Das Weinbaugebiet Steiermark

Sauvignon Blanc, Kürbiskernöl und Schichler

Wenn die Klapotetz ihr hölzernes Schnarren durch die Weinberge schickt, dann sind sie bald reif, die steirischen Trauben. Ab dem Jakobstag Ende Juli werden sie durch die kleinen achtflügligen Windräder, benannt sinnigerweise nach eben dem, was sie tun, nämlich klappern, vor gefräßigen Vögeln geschützt, nach der Lese baut man sie wieder ab. Höchstwahrscheinlich sind für die seit Jahrhunderten erprobte abschreckende Wirkung jene für den Menschen nicht wahrnehmbaren Ultraschalltöne verantwortlich, die erst durch die Verwendung ganz bestimmter Holzarten entstehen, und nicht das Geklapper. Aber der in seiner klanglichen Monotonie beruhigende Nebeneffekt ist für die Steirer ein Stück Heimat: die Klapotetz gehört zur Steiermark wie Kürbiskernöl oder Schilcher, jener säurebetonte Roséwein, der ausschließlich aus in der Steiermark gewachsenen Trauben des Blauen Wildbachers gekeltert werden darf.

Sein Wein, der Schilcher, ist die Spezialität der Weststeiermark, einem der drei steirischen Weinbaugebiete. Schon die Kelten sollen ihn lange Zeit vor Christi Geburt auf die wärmespeichernden Schiefer- und Gneisböden gepflanzt haben, ohne die es eine Rotweinrebe in solchen Höhenlagen schwer hätte. Und bis vor einigen Jahrzehnten galt er auch als sehr urtümlicher, bäuerlich-derber Wein mit einem für feinere Gaumen fast unerträglich hohen Säuregrad, ein Getränk der einfachen Landbevölkerung. Das hat sich geändert: die gestiegene Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Roséweinen hat den Schilcher auch über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt gemacht, er wird aber durchaus auch als Rot- und sogar Weißwein ausgebaut. Besonderer Beliebtheit als Herbstgetränk erfreut sich der Schilchersturm; der noch in Gärung befindliche und daher weniger alkoholische Most mit seiner knalligen Purpurfarbe wird von den Steirern gern zusammen mit ein paar Maronen genossen. Zur Reife gelangte er früher oft in Kellerstöckln, jenen Blockholzhäusern, die am Straßenrand in den steilen Berghang hineingebaut wurden. Meist sind sie zweistöckig: während unten im vorderen Bereich die Trauben verarbeitet und im hinteren, wo es dank des umgebenden Felsmassivs schön kühl war, die Fässer gelagert wurden, befand sich im Obergeschoss der Schlafraum der Arbeiter. Im langen schlanken Band, als das sich die Weststeiermark von Ligist im Norden 50 Kilometer in den Süden hinab über Deutschlandberg bis nach Eibiswald zieht, werden sie heutzutage gern an Weintouristen vermietet, die auf diese Weise direkt am Ursprungsort ihres Genusses nächtigen können.

Von den drei großen Weinbauregionen Niederösterreich, Burgenland und Steiermark ist letztere die am südlichsten und am höchsten gelegene – bis auf über 600 Meter hinauf ziehen sich die Weinberge. Sie ist aber auch die kleinste – 4800 Hektar werden hier bewirtschaftet, lediglich ein Zehntel der österreichischen Gesamtfläche. Beachtung findet man da nur, wenn man sich entweder eine Nische erobert oder besonders hohe Qualität abliefert. Hier im Südosten der Alpenrepublik ist beides gegeben: während Niederösterreich für seine Veltliner und Rieslinge berühmt ist und man das Burgenland mit kräftigen Rotweinen in Verbindung bringt, hat die Steiermark sich vor allem auf Rebsorten der Burgunder-Familie spezialisiert, das ist ihre Königsdisziplin. Vor allem der Sauvignon Blanc bringt hier an der Südseite der Alpen hervorragende Ergebnisse, ganz besonders in der Südsteiermark. Ergebnisse, für die allerdings zuvor viel Schweiß vergossen werden muss, denn die meisten Rebstöcke stehen an Steilhängen, die den Einsatz von Maschinen oft unmöglich machen – ohnehin ist für alle steirischen DAC-Weine Handarbeit zwingend vorgeschrieben. Steirische Sauvignons der höchsten Kategorie können es ohne Weiteres mit jenen aus der Heimat der Traube, dem französischen Loire-Tal, aufnehmen, sie stehen deren unverwechselbarem Aroma schwarzer Johannisbeeren – oder, wie man hier sagt, Ribisel – in nichts nach. Die Tradition reicht lang zurück und begann nicht etwa wie in Neuseeland erst in den 90ern, auch wenn die Anbaufläche sich innerhalb von 20 Jahren vervierfacht hat, womit der Sauvignon zur unbestrittenen Leitsorte der Südsteiermark aufrückte. Die schier unglaubliche Bodenvielfalt trägt ihren Teil dazu bei, den beständigen Wechsel zwischen Sand und Muschelkalk, Schiefer und Tonmergel bezeichnet der Steirer als „Opok“, möglicherweise deswegen, weil die verschiedenen Schichten so „zomg’bockn“ sind, dass man sie oft nur schwer voneinander unterscheiden kann.

Eine andere Facette der Burgunder-Vielfalt bildet der Chardonnay ab, der hier traditionell Morillon genannt wird – auch dies ein Verdienst Erzherzog Johanns, der die Rebsorte aus Frankreich einführte. Da man damals nicht mit Bestimmtheit wusste, um welche Rebe es sich eigentlich genau handelte, benannte man sie schlicht nach ihrer Herkunft, dem kleinen Städtchen Morillon im Osten Frankreichs. Wie die meisten steirischen Weine weist er einen recht niedrigen Alkoholgehalt auf, ist eher frisch und leicht, fast schwebend, und auch nicht unter wuchtigen Fassaromen begraben wie sonst international üblich.

Auch hier südlich des malerischen Sausals pflegt man noch eine traditionsreiche Rotweintraube, die allerdings bei Weitem nicht die Bekanntheit des Blauen Wildbaches genießt und daher nahezu vom Aussterben bedroht ist. Der Laska dankt der Handvoll Winzern, die ihn als autochthone Rebsorte in Ehren halten, ihre Treue mit einem alkoholarmen, leichten und fruchtbetonten Schoppenwein. So anspruchslos er ist, so wenig lässt er sich aber leider auch auf höhere Qualität trimmen – verständlich, dass sich da mancher auf Weltklasse schielende Winzer unterfordert fühlt. Auch jenseits der Grenze in Slowenien kultiviert man ihn noch, wie überhaupt landschaftlich und in Sachen Weinbau viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern bestehen. Das ist nicht verwunderlich, denn bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte die Untersteiermark zum riesigen Herzogtum Steiermark, wurde dann jedoch von nationalistischen Slowenen besetzt und kurz darauf auch völkerrechtlich dem Vorgängerstaat des späteren Jugoslawien zugeschlagen. Dass die Weine aus der Gegend um Marburg an der Drau, dem heutigen Maribor, durch jahrzehntelangen Sozialismus bis heute qualitativ nicht ansatzweise an die österreichischen heranreichen – die meisten sind lieblich oder höchstens halbtrocken -, wirkt fast wie eine späte historische Genugtuung, ist aber für die Weinwelt eine traurige Angelegenheit.

Sehr erfreulich hingegen und ein absolutes Muss ist ein steirischer Muskateller – die besten finden sich wahrscheinlich zwischen Leutschach und Gamlitz -, der gerade dann zu faszinieren weiß, wenn man ihm einen Vertreter etwa aus Niederösterreich gegenüberstellt. Während diese zwar sortentypisch schon recht bukettreich ausfallen, aber alles in allem wie viele österreichische Weine eher vornehm-zurückhaltend daherkommen, wirkt der Muskateller von den steirischen Kalkböden beinahe wie ein Konzentrat und droht einen mit geballter Aromenfülle geradezu zu überwältigen. Die Assoziation zum Parfum liegt für viele nicht weit und damit ist er sicher nicht jedermanns Sache, aber für Liebhaber dieser Rebsorte eröffnen sich hier neue Horizonte. Hervorragend lässt er sich zu der leichten Brettljause trinken, die mit ihrer ehrlichen Auswahl an regionalen Käse-, Wurst- und Schinkenspezialitäten in den vielen Buschenschankbetrieben der gastronomischen Opulenz etwa der Wiener Heurigen vorgezogen wird.

Die Steiermark gilt als der Garten Österreichs, gern bezeichnet sie sich selbst als dessen „grünes Herz“: der Großteil der Gesamternte an Äpfeln, Kürbissen, Holler oder des als scharfes Würzmittel zu deftigen Speisen beliebten Kren stammen von hier – darauf ist man sehr stolz, und das gilt in noch höherem Maße für den Wein. Jeder neue Jahrgang wird darum Anfang November höchst feierlich mit mehreren tausend Gästen in der Stadthalle Graz von den „Steirischen Junkern“, den trockenen Jungweinen, meist Weißweincuvées, eröffnet. Er steht sozusagen am Ende der Genese eines österreichischen Weins, der seinen Weg vom noch alkoholfreien Most über den schon gärenden „Sturm“ und den durchgegorenen, aber noch unfiltrierten „Staubigen“ nimmt. Die trockenen Gebietsweine folgen im nächsten März, die höherwertigen Orts- und Riedenweine erst im Mai, um ihnen ausreichend Zeit für einen schonenden Ausbau zu lassen, den sie gerade dann brauchen, wenn sie auf komplexen Böden wachsen wie in der Südoststeiermark.

Ihr Alleinstellungsmerkmal verrät schon der Name, unter dem viele ihrer Weine vermarktet werden: Vulkanland. Die mittlerweile erloschenen Zeugen der bewegten Erdgeschichte schleuderten vor Urzeiten Unmengen an Gestein in die Luft, das sich mit der Zeit verfestigte und heute als Tuff bezeichnet wird, und jagten gewaltige Magmaströme in die Landschaft, die schnell erkalteten und daraufhin zu Basalt wurden. Insbesondere Welschriesling gedeiht auf diesem wilden Untergrund, jener apfelige Verwandte des Elblings, der in Österreich als Everybody’s Darling gilt und gern nach Feierabend genossen wird. Inzwischen haben aber auch einige steirische Winzer am Etikett des Massenträgers und geschmacklichen Leichtgewichts gekratzt und keltern beachtliche Premiumweine, darüber hinaus entfaltet sich sein Potential hervorragend, baut man ihn als Naturwein aus. Wie die Burgunder gerät er hier durch die besondere Beschaffenheit der Böden immer ein bisschen stoffig-würziger und kräftiger als in den beiden anderen Gebieten. Auch die klimatischen Verhältnisse haben ihren Anteil daran: während von Norden her noch heiße, trockene pannonische Luft einströmt, zieht von Süden schon feuchtes Mittelmeerklima heran, was für starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgt.

Der eigentliche Star im Vulkanland ist allerdings der Traminer. Die uralte Rebsorte mit ihrem betörenden Rosenduft, Vater des in Österreich allgegenwärtigen Grünen Veltliners, kann wahlweise als Roter, Gelber oder Gewürztraminer auftreten. Sie ist sehr anspruchsvoll, was ihren Standort angeht und bringt selbst an guten nur einen geringen Ertrag, was den säurearmen, aber oft leicht herben Wein zu einer Rarität macht. Aufgrund des vergleichsweise hohen Restzuckergehaltes gilt er als sehr lagerfähig und offenbart manchmal erst nach Jahren Kellerreife sein ganzes geschmackliches Spektrum zwischen tropischen Früchten, schweren orientalischen Gewürzen, zitrischen Noten und Anteilen von Rosine und gedörrtem Obst.

Ob Erzherzog Johann so etwas gemocht hätte? Mit Sicherheit. Der Grundstein, den der volkstümliche Fürst Mitte des 19. Jahrhunderts für den steirischen Weinbau legte, wurde und wird durch den Fleiß und die Präzision der steirischen Winzer in hohen Ehren gehalten: unter dem schreitenden Panther, dem Wappentier des Landes, gedeihen einige der feinsten Burgunder, die Europa zu bieten hat. Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Caldora Sangiovese Terre di Chieti

Rotwein · Sangiovese · Abruzzen · Italien

Caldora Sangiovese ist ein süffiger, trockener Rotwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Sangiovese aus den Terre di Chieti – mit klarer, süßer Kirschfrucht, rund, weich und harmonisch.


Terre di Chieti

Die Trauben stammen aus den Terre di Chieti in den Abruzzen. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sangiovese. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die saftige, klare Kirschfrucht und die weiche, harmonische Art. Ein unkomplizierter, süffiger Alltagswein.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase klare, süße Kirschfrucht. Am Gaumen rund, weich und harmonisch, saftig und süffig, mit molligem, warmem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Begleiter zur italienischen Küche.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta mit Tomatensauce, Antipasti und Hartkäse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Terre di Chieti IGT – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Feinkost

Casato Bertoni Aceto Balsamico di Modena 500 ml

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Casato Aceto Balsamico di Modena ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni – ein gebrauchsfertiger Alleskönner für die Küche. Ausgewogen, mit klarer Geschmacksintensität. Die Balance aus Säure und Süße gibt Salaten Frische, bereichert Saucen und rundet Marinaden ab. Ein Grundelement der italienischen Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost gefertigt und in Holzfässern gereift. Das Ergebnis ist ein gebrauchsfertiger, ausgewogener Aceto Balsamico di Modena IGP mit 6 % Säure. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend. Im Geschmack klar und ausgewogen, mit harmonischer Balance aus Säure und Süße. Die Geschmacksintensität ist deutlich, der Abgang sauber und mittellang.

Am Tisch

Vielseitig für Salate, Saucen und Marinaden. Gibt Dressings Frische, rundet Schmorgerichte ab und passt zu gegrilltem Gemüse und Tomaten. Ein Allrounder für den täglichen Einsatz. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP (gebrauchsfertig)
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Säure 6 %
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung in Holzfässern gereift
Mindesthaltbarkeit (MHD) Ende 2035

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2009

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2009

Der Feuerheerd's Colheita 2009 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2009 – Douro

Die Wachstumsperiode 2009 war ausgesprochen trocken, was zu sehr niedrigen Erträgen führte. Ein warmer Frühling löste frühen Austrieb und Blüte aus, der Sommer brachte praktisch kaum Regen, und im August erreichten die Temperaturen sengende Höhen, die die Trauben rasch zur phenolischen Reife brachten. Touriga Nacional und Touriga Franca überstanden die harten Bedingungen besser als andere Sorten.

Die Ernte fiel kleiner als normal aus, die Weine jedoch ausgezeichnet: intensiv und tief konzentriert, mit dunkler, schwarzer Frucht, geschmeidigem, aber griffigem Tannin und pikanter Säure. 2009er Ports können bequem Jahrzehnte reifen.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca), Jahrgang 2009.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico Tradizionale di Modena 25 Jahre

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico Tradizionale di Modena 25 Jahre ist der traditionell gereifte Balsamico schlechthin. Über 25 Jahre reift dieses dickflüssige, süße Elixier in kleinen Holzfässern der Acetaia del Casato Bertoni. Hergestellt allein aus eingekochtem Traubenmost, ohne Zusatz von Weinessig, gewinnt er seine Tiefe und dichte Textur. Sehr intensiv und lang im Geschmack – tropfenweise eingesetzt.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Tradizionale di Modena entsteht ausschließlich aus eingekochtem Traubenmost und reift über viele Jahre in einer Reihe kleiner Fässer aus unterschiedlichen Hölzern.

Anbau und Verarbeitung

Ausschließlich eingekochter Traubenmost, ohne Zusatz von Weinessig. Der Most reift über 25 Jahre in einer Batterie kleiner Holzfässer verschiedener Hölzer; durch die jährliche Verdunstung und das Umfüllen konzentriert er sich zu einer dickflüssigen, dunklen Essenz. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefdunkel und glänzend, von dickflüssiger, sirupartiger Textur. Im Geschmack konzentriert süß mit ausgewogener Säure, vielschichtig und mit reifer Fruchttiefe. Der Nachgeschmack ist sehr lang und intensiv.

Am Tisch

Tropfenweise pur genießen – klassisch zu lange gereiftem Parmigiano Reggiano, ebenso zu Erdbeeren, Vanilleeis oder als Finish über Risotto und Carpaccio. Nicht zum Kochen, sondern roh über das fertige Gericht. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico Tradizionale di Modena, 25 Jahre gereift
Zutaten eingekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 25 Jahre Reifung in kleinen Holzfässern verschiedener Hölzer
Mindesthaltbarkeit (MHD) 28.06.2033

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Italien

Lenotti Colle dei Tigli

Wein · Weißwein · Veneto IGT · Italien

Lenotti Colle dei Tigli ist ein körperreicher Weißwein vom Gardasee. Eine Cuvée aus Cortese und Garganega – strohgelb mit grünlichen Reflexen, mit sehr fruchtigem Bukett nach Pfirsich, reifen Äpfeln und Sommerblumen.


Gardasee / Veneto

Die Cantine Lenotti liegen mitten in Bardolino am Gardasee (Veneto); die Familie ist dort seit 1906 im Weinbau. Die Trauben für den Colle dei Tigli – benannt nach dem von Linden gesäumten Rebhügel – wachsen auf moränischen Hügeln mit steinigem Boden glazialen Ursprungs.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cortese und Garganega. Die Trauben werden leicht gepresst, die Schalen entfernt; die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert (15–16 °C) im Edelstahl. So bleibt der Wein frisch und fruchtbetont, mit klarer Struktur – jung zu genießen.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase sehr fruchtig, mit Pfirsich, reifem Apfel und Sommerblumen. Am Gaumen körperreich, saftig und harmonisch, mit guter Frische und feinem Schmelz.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–10 °C servieren – als Aperitif ebenso wie zum Essen.

Passt zu: Vorspeisen, Sushi, Fisch, Meeresfrüchten und hellem Fleisch.


Lage: Bardolino, moränische Hügel am Gardasee, Veneto (Italien)
Klassifikation: Veneto IGT Bianco – Cuvée aus Cortese und Garganega
Ausbau: temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl

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Weine

Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel BIO

Rotwein · Pfalz · Spätburgunder

Spätburgunder vom Kalkmergel (Gutswein) Ruppertsberg · Königsbach · Haardt Weingut Andres Kalkmergel trocken · langer Maischekontakt gebrauchtes Barrique BIO · 2024

Der Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel trocken 2024 ist ein feiner, blitzsauber gekelterter Pinot Noir aus den kalkreichen Lagen der Mittelhaardt. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack, mittelschwer und harmonisch – ein eleganter Pfälzer Spätburgunder mit klarer Herkunft.


Spätburgunder vom Kalkmergel – Gutswein aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Dieser Spätburgunder ist ihr Gutswein aus der Rebsorte – das Fundament ihres Pinot-Programms.

Die Trauben stammen aus Lagen der kalkreichen Ortschaften Ruppertsberg, Königsbach und Haardt. Der Einfluss des Kalkmergels im Boden verleiht dem Wein Frische, Struktur und eine klare Herkunftsprägung.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein kühlerer, längerer Jahrgang – genau die Bedingungen, unter denen Spätburgunder seine Eleganz zeigt: moderate Reife, feine Tannine und lebendige Frische. Die kalkmergelgeprägten Lagen und der herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Klarheit und Spannung – Frische und Feinheit im Vordergrund.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Gutswein) aus den kalkreichen Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Jahrgang 2024; 100 % Spätburgunder vom Kalkmergel.

Schon in der Basis ist dieser Spätburgunder ertragsreduziert und erfährt einen langen Kontakt auf der Maische. Die burgundischen Aromen werden durch den Ausbau im gebrauchten Barrique verstärkt, ohne die frische, klare Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein feiner, blitzsauber gekelterter Spätburgunder: leichte Erdbeeraromatik, Veilchen, Würze nach Kräutern, mittelschwer und harmonisch im Abgang. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack mit zarten Röstaromen, zudem für einen Rotwein recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Leichte Erdbeere, Veilchen und Kräuterwürze, dazu zarte Röstaromen – sehr frisch und klar, mittelschwer und harmonisch, recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Ein eleganter, animierender Pinot; leicht gekühlt ein Gewinn. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein, zu Pilzgerichten, Charcuterie sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: kalkreiche Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Pfalz (Mittelhaardt); Kalkmergel
Klassifikation: Spätburgunder-Gutswein, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: ertragsreduziert, langer Maischekontakt, Ausbau im gebrauchten Barrique; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

De Sousa Coteaux Champenois Blanc 2020 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Chardonnay · Bio

De Sousa Coteaux Champenois Blanc ist ein stiller Chardonnay aus biologischem Anbau aus der Côte des Blancs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Dieser Wein spiegelt die kalkhaltigen Böden der Region eindrucksvoll wider und entstand aus nur einem einzigen Barrique – eine echte Rarität. Im Glas ein kühler, präziser und mineralischer Weißwein.


Côte des Blancs

Die Côte des Blancs ist das Kerngebiet des Chardonnay in der Champagne, geprägt von reinen Kreideböden. Diese kalkhaltige Mineralität prägt den Charakter des stillen Weins. Der Wein stammt aus biologischem Anbau und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reift im Barrique – produziert wurde nur ein einziges Fass, was ihn zu einer seltenen Abfüllung macht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Reduktionsnoten, Zitrus, grüne Nüsse und kreidige Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und elegant, mit straffer Struktur und zarter Würze. Der Abgang ist klar und mineralisch.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren; etwas Luft tut dem Wein gut. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Côte des Blancs (Champagne); Kreideböden
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc
Ausbau: Chardonnay, ein einzelnes Barrique; stiller Wein

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Spanien

Envinate Táganan Margalagua tinto 2020

Rotwein · Teneriffa · Táganan (Anaga) · Field Blend

Negramoll & Listán Negro (~90 %) 10 % Listán Blanco Teneriffa · Táganan (Anaga) Parcela Margalagua Envínate roter Basalt · eisenhaltig 100 % Ganztraube · ohne Schwefel nur 1.500 Flaschen 2020

Der Envínate Táganan Parcela Margalagua 2020 ist ein Einzellagen-Rotwein aus dem Anaga-Massiv, gewachsen auf seltenem rotem Eisenbasalt. Floral, leicht und elegant, mit salziger Mineralität und feinen Tanninen – ein präziser Vulkan-Rotwein mit nur 12 % vol. Nur 1.500 Flaschen.


Margalagua – Einzellage auf rotem Basalt

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Auf Teneriffa arbeitet das Team konsequent im Anaga-Massiv im Nordosten der Insel, einer der ältesten und steilsten Weinregionen der Kanaren – mit uralten, wurzelechten Reben auf alten Terrassen, die die Reben vor den harschen Atlantikwinden schützen.

Die Einzelparzelle Margalagua wird seit 2012 separat ausgebaut, weil sie eine sehr starke Persönlichkeit hat. Sie steht auf rotem Basalt mit hohem Eisengehalt – ungewöhnlich für die sonst schwarzen Vulkanböden der Insel. Das Eisen gibt dem Wein seine Farbe und, so das Team, besonders feine Tannine. Der Charakter ist daher weniger Kraft als Eleganz und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Teneriffa

2020 war sehr trocken und ertragsschwach, brachte aber besonders frische Weine: moderate 12 % vol, niedriger pH und höhere Säure sorgen für Spannung und Eleganz. Im Margalagua ergibt das einen besonders floralen, präzisen und vielschichtigen Jahrgang von feiner Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Field Blend aus rund 90 % Negramoll und Listán Negro sowie 10 % Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2020, Teneriffa (Anaga), trocken.

Gärung mit 100 % Ganztrauben und Wildhefen; anschließend Ausbau auf der Hefe in gebrauchten, neutralen 228-Liter-Eichenfässern – ohne Abstich und ohne Schwefelzusatz. Nur 12 % vol.

Im Glas

Eine helle, durchscheinende Farbe – Ausdruck des roten, eisenhaltigen Basalts und der nur 12 % vol. In der Nase rote Beeren und florale Anklänge, dazu eine feine vulkanische Würze. Am Gaumen leicht und doch fest, mit lebendiger Säure, salzig-mineralischem Zug und feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist klar, frisch und langanhaltend – ein eleganter Höhen-Rotwein, der Trinkfluss und Tiefe verbindet.

Leicht und doch fest – rote Frucht, florale Würze, salzig-mineralischer Zug und feinkörnige Tannine.

In der Jugend 30–45 Minuten dekantieren; mit gutem Reifepotenzial. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ziegenfrischkäse, zu gegrilltem Fisch mit Haut sowie zu Papas arrugadas con mojo. Funktioniert mit genügend Zeit im Glas auch als Solist.


Lage: Teneriffa, Táganan/Anaga, Parcela Margalagua (Kanaren, Spanien); roter, eisenhaltiger Basalt, alte geschützte Terrassen; uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; ~90 % Negramoll und Listán Negro, 10 % Listán Blanco (trocken); nur 1.500 Flaschen
Ausbau: 100 % Ganztraube, Wildhefen, Ausbau auf der Hefe in gebrauchten neutralen 228-l-Fässern, ohne Abstich und ohne Schwefelzusatz

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