Das Weinland Deutschland

Geschichte und Wissenswertes über das Weinland Deutschland

Wer dem Klischee folgend Deutschland erstmal mit Riesling in Verbindung bringt – der liegt völlig richtig! Knapp ein Viertel der 100 000 Hektar Rebfläche entfällt auf diesen kulinarischen Botschafter eines Landes, das sich eigentlich aufgrund seiner geografischen Lage gar nicht so sehr für Weinbau eignen dürfte: der 50. nördliche Breitengrad gilt allgemein als Grenze, südlich derer sich Rebflächen rentieren. Von allen großen Weinbaunationen der Welt hat Deutschland, das nach Ertrag auf dem neunten Platz liegt, daher wahrscheinlich das ungünstigste Klima. Diesem Malus begegnet man, indem sich die meisten der 13 Weinbaugebiete im Süden und Südwesten Deutschlands konzentrieren, viele davon liegen direkt um einen Fluss herum, der das Licht reflektiert, in der Nacht Wärme abstrahlt und auf dessen nach Süden und Westen ausgerichteten Hanglagen die Sonne im steilen Einfallswinkel herunter scheint. Meist ist dies der Rhein oder einer seiner Nebenflüsse wie Ahr und Mosel. Auf diese Weise entstanden in ihrer Ausdehnung sehr unterschiedliche Gebiete: Rheinhessen etwa ist fast 60 mal so groß wie die Hessische Bergstraße. Seit der Wiedervereinigung gehören mit Sachsen und Saale-Unstrut auch zwei traditionsreiche ostdeutsche Vertreter dazu, welche deutlich nördlich der ehemaligen bundesdeutschen Weinbaugrenze südlich von Bonn liegen und dementsprechend ein säurebetonteres Geschmacksbild aufweisen, was im internationalen Vergleich – neben dem eher geringen Alkoholgehalt – ohnehin ein Charakteristikum deutschen Weißweins darstellt.

Aber auch die Wissenschaft ließ sich von den Herausforderungen beflügeln: an den vielen berühmten Weinbauinstituten kreuzte man Neuzüchtungen, die resistenter gegen raues Klima, Schädlinge und Pilze sind; etwa den Müller-Thurgau, Deutschlands zweiterfolgreichste Rebsorte. Dieser ist jedoch, genauso wie die ebenfalls gezüchteten Huxel-, Faber- und Scheurebe, auf dem Rückzug. Man besinnt sich stattdessen auf traditionelle Sorten zurück, etwa Gutedel und Silvaner. Und man wagt Neues, indem man sich die steigenden Temperaturen und Sonnenstunden zunutze macht oder schlicht nach Reben sucht, die nicht unter Trockenstress leiden – nicht umsonst kommt die Ausweisung neuer Anbauflächen fast ausschließlich roten Trauben zugute. In den vergangenen Jahren fanden etwa Merlot und Malbec eine Heimat auch in Deutschland. Das Bundessortenamt reagiert mittlerweile recht kulant, nachdem noch Ende der 80er ein Winzer für den versuchsweisen Anbau von Cabernet gerichtlich verurteilt worden war. Momentan sind etwa 140 der weltweit 2500 für Weinbau geeigneten Rebsorten offiziell zugelassen, einige weitere stehen in der Warteschlange. Wann der erste deutsche Syrah kommt, fragen Sie sich? Ach, den gibt es doch schon längst!

In Deutschland ist es, anders als etwa in Frankreich, eher unüblich, verschiedene Rebsorten miteinander zu verschneiden. Auch deshalb sind deutsche Weinetiketten sehr leicht zu entschlüsseln. Wo in Frankreich das Endergebnis zum nicht geringen Teil vom Können des Kellermeisters abhängt, ist in Deutschland der Boden der Hauptverantwortliche für das spätere Aroma: Schiefer an der Mosel, Muschelkalk in Franken, Lehm und Löss in Baden oder alles zusammen an der Nahe – die Reinsortigkeit der Weine macht es möglich, sich in die Bödenvielfalt und ihre geschmacklichen Auswirkungen regelrecht hineinzutrinken.

Ebenso ist die Einteilung der verschiedenen Qualitätsstufen, wieder im Gegensatz zu Ländern wie unserem großen Nachbarn im Westen, sehr leicht nachzuvollziehen, sie richtet sich ausschließlich nach dem Oechsle-Grad, also jenem Parameter, der den Zuckergehalt im Most angibt – durchaus sinnvolle Maßstäbe anderer Länder wie Aschegehalt, Extraktwerte oder Säure spielen keine Rolle. In aufsteigender Reihenfolge unterscheidet man zwischen Tafelwein, Landwein, Qualitätswein und Prädikatswein. Will ein Winzer seinen Wein als einen der beiden letztgenannten deklarieren, muss dieser einer amtlichen Qualitätsprüfung unterzogen werden, mithilfe derer fehlerhafte Weine vom Markt ferngehalten werden. Als Königsdisziplinen gelten schließlich die Süßweine wie Trockenbeerenauslesen, die aufgrund der vielen Arbeit und des hohen Risikos für den Winzer nur in 0,375-Liter-Flaschen angeboten werden. So streng das deutsche Weinrecht auch in vielen Punkten ist, so sehr missachtet es leider schwer messbare Aspekte wie die sehr unterschiedliche Beschaffenheit der Einzellagen – ein Nachteil der deutschen Technik-Fixiertheit, der vielen Winzern den Anreiz nimmt, sich vom Geschmack des Otto Normaltrinkers zu lösen und aus der Masse herausstechen zu wollen. Ein wertvolles Korrektiv ist hier der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), der die Bedeutung des Terroirs in den Vordergrund rückt und ein ebenfalls vierstufiges, die Qualitätsunterschiede aber besser abbildendes System geschaffen hat. Seine Mitglieder, gerade mal ein Prozent der deutschen Winzer, gehören zu den renommiertesten des Landes und mit seinem Traubenadler-Symbol an der Kapsel bietet er unbedarften Konsumenten eine gute Orientierung im Weinhandel.

Bis dahin war es aber erstmal ein weiter Weg. Und denjenigen, die uns unser reiches Reben-Erbe vermacht haben, können wir heute auch gar nicht mehr Danke sagen. Aber während ihre Schwerter im Teutoburger Wald verrosten, gedeiht der Weinbau der Römer noch immer – auch so kann man Geschichte schreiben. Richtig Expertise hatten sie im Gepäck, als sie nach Caesars Gallienfeldzug weiter Richtung Germanien marschierten und aus dem Rhonetal Reben mit an die Mosel brachten. Die rudimentären Kelteranlagen der Kelten, die sich bereits früher am Traubenpressen versucht hatten, dürften sie nur mit einem müden Lächeln bedacht haben. Kaiser Domitian beobachtete den Weinbau im Norden des Reiches jedoch mit Argwohn, er trank wie die gesamte römische Oberschicht (wahrscheinlich in der Tat geschmacklich deutlich besseren) Wein aus südlichen Gefilden und untersagte daher kurzerhand das Keltern nördlich der Alpen. Mit dem stetigen Anwachsen der Truppenstärke am Limes stellte sich jedoch schon bald die Frage, wie die Unmengen an Soldaten mit den ihnen zustehenden täglichen Weinrationen versorgt werden sollten. Kaiser Probus gestattete schließlich nach einer 200jährigen (im wahrsten Sinne des Wortes) Durststrecke wieder den Anbau von Reben und gilt seither quasi als Vater des deutschen Weinbaus. Vater vieler Rebsorten selbst wie Chardonnay, Riesling und Blaufränkisch hingegen ist wahrscheinlich der Heunisch, aufgrund seiner Toleranz gegen Spätfrost die am weitesten verbreitete Rebsorte des Mittelalters. Er war möglicherweise auch der Namensgeber für den Begriff „huntsch“, also aus dem Gebiet des heutigen Ungarn stammende Reben, während „frentzsch“ französischstämmige Reben bezeichnete, die einen deutlich weniger wässrigen und sauren Wein ergaben und daher höher angesehen und besser bezahlt wurden.

Zu dieser Zeit war ein reinsortiger Anbau völlig unüblich, der kam erst im 15. Jahrhundert auf – einerseits war man botanisch kaum schon in der Lage, Sorten genau zu differenzieren, andererseits hatte der Anbau verschiedener Reben in einem Weinberg den Vorteil, dass jede ihre eigenen Anfälligkeiten für und Resistenzen gegen bestimmte Schädlinge oder klimatische Bedingungen mitbrachte. Auf diese Weise fiel auch in schlechten Jahren nie der gesamte Ertrag weg, sondern immer nur ein Teil. Diese Gemischten Sätze waren insbesondere für die städtische Bevölkerung ein Alltagsgetränk, da sie anders als normales Trinkwasser kaum mit Keimen belastet waren. Im Zuge der Christianisierung verlagerte sich die Weinherstellung dann von weltlichen zunehmend in geistliche Hände. Zum einen verfügten die Klöster – besonders durch großzügige Schenkungen weltlicher Herrscher, die sich mit der Kirche gut stellen wollten – über ausreichend Grund, zum anderen war man auf den Wein angewiesen – nicht etwa durstiger Mönche, sondern der täglich zelebrierten Heiligen Messen wegen.

Im Windschatten der mittelalterlichen Warmzeit gedieh der deutsche Weinbau prächtig: vom Elsass über Westfalen und Schlesien bis hin nach Ostpreußen wurden Reben gepflanzt. Die Gesamtfläche belief sich auf das Dreifache der heutigen, war größer als das gesamte Saarland. Köln, über den Rhein mit den meisten Weinregionen direkt verbunden, und Frankfurt als weltweit erste Messestadt wuchsen zu wahren Weinhandelsmetropolen heran und exportierten per Lastenschiff in die hintersten Winkel Europas, was angesichts der Aberdutzenden Zollgrenzen allein auf deutschen Gebiet eine finanzielle wie zeitliche Herausforderung war. Das Ganze funktionierte so lange, bis es irgendwann zu einem massiven Überangebot kam, der die Preise einbrechen ließ. Im 16. Jahrhundert begann damit ein langsamer, aber kontinuierlicher Abschwung. Die Bauern litten unter den stetig steigenden Zehnten, die von ihnen gefordert wurden, ebenso wie unter dem Erbrecht, das die Größe der Höfe in jeder Generation verringerte. Die Unzufriedenheit fand ihr Ventil in den zahlreichen Bauernaufständen, die der Weinbau gerade noch verkraften konnte. Der Dreißigjährige Krieg aber war zuviel: Weinberge blieben unbestellt, weil die Weinbauern als Soldaten herangezogen wurden, die Nachfrage ebbte ab, viele Rebflächen wurden gebrandschatzt und damit auf lange Zeit vernichtet. Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein dauerte die Phase der Restrukturierung. Die katholische Kirche behielt dabei meist die Oberhand, denn in den protestantisch gewordenen Regionen Norddeutschlands war aufgrund der Kleinen Eiszeit mittlerweile gar kein Weinbau mehr möglich.

Das System der geistlichen Herrschaft konnte sich jedoch nicht mehr allzu lange behaupten: als Napoleon den Westen Deutschlands besetzte, schaffte er die Vorrechte des Klerus ab, viele Klöster wurden aufgelöst. Das sorgte für ein ziemliches Chaos, denn die kleinen Weinbauern hatten keinerlei Erfahrung damit, ihre Erzeugnisse eigenständig zu vermarkten. Dies und anhaltende Wetterextreme führten dazu, dass viele Winzer aufgaben und ihr Glück in Übersee suchten. Der Rest, der sich davon und auch der anschließenden katastrophalen Reblausplage nicht entmutigen ließ, führte den Wein auf auf bisher unbekanntes Niveau, wodurch die Zeit um 1900 herum zur wohl glanzvollsten für den deutschen Rebensaft wurde: insbesondere der Riesling festigte sein Image als König der Weißweine und wurde oft teurer gehandelt als die besten Bordeaux, um dann an den vornehmsten Tafeln des Kontinents ausgeschenkt zu werden. Nach den Verheerungen der Weltkriege versuchte man, an die ruhmreichen alten Zeiten anzuknüpfen und auf Export zu setzen, doch die pappsüßen Massenrieslinge hatten nichts mehr mit ihren eleganten Ahnen gemein. Es dauerte lange, bis man diese geradezu peinliche Epoche hinter sich gelassen hatte. Eine neue Generation von Winzern setzt immer mehr auf trockene Weine, die sich mit ihren höchstens neun Gramm Restzucker pro Liter von 15 Prozent Mitte der 80er auf aktuell 50 Prozent Marktanteil vorgearbeitet haben. Und sie reduziert den Ertrag von den sehr hohen durchschnittlichen 100 Hektolitern pro Hektar oft auf gerade einmal die Hälfte, um die Aromenkonzentration in den verbliebenen Trauben zu forcieren.

Apropos Konzentration: auch wenn nicht jeder eine Reben-Hochburg wie Rheinland-Pfalz sein kann, das über 60 Prozent zum deutschen Gesamtertrag beisteuert, so wird Weinbau doch in nahezu jedem Bundesland betrieben: ob am Nordhang des Berliner Kreuzberges, bei Keitum auf Sylt oder in Ismaning bei München – der Klimawandel und widerstandsfähige Neuzüchtungen machen Weinbau auch dort möglich, wo er bisher nie betrieben wurde. Oder dort, wo er eine lange Tradition hat, die aber irgendwann abgerissen ist – so wie etwa im Stargarder Land in Mecklenburg-Vorpommern, wo schon im 13. Jahrhundert Mönche Wein herstellten und wo heute neben jungen Rebkreuzungen auch sehr alte Sorten wie der Elbling wieder gedeihen. An diesem wächst, ähnlich wie an Gelbem Orleans, Weißem Räuschling oder Grünem Adelfränkisch, das Interesse aufgeweckter Winzer. Gut möglich, dass eine Renaissance dieser Urgesteine bevorsteht. Ob einer von ihnen im ältesten erhaltenen Wein der Welt aus dem 4. Jahrhundert steckt, der in Deutschland gefunden wurde? Ja, wir haben so einige Superlative zu bieten: hier feiert man mit dem Dürkheimer Wurstmarkt das weltgrößte Weinfest, hier findet mit der ProWein in Düsseldorf die größte Weinmesse der Welt statt, hier wurde mit fast 15000 Euro der höchste Preis jemals für einen Weißwein ab Weingut bezahlt. Und hier hat sich, ausgehend von der Pfalz, ein Kuriosum entwickelt, das weltweit seinesgleichen sucht: die Wahl der Weinköniginnen. Diese 13 Repräsentantinnen ihres jeweiligen Weinbaugebiets, die meist selbst aus Winzerfamilien stammen, wetteifern schließlich um den Titel der Deutschen Weinkönigin, die heutzutage wahrer Marketingprofi sein und weit mehr können muss als nur lächeln und winken.

Aber ist der Durst der Deutschen am Ende auch groß genug, um den Absatz der fast zehn Millionen Hektoliter pro Jahr zu gewährleisten? Eher nicht, Abnehmerländer wie die USA oder Großbritannien helfen uns freundlicherweise beim Genießen. Denn „nur“ knapp 27 Flaschen Wein im Jahr trinkt im Schnitt jeder Bundesbürger, aber anders als etwa bei Bier ist der Konsum über die Zeit relativ konstant geblieben. Das ist die gute Nachricht. Die nicht ganz so gute? Der Anteil an deutschen Weinen liegt dabei unter 50 Prozent, was uns wiederum zum größten Weinimporteur der Welt macht. Das ist sicherlich verbesserungsfähig, denn in Deutschland mangelt es an nichts, vor allem nicht an Innovationskraft. Die unbestreitbaren Vorteile deutschen Weins? Die Qualität ist durch die Bank gut (95 Prozent sind entweder Qualitäts- oder Prädikatswein), zusätzlich lässt sich zu jedem Gericht ein perfekter Begleiter finden: ob erdiger Silvaner zur deftigen Brettljause, blumiger Weißburgunder zu Pasta oder feinnerviger Riesling zum Sushi. Und im internationalen Vergleich ist er sehr günstig: deutsche Spitze (die gerade in Weißwein-Hinsicht nicht selten auch Weltspitze ist) kann man sich schon für einen Bruchteil dessen leisten, was ein vergleichbarer Wein etwa in Frankreich kosten würde. Einmal einen guten fränkischen Silvaner, einen Spätburgunder von der Ahr oder einen Rheingauer Riesling zu kosten, gehört zu den geschmacklichen Offenbarungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Und wenn man dann noch einen Schritt weiter geht und etwa einen Mosel- vergleichend gegen einen Pfälzer Riesling trinkt, erkennt man ihn, den Zauber des Terroirs – und, dass die wundervolle Weinwelt direkt vor unserer Haustür beginnt. Text: Dario Sellmeier

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Weine

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 ist ein biozertifizierter Lagen-Riesling aus der Bechtheimer Einzellage Rosengarten. Auf Lösslehm und Kalkgestein gewachsen, zeigt er reiche Fruchtaromen, mineralische Tiefe und eine konzentrierte, lang am Gaumen spürbare Art – die klare Handschrift einer der besten Bechtheimer Lagen.


Rheinhessen / Bechtheimer Rosengarten

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, dem Süden Rheinhessens. Die Einzellage Rosengarten wurde bereits um 1500 als „ym roß garten" urkundlich erwähnt. Ihre Böden aus Lösslehm und Kalkgestein bringen Weine hervor, die reich an Fruchtaromen, konzentriert und lange am Gaumen spürbar sind. Das Gut arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling, von Hand gelesen. Die Vergärung erfolgt überwiegend spontan mit weinbergseigenen Hefen, ohne Schönungsmittel – eine natürliche Arbeitsweise, die Boden und Herkunft in den Vordergrund stellt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase reife Frucht – Apfel, Pfirsich und Zitrus – mit klaren mineralischen Noten. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, getragen von der Kalkstein-geprägten Mineralität und einer animierenden, präzisen Säure; langer, nachhaltiger Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Einzellage Bechtheimer Rosengarten (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Handlese, überwiegend Spontangärung; Böden aus Lösslehm und Kalkgestein
Jahrgang: 2021

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Portugal

Vinha Da Fonte Touriga Nacional

Rotwein · Península de Setúbal · Touriga Nacional · Portugal

Vinha da Fonte Touriga Nacional ist ein körperreicher, vielschichtiger Rotwein von Casa Ermelinda Freitas aus der Península de Setúbal. Er entsteht aus der autochthonen Rebsorte Touriga Nacional, die auch für die Portweinproduktion verwendet wird. Sehr konzentriert, saftig und würzig, mit intensiven Aromen von Pflaume, Cassis, dunklen Beeren und Vanille. Die Tannine sind dicht und weich.


Península de Setúbal

Das Weingut Casa Ermelinda Freitas liegt in Fernando Pó auf der Halbinsel Setúbal, südlich von Lissabon. Sandige Böden und die kühlende Atlantikbrise geben den Weinen Eleganz und Frische. Touriga Nacional gilt als edelste Rotweinsorte Portugals und zeigt hier ihr Potenzial außerhalb des Douro.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert auf Touriga Nacional. Nach der Gärung im Edelstahltank und langer Maischestandzeit reift er im Holzfass aus französischer und amerikanischer Eiche, was ihm Würze und feine Vanillenoten gibt, ohne die dichte Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes, fast undurchsichtiges Rubinrot. In der Nase Pflaume, Cassis und dunkle Beeren, dazu Veilchen, süße Gewürze und Vanille. Am Gaumen kraftvoll, saftig und würzig, mit dichten, weichen Tanninen. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft im Dekanter tut ihm gut, und er reift über einige Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Wild, Lamm, kräftige Fleischgerichte und würziger, gereifter Käse.


Lage: Península de Setúbal (Fernando Pó/Palmela), Portugal
Klassifikation: Vinho Regional Península de Setúbal
Ausbau: Edelstahl + Holzfass (französische/amerikanische Eiche)

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Weine

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2020

Weißwein · Roxheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Höllenpfad im Mühlenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Roxheim · Nahe roter Sandstein (Rotliegendes) · Fels älteste Reben trocken · 2020

Der Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2020 stammt aus dem besten Stück der Steillage Höllenpfad – von den ältesten Rieslingreben des Guts. Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling von großer Eleganz.


Höllenpfad im Mühlenberg – das beste Stück des Weinbergs

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad Kreuznach.

Im mittleren Teil der Ersten Lage Höllenpfad liegt das beste Stück des Weinbergs mit den ältesten Reben. Aufgrund der außerordentlichen Qualität wurden diese Gewanne unter dem historischen Namen „Höllenpfad im Mühlenberg" gesetzlich eingetragen und vom VDP als Große Lage klassifiziert. Der Boden aus rotem Sandstein des Rotliegenden mit viel purem Fels ist ein hervorragendes Rieslingterroir.

Jahrgang 2020 – Nahe

2020 war an der Nahe ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde rote Sandstein und die alten Reben bewahrten Reife und Fülle, während die kargen Felspartien für Frische, feine Würze und Spannung sorgten.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Höllenpfad im Mühlenberg (Roxheim), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels.

Nach selektiver Handlese der hochreifen Trauben wird der Wein schonend verarbeitet und reift teils im Edelstahltank, teils in großen Holzfässern. Das Große Gewächs kommt erst im September des Folgejahres in den Verkauf.

Im Glas

Ein tiefgründiger, feinwürziger Riesling: reife gelbe Frucht und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Pfeffer und eine warme, eisig-steinige Mineralität. Am Gaumen konzentriert und zugleich elegant, mit salzigem Grip, lebendiger Säure, feiner Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und Aprikose über Zitrus, weißem Pfeffer und warmer, steiniger Mineralität – konzentriert und elegant, mit salzigem Grip, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Höllenpfad im Mühlenberg (VDP.Große Lage), Roxheim, Nahe; steile Südlage; roter Sandstein (Rotliegendes) mit viel Fels; älteste Reben des Guts
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, schonende Verarbeitung, Reife teils im Edelstahltank, teils im großen Holzfass

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Weine

Weingut Keth Riesling trocken Liter BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weingut Keth Riesling trocken beweist, wie viel Anspruch in einem klassischen Schoppenwein stecken kann. Ein biozertifizierter Liter-Riesling mit klarer Frucht, frischer Mineralität und unkomplizierter Trinkfreude – ein Schoppen-Riesling, wie man ihn heute nur noch selten findet.


Rheinhessen

Das Weingut Matthias Keth liegt in Rheinhessen und arbeitet biozertifiziert (DE-ÖKO-022). Mit dem Liter-Riesling zeigt das Gut, dass auch ein klassischer Schoppenwein Anspruch und Herkunft transportieren kann.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau stellt die klare Frucht, die feine Mineralität und die animierende Säure in den Vordergrund. In der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase saftiger Pfirsich, reife Mandarine und ein Hauch Zitruszeste. Am Gaumen frisch und von einer feinen, mineralischen Note getragen, die Struktur und Zug verleiht; die Balance aus Frucht, tänzelnder Säure und Trinkfreude macht ihn zum Allrounder.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als unkomplizierter Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und leichter Küche – oder einfach solo.


Lage: Rheinhessen (Deutschland); Weingut Matthias Keth
Klassifikation: 100 % Riesling, trocken
Ausbau: frucht- und mineralitätsbetont; 1-Liter-Flasche

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Rebsorten

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese

Wein · Edelsüß · Mosel · Deutschland

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese stammt von über vierzig Jahre alten Reben mit tiefreichenden, weit verzweigten Wurzeln, die nur kleine Erntemengen erbringen. Eine edelsüße Geschmacksexplosion mit sehr langem Nachhall.


Mosel / Kröver Steffensberg

Das Weingut Achim Reis liegt an der Mosel. Die Trauben stammen aus der Einzellage Kröver Steffensberg mit ihren steilen Schieferhängen, von über 40 Jahre alten Reben. Deren tiefe Wurzeln und geringe Erträge sind die Grundlage für höchste Konzentration. Riesling ist die Königssorte der Mosel und besonders prädestiniert für edelsüße Spitzenweine.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling in der höchsten Prädikatsstufe – der Trockenbeerenauslese. Dafür werden einzelne, von Edelfäule (Botrytis) eingetrocknete Beeren von Hand selektiert, die Zucker, Säure und Aromen extrem konzentrieren. Aus winzigen Erntemengen entsteht eine seltene, edelsüße Rarität.

Im Glas

Tiefes Gold bis Bernstein. In der Nase intensive Aromen von Dörraprikose, Honig, kandierter Orange und Botrytisnoten. Am Gaumen edelsüß und hochkonzentriert, getragen von der typischen Riesling-Säure, die für Balance und Spannung sorgt – mit einem außergewöhnlich langen Nachhall und großem Reifepotenzial.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in kleinen Gläsern servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: kräftigem Blauschimmelkäse, Foie gras, Obstdesserts und Cremes – oder solo als flüssiges Dessert.


Lage: Mosel, Einzellage Kröver Steffensberg (Deutschland); Weingut Achim Reis
Klassifikation: Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Handselektion edelfauler Beeren (über 40 Jahre alte Reben, geringe Erträge)

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Rich

Madeira · Likörwein · süß · Portugal

Justino's Madeira Fine Rich ist ein süßer Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Negra Mole und Complexa. Mit kraftvoller Süße, langem und kompaktem Abgang begleitet er Trockenkuchen, reifen Käse und verfeinert Saucen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Negra Mole und Complexa. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt; bei der süßen Stilistik geschieht das früh, sodass eine kräftige Restsüße erhalten bleibt. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Dunkles Bernstein. In der Nase reife und getrocknete Früchte, Karamell und ein Hauch Kaffee. Am Gaumen kraftvoll und süß, vollmundig mit Anklängen von Toffee und Dörrobst, getragen von einer frischen Säure. Langer, kompakter Abgang.

Als Digestif

Leicht gekühlt bei 13–16 °C servieren – ein klassischer Begleiter zum Abschluss des Essens. In der Küche verfeinert er Saucen und Desserts.

Passt zu: Trockenkuchen, reifem Käse, Schokoladendesserts und Kaffeegebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Rich (süß, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet 2024

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet (Village) Côte de Beaune 2024 3 Parzellen · 2,21 ha

Der Chassagne-Montrachet 2024 der Domaine Michel Niellon ist ein präziser, terroirgeprägter Chardonnay aus kalkreichem Boden – fein, mineralisch und von kühler Eleganz. Ein Village-Wein auf hohem Niveau aus einer der renommiertesten Weißwein-Appellationen Burgunds.


Chassagne-Montrachet – drei Village-Parzellen

Chassagne-Montrachet in der Côte de Beaune zählt zu den großen Weißwein-Adressen Burgunds; die nördlichen Hänge mit feinem Kalkstein bringen besonders angesehene Chardonnays hervor. Michel Niellon selektiert nur die besten Trauben aus bekannten Parzellen – „La Bergerie", „Les Chênes" und „Les Voillenots".

Die Rebfläche umfasst 2,21 Hektar auf kalk-, lehm- und steinreichem Boden. Genau dieses Terroir verleiht dem Wein seine mineralische Tiefe und Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: milder, sehr nasser Winter mit frühem Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost, Hagel und hohem Krankheitsdruck, dazu eine uneinheitliche Blüte. Der trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese begann spät und verlangte strenge Selektion; die Erträge fielen teils um bis zu 60 % geringer aus.

Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, eher leichtere Weine. Die Weißweine wirken klar und fein strukturiert, mit pikanter Frische, präziser Linienführung und kühler Eleganz – ein klassischer Jahrgangsausdruck mit deutlicher Herkunft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024.

Manuelle Lese, spontane Gärung im Barrique und rund zehn Monate Ausbau im selben Holz. Der Anteil neuer Eichenfässer ist bewusst auf 15 bis 30 % begrenzt. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Im Profil des Jahrgangs und des Hauses: helles Steinobst und Zitrus, weiße Blüten und feine Haselnuss über einem kalkig-salzigen Grund. Am Gaumen pikante Frische, präzise Linie und kühle Eleganz, getragen von mineralischer Spannung und klarem, anhaltendem Abgang.

Kühle Eleganz und pikante Frische – Chassagne-Montrachet in klassischem Ausdruck.

Jung schon zugänglich, profitiert aber von etwas Reife; Trinkfenster etwa 2027–2032. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Jakobsmuscheln, Geflügel in heller Sauce oder gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); Parzellen La Bergerie, Les Chênes, Les Voillenots; kalk-, lehm- und steinreich, 2,21 ha
Klassifikation: Chassagne-Montrachet (Village)
Ausbau: Chardonnay; spontane Gärung, ~10 Monate Barrique, 15–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt

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Spanien

Pupitre Cava Brut Nature

Ganz trockener, sehr fein perlender Sekt aus dem Herzen des Penedes. Eignet sich durch seine saftige Trockenheit als perfekter Aperitif.

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