Waldhotel Sonnora – Dreis – Deutschland

Ein Mittagstisch im Sonnora

In vielen Restaurants ist in der Regel nicht nur das gereichte Essen einen doppelten und schärfenden Blick wert; mit ein wenig Zeit und Muße macht es auch einen irrsinnigen Spaß, die Gäste in Restaurants zu beobachten und seine komplett aus der Luft gegriffene eigene Phantasie zu diesen Menschen zu entwickeln.

Ein allein sitzender Mann, der nach jedem zweiten Bissen der gereichten Speisen und bei fast jedem Schluck aus seinem Weinglas die Stirne runzelt, die Augen knapp schließt, kurz sinniert und in sich geht, um dann in sein kleines schwarzes Notizbuch etwas zu schreiben, ist sicherlich ein Restaurant Kritiker, der auch im Restaurant als solcher wahrgenommen werden möchte. Für jemanden, der bis zum Digestif alles alleine knallhart durchzieht, wäre eine nette lachende Begleitung sicherlich ein Geschenk fürs Leben.

Ein zunächst über eine Stunde allein sitzender Mann, der sich ausgewählte Speisen bringen lässt, dazu delikate Weine glasweise trinkt und in aller Ruhe ein Buch liest, muss wahrscheinlich in die Kategorie Privatier eingeordnet werden. Dass irgendwann seine Frau dazu stößt und noch ein paar Gläschen Champagner schlürft, erhärtet diesen vergnüglichen und leicht neidisch angehauchten Verdacht.

Ein weit über siebzig Jahre alter sportlicher Mann und seine fast halb so alte Begleitung nähren zunächst die Vermutung, dass es sich hier um Vater und Tochter handeln muss. Doch die Liebeleien sind dann doch zu offensichtlich, um diese erste These so stehen lassen zu können. Es muss sich hier eher um einen Wirtschaftskapitän aus einem DAX Unternehmen mit seiner neuen, frischen Liebe handeln. Er schwelgt im jugendlichen Champagner Rausch in alten Erinnerungen und träumt von der ewigen Jugend, während sie in ihrem Handy daddelt. Hoffentlich nicht auf einer neuen und noch exklusiveren Partnerbörse.

Dann sind da noch die treuen, älteren Stammgäste, die sich hier mehrmals im Jahr an den Wundern und Werken der aus der Küche getragenen Leckereien erfreuen und an ihren schönen Erinnerungen auch das zuvorkommende Service Team teilhaben lassen.

Jemand, der einfach nur feiert und laut schwelgt ist selbstredend auch immer mit von der Partie. Da wird Mittags schon alles mitgenommen was geht, es könnte ja Abends auch schon alles wieder vorbei sein. Aber in der Regel geht es dann am nächsten Tag mit leichtem Kater, guter Laune und neuen Plänen wieder an den Start.

Auch das normal wirkende Pärchen lässt sich in der gehobenen Gastronomie immer wieder finden. Bescheiden wirkend, aufmerksam und lernend zuhörend sind es die sympathischen Bewunderer der abgelieferten essbaren Kunstwerke.

Phantasien sind schön, regen diese doch die Kreativität an. Die Realität jedoch sieht meistens anders aus und findet sich im Restaurant des Waldhotels Sonnora auf den Tellern wieder. Und diese sind, wie immer hier, einfach nur die wahre und pure Wonne. Schon die ersten Häppchen wie die Schwertmuschel und das Kalbstartar sind so liebevoll und Aromen intensiv heraus gearbeitet, dass einem der Speichel im Mund zusammen läuft.

Eine Weltklasse mit Gurke, Kaviar und Dill gepimpte Gillardeau Auster und ein frisch gezupfter Taschenkrebs mit Apfel und Minze überstrahlen ein wenig den auch als Amuse-Gueule gereichten Lachs.

Die perfekte Gänseleber kann schon fast als neuer Klassiker abgefeiert werden, während die Torte vom Rinderfilet-Tatar mit Kaviar eben genau dieser schon lange ist. Total dekadent, aber total lecker… und das muss Mann, Frau und Divers im Sonnora einfach essen. Punkt.

Klassisch und perfekt sautiert dann der Kaisergranat, und von einer begnadeten Qualität die „zum Finger ablecken“ leckere Sauce.

Das zarte Wagyu Filet hat überraschender Weise viele asiatische Komponenten, schmeckt natürlich auch so, und beweist, dass Gastgeber und Koch Clemens Rambichler langsam seinen eigenen Stil entwickelt. Das ist modern, das ist sehr, sehr gut und wird die Geschmacks Bandbreite im Sonnora noch ein wenig erweitern.

Der schwächste Gang in dieser Reihe von makellosen Leckereien dann sicherlich der Steinbutt. Wobei diese Aussage eines Laien an sich schon eine Unverschämtheit darstellt. Dies sei hiermit verziehen und ist auch gar nicht so gemeint.

Die Wildgerichte im Waldhotel Sonnora sind immer eine Klasse für sich und auch dieses Mal überstrahlt der Rehrücken aus der Eifler Jagd alle anderen Gerichte dieses genialen Mahls. Noch ein, zwei neidische Blicke auf den Tischgefährten, der sich vergnüglich und voller Lust gleichzeitig drei Rotweine in den Körper schraubt und von dem besten Match zwischen Essen und Rotwein seines noch jungen Leben fabuliert. Es sei ihm gegönnt, doch das nächste Mal darf er das Automobil nach Hause fahren.

Bei den Desserts ist die Stimmung ein wenig raus. Der Gastraum leert sich, zwei Tische werden wohl nochmals von den selben Personen wie diesen Mittag besetzt. Es muss sich dabei wohl um unverwüstliche Zeitgenossen handeln. Verneigung, Respekt und Neid für diese anscheinend unkaputtbaren Körper.

Als letztes tänzelt der, in der eigenen Fantasie als längst in den Ruhestand gehörende, eingeordnete DAX Vorstand mit seinem jungen Küken aus dem Lokal. Es bleibt die Erkenntnis, dass es wohl gut ist, wenn solch robuste, vitale und erfahrene Menschen die Geschicke unseres Landes führen, und natürlich die Einsicht, alsbald wieder ins Sonnora zu kommen, um wieder auf allerhöchstem Niveau zu essen und dann endlich auch trinken zu dürfen.

Schwertmuschel, Blumenkohl, Orangen und Zitrusaromen.
Tartelette mit mariniertem Kalbstartar, Rote Bete, Regenbogenforellen Kaviar, Meerrettich und knusprige Schalotten.
Gillardeau Auster, Kaviar, Gurke, Dill.
Label Rouge Lachs und Kürbiseis.
Taschenkrebs, Apfel, Minze.
In Eiswein marinierte Gänseleber mit Walnüssen und geeistem Staudensellerie auf Creme von Apfel, gelbem Muskateller und Champagner Essig.
Kleine Torte vom Rinderfilet-Tatar mit N25 Caviar-Selection Sonnora auf Kartoffelrösti.
Sautierte Langoustines, „Royal“ aus Loctudy, mit Kompott von Physalis und geschmorter Spitzpaprika, Reduktion von Krustentieren und orientalischen Gewürzen.
Gegrilltes Wagyu Filet & Roastbeef mit Vinaigrette von gereifter Soja-Sauce, Sesam und Nussbutter.
Sanft gegarter Steinbutt aus der Vendée mit Bouchot-Muscheln, „St. Brieuc“, Fenchel, Anis und iranischem Safran.
Rehrücken aus der Eifler Jagd mit Buchweizen-Crépe, Foie Gras“, Pistazien-Gremolata, Orangen-Aromen und Sauce Rouenaise Sonnora.
Melange vom mariniertem und geeistem Pfirsich mit Ingwer und Champagner Billecart Salmon.
Baba au Rhum „ Cadenhead ’s 20 y“ mit gegrillter und marinierter Ananas aus Martinique und Creme-Eis von Tahiti-Vanille.

Waldhotel Sonnora, Auf dem Eichelfeld 1, 54518 Dreis, Deutschland, Telefon: +496578406, www.hotel-sonnora.de

Jetzt Newsletter abonnieren und keinen Blog Beitrag mehr verpassen:

  • Punkte
275

Unsere Wertung: 275 von 365 Punkten *

Punkte 0

*Punktesystem 0 bis 365 Punkte

Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Spätlese #10 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese (#10) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine tiefe, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit tiefer, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018 wird nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt – nur sehr gute Jahre werden als Vintage deklariert. Die Trauben stammen aus einem einzigen Jahrgang; der Wein reift über Jahre bis Jahrzehnte auf der Flasche zu einem samtigen, dichten Port mit delikater, reiner und sehr ausdrucksstarker Frucht.


Douro

Quinta do Noval ist eines der traditionsreichsten und angesehensten Portweinhäuser im Douro-Tal – einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf den kargen Schieferterrassen gedeihen die autochthonen Rebsorten für diesen aufgespriteten Süßwein. Der Vintage Port ist die anspruchsvollste Kategorie und wird nur in herausragenden Jahrgängen deklariert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz und Tinta Barroca (u. a.) eines einzigen Jahrgangs. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Nach kurzer Fassreife wird der Vintage früh in die Flasche gefüllt und reift dort über viele Jahre weiter – Geduld wird mit großer Komplexität belohnt.

Im Glas

Tiefes, dichtes Purpurrot. In der Nase delikate, reine Frucht mit Aromen von Zimt, Honig und Nelke. Am Gaumen süß, samtig und dicht, mit feiner fruchtiger Süße, konzentrierter Beerenfrucht, fein eingebundenen Tanninen und sehr langem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Zum Genießen

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: Schokoladen- und Nussdesserts, kräftigem Blauschimmelkäse, Trockenfrüchten – oder solo zum Ausklang eines Abends.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Quinta do Noval
Klassifikation: Vintage Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz & Tinta Barroca u. a.
Ausbau: kurze Fassreife, anschließend lange Flaschenreife (deklarierter Vintage)
Jahrgang: 2018

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Australien

Noon Reserve Shiraz 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2014

Der Noon Reserve Shiraz 2014 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2014er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Deutschland

Metzger Urbulle -A- 2020

Rotwein · Portugieser · alte Reben · Pfalz

Metzger Urbulle -A- ist ein Rotwein aus alten Portugieser-Reben vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Die Reben wurden bereits 1910 gepflanzt und haben über hundert Jahre erlebt. Kaffee, Röstnoten und reife rote Beerenfrüchte prägen das Glas. Ein Wein als Medium, das von dieser langen Zeit erzählt – wenn man ihm zuhört.


Pfalz – alter Rebberg

Die Reben für den Urbulle stehen in einem alten Rebberg in der Pfalz, 1910 gepflanzt. Über hundert Jahre haben sie Kriege, Gewitter, Stürme und unzählige Sonnenstunden erlebt. Die geringen Erträge alter Reben verleihen dem Wein Konzentration und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Portugieser aus über hundertjährigen Reben. Der Ausbau bewahrt die konzentrierte Frucht und gibt dem Wein Struktur und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase Kaffee und Röstnoten, dazu eine Vielzahl reifer roter Beerenfrüchte. Am Gaumen konzentriert und tiefgründig, mit feinem Tannin und langem, vielschichtigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz – alter Rebberg, 1910 gepflanzt (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Portugieser), alte Reben
Ausbau: reinsortig Portugieser aus über 100-jährigen Reben

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Portugal

Kompassus Bical 2021 branco

Weißwein · Bairrada · Bical

Bical DOC Bairrada autochthon Kompassus · João Póvoa gebrauchtes Barrique 2021

Der Kompassus Bical 2021 beweist, welch spannende, reinsortige Weine sich aus der seltenen, säurebetonten Bical-Traube vinifizieren lassen – frisch wie ein Gletscherbach, mineralisch und cremig zugleich. Anders, spannend, intensiv.


Kompassus – autochthone Sorten aus der Bairrada

Kompassus ist das Boutique-Weingut von João Póvoa in der portugiesischen DOC Bairrada – Augenarzt von Beruf, Winzer aus Leidenschaft, seit 1991 im Weinbau und seit 2005 unter dem Namen Kompassus. Das Gut arbeitet naturnah und minimal-invasiv auf tonig-kalkigen Böden; seit 2012 verantwortet Anselmo Mendes, einer der besten Önologen Portugals und Spezialist für frische, atlantische Weißweine, die Kellerarbeit.

Bical ist eine autochthone portugiesische Weißweinsorte und gehört eher zu den säurebetonten Gewächsen dieser Erde. Die Anbaufläche ist mit gut 1.000 Hektar gering, und der meiste Wein daraus wird zudem als Sekt verarbeitet. Dass sich daraus äußerst spannende, reinsortige Weine erzeugen lassen, beweist dieser Bical: Ton- und Kalkböden geben ihm eine exzellente Terroirnote.

Jahrgang 2021 – Bairrada

Der Jahrgang 2021 bringt im Bical einen besonders frischen, geradlinigen Weißwein mit lebendiger Säure und klarer Frucht. Die kühl-atlantisch geprägte Bairrada und die kalkreichen Böden betonen Mineralität und Spannung – ein Wein von erfrischender Klarheit und Intensität.

Ausbau

Reinsortiger Bical aus dem Jahrgang 2021, trocken.

Die Vergärung im gebrauchten Barriquefass gibt dem Wein den nötigen Schmelz und eine cremige Textur im Mundgefühl, ohne die markante Frische und die mineralische Terroirnote zu überlagern.

Im Glas

Starke, facettenreiche Zitrusnoten, Minze, Eukalyptus und grüner Apfel sind seine Hauptmerkmale. Geschmacklich frisch wie ein Gletscherbach, reintönig – mit Bergamotte, Ingwer, Salzkristallen und einem Schuss Tannenwald im Gepäck. Der Abgang ist säurehaltig und prickelnd.

Anders, spannend, intensiv – frisch wie ein Gletscherbach.

Ein ausdrucksstarker, gastronomischer Weißwein mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Austern und Muscheln, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: DOC Bairrada, Cordinhã (Portugal); Ton- und Kalkböden
Klassifikation: DOC Bairrada, Bical (trocken)
Ausbau: reinsortiger Bical; Vergärung im gebrauchten Barriquefass (Schmelz, cremige Textur)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Sekthaus Krack Rosé Brut

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Sekthaus Krack Rosé Brut ist ein Rosé-Sekt, der etwas zu sagen hat. Pinot Noir und Meunier, klassisch in der Flasche vergoren, mit Zeit auf der Hefe und dem nötigen Gespür für Balance – keine laute Frucht, kein Bonbon, sondern fein verwobene rote Beeren, Zitruszeste und ein Hauch Brioche.


Pfalz / Laumersheim

Das Sekthaus Krack ist in der Pfalz beheimatet und auf handwerklich erzeugte Winzersekte spezialisiert. Pinot Noir und Meunier bilden die klassische Grundlage für strukturierten, ernsthaften Rosé-Sekt mit salziger Frische.

Assemblage und Herstellung

Cuvée aus Pinot Noir und Meunier (Schwarzriesling). Der Sekt wird klassisch in der Flasche vergoren, reift mit Zeit auf der Hefe und wird als Brut ausgebaut – straff, klar und mit genau dem richtigen Druck.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit feiner Perlage. In der Nase rote Beeren, frisch geschnittene Zitruszeste und ein Hauch Brioche, fein verwoben. Am Gaumen straff und präzise, mit der richtigen Spannung und einer salzigen, fast kühlen Art im Finale, die sofort zum nächsten Schluck einlädt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – hervorragend als Aperitif, noch besser am Tisch.

Passt zu: Vorspeisen, Fisch, Krustentieren, Geflügel und gegrilltem hellem Fleisch.


Lage: Pfalz (Deutschland); Sekthaus Krack
Klassifikation: Winzersekt Rosé – Cuvée aus Pinot Noir & Meunier (Schwarzriesling), brut
Herstellung: klassische Flaschengärung, Hefelager
Jahrgang: 2022

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Hauts Doix Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2020 13,50 % vol

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2020 stammt von rund 70 Jahre alten Reben aus einer der kleinsten und begehrtesten Lagen der Domaine – ein rassiger, seidiger Pinot Noir von Feinheit und Spannung.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt eingebettet zwischen den Premiers Crus Les Amoureuses und Les Charmes am Südende von Chambolle-Musigny. Der sandige, kalk- und tonhaltige Boden entwässert frei und erhält nur am Morgen direkte Sonne – kühl, aber trocken. Das ergibt rassige, tief gefärbte Chambolles von Eleganz und Präzision.

Groffier zählt zu den führenden Erzeugern der Côte de Nuits; unter Nicolas Groffier wird der Neuholzeinsatz reduziert und nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen. Les Hauts Doix gehört wegen der winzigen Menge zu den gesuchtesten Cuvées des Hauses.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt in der Côte de Nuits als großer Rotweinjahrgang: warm und trocken, mit vollreifen, gesunden Trauben bei zugleich bemerkenswerter Frische und Säurespannung.

Ein Jahr für tief konzentrierte, dennoch frische und langlebige Pinot Noirs.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, 13,50 % vol.

Vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in 25 % neuem Holz, auf der Hefe gereift, unfiltriert. Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Ein reifes, recht großzügiges Bouquet aus prallen roten Kirschen und zerdrückter Erdbeere, mit der Zeit ein Hauch Unterholz. Am Gaumen mittelgewichtig, mit geschmeidigen Tanninen, feiner Säure, straff und frisch, zum Abgang etwas zurückhaltender als in der Nase. Rassig und energiegeladen, mit steiniger Mineralität.

Rassig, seidig und energiegeladen – eine der raren, begehrtesten Cuvées der Domaine.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Entenbrust, Kalb, Taube, Reh, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Hauts Doix, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); sandig-kalkhaltiger Boden, ca. 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; 25 % Neuholz; Ausbau auf der Hefe; ein Abstich; 13,50 % vol

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2021

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2021 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Pian del Ciampolo ergibt das einen besonders saftigen, samtigen Wein mit viel Trinkfluss und feiner Balance.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

Mehr erfahren ...