Das Weinbaugebiet Burgenland

Eine einzigartige Wein Vielfalt vor den Toren Wiens

Was, diese flache, überaus windige Region ist noch Österreich? Allerdings, wenn auch noch nicht so lange. Bis nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Burgenland, oder, wie es damals noch hieß, Deutsch-Westungarn, gar nicht zu Österreich, sondern zum anderen Teil der Doppelmonarchie. Gerade einmal knapp 300 000 Menschen leben hier, was die Gegend nach wie vor sehr landwirtschaftlich geprägt daherkommen lässt – strukturschwach wäre der völlig falsche Begriff, denn gerade im Weinbau ist hier seit Jahrhunderten Struktur vorhanden, und was für eine!

Herz des Burgenlandes ist der Neusiedlersee, auch „Meer der Wiener“ genannt, weil die Hauptstädter aufgrund der geringen Entfernung gern einen Kurzurlaub hier verbringen. Nördlich und östlich dieses riesigen, sehr flachen Steppensees erstreckt sich das gleichnamige, mit Abstand größte der burgenländischen Weinbaugebiete, derer es sechs gibt, ein Drittel der österreichischen Gesamtanzahl, aber mit 12 000 Hektar nur ein Viertel der Gesamtfläche. 2000 Sonnenstunden im Jahr und sommerliche Durchschnittstemperaturen von 21 Grad bringen es mit sich, dass sich die Flächen in Seenähe besonders für eines eignen: den Anbau kräftiger Rotweine. Am besten gedeiht hier der Blaue Zweigelt, der österreichische Rotwein schlechthin. Obwohl erst 100 Jahre alt, hat er sich schnell behaupten können, da er kaum Ansprüche an den Boden stellt, was am Neusiedlersee mit seinen recht kargen, nur hin und wieder von einer dünnen Lehmauflage bedeckten Schotterböden ein großer Vorteil ist. Was ihm die Böden vorenthalten, gibt ihm das Klima: der heiße Nordwestwind aus der pannonischen Tiefebene, der umgangssprachlichen Puszta, lässt ihn seine kirschige Fruchtigkeit entfalten, die sich um ein filigranes Säuregerüst schlängelt. Charakteristisch ist oft ein leicht salziger Unterton im Geschmack, der darauf zurückzuführen ist, dass kleine Pfützen des Seewassers mit seinem natürlichen hohen Salzgehalt im Sommer austrocknen und das verbliebene Salz dann vom Wind bis zwischen die Rebstöcke geweht wird, wo es in den Boden sickert und von den Wurzeln begierig aufgesaugt wird.

Diese Rebstöcke stehen in kleinen Gemeinden wie Apetlon, Illmitz und Frauenkirchen, dicht an dicht reihen sich hier einige der renommiertesten Weingüter des Landes aneinander. Das kleine Örtchen Gols ist mit 1800 Hektar Rebfläche, die einem Fünftel der Einwohner Arbeit verschaffen, die wohl größte Weinbaugemeinde Österreichs. Die urigen Kellergassen, die sich in fast jedem Dorf finden, zeugen noch von der historischen Art der Lagerung, die mittlerweile freilich meist in die hochmodernen und sehr repräsentativen Neubauten der Weingüter verlegt worden ist, wo Jungwinzer kühne Cuvées oder spannende Naturweine entwickeln.

Nach wie vor ist ein großer Teil des Sees im Besitz des Geschlechts der ungarischen Esterhazy, die als Fürsten jahrhundertelang nicht geringe Besitzungen im Burgenland regierten. Das Barockschloss der Familie in der gerade einmal 15 000 Einwohner zählenden Landeshauptstadt Eisenstadt zeugt noch immer von der geographisch vorteilhaften Lage der Region zwischen Wien und Budapest. Diese brachte allerdings nicht nur Vorteile: während der osmanischen Eroberungsfeldzüge wurde der Landstrich geplündert und verwüstet, später der hohe Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung im Zuge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs, der die Doppelmonarchie begründete, einer zwangsweisen Magyarisierung, also Assimilation an die ungarische Kultur, unterworfen.

Auch wenn die Esterhazys seit dem Ende des Kaiserreichs rechtlich nicht mehr als adlig gelten, über ein großes Weingut verfügen sie nach wie vor, schon der lange Zeit in Familiendiensten stehende Komponist Joseph Haydn soll sich des öfteren mit Wein für seine Arbeit entlohnen lassen haben. Im Gebiet Leithaberg liegt es, westlich des Neusiedlersees an den sanften Hängen des Leithagebirges, dessen helle, feste Muschelkalkboden für die kreidige Unterlage sorgen, auf der die immer wieder durchstoßenden Vorkommen an Gneis und Schiefer dann belebende mineralische Akzente hervorrufen. Das kommt in erster Linie Weißweinen zugute, die hier einen Stellenwert genießen wie nirgendwo sonst im Burgenland. Während am Ostufer eher leichte Formate wie Veltliner und Welschriesling kultiviert werden, kommen hier auch Schwergewichte wie Weißburgunder oder der Chardonnay zur Vollendung, alles im Spannungsfeld zwischen kühler Luft aus dem Gebirge und warmer vom See her.

Von letzterer, insbesondere wenn sie im Herbst Feuchtigkeit mit sich trägt und es am Ufer leicht schwül wird, profitieren die etwa 450 Hektar um das malerische Städtchen Rust am Westufer des Sees, wo auch die österreichische Weinakademie ihren Sitz hat, besonders – hier liegt das Süßwein-Mekka der Alpenrepublik. Der Ruster Ausbruch stellt eine eigene Prädikatsstufe dar, sein Restzuckergehalt muss bei mindestens 156 Grad Oechsle liegen, was ihn mit einer deutschen Trockenbeerenauslese vergleichbar macht, allerdings weniger süß im Geschmack. Die Ruster sind stolz auf ihre meist aus Gelbem Muskateller und der ungarischen Furmint-Rebe (aus der man auch den bekannten Tokajer keltert) gepresste Spezialität, hat sie doch den Namen des 2000-Seelen-Örtchens im ganzen Land bekannt gemacht. Im 17. Jahrhundert kaufte man sich mit ihrer Hilfe beim Kaiser den Freistadt-Status, der vom Landesherrn unabhängig machte und Selbstverwaltung erlaubte, später machte man ein Vermögen durch die Belieferung der Festtafeln des Wiener Hofes mit dem edlen Tropfen.

Auch wenn es schwer fällt, sich vom See zu verabschieden, lohnt sich die Fortsetzung der Entdeckungstour weiter Richtung Süden allemal, insbesondere für Freunde gehaltvoller Rotweine. Einen ersten Eindruck davon erhält man in der Rosalia, erst vor wenigen Jahren von einer Großlage zum selbstständigen Weinbaugebiet aufgestiegen und mit etwa 250 Hektar das kleinste in ganz Österreich. Den hübschen Namen verdankt es dem Rosaliengebirge, einem Alpenausläufer, der für kühle Nächte sorgt, was im Wechsel mit den heißen Sommertagen einen erstaunlichen Spannungsbogen in den Weinen erzeugt. Das können einerseits Blaufränkisch und Zweigelt sein, deutlich bekannter ist man hier aber – der Name gibt schon einen unbeabsichtigten Hinweis darauf – für Roséweine mit würziger Verspieltheit, die die fruchtbaren Braunerdeböden ihnen mitgeben. Aber da geht noch ein bisschen mehr in Sachen Druck und Fülle, oder?

Klar! Also auf ins Mittelburgenland! Hier in der sanft von Ödenburger Gebirge und Günser Bergland eingehegten Gegend, ein wenig südlich der Stelle, an der das Burgenland sich bis auf vier Kilometer Breite verengt, ist die Landschaft von sanften Hügeln geprägt. Auf den fetten Lehmböden, die auch in heißen Sommern hervorragend als Wasserspeicher fungieren, wächst zum überwiegenden Teil die Rebsorte, die dem ganzen Gebiet ihren Spitznamen gegeben hat: Blaufränkischland. Zwar keltert man hier auch Merlot und Cabernet Sauvignon, aber deren magere Anteile scheinen die Vorherrschaft der in Deutschland als Lemberger bekannten Traube nur zu unterstreichen. Es ist wohl nicht übertrieben, diese von gerade einmal 100 Winzern bestellten 2000 Hektar als das Herz des österreichischen Rotweins zu bezeichnen, denn kaum sonst irgendwo sind die Blaufränkischen mit dem ins Schwärzlichviolette tendierenden Schimmer und dem unvergleichlich klaren Aroma so sehr Überbringer ihrer Herkunft wie hier im Viereck zwischen Deutschkreutz, Horitschon, Oberpullendorf und Lutzmannsburg. Mit dem leichten „Viertele“, dem Schoppenwein aus Württemberg, haben diese Tropfen nichts mehr gemein – gerade wenn sie als Reserve daherkommen und die warmen Holzaromen des Barrique in einen Dialog mit seiner dunklen Waldfruchtigkeit treten. Eine grandiose Entwicklung, wenn man sich die Langeweile seiner molligen, konfitüreähnlichen Vertreter vor Augen hält, die hier noch vor einigen Jahrzehnten die Regel waren.

Wer nun die ursprünglichsten Blaufränkischen hervorbringt, ob das Mittelburgenland oder das angrenzende Gebiet Eisenberg, das sei mal dahingestellt: hier ganz im Süden des Burgenlandes verdrängt das illyrische Klima der Adria langsam das pannonische, die Weine geraten insgesamt frischer, man erkennt geschmacklich schon die Nähe zur Steiermark. Wie der See die leichte Salzigkeit und das Leithagebirge die Schiefersäure zu ihrer Visitenkarte machen, so ist es hier oft eine angenehme geschmackliche Spitze des Eisens, das Namensgeber der Region ist. Die Gegend ist deutlich ruhiger als das touristische Umland des Neusiedlersees, auch die Weingüter sind kleiner, viele noch echte Familienbetriebe. Der eine oder andere dürfte auch einen Uhudler im Angebot haben. Einen was…? Nun, nach dem etwas übermäßigen Genuss von vergorenem Rebensaft schon einmal aufgewacht und im Badezimmerspiegel die tiefen Augenringe betrachtet, die die Zecherei hinterlassen hat? Wie eine Eule, ein Uhu eben, schaut man aus, und das ist auch eine der Herleitungen, wenn man Einheimische nach der Herkunft des Namens fragt. In der Gegend um Heiligenbrunn, dem allersüdlichsten Zipfel des Burgenlandes, keltert man diesen geradezu archaischen Rosé, und man darf es auch nur hier! Klingt ein bisschen verboten? Das war der Uhudler tatsächlich eine lange Zeit, und auch jetzt ist sein Status nur vorläufig geklärt. Delaware und Concord, zwei der neun für ihn zugelassenen Trauben, geben mit ihren Namen schon Aufschluss darüber, woher selbige stammen. Die wilden Hybridreben waren während der Reblausplage, als die verzweifelten Österreicher schon daran dachten, alle möglichen anderen Beeren zu mosten, um nur irgendwas zu trinken zu haben, aus den USA eingeführt worden. Als Direktträger, also unveredelten, auf den eigenen Wurzeln wachsenden Reben, haben sie sich ein sehr eigenwilliges Geschmacksbild erhalten, am ehesten noch vergleichbar mit säuerlichen wilden Erdbeeren.

Warum aber steht nun auf Weinen wie dem Uhudler und manch anderen Flaschen schlicht „Burgenland“ und auf anderen der Name eines spezifischen Weinbaugebiets wie „Eisenberg“? Dies hängt mit der DAC-Klassifizierung zusammen: ist die Rebsorte als besonders gebietstypisch eingestuft worden, darf sie den DAC-Titel tragen, jede andere Rebsorte trägt lediglich den Namen des Bundeslandes. Im Einzelnen sind DAC-konform für den Neusiedlersee der Zweigelt, für Leithaberg Blaufränkisch, Weißburgunder, Chardonnay, Grüner Veltliner und Neuburger, für das Mittelburgenland und Eisenberg jeweils Blaufränkisch, für Rosalia Blaufränkisch und Zweigelt sowie diverse Qualitätsrebsorten für Rosé und in Rust eine oder mehrere weiße Qualitätsreben für den Ruster Ausbruch.

Ja, auch diese Region ist Österreich. Zwar landschaftlich nicht so wild-romantisch wie die schneebedeckten Alpengipfel, aber dort kann man ja auch keinen Wein anbauen. Die wahre Vielfalt findet sich nicht so sehr im sichtbaren Bereich, nicht in pittoreskem Terrassen-Weinbau und schartigen Schieferfelsen, sondern verborgen in den Böden und flüchtig den Winden. Wirklich fassbar ist nur das Endprodukt. Ob nun als urwüchsiger Roter, mineralischer Weißer oder raffinierter Süßwein – was hier auf gerade einmal 150 Kilometern Nord-Süd-Ausdehnung wächst, gehört zum Präzisesten, was der deutschsprachige Raum zu bieten hat. Text: Dario Sellmeier

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Laurent Truffer Muscat weiss entalkoholisierter Schaumwein

Alkoholfrei · Schaumwein · Muskat

Laurent Truffer Muscat ist ein entalkoholisierter Schaumwein mit aromatischem Bukett nach Muskat, weißen Blüten und reifen Pfirsichen. Fruchtig-süß im Geschmack und herrlich prickelnd.


Herkunft

Grundlage ist die Muskat-Traube – eine der ältesten Rebsorten, die für ihr unverwechselbar blumig-traubiges Aroma bekannt ist. Genau dieser ausdrucksstarke Duft macht sie zur idealen Basis für einen aromatischen, alkoholfreien Schaumwein.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Muskat. Der Wein wird zunächst vinifiziert und anschließend schonend entalkoholisiert, sodass die typische Muskataromatik und die feine Perlage erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein alkoholfreier, prickelnder Genuss mit fruchtsüßem Charakter.

Im Glas

Helles Gelb mit feiner Perlage. In der Nase aromatischer Muskat, weiße Blüten und reifer Pfirsich. Am Gaumen fruchtig-süß und herrlich prickelnd, mit klarer Muskatfrucht und animierendem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher, alkoholfreier Aperitif oder zum Anstoßen.

Ideal: als Aperitif, zu Obst und Desserts oder zum Anstoßen bei jedem Anlass – und für alle, die bewusst auf Alkohol verzichten.


Marke: Laurent Truffer
Art: entalkoholisierter Schaumwein (alkoholfrei) aus Muskat
Herstellung: Vinifikation, anschließend schonende Entalkoholisierung
Mindesthaltbarkeit (MHD): 03/2027

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2022

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2022 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit haben die Riesling GGs 2022 einen moderaten Alkoholgehalt, eine feine Eleganz sowie eine spannende Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2022; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Georges Laval Cumières Premiere Cru Brut Nature BIO

Champagner · Cumières Premier Cru · Cuvée · Brut Nature · Bio

Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature ist die Signatur-Cuvée des Bio-Hauses Georges Laval aus dem Premier-Cru-Terroir Cumières. Die Weinberge werden mit viel Feingefühl und Handarbeit gepflegt, mit kompromisslosem Fokus auf optimale Reife. Ohne Dosage und ohne künstliche Einflussnahme abgefüllt, ist er pur und unverfälscht – ein echter Georges Laval.


Cumières

Cumières liegt in der Vallée de la Marne und ist als Premier Cru klassifiziert. Das Terroir bringt ursprüngliche Aromen und eine charakteristische Tiefe hervor. Georges Laval bewirtschaftet die Reben naturnah und ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay, Pinot Noir und Meunier aus Cumières. Der Ausbau erfolgt über acht Monate natürlich im Eichenfass, was Tiefe und ursprüngliche Aromatik betont. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature, ohne künstliche Einflussnahme.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein harmonisch balancierter Champagner, pur und unverfälscht, mit der charakteristischen Tiefe und Mineralität des Cumières-Terroirs. Der Abgang ist lang und klar.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Cumières, Premier Cru, Vallée de la Marne (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Brut Nature
Ausbau: 8 Monate Eichenfass, ohne Dosage

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Von Winning Ozyetra Riesling 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2021

Der von Winning Ozyetra Riesling 2021 entsteht ausschließlich aus den erlesensten Fässern des Pechstein-Weinbergs. Ein Riesling von faszinierender Komplexität und beeindruckender Konzentration – mit innerer Spannung und eleganter Feinheit.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, trockene Rieslinge im Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Ozyetra ist – als Pendant zum Marmar aus dem Ungeheuer – die Selektion der allerbesten Fässer aus dem Pechstein.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen konzentrierten, zugleich rassigen Riesling. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Spannung und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2021; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein eine subtile, stützende Holznote, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Noten von frischen Limetten, Bergamotte und Apfel prägen den Auftakt, ergänzt um eine rauchig-basaltige Mineralität. Im Geschmack zeigt er sich wild, würzig und äußerst kraftvoll, mit deutlichem Druck und einer subtilen, stützenden Präsenz von feinem Holz aus dem langen Barrique-Ausbau. Das verleiht ihm eine sagenhafte Länge und ein riesiges Potenzial.

Limette, Bergamotte und Apfel über rauchig-basaltiger Mineralität – wild, würzig und kraftvoll, mit deutlichem Druck, feinem Holz und sagenhafter Länge.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; naturnahe Bewirtschaftung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Marquis de Saint-Loup Calvados Selection

Calvados · Normandie · Apfelbrand · Selection

Marquis de Saint-Loup Calvados Selection ist ein normannischer Apfelbrand aus dem Hause Marquis de Saint-Loup, das seit Generationen Cidre und Calvados erzeugt. Für diese Abfüllung werden ausgesuchte Apfelsorten verwendet und der Brand zwei bis drei Jahre in sehr alten Holzfässern gereift. Das verleiht ihm sein typisches Aroma. Im Glas ein weicher Calvados mit feinen Apfel- und Birnenaromen.


Normandie

Calvados ist der klassische Apfelbrand der Normandie und eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Apfelgärten und das maritime, milde Klima prägen die Region. Die Früchte für diesen Calvados werden reif gelesen und sorgfältig ausgewählt.

Herstellung und Reifung

Der Cidre aus ausgesuchten Apfelsorten wird zunächst vergoren und anschließend zweifach destilliert. Danach reift der Calvados zwei bis drei Jahre in sehr alten Eichenfässern, häufig ehemaligen Port- und Sherryfässern, die für ein rundes, harmonisches Aroma sorgen.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase feine Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen weich und rund, mit klarer Fruchtigkeit und dezenter Fasswürze. Der Abgang ist sanft und unkompliziert.

Zum Genuss

Pur als Digestif genießen, ebenso als Basis für Cocktails oder klassisch als „trou normand". Auch zum Verfeinern von Gerichten mit Schwein, Geflügel oder Wild geeignet.

Passt außerdem zu reifem Käse und Apfeldesserts.


Herkunft: Normandie (Frankreich)
Art: Calvados AOC, Selection
Reifung: 2–3 Jahre in alten Eichenfässern

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP 12er Set

Wein · Rotwein-Cuvée · Pays d'Oc IGP · 12er-Set

Jean-Claude Mas Rouge Intense IGP ist eine fruchtige südfranzösische Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc – hier im günstigen 12er-Set. Aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot, mit expressiver Frucht und Aromen mediterraner Kräuter, vollmundig und saftig-frisch am Gaumen.


Languedoc / Pays d'Oc

Die Weine von Jean-Claude Mas (Domaines Paul Mas) stammen aus dem Languedoc in Südfrankreich, klassifiziert als Pays d'Oc IGP. Die Reben wachsen auf Böden aus Ton, Kalkstein und etwas Schiefer; das mediterrane Klima mit viel Sonne und Wärme bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot. Jede Rebsorte wird getrennt vinifiziert; die Assemblage erfolgt im November, anschließend reift der Wein rund vier Monate im Tank vor der Füllung. So entsteht ein fruchtbetonter, zugleich strukturierter und weicher Stil. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit rubinroten Reflexen. In der Nase expressive rote und dunkle Frucht – Pflaume, Brombeere –, untermalt von Kräutern der Provence (Garrigue) und einem Hauch Lakritz. Am Gaumen vollmundig und saftig-frisch, mit reifer Frucht und weichem Gerbstoff; intensiver, langer Abgang.

Am Tisch

Bei rund 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter für jeden Tag, solo oder zum Essen.

Passt zu: Gegrilltem, Lamm, Schmorgerichten, mediterraner Küche und Hartkäse.

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.


Region: Languedoc, Pays d'Oc IGP (Südfrankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Rotwein-Cuvée, trocken
Rebsorten: Grenache, Syrah, Carignan, Merlot
Set: 12 Flaschen à 0,75 Liter (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili

Spirituose · Likör · Lakritz

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili ist das Original, hergestellt nach alter bergischer Rezeptur. Ein Hochgenuss intensiv-lakritziger Natur, der durch die Chili immer schärfer wird.


Herkunft / Bergisches Land

Der Pech Classic wird nach alter bergischer Rezeptur hergestellt und steht damit in der Tradition des Bergischen Landes. Lakritzlikör verbindet die kräftige, würzig-süße Note der Süßholzwurzel mit Alkohol – hier ergänzt um die feurige Komponente der Chili.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Lakritz (Süßholz), das dem Likör seine intensive, dunkle Würze verleiht, abgerundet mit Zucker. Chili setzt einen scharfen Akzent, der sich am Gaumen nach und nach aufbaut – je länger, desto schärfer.

Im Glas

Tiefes Schwarzbraun. In der Nase intensives Lakritz mit würzigen Anklängen. Am Gaumen süß und vollmundig lakritzig, gefolgt von einer aufbauenden Chili-Schärfe im Abgang – ein kräftiges, markantes Geschmackserlebnis.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif oder Shot.

Ideal: eisgekühlt pur, als Shot oder auf Eis; für Lakritz- und Schärfe-Liebhaber.


Marke: Pech
Art: Lakritzlikör mit Chili
Zutaten: Lakritz (Süßholz), Chili, Alkohol, Zucker
Herkunft: Bergisches Land (Deutschland)
Geschmack: intensiv lakritzig, scharf

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Derrière Le Mont Aigu Chouilly Grand Cru

Champagner · Chouilly Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature

Pertois-Lebrun Derrière Le Mont Aigu Grand Cru ist die zweite Einzellagen-Cuvée des Hauses Pertois-Lebrun und zeigt die Vielfalt eines einzigen Crus – Chouilly. Die 0,59 Hektar große Parzelle wurde 1955 von Großvater Paul Pertois bepflanzt. Aus 100 % Chardonnay, ohne Schwefelzusatz und ohne Dosage erzeugt. Im Glas kalkig-cremig und lang.


Chouilly Grand Cru

Chouilly ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Côte des Blancs. Die 0,59 Hektar große Parzelle „Derrière le Mont Aigu" liegt rund 500 Meter von der Lage „Le Fond du Bateau" entfernt und war 2013 die erste Parzelle des Weinguts, die vollständig auf biologische Bewirtschaftung umgestellt wurde. Die reinen Kreideböden prägen die kalkige Mineralität.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Nach der ersten Pressung erfolgt die Gärung bei 17 °C; der Grundwein reift zehn Monate auf der Feinhefe, zu 60 % in Eichenfässern und 40 % in Steingutgefäßen, ohne Schönung und Filtration. Nach mindestens fünf Jahren Hefelager wird er als Brut Nature (0 g/l), ohne Schwefelzusatz degorgiert.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase Honig, gebackener Apfel, gelbfleischige Früchte und feine Gebäckaromen, dazu ein zarter Hauch Rauch. Am Gaumen verbindet sich eine klare, frische Struktur mit einer dichten, kalkig-cremigen Textur, die in ein langes, intensives Finale übergeht.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Derrière le Mont Aigu, Chouilly Grand Cru, Côte des Blancs (Champagne); Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 60 % Eichenfass / 40 % Steingut, 10 Monate Feinhefe, mind. 5 Jahre Hefelager, ohne Schwefel, 0 g/l

Mehr erfahren ...