Mugaritz – Errenteria – Spanien

Und ewig lockt das Neue

„Willkommen im Mugaritz. Ihr werdet heute vieles, was ihr zu essen bekommt, nicht mögen, weil ihr es nicht kennt und vorher auch noch nie gegessen habt.“

Diese kurze und knappe Einleitung im Restaurant Mugaritz ist weder neu noch überraschend. Denn jeder Besuch in diesem Esstempel der Provokation und der Kreativschmiede ist immer wieder eine absolute Überraschung. Hier kommt man auch nicht hin, um sich satt zu essen, einen Wohlfühltag zu erleben oder ein bestimmtes Produkt in einer bisher nicht bekannten Qualität serviert zu bekommen.

Das Mugaritz ist wie eine Theatervorstellung eines Avantgarde Künstlers. Man versteht das Präsentierte nicht immer, ist verwundert, irritiert. Hier gibt es Gänge mit merkwürdigen Strukturen, mit teils brutalem Geschmack, eine immer wieder neue, fordernde Intensität am Gaumen, aber auch die perfekten Produktqualitäten, die allerdings komplett anders in Szene gesetzt werden als es die Gäste sonst gewohnt sind oder zuvor jemals erleben durften. Geschmack wird im Mugaritz einfach ganz anders interpretiert. Das kann man mögen und sich darauf einlassen oder man kann es hassen und als groben Dilettantismus brandmarken. Hier wird Gastronomie einfach anders gedacht und zu einem einzigartigen neuen Spektakel performt. Ganz nach dem Motto von Henry Thomas Buckle „Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit“

Der Geschmacksalchemist Andoni Luis Aduriz forscht und kreiert dabei immer wieder Neues; simple Kopien anderer Speisen werden die Gäste hier nicht finden, und dies ist in einer Welt, wo alles nur noch via copy and paste simpel aus der Retorte kommt, mehr als beachtens- und bewundernswert. Jedes Jahr gibt es ein neues Menü, keine Speise wird im Folgejahr noch einmal serviert.

Danke Adoni, dass du das Mugaritz erschaffen hast und so kompromisslos und konsequent den eingeschlagenen Weg weiter gehst. Es ist jedes Jahr wieder ein spannendes Fest, hier zu sein. Einzigartig und mit neuen Eindrücken beseelt werden Geschmack und Gefühle neu erlebt.

Ein Rosmarinzweig mit Blüten auf einer zähflüssigen Safran-, Orangen- Reduktion. Der Zweig soll als Pinsel verwendet werden, um das essbare Lauchblatt zu bestreichen. Dann soll der Rosmarinzweig mit all seiner Intensität abgelutscht werden. Ein surrealer und interaktiver Spaß.
Das essbare Lauchblatt gefüllt mit Salbei.
Im Kontrast zu dem essbaren Lauchblatt gibt es eine puristische, echte, leicht gegarte Lauchstange zum Vergleich.
Eine Kaviar- Pinienkernmasse versteckt sich hinter dieser schwarzen Binde. (oder ist es eine Sonnenbrille?) Die Binde wird aus einem schwarzen Apfel, dem Black Diamond-Apfel aus Tibet, als eine Art Brickteig produziert. Die zuerst intakte Binde wird vom Service mit einer Serviette verdeckt und dann zerbrochen. Die zerbrochenen Stücke können dann als Esswerkzeug verwendet werden. Für die letzten Kaviarperlen werden dann einfach die Augenhöhlen der Maske mit der Zunge ausgeleckt.
Ein roher, ausgehöhlter Spargel.
Kartoffelblätterteig mit eingearbeiteter Txuleta- und Gemüsereduktion.
Gelber Fenchel Tempura mit Herzmuscheln.
Geeistes Hühnerherz mit Kräutern.
Flüssiges Roggenbrot, Krabben und blauer Rogen.
Oben: Amaranth und Mais: Unten: Mit Erbsen und Schinkenfett gefüllte Praline.
Rohe Krabbe auf einem Ballen mit Reis aus Katalonien (Spanien) und Saga (Japan) mit Safran.
Roter Krabbenkopf. Hier muss der Kopf ausgesaugt werden. Typisch spanisch.
Ein aus Sake fest produziertes, essbares Blatt.
Zackenbarsch mit wildem Spargel und Ventresca Croutons.
Schweinehaut Kuchen unter Mascarpone und Kaffee.
Tintenfisch Mochi mit Kardamom.
Roher Hummer auf Eigelb unter Croutons von der Hummerschale.
Vegane Sobrasada (Normalerweise eine würzige Streichwurst) bestehend aus Tomaten, Nüssen, Kombucha und Honig.
Dehydrierter Apfel …
… mit einer Art Apfel Wassereis. Könnte man auch als Sorbet interpretieren.
Wagyu Rind mit …
… einer karamellisierten Banane, welche leicht mit Vanille versetzt wurde. Die Textur erinnert an Rinderknochenmark und wird auch in diesem Knochen zum Wagyu serviert.
Eine kapitale Auster unter einem intensiven Lamm Sud. Avantgarde Surf and Turf der besondern Art.
Mohrrübe in verschiedenen Texturen als Finger auf dem Teller präsentiert und oben eine Cabrales Käse Creme. Der Finger wird dabei als Esswerkzeug für den Blauschimmelkäse verwendet und dann selber aufgegessen.

Mugaritz – Aldura Aldea 20 – 20100 Errenteria – Spanien – Telefon: +34 943 52 24 55 – www.mugaritz.com

Jetzt Newsletter abonnieren und keinen Blog Beitrag mehr verpassen:

  • Punkte
285

Unsere Wertung: 285 von 365 Punkten *

Punkte 0

*Punktesystem 0 bis 365 Punkte

Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Les Houillères 2023 BIO

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet Les Houillères Côte de Beaune Morey-Coffinet Bio / Biodynamie (FR-BIO-01) 2023

Der Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet „Les Houillères" 2023 stammt aus einer winzigen, biodynamisch bewirtschafteten Parzelle mit alten Reben – ein komplexer, gehaltvoller Chardonnay mit großer Finesse und langem Nachhall. Großes Gaumenkino mit viel Potenzial.


Les Houillères – kleine Parzelle, großes Potenzial

Die Domaine Morey-Coffinet zählt zu den Referenz-Adressen von Chassagne-Montrachet. Heute führt Thibault Morey – ein „rising star" der Appellation, aus den großen Familiennamen Pillot, Morey und Coffinet – das Gut und arbeitet seit 2015 biodynamisch zertifiziert (FR-BIO-01). Seine Weißweine treffen die Essenz von Chassagne: duftige Aromatik, getragen von kraftvoller Mineralität.

Die Parzelle „Les Houillères" ist eine kleine, rund 0,50 Hektar große Weinparzelle, die biodynamisch bewirtschaftet wird. Sie wurde in den 1950er Jahren mit Chardonnay-Reben angelegt und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Premiers Crus Encégnières und Vide-Bourse. Es handelt sich zwar nicht um einen offiziellen Premier Cru, doch die Qualität dieser Parzelle steht dem in nichts nach. Die kalkreichen Böden im Norden von Chassagne bringen einige der angesehensten Chardonnays der Welt hervor.

Jahrgang 2023 – Chassagne-Montrachet

2023 brachte an der Côte de Beaune eine gesunde, großzügige Weißwein-Ernte mit reifer, klar definierter Frucht und animierender Frische. Im Les Houillères ergibt das einen Chardonnay mit Gehalt, Balance und feiner mineralischer Spannung – schon zugänglich, aber mit Potenzial zur Reife.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Nach händischer, selektiver Lese reift der Wein über ein Jahr in 228- und 350-Liter-Fässern aus bester französischer Eiche, wobei sowohl neue als auch ältere Barriques zum Einsatz kommen. Biodynamischer Anbau, FR-BIO-01.

Im Glas

Komplexität, gehaltvoller Charakter, große Finesse und ein langer Nachhall mit viel Potenzial sind beim „Les Houillères" die Garanten für ein großes Gaumenkino. Ein Chardonnay, der die duftige Aromatik und kraftvolle Mineralität von Chassagne-Montrachet auf Villages-Ebene mustergültig verkörpert – mit Tiefe, Spannung und Länge.

Komplexität, große Finesse und ein langer Nachhall – großes Gaumenkino mit viel Potenzial.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife; profitiert vom Dekantieren oder einem großen Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Risotti sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet, Lieu-dit Les Houillères, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~0,50 ha, kalkreiche Böden, nahe den 1ers Encégnières und Vide-Bourse; Reben aus den 1950ern
Klassifikation: Chassagne-Montrachet AOC (Villages), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Handlese, über 1 Jahr in 228- und 350-l-Fässern (franz. Eiche, neu und gebraucht); biodynamisch, FR-BIO-01

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Deutschland

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett -t- Im Schneidersberg 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Schneidersberg Mosel Kabinett · fruchtsüß Südwest-Exposition

Der Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg -t-" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein druckvoller, gefühlt trockener Mosel-Riesling von einer Parzelle der Ritsch – ungeschminkt, groß und langlebig, eine perfekte Interpretation des Terroirs.


Im Schneidersberg – Südwest-Parzelle der Ritsch

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Im Schneidersberg" ist eine windexponierte Parzelle im Schneidersberg-Teil des Thörnicher Bergs – in einem Seitental hinter der Haupt-Ritsch und im Gegensatz zu den meist nach Süden ausgerichteten Lagen nach Südwesten exponiert.

Jahrgang 2024 – Mosel

Der Jahrgang 2024 präsentiert sich an der Mosel klassisch und präzise: mit frischer Frucht, eleganter Säure und viel Energie.

Ein Jahrgang, der der geradlinigen, säurebetonten Ludes-Stilistik entgegenkommt – ideal für einen spannungsreichen, druckvollen Kabinett.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Wie alle Ludes-Weine braucht auch dieser Luft: am besten einige Stunden, besser noch ein paar Tage vor dem Genuss öffnen.

Im Glas

Ein gefühlt trockener Riesling, der einen solchen Druck, eine Finesse und einen subtilen, unreifen Fruchtansatz entwickelt, dass sich Körper und Seele über jeden Schluck aufs Neue freuen. Steinig und schiefrig, ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Vor dem Genuss unbedingt einige Stunden, besser ein paar Tage belüften. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch, hellem Fleisch, würziger asiatischer Küche oder mild-würzigem Käse. Ein vielseitiger, geradliniger Speisenbegleiter.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg" (Mittelmosel); südwest-exponierte Steillage, devonischer Schiefer, alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence Rosé BIO

Roséwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Rosé ist eine sommerlich-beerige Bio-Rosé-Cuvée aus Grenache, Syrah und Cinsault aus der Provence. Hellrosa in der Farbe, besticht er durch Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen. Frucht und Mineralität vereinen sich harmonisch.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste klimatische Voraussetzungen für ausgewogene, feine Rosés. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden lassen Frucht und Mineralität harmonisch zusammenfinden. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Grenache, Syrah und Cinsault. Der Ausbau bewahrt die frische, beerige Frucht und die feine Mineralität des Weins.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase und am Gaumen Fruchtnoten von Grapefruit, Erdbeeren und Kirschen, abgerundet von leichten Zitrus- und Cassisnoten. Frisch, fein und ausgewogen, mit harmonischem Frucht-Mineralität-Spiel.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal als sommerlicher Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: mediterrane Gerichte, Salate, Fisch und Gegrilltes.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Rosé
Ausbau: Grenache/Syrah/Cinsault, fruchtbetonter Ausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2014

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 1.340 Flaschen · 2014

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2014 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2014 – Rioja

Der Jahrgang 2014 ist ein wenig reifer als sein Vorgänger, einen Tacken mehr rote Frucht ist hier zu finden. 2014 war an der Rioja ein kühler, klassischer Jahrgang, der fein gezeichnete Weine mit lebendiger Säure hervorbrachte. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich dieser Las Guillermas heute in einer schönen, reifen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2014, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.340 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 1.340 Flaschen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Envinate Palo Blanco VdM Tenerife 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Valle de la Orotava Envínate Vulkanboden · ~600 m wurzelechte 100-J.-Reben (Cordón trenzado) große Ovalfuder 2024

Der Envínate Palo Blanco 2024 ist ein äußerst spannender Vulkan-Weißwein aus dem Norden Teneriffas – nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt. Spontan, wild und herzhaft, karg und meeresfrisch. Kein Gaumenschmeichler, sondern ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.


Palo Blanco – Vulkanweiß aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Der Palo Blanco stammt aus dem gleichnamigen Quartier bei Los Realejos im Valle de la Orotava, am Nordhang des Teide. Auf rund 600 Metern fußen über 100 Jahre alte, wurzelechte Listán-Blanco-Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf reinem schwarzem Vulkangestein und Basalt, erzogen im traditionellen, geflochtenen „Cordón trenzado". Der Duft ist entsprechend nicht von der Frucht, sondern von der Erde und der Mineralität des Bodens geprägt.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-salzigen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die alten Reben und der schonende Ausbau betonen die kargige, herkunftsgenaue Stilistik – ein Wein für Liebhaber kompromissloser Terroirweine.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung ohne Schalenkontakt, Spontangärung mit Wildhefen im Betontank; anschließend Ausbau über rund zehn Monate in zwei großen 2.500-Liter-Ovalfudern aus Friaul. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Der Duft des Palo Blanco ist nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt: spontan, wild und herzhaft. Am Gaumen nasses Gestein, leicht nussige und oxidative Aromatik, karg und staubig im Abgang. Säure und Meeresfrische fügen sich formidabel ins Gesamtbild. Kein Gaumenschmeichler, eher ein Essensbegleiter – ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.

Nasses Gestein, nussig-oxidative Aromatik, karg und staubig – Säure und Meeresfrische formidabel im Gesamtbild.

Sollte vorher dekantiert werden. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse – ausgesprochen vielseitig am Tisch.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Quartier Palo Blanco, Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~600 m, schwarzer Vulkanboden/Basalt; über 100 Jahre alte, wurzelechte Cordón-trenzado-Reben
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Beton, ~10 Monate in 2.500-l-Ovalfudern (Friaul), unfiltriert; organischer Anbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2019

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek, den Drew Noon zu seinen besten überhaupt zählt. Die Jahrgangsbedingungen passten perfekt zum spät reifenden Cabernet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht. Der 2019er ist eine Assemblage aus 66 % Fruit Trees und 34 % Main Road.

Jahrgang 2019 – Langhorne Creek

Nach einem warmen Start zur Lese kühlte es 2019 ab Anfang März ab, sodass der Cabernet langsam und zur Perfektion ausreifen konnte – das Lesegut war bei der Ernte in tadelloser Gesundheit. Ein Jahrgang, der den spät reifenden Cabernet ideal traf.

Drew Noon selbst sagt zum 2019er: „Der 2019 Reserve Cabernet ist mein Favorit für den Wein des Jahrgangs und möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt. Die Jahrgangsbedingungen kamen dem spät reifenden Cabernet wunderbar entgegen, und das Lesegut war bei der Ernte in perfekter Gesundheit." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Ein vollmundiger, reiner Cabernet im reiferen Noon-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt: dazu feine Zedernoten und erdig-mineralische Anklänge. Am Gaumen Tiefe und Fülle, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance, getragen von einem festen, reifen Tannin, das dem langen Abgang Halt und großes Reifepotenzial verleiht.

Mein Favorit für den Wein des Jahrgangs – möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees (66 %) und Main Road (34 %), tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Boris Champy Beaune 1er Cru Aux Coucherias AOP 2019 BIO

Rotwein · Beaune Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Aux Coucherias · 1er Cru Beaune 2019 Bio (FR-BIO-01)

Der Beaune 1er Cru Aux Coucherias 2019 Bio von Boris Champy ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer Premier-Cru-Lage der Côte de Beaune. Der warme Jahrgang 2019 gibt ihm reife, konzentrierte Frucht bei feiner Struktur – ein Wein aus biologisch zertifiziertem Anbau.


Aux Coucherias – Premier Cru in Beaune

Aux Coucherias ist eine Premier-Cru-Lage von Beaune in der Côte de Beaune, im oberen Hangbereich in Richtung Savigny-lès-Beaune. Die kalkhaltigen Böden bringen strukturierte und zugleich elegante Pinots hervor.

Boris Champy führt eine biologisch zertifizierte Domaine (FR-BIO-01) mit Sitz in Nantoux und arbeitet mit wenig Eingriffen und Sorgfalt im Weinberg.

Jahrgang 2019 – Côte de Beaune

2019 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten reife, konzentrierte Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2019 für Tiefe und reife Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der dem Aux Coucherias Substanz gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, aus biologischer Bewirtschaftung (FR-BIO-01).

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Der Ausbau ist auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Reife rote und dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen konzentriert, aber elegant, mit feinem Tannin, frischer Säure und gutem Zug im Abgang.

Reife Frucht und feines Tannin im Gleichgewicht – ein konzentrierter, eleganter Beaune Premier Cru aus dem warmen 2019er.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Federwild, Rind, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Aux Coucherias (1er Cru), Beaune (Côte de Beaune); Kalkböden, Oberhang
Klassifikation: Beaune Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau; biologische Bewirtschaftung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Ameztoi Primus Txakoli 2025

Weißwein · Getaria, Baskenland · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria, 50–200 m Rebenalter 70–120 Jahre 7 Monate Feinhefe Unfiltriert

Ameztoi Primus ist Txakoli in seiner dichtesten Form: die Spitzen-Cuvée der Bodega Ameztoi aus Getaria, gekeltert aus 100 % Hondarrabi Zuri von den ältesten Parzellen des Hauses. Wo klassischer Txakoli auf Frische und Spritzigkeit setzt, holt Ignacio Ameztoi hier aus alten Reben direkt über der Kantabrischen Küste einen Weißwein mit Struktur und cremiger Textur, ohne die salzig-maritime Herkunft zu verlieren.


Getaria – Reben über dem Kantabrischen Meer

Getaria liegt an der baskischen Atlantikküste, die Weinberge fallen in Terrassen zum Fischerhafen ab. Die Böden bestehen aus Kalklehm, die Lagen liegen auf 50 bis 200 Metern in direkter See-Exposition. Der ständige, feuchte Wind vom Golf von Biskaya und die kühlen Nächte halten die Säure hoch und die Alkoholgrade niedrig.

Für Primus selektiert das Weingut ausschließlich alte Stöcke mit 70 bis 120 Jahren Rebenalter. Die niedrigen Erträge dieser Reben liefern die Konzentration, die diesen Wein von der leichteren Basis-Abfüllung trennt.

Assemblage und Ausbau

Primus ist ein reinsortiger Hondarrabi Zuri, der autochthonen Weißweintraube des Baskenlands. Die Handlese vergärt mit Naturhefen im temperaturkontrollierten Edelstahltank.

Danach reift der Wein sieben Monate auf der Feinhefe – ohne Bâtonnage, direkt vom Feinlager abgefüllt. Kaltstabilisiert und unfiltriert gefüllt, gewinnt er so die cremige Textur und Tiefe, die ihn eher an einen Chablis als an einfachen Txakoli denken lässt.

Im Glas

Helles, klares Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive Aromen reifer Frucht – Ananas und tropische Früchte im Vordergrund. Am Gaumen vollmundig und dicht, mit klarer Struktur, feiner, leichter Perlage und einem langen, fruchtbetonten Abgang.

Ein Txakoli, der Frische und cremige Dichte zugleich trägt – Weißobst und Meeresluft in einem Glas.

Gut gekühlt bei 8 bis 10 °C servieren. Der Wein trinkt sich jung am präzisesten, hält im Keller aber zwei bis drei Jahre und gewinnt dabei an Cremigkeit.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fischgerichte, Austern, Sushi und Fisch-Tempura. Die Säure und die salzige Note machen ihn zum Aperitif ebenso wie zum Begleiter roher und frittierter Fischküche.


Produzent Bodega Ameztoi, Getaria
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Getaria, Baskenland (Spanien)
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Handlese · Spontangärung mit Naturhefen · temperaturkontrollierter Edelstahltank
Ausbau 7 Monate auf der Feinhefe · ohne Bâtonnage · kaltstabilisiert · unfiltriert
Böden Kalklehm, See-Exposition, 50–200 m
Rebenalter 70–120 Jahre
Trinktemperatur 8–10 °C
Trinkreife jung bis 2–3 Jahre nach Füllung

Mehr erfahren ...