelalter mal hatte und damit das größte Anbaugebiet im Heiligen Römischen Reich war, mit den sehr zersplittert gelegenen 6300 Hektar vergleicht, auf die es heute zusammengeschrumpft ist. Aber dass Fläche allein kein Garant für Qualität ist, wissen wir. Und es ist ja auch schwer genug, bei klimatischen Bedingungen, wie wir sie hier vorfinden, gute Weine zu machen: die Sommer sind heiß und niederschlagsarm, und was die massive Trockenheit überlebt, leidet oft unter den Spätfrösten bis zu minus 15 Grad. Infolgedessen ist man auch so erfinderisch wie sonst fast nirgends, wenn es um neue Möglichkeiten geht, Temperaturextreme abzufedern: schnitt man früher die angedorrten Blätter an den Weinstöcken einfach ab, so lässt man sie heute bewusst hängen, damit sie den Trauben von oben her Schutz vor der sengenden Sonne bieten können.

Der absolute fränkische Klassiker ist, natürlich, der Silvaner. Damit ist Franken eine ziemliche Ausnahme in Deutschland, wo sonst der Riesling Hausherr ist, der hier aber nur auf magere fünf Prozent der Fläche kommt. Seit fast 400 Jahren wird Silvaner angebaut, aber die Franken waren ihm in all den Jahren nicht immer so treu, wie er es verdient gehabt hätte. Da er unter ungünstigen Umweltbedingungen verhältnismäßig stark leidet, gab man zwischendurch immer mal wieder dem Massenträger Müller-Thurgau den Vorzug. Mittlerweile liegen beide mit jeweils einem Viertel der Gesamtfläche gleichauf, und beim Silvaner ist noch viel Luft nach oben: das wärmer werdende Klima verträgt er deutlich besser als andere weiße Rebsorten. Außerdem nimmt er auf unnachahmliche Weise die geschmacklichen Beschaffenheit der Böden auf und speichert so das berühmte goût de terroir, das erdige Aroma der fränkischen Trias aus Gipskeuper, Buntsandstein und Muschelkalk. Seine besondere Frische verdankt er dem „fränkisch-trockenen“ Ausbau, der den Weinen höchstens vier Gramm Restzucker pro Liter lässt, obwohl bis zu neun für einen trockenen Wein zulässig wären. Diese Eigenschaften qualifizieren ihn als Essenbegleiter, der mit fast allen Gerichten der deftigen fränkischen Küche harmoniert. Anders als in anderen Regionen Deutschlands und sich darin mehr am Elsass orientierend, wird hier der Wein nämlich meist nicht des Weines wegen getrunken, sondern dient als alltäglicher Schoppen zur Vesper. Auch wenn diese Sitte immer mehr schwindet und infolgedessen viele der urigen Weinstuben vornehmen Restaurants gewichen sind, ist man in Franken noch deutlich weiter davon entfernt, Wein vom Volksgetränk zum elitären Status-Anzeiger werden zu lassen als in anderen Regionen. Man schwamm ja auch immer schon ein bisschen gegen den Strom: der in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in der restlichen Bundesrepublik beliebte, übersüße und geschmacklich flache Massenwein hatte hier nie eine Chance.

Wie um den Status als Weinregion auf ewige Zeiten zu verdeutlichen, bildet der Main hier im Herzen Deutschlands zusammen mit der Fränkischen Saale eine Art auf der Spitze stehendes, gleichschenkliges Dreieck, dass mit etwas Fantasie an die Form einer Traube erinnert. Im Osten dieser Traube lohnt besonders ein Besuch in Volkach, am besten während des Fränkischen Weinfestes im August, des größten ganz Frankens. Obwohl 60 000 Besucher heranströmen, erlebt man hier wie auch anderswo keinen Massentourismus, keine kitschigen Souvenirläden, keine durchgetakteten Bustouren. Die Franken haben anders als an Rhein und Mosel kein Interesse daran, sich bis zum Gehtnichtmehr zu vermarkten. Wenn jemand von außerhalb kommt, wird er natürlich herzlich bewirtet. Aber wenn er nicht kommt, trinkt man den Wein eben auch gern allein – einer der Gründe dafür, warum Wein von außerhalb der ganz bekannten Orte auch nur schwer zu bekommen ist. Aber wir sind ja schon vor Ort! Und ob wir nun die historische Altstadt mit ihrem Ensemble aus Türmen, Toren und zur Weinlagerung tief unterkellerten Häckerhäusern sehenswerter finden oder die Volkacher Mainschleife, man fühlt sich an beiden Plätzen mittendrin im Bereich Maindreieck.

Südlich von Bad Kissingen beginnt er, Herzstück des fränkischen Weinbaus mit der Barockmetropole Würzburg im Zentrum. Hier herrschen Muschelkalkböden vor, die den Weinen eine leicht rauchige Mineralität verleihen, oft gepaart mit einer verspielten Zitrusnote. Auf der Alten Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg kann man sich ruhig mal einen Bocksbeutel aufschrauben. Wie der Silvaner gehört die flache, bauchige Flasche mit dem kurzen Hals und dem rustikalen Namen zu Franken dazu. Die Ursprünge sowohl der Form als auch der Bezeichnung liegen weitgehend im Dunkeln; man geht davon aus, dass die militärische Feldflasche Pate stand, da sie den Vorteil besaß, sich besser im Gepäck verstauen zu lassen und auf abfallendem Gelände nicht wegzurollen. Ob der Name nun tatsächlich in derbem Landsknechts-Jargon an den Hodensack eines Ziegenbocks angelehnt ist, oder aber von einem mittelalterlichen ledernen „Buchbeutel“ herrührt – einerlei. Klar ist hingegen, dass er unter dem zunehmende Ökonomisierungsdruck leidet, denn Transport und Lagerung sind aufgrund des erhöhten Platzbedarfs teurer – so wird er mittlerweile nur noch für hochwertige Weine verwendet.

Während nicht wenige Winzer also mittlerweile zwischen Tradition und Kosten abwägen, ist es für die drei großen Würzburger Weingüter, die gleichzeitig auch die größten in Franken sind, eine Selbstverständlichkeit, daran festzuhalten. Der Staatliche Hofkeller Würzburg, datierend auf das Jahr 1128 ältestes urkundlich belegtes Weingut Deutschlands und seitdem stets im Besitz des jeweiligen Landesherrn, lockt mit dem unter dem Nordflügel der Residenz gelegenen Weinkeller, der nach schweren Bombardierungen originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Das Julius- und das Bürgerspital finanzieren als Hospitalstiftungen mit dem Weinbau bis heute karitative Aufgaben, auch bei ihnen lohnt sich eine Besichtigung der großzügigen barocken Anlagen, das Bürgerspital etwa wartet mit dem größten Holzfasskeller Deutschlands auf, in welchem sich mit dem Steinwein von 1540 auch eine Flasche des ältesten noch erhaltenen Weißweins der Welt findet.

Einig waren sich alle drei im Widerstand gegen die Einführung der Großlagen über das Deutsche Weingesetz, was das Verschneiden der früheren Einzellagen erlaubte. Der willkürlich gewählte „Marienberg“ als ganz Würzburg abdeckende Großlage findet sich daher so gut wie nirgendwo wieder, stattdessen vermarktet man nach wie vor unter den historisch-kleinteiligen Bezeichnungen wie Innere Leiste oder Würzburger Stein, der größten zusammenhängenden Einzellage Deutschlands, die von den drei Gütern zu jeweils etwa einem Drittel bewirtschaftet wird. So idyllisch es wirken mag, hier mit Blick auf die Stadt zu verweilen, so hat sich wie in vielen anderen Teilen des Maintals die ehemals geschlossene Weinregion durch menschliche Eingriffe massiv verändert: der unter dem Stein hindurchführende ICE-Tunnel ist neben dem Main-Donau-Kanal und den unzähligen Autobahnen nur der offensichtlichste Teil der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft. Die Flurbereinigung tat ihr Übriges, aus der Kleinteiligkeit der alten Weinberge streng auf wirtschaftliche Nutzbarkeit getrimmte und dadurch mehr oder weniger seelenlose Flächen zu erschaffen. Ironischerweise scheint es gerade der Tourismus zu sein, der für eine Rückkehr zur Ursprünglichkeit mit ihren Feldsteinmäuerchen, urigen Holzschuppen und naturbelassenen Freiflächen sorgen könnte.

Wesentlich unverfälschter präsentiert sich der südöstlich des Maindreiecks gelegene Bereich Steigerwald. Auf den Gipskeuperböden mit ihrem hohen Potential zur Wärmespeicherung, deren Bodenschichten im Dialekt „Steigen“ genannt werden und daher der ganzen Region den Namen aufgeprägt haben, wachsen neben dem Silvaner, den ein Zisterzienserabt im 17. Jahrhundert aus Österreich mit herbrachte, insbesondere die Kreuzungen Müller-Thurgau und Bacchus. Ersterer, auch unter dem Namen Rivaner bekannt, stellt wenig Ansprüche an seinen Standort, außer, dass er sich in tiefen Tallagen nicht wohl fühlt – was aber bei Weinbergen auf fast durchgehend etwa 400 Meter über NN kein Problem darstellt. Der Bacchus, dessen einer Elternteil der Müller-Thurgau ist, reift sehr früh und kann daher recht fett werden. Oft kombiniert man seine fruchtige Aromatik mit der Säure des eher neutralen Müller-Thurgau und erreicht dadurch sehr elegante Tropfen, die aber im Lagerpotential nicht ansatzweise an den Silvaner heranreichen.

Zentrum des Weinbaus im Steigerwald ist unbestritten Iphofen mit seinen mehr als 20 Winzern, davon drei im VDP. Hier soll einer der wenigen Orte Deutschlands sein, an dem man aus einem Silvaner mehr Finesse herauskitzeln kann als aus einem Riesling. Seit dem frühen Mittelalter wird hier Wein angebaut, später dann auch in großem Stil umgeschlagen. Der Zehnthof, den es hier wie auch in vielen anderen fränkischen Dörfern noch gibt, erinnert an die alte Praxis der Abgabe einer zehnprozentigen Steuer an die geistliche Herrschaft, oft bezahlt in Naturalien. Der Wein ist damals das Lebenselixier der strukturschwachen Region, daher versteht man in diesem Punkt auch wenig Spaß: wer seinem Nachbarn Trauben klaut, wird mit Schimpf und Schande aus der Dorfgemeinschaft verbannt. Infolge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts dann der große Einschnitt: viele Rebflächen in weniger guten Lagen wurden aufgegeben, die Reblausplage tat kurz darauf ihr Übriges. Und auch die in Süddeutschland früher übliche Realteilung machte den Weinbau unwirtschaftlich: durch die vorgeschriebene Aufteilung der Erbmasse an alle Nachkommen zu gleichen Teilen wurden die Parzellen in jeder Generation kleiner. Über 100 Jahre dauerte es, bis sich, insbesondere durch Gründung von Winzergenossenschaften, der Weinbau einigermaßen erholte. Die 70er Jahre verhalfen Franken aufgrund exorbitant hoher Nachfrage und daraus resultierender Neuausweisung von Rebflächen bis hin zu Verdreifachung derselben zurück auf die große Bühne.

Und der Rotwein? Von dem haben wir noch gar nicht gesprochen. Aber es gibt ihn, fast ein Fünftel der Rebfläche macht er schon aus. Das ist einerseits den klimatischen Veränderungen geschuldet, andererseits aber auch den klaren Wünschen von Konsumenten und Gastronomie. Auf einige Erfahrung kann da der dritte fränkische Bereich, das Mainviereck zwischen Aschaffenburg und Marktheidenfeld, zurückgreifen. Hier in Churfranken gedeihen auf vielen sehr kleinen Einzellagen auf der westlichen Mainseite ausgezeichnete Spätburgunder, aber auch Kreuzungen wie der tiefdunkle Domina mit seinen weichen Tanninen. Insbesondere auf dem steinigen Boden des Centgrafenbergs bei Bürgstadt, aber auch rundherum um Klingenberg erzeugt man kräftige, sonnenverwöhnte Rote, die sich vor französischen Burgundern nicht verstecken müssen. Und wer lieber einen leichten Sommerwein schätzt, der greift am besten zum Rotling, einer (zwar nicht ausschließlich) fränkischen Spezialität, bei der rote und weiße Trauben zusammen gekeltert werden – aber Achtung, bloß nicht als Rosé bezeichnen, das ist er nämlich keineswegs!

Auch, wenn man sich in den mainfränkischen Wirtschaften mittlerweile ein Bier bestellen könnte, was vor noch gar nicht so langer Zeit völlig außerhalb alles Möglichen lag: damit würde man so Einiges verpassen. Wer wie die Winzer hier fast alttestamentarischen Wetterextremen von sintflutartigen Regenfällen über klirrende Frosteinbrüche bis hin zu sengender Dürre stoisch erträgt und wie 2020 mit der geringsten Ernte seit 35 Jahren immer noch Spitzenweine erzeugt, muss schon wahre Liebe zur Rebe haben. Text: Dario Sellmeier

Bilder Weingut Horst Sauer

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Vieilles Vignes · 1,23 ha Reben ab 1920 2023

Der Gevrey-Chambertin Vieilles Vignes 2023 von Denis Bachelet stammt von sehr altem Rebland über 1,23 Hektar. Ein reinsortiger Pinot Noir, bei dem die Frucht die feinkörnigen Tannine trägt und dem Wein Tiefe und Eleganz gibt – ein Grand Vin aus einer kleinen, gesuchten Domaine.


Gevrey-Chambertin – alte Reben aus drei Lieux-dits

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. Diese Cuvée ist ein Dorfwein aus drei alten Parzellen: La Burie (gepflanzt 1920), Champerriers (1930) und La Platière (1950), zusammen 1,23 Hektar.

Das hohe Rebalter sorgt für geringe Erträge und damit für Konzentration und Tiefe. Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, aus den alten Reben von La Burie, Champerriers und La Platière.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen dominiert die Frucht die feinkörnigen Tannine; der Wein zeigt Tiefe und Eleganz, getragen von frischer Säure und langem Abgang.

Die Frucht trägt die feinkörnigen Tannine – ein Gevrey-Chambertin von Tiefe und Eleganz aus sehr alten Reben.

Schon jung zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin; Lieux-dits La Burie (1920), Champerriers (1930), La Platière (1950), 1,23 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Deutsch

Smiley Lampe - Smiley® Bundle of Light PINK

Wohnaccessoire · LED-Leuchte · Smiley®

Smiley® Bundle of Light (Pink) ist ein Mini-Licht in Form des legendären Smiley®, das gute Laune in jedes Zuhause bringt. Gefertigt aus weichem, BPA-freiem Silikon und mit warmer LED-Leuchte – ideal für den Nachttisch, das Kinderzimmer oder als kleines Geschenk. Nimm dir Zeit zum Lächeln!


Herkunft / Mr. Maria

Mr. Maria ist ein Designlabel, das für seine charakteristischen, weich leuchtenden Figurenlampen der Bundle-of-Light-Serie bekannt ist. Diese Edition bringt das weltbekannte Smiley®-Motiv als stimmungsvolles Mini-Licht ins Zuhause.

Material und Technik

Gefertigt aus weichem, BPA-freiem Silikon, ausgestattet mit einer LED-Leuchte und austauschbarer CR2032-Knopfzellenbatterie. Der Ein-/Ausschalter sitzt an der Unterseite; ein 15-Minuten-Timer schont die Batterie (ein Dauerbetrieb ist nicht möglich). Die Leuchtdauer beträgt bis zu 30 Stunden (rund 120 Zyklen).

Licht und Wirkung

Die LED sorgt für ein warmes, sanftes Licht, das als dezentes Stimmungslicht wirkt. Das handliche Format passt auf jeden Nachttisch oder ins Regal – ein kleiner Smiley mit großer Wirkung.

Als Geschenk

Ein freundliches Licht zum Verschenken oder Selbstbehalten.

Ideal: für den Nachttisch, das Kinderzimmer oder als kleines Mitbringsel, das Freude schenkt.


Hersteller: Mr. Maria
Produkt: Smiley® Bundle of Light – Pink
Material: weiches, BPA-freies Silikon
Technik: LED, austauschbare CR2032-Knopfzelle, Ein-/Ausschalter an der Unterseite, 15-Minuten-Timer
Leuchtdauer: bis zu 30 Stunden (ca. 120 Zyklen)

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Länder/Regionen

Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc Champs Lalot 2024

Weißwein · Givry 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry 1er Cru Champs Lalot Côte Chalonnaise Ostlage 2024

Der Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc „Champs Lalot" 2024 stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der Côte Chalonnaise – elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.


Givry 1er Cru „Champs Lalot"

Das Domaine Michel Sarrazin et Fils in Jambles zählt zu den großen Referenzen der Appellation Givry in der Côte Chalonnaise – ein Familiengut mit Wurzeln im 17. Jahrhundert, heute geführt von den Brüdern Guy und Jean-Yves Sarrazin, naturnah und kontrolliert bewirtschaftet (Lutte raisonnée).

Der Givry Premier Cru „Champs Lalot" stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der gleichnamigen Lage; ein Teil des Weinbergs wurde erst Anfang der 2010er-Jahre aufgrund seiner Qualität in den Rang eines Premier Cru erhoben. Die Reben der Domaine befinden sich im höher gelegenen, nach Osten ausgerichteten Abschnitt der Lage. Die Böden sind von tonreichen Kalksteinstrukturen geprägt, die Wasser gut speichern und selbst in trockenen Jahren eine stabile Versorgung der Reben gewährleisten.

Jahrgang 2024 – Burgund

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter und ein früher Austrieb, gefolgt von einem feucht-kühlen Frühjahr mit vereinzelten Frostnächten und regionalem Hagel. Der hohe Krankheitsdruck verlangte intensive Weinbergsarbeit, die Erträge sanken teils um bis zu 60 %. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel später aus als in den warmen Vorjahren und erforderte strenge Selektion.

Die Mostgewichte blieben im gemäßigten Bereich, sodass balancierte, eher leichtere Weine entstanden. Die Weißweine zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linienführung und kühler, herkunftstypischer Eleganz – 2024 ist ein Jahr des Winzers, in dem sorgfältige Arbeit den Unterschied machte.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Die Trauben werden schonend verarbeitet und sorgfältig vinifiziert; der Ausbau erfolgt behutsam. Die Abfüllung geschieht mit minimaler Klärung, um möglichst viel Ausdruck und Substanz zu erhalten – ein leichter Bodensatz kann daher ganz natürlich auftreten.

Im Glas

Klar und brillant mit goldenen Reflexen. Die Nase öffnet sich mit feinen floralen Noten, begleitet von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einem Hauch von Steinobst. Am Gaumen elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.

Elegant und mineralisch, getragen von formidabler Frische und harmonischer Länge.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu jungem Hartkäse.


Lage: Givry 1er Cru „Champs Lalot", Jambles, Côte Chalonnaise (Frankreich); höher gelegener, ostexponierter Abschnitt, tonreiche Kalksteinböden
Klassifikation: Givry 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; schonende Vinifikation, behutsamer Ausbau, minimale Klärung (leichter Bodensatz möglich); Lutte raisonnée

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Rebsorten

Dietrich Chardonnay Weissburgunder

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Chardonnay & Weißburgunder ist eine elegant-frische Weißwein-Cuvée. Neben Aromen von Birne, Quitte, Haselnuss und Butter zeigt sie weiche, schmelzige Nuancen und einen vollmundigen Abgang.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr und ein fast mediterranes Klima bringen reife, fruchtbetonte Weißweine hervor. Chardonnay und Weißburgunder sind zwei verwandte Burgundersorten, die sich ideal ergänzen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay. Der Weißburgunder bringt feine Eleganz und Frische, der Chardonnay Fülle, Schmelz und Struktur. Der Ausbau betont die weiche, schmelzige Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Birne, Quitte, Haselnuss und ein Hauch Butter. Am Gaumen weich und schmelzig, mit feiner Frucht, eleganter Frische und vollmundigem, langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Weißburgunder & Chardonnay, trocken
Ausbau: elegant, frisch und schmelzbetont

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Länder/Regionen

Henri Boillot Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet Oberhang · steiniger Kalk/Mergel 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Henri Boillot ist ein kraftvoller, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny. Klare Frucht, feine Mineralität und eine elegante Struktur prägen diesen Wein aus der Hand einer gesuchten Adresse.


Les Folatières – Premier Cru am Oberhang

Les Folatières zählt zu den größeren und angesehensten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Die Lage liegt am oberen, teils steilen Hang in Richtung Blagny, auf steinigem Kalk- und Mergelboden; der Name leitet sich von „Folles terres" ab. Diese Bedingungen geben den Weinen Kraft, Mineralität und Finesse.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays. Die Domaine Henri Boillot zählt zu den renommierten Adressen für weißen Burgunder.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die kraftvolle, mineralische Art der Folatières schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche, im präzisen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Neuholzanteil, ganz auf Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht wie Birne und Aprikose über steiniger Mineralität. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, mit feinem Schmelz, klarer Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht über steiniger Mineralität – kraftvoll, präzise und mit langem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); Oberhang, steiniger Kalk/Mergel
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ausbau in französischer Eiche

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Weine

Legrand Latour Ypresien Brut Nature BIO

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Legrand-Latour Yprésien Brut Nature ist kräftig, würzig und salzig: eine ausdrucksstarke, biozertifizierte Cuvée aus Meunier und Pinot Noir mit viel Tiefe und Eleganz. Nach langem Ausbau zeigt er ein vielschichtiges Aromenspiel und eine beeindruckende Struktur.


Champagne

Das Haus Legrand-Latour erzeugt terroirgeprägte Winzer-Champagner in der Champagne und arbeitet biozertifiziert (FR-BIO-01). Der Name Yprésien verweist – wie bei den Schwester-Cuvées – auf die geologische Prägung der Böden, die dem Champagner seine salzige Mineralität verleihen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Meunier und 40 % Pinot Noir. Nach 12 Monaten im Holzfass reift der Champagner über 42 Monate auf der Hefe, was ihm Vielschichtigkeit, Struktur und Tiefe verleiht. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase getrocknete Früchte, Orangenzesten und feine Röstaromen. Am Gaumen druckvoll, mit salziger Mineralität und nussigen Noten, dabei frisch und klar; langer, strukturierter Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als charaktervoller Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Krustentieren, Pilzgerichten, edlem Fisch, Geflügel und reifem Käse.


Lage: Champagne (Frankreich); Legrand-Latour
Klassifikation: Champagne – Cuvée aus 60 % Meunier & 40 % Pinot Noir, Brut Nature (naturherb)
Ausbau: 12 Monate Holzfass, über 42 Monate Hefelager, ohne Dosage

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Länder/Regionen

Le Moine Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Bâtard-Montrachet Grand Cru Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 ist eines der weißen Aushängeschilder des Beauner Micro-Négoce – ein dichter, texturreicher Chardonnay aus einem der größten Weißwein-Terroirs der Welt. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Bâtard-Montrachet – Grand Cru am Fuß des Montrachet

Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru eingestufte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, auf den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet gelegen. Auf rund 11,9 Hektar, in 230 bis 265 Metern Höhe und südöstlicher Ausrichtung, grenzt sie westlich an den legendären Montrachet, nördlich an Bienvenues-Bâtard-Montrachet und südlich an Criots-Bâtard-Montrachet. Am Fuß des Montrachet-Hangs sind die Böden tiefgründiger und reich an braunem Kalkmergel mit etwas kalkhaltigem Ton – das gibt den Weinen Fülle und Dichte, die in den besten Beispielen von Finesse und Mineralität gebändigt wird.

Bei Lucien Le Moine zählt der Bâtard zu den großen weißen Cuvées: Mounir Saoumas Ausbau betont Textur und Gewicht, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren – auf einer Lage wie Bâtard ein Geniestreich.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Bâtard-Montrachet ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tiefgründigen Kalkmergel am Fuß des Montrachet-Hangs lebt dieser Grand Cru: ein vollmundiger, dichter Chardonnay mit reifer gelber Frucht und feinen Zitrusnoten, dazu eine kalkig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz schenken eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, die der Fülle Spannung und Länge verleiht.

Vollmundig und cremig, doch präzise – reife gelbe Frucht, kalkige Mineralität und salzige Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Bâtard-Montrachet Grand Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); Puligny-/Chassagne-Montrachet, ~11,9 ha, 230–265 m, südöstliche Ausrichtung; tiefgründiger brauner Kalkmergel
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Schaumweine

Egly-Ouriet Les Vignes de Bisseuil Premier Cru Extra Brut

Champagner · Premier Cru · Chardonnay-dominant · Extra Brut

Egly-Ouriet Les Vignes de Bisseuil Premier Cru Extra Brut ist die einzige Chardonnay-dominante Cuvée im Portfolio der Domaine Egly-Ouriet – und trägt dennoch unmissverständlich die Handschrift des Hauses. Kein leichter Blanc-de-Blancs-Stil, sondern Chardonnay mit Substanz, Spannung und dem typischen Biss der Kreide. Im Glas klar, präzise und kreidig.


Bisseuil

Bisseuil liegt östlich von Aÿ auf südexponierten Hängen über tiefen Kreideböden und ist als Premier Cru klassifiziert – eine der wenigen Lagen im Egly-Portfolio außerhalb der Grand-Cru-Gruppe um Ambonnay. Ein anderes Terroir, dieselbe Konsequenz in Weinberg und Keller.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 70 % Chardonnay, 15 % Pinot Noir und 15 % Pinot Meunier. Alle drei Sorten werden im Eichenholzfass vergoren und ausgebaut, was dem Wein Tiefe und Struktur gibt, ohne ihn zu überformen. Das Rückgrat bildet der Grundjahrgang, ergänzt durch Reserveweine älterer Jahrgänge. Dosage 2 g/l.

Im Glas

In der Nase frische Zitrusfrucht, Brotkruste und knackige Birne – klar und präzise, ohne cremige Schwere. Am Gaumen mittlerer bis voller Körper, konzentriert und rassig, mit prägnantem Zug und der kalkigen Struktur von Bisseuil. Der Abgang ist lang und salzig-mineralisch. Mit Zeit im Glas öffnet sich ein großer Nuancenreichtum.

Am Tisch

Kein Soforttrinker – wer Geduld hat, wird belohnt. Trinkfenster: jetzt bis 10+ Jahre. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, mit ausreichend Zeit im Glas.

Klassische Begleitung: Austern, Jakobsmuscheln, weißer Spargel und reifer Comté.


Lage: Bisseuil, Premier Cru, östlich von Aÿ (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Extra Brut
Ausbau: Barrique, lange Hefelagerung, 2 g/l Dosage

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