Das Weinbaugebiet Burgenland

Eine einzigartige Wein Vielfalt vor den Toren Wiens

Was, diese flache, überaus windige Region ist noch Österreich? Allerdings, wenn auch noch nicht so lange. Bis nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Burgenland, oder, wie es damals noch hieß, Deutsch-Westungarn, gar nicht zu Österreich, sondern zum anderen Teil der Doppelmonarchie. Gerade einmal knapp 300 000 Menschen leben hier, was die Gegend nach wie vor sehr landwirtschaftlich geprägt daherkommen lässt – strukturschwach wäre der völlig falsche Begriff, denn gerade im Weinbau ist hier seit Jahrhunderten Struktur vorhanden, und was für eine!

Herz des Burgenlandes ist der Neusiedlersee, auch „Meer der Wiener“ genannt, weil die Hauptstädter aufgrund der geringen Entfernung gern einen Kurzurlaub hier verbringen. Nördlich und östlich dieses riesigen, sehr flachen Steppensees erstreckt sich das gleichnamige, mit Abstand größte der burgenländischen Weinbaugebiete, derer es sechs gibt, ein Drittel der österreichischen Gesamtanzahl, aber mit 12 000 Hektar nur ein Viertel der Gesamtfläche. 2000 Sonnenstunden im Jahr und sommerliche Durchschnittstemperaturen von 21 Grad bringen es mit sich, dass sich die Flächen in Seenähe besonders für eines eignen: den Anbau kräftiger Rotweine. Am besten gedeiht hier der Blaue Zweigelt, der österreichische Rotwein schlechthin. Obwohl erst 100 Jahre alt, hat er sich schnell behaupten können, da er kaum Ansprüche an den Boden stellt, was am Neusiedlersee mit seinen recht kargen, nur hin und wieder von einer dünnen Lehmauflage bedeckten Schotterböden ein großer Vorteil ist. Was ihm die Böden vorenthalten, gibt ihm das Klima: der heiße Nordwestwind aus der pannonischen Tiefebene, der umgangssprachlichen Puszta, lässt ihn seine kirschige Fruchtigkeit entfalten, die sich um ein filigranes Säuregerüst schlängelt. Charakteristisch ist oft ein leicht salziger Unterton im Geschmack, der darauf zurückzuführen ist, dass kleine Pfützen des Seewassers mit seinem natürlichen hohen Salzgehalt im Sommer austrocknen und das verbliebene Salz dann vom Wind bis zwischen die Rebstöcke geweht wird, wo es in den Boden sickert und von den Wurzeln begierig aufgesaugt wird.

Diese Rebstöcke stehen in kleinen Gemeinden wie Apetlon, Illmitz und Frauenkirchen, dicht an dicht reihen sich hier einige der renommiertesten Weingüter des Landes aneinander. Das kleine Örtchen Gols ist mit 1800 Hektar Rebfläche, die einem Fünftel der Einwohner Arbeit verschaffen, die wohl größte Weinbaugemeinde Österreichs. Die urigen Kellergassen, die sich in fast jedem Dorf finden, zeugen noch von der historischen Art der Lagerung, die mittlerweile freilich meist in die hochmodernen und sehr repräsentativen Neubauten der Weingüter verlegt worden ist, wo Jungwinzer kühne Cuvées oder spannende Naturweine entwickeln.

Nach wie vor ist ein großer Teil des Sees im Besitz des Geschlechts der ungarischen Esterhazy, die als Fürsten jahrhundertelang nicht geringe Besitzungen im Burgenland regierten. Das Barockschloss der Familie in der gerade einmal 15 000 Einwohner zählenden Landeshauptstadt Eisenstadt zeugt noch immer von der geographisch vorteilhaften Lage der Region zwischen Wien und Budapest. Diese brachte allerdings nicht nur Vorteile: während der osmanischen Eroberungsfeldzüge wurde der Landstrich geplündert und verwüstet, später der hohe Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung im Zuge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs, der die Doppelmonarchie begründete, einer zwangsweisen Magyarisierung, also Assimilation an die ungarische Kultur, unterworfen.

Auch wenn die Esterhazys seit dem Ende des Kaiserreichs rechtlich nicht mehr als adlig gelten, über ein großes Weingut verfügen sie nach wie vor, schon der lange Zeit in Familiendiensten stehende Komponist Joseph Haydn soll sich des öfteren mit Wein für seine Arbeit entlohnen lassen haben. Im Gebiet Leithaberg liegt es, westlich des Neusiedlersees an den sanften Hängen des Leithagebirges, dessen helle, feste Muschelkalkboden für die kreidige Unterlage sorgen, auf der die immer wieder durchstoßenden Vorkommen an Gneis und Schiefer dann belebende mineralische Akzente hervorrufen. Das kommt in erster Linie Weißweinen zugute, die hier einen Stellenwert genießen wie nirgendwo sonst im Burgenland. Während am Ostufer eher leichte Formate wie Veltliner und Welschriesling kultiviert werden, kommen hier auch Schwergewichte wie Weißburgunder oder der Chardonnay zur Vollendung, alles im Spannungsfeld zwischen kühler Luft aus dem Gebirge und warmer vom See her.

Von letzterer, insbesondere wenn sie im Herbst Feuchtigkeit mit sich trägt und es am Ufer leicht schwül wird, profitieren die etwa 450 Hektar um das malerische Städtchen Rust am Westufer des Sees, wo auch die österreichische Weinakademie ihren Sitz hat, besonders – hier liegt das Süßwein-Mekka der Alpenrepublik. Der Ruster Ausbruch stellt eine eigene Prädikatsstufe dar, sein Restzuckergehalt muss bei mindestens 156 Grad Oechsle liegen, was ihn mit einer deutschen Trockenbeerenauslese vergleichbar macht, allerdings weniger süß im Geschmack. Die Ruster sind stolz auf ihre meist aus Gelbem Muskateller und der ungarischen Furmint-Rebe (aus der man auch den bekannten Tokajer keltert) gepresste Spezialität, hat sie doch den Namen des 2000-Seelen-Örtchens im ganzen Land bekannt gemacht. Im 17. Jahrhundert kaufte man sich mit ihrer Hilfe beim Kaiser den Freistadt-Status, der vom Landesherrn unabhängig machte und Selbstverwaltung erlaubte, später machte man ein Vermögen durch die Belieferung der Festtafeln des Wiener Hofes mit dem edlen Tropfen.

Auch wenn es schwer fällt, sich vom See zu verabschieden, lohnt sich die Fortsetzung der Entdeckungstour weiter Richtung Süden allemal, insbesondere für Freunde gehaltvoller Rotweine. Einen ersten Eindruck davon erhält man in der Rosalia, erst vor wenigen Jahren von einer Großlage zum selbstständigen Weinbaugebiet aufgestiegen und mit etwa 250 Hektar das kleinste in ganz Österreich. Den hübschen Namen verdankt es dem Rosaliengebirge, einem Alpenausläufer, der für kühle Nächte sorgt, was im Wechsel mit den heißen Sommertagen einen erstaunlichen Spannungsbogen in den Weinen erzeugt. Das können einerseits Blaufränkisch und Zweigelt sein, deutlich bekannter ist man hier aber – der Name gibt schon einen unbeabsichtigten Hinweis darauf – für Roséweine mit würziger Verspieltheit, die die fruchtbaren Braunerdeböden ihnen mitgeben. Aber da geht noch ein bisschen mehr in Sachen Druck und Fülle, oder?

Klar! Also auf ins Mittelburgenland! Hier in der sanft von Ödenburger Gebirge und Günser Bergland eingehegten Gegend, ein wenig südlich der Stelle, an der das Burgenland sich bis auf vier Kilometer Breite verengt, ist die Landschaft von sanften Hügeln geprägt. Auf den fetten Lehmböden, die auch in heißen Sommern hervorragend als Wasserspeicher fungieren, wächst zum überwiegenden Teil die Rebsorte, die dem ganzen Gebiet ihren Spitznamen gegeben hat: Blaufränkischland. Zwar keltert man hier auch Merlot und Cabernet Sauvignon, aber deren magere Anteile scheinen die Vorherrschaft der in Deutschland als Lemberger bekannten Traube nur zu unterstreichen. Es ist wohl nicht übertrieben, diese von gerade einmal 100 Winzern bestellten 2000 Hektar als das Herz des österreichischen Rotweins zu bezeichnen, denn kaum sonst irgendwo sind die Blaufränkischen mit dem ins Schwärzlichviolette tendierenden Schimmer und dem unvergleichlich klaren Aroma so sehr Überbringer ihrer Herkunft wie hier im Viereck zwischen Deutschkreutz, Horitschon, Oberpullendorf und Lutzmannsburg. Mit dem leichten „Viertele“, dem Schoppenwein aus Württemberg, haben diese Tropfen nichts mehr gemein – gerade wenn sie als Reserve daherkommen und die warmen Holzaromen des Barrique in einen Dialog mit seiner dunklen Waldfruchtigkeit treten. Eine grandiose Entwicklung, wenn man sich die Langeweile seiner molligen, konfitüreähnlichen Vertreter vor Augen hält, die hier noch vor einigen Jahrzehnten die Regel waren.

Wer nun die ursprünglichsten Blaufränkischen hervorbringt, ob das Mittelburgenland oder das angrenzende Gebiet Eisenberg, das sei mal dahingestellt: hier ganz im Süden des Burgenlandes verdrängt das illyrische Klima der Adria langsam das pannonische, die Weine geraten insgesamt frischer, man erkennt geschmacklich schon die Nähe zur Steiermark. Wie der See die leichte Salzigkeit und das Leithagebirge die Schiefersäure zu ihrer Visitenkarte machen, so ist es hier oft eine angenehme geschmackliche Spitze des Eisens, das Namensgeber der Region ist. Die Gegend ist deutlich ruhiger als das touristische Umland des Neusiedlersees, auch die Weingüter sind kleiner, viele noch echte Familienbetriebe. Der eine oder andere dürfte auch einen Uhudler im Angebot haben. Einen was…? Nun, nach dem etwas übermäßigen Genuss von vergorenem Rebensaft schon einmal aufgewacht und im Badezimmerspiegel die tiefen Augenringe betrachtet, die die Zecherei hinterlassen hat? Wie eine Eule, ein Uhu eben, schaut man aus, und das ist auch eine der Herleitungen, wenn man Einheimische nach der Herkunft des Namens fragt. In der Gegend um Heiligenbrunn, dem allersüdlichsten Zipfel des Burgenlandes, keltert man diesen geradezu archaischen Rosé, und man darf es auch nur hier! Klingt ein bisschen verboten? Das war der Uhudler tatsächlich eine lange Zeit, und auch jetzt ist sein Status nur vorläufig geklärt. Delaware und Concord, zwei der neun für ihn zugelassenen Trauben, geben mit ihren Namen schon Aufschluss darüber, woher selbige stammen. Die wilden Hybridreben waren während der Reblausplage, als die verzweifelten Österreicher schon daran dachten, alle möglichen anderen Beeren zu mosten, um nur irgendwas zu trinken zu haben, aus den USA eingeführt worden. Als Direktträger, also unveredelten, auf den eigenen Wurzeln wachsenden Reben, haben sie sich ein sehr eigenwilliges Geschmacksbild erhalten, am ehesten noch vergleichbar mit säuerlichen wilden Erdbeeren.

Warum aber steht nun auf Weinen wie dem Uhudler und manch anderen Flaschen schlicht „Burgenland“ und auf anderen der Name eines spezifischen Weinbaugebiets wie „Eisenberg“? Dies hängt mit der DAC-Klassifizierung zusammen: ist die Rebsorte als besonders gebietstypisch eingestuft worden, darf sie den DAC-Titel tragen, jede andere Rebsorte trägt lediglich den Namen des Bundeslandes. Im Einzelnen sind DAC-konform für den Neusiedlersee der Zweigelt, für Leithaberg Blaufränkisch, Weißburgunder, Chardonnay, Grüner Veltliner und Neuburger, für das Mittelburgenland und Eisenberg jeweils Blaufränkisch, für Rosalia Blaufränkisch und Zweigelt sowie diverse Qualitätsrebsorten für Rosé und in Rust eine oder mehrere weiße Qualitätsreben für den Ruster Ausbruch.

Ja, auch diese Region ist Österreich. Zwar landschaftlich nicht so wild-romantisch wie die schneebedeckten Alpengipfel, aber dort kann man ja auch keinen Wein anbauen. Die wahre Vielfalt findet sich nicht so sehr im sichtbaren Bereich, nicht in pittoreskem Terrassen-Weinbau und schartigen Schieferfelsen, sondern verborgen in den Böden und flüchtig den Winden. Wirklich fassbar ist nur das Endprodukt. Ob nun als urwüchsiger Roter, mineralischer Weißer oder raffinierter Süßwein – was hier auf gerade einmal 150 Kilometern Nord-Süd-Ausdehnung wächst, gehört zum Präzisesten, was der deutschsprachige Raum zu bieten hat. Text: Dario Sellmeier

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Spanien

Matsu La Jefa blanco 2022

Die Bodega Matsu hat mit La Jefa ihren ersten Weißwein auf den Markt gebracht. Gewonnen wird dieser von alten Malvasia Rebstöcken, welche in der traditionellen Buscherziehung zwischen den Rotwein Reben des Weingutes schon vor Jahrzehnten gepflanzt wurden. Ergänzt wird La Jefa von vielen weiteren autochthonen Rebsorten. Diese Melange reift dann nach einer schonenden Pressung des Lesegutes über 14 Monate in Fässern aus französischer Eiche, die ein Fassungsvermögen von 600 Liter haben.

 

Im Glas ein strohgelbes Farbspiel. Vanille, reifes Kernobst, ein Hauch Rosine, Anis und die reife Traubenfrucht der Malvasia Trauben prägen das spannende Geruchsbild. Cremig, kraftvoll und stimmig folgt dann das Geschmacksgefühl. La Jefa, auf deutsch „die Chefin“, ist ein singulärer und expressiver Weißwein. Einfach anders und besonders. So wie eine Chefin eben auch ist …

 

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Deutschland

Eimermann Viognier

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Eimermann Viognier ist charakterstark und bunt, zugleich sehr balanciert und in sich ruhend. Zitronenmelisse, Physalis, Jasmintee und weiße Obstblüten – die Aromenvielfalt ist beeindruckend.


Rheinhessen / Roter Hang

Das Weingut Eimermann (Familie Werner und Thore Eimermann) liegt in Nierstein-Schwabsburg am berühmten Roten Hang in Rheinhessen, direkt am Rhein. Das nahezu südländische Klima Rheinhessens und die löss- und kalkhaltigen Böden bieten dem wärmeliebenden Viognier ideale Bedingungen. Alle Weine des Guts sind vegan.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Viognier – einer aromatischen, ursprünglich aus dem Rhônetal stammenden Rebsorte. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke, florale Aromatik und hält sie zugleich in balancierter, ruhiger Form. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase eine beeindruckende Vielfalt aus Zitronenmelisse, Physalis, Jasmintee und weißen Obstblüten. Am Gaumen charakterstark und aromatisch, zugleich balanciert und in sich ruhend, mit feiner Struktur und harmonischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als aromatischer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Geflügel, asiatischer Küche, würzigen Currys, hellem Fleisch und Ziegenkäse.


Lage: Rheinhessen, Nierstein-Schwabsburg / Roter Hang (Deutschland); Weingut Eimermann
Klassifikation: 100 % Viognier, trocken (vegan)
Ausbau: aromabetont und balanciert

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Spanien

Envinate Lousas Seoane Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · Ribeira Sacra · Mencía

Mencía (~95 %) Ribeira Sacra · Amandi Parcela Seoane Envínate reiner Schiefer · ~400 m alte Reben (80 J.) 2024

Der Envínate Lousas Parcela Seoane 2024 ist ein Einzellagen-Mencía von reinem Schiefer in der Ribeira Sacra – sehr frisch und atlantisch, mit klarer, seidiger Struktur. Unglaublich aromatisch und würzig, mit tiefer Mineralität und reiner Kirschfrucht. Ein klassischer Ribeira Sacra.


Seoane – Schiefer-Cru aus Amandi

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Das Galicien-Projekt in der Ribeira Sacra führt der gebürtige Galicier Alfonso Torrente: minimal-invasiv, ohne Chemie, Ganztraubengärung mit Wildhefen, Ausbau in gebrauchtem Holz. „Lousas" ist das galicische Wort für die Schieferplatten, die der Region ihre Mineralität und florale Würze geben.

Die Parzelle Seoane liegt im Amandi-Bezirk (Doade), dem Herzstück der Ribeira Sacra. Sie ist nach Südwesten ausgerichtet; die rund 80 Jahre alten Rebstöcke gedeihen in etwa 400 Metern Höhe auf reinem Schieferboden – ein Terroir, das dem Mencía Frische, Mineralität und seidige Struktur verleiht. Die Einzellagenweine bilden die Spitze der Envínate-Hierarchie und entstehen in winziger Menge.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Das atlantisch geprägte Klima der Ribeira Sacra und die wärmespeichernden Schieferböden bringen auch 2024 einen frischen, mineralisch geprägten Mencía mit klarer Frucht, lebendiger Säure und feiner Würze. In der alten Seoane-Parzelle ergibt das einen besonders präzisen, seidigen Wein.

Ausbau

Überwiegend Mencía (mit kleinen Anteilen lokaler Sorten wie Merenzao und Garnacha Tintorera), aus dem Jahrgang 2024, Ribeira Sacra, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses: Handlese, Ganztraubengärung mit Wildhefen in offenen Bottichen, anschließend rund 11 Monate Ausbau in gebrauchten französischen Fässern (300–500 l), ohne Abstich. Minimaler Schwefel.

Im Glas

Der Mencía dieser Parcela mundet sehr frisch und atlantisch, ist aber mit einer klaren und seidigen Struktur ausgestattet. Unglaublich aromatisch und würzig, mit einer tiefen Mineralität und einer reinen Kirschfrucht im Geschmack. Ein klassischer Ribeira Sacra.

Sehr frisch und atlantisch, klar und seidig – aromatisch, würzig, mit tiefer Mineralität und reiner Kirschfrucht.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Schwein und Lamm, zu Wild und Ente, zu würzigen Gerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Ribeira Sacra, Amandi (Doade), Parcela Seoane (Galicien, Spanien); Südwest-Ausrichtung, reiner Schieferboden, ~400 m; Reben ca. 80 Jahre
Klassifikation: Ribeira Sacra, ~95 % Mencía mit lokalen Sorten (trocken); winzige Menge (Einzellage)
Ausbau: Handlese, Ganztraubengärung mit Wildhefen in offenen Bottichen, ~11 Monate in gebrauchten franz. Fässern (300–500 l), ohne Abstich; organischer/biodynamischer Anbau

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Rebsorten

Tramin Chardonnay Alto Adige

Der Chardonnay ist ein äußerst beliebter, viel getrunkener Weißwein mit grünlich- gelber Farbe, zart- fruchtigem Geruch und trockenem Geschmack. Im Chardonnay findet man Noten von Ananas, Bananen, Äpfeln, Birnen, Zitrusfrüchten, Karamell, Vanille und Butter. Text: Kellerei Tramin.

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Frankreich

Domaine Fourrier Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Jean-Marie Fourrier ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Jean-Marie Fourrier zählt zu den gesuchten Adressen der Côte de Nuits und ist für ihren puren, terroirtreuen Stil aus alten Reben bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im puristischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Frucht, Frische und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2019

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek, den Drew Noon zu seinen besten überhaupt zählt. Die Jahrgangsbedingungen passten perfekt zum spät reifenden Cabernet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht. Der 2019er ist eine Assemblage aus 66 % Fruit Trees und 34 % Main Road.

Jahrgang 2019 – Langhorne Creek

Nach einem warmen Start zur Lese kühlte es 2019 ab Anfang März ab, sodass der Cabernet langsam und zur Perfektion ausreifen konnte – das Lesegut war bei der Ernte in tadelloser Gesundheit. Ein Jahrgang, der den spät reifenden Cabernet ideal traf.

Drew Noon selbst sagt zum 2019er: „Der 2019 Reserve Cabernet ist mein Favorit für den Wein des Jahrgangs und möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt. Die Jahrgangsbedingungen kamen dem spät reifenden Cabernet wunderbar entgegen, und das Lesegut war bei der Ernte in perfekter Gesundheit." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Ein vollmundiger, reiner Cabernet im reiferen Noon-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt: dazu feine Zedernoten und erdig-mineralische Anklänge. Am Gaumen Tiefe und Fülle, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance, getragen von einem festen, reifen Tannin, das dem langen Abgang Halt und großes Reifepotenzial verleiht.

Mein Favorit für den Wein des Jahrgangs – möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees (66 %) und Main Road (34 %), tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Whisky

J & A Mitchell & Co Hazelburn 15 Jahre 54,20 % Oloroso Cask Matured

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Hazelburn 15 Jahre Oloroso Cask Matured ist ein ungetorfter, dreifach destillierter Single Malt der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern gereift – weich, vollmundig und reich an dunkler Frucht.


Herkunft

Springbank in Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (gegründet 1828, J & A Mitchell & Co) und mälzt ihre Gerste selbst. Hazelburn ist die ungetorfte und dreifach destillierte der drei Marken des Hauses – der mildeste, weichste Stil.

Destillation und Reifung

Aus ungetorftem Malz und dreifach destilliert, was dem Hazelburn seinen besonders weichen, reinen Charakter verleiht. Diese Abfüllung reifte 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern, die für Tiefe, dunkle Frucht und würzige Fülle sorgen. Ohne Farbstoff abgefüllt.

Im Glas

Tiefes Bernstein. In der Nase getrocknete Früchte, Rosine, Walnuss und Schokolade mit würzigen Sherrynoten. Am Gaumen vollmundig und cremig, mit Dörrobst, dunklem Karamell, Nuss und Backgewürz – ohne Rauch. Langer, warm-würziger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein reifer, sherrygeprägter Single Malt für Liebhaber weicher, ungetorfter Whiskys – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Hazelburn (ungetorft, dreifach destilliert)
Reifung: 15 Jahre, vollständig im Oloroso-Sherryfass

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Frankreich

Le Moine Grands Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Grands-Échézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Grands-Échézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Grands-Échézeaux Grand Cru 2022 stammt aus einer der ranghöchsten Lagen der Côte de Nuits, direkt oberhalb des Clos de Vougeot – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir von großer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Grands-Échézeaux – Grand Cru über dem Clos de Vougeot

Grands-Échézeaux liegt in der Gemeinde Flagey-Échézeaux, unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot und nördlich von Vosne-Romanée. Mit nur rund 9 Hektar ist er deutlich kleiner, einheitlicher und ranghöher als der benachbarte, weitläufige Échézeaux – auf gut dränierten Kalk-Ton-Böden am Mittelhang. Das ergibt Pinot Noirs am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote und dunkle Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, festes Tannin und große Lagerfähigkeit, dabei mehr Tiefe und Struktur als der einfache Échézeaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 brachte an der Côte de Nuits eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Ernte mit tiefer, klar definierter Frucht, samtigem Tannin und guter Balance. In einem strukturreichen Grand Cru wie Grands-Échézeaux ergibt das einen kraftvollen, dichten und zugleich eleganten Pinot Noir mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Grands-Échézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem gut dränierten Kalk-Ton-Hang oberhalb des Clos de Vougeot lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2022 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, samtigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Grands-Échézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~9 ha unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot; gut dränierte Kalk-Ton-Böden am Mittelhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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