Das Weinbaugebiet Steiermark

Sauvignon Blanc, Kürbiskernöl und Schichler

Wenn die Klapotetz ihr hölzernes Schnarren durch die Weinberge schickt, dann sind sie bald reif, die steirischen Trauben. Ab dem Jakobstag Ende Juli werden sie durch die kleinen achtflügligen Windräder, benannt sinnigerweise nach eben dem, was sie tun, nämlich klappern, vor gefräßigen Vögeln geschützt, nach der Lese baut man sie wieder ab. Höchstwahrscheinlich sind für die seit Jahrhunderten erprobte abschreckende Wirkung jene für den Menschen nicht wahrnehmbaren Ultraschalltöne verantwortlich, die erst durch die Verwendung ganz bestimmter Holzarten entstehen, und nicht das Geklapper. Aber der in seiner klanglichen Monotonie beruhigende Nebeneffekt ist für die Steirer ein Stück Heimat: die Klapotetz gehört zur Steiermark wie Kürbiskernöl oder Schilcher, jener säurebetonte Roséwein, der ausschließlich aus in der Steiermark gewachsenen Trauben des Blauen Wildbachers gekeltert werden darf.

Sein Wein, der Schilcher, ist die Spezialität der Weststeiermark, einem der drei steirischen Weinbaugebiete. Schon die Kelten sollen ihn lange Zeit vor Christi Geburt auf die wärmespeichernden Schiefer- und Gneisböden gepflanzt haben, ohne die es eine Rotweinrebe in solchen Höhenlagen schwer hätte. Und bis vor einigen Jahrzehnten galt er auch als sehr urtümlicher, bäuerlich-derber Wein mit einem für feinere Gaumen fast unerträglich hohen Säuregrad, ein Getränk der einfachen Landbevölkerung. Das hat sich geändert: die gestiegene Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Roséweinen hat den Schilcher auch über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt gemacht, er wird aber durchaus auch als Rot- und sogar Weißwein ausgebaut. Besonderer Beliebtheit als Herbstgetränk erfreut sich der Schilchersturm; der noch in Gärung befindliche und daher weniger alkoholische Most mit seiner knalligen Purpurfarbe wird von den Steirern gern zusammen mit ein paar Maronen genossen. Zur Reife gelangte er früher oft in Kellerstöckln, jenen Blockholzhäusern, die am Straßenrand in den steilen Berghang hineingebaut wurden. Meist sind sie zweistöckig: während unten im vorderen Bereich die Trauben verarbeitet und im hinteren, wo es dank des umgebenden Felsmassivs schön kühl war, die Fässer gelagert wurden, befand sich im Obergeschoss der Schlafraum der Arbeiter. Im langen schlanken Band, als das sich die Weststeiermark von Ligist im Norden 50 Kilometer in den Süden hinab über Deutschlandberg bis nach Eibiswald zieht, werden sie heutzutage gern an Weintouristen vermietet, die auf diese Weise direkt am Ursprungsort ihres Genusses nächtigen können.

Von den drei großen Weinbauregionen Niederösterreich, Burgenland und Steiermark ist letztere die am südlichsten und am höchsten gelegene – bis auf über 600 Meter hinauf ziehen sich die Weinberge. Sie ist aber auch die kleinste – 4800 Hektar werden hier bewirtschaftet, lediglich ein Zehntel der österreichischen Gesamtfläche. Beachtung findet man da nur, wenn man sich entweder eine Nische erobert oder besonders hohe Qualität abliefert. Hier im Südosten der Alpenrepublik ist beides gegeben: während Niederösterreich für seine Veltliner und Rieslinge berühmt ist und man das Burgenland mit kräftigen Rotweinen in Verbindung bringt, hat die Steiermark sich vor allem auf Rebsorten der Burgunder-Familie spezialisiert, das ist ihre Königsdisziplin. Vor allem der Sauvignon Blanc bringt hier an der Südseite der Alpen hervorragende Ergebnisse, ganz besonders in der Südsteiermark. Ergebnisse, für die allerdings zuvor viel Schweiß vergossen werden muss, denn die meisten Rebstöcke stehen an Steilhängen, die den Einsatz von Maschinen oft unmöglich machen – ohnehin ist für alle steirischen DAC-Weine Handarbeit zwingend vorgeschrieben. Steirische Sauvignons der höchsten Kategorie können es ohne Weiteres mit jenen aus der Heimat der Traube, dem französischen Loire-Tal, aufnehmen, sie stehen deren unverwechselbarem Aroma schwarzer Johannisbeeren – oder, wie man hier sagt, Ribisel – in nichts nach. Die Tradition reicht lang zurück und begann nicht etwa wie in Neuseeland erst in den 90ern, auch wenn die Anbaufläche sich innerhalb von 20 Jahren vervierfacht hat, womit der Sauvignon zur unbestrittenen Leitsorte der Südsteiermark aufrückte. Die schier unglaubliche Bodenvielfalt trägt ihren Teil dazu bei, den beständigen Wechsel zwischen Sand und Muschelkalk, Schiefer und Tonmergel bezeichnet der Steirer als „Opok“, möglicherweise deswegen, weil die verschiedenen Schichten so „zomg’bockn“ sind, dass man sie oft nur schwer voneinander unterscheiden kann.

Eine andere Facette der Burgunder-Vielfalt bildet der Chardonnay ab, der hier traditionell Morillon genannt wird – auch dies ein Verdienst Erzherzog Johanns, der die Rebsorte aus Frankreich einführte. Da man damals nicht mit Bestimmtheit wusste, um welche Rebe es sich eigentlich genau handelte, benannte man sie schlicht nach ihrer Herkunft, dem kleinen Städtchen Morillon im Osten Frankreichs. Wie die meisten steirischen Weine weist er einen recht niedrigen Alkoholgehalt auf, ist eher frisch und leicht, fast schwebend, und auch nicht unter wuchtigen Fassaromen begraben wie sonst international üblich.

Auch hier südlich des malerischen Sausals pflegt man noch eine traditionsreiche Rotweintraube, die allerdings bei Weitem nicht die Bekanntheit des Blauen Wildbaches genießt und daher nahezu vom Aussterben bedroht ist. Der Laska dankt der Handvoll Winzern, die ihn als autochthone Rebsorte in Ehren halten, ihre Treue mit einem alkoholarmen, leichten und fruchtbetonten Schoppenwein. So anspruchslos er ist, so wenig lässt er sich aber leider auch auf höhere Qualität trimmen – verständlich, dass sich da mancher auf Weltklasse schielende Winzer unterfordert fühlt. Auch jenseits der Grenze in Slowenien kultiviert man ihn noch, wie überhaupt landschaftlich und in Sachen Weinbau viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern bestehen. Das ist nicht verwunderlich, denn bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte die Untersteiermark zum riesigen Herzogtum Steiermark, wurde dann jedoch von nationalistischen Slowenen besetzt und kurz darauf auch völkerrechtlich dem Vorgängerstaat des späteren Jugoslawien zugeschlagen. Dass die Weine aus der Gegend um Marburg an der Drau, dem heutigen Maribor, durch jahrzehntelangen Sozialismus bis heute qualitativ nicht ansatzweise an die österreichischen heranreichen – die meisten sind lieblich oder höchstens halbtrocken -, wirkt fast wie eine späte historische Genugtuung, ist aber für die Weinwelt eine traurige Angelegenheit.

Sehr erfreulich hingegen und ein absolutes Muss ist ein steirischer Muskateller – die besten finden sich wahrscheinlich zwischen Leutschach und Gamlitz -, der gerade dann zu faszinieren weiß, wenn man ihm einen Vertreter etwa aus Niederösterreich gegenüberstellt. Während diese zwar sortentypisch schon recht bukettreich ausfallen, aber alles in allem wie viele österreichische Weine eher vornehm-zurückhaltend daherkommen, wirkt der Muskateller von den steirischen Kalkböden beinahe wie ein Konzentrat und droht einen mit geballter Aromenfülle geradezu zu überwältigen. Die Assoziation zum Parfum liegt für viele nicht weit und damit ist er sicher nicht jedermanns Sache, aber für Liebhaber dieser Rebsorte eröffnen sich hier neue Horizonte. Hervorragend lässt er sich zu der leichten Brettljause trinken, die mit ihrer ehrlichen Auswahl an regionalen Käse-, Wurst- und Schinkenspezialitäten in den vielen Buschenschankbetrieben der gastronomischen Opulenz etwa der Wiener Heurigen vorgezogen wird.

Die Steiermark gilt als der Garten Österreichs, gern bezeichnet sie sich selbst als dessen „grünes Herz“: der Großteil der Gesamternte an Äpfeln, Kürbissen, Holler oder des als scharfes Würzmittel zu deftigen Speisen beliebten Kren stammen von hier – darauf ist man sehr stolz, und das gilt in noch höherem Maße für den Wein. Jeder neue Jahrgang wird darum Anfang November höchst feierlich mit mehreren tausend Gästen in der Stadthalle Graz von den „Steirischen Junkern“, den trockenen Jungweinen, meist Weißweincuvées, eröffnet. Er steht sozusagen am Ende der Genese eines österreichischen Weins, der seinen Weg vom noch alkoholfreien Most über den schon gärenden „Sturm“ und den durchgegorenen, aber noch unfiltrierten „Staubigen“ nimmt. Die trockenen Gebietsweine folgen im nächsten März, die höherwertigen Orts- und Riedenweine erst im Mai, um ihnen ausreichend Zeit für einen schonenden Ausbau zu lassen, den sie gerade dann brauchen, wenn sie auf komplexen Böden wachsen wie in der Südoststeiermark.

Ihr Alleinstellungsmerkmal verrät schon der Name, unter dem viele ihrer Weine vermarktet werden: Vulkanland. Die mittlerweile erloschenen Zeugen der bewegten Erdgeschichte schleuderten vor Urzeiten Unmengen an Gestein in die Luft, das sich mit der Zeit verfestigte und heute als Tuff bezeichnet wird, und jagten gewaltige Magmaströme in die Landschaft, die schnell erkalteten und daraufhin zu Basalt wurden. Insbesondere Welschriesling gedeiht auf diesem wilden Untergrund, jener apfelige Verwandte des Elblings, der in Österreich als Everybody’s Darling gilt und gern nach Feierabend genossen wird. Inzwischen haben aber auch einige steirische Winzer am Etikett des Massenträgers und geschmacklichen Leichtgewichts gekratzt und keltern beachtliche Premiumweine, darüber hinaus entfaltet sich sein Potential hervorragend, baut man ihn als Naturwein aus. Wie die Burgunder gerät er hier durch die besondere Beschaffenheit der Böden immer ein bisschen stoffig-würziger und kräftiger als in den beiden anderen Gebieten. Auch die klimatischen Verhältnisse haben ihren Anteil daran: während von Norden her noch heiße, trockene pannonische Luft einströmt, zieht von Süden schon feuchtes Mittelmeerklima heran, was für starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgt.

Der eigentliche Star im Vulkanland ist allerdings der Traminer. Die uralte Rebsorte mit ihrem betörenden Rosenduft, Vater des in Österreich allgegenwärtigen Grünen Veltliners, kann wahlweise als Roter, Gelber oder Gewürztraminer auftreten. Sie ist sehr anspruchsvoll, was ihren Standort angeht und bringt selbst an guten nur einen geringen Ertrag, was den säurearmen, aber oft leicht herben Wein zu einer Rarität macht. Aufgrund des vergleichsweise hohen Restzuckergehaltes gilt er als sehr lagerfähig und offenbart manchmal erst nach Jahren Kellerreife sein ganzes geschmackliches Spektrum zwischen tropischen Früchten, schweren orientalischen Gewürzen, zitrischen Noten und Anteilen von Rosine und gedörrtem Obst.

Ob Erzherzog Johann so etwas gemocht hätte? Mit Sicherheit. Der Grundstein, den der volkstümliche Fürst Mitte des 19. Jahrhunderts für den steirischen Weinbau legte, wurde und wird durch den Fleiß und die Präzision der steirischen Winzer in hohen Ehren gehalten: unter dem schreitenden Panther, dem Wappentier des Landes, gedeihen einige der feinsten Burgunder, die Europa zu bieten hat. Text: Dario Sellmeier

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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Vide Bourse 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Vide-Bourse Côte de Beaune Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Vide-Bourse 1er Cru 2023 ist ein prachtvoller, kräftiger, fast barocker Chardonnay aus einer winzigen Parzelle unterhalb von Bâtard-Montrachet – dicht, druckvoll und mit großem Lagerpotenzial.


Vide-Bourse – unterhalb von Bâtard-Montrachet

Vide-Bourse ist ein herausragender Premier Cru am südöstlichen Rand von Chassagne-Montrachet, direkt unterhalb des berühmten Grand Cru Bâtard-Montrachet an der Grenze zu Puligny. Die Lage ist fast ausschließlich mit Chardonnay bestockt; die tonig-kalkigen, gut drainierten Böden bringen prachtvolle, kräftige, fast schon barocke Weine mit großem Lagerpotenzial hervor – eine Stilistik zwischen der Brillanz von Puligny und der Fülle von Chassagne.

Der Vide-Bourse von Thomas Morey stammt aus einer nur 0,20 Hektar kleinen Parzelle mit über siebzig Jahre altem Rebbestand. Das geringe Ertragsniveau der alten Reben liefert Konzentration und Tiefe.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage – in klassischen 350-Liter-Fässern über 16 bis 18 Monate. Der Neuholzanteil beträgt rund 20 %; geschwefelt wird minimal. Eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Maskuline Kraft und Dichte treffen auf ein packendes Säurespiel, eine faszinierende Textur, Druck und einen delikaten Nachhall. Ein kräftiger, vielschichtiger Chassagne mit der Fülle, die ihm die Nähe zu Bâtard-Montrachet schenkt – getragen von präziser Mineralität.

Kraft, Dichte und Druck, ausbalanciert von packender Säure – Vide-Bourse zeigt die barocke Seite von Chassagne in Thomas Moreys präziser Handschrift.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer und Langustinen, zu Jakobsmuscheln, zu Bresse-Geflügel oder Kalbsbries in Rahmsauce sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Vide-Bourse, Côte de Beaune (Frankreich); südöstlich unterhalb von Bâtard-Montrachet, tonig-kalkige, gut drainierte Böden; Parzelle 0,20 ha, Reben 70+ Jahre
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, 350-L-Fässer, 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; minimaler Schwefel; Bio

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2020

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Gaisböhl Ruppertsberg GC 2023 BIO

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Ruppertsberger Gaisböhl G.C. · Monopol Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Schotter mit Tonflözen Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2023

Der Dr. Bürklin-Wolf Ruppertsberger Gaisböhl Riesling G.C. 2023 stammt aus der einzigen Monopollage des Guts. Ein Grand-Cru-Riesling von gewaltigem Körper und feiner Säure – tief, salzig und außergewöhnlich langlebig.


Ruppertsberger Gaisböhl – Monopol am Fuß der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003, Biodyvin). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Der Gaisböhl ist die einzige Monopollage des Guts: Bürklin-Wolf ist Alleineigentümer dieser rund 7,6 Hektar großen Ruppertsberger Toplage, von der 5,2 Hektar als G.C. klassifiziert sind. Schon 1828 galt sie als Spitzenlage von Ruppertsberg. Die reine Südlage am Fuß der Mittelhaardt sorgt für optimale Erwärmung; Terrassenschotter mit Tonflözen verleihen dem Wein seinen gewaltigen Körper und eine feine Säure, der Buntsandstein macht ihn besonders langlebig.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die warme Südlage, die alten Reben und die biodynamische Arbeit bewahrten Körper, salzige Mineralität und Präzision – Kraft und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Monopollage Gaisböhl, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein und Terrassenschotter mit Tonflözen.

Selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben, schonende Kelterung. Temperaturkontrollierte, spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein kerniger, körperreicher Riesling: reife gelbe Frucht und Mirabelle, dazu Zitrus, frischer Pfirsich, eine feine Kräuternote und eine tiefe, erdig-salzige Mineralität. Am Gaumen gehaltvoll und dicht, zugleich präzise strukturiert, mit feiner Säure, salziger Spannung und einem langen, druckvollen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Mirabelle und Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuternote und erdig-salziger Mineralität – gehaltvoll und dicht, zugleich präzise, mit feiner Säure und langem, druckvollem Nachhall.

Ein großer, sehr langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Ruppertsberger Gaisböhl (Monopol), Mittelhaardt (Pfalz); reine Südlage; Buntsandstein, Terrassenschotter mit Tonflözen; Gut ist Alleineigentümer (~7,6 ha, davon 5,2 ha G.C.)
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Spirituosen

Schwebebahn Dry Gin

Spirituose · Gin · Wuppertal · Deutschland

Schwebebahn Dry Gin zeigt sich besonders blumig im Bouquet – ein Strauß aus Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte. Im Geschmack kommt eine sehr kräutrige Note zum Tragen: reichlich Wacholder, etwas Kardamom und Thymian.


Herkunft / Wuppertal

Der Schwebebahn Dry Gin trägt das Wahrzeichen Wuppertals im Namen. Im klassischen Dry-Gin-Stil steht der Wacholder klar im Zentrum, ergänzt um ein blumig-kräutriges Botanical-Profil.

Botanicals und Destillation

Im Zentrum steht der Wacholder, umspielt von floralen Botanicals wie Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte sowie würzigen Komponenten wie Kardamom und Thymian. So entsteht ein blumig-kräutriger Dry Gin mit klarer Wacholderbasis.

Im Glas

Klar. In der Nase ausgeprägt blumig, mit Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte. Am Gaumen kräutrig und würzig, mit reichlich Wacholder, etwas Kardamom und Thymian; trockener, aromatischer Abgang.

Pur und im Drink

Empfohlen wird ein mediterranes bzw. leichteres Tonic Water, das die blumig-kräutrige Aromatik unterstreicht.

Ideal: im Gin & Tonic mit mediterranem/leichtem Tonic Water, garniert mit Thymian oder essbaren Blüten.


Herkunft: Wuppertal (Deutschland); Weinhandlung Oellingrath
Art: Dry Gin
Botanicals: Wacholder, Hibiskus, Veilchen, Rose, Kirschblüte, Kardamom, Thymian u. a.
Serviertipp: mit mediterranem/leichtem Tonic Water

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Feinkost

Tagliatelle all uovo con limone Eiernudeln mit Zitrone

Feinkost · Pasta · Eiernudeln · Zitrone

Il Caruggiu Tagliatelle all'uovo con limone sind italienische Eiernudeln mit Zitrone vom ligurischen Familienbetrieb Il Caruggiu. Die Bandnudeln aus Hartweizengrieß und Ei sind mit Zitrone aromatisiert. Das gibt der Pasta eine frische, mediterrane Note.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia, der neben Olivenöl auch typische italienische Spezialitäten anbietet. Die Zitrone ist im sonnenreichen Süden und an den Küsten Italiens fest verwurzelt und prägt diese aromatisierte Pasta.

Anbau und Verarbeitung

Die Bandnudeln werden aus Hartweizengrieß und Ei hergestellt und mit Zitrone aromatisiert, anschließend getrocknet. Der Eieranteil gibt Biss und Farbe, die Zitrone sorgt für die frische Note.

Geschmack

Goldgelbe Bandnudeln mit feinem Eiergeschmack und einer frischen Zitrusnote. Al dente gekocht bleiben sie schön bissfest.

Am Tisch

Ideal zu leichten Saucen, Fisch und Meeresfrüchten, mit Olivenöl, Butter oder einer Zitronen-Sahne-Sauce. In reichlich Salzwasser al dente kochen.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Tagliatelle all'uovo con limone (Eiernudeln mit Zitrone)
Art: Bandnudeln aus Hartweizengrieß und Ei, mit Zitrone
Herkunft: Italien
Verarbeitung: getrocknete Eierteigwaren, mit Zitrone aromatisiert
Mindesthaltbarkeit (MHD): 20.06.2028

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Rebsorten

Passo del Bricco Piemonte Rosso 

Rotwein · Cuvée · Piemont

Nebbiolo · Barbera · Dolcetto Piemonte DOC halbtrocken 8 Monate Barrique

Der Patrizi Passo del Bricco Piemonte Rosso ist eine Rotwein-Cuvée aus den drei klassischen piemontesischen Rebsorten Nebbiolo, Barbera und Dolcetto. Erzeuger ist die Azienda Vitivinicola Patrizi aus Farigliano in der Langhe. Der Wein reift acht Monate im Barrique und zeigt sich rubinrot mit violetten Nuancen, halbtrocken, harmonisch und samtig. Der Name verweist auf den „Passo" (Schritt) hinauf zum „Bricco", dem Hügel, auf dem die Trauben wachsen.


Piemont

Das Piemont im Nordwesten Italiens zählt zu den großen Rotweinregionen des Landes – Heimat von Nebbiolo (Barolo, Barbaresco), Barbera und Dolcetto. Die Azienda Patrizi liegt in der Hügellandschaft der Langhe bei Farigliano und keltert typische, zugängliche Trinkweine. Der Passo del Bricco trägt die Klassifikation Piemonte DOC.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Nebbiolo, Barbera und Dolcetto (etwa 40 % Nebbiolo, 20 % Barbera, 40 % Dolcetto). Der Nebbiolo bringt Struktur, feine Tannine und florale Noten, die Barbera Frucht und Säure, der Dolcetto Weichheit und Fülle. Nach der Gärung im Edelstahltank reift der Wein acht Monate in Barriquefässern. Er ist halbtrocken ausgebaut, mit feiner Restsüße.

Im Glas

Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives, anhaltendes Aroma von Veilchen und Primeln, dazu Waldbeeren und Kirsche sowie ein Hauch Vanille und Schokolade. Am Gaumen guter Körper, harmonisch und samtig, mit feiner Restsüße und weichen Tanninen. Der Abgang ist mittellang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Klassische Begleitung: Pastagerichte, Schmorfleisch, gebratene Kalbsleber, Lammragout und kräftige Käse. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Rotwein für den sofortigen Genuss.



Lage: Piemont, Langhe
Klassifikation: Piemonte DOC
Ausbau: 8 Monate Barrique

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Feinkost

Il Rovo Sugo al Basilico Tomatensauce mit Basilikum

Feinkost · Tomatensauce · Italien

Il Rovo Sugo al Basilico ist eine italienische Tomatensauce mit Basilikum. Pure Tomatenfrucht trifft auf bestes Basilikum – vielseitig in der Küche und auch als Aufstrich für Bruschetta geeignet.


Herkunft

Sugo al Basilico ist ein Klassiker der italienischen Küche: Tomate und Basilikum in ihrer einfachsten, schönsten Kombination. Die Sauce stammt vom Hersteller Il Rovo aus Italien.

Zutaten und Herstellung

Basis ist reife Tomate, verfeinert mit frischem Basilikum. Die Sauce wird schonend gekocht, sodass die fruchtige Tomatennote im Vordergrund bleibt – gebrauchsfertig.

Geschmack

Fruchtig und natürlich nach reifer Tomate, abgerundet vom aromatischen Basilikum. Mild und ausgewogen.

In der Küche

Gebrauchsfertig: kurz erwärmen und über Pasta geben. Ebenso als Basis für Pizza, zu Gnocchi oder – kalt oder lauwarm – als Aufstrich für Bruschetta.

Passt zu: Pasta, Pizza, Gnocchi und Bruschetta.


Hersteller: Il Rovo (Italien)
Produkt: Tomatensauce (Sugo al Basilico)
Sorte: Tomate mit Basilikum
Herkunft: Italien
Verarbeitung: schonend gekochte Tomatensauce
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.11.2027

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Deutschland

Van Volxem Rotschiefer Kabinett 2021

Fruchtsüßer Weißwein · Saar (Rotschiefer) · Riesling

Riesling Rotschiefer Saar · Mosel Van Volxem eisenreicher roter Devonschiefer Kabinett · fruchtsüß niedriger Alkohol 2021

Der Van Volxem Rotschiefer Riesling Kabinett 2021 ist ein fruchtsüßer Saar-Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer – ein animierendes Spiel aus reifer Frucht, zarter Süße, feiner Säure und belebender Mineralität. Bei niedrigem Alkohol ein herrlich leichter, trinkanimierender Genuss, der nach dem nächsten Glas verlangt.


Rotschiefer – eisenreicher roter Devonschiefer

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar nach naturnahen Gesichtspunkten – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen.

Der Rotschiefer stammt von den eisenreichen, roten Devonschiefer-Böden der Saar. Dieser besondere Untergrund verleiht dem Riesling seine reife, würzige Frucht und jene salzig-mineralische Tiefe, die nur diese einzigartige Schieferlandschaft hervorzubringen vermag. Das eher kühle Klima an der Saar bewahrt dabei die feine, lebendige Säure.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 war an der Saar ein kühler, klassischer Jahrgang – ideal für die feinfruchtige Kabinett-Stilistik. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure, die der reifen Frucht und der feinen Restsüße ein elegantes Gegengewicht gibt. Das Ergebnis ist ein besonders frischer, animierender und ausgewogener Kabinett.

Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (VDP.Gutswein) von der Saar, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer.

Der Wein wird aus gesunden, goldgelb gereiften Beeren vinifiziert und spontan vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, animierenden Trinkfluss dieses klassischen Saar-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem eisenreichen roten Schiefer und der kühlen Saar lebt dieser Kabinett von seinem Spiel aus Frucht und Mineralität: helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen, dazu reife Aromen von Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich, Zitrus und gelbem Apfel, untermalt von einer rauchig-erdigen, salzigen Mineralität. Am Gaumen charmant und saftig, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen Säure und mineralischem Zug perfekt aufgefangen wird – leicht, filigran und herrlich trinkanimierend.

Reife Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich über salziger Schiefer-Mineralität – feine Süße, lebendige Säure, leicht und trinkanimierend.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif und Solist auf der Terrasse, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Rotschiefer-Lagen an der Saar (Mosel); eisenreiche, rote Devonschiefer-Verwitterungsböden; naturnah bewirtschaftet
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling Kabinett (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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