Das Anbaugebiet Mosel

Die Mosel

Oft als das interessanteste der deutschen Weinbaugebiete gepriesen, früher Heimat der teuersten Weißweine der Welt und auch heute eine Schatzkiste mit viel Historie und großen Namen: wer auf der mäandernden Mosel die 230 Kilometer von der französischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein in Koblenz fährt, darf die enorm steilen Hänge bewundern, an denen nach wie vor Mauerfragmente, Burgruinen und Kapellchen von einer wildromantischen Vergangenheit zeugen -von einem „natürlichen Amphitheater“ schwärmte der römische Dichter Ausonius in seiner lyrischen Reisebeschreibung „Mosella“, und in einem gleichnamigen alten Schlager heißt es „In deinem Garten Eden, da wächst der Wein für jeden.“

Was ist das Geheimnis dieser Moselweine, die nur fünf Prozent Anteil am deutschen Weinmarkt und doch so einen weitreichenden Einfluss haben? Sicherlich die kühlen Keller der Winzer innerhalb der Hänge, in denen ein Rest Zucker im Wein nicht vergärt und auf diese Weise einen herrlichen Kontrast zur Säure bildet. Möglicherweise auch die Erfahrung, die man über Jahrtausende im wahrscheinlich ältesten Weinbaugebiet Deutschlands gesammelt hat. Anders als in die anderen Gebiete diesseits des Limes haben nicht die Römer den Weinbau eingeführt, sondern fanden dort bereits keltische Keltertechnik vor. Damit waren die Kelten wohl bis zu 500 Jahre früher dran, kamen aber nicht im Ansatz auf das technische Niveau der Römer, deren riesige Pressen immerhin die tägliche Weinration für tausende Soldaten liefern mussten, ja sogar den Sklaven stand ein Tagesquantum zu. In Trier, das zwar nicht wirklich das Zentrum der Mosel ist (das darf eher Bernkastel-Kues für sich in Anspruch nehmen), aber mit seiner Lage im Delta zwischen der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer gleichsam in der Schlüsselposition liegt, zeugt die Architektur von wechselvoller Geschichte. Augusta Treverorum war zunächst militärischer Stützpunkt der Römer, die diese älteste der deutschen Städte auch gegründet hatten, dann als größte Metropole nördlich der Alpen auch Regierungssitz des Römischen Reiches. Später übernahm das katholische Erzstift Trier, bis es Spielball der Franzosen wurde, welche die Stadt erst unter Ludwig XIV. und dann erneut unter Napoleon einnahmen. Diese Besatzungen stellten eine schwere Zäsur für den Moselweinbau dar, denn die Franzosen zerstörten mit ihrer gnadenlosen Säkularisierungspolitik das seit 1000 Jahren gewachsene System der kirchlichen Herrschaft über die Reben.

Zeitgleich setzte allerdings auch eine Bewegung ein, die den Weg für einen bisher unvorstellbaren Bekanntheitsgrad der Region und ihres Weines ebnen sollte: der Tourismus. Reiche junge Engländer waren es, die Anfang des 19. Jahrhunderts im Rahmen einer damals obligatorischen Bildungsreise durch ganz Europa auch einen Abstecher an „die schöne Tochter von Vater Rhein“ machten. Insbesondere Maler und Literaten ließen sich inspirieren, später wich die schwärmerische Romantik einer vergnügungssüchtigen Hautevolee aus Hochadel, Politprominenz und Unternehmern. Den Moselanern war das nur recht, die strukturschwache Region konnte das Geld gut brauchen. Um nach dem Krieg wieder auf sich aufmerksam zu machen, schrieb man mit „Zeltinger Himmelreich“ eigens eine Operette, die nach wie vor alle zwei Jahre von Laiendarstellern aufgeführt wird. Auch wenn Moseltourismus nie ganz den Ruf einer gewissen Spießigkeit, einer klebrigen Kegelverein-Nostalgie der alten Bundesrepublik losgeworden ist, sprechen doch an die drei Millionen Besucher jedes Jahr eine deutliche Sprache. Wo andere Weinbaugebiete eine einzige touristische Route ausweisen, sind es an der Mosel etliche: Römische Weinstraße, Moselschieferstraße, Saar-Riesling- und Ruwer-Riesling-Straße, Moselradweg, Möselhöhenweg und noch viele weitere.

Das Örtchen Bremm hat auch so einen Wanderweg rund um seinen Calmont, nicht umsonst betreut vom Deutschen Alpenverein, denn mit bis zu 68 Grad Neigung ist er der steilste Weinberg Europas. Neben diesen schroffen Hängen, die es zum größten Steillagenweinbaugebiet der Welt machen, ist die Mosel noch für einen weiteren natürlichen Faktor berühmt: den Schiefer. Der steinige Boden verlangt den Reben ab, bis zu 20 Meter tief zu wurzeln, um an Wasser zu gelangen. Während der daraus resultierenden sehr langen Vegetationsperiode lagern die Reben viele Mineralien ein, bilden aber nur wenig Fruchtzucker. Fast jeden Farbton kann das Gestein annehmen, je nachdem, welches Metalloxid in ihm vorherrscht: ob als Grauschiefer, der für spritzige Zitrusnoten sorgt, Rotschiefer, der eine Nase nach mediterranen Kräutern begünstigen soll, oder als der berühmte Blauschiefer. Den meisten dieser Spielarten im südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist eigen, dass im Laufe der 400 Millionen Jahre, die sie schon auf dem Buckel haben, nahezu alles an Kalk, Löss, Lehm und ähnlichem weicheren Material ausgewaschen wurde – so verwittert ist kaum ein anderer Boden. Das seltene Terroir war jahrzehntelang nur wenig beachtet worden; der Schiefer wurde hauptsächlich als Material zum Dachdecken und Fassadenverkleiden genutzt, aber die Symbiose zwischen ihm und dem Riesling ist einfach zu genial, um sie dauerhaft zu vernachlässigen.

Auch wenn über 60 Prozent der Fläche heute auf ihn entfallen, womit die Mosel das weltweit größte Anbaugebiet für diese Rebsorte darstellt, die klassische Mosel-Rebe ist er eigentlich nicht. Das war früher der Elbling, bereits von den Römern eingeführt und bis in die Frühe Neuzeit die dominierende Rebsorte in Deutschland. Beliebt war er vor allem in Gebieten unter geistlicher Herrschaft, die Abgeben in Naturalien verlangte, da der Ertrag meist sehr hoch ausfällt. Der Todesstoß wurde ihm letztlich durch den Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Trier versetzt, dessen feiner Gaumen den recht säurebetonten Elbling gar nicht mochte und der Ende des 18. Jahrhunderts verfügte, alle bisherigen Rebstöcke herauszureißen und durch Riesling zu ersetzen. Lediglich an der Obermosel überlebten nennenswerte Bestände, da man sich hier die Herrschaft über den Weinbau mit Frankreich und Luxemburg teilte. Dort ganz im Westen, wo die Mosel die Staatsgrenze bildet, dominieren Keuper und Muschelkalk die Böden, was sie zu idealen Standorten auch für Müller-Thurgau und Burgunder macht. Deren roter Vertreter, der Spätburgunder, hatte es nach dem Dekret des Kurfürsten noch schwerer als der Elbling; erst 1987, nach genau 200 Jahren, wurde mit ihm überhaupt wieder ein Rotwein an der Mosel zugelassen.

Moselschleife.

Immer nur von der Mosel zu sprechen, wird dem Gebiet eigentlich nicht gerecht, denn es gibt noch zwei weitere Flüsse, deren Charakteristik teils ganz anders ist. Dass man die Bezeichnung „Mosel-Saar-Ruwer“ 2007 abgeschafft hat, ist daher schade, wenn auch marketingtechnisch verständlich. Überhaupt erschließen sich manche Bezeichnungen nicht auf den ersten Blick, so wird Saarwein nicht etwa im Saarland erzeugt, sondern in Rheinland-Pfalz, dafür ergibt der kleine Anteil tatsächlich auf saarländischem Boden angebauter Reben einen Moselwein. An der Saar, dem längsten Nebenfluss der Mosel, gedeihen dabei Weine, die fast schon wie die Quintessenz ihrer Mosel-Nachbarn daherkommen: noch feineres Säurespiel, noch geringerer Alkoholgehalt, noch intensivere Mineralik. Möglich macht das der recht gerade Verlauf der Saar – hier wird die Wärme nicht so sehr im Tal gehalten wie an der wendungsreichen Mosel, daher ist es recht kühl. Hinzu kommt die Ausrichtung der Reben nach der vorherrschenden Windrichtung, was die Reifung zusätzlich hinauszögert, sodass die Lese manchmal erst im November stattfindet. Der Trockenstress der letzten Jahre macht den vergleichsweise niedrige Temperaturen gewöhnten Reben, besonders den jüngeren, darum ordentlich zu schaffen: der Ertrag ist hoch, was die Aromenkonzentration im Wein behindert, zusätzlich fehlt oft die fruchtige Komponente, die dem glasklaren, strahligen Stil ein bisschen hintergründige Dichte verleiht. Die Gratwanderung zwischen schiefriger Kargheit und geschmacklichem Nirgendwo wird immer gefährlicher, auch, weil man bisher kaum auf hitzetolerante Rebsorten gesetzt hat, der Chardonnay-Anteil etwa liegt unter einem Prozent und Rotwein kommt insgesamt nicht einmal auf zehn.

Piesport an der Mosel.

Anders als in den meisten anderen Gebieten verringert sich darüber hinaus die Anbaufläche an der Mosel von Jahr zu Jahr, kurze gegenläufige Entwicklungen bestätigen eher die Regel. Wer keinen großen Namen hat, der kann für seine Weine kaum die Preise verlangen, die es bräuchte, damit sich die Arbeit in den extremen Steillagen rechnet, wo manchmal ein Hektar 1500 Stunden Arbeit kosten kann und auf einen Rebstock nur eine einzige Flasche Wein Ertrag kommt. Techniken wie die Einzelpfahlziehung sind zwar eine faszinierende Kulturtechnik, letztlich aber veraltet und unrentabel. Lediglich Betriebe über fünf Hektar Fläche können sich solche Allüren leisten; sie wachsen noch, der Großteil der verbliebenen Nebenerwerbswinzer und Kleinbetriebe, die noch vor einigen Jahrzehnten die Mehrheit stellten, wird über kurz oder lang dem wirtschaftlichen Druck wahrscheinlich nicht standhalten können. Während sie darben, können die glücklichen Besitzer der besten Lagen mit ihren klangvollen Namen fast jeden Preis für ihren Wein verlangen.

Der Bernkasteler Doctor ist eine solche, einer von 75 vom VDP als Große Lage klassifizierten Böden – mehr als in jedem anderen deutschen Gebiet, und auf jedem wächst zu 100 Prozent Riesling. Hier bekommt man neben einem atemberaubenden Wein auch immer Mythos und Historie obendrauf geliefert. Schon lange bevor er im Jahr 1900 für umgerechnet etwa 8000 Euro pro einzelnem Rebstock den Besitzer gewechselt hatte (der Quadratmeterpreis lag damit noch deutlich über dem, was man im Schnitt aktuell für eine sehr gute Wohnlage in München zahlen würde), und damit bis heute den Rekord für die teuerste landwirtschaftliche Fläche Deutschlands hält, war der Name legendär. Im Mittelalter soll ein Trierer Kurfürst schwer erkrankt und für keine Heilmethode seiner Ärzte empfänglich gewesen sein. Daraufhin ließ er sich vom zufällig in der Nähe der Burg wachsenden Wein bringen, um wenigstens die Schmerzen zu betäuben und siehe da, wenig später war er genesen. Ehrfürchtig bezeichnete er den Rebensaft mit dem prägnanten Flintstein-Aroma daraufhin als seinen wahren „Doctor“. Lagen von Weltrang wie ihn, den Scharzhofberg oder die Brauneberger Juffer hin oder her, international bekannt ist die Mosel vor allem für Lagen wie den Kröver Nacktarsch. Die Flaschen mit dem quietschbunten Etikett, auf dem ein Kellermeister einem am Fass naschenden Buben den Hintern versohlt, waren in den 80ern berüchtigt als pappige Zuckerbombe, die kaum noch etwas mit den ausgesucht feinen Rieslingen zu tun hatte. Denn selbst als Trockenbeerenauslese schmeckt ein guter Moselwein nach Biskuit und Feigen, Toffee und Rosinen, niemals aber wirklich süß. Dieser Stil kann ohne Zweifel als die Seele der Mittelmosel bezeichnet werden, jenes Bereichs, wo in etwa zwei Dutzend Ortschaften, welche sich an die ausladenden Schleifen schmiegen, die der Fluss hier beschreibt, die besten Gewächse auf den insgesamt 8800 Hektar Gesamtfläche des fünftgrößten deutschen Anbaugebiets gedeihen. Die Glanzzeit der Region um 1900 hat ihre Spuren hinterlassen, in den verspielten Jugendstil-Etiketten ebenso wie in den Villen in Traben-Trarbach, mit denen zu Geld gekommene Weinhändler sich selbst ein Denkmal setzten – eine Angewohnheit, die schon vor 1800 Jahren in Mode gewesen zu sein scheint. In Neumagen, das sich aufgrund dieser Funde als ältester Weinort Deutschlands preist, entdeckte man das „Weinschiff“, einen steinernen Aufsatz für ein Grabmal, der in Form eines Transportbootes auf die Branche des Verstorbenen hinweist. Ob der reiche Schiffseigner damals schon geahnt hat, dass „Princastellum“, Bernkastel also, später einmal die zweitwichtigste Weinhandelsstadt der Welt nach Bordeaux werden sollte? Gut, diese Zeiten sind zwar wieder vorbei – den Ruhm und die außerordentliche Qualität ihrer Weine aber, den haben Bordeaux und Mosel bis heute gemein. Text: Dario Sellmeier

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Spirituosen

Borsci CafCaffe Due Volte Caffè

Likör · Kaffeelikör · Italien · Apulien

Borsci Due Volte Caffè ist ein feiner Kaffeelikör des traditionsreichen Hauses Borsci aus Apulien. Er entsteht aus Aufgüssen hochwertiger Kaffeesorten nach einer überlieferten Prozedur. Dunkel, aromatisch und vollmundig im Geschmack. Ein Kaffeelikör für Genießer – pur, auf Eis oder mit Sahne.


Herkunft

Das Haus Borsci hat seinen Sitz im süditalienischen San Marzano in Apulien und ist seit Generationen für seine Liköre bekannt. Der Kaffeelikör steht in dieser Tradition.

Herstellung und Reifung

Der Likör wird aus Aufgüssen hochwertiger Kaffeesorten gewonnen – nach einer traditionellen Prozedur von Borsci. Das Verfahren bewahrt das volle Kaffeearoma.

Im Glas

Tiefes Braun. In der Nase intensives Aroma von geröstetem Kaffee. Am Gaumen vollmundig und aromatisch, mit feiner Süße und langem, kaffeebetontem Abgang.

Zum Genuss

Pur, auf Eis oder mit einem Schuss Sahne genießen. Auch als Digestif oder über Vanilleeis im Affogato-Stil.

Klassische Begleitung: Espresso, Vanilleeis, Schokoladendesserts und Gebäck.


Herkunft: San Marzano, Apulien (Italien)
Art: Kaffeelikör
Herstellung: Aufguss hochwertiger Kaffeesorten, traditionelle Prozedur

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Weine

Marie-Courtin Éloquence Extra Brut 2019 BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay · Blanc de Blancs · Bio

Marie-Courtin Éloquence Extra Brut ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay von über 25 Jahre alten Reben an der Côte des Bar. Die Reben wurzeln auf mergeligen Kalkböden. Ein Champagner wie eine kraftvolle Feder im Boxhandschuh – kraftvoll und zugleich fein. Im Glas kreidig, cremig und salzig.


Côte des Bar

Die Trauben stammen von einem über 25 Jahre alten Rebbestand an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Die mergeligen Kalkböden verleihen dem Chardonnay seine kreidige Mineralität und Tiefe. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus einer Einzellage. Schonend ausgebaut und mit langer Hefereife, wird er als Extra Brut mit minimaler Dosage abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feinster Perlage. Volle Aromen von Kreide, unreifem Pfirsich, nassem Stein, Kernobst und gerösteten Mandeln. Die Textur am Gaumen ist cremig, reif und zugleich frisch. Der Nachhall ist lang, das Finish salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Bar (Champagne); Mergelkalk, Altreben
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: 100 % Chardonnay, schonender Ausbau, langes Hefelager, minimale Dosage

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Ungarn

Oremus Tokaji Aszu 5 Puttonyos 1972

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 5 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Lage Oremus edelsüß · Botrytis über 50 Jahre Reife 1972

Der Oremus Tokaji Aszú 5 Puttonyos 1972 ist eine seltene, über fünfzig Jahre gereifte Rarität aus der berühmtesten Süßwein-Region der Welt. Er trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú – und stammt aus der Ära des ungarischen Staatsweinbaus. Ein edelsüßer, botrytisgeprägter Tokajer von tiefer Reife und lebendiger Säure.


Tokaj-Hegyalja und die historische Lage Oremus

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige". Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt feuchtfeuchter Herbstnebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima den Trauben Würze und Säure geben. Seit 2002 ist die Region UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Lage Oremus bei Tolcsva gilt als Ursprungsort des Tokaji Aszú: Hier wurde im frühen 17. Jahrhundert erstmals die Herstellung dieses botrytisierten Süßweins dokumentiert. Der Lagenname trägt dieses Erbe bis heute – auch auf historischen Flaschen wie dieser.

Jahrgang 1972 – Tokaj im Staatsweinbau

Der Jahrgang 1972 stammt aus der Zeit des ungarischen Staatsmonopols: Zwischen 1949 und 1990 wurde der Tokajer zentral von der staatlichen Kombinat-Kellerei (Borkombinát) erzeugt und ausschließlich über die Außenhandelsgesellschaft Monimpex exportiert. Diese historischen Flaschen tragen den Lagennamen Oremus und entstanden Jahrzehnte vor der Gründung des heutigen, gleichnamigen Weinguts (1993). Mit über fünfzig Jahren Flaschenreife ist der Wein eine echte Rarität – ein lebendiges Stück Tokaj-Geschichte, dessen Charakter durch die lange Reife geprägt ist.

Aszú 5 Puttonyos – Herstellung und Reife

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 1972, Stufe 5 Puttonyos – traditionell eine Cuvée auf Furmint-Basis, ergänzt um Hárslevelű und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen und eingetrockneten Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen Hotten – zum Grundwein gegeben; fünf Puttonyos stehen für eine hohe, konzentrierte Süße. Die Gärung verläuft langsam über Wochen bis Monate, gefolgt von langer Fassreife im klassisch oxidativen Tokaj-Stil. Daran schließt sich in diesem Fall eine außergewöhnlich lange Flaschenreife von über fünf Jahrzehnten an.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und über fünfzig Jahren Reife lebt dieser Tokajer von tiefer, oxidativer Komplexität: eine bernsteinfarbene bis mahagonibraune Farbe, dazu Aromen von getrockneter Aprikose, Orangenschale, Feige und Dattel, von Karamell, Walnuss, Honig und einem feinen, balsamischen Ton. Am Gaumen edelsüß und dicht, doch von einer bemerkenswert lebendigen, frischen Säure getragen, die den Wein trotz seines Alters straff und lang hält. Nichts wirkt schwer – das Finale ist würzig, nussig und sehr lang.

Bernstein bis Mahagoni, getrocknete Aprikose, Orangenschale, Karamell und Walnuss – edelsüß und dicht, von lebendiger Säure getragen, sehr lang.

Als gereifte Rarität vor dem Genuss aufrecht stehen lassen und behutsam öffnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Solo als meditativer Wein im Glas, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras sowie zu Desserts mit Aprikose, Walnuss oder Karamell.


Lage: Lage Oremus, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; historischer Ursprungsort des Tokaji Aszú
Klassifikation: Tokaji Aszú 5 Puttonyos (edelsüß); Furmint-basierte Cuvée; Erzeugung im Staatsweinbau (Borkombinát/Monimpex)
Ausbau: traditionelle Aszú-Bereitung, lange Fassreife im oxidativen Tokaj-Stil; über 50 Jahre Flaschenreife

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, eleganten Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase rauchige Erde, Tabak und kalter Kamin, mit Luft dazu wilde, gamey Noten, blutig-blaue Frucht, Eisen und pfeffriges Fleisch. Am Gaumen reich, mittelkräftig bis kräftig und konzentriert, mit feinen Tanninen, ohne harte Kanten. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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Weine

Weingut Andres Haardter Chardonnay 2024 BIO

Weißwein · Haardt (Pfalz) · Chardonnay

Chardonnay Haardter Ortswein Haardter Herzog & Mandelring · Haardt Weingut Andres kalkhaltige Böden trocken · Burgunder-Stil 100 % gebrauchtes Barrique BIO · 2024

Der Weingut Andres Haardter Chardonnay 2024 ist der Ortswein-Chardonnay der Gebrüder Andres, gelesen aus den kalkhaltigen Lagen Haardter Herzog und Mandelring. Wie im Burgund entsteht ein präziser, herkunftsklarer Chardonnay mit feiner Balance zwischen Frucht und Eleganz.


Haardt – Chardonnay im Burgunder-Stil

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Die stärker von Kalk geprägten Lagen rund um Neustadt-Haardt eignen sich ideal für Chardonnay – aus ihnen entsteht dieser Ortswein.

Die Trauben stammen aus den kalkhaltigen Lagen Haardter Herzog und Haardter Mandelring. Die kalkgeprägten Böden und die kühlende Waldluft der Haardt verleihen dem Chardonnay Frische, Präzision und eine feine mineralische Struktur.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die kalkgeprägten Haardter Lagen und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Chardonnay (Ortswein) aus den Haardter Lagen Herzog und Mandelring, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von kalkhaltigen Böden.

Wie im Burgund werden die Trauben mit Anfang 90 Öchsle gelesen und anschließend direkt gepresst. Der Wein wird spontan vergoren und komplett in gebrauchten Barriques ausgebaut. Diese behutsame Machart schenkt Balance zwischen Frucht und Eleganz, ohne den Charakter der Rebsorte zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein präziser Chardonnay im Burgunder-Stil: klare Aromen von Zitrus, gelbem Apfel und Birne, dazu ein Hauch Haselnuss und eine feine, kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen frisch und geradlinig, mit spürbarer Struktur und einer dezenten Cremigkeit aus dem gebrauchten Holz – balanciert, herkunftsklar und mit gutem Nachhall.

Zitrus, gelber Apfel und Birne mit einem Hauch Haselnuss über kalkig-salziger Mineralität – frisch und geradlinig, mit feiner Cremigkeit und schöner Balance.

Ein eleganter, vielseitiger Chardonnay. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu mild-cremigem Käse.


Lage: Haardter Herzog und Haardter Mandelring, Haardt/Neustadt, Pfalz (Mittelhaardt); kalkhaltige Böden
Klassifikation: Chardonnay-Ortswein, Pfalz (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: Lese bei ~90 Öchsle, Ganztraubenpressung, Spontangärung, Ausbau komplett in gebrauchten Barriques; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Syrah 2019

Rotwein · Sta. Rita Hills · Syrah

Syrah-Cuvée Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2019 16,00 % vol

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Syrah 2019 ist ein kalifornischer Kult-Syrah von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – kraftvoll und doch ausgesprochen elegant, so markant und fein, dass der Muskel fast unbemerkt bleibt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2019 – Sta. Rita Hills

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener Jahrgang mit guter Frische – für Krankl selbst ein außergewöhnlich großartiger Jahrgang.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für tief konzentrierte, zugleich strukturierte und elegante Syrahs.

Cuvée und Ausbau

Eine Syrah-dominierte Cuvée: 82,0 % Syrah, 13,1 % Grenache, 3,3 % Petite Sirah sowie 1,6 % weiße Sorten, etwa gleich verteilt auf Viognier und Petit Manseng.

Vergoren mit 13 % Ganztrauben – bei Syrah setzt Krankl bewusst etwas weniger Rappen ein, da die Sorte empfindlicher auf Stiele reagiert. Ausgebaut zu 66 % in brandneuen französischen Eichenfässern – überwiegend Barriques (228 Liter), ergänzt um einen Anteil größerer Hogsheads (300 Liter); der Rest waren Fässer von ein bis drei Jahren.

Im Glas

Sehr dunkle, fast strahlende Farbe mit dunklem Burgunderton. Hypercremig in Nase und Mund, komplex und vielschichtig, ohne jede Arroganz – rundum üppig und außergewöhnlich lang. Über drei Tage offen verkostet zeigte sich der Wein durchweg gleichbleibend großartig und beeindruckend langlebig. Nichts Mageres, und doch ein sehr eleganter, markanter Syrah, dessen Kraft fast unbemerkt bleibt. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

So elegant, so markant, dass die Muskeln fast unbemerkt bleiben.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah-Cuvée; 13 % Ganztrauben; 66 % neue französische Eiche (Barriques und Hogsheads); 16,00 % vol

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Weine

Nietschke Jack Organic Barossa Shiraz By Kalleske 2024 BIO

Rotwein · Barossa Valley · Shiraz

Shiraz Barossa Valley Nietschke 'Jack' by Kalleske Bio (organic) 1 Jahr Hogshead 2024 14,50 % vol

Der Nietschke 'Jack' Organic Barossa Shiraz 2024 by Kalleske ist großes Kino – ein saftiger, seidiger Bio-Shiraz mit süßem Holz, toller Frucht und einem „puren" Kick. Nicht dickflüssig, nicht beschwerend, sondern der treue Begleiter für all die guten und weniger guten Abende.


Kalleske – Bio-Shiraz aus Greenock

Vinifiziert wird der Nietschke 'Jack' von Kalleske im nordwestlichen Barossa Valley – dem ältesten zertifiziert biologisch und biodynamisch arbeitenden Weingut der Region. Die Familie Kalleske baut hier seit 1853 Trauben an; 2002 gründete Troy Kalleske, mehrfach ausgezeichneter Winzer (u. a. Winemaker of the Year der Barons of the Barossa), die eigene Kellerei. Gearbeitet wird mit minimalistischen Methoden, ohne Zusatz- oder Schönungsmittel.

Die Trauben für den 'Jack' stammen von einer ursprünglichen Familienfarm in Greenock, die in den 1840er Jahren von der Familie Schulz gegründet wurde, sowie aus den Weingärten der Familie Nietschke. Der Weinbau ist zertifiziert biologisch (AU-BIO-194).

Jahrgang 2024 – Barossa Valley

Das Barossa Valley nordöstlich von Adelaide ist die Keimzelle des australischen Weinbaus und bis heute eine seiner großen Triebfedern – warmes Klima, alte Reben und eine lange Shiraz-Tradition. Der 2024er zeigt sich strahlend und frisch: ein zugänglicher, ausdrucksstarker Barossa-Shiraz mit reifer Frucht und feiner Balance.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2024, 14,50 % vol.

Lese in mehreren Etappen von Mitte März bis Ende April. Nach 7 bis 10 Tagen Gärung auf der Maische in offenen Gärbottichen mit zweimal täglichem manuellem Überpumpen wird der Wein gepresst und ein Jahr in Hogshead-Fässern (300 l) ausgebaut – französische und amerikanische Eiche, neu und gebraucht. Zertifiziert biologisch (AU-BIO-194), vegan.

Im Glas

Frischer Duft von süßer, roter Lakritze, dem entfernten Geruch nach Zimtschnecken und subtilen, schokoladigen Barriquenoten – unbestreitbar einladend. Am Gaumen seidig hoch zehn, mit toller Frucht und süßem Holz: verschwenderisch in der Aromatik, aber nicht dickflüssig und nicht beschwerend, mit einem „puren" Kick, der zusammen mit den Tanninen unheimlich Spaß macht.

„Jack ist großes Kino – nicht nur ein guter Wein, sondern der treue Begleiter für all die Abende, an denen man einfach eine Flasche aufmachen will, von der man weiß, dass sie schmeckt." — Martín Apell

Schon jung ein Genuss, reift aber auch über die mittlere Frist elegant. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Rindersteak (etwa Scotch Fillet) mit Röstgemüse, zu Burgern und Barbecue, zu Schmorgerichten sowie zu kräftigem Hartkäse.


Lage: Barossa Valley, Greenock (Australien); Trauben von der Schulz-Familienfarm (1840er) und Nietschke-Familienlagen
Klassifikation: Barossa Valley, Shiraz (trocken); zertifiziert biologisch (AU-BIO-194)
Ausbau: 100 % Shiraz; offene Maischegärung 7–10 Tage, 1 Jahr Hogshead (franz./amerik. Eiche, neu/gebraucht); vinifiziert von Kalleske; Bio, vegan

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Rebsorten

Vanita Nero d'Avola Appassite Sicilia

Rotwein · Nero d'Avola · Appassimento · Sizilien

Vanita Nero d'Avola Appassite ist ein konzentrierter, halbtrockener Rotwein der Fantini Group aus Sizilien. Reinsortiger Nero d'Avola aus angetrockneten Trauben – rubinrot, mit roten Beeren, Kirsche und Pflaume und Nuancen von Schokolade und mediterranen Gewürzen.


Sizilien

Die Trauben stammen aus Sizilien, der größten Insel im Mittelmeer. Nero d'Avola ist die wichtigste autochthone Rotweinsorte der Insel. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Nero d'Avola. Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet (Appassimento), was Zucker und Aromen konzentriert. Das verleiht dem Wein seine dichte, konzentrierte Art und die feine Restsüße.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase und am Gaumen rote Beeren, Kirsche und Pflaume. Im Nachhall Nuancen von Schokolade und mediterranen Gewürzen. Am Gaumen konzentriert und vollmundig, mit feiner Restsüße und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein zu herzhafter Küche – die feine Restsüße passt auch zu Würzigem.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade.


Lage: Sizilien (Italien)
Klassifikation: Terre Siciliane IGT – Rotwein (halbtrocken)
Ausbau: angetrocknete Trauben (Appassimento)

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