Das Weinbaugebiet Arabako Mahastiak

Das Weinbaugebiet Arabako Mahastiak

Ufffff!!! Wie konnte dies geschehen? Und warum ist Nessie abgehauen, jetzt, wo sie die erste UK Premierministerin aus Wales hätte werden können? Und dann auch noch in den Calados der Sierra Cantabria untergetaucht, wie dereinst Mendizabal oder die Karlisten. ¿Hep? Nun:

Und jährlich grüßt Arabako Mahastiak Nessie

Gefühlt geht das jetzt schon zehn Millionen Jahre so: Basken sticheln an der Südgrenze ihres Orbits, die Königlichen bringen dann sofort Kanonen in Stellung. Wilde Sprüche und Flüche werden ausgetauscht. Und wenn dann die lokalen Wahlen vorbei sind, ist wieder Ruhe – bis zur nächsten Wahlrunde.

Dieses Mal, das sagen zumindest die Revolutionäre, dieses Mal soll es ganz anders sein. Dieses Mal sollen die Viñedos de Álava, die Arabako Mahastiak wirklich ins Leben gerufen werden. ABRA, die Vertreter der Euskadi-Errioxa-Bodegas, bringt sich schon einmal in Stellung. Offiziell hat man einen Antrag gestellt, diese neue Denominación de Origen zu gründen. Und formal hat das baskische Parlament das erst einmal durchgewunken. Nun liegt der Ball im Spielfeld der Europäischen Union, Brüssel ist in diesen Angelegenheiten entscheidungsberechtigt. Aber Madrid spielt auch eine Rolle. Und so kommt es, dass die Sozialisten in Euskadi gemeinsam mit der regierenden PNV etwas durchgewunken haben, dass die Sozialisten in Madrid und in der Rioja bekämpfen. Selbst die PNV ist sich ihrer Sache so sicher dann auch wieder nicht, deren Araba-Abteilung ist eher gespalten, man versucht, sich zu enthalten. Man strebe eine Sub-Denominación de Origen an, Arabako Errioxa, aber innerhalb der D.O. Rioja.

Ist das also nicht viel mehr als ein Sturm im Wasserglas, much ado about nothing? Ist das alles nur das Wunschdenken einiger verzwergter Funktionäre? Funktionierende wäre hier wohl das falsche Wort. Immerhin haben sie einen bekannten Fürsprecher: López de Lacalle, Boss bei Artadi, ist natürlich voll des Lobes und würde sofort beitreten. Wäre man dann doch vielleicht der König; aber nur der König einer Gruppe der Verzagten.

Um was geht es?

Den ABRA-Funktionären ist es langweilig. Diese Situation kennen wir, das war bei den Salonbourgeoisisten in Catalunya auch nicht anders. Und aus lauter Langeweile zettelten sie eine Unabhängigkeitsdebatte an. Das ging in Catalunya schief, und es wird auch in der Errioxa nicht viel besser laufen. Einen Kuchen in seine Einzelteile zu zerlegen ist so einfach dann auch wieder nicht.

Das geographische Problem ist nicht gelöst. Es steht weiterhin wie ein fetter Hinkelstein im Raum. Denn San Vicente de la Sonsierra nebst Anhängsel Ábalos ist nun einmal politische Provinz, und zwar Rioja. Eher würde man in einem Straßengraben.. (dying in a ditch means dying in a ditch). Das Problem ist aber, dass vor allem Weingüter in Bastida auch diverse Parzellen in San Vicente beackern oder von dort Trauben beziehen. Sollte die D.O. Maha-ABRA Wirklichkeit werden, müssten diese Bodegas zwei Bodegas betreiben, in zwei Weinbauregionen. Toll, ¿wá?

Bleiben wir noch einen Moment in diesem netten Dorf. Dort gibt es ein paar durchaus gut bekannte Weingüter: Marqués de Carrión zum Beispiel, Teil von J. García Carrión, die größte Bodegagruppe Europas. Oder aber Torres, diese gräuliche Bodega vor den Toren des Ortes. Beide beziehen Trauben aus halb Spanien, nicht nur aus Arabako Mahastiak. Würde man die Regionen trennen, müsste man auch die Weinberge sauber trennen. Dies würde wohl entlang der Ortsgrenzen passieren. La Bastida indes ist komplett von königlicher Rioja umgeben, das ist eine Insel mit ’nem Berg im Rücken: der Toloño. Remelluri käme wohl mit einem blauen Auge davon, die Weinberge befinden sich fast komplett auf Bastida-Gemeindegebiet. Marqués de Carrión zog vor einigen Jahren von Briones gen Bastida, hier füllt man diverse Millionen Flaschen Wein, zehn zumindest. Und alles wird hier versteuert. Kann jemand glauben, dass J. García Carrión auf die Vermarktung als Rioja verzichten würde, nur weil ein paar ABRA-Funktionäre einen Traum haben? Kwatsch!

Am anderen Ende der Arabako Errioxa ist der Text ein anderer, das Lied indes ist das gleiche. In Oion stehen diverse Bodegas, Bujanda etwa, die sich aus Quellen der Rioja Alta und der Rioja Oriental Bazaaar speisen. El Coto de Rioja ist eine der größten Bodegas der Rioja, wenn nicht die größte. Die Bodega steht in Oion, die Trauben stammen aus <bitte beliebigen Ortsnamen einsetzen>. Werden die sich in El Coto de Arabako Mahastiak umbenennen, um dann in der Welt einen Viñedos de Álava Reserva zu verkaufen? Wohl eher nicht…

Viele Bodegas haben in den letzten Jahren in beiden Regionen Niederlassungen eingerichtet, teilweise echte Bodegas, teilweise bessere Briefkästen. Dies geschah vor allem, weil man so Subventionen in beiden autonomen Regionen einstreichen kann. Von jetzt auf gleich könnte dies aber auch weinpolitisch wichtig werden.

Vega Sicilia und Rothschild sind in der Rioja, um Wein mit dem Rückenetikett Rioja zu vermarkten. Die, aber nicht nur die, haben Lieferverträge mit Weinbauern in der halben Rioja. Würde diese Handelsgrundlage entfallen, käme wohl auf die baskische Seite eine Menge von Schadensersatzprozessen zu, die man durchaus gewinnen kann.

Was passiert mit Weingütern, die sich der neuen weinpolitischen Landkarte nicht anschließen wollen? Rein theoretisch wären sie dazu verdammt, ihre Weine als spanische Tafelweine zu verkaufen. Arabako Errioxa lebt vom Weinbau und auch vom Weintourismus. Würden die Großen, jene mit Namen und Bekanntheitsgrad in der ganzen Welt, auf die andere Seite des Ebro wechseln, was sollte dann dort passieren? Investoren von außerhalb kommen gen Rioja, um etwas zu verkaufen, das sich Rioja nennt.

Selbst die von der PNV präferierte Sub-Region Arabako Errioxa innerhalb der Rioja würde wohl nicht funktionieren. Zwar könnten die Weingüter dann weiterhin Rioja-Wein verkaufen, aber halt nur, wenn der Wein aus Trauben gekeltert wird, die aus Álava stammen. Würde auch das nicht gelten, wäre man dort, wo man heute ist.

Eine Abspaltung, die dann den Namen Arabako Errioxa tragen würde, wird es nicht geben. Das hat die königliche Rioja schon einmal ganz klar festgestellt. Die Marke Rioja würden Abtrünnige (m/w/d) garantiert nicht nutze dürfen.

Können all diese kleinen Betriebe aus Kripan, Navaridas, Leza, Eskuernaga oder Lapuebla de Labarca ihre Produkte verkaufen, wenn da nicht mehr Rioja draufsteht? In Euskadi schon, aber dort leben gerade einmal zwei Millionen Menschen. In der königlichen Rioja nicht eine Flasche, in Navarra auch nicht viel mehr.

Konsumierende sind Gewohnheitstiere, egal, was Großhändler oder Importierende sagen.  Kein Importeur mit drei Gramm Hirn im Schädel würde einem Weingut sagen, dass man aufhören würde, deren Weine zu kaufen, wenn da Viñedos de Álava auf dem Etikett stehen würde. Ob das deren Kunden auch so sehen, das warten wir erst einmal gelassen ab. Denn auf den Weinkarten dieser Welt wäre die Rioja ja weiterhin präsent, als Rioja! Und dann sind da noch diese anderen. Remelluri kriegt das vielleicht gebacken; Artadi auch, und fünf oder zehn oder zwanzig weitere Kellereien hätten vielleicht auch keine Probleme. Aber jene, deren Weine bei Discountern für kleine Münze gelistet sind, würden sich ganz schnell umsehen. Wenn der Konsument zwischen Bodegas Fulano aus Rioja und Bodegas Zutano aus Viñedos de Álava entscheiden muss, brauchen wir nicht lange nachdenken, um zu begreifen, was passieren würde.

Das beste, was den Weingütern in Euskadi passieren könnte, wäre eine krachende Ablehnung seitens der Europäischen Union. Dort entscheiden Menschen mit ökonomischem Sachverstand. Mal sehen, ob sie ihn auch nutzen.

Und nein, ich bin kein Feind von Euskadi. Ganz im Gegenteil! Text: El oso alemán

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2015

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 1.466 Flaschen · 2015

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2015 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2015 – Rioja

2015 war an der Rioja ein warmer, reifer Jahrgang, der konzentrierte, zugleich ausgewogene Weine mit reifer Frucht hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, reifen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2015, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.466 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 1.466 Flaschen

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Länder/Regionen

Henri Boillot Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet Oberhang · steiniger Kalk/Mergel 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Henri Boillot ist ein kraftvoller, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny. Klare Frucht, feine Mineralität und eine elegante Struktur prägen diesen Wein aus der Hand einer gesuchten Adresse.


Les Folatières – Premier Cru am Oberhang

Les Folatières zählt zu den größeren und angesehensten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Die Lage liegt am oberen, teils steilen Hang in Richtung Blagny, auf steinigem Kalk- und Mergelboden; der Name leitet sich von „Folles terres" ab. Diese Bedingungen geben den Weinen Kraft, Mineralität und Finesse.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays. Die Domaine Henri Boillot zählt zu den renommierten Adressen für weißen Burgunder.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die kraftvolle, mineralische Art der Folatières schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche, im präzisen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Neuholzanteil, ganz auf Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht wie Birne und Aprikose über steiniger Mineralität. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, mit feinem Schmelz, klarer Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht über steiniger Mineralität – kraftvoll, präzise und mit langem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); Oberhang, steiniger Kalk/Mergel
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ausbau in französischer Eiche

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Portugal

Niepoort Charme 2023

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Charme 2023 ist ein außergewöhnlicher Douro-Wein, der mit Eleganz, Tiefe und faszinierender Komplexität begeistert. Seine seidigen, fein verwobenen Tannine verleihen ihm eine umhüllende Geschmeidigkeit und bringen die kühlen, geschützten Weinberge von Vale de Mendiz im Herzen des Pinhão-Tals auf besondere Weise zum Ausdruck.


Douro / Vale de Mendiz

Der Charme stammt aus den kühlen, geschützten Weinbergen von Vale de Mendiz im Herzen des Pinhão-Tals (D.O.C. Douro). Für Dirk Niepoort ist er die ultimative Interpretation seiner tiefen Leidenschaft für das Burgund – ein Signature-Wein, einzigartig in seiner Art.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten von alten Reben. Charme ist der einzige Stillwein, der in der Kellerei von Vale de Mendiz in runden Granit-Lagares gekeltert wird – die Trauben werden dort traditionell sanft gestampft. Der zurückhaltende Ausbau bewahrt Finesse und Frische. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht, florale Noten, frische Kräuter und feine Würze. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen, fein verwobenen Tanninen, geschmeidiger Textur, klarer Struktur und langem Abgang. Mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Passt zu: geschmortem Lamm, Entenbrust, Wild und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro – Vale de Mendiz, Pinhão-Tal (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten (alte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in runden Granit-Lagares; zurückhaltende Reifung
Jahrgang: 2023

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Frankreich

Domaine Paul Pillot Bourgogne Pinot Noir 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Côte de Beaune 2023 ~10 % neues Holz

Der Bourgogne Pinot Noir 2023 der Domaine Paul Pillot ist ein floraler, frischer Rotwein aus der Côte de Beaune – rubinrot, fein und voller Trinkspaß. Ein eleganter Einstieg in die Rotweine eines der spannendsten Erzeuger Chassagnes.


Bourgogne rouge aus der Côte de Beaune

Die Domaine Paul Pillot in Chassagne-Montrachet ist vor allem für ihre großen Weißweine berühmt – doch Thierry Pillot keltert seine Rotweine mit demselben Fingerspitzengefühl. Die Trauben für diesen Bourgogne stammen aus Lagen bei Chagny und Remigny, südlich von Chassagne.

Die Kalk-Ton-Böden geben dem Wein Frische und aromatischen Auftrieb. So entsteht ein Pinot Noir, der seine Herkunft klar zeigt, ohne lauter zu sein, als es das Terroir erlaubt.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde, großzügige Ernte – ein entspannter Jahrgang mit unmittelbarem Charme in Rot wie Weiß.

Bei den Roten zeigt sich 2023 bei Pillot floral und frisch, mit durchscheinender Farbe, geringer Extraktion und seidigem Fluss.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Schonende Vinifikation mit eigenen Hefen, teils unter Verwendung von Ganztrauben und mit minimalem Schwefeleinsatz. Der Ausbau erfolgte in Fässern unterschiedlichen Alters mit nur rund 10 % neuem Holz, bevorzugt in größeren Fassformaten – ganz auf Reinheit und Frucht ausgerichtet.

Im Glas

Durchscheinendes Rubin. In der Nase rote und dunkle Frucht – säuerliche Kirsche, Johannisbeere, zerdrückte Erdbeere –, dazu florale Noten und ein Hauch Würze und Erde. Am Gaumen mittelgewichtig, lebhaft und seidig, mit feinem, kreidigem Tannin und sanftem Grip im Finale.

Ein Pinot zum Verlieben: floral, frisch und voller Trinkspaß – nicht lauter, als das Terroir erlaubt.

Jung schon zugänglich, über etwa drei bis fünf Jahre gut trinkbar. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Kalb, Schmorgerichte wie Bœuf bourguignon oder Lammschulter, dazu mild gereifter Käse. Ein geselliger, vielseitiger Pinot Noir.


Lage: Côte de Beaune (Chagny/Remigny, südlich von Chassagne-Montrachet); Kalk-Ton-Böden
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir; ~10 % neues Holz, größere Fassformate, teils Ganztrauben · Biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert)

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2014

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2014

Der Feuerheerd's Colheita 2014 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2014 – Douro

Die Wachstumsperiode 2014 war von Schwierigkeiten wie extrem starken Regenfällen geprägt; entsprechend gaben nur wenige Häuser klassische Vintage Ports frei. Die meisten verwendeten die Ernte für Verschnitte oder Single-Quinta-Abfüllungen.

Die erzeugten Jahrgangsweine waren jedoch von guter Qualität – die Grundlage für einen ausgewogenen, fassgereiften Colheita.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2014.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Spanien

Envinate Lousas Vinas de Aldea 2022

Rotwein · Ribeira Sacra · Mencía

Mencía (~80 %) mit regionalen Sorten Ribeira Sacra Viñas de Aldea Envínate Granit mit Schiefer · alte Reben 14 Monate Barrique 2022

Der Envínate Lousas Viñas de Aldea 2022 ist Envínates „Dorfwein" aus der Ribeira Sacra – eine Cuvée verschiedener Terroirs und Rebsorten, rund 80 % kühler Mencía. Tiefdunkel, expressiv-balsamisch, wild und ungebändigt. Ein Rotwein für Individualisten und Kenner.


Viñas de Aldea – Envínates Dorfwein aus der Ribeira Sacra

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Das Galicien-Projekt in der Ribeira Sacra führt der gebürtige Galicier Alfonso Torrente: minimal-invasiv, ohne Chemie, Ganztraubengärung mit Wildhefen. „Lousas" ist das galicische Wort für die Schieferplatten der Region; „Viñas de Aldea" (Dorfweinberge) ist der Ortswein des Projekts.

Auf einem steilen, 2,50 Hektar großen Granit-Wingert, der mit einer Schieferschicht überzogen ist, wachsen in der Ribeira Sacra die Reben für diesen Tinto. Es handelt sich um eine Cuvée verschiedener Terroirs und Rebsorten: rund 80 % kühler Mencía bilden den Blend, ergänzt um regionale Sorten wie Brancellao, Merenzao, Sousón, Alicante (Garnacha Tintorera), Godello und Palomino. Die Ernte erfolgt manuell von Parzellen mit bis zu 60 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2022 – Ribeira Sacra

Das atlantisch geprägte Klima der Ribeira Sacra und die wärmespeichernden Schiefer-/Granitböden bringen 2022 einen tiefdunklen, expressiven Mencía mit reifer roter Frucht, balsamischer Würze und wildem, ungebändigtem Charakter.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 80 % Mencía, ergänzt um Brancellao, Merenzao, Sousón, Alicante, Godello und Palomino, aus dem Jahrgang 2022, Ribeira Sacra, trocken.

Der Wein wird in kleinen Kisten gekühlt in die Kellerei gebracht, damit die Trauben nicht leiden. Die Fermentation erfolgt über 12 Tage in offenen Gärbottichen, ausschließlich mit wilden Hefen (Spontangärung). Anschließend reift der Wein über 14 Monate in Barriques aus französischer Eiche, die ein bis maximal drei Jahre alt sind.

Im Glas

Der 2022er ist in der Farbe tiefdunkel, versprüht einen expressiven, balsamischen Duft nach reifen, roten Früchten und wirkt wild und ungebändigt. Im Geschmack gesellen sich Graphit-, Kakao- und Würznoten hinzu. Ein richtiger „Hinschmecker" mit Tiefe, Seele und Geist und einem feurigen Abgang – ein Rotwein für Individualisten und Kenner.

Wild und ungebändigt – balsamische rote Frucht, Graphit, Kakao und Würze, mit feurigem Abgang.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Schwein und Lamm, zu Wild und Ente, zu würzigen Gerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Ribeira Sacra (Galicien, Spanien); steiler 2,50-ha-Wingert, Granit mit Schieferauflage; manuelle Lese, Reben bis 60 Jahre
Klassifikation: Ribeira Sacra, ~80 % Mencía mit Brancellao, Merenzao, Sousón, Alicante, Godello und Palomino (trocken)
Ausbau: gekühlter Transport, 12 Tage Spontangärung in offenen Bottichen, 14 Monate in 1–3 Jahre alten franz. Barriques; organischer Anbau

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Spanien

Coto de Imaz Reserva

Rotwein · Tempranillo · Rioja · Spanien

Coto de Imaz Reserva ist ein klassischer Rotwein von El Coto de Rioja aus dem Rioja. Der reinsortige Tempranillo reift in amerikanischer Eiche und auf der Flasche, bevor er in den Handel kommt – ein weicher, ausladender Tinto mit Erdaromen und rundem Abgang.


Rioja

El Coto de Rioja wurde 1970 in Oyón (Rioja Alavesa) gegründet und ist heute der größte Rebflächenbesitzer im Rioja, mit Lagen in Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental. Der Tempranillo für den Coto de Imaz Reserva stammt aus diesen Lagen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Die Gärung erfolgt im Edelstahl mit mehrtägiger Maischestandzeit. Anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate in amerikanischer Eiche und mindestens weitere 18 Monate auf der Flasche, bevor er in bestem Trinkstadium ausgeliefert wird.

Im Glas

Intensives Kirschrot mit granatfarbenem Rand. In der Nase reife Frucht, Kakao und feine Vanille- und Röstnoten aus der Eiche. Am Gaumen weich und samtig, mit reifen Tanninen, erdigen Anklängen und gutem Säurespiel. Der Abgang ist rund und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein zugänglicher Rioja-Klassiker – solo wie zu kräftigen Gerichten.

Klassische Begleitung: Wild, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Käse.


Lage: Rioja (Spanien)
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: 18 Monate amerikanische Eiche, 18 Monate Flasche

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Gerümpel PC 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Gerümpel P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Ton/Lehm Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.


Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.

Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.

Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Gerümpel, Mittelhaardt (Pfalz); Buntsandstein mit Ton-/Lehmanteilen, Nachbarschaft zum Pechstein; Gutsanteil 6,2 ha (Lage gesamt 13 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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