Das Anbaugebiet Mosel

Die Mosel

Oft als das interessanteste der deutschen Weinbaugebiete gepriesen, früher Heimat der teuersten Weißweine der Welt und auch heute eine Schatzkiste mit viel Historie und großen Namen: wer auf der mäandernden Mosel die 230 Kilometer von der französischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein in Koblenz fährt, darf die enorm steilen Hänge bewundern, an denen nach wie vor Mauerfragmente, Burgruinen und Kapellchen von einer wildromantischen Vergangenheit zeugen -von einem „natürlichen Amphitheater“ schwärmte der römische Dichter Ausonius in seiner lyrischen Reisebeschreibung „Mosella“, und in einem gleichnamigen alten Schlager heißt es „In deinem Garten Eden, da wächst der Wein für jeden.“

Was ist das Geheimnis dieser Moselweine, die nur fünf Prozent Anteil am deutschen Weinmarkt und doch so einen weitreichenden Einfluss haben? Sicherlich die kühlen Keller der Winzer innerhalb der Hänge, in denen ein Rest Zucker im Wein nicht vergärt und auf diese Weise einen herrlichen Kontrast zur Säure bildet. Möglicherweise auch die Erfahrung, die man über Jahrtausende im wahrscheinlich ältesten Weinbaugebiet Deutschlands gesammelt hat. Anders als in die anderen Gebiete diesseits des Limes haben nicht die Römer den Weinbau eingeführt, sondern fanden dort bereits keltische Keltertechnik vor. Damit waren die Kelten wohl bis zu 500 Jahre früher dran, kamen aber nicht im Ansatz auf das technische Niveau der Römer, deren riesige Pressen immerhin die tägliche Weinration für tausende Soldaten liefern mussten, ja sogar den Sklaven stand ein Tagesquantum zu. In Trier, das zwar nicht wirklich das Zentrum der Mosel ist (das darf eher Bernkastel-Kues für sich in Anspruch nehmen), aber mit seiner Lage im Delta zwischen der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer gleichsam in der Schlüsselposition liegt, zeugt die Architektur von wechselvoller Geschichte. Augusta Treverorum war zunächst militärischer Stützpunkt der Römer, die diese älteste der deutschen Städte auch gegründet hatten, dann als größte Metropole nördlich der Alpen auch Regierungssitz des Römischen Reiches. Später übernahm das katholische Erzstift Trier, bis es Spielball der Franzosen wurde, welche die Stadt erst unter Ludwig XIV. und dann erneut unter Napoleon einnahmen. Diese Besatzungen stellten eine schwere Zäsur für den Moselweinbau dar, denn die Franzosen zerstörten mit ihrer gnadenlosen Säkularisierungspolitik das seit 1000 Jahren gewachsene System der kirchlichen Herrschaft über die Reben.

Zeitgleich setzte allerdings auch eine Bewegung ein, die den Weg für einen bisher unvorstellbaren Bekanntheitsgrad der Region und ihres Weines ebnen sollte: der Tourismus. Reiche junge Engländer waren es, die Anfang des 19. Jahrhunderts im Rahmen einer damals obligatorischen Bildungsreise durch ganz Europa auch einen Abstecher an „die schöne Tochter von Vater Rhein“ machten. Insbesondere Maler und Literaten ließen sich inspirieren, später wich die schwärmerische Romantik einer vergnügungssüchtigen Hautevolee aus Hochadel, Politprominenz und Unternehmern. Den Moselanern war das nur recht, die strukturschwache Region konnte das Geld gut brauchen. Um nach dem Krieg wieder auf sich aufmerksam zu machen, schrieb man mit „Zeltinger Himmelreich“ eigens eine Operette, die nach wie vor alle zwei Jahre von Laiendarstellern aufgeführt wird. Auch wenn Moseltourismus nie ganz den Ruf einer gewissen Spießigkeit, einer klebrigen Kegelverein-Nostalgie der alten Bundesrepublik losgeworden ist, sprechen doch an die drei Millionen Besucher jedes Jahr eine deutliche Sprache. Wo andere Weinbaugebiete eine einzige touristische Route ausweisen, sind es an der Mosel etliche: Römische Weinstraße, Moselschieferstraße, Saar-Riesling- und Ruwer-Riesling-Straße, Moselradweg, Möselhöhenweg und noch viele weitere.

Das Örtchen Bremm hat auch so einen Wanderweg rund um seinen Calmont, nicht umsonst betreut vom Deutschen Alpenverein, denn mit bis zu 68 Grad Neigung ist er der steilste Weinberg Europas. Neben diesen schroffen Hängen, die es zum größten Steillagenweinbaugebiet der Welt machen, ist die Mosel noch für einen weiteren natürlichen Faktor berühmt: den Schiefer. Der steinige Boden verlangt den Reben ab, bis zu 20 Meter tief zu wurzeln, um an Wasser zu gelangen. Während der daraus resultierenden sehr langen Vegetationsperiode lagern die Reben viele Mineralien ein, bilden aber nur wenig Fruchtzucker. Fast jeden Farbton kann das Gestein annehmen, je nachdem, welches Metalloxid in ihm vorherrscht: ob als Grauschiefer, der für spritzige Zitrusnoten sorgt, Rotschiefer, der eine Nase nach mediterranen Kräutern begünstigen soll, oder als der berühmte Blauschiefer. Den meisten dieser Spielarten im südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist eigen, dass im Laufe der 400 Millionen Jahre, die sie schon auf dem Buckel haben, nahezu alles an Kalk, Löss, Lehm und ähnlichem weicheren Material ausgewaschen wurde – so verwittert ist kaum ein anderer Boden. Das seltene Terroir war jahrzehntelang nur wenig beachtet worden; der Schiefer wurde hauptsächlich als Material zum Dachdecken und Fassadenverkleiden genutzt, aber die Symbiose zwischen ihm und dem Riesling ist einfach zu genial, um sie dauerhaft zu vernachlässigen.

Auch wenn über 60 Prozent der Fläche heute auf ihn entfallen, womit die Mosel das weltweit größte Anbaugebiet für diese Rebsorte darstellt, die klassische Mosel-Rebe ist er eigentlich nicht. Das war früher der Elbling, bereits von den Römern eingeführt und bis in die Frühe Neuzeit die dominierende Rebsorte in Deutschland. Beliebt war er vor allem in Gebieten unter geistlicher Herrschaft, die Abgeben in Naturalien verlangte, da der Ertrag meist sehr hoch ausfällt. Der Todesstoß wurde ihm letztlich durch den Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Trier versetzt, dessen feiner Gaumen den recht säurebetonten Elbling gar nicht mochte und der Ende des 18. Jahrhunderts verfügte, alle bisherigen Rebstöcke herauszureißen und durch Riesling zu ersetzen. Lediglich an der Obermosel überlebten nennenswerte Bestände, da man sich hier die Herrschaft über den Weinbau mit Frankreich und Luxemburg teilte. Dort ganz im Westen, wo die Mosel die Staatsgrenze bildet, dominieren Keuper und Muschelkalk die Böden, was sie zu idealen Standorten auch für Müller-Thurgau und Burgunder macht. Deren roter Vertreter, der Spätburgunder, hatte es nach dem Dekret des Kurfürsten noch schwerer als der Elbling; erst 1987, nach genau 200 Jahren, wurde mit ihm überhaupt wieder ein Rotwein an der Mosel zugelassen.

Moselschleife.

Immer nur von der Mosel zu sprechen, wird dem Gebiet eigentlich nicht gerecht, denn es gibt noch zwei weitere Flüsse, deren Charakteristik teils ganz anders ist. Dass man die Bezeichnung „Mosel-Saar-Ruwer“ 2007 abgeschafft hat, ist daher schade, wenn auch marketingtechnisch verständlich. Überhaupt erschließen sich manche Bezeichnungen nicht auf den ersten Blick, so wird Saarwein nicht etwa im Saarland erzeugt, sondern in Rheinland-Pfalz, dafür ergibt der kleine Anteil tatsächlich auf saarländischem Boden angebauter Reben einen Moselwein. An der Saar, dem längsten Nebenfluss der Mosel, gedeihen dabei Weine, die fast schon wie die Quintessenz ihrer Mosel-Nachbarn daherkommen: noch feineres Säurespiel, noch geringerer Alkoholgehalt, noch intensivere Mineralik. Möglich macht das der recht gerade Verlauf der Saar – hier wird die Wärme nicht so sehr im Tal gehalten wie an der wendungsreichen Mosel, daher ist es recht kühl. Hinzu kommt die Ausrichtung der Reben nach der vorherrschenden Windrichtung, was die Reifung zusätzlich hinauszögert, sodass die Lese manchmal erst im November stattfindet. Der Trockenstress der letzten Jahre macht den vergleichsweise niedrige Temperaturen gewöhnten Reben, besonders den jüngeren, darum ordentlich zu schaffen: der Ertrag ist hoch, was die Aromenkonzentration im Wein behindert, zusätzlich fehlt oft die fruchtige Komponente, die dem glasklaren, strahligen Stil ein bisschen hintergründige Dichte verleiht. Die Gratwanderung zwischen schiefriger Kargheit und geschmacklichem Nirgendwo wird immer gefährlicher, auch, weil man bisher kaum auf hitzetolerante Rebsorten gesetzt hat, der Chardonnay-Anteil etwa liegt unter einem Prozent und Rotwein kommt insgesamt nicht einmal auf zehn.

Piesport an der Mosel.

Anders als in den meisten anderen Gebieten verringert sich darüber hinaus die Anbaufläche an der Mosel von Jahr zu Jahr, kurze gegenläufige Entwicklungen bestätigen eher die Regel. Wer keinen großen Namen hat, der kann für seine Weine kaum die Preise verlangen, die es bräuchte, damit sich die Arbeit in den extremen Steillagen rechnet, wo manchmal ein Hektar 1500 Stunden Arbeit kosten kann und auf einen Rebstock nur eine einzige Flasche Wein Ertrag kommt. Techniken wie die Einzelpfahlziehung sind zwar eine faszinierende Kulturtechnik, letztlich aber veraltet und unrentabel. Lediglich Betriebe über fünf Hektar Fläche können sich solche Allüren leisten; sie wachsen noch, der Großteil der verbliebenen Nebenerwerbswinzer und Kleinbetriebe, die noch vor einigen Jahrzehnten die Mehrheit stellten, wird über kurz oder lang dem wirtschaftlichen Druck wahrscheinlich nicht standhalten können. Während sie darben, können die glücklichen Besitzer der besten Lagen mit ihren klangvollen Namen fast jeden Preis für ihren Wein verlangen.

Der Bernkasteler Doctor ist eine solche, einer von 75 vom VDP als Große Lage klassifizierten Böden – mehr als in jedem anderen deutschen Gebiet, und auf jedem wächst zu 100 Prozent Riesling. Hier bekommt man neben einem atemberaubenden Wein auch immer Mythos und Historie obendrauf geliefert. Schon lange bevor er im Jahr 1900 für umgerechnet etwa 8000 Euro pro einzelnem Rebstock den Besitzer gewechselt hatte (der Quadratmeterpreis lag damit noch deutlich über dem, was man im Schnitt aktuell für eine sehr gute Wohnlage in München zahlen würde), und damit bis heute den Rekord für die teuerste landwirtschaftliche Fläche Deutschlands hält, war der Name legendär. Im Mittelalter soll ein Trierer Kurfürst schwer erkrankt und für keine Heilmethode seiner Ärzte empfänglich gewesen sein. Daraufhin ließ er sich vom zufällig in der Nähe der Burg wachsenden Wein bringen, um wenigstens die Schmerzen zu betäuben und siehe da, wenig später war er genesen. Ehrfürchtig bezeichnete er den Rebensaft mit dem prägnanten Flintstein-Aroma daraufhin als seinen wahren „Doctor“. Lagen von Weltrang wie ihn, den Scharzhofberg oder die Brauneberger Juffer hin oder her, international bekannt ist die Mosel vor allem für Lagen wie den Kröver Nacktarsch. Die Flaschen mit dem quietschbunten Etikett, auf dem ein Kellermeister einem am Fass naschenden Buben den Hintern versohlt, waren in den 80ern berüchtigt als pappige Zuckerbombe, die kaum noch etwas mit den ausgesucht feinen Rieslingen zu tun hatte. Denn selbst als Trockenbeerenauslese schmeckt ein guter Moselwein nach Biskuit und Feigen, Toffee und Rosinen, niemals aber wirklich süß. Dieser Stil kann ohne Zweifel als die Seele der Mittelmosel bezeichnet werden, jenes Bereichs, wo in etwa zwei Dutzend Ortschaften, welche sich an die ausladenden Schleifen schmiegen, die der Fluss hier beschreibt, die besten Gewächse auf den insgesamt 8800 Hektar Gesamtfläche des fünftgrößten deutschen Anbaugebiets gedeihen. Die Glanzzeit der Region um 1900 hat ihre Spuren hinterlassen, in den verspielten Jugendstil-Etiketten ebenso wie in den Villen in Traben-Trarbach, mit denen zu Geld gekommene Weinhändler sich selbst ein Denkmal setzten – eine Angewohnheit, die schon vor 1800 Jahren in Mode gewesen zu sein scheint. In Neumagen, das sich aufgrund dieser Funde als ältester Weinort Deutschlands preist, entdeckte man das „Weinschiff“, einen steinernen Aufsatz für ein Grabmal, der in Form eines Transportbootes auf die Branche des Verstorbenen hinweist. Ob der reiche Schiffseigner damals schon geahnt hat, dass „Princastellum“, Bernkastel also, später einmal die zweitwichtigste Weinhandelsstadt der Welt nach Bordeaux werden sollte? Gut, diese Zeiten sind zwar wieder vorbei – den Ruhm und die außerordentliche Qualität ihrer Weine aber, den haben Bordeaux und Mosel bis heute gemein. Text: Dario Sellmeier

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Les Vignes Denses blanc 2021

Weißwein · Santenay · Chardonnay

Chardonnay Santenay (Village) Les Vignes Denses Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2021

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Les Vignes Denses" blanc 2021 ist ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune.


Santenay Les Vignes Denses – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste und zugleich mineralisch geprägte Stilistik.

„Les Vignes Denses" ist eine Village-Lage von Santenay. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders klar gezeichnete, frische Weißweine mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Santenay ergibt das einen tiefen, konzentrierten und zugleich frischen Chardonnay mit ausgeprägtem Säurebogen und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Ein eindrucksvoller Chardonnay mit mittlerem bis vollem Körper, der Tiefe, Mineralität und eine immense Konzentration vereint – geprägt von Aromen wie knackigem grünem Apfel und Birne, echter Vanille, Zitrusfrüchten, Haselnuss und nassem Stein. Geradlinige, frische Frucht findet sich auch im Geschmacksprofil wieder. Ein innerer Nerv, beeindruckende Länge und ein durch den kühlen Jahrgang geprägter Säurebogen bestimmen den Nachhall am Gaumen.

Grüner Apfel, Vanille, Haselnuss und nasser Stein – tief, mineralisch und konzentriert, mit innerem Nerv und langem Säurebogen.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay, Village-Lage Les Vignes Denses (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Weine

Marie-Courtin Efflorescence Extra Brut 2019 BIO

Champagner · Côte des Bar · Pinot Noir · Blanc de Noirs · Bio

Marie-Courtin Efflorescence Extra Brut ist ein klassischer Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir aus einer Einzellage in Polisot an der Côte des Bar. Die kalk- und kimmeridgegeprägten Böden verleihen dem Pinot Noir Struktur, Tiefe und eine markante Erdigkeit. Im Glas geradlinig, salzig-mineralisch und fast burgundisch tief.


Polisot (Côte des Bar)

Die Einzellage liegt in Polisot an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Die Region ist bekannt für ihre kalk- und kimmeridgegeprägten Böden, die dem Pinot Noir Struktur, Tiefe und eine markante Erdigkeit geben. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Ausbau erfolgt über rund neun bis zehn Monate in Holz und Barrique, was ihm eine feine Würze gibt, ohne ihn holzbetont erscheinen zu lassen. Mindestens drei Jahre Flaschenreife geben Substanz und Länge; abgefüllt als Extra Brut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, integrierter Perlage. Die Frucht ist klar und reif, erinnert an Apfel, rote Beeren und einen Hauch Pflaume. Am Gaumen geradlinig und perfekt strukturiert, mit einem Spannungsbogen zwischen Frische, salziger Mineralität und fast burgundischer Tiefe. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als festlicher Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, edler Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Polisot, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Kimmeridge
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Noirs
Ausbau: 100 % Pinot Noir, 9–10 Monate Holz/Barrique, mind. 3 Jahre Flaschenreife

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Rebsorten

K. H. Schneider Schlossböckelheim Vulkangestein Riesling trocken 2023

Weißwein · Schlossböckelheim (Nahe) · Riesling

Riesling Vulkangestein (Ortswein) Schlossböckelheim · Nahe K.H. Schneider schwarzes Vulkangestein · Porphyr trocken Steillage · Handarbeit 2023

Der K.H. Schneider Schlossböckelheim Vulkangestein Riesling trocken 2023 ist ein kraftvoller, vom schwarzen Vulkangestein der Schlossböckelheimer Lagen geprägter Riesling-Ortswein. Vollmundig, rassig und lang im Finish – ein Geschmackstanz mit dem Vulkan.


Schlossböckelheim – Riesling vom Vulkangestein

Das Weingut K.H. Schneider aus Bad Sobernheim an der Nahe wurde 1956 von Karl-Heinz Schneider gegründet und zählt heute zu den Aushängeschildern der Region. Seit dem Jahrgang 2007 verantworten die Brüder Andi und Christoph Schneider die Weine und haben den Riesling-Anteil der rund 15 Hektar deutlich ausgebaut. In mühevoller Handarbeit entstehen fast ausschließlich aus Steillagen präzise, mineralische Rieslinge – mit Dauerbegrünung, schonender Bodenarbeit und sehr geringen Erträgen.

In Schlossböckelheim bewirtschaftet das Gut steile, renommierte Lagen auf schwarzem Vulkangestein (Porphyr). Dieser Untergrund verleiht dem Ortswein mehr Extrakt, Fülle und exotische Frucht als den schiefergeprägten Sobernheimer Lagen – ein kraftvoller, unverwechselbar herkunftsgeprägter Riesling.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Sorgfältige Handlese und geringe Erträge in den Steillagen sicherten gesundes, vollreifes Lesegut – ideale Voraussetzungen für einen kraftvollen, zugleich rassigen Ortswein, in dem die vulkanische Mineralität und die reife Frucht im Gleichgewicht stehen.

Ausbau

Trockener Riesling-Ortswein aus Schlossböckelheim, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von den Vulkangestein-Steillagen.

Der Wein durchläuft eine Spontangärung; Most und Wein werden bewusst vor Sauerstoff geschützt, um reine, natürliche Aromen zu bewahren. Der Ausbau in alten Holzfässern und lange Hefestandzeiten sorgen für einen rassigen, strahlenden und finessenreichen Riesling, der sein vulkanisches Terroir klar widerspiegelt.

Im Glas

Kraftvoll und vom schwarzen Vulkangestein der Schlossböckelheimer Lagen geprägt: Im Duft intensive Frucht nach gelben Kernfrüchten, satte Mineralität am Gaumen, ein wenig wild und mit starken Gewürznoten im Mundgefühl. Vollmundig, rassig und lang im Finish. Ein Geschmackstanz mit dem Vulkan.

Intensive Frucht nach gelben Kernfrüchten, satte Mineralität, ein wenig wild und starke Gewürznoten – vollmundig, rassig und lang. Ein Geschmackstanz mit dem Vulkan.

Ein kraftvoller Nahe-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Schlossböckelheim, Nahe; steile Lagen auf schwarzem Vulkangestein (Porphyr); Handarbeit, Dauerbegrünung, geringe Erträge
Klassifikation: Riesling-Ortswein, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Spontangärung, reduktiver (vor Sauerstoff geschützter) Ausbau in alten Holzfässern, lange Hefestandzeit

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2014

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2014

Der Feuerheerd's Colheita 2014 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2014 – Douro

Die Wachstumsperiode 2014 war von Schwierigkeiten wie extrem starken Regenfällen geprägt; entsprechend gaben nur wenige Häuser klassische Vintage Ports frei. Die meisten verwendeten die Ernte für Verschnitte oder Single-Quinta-Abfüllungen.

Die erzeugten Jahrgangsweine waren jedoch von guter Qualität – die Grundlage für einen ausgewogenen, fassgereiften Colheita.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2014.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Fosse Grely brut nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Cuvée · Brut Nature · Bio

Ruppert-Leroy Fosse-Grely Brut Nature ist eine Assemblage aus je 50 % Chardonnay und Pinot Noir aus der Parzelle „La Fosse" in Essoyes an der Côte des Bar. Ein finessenreicher, cremiger und mineralischer Champagner aus dem biodynamisch arbeitenden Hause Ruppert-Leroy. Im Glas klar, salzig und tief.


Essoyes (Côte des Bar)

Ruppert-Leroy bewirtschaftet seine Reben in Essoyes an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, auf kalk- und mergelhaltigen Böden. Die Parzelle „La Fosse" prägt die mineralische, salzige Stilistik. Die Arbeit erfolgt konsequent biologisch und biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint je 50 % Chardonnay und Pinot Noir. Die Moste vergären spontan mit natürlichen Hefen, der Ausbau erfolgt überwiegend im Holz, gefolgt von langem Hefelager. Ohne Schönung, Filtration und Dosage; Schwefel nur in minimalen Mengen.

Im Glas

Helles Gold mit natürlicher, feiner Perlage. Ein finessenreicher Champagner mit cremiger Textur und klarer, salziger Mineralität. Am Gaumen präzise, tief und gut strukturiert. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: La Fosse, Essoyes, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Mergel
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature
Ausbau: 50 % Chardonnay / 50 % Pinot Noir, Spontangärung, überwiegend Holz, langes Hefelager, ohne Dosage

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2020 9,00 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar elegante, fein balancierte Rieslinge mit klarer Frucht und animierender Säure. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 9,00 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Rebsorten

Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2022

Fruchtsüßer Weißwein · Wehlener Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Wehlen · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) reiner Devonschiefer Kabinett · feine Restsüße niedriger Alkohol 2022

Der Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2022 stammt von einer der größten Rieslinglagen der Welt – der berühmten Sonnenuhr gegenüber von Wehlen auf reinem Devonschiefer. Ein klassisch fruchtig-süßer Kabinett mit verspielter Leichtigkeit, feiner Restsüße und unverkennbar schiefriger Mineralität, getragen von einer pikanten, reifen Säure.


Wehlener Sonnenuhr – Weltklasse-Steillage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die VDP.GROSSE LAGE® Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich imposant gegenüber von Wehlen entlang der Mosel und weist eine beeindruckende Hangneigung von 60 bis 100 Prozent auf. Die Südwestlage profitiert von einem einzigartigen Mikroklima durch lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion der Böden sowie der nahen Mosel. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Ihren Namen erhielt die Lage von einer Sonnenuhr, die der Wehlener Winzer Jodocus Prüm 1842 in den Hang setzen ließ. Hier entstehen einige der spannendsten, langlebigsten und besten Rieslinge der Welt.

Jahrgang 2022 – Mosel

2022 war an der Mosel ein warmer Jahrgang. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die Reben, die dank tiefer Verwurzelung standhielten; der späte Wetterumschwung vor der Ernte bewahrte Frische und Zartheit. So zeigt sich der Kabinett mit reifer, runder Frucht und einer pikanten, reifen Säure, die für anhaltende Frische sorgt.

Ausbau

Fruchtig-süßer Riesling Kabinett aus der Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2022; 100 % Riesling.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, verspielten Trinkfluss dieses klassischen Mosel-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr lebt dieser Kabinett von Frische und feiner Frucht: ein harmonisches Zusammenspiel diverser Fruchtnoten von weißem Pfirsich, Aprikose und Apfel, dazu Zitrus und florale Anklänge, untermalt von einer unverkennbar schiefrigen, kühl-salzigen Mineralität. Am Gaumen verspielt und leicht, mit einer feinen, ausbalancierten Restsüße, die von einer pikanten, reifen Säure aufgefangen wird – ein herrlich trinkanimierender Riesling mit anhaltender Frische und klarem, mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Aprikose und Apfel über schiefrig-salziger Mineralität – verspielt und leicht, mit feiner Restsüße und pikanter, reifer Säure. Anhaltende Frische.

Ein eleganter, jugendlich-frischer Kabinett mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Wehlener Sonnenuhr, gegenüber Wehlen an der Mittelmosel; Südwest, reiner Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, 60–100 % Neigung, 110 bis über 320 m; Einzelpfahlerziehung; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Kabinett (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Schaumweine

Christmann & Kauffmann Cuvée No 104 Brut Nature

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Christmann & Kauffmann Cuvée No. 104 Brut Nature ist ein puristischer Riesling-Winzersekt aus der Pfalz. Nach über 30 Monaten auf der Hefe zeigt er sich in klarem Weißgold mit bemerkenswerter Tiefe und zugleich feiner Eleganz – trocken, schlank und mit innerer Spannung.


Pfalz / Gimmeldingen & Königsbach

Das Sektgut Christmann & Kauffmann ist in der Pfalz beheimatet und auf handwerkliche Winzersekte spezialisiert. Die Trauben dieser Cuvée stammen von 15 bis 35 Jahre alten Rebstöcken, die auf Sandstein- und Kalkböden in den Toplagen rund um Gimmeldingen und Königsbach wurzeln. Die Cuvées werden mit jeder Tirage fortlaufend nummeriert; die 100er-Serie steht dabei für Riesling.

Rebsorte und Herstellung

Reinsortig aus Riesling. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung (Tirage) und reift über 30 Monate auf der Hefe. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt, was seine puristische, klare Stilistik unterstreicht.

Im Glas

Klares Weißgold mit feiner Perlage. In der Nase reife gelbe und weiße Frucht, zarte Butter-Croissant-Noten, Zitrusfrische, ein Hauch Feuerstein und eine subtile salzige Mineralität. Am Gaumen puristisch und glockenklar: trocken und schlank, mit feinster Textur, innerer Spannung und einer packenden, von leichter Salzigkeit getragenen Säure, die in ein frisches, zitroniges Finale führt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als präziser Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Sushi, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Pfalz, Gimmeldingen & Königsbach (Deutschland); Sektgut Christmann & Kauffmann
Klassifikation: Winzersekt – 100 % Riesling (100er-Serie), Brut Nature (naturherb)
Herstellung: klassische Flaschengärung, über 30 Monate Hefelager, ohne Dosage; alte Reben (15–35 Jahre) auf Sandstein und Kalk

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