Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Riesling · Brut Nature
Christmann & Kauffmann Cuvée No. 104 Brut Nature ist ein reinsortiger Riesling-Sekt vom Sektgut aus Gimmeldingen in der Pfalz. Die Trauben der Ernte 2021 stammen aus Gimmeldingen und Königsbach, der Grundwein gärte spontan im Holzfass, der Sekt lag 36 Monate auf der Hefe und wurde ohne Dosage abgefüllt. Im Glas klar, schlank und salzig, mit feiner Textur und innerer Spannung.
Gimmeldingen und Königsbach – Kalk und Buntsandstein an der Haardt
Das Sektgut Christmann & Kauffmann wurde 2019 in Gimmeldingen gegründet: von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann, der viele Jahre Chef de Cave bei Bollinger in der Champagne und später bei Reichsrat von Buhl in der Pfalz war. Die Cuvées sind nummeriert: Die 100er-Serie steht für reinsortigen Riesling, die 200er für Burgundersorten. Die letzte Ziffer zählt die Abfüllungen – No. 104 ist die vierte Riesling-Cuvée.
Die Trauben stammen aus Gimmeldingen und Königsbach an der Mittelhaardt, teils aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen. Die Böden sind karg und steinig, eine Mischung aus Kalk und Buntsandstein, die Hänge nach Ost-Südost ausgerichtet. Die Reben wurden zwischen 1995 und 2014 gepflanzt.
Die Ostexposition hält die Trauben kühler als reine Südlagen und bewahrt die Säure – eine Voraussetzung für Sektgrundwein. Der Kalk gibt dem Riesling eine kreidige, salzige Linie, der Buntsandstein Würze und Wärme. Das Ergebnis ist ein Sekt, der seine Pfälzer Herkunft zeigt statt die Champagne zu kopieren.
Ernte 2021 – Pfalz
2021 begann in Deutschland nach einem kühlen Frühjahr mit einem späten Austrieb und einer späten Blüte. Frühjahr und Sommer blieben feucht und eher kühl, der Druck durch Peronospora war hoch, vielerorts waren die Böden so aufgeweicht, dass Traktoren kaum fahren konnten. Die VDP-Betriebe meldeten Erträge 20 bis 30 % unter dem langjährigen Mittel.
Ab Mitte September blieb es weitgehend trocken bei kühlen Temperaturen. Die lange Vegetationszeit brachte viel Aroma und eine hohe, präsente Säure – für Stillweine eine Herausforderung, für Sektgrundwein ideal. Gelesen wurde für die No. 104 am 23. bis 25. und 27. bis 28. September 2021.
Spontangärung im Holz und drei Jahre Hefelager
Reinsortig aus Riesling. Die Trauben werden schonend gepresst, verwendet wird nur die Cuvée, der erste und feinste Teil des Pressmosts. Der Grundwein gärt spontan im Holzfass, durchläuft dort den biologischen Säureabbau und reift auf der Hefe.
Im Mai 2022 wurde er für die zweite Gärung in klassischer Flaschengärung auf die Flasche gezogen. Nach 36 Monaten auf der Hefe wurde der Sekt im April 2025 degorgiert und ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.
Im Glas
Klares Weißgold mit feiner Perlage. In der Nase reife gelbe und weiße Frucht, zarte Butter-Croissant-Noten, Zitrusfrische, ein Hauch Feuerstein und eine subtile salzige Mineralität. Am Gaumen puristisch und glockenklar: trocken und schlank, mit feinster Textur, innerer Spannung und einer packenden, leicht salzigen Säure, die in ein frisches, zitroniges Finale führt.
Riesling von Kalk und Buntsandstein, spontan im Holz vergoren, drei Jahre auf der Hefe und ohne Dosage: Pfalz in Sektform.
Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, in einem Weißweinglas statt einer Flöte.
Am Tisch
Als präziser Aperitif oder zu Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Sushi, Geflügel und feinem Fingerfood.