Das Weinbaugebiet Steiermark

Sauvignon Blanc, Kürbiskernöl und Schichler

Wenn die Klapotetz ihr hölzernes Schnarren durch die Weinberge schickt, dann sind sie bald reif, die steirischen Trauben. Ab dem Jakobstag Ende Juli werden sie durch die kleinen achtflügligen Windräder, benannt sinnigerweise nach eben dem, was sie tun, nämlich klappern, vor gefräßigen Vögeln geschützt, nach der Lese baut man sie wieder ab. Höchstwahrscheinlich sind für die seit Jahrhunderten erprobte abschreckende Wirkung jene für den Menschen nicht wahrnehmbaren Ultraschalltöne verantwortlich, die erst durch die Verwendung ganz bestimmter Holzarten entstehen, und nicht das Geklapper. Aber der in seiner klanglichen Monotonie beruhigende Nebeneffekt ist für die Steirer ein Stück Heimat: die Klapotetz gehört zur Steiermark wie Kürbiskernöl oder Schilcher, jener säurebetonte Roséwein, der ausschließlich aus in der Steiermark gewachsenen Trauben des Blauen Wildbachers gekeltert werden darf.

Sein Wein, der Schilcher, ist die Spezialität der Weststeiermark, einem der drei steirischen Weinbaugebiete. Schon die Kelten sollen ihn lange Zeit vor Christi Geburt auf die wärmespeichernden Schiefer- und Gneisböden gepflanzt haben, ohne die es eine Rotweinrebe in solchen Höhenlagen schwer hätte. Und bis vor einigen Jahrzehnten galt er auch als sehr urtümlicher, bäuerlich-derber Wein mit einem für feinere Gaumen fast unerträglich hohen Säuregrad, ein Getränk der einfachen Landbevölkerung. Das hat sich geändert: die gestiegene Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Roséweinen hat den Schilcher auch über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt gemacht, er wird aber durchaus auch als Rot- und sogar Weißwein ausgebaut. Besonderer Beliebtheit als Herbstgetränk erfreut sich der Schilchersturm; der noch in Gärung befindliche und daher weniger alkoholische Most mit seiner knalligen Purpurfarbe wird von den Steirern gern zusammen mit ein paar Maronen genossen. Zur Reife gelangte er früher oft in Kellerstöckln, jenen Blockholzhäusern, die am Straßenrand in den steilen Berghang hineingebaut wurden. Meist sind sie zweistöckig: während unten im vorderen Bereich die Trauben verarbeitet und im hinteren, wo es dank des umgebenden Felsmassivs schön kühl war, die Fässer gelagert wurden, befand sich im Obergeschoss der Schlafraum der Arbeiter. Im langen schlanken Band, als das sich die Weststeiermark von Ligist im Norden 50 Kilometer in den Süden hinab über Deutschlandberg bis nach Eibiswald zieht, werden sie heutzutage gern an Weintouristen vermietet, die auf diese Weise direkt am Ursprungsort ihres Genusses nächtigen können.

Von den drei großen Weinbauregionen Niederösterreich, Burgenland und Steiermark ist letztere die am südlichsten und am höchsten gelegene – bis auf über 600 Meter hinauf ziehen sich die Weinberge. Sie ist aber auch die kleinste – 4800 Hektar werden hier bewirtschaftet, lediglich ein Zehntel der österreichischen Gesamtfläche. Beachtung findet man da nur, wenn man sich entweder eine Nische erobert oder besonders hohe Qualität abliefert. Hier im Südosten der Alpenrepublik ist beides gegeben: während Niederösterreich für seine Veltliner und Rieslinge berühmt ist und man das Burgenland mit kräftigen Rotweinen in Verbindung bringt, hat die Steiermark sich vor allem auf Rebsorten der Burgunder-Familie spezialisiert, das ist ihre Königsdisziplin. Vor allem der Sauvignon Blanc bringt hier an der Südseite der Alpen hervorragende Ergebnisse, ganz besonders in der Südsteiermark. Ergebnisse, für die allerdings zuvor viel Schweiß vergossen werden muss, denn die meisten Rebstöcke stehen an Steilhängen, die den Einsatz von Maschinen oft unmöglich machen – ohnehin ist für alle steirischen DAC-Weine Handarbeit zwingend vorgeschrieben. Steirische Sauvignons der höchsten Kategorie können es ohne Weiteres mit jenen aus der Heimat der Traube, dem französischen Loire-Tal, aufnehmen, sie stehen deren unverwechselbarem Aroma schwarzer Johannisbeeren – oder, wie man hier sagt, Ribisel – in nichts nach. Die Tradition reicht lang zurück und begann nicht etwa wie in Neuseeland erst in den 90ern, auch wenn die Anbaufläche sich innerhalb von 20 Jahren vervierfacht hat, womit der Sauvignon zur unbestrittenen Leitsorte der Südsteiermark aufrückte. Die schier unglaubliche Bodenvielfalt trägt ihren Teil dazu bei, den beständigen Wechsel zwischen Sand und Muschelkalk, Schiefer und Tonmergel bezeichnet der Steirer als „Opok“, möglicherweise deswegen, weil die verschiedenen Schichten so „zomg’bockn“ sind, dass man sie oft nur schwer voneinander unterscheiden kann.

Eine andere Facette der Burgunder-Vielfalt bildet der Chardonnay ab, der hier traditionell Morillon genannt wird – auch dies ein Verdienst Erzherzog Johanns, der die Rebsorte aus Frankreich einführte. Da man damals nicht mit Bestimmtheit wusste, um welche Rebe es sich eigentlich genau handelte, benannte man sie schlicht nach ihrer Herkunft, dem kleinen Städtchen Morillon im Osten Frankreichs. Wie die meisten steirischen Weine weist er einen recht niedrigen Alkoholgehalt auf, ist eher frisch und leicht, fast schwebend, und auch nicht unter wuchtigen Fassaromen begraben wie sonst international üblich.

Auch hier südlich des malerischen Sausals pflegt man noch eine traditionsreiche Rotweintraube, die allerdings bei Weitem nicht die Bekanntheit des Blauen Wildbaches genießt und daher nahezu vom Aussterben bedroht ist. Der Laska dankt der Handvoll Winzern, die ihn als autochthone Rebsorte in Ehren halten, ihre Treue mit einem alkoholarmen, leichten und fruchtbetonten Schoppenwein. So anspruchslos er ist, so wenig lässt er sich aber leider auch auf höhere Qualität trimmen – verständlich, dass sich da mancher auf Weltklasse schielende Winzer unterfordert fühlt. Auch jenseits der Grenze in Slowenien kultiviert man ihn noch, wie überhaupt landschaftlich und in Sachen Weinbau viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern bestehen. Das ist nicht verwunderlich, denn bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte die Untersteiermark zum riesigen Herzogtum Steiermark, wurde dann jedoch von nationalistischen Slowenen besetzt und kurz darauf auch völkerrechtlich dem Vorgängerstaat des späteren Jugoslawien zugeschlagen. Dass die Weine aus der Gegend um Marburg an der Drau, dem heutigen Maribor, durch jahrzehntelangen Sozialismus bis heute qualitativ nicht ansatzweise an die österreichischen heranreichen – die meisten sind lieblich oder höchstens halbtrocken -, wirkt fast wie eine späte historische Genugtuung, ist aber für die Weinwelt eine traurige Angelegenheit.

Sehr erfreulich hingegen und ein absolutes Muss ist ein steirischer Muskateller – die besten finden sich wahrscheinlich zwischen Leutschach und Gamlitz -, der gerade dann zu faszinieren weiß, wenn man ihm einen Vertreter etwa aus Niederösterreich gegenüberstellt. Während diese zwar sortentypisch schon recht bukettreich ausfallen, aber alles in allem wie viele österreichische Weine eher vornehm-zurückhaltend daherkommen, wirkt der Muskateller von den steirischen Kalkböden beinahe wie ein Konzentrat und droht einen mit geballter Aromenfülle geradezu zu überwältigen. Die Assoziation zum Parfum liegt für viele nicht weit und damit ist er sicher nicht jedermanns Sache, aber für Liebhaber dieser Rebsorte eröffnen sich hier neue Horizonte. Hervorragend lässt er sich zu der leichten Brettljause trinken, die mit ihrer ehrlichen Auswahl an regionalen Käse-, Wurst- und Schinkenspezialitäten in den vielen Buschenschankbetrieben der gastronomischen Opulenz etwa der Wiener Heurigen vorgezogen wird.

Die Steiermark gilt als der Garten Österreichs, gern bezeichnet sie sich selbst als dessen „grünes Herz“: der Großteil der Gesamternte an Äpfeln, Kürbissen, Holler oder des als scharfes Würzmittel zu deftigen Speisen beliebten Kren stammen von hier – darauf ist man sehr stolz, und das gilt in noch höherem Maße für den Wein. Jeder neue Jahrgang wird darum Anfang November höchst feierlich mit mehreren tausend Gästen in der Stadthalle Graz von den „Steirischen Junkern“, den trockenen Jungweinen, meist Weißweincuvées, eröffnet. Er steht sozusagen am Ende der Genese eines österreichischen Weins, der seinen Weg vom noch alkoholfreien Most über den schon gärenden „Sturm“ und den durchgegorenen, aber noch unfiltrierten „Staubigen“ nimmt. Die trockenen Gebietsweine folgen im nächsten März, die höherwertigen Orts- und Riedenweine erst im Mai, um ihnen ausreichend Zeit für einen schonenden Ausbau zu lassen, den sie gerade dann brauchen, wenn sie auf komplexen Böden wachsen wie in der Südoststeiermark.

Ihr Alleinstellungsmerkmal verrät schon der Name, unter dem viele ihrer Weine vermarktet werden: Vulkanland. Die mittlerweile erloschenen Zeugen der bewegten Erdgeschichte schleuderten vor Urzeiten Unmengen an Gestein in die Luft, das sich mit der Zeit verfestigte und heute als Tuff bezeichnet wird, und jagten gewaltige Magmaströme in die Landschaft, die schnell erkalteten und daraufhin zu Basalt wurden. Insbesondere Welschriesling gedeiht auf diesem wilden Untergrund, jener apfelige Verwandte des Elblings, der in Österreich als Everybody’s Darling gilt und gern nach Feierabend genossen wird. Inzwischen haben aber auch einige steirische Winzer am Etikett des Massenträgers und geschmacklichen Leichtgewichts gekratzt und keltern beachtliche Premiumweine, darüber hinaus entfaltet sich sein Potential hervorragend, baut man ihn als Naturwein aus. Wie die Burgunder gerät er hier durch die besondere Beschaffenheit der Böden immer ein bisschen stoffig-würziger und kräftiger als in den beiden anderen Gebieten. Auch die klimatischen Verhältnisse haben ihren Anteil daran: während von Norden her noch heiße, trockene pannonische Luft einströmt, zieht von Süden schon feuchtes Mittelmeerklima heran, was für starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgt.

Der eigentliche Star im Vulkanland ist allerdings der Traminer. Die uralte Rebsorte mit ihrem betörenden Rosenduft, Vater des in Österreich allgegenwärtigen Grünen Veltliners, kann wahlweise als Roter, Gelber oder Gewürztraminer auftreten. Sie ist sehr anspruchsvoll, was ihren Standort angeht und bringt selbst an guten nur einen geringen Ertrag, was den säurearmen, aber oft leicht herben Wein zu einer Rarität macht. Aufgrund des vergleichsweise hohen Restzuckergehaltes gilt er als sehr lagerfähig und offenbart manchmal erst nach Jahren Kellerreife sein ganzes geschmackliches Spektrum zwischen tropischen Früchten, schweren orientalischen Gewürzen, zitrischen Noten und Anteilen von Rosine und gedörrtem Obst.

Ob Erzherzog Johann so etwas gemocht hätte? Mit Sicherheit. Der Grundstein, den der volkstümliche Fürst Mitte des 19. Jahrhunderts für den steirischen Weinbau legte, wurde und wird durch den Fleiß und die Präzision der steirischen Winzer in hohen Ehren gehalten: unter dem schreitenden Panther, dem Wappentier des Landes, gedeihen einige der feinsten Burgunder, die Europa zu bieten hat. Text: Dario Sellmeier

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Länder/Regionen

Château Fontebride Sauternes 2021

Weißwein · Sauternes · edelsüß · Bordeaux

Château Fontebride Sauternes ist ein edelsüßer Weißwein aus dem Sauternes im Bordeaux. Die Weine dieser Appellation zählen – gemeinsam mit deutschen Rieslingen – zu den berühmtesten und lagerfähigsten Süßweinen der Welt. Aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle entsteht ein reichhaltiger, vollmundiger Süßwein. Noten von Waldhonig, Flieder und getrockneten Früchten verwöhnen schon im Duft.


Sauternes

Sauternes liegt im Süden des Bordeaux, wo der kühle Garonne-Zufluss Ciron morgendliche Nebel bildet. Diese begünstigen die Edelfäule (Botrytis cinerea), die den Trauben Wasser entzieht und Zucker sowie Aromen konzentriert – die Grundlage großer, lagerfähiger Süßweine.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die edelfaulen Trauben werden konzentriert eingebracht; der Ausbau verleiht dem Wein Fülle, Tiefe und großes Reifepotenzial.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase Waldhonig, Flieder und getrocknete Früchte, insbesondere Aprikose und Pfirsich. Am Gaumen reichhaltig und vollmundig, mit konzentrierter Süße, feiner Frische und vollem, langem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Gut gelagert reift der Wein über viele Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Foie gras, Blauschimmelkäse, Tarte Tatin, Obstdesserts oder solo.


Lage: Sauternes, Bordeaux (Frankreich)
Klassifikation: AOC Sauternes (edelsüß)
Ausbau: Sémillon, Sauvignon Blanc & Muscadelle, edelsüß

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Schaumweine

Domaine Vincey Champagne Le Grand Jardin New Release

Eine einzige Parzelle in Oger, 0,45 Hektar groß, liefert die Trauben für den Domaine Vincey Champagne Le Grand Jardin. Die alten Reben aus Massenselektion stehen auf dünner Krume über braunem Ton und Kreide. Jahrgang 2018, im Eichenfass vergoren, ohne Dosage gefüllt; die Auflage: 1.257 Flaschen, mehr gibt es nicht.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zuerst verschlossen und reduktiv: Feuerstein, Zitronenschale, Kreide. Mit Luft kommen kandierte Zitrusschalen, Hefegebäck und ein salziger Hauch dazu. Im Mund dicht und extraktreich, mit straffer Säure und viel Textur aus Holz und Hefe. Trocken, kreidig und lang.

Mach was draus

Austern, rohe Fischgerichte mit Zitrus, Kaviar, gebratener Fisch oder junger Hartkäse. Für süßliche oder scharf gewürzte Speisen ist er nicht gemacht. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C im großen Glas. Plane eine halbe Stunde Luft ein, dann zeigt er sich.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Le Grand Jardin braucht Zeit im Glas. Dann ist er für mich der schönste der drei.“

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Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Wilde Hefen vergären den Most in Eichenfässern, wo der Wein anschließend lange mit seiner Feinhefe liegen bleibt. Rütteln und Degorgieren: Handarbeit.

Warum wirkt er zuerst so verschlossen? Die Hefe schützt den Wein im Fass vor Sauerstoff. Das gibt anfangs reduktive Noten wie Feuerstein, die sich mit Luft verflüchtigen.

Rebsorte Chardonnay · Einzellage Le Grand Jardin (Oger, Grand Cru) · Fläche 0,45 ha · Ton und Kalkstein über Kreide · Jahrgang 2018 · Spontangärung im Eichenfass · langes Feinhefelager im Holz · Handrüttelung · Dosage null · Auflage 1.257 Flaschen · Domaine Vincey, Oger · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Veriquete 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel)

Tempranillo · Garnacha · Viura · Malvasía u. a. Escondite del Ardacho · Veriquete gemischter Satz · Single Parcel DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) Sandstein & Mergel · 595 m · 50+ J. nur 2.175 Flaschen 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Veriquete" 2016 ist ein reiner Einzellagenwein von einer nur 0,40 Hektar großen Parzelle auf 595 Metern Höhe über Viñaspre. Ein gemischter Satz aus allen im Weinberg stehenden Sorten – ein facettenreicher, sehr mineralischer Rioja und großes Genusskino für alle, die den besonderen Geschmack suchen.


Veriquete – 0,40 Hektar auf 595 Metern

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Der Veriquete wird aus einer lediglich 0,40 Hektar großen Parzelle gewonnen. Die Reben sind hier über fünfzig Jahre alt, ihr Ertrag ist entsprechend niedrig. Der Wingert liegt auf 595 Metern auf den Anhöhen von Viñaspre und ist im Vegetationszyklus dem atlantischen Klima ausgesetzt. Anders als bei den meisten Rotweinen stehen hier auch Weißweinreben – Roberto Oliván macht aus der Not eine Tugend und verwendet alle auf dem Weinfeld stehenden Sorten: Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weitere. Die kargen Sandstein-Mergel-Böden ergeben einen facettenreichen, sehr mineralischen Wein.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung der Sandstein-Mergel-Böden – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weiteren Sorten, Jahrgang 2016, trocken; von über 50 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha).

Alle im Weinberg stehenden Rebsorten – rote wie weiße – werden gemeinsam vinifiziert, ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes. Der Wein wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu ausgebaut. Gesamtproduktion: nur 2.175 Flaschen.

Im Glas

Noch mostig und tintig, dann Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirschen, Süßholz, eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang lassen sich in diesem mustergültigen Rioja in Duft und Geschmack wiederfinden. Großes Genusskino für alle, die den besonderen Geschmack suchen und finden wollen.

Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirsche und Süßholz, dazu eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang – großes Genusskino.

Sollte vor dem Genuss mindestens drei Stunden dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha), Anhöhen von Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); karge Sandstein-Mergel-Böden, 595 m, atlantisches Klima; über 50 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía u. a. (trocken)
Ausbau: gemeinsame Vinifikation aller Sorten, kompromisslos handwerklich und terroirgetreu; 2.175 Flaschen

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Rebsorten

La Villette Chardonnay

Weißwein · Südfrankreich · Chardonnay

Chardonnay Südfrankreich · Pyrenäen-Vorland 6 Monate sur lie im Eichenfass teilweise malolaktisch harmonisch · cremig

Der La Villette Chardonnay von Badet Clément wird aus Trauben südfranzösischer Weinberge am Fuße der Pyrenäen gekeltert. Sechs Monate „sur lie" im Eichenfass und eine teilweise malolaktische Gärung geben ihm komplexe Aromen von Zitrus, Birne und frischem Brot – harmonisch, mit einem Hauch Vanille und Haselnuss.


Chardonnay vom Fuße der Pyrenäen

Der La Villette ist nach einem bekannten Pariser Stadtviertel benannt, das für das französische Savoir-vivre steht. Die Chardonnay-Trauben stammen aus Südfrankreich, von Weinbergen am Fuße der Pyrenäen.

Badet Clément et Compagnie keltert daraus einen zugänglichen, harmonischen Weißwein im Geist des Savoir-vivre.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus Südfrankreich.

Der Wein reift sechs Monate „sur lie" in Eichenfässern; ein Teil durchläuft die malolaktische Gärung, wodurch sich frische, typische Chardonnay-Aromen entwickeln und eine cremige Textur entsteht.

Im Glas

Komplexe Primäraromen nach Zitrusfrüchten, Banane, Birne und frischem Brot. Am Gaumen harmonisch, mit einem Hauch von Vanille und Haselnüssen und cremiger Textur.

Zitrus, Birne und frisches Brot mit einem Hauch Vanille und Haselnuss – harmonisch und cremig.

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung schon zugänglich und trinkfreudig.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Fisch und Meeresfrüchten, Geflügel, Pasta in heller Sauce und mildem Weichkäse. Ein vielseitiger, unkomplizierter Begleiter.


Lage: Südfrankreich; Weinberge am Fuße der Pyrenäen
Klassifikation: Weißwein (vmtl. IGP Pays d'Oc)
Ausbau: Chardonnay; 6 Monate sur lie im Eichenfass, teilweise malolaktische Gärung

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Rebsorten

Schittler Becker Niersteiner Pettenthal Riesling trocken 2020

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Schittler & Becker Niersteiner Pettenthal Riesling trocken 2020 stammt aus einer der großen Rieslinglagen der Welt. Für das Familienweingut ist dieser Wein aus dem berühmten Pettenthal am Roten Hang ein historischer Meilenstein – Herausforderung und Ansporn, hier einen absoluten Spitzenwein zu erzeugen.


Rheinhessen / Niersteiner Pettenthal

Die Vereinigten Weingüter Schittler & Becker sind in Rheinhessen beheimatet. Majestätisch und steil erhebt sich der berühmte Rote Hang bei Nierstein an der Rheinfront. Das Rotliegende, das dem Boden seine charakteristische Farbe verleiht, ist eine einzigartige Bodenformation, die im steilen Hang mit dem Rhein zu Füßen ganz besondere Bedingungen schafft. Aus der Einzellage Niersteiner Pettenthal stammen einige der besten Rieslinge der Welt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Handlese, Spontangärung und Ausbau sowohl im Edelstahl als auch im traditionellen großen Holzfass prägen diesen Wein. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klare Steinobst- und Zitrusfrucht, verbunden mit der würzig-mineralischen Prägung des Rotliegenden. Am Gaumen dicht und mineralisch, mit feiner Struktur, animierender Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Nierstein / Roter Hang – Einzellage Pettenthal (Deutschland); Vereinigte Weingüter Schittler & Becker
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Handlese, Spontangärung, Edelstahl und großes Holzfass; Rotliegend (roter Tonschiefer)
Jahrgang: 2020

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Spanien

Envinate Palo Blanco VdM Tenerife 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Valle de la Orotava Envínate Vulkanboden · ~600 m wurzelechte 100-J.-Reben (Cordón trenzado) große Ovalfuder 2024

Der Envínate Palo Blanco 2024 ist ein äußerst spannender Vulkan-Weißwein aus dem Norden Teneriffas – nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt. Spontan, wild und herzhaft, karg und meeresfrisch. Kein Gaumenschmeichler, sondern ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.


Palo Blanco – Vulkanweiß aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Der Palo Blanco stammt aus dem gleichnamigen Quartier bei Los Realejos im Valle de la Orotava, am Nordhang des Teide. Auf rund 600 Metern fußen über 100 Jahre alte, wurzelechte Listán-Blanco-Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf reinem schwarzem Vulkangestein und Basalt, erzogen im traditionellen, geflochtenen „Cordón trenzado". Der Duft ist entsprechend nicht von der Frucht, sondern von der Erde und der Mineralität des Bodens geprägt.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-salzigen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die alten Reben und der schonende Ausbau betonen die kargige, herkunftsgenaue Stilistik – ein Wein für Liebhaber kompromissloser Terroirweine.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung ohne Schalenkontakt, Spontangärung mit Wildhefen im Betontank; anschließend Ausbau über rund zehn Monate in zwei großen 2.500-Liter-Ovalfudern aus Friaul. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Der Duft des Palo Blanco ist nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt: spontan, wild und herzhaft. Am Gaumen nasses Gestein, leicht nussige und oxidative Aromatik, karg und staubig im Abgang. Säure und Meeresfrische fügen sich formidabel ins Gesamtbild. Kein Gaumenschmeichler, eher ein Essensbegleiter – ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.

Nasses Gestein, nussig-oxidative Aromatik, karg und staubig – Säure und Meeresfrische formidabel im Gesamtbild.

Sollte vorher dekantiert werden. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse – ausgesprochen vielseitig am Tisch.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Quartier Palo Blanco, Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~600 m, schwarzer Vulkanboden/Basalt; über 100 Jahre alte, wurzelechte Cordón-trenzado-Reben
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Beton, ~10 Monate in 2.500-l-Ovalfudern (Friaul), unfiltriert; organischer Anbau

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Deutschland

Ellermann Spiegel Windrosé Cuvée

Roséwein · Cuvée · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Windrosé ist ein saftiger Rosé-Cuvée vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Die Cuvée aus Spätburgunder und Cabernet Sauvignon zeigt sich zartrosa im Glas – herrlich frisch und leicht, mit Fruchtnoten von Johannisbeere, Veilchen und Erdbeere.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Die Windrosé ist der frische Rosé des Hauses.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Spätburgunder und Cabernet Sauvignon. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, fruchtbetonte Aromatik. So entsteht ein leichter, animierender Rosé mit zartrosa Farbe.

Im Glas

Zartrosa. In der Nase und am Gaumen frische Fruchtnoten von Johannisbeere, Veilchen und Erdbeere. Herrlich frisch und leicht, saftig mit animierender Säure und unkompliziertem Trinkfluss. Frischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter. Ein vielseitiger Sommerwein.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, Fischgerichte, Salate und leichte Sommerküche.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Roséwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Spirituosen

Gran Duque de Alba Brandy Solera Gran Reserva

Brandy · Brandy de Jerez · Solera Gran Reserva · Spanien

Gran Duque de Alba Brandy Solera Gran Reserva ist ein Brandy de Jerez vom traditionsreichen Haus Williams & Humbert. Nach langjähriger Reife in ehemaligen Oloroso-Fässern schmeckt er wunderbar weich und vollmundig. Im Glas Noten von Karamell, Zedernholz, Früchten, Nüssen und Vanille.


Jerez

Brandy de Jerez stammt aus dem Süden Spaniens, rund um Jerez de la Frontera. Williams & Humbert zählt zu den renommiertesten Bodegas der Region und reift seinen Brandy nach dem traditionellen Solera-System in alten Sherryfässern.

Herstellung und Reifung

Der Brandy reift langjährig in ehemaligen Oloroso-Sherryfässern nach dem traditionellen Solera-System (Gran Reserva). Die Fässer verleihen ihm seine weiche Fülle und die Noten von Karamell, Zedernholz, Nüssen und Vanille.

Im Glas

Bernsteinfarben bis Mahagoni. In der Nase und am Gaumen weich und vollmundig, mit Noten von Karamell, Zedernholz, Früchten, Nüssen und Vanille. Der Abgang ist lang und warm.

Zum Genuss

Pur bei Zimmertemperatur in einem Schwenkglas als Digestif genießen.

Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse und Zigarren.


Herkunft: Jerez (Spanien)
Art: Brandy de Jerez – Solera Gran Reserva
Reifung: langjährig in Oloroso-Fässern (Solera-System)

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