Das Weinbaugebiet Weinviertel

Die lokalen Identitäten des Weinviertels

Es ist schon ganz sinnig, dass man beim größten Weinbaugebiet Österreichs bereits an der Benennung erkennt, worum es geht – dem größten spezifischen, muss man präzisieren, denn die Österreicher unterscheiden ebensolche von den generischen, die sich lediglich an den Grenzen der Bundesländer orientieren. Das Weinviertel lässt namentechnisch tatsächlich wenig Interpretationsspielraum zu. Jener ist allerdings wesentlich älter als die Weinvermarktung nach Regionen und geht auf die vier traditionellen Viertel zurück, in die Niederösterreich lange Zeit unterteilt war und die für die regionale Identität ihrer Bewohner nach wie vor Bedeutung haben: dies sind das Most-, das Wald-, das Industrie- und eben das Weinviertel, das im Habsburgerreich offiziell als Kreis Unter dem Manhartsberg geführt wurde. Mit 14 000 Hektar nimmt es nahezu ein Drittel der gesamten österreichischen Anbauflächen ein.

Weil hier aufgrund dieser Größe eben auch viel Masse produziert wird, haben sich Anfang der 2000er 15 von insgesamt 2800 Winzern zu den PWW, den Premium Weingütern Weinviertel, zusammengeschlossen, um besonders den Hauptdarsteller auf der Rebsortenbühne, den Grünen Veltliner, auf neue Höhenflüge zu schicken. Es gibt wohl nur wenige Weinbaugebiete im Land, die so sehr mit einer bestimmten Rebe verbunden sind und nach außen mit dieser assoziiert werden. Die Hälfte des gesamten österreichischen Bestandes wächst hier auf 7000 Hektar, und im Jahr 2002 war der Weinviertler Veltliner der allererste Wein, der einen DAC-Status verliehen bekam, womit nach dem Vorbild des französischen AOP- oder des italienischen DOCG-Systems die Herkunftsbezeichnung in besonderem Maße geschützt und ein in jeder Hinsicht „gebietstypischer“ Wein garantiert wird. 2009 folgte die Stufe Reserve, 2020 dann auch die Große Reserve für die reiferen und alkoholischeren Tropfen. Das kleine Bonmot, das Weinviertel sei eben der Ort, „wo das Pfefferl wächst“, ist zwar schon oft bemüht worden, trifft aber nach wie vor den Nagel auf den Kopf, denn die charakteristische Note des typischsten aller österreichischen Weine wird hier zur Perfektion getrieben. Für sie verantwortlich ist eine chemische Verbindung namens Rotundon, derjenige Aromastoff, der Pfeffer selbst seinen typischen Geruch verleiht und beim Veltliner – aber zum Beispiel auch beim Syrah – in den Schalen enthalten ist und ebendiese Assoziation hervorruft. Kenner behaupten, die feinen Nuancen zwischen den milderen Aromen weißen und grünen Pfeffers bei leichteren und schwarzen Pfeffers bei kraftvolleren Veltlinern allein durch das veränderte Kitzeln in der Nase unterscheiden zu können. Wer mit den Winzern direkt darüber fachsimpeln möchte, ist gut beraten, sie beim uralten Brauch des „in die Grean gehen“ am Ostermontag zu begleiten. Früher in Anlehnung an den biblischen Gang der Jünger Jesu nach Emmaus die Art der Weinbauern, den Lesehelfern für ihre Arbeit im vergangenen Jahr zu danken, indem man gemeinsam an einem lauschigen Ort in der Natur einige Flaschen des Jungweins leerte, hat sich daraus mittlerweile ein wahres Happening entwickelt, welches die Wiesen und Flussufer des Weinviertels in eine riesige Picknickfläche verwandelt. Denn heutzutage ist die Teilnahme nicht mehr den Arbeitern im Weinberg vorbehalten; die Winzer freuen sich über jeden Gast, der nach dem Winter ihre Keller wieder mit Leben füllt.

Ebendiese finden sich in insgesamt etwa 800 Kellergassen, über die fast jede Gemeinde verfügt und die von der Ansammlung einer Handvoll schummriger Erdlöcher bis zu gigantischen Ausmaßen reichen: die europaweit längste liegt im 1800-Seelen-Dorf Hadres kurz vor der tschechischen Grenze und erstreckt sich über sage und schreibe 400 Keller auf 1,6 Kilometern. Trotz ihres archaischen Aussehens sind die Keller eine Erfindung der Neuzeit und entstanden fast alle innerhalb einer Zeitspanne von nur 300 Jahren: bis dahin lag die Weinbereitung nahezu ausschließlich in geistlicher Hand, die Verarbeitung der Trauben und die Lagerung des Weines fand in den Klöstern statt. Erst nach den Umbrüchen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gelangten Weinberge auch in den Besitz einfacher Bauern. Zur Straße hin präsentieren sie sich mit weißgekalktem, grüntürigen Presshaus, während weiter hinten eine Treppe hinab in die eigentliche Kellerröhre führt. Oft ging man beim Bau sehr pragmatisch vor: die Poysdorfer Gstetten, ein in seiner architektonischen Geschlossenheit einzigartiges Ensemble aus Press- und Lagerhäusern, entstand in einer zum Schluss dreieckigen Lehmgrube, deren Inhalt, zu Ziegeln gebrannt, man zum Bau von Dorfkirche, Kloster und Spital verwendet hatte. Die Gstetten ist die Herzkammer des Poysdorfer Winzerfestes im September, zu dem alljährlich Zehntausende Menschen, insbesondere auch aus den jeweils nur wenige Kilometer entfernten Nachbarstaaten Slowakei und Tschechien, in das kleine Örtchen strömen. Legendär ist das Amt des Präsidenten: 1984 etabliert, übernimmt jedes Jahr ein anderer österreichischer Prominenter. Peter Weck hatte es ebenso inne wie Richard Lugner, aktuell setzt man mit Skispringer Thomas Morgenstern und Sänger Otto Jaus auf ein junges Duo, das sich wie die Vorgänger auch seine Sporen erst dadurch verdient, dass es in wirklich jedem der über 30 Keller der Gstetten mit den Gästen ordentlich zecht.

Insbesondere wenn Kellergassen in Hohlwegen entstanden sind, erkennt man in den senfgelben bis ockerfarbenen Wänden zwischen den Gebäuden den vorherrschenden Bodentyp des Weinviertels, den Löss. Ein Besuch in Röschitz zeigt, dass der Löss nicht nur Weinen zu markantem Ausdruck verhelfen, sondern auch für bildende Kunst eine geeignete Fläche bieten kann: der Weber-Keller ist mit seinen innerhalb vieler Jahrzehnte in die Wände und Decken geschnitzten detailreichen Darstellungen aus Mythologie, Religion und Weltgeschichte wahrscheinlich eine der kuriosesten Sehenswürdigkeiten des Weinviertels.

Von der Weltgeschichte kann das Weinviertel tatsächlich einiges berichten: als sich der Eiserne Vorhang über Europa senkte, wurde es auf einen Schlag von seinen historisch etablierten wichtigen Absatzmärkten in Böhmen und Mähren abgeschnitten und geriet auf diese Weise ins geografische Abseits direkt an der Grenze zwischen Ost und West. Der berühmte Brünnersträssler, der Wein, der rechts und links der alten Handelsroute von Wien nach Brünn wuchs, hatte plötzlich nur noch symbolische Bedeutung. Als verzweifelte Reaktion darauf versuchten die Winzer, die sinkenden Einnahmen durch höhere Produktion abzufedern, was allerdings zu einem rapiden Qualitätsverlust führte: ein nicht geringer Teil der Erträge war so minderwertig, dass er lediglich versektet wurde. In Kombination mit der touristisch kaum erschlossenen Region, deren ausgestorbene Dörfer nicht gerade einladend auf Weinfreunde wirkten, und der fehlenden Vernetzung der Weinbauern untereinander ergab das ein regelrechtes Bückware-Image für die Tropfen aus dem Weinviertel. Doch ebenso wie es im Zuge der Blockbildung auf dem Kontinent bergab gegangen war, ging es nach 1990 auch wieder stetig aufwärts, insbesondere durch eine Reduzierung der Rebflächen um mehr als 5000 Hektar.

Und vielleicht auch durch kluge Tourismus-Offensiven. Das wohl schönstmögliche Rendezvous mit der Region und ihren Erzeugnissen kann man in den Sommermonaten genießen, wenn alljährlich „Tafeln im Weinviertel“ ansteht. In Schlosshöfen, Kellergassen, Kurparks und Weingärten, immer unter freiem Himmel, werden dann an langen, weißgedeckten Tafeln neben einem Fünf-Gänge-Menü auch ausgezeichnete Veltliner serviert, die bei der Gelegenheit unter Beweis stellen dürfen, dass sie sich für derart viele Gerichte als perfekter Speisenbegleiter anbieten wie kaum eine andere Rebsorte. Idealerweise kann das Weinviertel, die heimliche Speisekammer der angrenzenden Hauptstadt Wien, mit einer Vielzahl von Zutaten dafür auch noch selbst aufwarten: insbesondere der Marchfeldspargel genießt überregionale Bekanntheit, hinzu kommen Retzer Kürbis – dem übrigens mit dem Kürbisfest eine der größten Veranstaltungen des Weinviertels gewidmet ist -, Schweinezucht, Getreideanbau und die ausgedehntesten Marillenpflanzungen des Landes.

Früher unterschied man den Bereich Falkenstein im Osten und den Bereich Retz im Westen. Die Gegend um die namensgebende Stadt ist, da im Regenschatten des Manhartsberges gelegen, einer der heißesten und trockensten im ganzen Land mit regelmäßig unter 500 Millimetern Niederschlag und gleichzeitig den meisten Sonnenstunden. Eine klimatische Insellage im ohnehin schon pannonisch warmen Waldviertel. Hier wird mit Passion Rotwein angebaut, in erster Linie der österreichische Allrounder Zweigelt, aber ebenso Blauer Portugieser, auch wenn diese alte, hauptsächlich in Deutschland, Österreich und Ungarn noch gepflegte Rebe aufgrund seines geringen Potentials für Spitzenweine immer mehr an Boden verliert. Dafür graben die ersten Syrah-, Cabernet Sauvignon- und Merlot-Stöcke ihre Wurzeln in den warmen Untergrund. So warm es oberirdisch ist, so kühl wird es unter der Erde: 16 Kilometer misst das System aus Kellern und unteririschen Gängen unterhalb von Retz insgesamt und zeugt von der enormen Bedeutung, die der kleinen Gemeinde damals als Metropole des europaweiten Weinhandels zukam – bis an den russischen Zarenhof gelangten die Fässer aus dem Weinviertel. Südlich von Retz in der Gegend um Röschitz ist die Lössauflage dünn bis kaum vorhanden und lässt so das im Weinviertel normalerweise verborgene Urgestein durchschimmern – viel wohler als der Veltliner fühlt sich auf dem Granit der Riesling, der hier ebenso wie am nördlich der Wiener Stadtgrenze gelegenen Bisamberg eine für das Weinviertel fast schon ungewöhnliche Mineralität annehmen kann. Eine weitere Insel stellt das uns schon bekannte Poysdorf weiter im Osten dar, die Sekthauptstadt der Alpenrepublik kultiviert in ihrer Umgebung auf kalkreichen Böden Welschriesling und Weißburgunder.

Trotz seiner Größe ist das Weinviertel also recht kleinteilig: Klimainseln und Ausreißer im Bodenprofil brechen die Veltliner-Dominanz an so mancher Stelle auf und setzen interessante, unerwartete Akzente. Dazu kommen die vielen lokalen Identitäten – eines Landstrichs, dessen größte Gemeinde nicht einmal 17 000 Einwohner zählt -, die sich in unzähligen Burgruinen, Barockschlössern, liebevoll instand gehaltenen Kaiserdenkmälern und Bildstöcken und eben in den allgegenwärtigen Kellergassen niederschlägt. Und dann gibt es da auch noch die große Klammer, die das alles zusammenhält. Die besteht darin, stolz zu sein auf das, was man hat. Natürlich kann man qualitativ nicht mit der edlen Wachau wetteifern, aber das will man auch gar nicht, dafür hat man die Vielfalt auf seiner Seite und das Vermögen, die ganze große Bandbreite dessen zu zeigen, was ein Veltliner geschmacklich zu bieten hat – und damit den Menschen ein Stück Lebensfreude zu schenken. In Anspielung auf die österreichtypische Füllmenge des Glases kann man da nur sagen: Wein? Ein Viertel! Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Marco Felluga Collio Chardonnay

Wein · Weißwein · Collio · Italien

Marco Felluga Collio Chardonnay zeigt sich hellgelb mit grünlichen Reflexen. Aromatisch, intensiv und sehr fruchtig – ein Korb voll weißer und tropischer Früchte. Am Gaumen sortentypisch und samtig, mit knackiger Säure, die dem Chardonnay eine schöne Frische verleiht.


Collio / Friaul

Das Weingut Marco Felluga (gegründet 1956) zählt zu den Pionieren des Collio DOC im Friaul-Julisch Venetien nahe der slowenischen Grenze. Die Reben wachsen auf den typischen Ponca-Böden (Flysch aus Sandstein, Mergel und Kalk); kühle Brisen von Adria und Alpen sorgen für eine langsame, aromatische Reife.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Nach Handlese und sanfter Pressung vergärt der Wein im temperaturkontrollierten Edelstahltank und reift anschließend auf der Feinhefe, was die fruchtbetonte Aromatik bewahrt und ihm samtigen Schmelz verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Hellgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase aromatisch und intensiv, mit weißen und tropischen Früchten. Am Gaumen sortentypisch und samtig, getragen von einer knackigen Säure, die für schöne Frische und einen langen Abgang sorgt.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, cremiger Pasta und mildem Käse.


Lage: Collio DOC, Friaul-Julisch Venetien (Italien); Marco Felluga
Klassifikation: Collio DOC – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

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Weine

Van Volxem Scharzhofberger Riesling Großes Gewächs 2019 MAGNUM

Weißwein · Scharzhofberg (Saar) · Riesling

Riesling Scharzhofberg Wiltingen · Saar Van Volxem blauer Devonschiefer Großes Gewächs · trocken VDP.Große Lage Magnum 1,5 l · 2019

Der Van Volxem Scharzhofberger Riesling Großes Gewächs 2019 in der Magnum (1,5 l) stammt von einer der berühmtesten Rieslinglagen der Welt – dem Scharzhofberg über Wiltingen an der Saar. Ein eleganter, feingliedriger Riesling von präziser Mineralität und kühlem Säurespiel auf blauem Devonschiefer, mit reifer Aprikose, Quitte und Mirabelle.


Scharzhofberg – der König der Saarweine

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Scharzhofberg ist die legendäre Schieferlage an der Saar – ein Mythos mit Weltruf und als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südexponierte Hang über Wiltingen besteht aus stark verwittertem, blauem Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen. Dieser feine Blauschiefer verleiht den Weinen ihre unverwechselbare, feingliedrig-präzise Mineralität und jenes kühle, animierende Säurespiel, das für die magische Lage typisch ist.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang: Ein warmer, aber ausgewogener Sommer und kühle Nächte im Herbst brachten reife, gesunde Trauben mit klarer, präziser Säure. Auf dem kühlen Blauschiefer des Scharzhofbergs ergibt das einen besonders eleganten, klar gezeichneten Riesling, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Scharzhofberg, Jahrgang 2019, gefüllt in der Magnum (1,5 l); 100 % Riesling.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Scharzhofberger spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im großen Holzfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit. Im großen Magnumformat reift er besonders langsam und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Aus dem feinen Blauschiefer und der kühlen Lage am Scharzhofberg lebt dieser Riesling von Eleganz und Präzision: helle, reife Frucht von Aprikose, Quitte und Mirabelle, dazu Zitrus und eine erfrischende Note von Minze, untermalt von einer feingliedrigen, klar gezeichneten Mineralität. Am Gaumen rassig und animierend, mit einem lebendigen, präzisen Säurespiel, das fortwährend zum nächsten Schluck einlädt, und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife Aprikose, Quitte und Mirabelle mit erfrischender Minze über feingliedriger Blauschiefer-Mineralität – elegant, rassig und animierend, sehr lang.

Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Perfekt zu edlen Krustentieren und Fisch, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Scharzhofberg, Wiltingen an der Saar (Mosel); stark verwitterter, blauer Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, steil und südexponiert; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; Magnum 1,5 l
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im großen Holzfass, handwerklich und ohne Schönung

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Italien

Farnese Edizione Vino Rosso Limited Release

Rotwein · Cuvée · Appassimento · Italien

Farnese Edizione Vino Rosso Limited Release ist eine kraftvolle Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Süditalien. Eine Selektion aus fünf autochthonen Rebsorten – Montepulciano, Sangiovese, Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera – aus angetrockneten Trauben, 18 Monate im Barrique gereift. Tiefes Granatrot, vollmundig und füllig.


Süditalien

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens. Die „Edizione"-Cuvée vereint fünf typische Rebsorten aus Apulien und den Abruzzen zu einem kraftvollen Stil – hier als limitierte Abfüllung.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Montepulciano, Sangiovese, Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera. Nach der Ernte werden die Trauben angetrocknet (Appassimento), was Zucker und Aromen konzentriert. Die malolaktische Gärung und die 18-monatige Reife finden im Barrique statt – für Tiefe, Struktur und Röstnoten.

Im Glas

Tiefes Granatrot. In der Nase eine verschwenderische Fülle aus reifen Backpflaumen, Amarenakirschen, schwarzer Johannisbeere und geröstetem Brot. Am Gaumen vollmundig und dicht, mit guter Struktur und schmeichelnden Tanninen. Langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. So gehaltvoll, dass er auch solo überzeugt – fast eine Weinmahlzeit für zwischendurch.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, reifer Käse und dunkle Schokolade.


Lage: Süditalien (Italien)
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (Vino d'Italia, trocken)
Ausbau: angetrocknete Trauben (Appassimento), 18 Monate im Barrique

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Spanien

Bodega K5 Sobre Lias Txakoli 2021

Weißwein · Getariako Txakolina · Baskenland

Der K5 Sobre Lías ist ein baskischer Weißwein der Bodega K5 (Karlos Argiñano) aus der D.O. Getariako Txakolina – reinsortiger Hondarrabi Zuri. Er wird ausschließlich aus dem ersten Ablaufmost gewonnen und reift nach der alkoholischen Gärung über elf Monate auf der Feinhefe. Das gibt ihm Klarheit, Struktur und eine ausgeprägte, salzige Mineralität. Ein puristischer Weißwein mit großem Reifepotenzial.


Getariako Txakolina – Baskenland

Die Bodega K5 liegt bei Aia in Gipuzkoa, rund 300 Meter über dem Meer mit Blick auf das Kantabrische Meer. Gegründet 2005 von Karlos Argiñano und Partnern, arbeitet das Gut konsequent mit der autochthonen Sorte Hondarrabi Zuri. Die Böden aus Granit und Schiefer sowie das kühle atlantische Klima prägen die mineralische, salzige Stilistik – beim Sobre Lías besonders konzentriert.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Hondarrabi Zuri, ausschließlich aus dem ersten Ablaufmost gewonnen. Nach der alkoholischen Gärung reift der Wein über elf Monate auf der Feinhefe, was ihm Struktur und Tiefe verleiht. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen, klar und frisch. Am Gaumen mit knackiger, intensiver Mineralität und deutlichen salzigen Noten. Der Säurebogen ist straff und präzise und macht Lust auf den nächsten Schluck. Der Abgang bleibt kühl, lang und vielschichtig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Austern und Sushi. Auch zu hellem Fleisch und gereiftem Käse. Mit Reifepotenzial: gut gelagert entwickelt er sich über zehn bis fünfzehn Jahre weiter. Serviertemperatur 9–11 °C.


Lage Aia, Gipuzkoa (Baskenland, Spanien), Granit- und Schieferböden, ca. 300 m, Küstennähe
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Ausbau Reinsortiger Hondarrabi Zuri, nur erster Ablaufmost, über 11 Monate auf der Feinhefe

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Spirituosen

Lorenzo Inga Grappa Bianca di Gavi Antica Porta Selection Barrique

Grappa · Cortese · Piemont · Italien

Lorenzo Inga Grappa Barrique di Gavi (Antica Porta Selection) ist ein im Barrique gereifter Grappa aus dem Piemont. Gebrannt aus dem Trester der weißen Cortese-Traube von Gavi und in Eichenfässern ausgebaut – goldgelb, weich und samtig mit langem Abgang.


Herkunft

Die Brennerei Inga wurde 1832 gegründet und wird heute in fünfter Generation von Lorenzo Inga geführt – eine der traditionsreichsten Grappa-Familien des Piemont, ansässig nahe den Weinbergen von Gavi. Dort wächst die Cortese-Traube auf kalkhaltigen Böden, die ihr eine feine Mineralität verleihen.

Destillation und Reifung

Gebrannt wird der Trester der weißen Cortese di Gavi, schonend destilliert in Kupferkesseln. Anschließend reift der Grappa im Barrique aus französischer Eiche, was ihm Farbe, Tiefe und einen samtigen Charakter verleiht. Abgefüllt mit 40 % vol.

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In der Nase Vanille, Holznoten und getrocknete Früchte, dazu ein Hauch Akazienhonig. Am Gaumen weich und samtig, vollmundig mit feiner Würze. Langer, harmonischer Abgang.

Pur genießen

Als Digestif nach dem Essen – bei Zimmertemperatur in einem schmalen Glas, das die Aromen bündelt. Ein gereifter Grappa für besondere Momente.

Klassisch solo: als Digestif, zum Espresso oder zu dunkler Schokolade.


Herkunft: Piemont, Italien (Gavi)
Art: Grappa Barrique (Cortese di Gavi)
Reifung: Barrique aus französischer Eiche
Alkohol: 40 % vol.

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Schaumweine

Metzger Blanc de Blancs brut

Sekt · Blanc de Blancs · brut · Pfalz

Metzger Blanc de Blancs brut ist ein trockener, feinperliger Sekt von der Weißburgunder-Rebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er wirkt vielschichtig und gut strukturiert. Feine Hefenoten betten die dezenten Fruchtnuancen zart ein und sorgen für einen langen Abgang.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Hier liefert die Weißburgunder-Rebe die Basis für einen trockenen, fein strukturierten Blanc de Blancs.

Herstellung

Reinsortiger Weißburgunder (Blanc de Blancs), brut ausgebaut. Die Reife auf der Hefe verleiht dem Sekt feine Hefenoten und seine feinperlige Struktur.

Im Glas

Helles Gelb mit feiner Perlage. In der Nase feine Hefenoten mit dezenten Fruchtnuancen. Am Gaumen trocken, vielschichtig und gut strukturiert, mit langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, als Apéritif oder zum Essen.

Klassische Begleitung: Austern, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feines Gebäck.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Sekt – Blanc de Blancs, brut
Ausbau: reinsortig Weißburgunder, Hefelager

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Weine

Château Fouquet Saumur rouge 2018 BIO

Rotwein · Cabernet Franc · Bio · Loire

Domaine Filliatreau Château Fouquet Saumur rouge BIO ist ein eleganter Rotwein aus biologischem Anbau aus der Appellation Saumur an der Loire. Die Reben gedeihen in Brézé auf schönen Terroir-Lagen. Das Ergebnis ist ein frischer, seidiger Cabernet Franc mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Gegrillte grüne Paprika, Cassis, Veilchen und süßliche Himbeere prägen das Bild.


Saumur – Brézé

Die Reben für diesen Saumur stehen in Brézé, einer für ihr Terroir geschätzten Lage an der Loire. Die kalkhaltigen Böden (Tuffeau) verleihen dem Cabernet Franc Frische, Eleganz und Finesse. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Cabernet Franc. Der Ausbau bewahrt die seidige Textur, die feinen Gerbstoffe und die fruchtbetonte Aromatik. Mit Luftkontakt glätten sich die reifen Tannine.

Im Glas

Helles Rubinrot. In der Nase gegrillte grüne Paprika, etwas Cassis, Veilchenpastillen und süßliche Himbeeren. Am Gaumen frisch, elegant und seidig, mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Die reifen Tannine stützen einen eleganten Nachhall.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren; mit etwas Luft gewinnt der Wein an Geschmeidigkeit.

Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, Schmorgerichte, Pilze und mittelkräftiger Käse.


Lage: Saumur – Brézé, Loire (Frankreich)
Klassifikation: AOC Saumur rouge
Ausbau: reinsortig Cabernet Franc

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben und mit 17 % vol., eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei 17 % vol. Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken), 17 % vol.
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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