Das Anbaugebiet Mittelrhein

Während der durchschnittliche Tourist begeistert Fotos für die Daheimgebliebenen anfertigt, wenn er etwa von Koblenz mit dem Ausflugsdampfer rheinaufwärts fährt, dürfte es seinem weinaffinen Mitpassagier einen Stich ins Herz versetzen angesichts der vielen verwilderten – fachsprachlich „verbuschten“ – Weinberge, die er am Flussufer erblickt. Die hohen Anforderungen der Steil- und Steilstlagen, die zusammen fast 90 Prozent der Rebfläche ausmachen, haben den Mittelrhein zum mittlerweile zweitkleinsten Weinbaugebiet Deutschlands herabsinken lassen: lag die Gesamtfläche um die vorletzte Jahrhundertwende noch bei weit über 2000 Hektar, halbierte sie sich bis in die 70er und dann innerhalb von 30 Jahren noch einmal. Immerhin scheinen die verbliebenen etwa 450 Hektar und die sie bewirtschaftenden 150 Winzer nun ein recht stabiles Plateau zu bilden – und ein Zuwachs ist nicht ausgeschlossen, denn unter den brachliegenden Flächen sind wahre Filetstücke, die nur auf einen fleißigen Jungwinzer in Goldgräberstimmung warten, der ihnen wieder Leben einhaucht.


Die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz trennt das Gebiet in den Bereich Loreley, der auf über 100 Kilometern dem Verlauf des Rheins bis nach Bingen folgt, wo er mit den Weinbaugebieten Nahe, Rheingau und Rheinhessen zusammenkommt, und den geradezu winzigen Bereich Siebengebirge. Der wirkt, als ob man aus Mitleid die kleine Fläche um Königswinter miteinbezogen habe, damit auch NRW noch irgendwie einen Anteil am deutschen Weinbau bekommt. Aber bloß kein Spott, wahrscheinlich wurde in keinem anderen Weinbaugebiet mehr jüngere Geschichte geschrieben als hier, denn durch die Nähe zu Bonn avancierten die Weinlokale zu einem beliebten Ausflugsort für Politiker, Ministerialbeamte und Diplomaten der alten Bundesrepublik. Nicht umsonst heißt die einzige Großlage im Bereich Siebengebirge Petersberg, nach jenem, auf dem das Gästehaus der BRD steht, das vom Schah von Persien über Breschnew und die Queen schon viel Politprominenz unter seinem Dach beherbergte.


Die Stadtgründungen von Bonn und insbesondere Köln durch die Römer waren denn auch die Initialzündung, den Weinbau von der Mosel weiter herauf in den Norden zu ziehen; das gesamte Potential der Region nutzten aber erst die Frankenherrscher, deren großzügige Hofhaltung es erforderte, auch rheinaufwärts südlich von Koblenz Reben zu pflanzen. Die Dutzenden Burgen und Ruinen, ob sie nun tatsächlich aus dem Hochmittelalter stammen oder spätere Fantasieprodukte reicher Anhänger der Rheinromantik sind, bezeugen eindrucksvoll, welchen enormen Status es zu allen Zeiten mit sich brachte, ein Plätzchen hoch über dem Rhein sein eigen zu nennen. Ein Spannungsfeld zwischen nobler Weltläufigkeit und düsterer Archaik war der größte deutsche Strom schon immer. Diese blitzt etwa in den uralten Lagennamen auf – wie an der Mosel auch enden hier viele mit demselben keltischen Begriff: Feuerlay, Fässerlay und Gartenlay verweisen alle auf den schroffen Fels, auf welchem die Trauben in die Sonne lächeln.


Ebenfalls im Dunkel der Jahrhunderte begegnet uns die Herstellung von Feuerwein, eine mittlerweile völlig vergessene Kulturtechnik. Da der auf konventionelle Weise erzeugte Wein im Mittelalter und der Frühen Neuzeit meist sehr sauer war und erst durch Zugabe von Gewürzen genießbar wurde, entwickelte man ein Verfahren, das die Gärung massiv beschleunigte und einen hohen Anteil Restzucker im Wein beließ. Dafür platzierte man das Weinfass – einerlei, ob roten oder weißen Inhalts – in einer „Feuerkammer“, wo es, durch eine Metallplatte vor zu direkter Hitze der darunter liegenden glühenden Kohlen geschützt, derart stark erwärmt wurde, dass sich in kürzester Zeit große Mengen an Gärungskohlensäure bildeten. Etwa 72 Stunden später ließ das Brausen des kochenden Mostes nach, der Wein war völlig durchgegoren, hatte aber kaum an Süße verloren. Was wie ziemliches Hexenwerk klingt, brachte auch für heutige Verhältnisse noch sehr gute Ergebnisse hervor: zwar lieblich, aber doch mit einer feinen Säure, trotz der Jugend wunderbar intensiver Farbe, dazu noch ganz und gar frei von Heferückständen und künstlichen Zusätzen aller Art. Besonders in den Niederlanden und den Hansestädten war dieses Kunststück begehrt wie sonst nur die edelsten Südweine und machte dessen Herkunftsort, das kleine Bacharach, in aller Welt bekannt.


Der Name der Stadt ist auch wieder keltisch, eine populäre Legende sieht jedoch Anleihen beim lateinischen „Bacchi ara“, Altar des römischen Weingottes Bacchus. Diesen „Altar“ gab es anders als die Namenverwandtschaft tatsächlich, er war ein mächtiger Felsblock im Rhein, auf dem Opfer dargebracht und Orgien gefeiert worden sein sollen; Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er wie viele andere steinerne Handelshemmnisse im Fluss gesprengt. Denn so dankbar die Winzer über ihre direkte Anbindung an den Rhein sein konnten, der es ihnen ermöglichte, ihre Erzeugnisse innerhalb weniger Tage zu den großen Umschlagplätzen in Köln und Frankfurt und dann weiter nach ganz Europa zu transportieren – die Rheinschifffahrt war damals nicht ohne. Wies der Fluss im Rheingau noch 1000 Meter Breite auf, so verschmälerte er sich bald darauf auf deutlich weniger als ein Fünftel davon, was die Strömungsgeschwindigkeit massiv ansteigen ließ. Auf seinem Weg durch das Rheinische Schiefergebirge wurden darüber hinaus viele beständigere Gesteinsformationen nicht abgetragen und verblieben als tückische Barrieren. Erst das sogenannte Binger Loch etwa machte – ebenfalls mithilfe von Sprengstoff – im 17. Jahrhundert ein quer zur Fließrichtung liegendes Quarzit-Riff für größere Schiffe passierbar. Ein anderes natürliches Hindernis ist deutlich bekannter, ja geradezu zum Inbegriff der Rheinromantik geworden: die Loreley bei St. Goarshausen, ein 130 Meter hoher Schieferfelsen. Die Strudel, die sich an dieser tiefsten und engsten Stelle des Rheins bilden, haben in früheren Jahrhunderten so manches Schiff ins Verderben gezogen – oder hat, wenn man der Sage Glauben schenken möchte, die durch Brentano und Heine literarisch verarbeitet wurde, vielleicht doch eine schöne junge Zauberin die Schiffer durch ihren Gesang auf Abwege geführt? Was es auch war, gottesfürchtige Kapitäne riefen noch bis ins 20. Jahrhundert mit der Schiffsglocke ihre Matrosen zum Gebet, bevor sie die berüchtigten Untiefen passierten. Heutzutage hat Vater Rhein seine Schrecken größtenteils verloren. Auf den sieben Kilometern zwischen Oberwesel und St. Goar regelt seit 50 Jahren ein System aus Lichtsignalen den Schiffsverkehr – das ist zwar nicht mehr besonders romantisch, sorgt aber immerhin dafür, dass der Wein nun verlässlich seinen Zielort erreicht und nicht zum Labsal für die Fische wird.


Während die Mosel von vielen Touristen des Weins wegen besucht wird und die Landschaft oft ein schönes Beiwerk ist, kann man am Mittelrhein wohl eher das Gegenteil beobachten: die Menschen kommen für die UNESCO-zertifizierte Kulturlandschaft und stellen dann freudig überrascht fest, dass hier ja auch herrliche Tropfen gedeihen. Die berühmte rheinische Gastlichkeit in den Weinstuben der überwiegend eher beschaulichen Familienbetriebe – ein Drittel von ihnen betreibt nebenbei Gastronomie – tut ihr Übriges. Die ganz großen Spitzenweingüter sucht man hier zwar vergeblich, dafür ist das Mittelfeld sehr solide, denn man reguliert die Erträge auf durchschnittliche 60 Hektoliter pro Hektar, um wirklich handfeste Weine ins Glas bringen zu können. Und diese sind vergleichsweise günstig, obwohl die Bewirtschaftung der Steilhänge sehr arbeitsintensiv, ja allgemein ökonomisch herausfordernd ist, da der Terrassenweinbau durch die notwendigen Böschungen über ein Drittel Fläche verliert im Vergleich zum Anbau auf ebenem Gelände. Allerdings gibt es auch Vorteile: die kalte Nachtluft fließt am Morgen schnell zum Fluss hin ab, was die Vegetationsperiode verlängert und es insbesondere spät reifenden Rebsorten überhaupt erst ermöglicht, derart weit im Norden noch gute Ergebnisse zu erzielen. Am Bopparder Hamm kann man das gut beobachten, der größten Rheinschleife, an deren linker Seite auf nur fünf Kilometern die größte zusammenhängende Rebfläche des Mittelrheins liegt. Vor allem Riesling wird hier angebaut, 70 Prozent des Gesamtertrages entfallen auf diese Rebsorte, die mehr als alle anderen von den Grauwacke- und Schiefer-Verwitterungsböden profitiert, die Wärmespeicher und Mineralienlieferant zugleich sind. Häufig werden sie feinherb ausgebaut, damit die knackige Säure nicht zu sehr in den Vordergrund tritt. Oder man keltert direkt einen Sekt, eine Spezialität der Region, denn eigentlich gibt es nichts, was es vom Mittelrhein nicht gibt: blumige Weiß- und Grauburgunder, saftiger Müller-Thurgau, fein muskatwürziger Kerner und auch sehr beachtlicher Spätburgunder, der es auf vulkanischem Untergrund zu in diesen Gefilden unerwarteter Finesse bringt. All das ist ehrlich und bodenständig, man schmeckt die Handarbeit hinter diesen perfekten Essensbegleitern. Experimentieren sollen andere, sagt man sich hier, wir machen, was wir können. Oder doch nicht? Das ist schwer zu sagen, denn der Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte lässt ehrgeizige Zukunftsprojekte für viele noch in weite Ferne rücken.


Die geografische wie geschmackliche Kompromissposition zwischen der Mosel mit ihrer herzhaften Säure und dem blumig-schmelzigen Rheingau ist zwar an sich eine komfortable. Also auf die Sicherheit der Tradition setzen oder doch wie etwa Pfalz und Rheinhessen zu neuen Ufern aufbrechen? Schwierig. Wahrscheinlich gibt es in Deutschland gerade kein anderes Weinbaugebiet, das sich derart im Umbruch und auf der Suche nach sich selbst befindet wie der Mittelrhein. Wohin auch immer der Weg führen mag, eins steht fest: dieses gesegnete Fleckchen Erde möchte sich niemand ohne Weinbau vorstellen, der seit anderthalb Jahrtausenden das wirtschaftliche wie kulturelle Rückgrat der Region ist.

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Länder/Regionen

San Donaci Duca del Salento Salice Salentino Riserva

Wein · Rotwein · Salice Salentino · Italien

San Donaci Duca del Salento Salice Salentino Riserva wird nach sorgfältiger, selektiver Lese der Negroamaro-Trauben über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern gelagert. Weich, rund und trinkreif präsentiert sich dieser Gaumenschmeichler im Glas.


Salice Salentino / Apulien

Die Winzergenossenschaft Cantina San Donaci (gegründet 1933) liegt in San Donaci bei Brindisi im Salento, der Südspitze Apuliens. Die DOC Salice Salentino auf tonig-kalkhaltigen Böden ist die klassische Heimat des Negroamaro, der hier in warmem, mediterranem Klima vollreif gedeiht.

Assemblage und Ausbau

Überwiegend aus Negroamaro, der Leitsorte der DOC Salice Salentino. Nach selektiver Handlese reift der Wein als Riserva rund zwei Jahre in kleinen Barriquefässern, was ihm Struktur, Schmelz und weiche, gut eingebundene Tannine verleiht.

Im Glas

Tiefes Granatrot. In der Nase dunkle Beeren, Pflaume und Dörrobst, untermalt von Würze und feinen Vanille- und Kakaonoten aus dem Holz. Am Gaumen vollmundig, weich und rund, mit samtigen Tanninen und langem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss etwas atmen lassen – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: geschmortem und gegrilltem Fleisch, Lamm, Wild und gereiftem Hartkäse.


Lage: DOC Salice Salentino, San Donaci (Brindisi, Apulien, Italien); Cantina San Donaci
Klassifikation: Salice Salentino DOC Riserva – überwiegend Negroamaro
Ausbau: ~2 Jahre in kleinen Barriquefässern

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Feinkost

Vigilante Sardinas en Tomate - Sardinen in Tomaten

Feinkost · Sardinen · Spanien

Vigilante Sardinas en Tomate sind Sardinen in Tomatensauce aus Spanien – ein herzhafter, unkomplizierter Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierte Sardinen gehören zu den beliebten Meereskonserven Spaniens. In Tomatensauce eingelegt, sind sie ein herzhafter Klassiker – schnell verfügbar und vielseitig einsetzbar. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Sardinen in einer Tomatensauce, abgerundet mit Öl und Gewürzen. Die Tomatensauce gibt den Sardinen ihre fruchtig-würzige Note. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Herzhaft und würzig, mit dem kräftigen, meerigen Aroma der Sardine und der fruchtigen Säure der Tomate. Saftige, zarte Textur.

In der Küche

Direkt aus der Dose oder kurz erwärmt genießen.

Ideal: auf geröstetem Brot, zu Reis, in Pasta, zu Kartoffeln oder als herzhafte Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Sardinas en Tomate – Sardinen in Tomatensauce
Zutaten: Sardinen, Tomate, Öl, Salz, Gewürze (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2029

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis rouge 1er Cru 2023

Rotwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Morey-Saint-Denis · 1er Cru Côte de Nuits Assemblage von 1er-Cru-Parzellen 2023

Der Morey-Saint-Denis Rouge 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus der Côte de Nuits – eine Assemblage der Premier-Cru-Parzellen des Guts. Tief, würzig und elegant, mit feiner Frucht und geschliffenen Tanninen im Stil dieser Ikone.


Morey-Saint-Denis – Premier Cru der Côte de Nuits

Morey-Saint-Denis liegt zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny; dieselbe Kalksteinader, die in der Combe de Lavaux beginnt, durchzieht die Gemeinde. Morey beherbergt vier Grand Crus – Clos de la Roche, Clos Saint-Denis, Clos des Lambrays und Clos de Tart – sowie zahlreiche Premier Crus. Die Rotweine sind tief, würzig und strukturiert.

Dieser Premier Cru ist eine Assemblage aus den Morey-Premier-Cru-Lagen des Guts. Die Domaine Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet biologisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Assemblage der Premier-Cru-Parzellen des Guts.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Tiefe rote und dunkle Frucht – Kirsche und schwarze Johannisbeere – mit feiner Würze, Lakritz und floralen Noten. Am Gaumen strukturiert und zugleich elegant, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure.

Tiefe rote Frucht, Würze und Lakritz über geschliffenen Tanninen – Morey-Saint-Denis mit Struktur und Eleganz.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Assemblage von Premier-Cru-Parzellen, Kalkböden
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Spanien

Jade Gross Chiguita TEMPRANILLO BLANCO 2025

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco

Tempranillo Blanco DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 200 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Tempranillo Blanco 2025 ist der zweite Jahrgang dieses raren Weins – ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.


Chiguita Tempranillo Blanco – aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Trauben stammen aus einem Weinberg im Tal des Alto de Najerilla, wo die Reben auf eisenhaltigen Tonböden wachsen. Tempranillo Blanco, eine erst in jüngerer Zeit entdeckte weiße Mutation des Tempranillo, gehört zu den jüngsten Rebsorten der Rioja – die eisenhaltigen Böden geben dem Wein hier seine ausgeprägte Struktur und Substanz.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Lese erfolgte am 10. September von Hand. Der Jahrgang 2025 zeigt den Chiguita Tempranillo Blanco komplex und kraftvoll, mit reifer Frucht und feiner Würze – ein strukturierter, substanzreicher Weißwein abseits der Konvention.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo Blanco aus dem Jahrgang 2025, trocken.

Handlese in 18-kg-Kisten. Im Keller werden die Trauben als ganze Trauben schonend gepresst. Die Gärung erfolgt in einem 500-Liter-Fass aus französischer Eiche, anschließend reift der Wein sechs Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzliche Struktur und Tiefe entwickelt. Insgesamt wurden 200 Flaschen produziert.

Im Glas

Ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Wein mit Tiefe und Eigenständigkeit – für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse, die das besondere Geschmackserlebnis suchen.

Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Tal des Alto de Najerilla (Spanien); eisenhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Tempranillo Blanco (trocken); nur 200 Flaschen
Ausbau: Tempranillo Blanco; Ganztraubenpressung, Gärung im 500-l-Fass (franz. Eiche), 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Spirituosen

Brigadier Brandy 1,00 Liter

Spirituose · Brandy · Montilla-Moriles · Spanien

Pérez Barquero Brigadier ist ein weicher, vollmundiger Brandy aus Südspanien. Das traditionsreiche Haus Pérez Barquero aus Montilla-Moriles reift ihn nach dem klassischen Solera-System in Eichenfässern – mit feiner Vanillewürze und der für Andalusien typischen Tiefe.


Herkunft / Montilla-Moriles

Die Bodega Pérez Barquero wurde 1905 in Montilla (Provinz Córdoba) gegründet und zählt zu den führenden Häusern des andalusischen Anbaugebiets Montilla-Moriles. Bekannt für die ganze Bandbreite der Region – von trockenen Finos bis zum edelsüßen Pedro Ximénez – erzeugt das Haus auch Brandy nach den traditionellen Solera-Methoden der Region.

Herstellung und Reifung

Andalusischer Brandy, gereift nach dem Solera-System in Eichenfässern. Dabei werden jüngere und ältere Brände stufenweise von Fass zu Fass verschnitten, was dem Brigadier seine gleichbleibende Qualität, seine Weichheit und das lang anhaltende Vanillefinale verleiht.

Im Glas

Bernstein bis Mahagoni. In der Nase Eiche, Vanille, helle Kräuter und ein Hauch getrocknete Früchte. Am Gaumen weich und vollmundig, mit dezenter Süße, runder Fasswürze und einem langen, von Vanille getragenen Abgang.

Pur und im Drink

Pur bei Zimmertemperatur im Schwenker genießen – oder als Basis für Cocktails und Longdrinks.

Ideal: pur als Digestif, zu Schokolade und Dörrobst oder in Cocktails.


Herkunft: Montilla-Moriles, Córdoba (Andalusien, Spanien); Bodega Pérez Barquero
Art: Brandy (Brigadier)
Reifung: Solera-System in Eichenfässern
Füllmenge: 1,0 Liter

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2018

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2018

Der Saxum Paderewski Vineyard 2018 ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Tief, würzig und parfümiert, vollgewichtig und strukturiert – aus einem herausragenden Jahrgang, der Rhône-Sorten mit den ursprünglichen Reben der Lage verbindet.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles ist ein wunderschönes Anwesen im Besitz von Bill und Liz Armstrong (Epoch Estate) – und der Ort des legendären Weinbergs von Ignacy Jan Paderewski, des weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmanns. Justin Smith hat den ursprünglichen Standort neu bestockt.

Für einen Wein aus dem Paderewski Vineyard war es Saxum wichtig, die ursprünglichen Sorten der Lage – allen voran Zinfandel – mit den geliebten Rhône-Reben des Guts zu vereinen. Die kargen, kalkhaltigen Böden, die in Paso Robles selten sind, geben dem Wein Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, würzigen und perfümierten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial verbindet.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro (Mourvèdre), 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2018, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel – als Hommage an die ursprüngliche Bestockung der Lage – saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen, Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und dunkle Kirsche, florale Anklänge von Veilchen und Flieder, süße Gewürze, Lakritz und Anis sowie eine pfeffrige Note. Am Gaumen vollgewichtig und konzentriert, mit reifem, festem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze und blaue Frucht, Veilchen und Flieder über süßer Würze, Lakritz und Pfeffer – vollgewichtig, strukturiert und sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard (Epoch Estate, Bill und Liz Armstrong), westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkhaltige Böden; einst Weinberg von Ignacy Jan Paderewski, von Saxum neu bestockt; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro, 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Italien

Caldora Trebbiano d'Abruzzo 12er Set

Weißwein · Trebbiano · Abruzzen · 12er-Set

Caldora Trebbiano d'Abruzzo ist ein klarer, frisch-fruchtiger Weißwein der Fantini Group aus den italienischen Abruzzen – hier im günstigen 12er-Paket. Reinsortiger Trebbiano mit Aromen von Blüten und grünem Apfel, unkompliziert und zugänglich.


Abruzzen

Fantini by Farnese aus den Abruzzen zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Die Trebbiano d'Abruzzo ist die klassische Weißweinsorte der Region und bringt frische, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Trebbiano d'Abruzzo. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, klare Frucht. Ein unkomplizierter Alltagswein – ein ehrlicher Schoppenwein zum fairen Preis.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Blütennoten und grüner Apfel. Am Gaumen frisch und fruchtig, klar und zugänglich, mit animierender Säure und unkompliziertem Trinkfluss.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo, als Schoppen oder zu leichter Küche. Auch als Schorle geeignet.

Klassische Begleitung: Fisch, Antipasti, Pasta, Salate und leichte Küche.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Trebbiano d'Abruzzo DOC – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank
Inhalt: 12 Flaschen à 0,75 l

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Spirituosen

Cassissée Creme de Cassis de Dijon

Spirituose · Likör · Burgund · Frankreich

L'Héritier-Guyot Cassissée ist ein original französischer schwarzer Johannisbeerlikör. Frische schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne prägen den natürlich-fruchtigen Geschmack dieser Crème de Cassis de Dijon.


Herkunft / Dijon

L'Héritier-Guyot ist ein traditionsreiches Haus aus Dijon im Burgund und einer der Spezialisten für Crème de Cassis. „Crème de Cassis de Dijon" ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, die für höchste Qualität und einen besonders hohen Fruchtanteil steht.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischen schwarzen Johannisbeeren der Burgunder Spitzensorte Noir de Bourgogne, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Die Beeren werden mazeriert, um ihren natürlich-fruchtigen Geschmack und die tiefdunkle Farbe zu gewinnen.

Im Glas

Tiefes Dunkelviolett. In der Nase intensive, frische schwarze Johannisbeere. Am Gaumen vollmundig und fruchtig, mit der typischen Süße und Säurefrische der Cassisbeere und einem lang anhaltenden Beerenaroma.

Pur und im Drink

Klassisch im Kir (mit Weißwein) oder Kir Royal (mit Champagner oder Crémant) – oder über Desserts.

Ideal: für Kir und Kir Royal, in Cocktails, über Eis und Desserts oder zum Verfeinern.


Herkunft: Dijon, Burgund (Frankreich); L'Héritier-Guyot
Art: Crème de Cassis de Dijon (schwarzer Johannisbeerlikör), geschützte Herkunftsbezeichnung
Zutaten: schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne

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