Das Weinbaugebiet Rioja

Alles Wissenswerte über die bekannteste Weinregion Spaniens

Als das spanische Bordeaux wird sie bezeichnet, und in der Tat gibt es in der Weinwelt wenige Gebiete, die international derartige Bekanntheit und Renommee erlangt haben. Die Spanier selbst würdigen diesen Umstand, indem es der Rioja als eines von zwei Gebieten im Land gestattet ist, den Status einer DOCa zu tragen, einer Denominación de Origen Calificada, der höchstmöglichen Klassifizierung im spanischen Weinbau. Aber noch aus einem anderen Grund nennt man Rioja und Bordeaux oft in einem Atemzug: als die Reblaus-Katastrophe Ende des 19. Jahrhunderts über Spanien kam, blieb die Rioja davon größtenteils verschont. Und konnte in den Folgejahren nach Frankreich exportieren, dessen Weinbau komplett darnieder lag. Hatten viele Spanier das Winzerhandwerk im Bordeaux gelernt, waren es jetzt die Weinbauern von dort, die nach der Vernichtung ihrer Existenz der Heimat den Rücken kehrten und sich im Norden Spaniens niederließen. Was sie mitbrachten, war die wohl weltweit beste Expertise in Kellertechnik der damaligen Zeit, die sich die Einheimischen schnell selbst aneigneten. Zunächst verwendete man Holzgebinde in allen möglichen Größen. Heutzutage lagern in den Kellern der Rioja über eine Million Barrique-Eichenfässer, die traditionell jeweils 225 Liter fassen – Weltrekord für ein Weinbaugebiet. Die Lagerung in ihnen verleiht den Weinen neben einer komplexeren Aromatik ein gigantisches Reifepotential. Was die Spanier von den Franzosen außerdem lernten, war die Technik der Vermarktung. Zwar hatten die findigen Mönche der hier beheimateten Klöster schon ab dem 16. Jahrhundert damit begonnen, die für den Export in die süd- und mittelamerikanischen Kolonien bestimmten Fässer mit auf ihre Heimatregion verweisenden Brandzeichen zu versehen. Gleichzeitig sorgten sie durch Versorgung der aus allen Teilen Europas herbeiströmenden Pilger auf dem nahegelegenen Camino de Santiago für die Bekanntheit ihrer Produkte. Doch der edle Nimbus, der den tiefroten Tropfen heutzutage umgibt, ist letztlich den genialen Marketingtechniken zu verdanken, die auch das Bordelais groß gemacht haben. Technische Entwicklungen wie der Bau einer Eisenbahn nach Bilbao und darüber zum weltweit wichtigsten Rotwein-Handelsplatz in Bordeaux oder die Elektrifizierung des Ortes Haro fast zeitgleich mit London und Paris sorgten für einen gigantischen Entwicklungsschub. Das ging etwa 50 Jahre lang so, bis die Rioja wie fast der gesamte spanische Weinbau unter General Franco in einen Dornröschenschlaf fiel, der bis in die 70er Jahre andauern sollte. Dann aber war das Comeback umso eindrucksvoller: Rioja wurde zum Synonym für spanischen Rotwein schlechthin. In Deutschland würde kaum jemand auf die Idee kommen, einen Württemberger oder Frankenwein zu verlangen. Beim Rioja ist das anders. Wer ihn bestellt, kann sich wie sonst wohl nur bei der Order eines Champagners sehr sicher sein, was man ihm einschenken wird – und das ist gar nicht so selbstverständlich, denn in diesem beschaulichen Flusstal wachsen deutlich mehr als nur eine Handvoll Rebsorten.

65 000 Hektar sind hier dem Weinbau vorbehalten, in Relation zu Gesamtspanien mit einer Million Hektar erscheint das nicht besonders viel. Tatsächlich hat die Rioja die optimale Größe, um zwar eine weltweite Nachfrage generieren und bedienen zu können, gleichzeitig aber nicht der Versuchung qualitativ minderwertiger Massenproduktion zu verfallen, wie es ihr Mutterland tat und teilweise immer noch tut. Der Star unter den Rebsorten der Rioja ist natürlich der Tempranillo. In den Cuvees nimmt er den größten Anteil für sich in Anspruch, der Rest entfällt auf Garnacha, Graciano und Mazuelo. Zwar weisen fast alle „klassischen“ Rioja-Rotweine den typische duftigen Tempranillo-Geschmack nach Waldbeeren, Tabak und Gewürzen auf, doch ist die Intensität in hohem Maße von der Reifezeit abhängig. Diese teilt sich auf in eine kürzere Fass- und eine längere Flaschenreife auf. Zwischen einem nur kurz gereiften Joven- oder Crianza-Wein, der für den Konsum innerhalb von fünf Jahren gedacht ist, und den Gran Reservas, die jahrzehntelang gelagert werden können und erst dann ihr gesamtes Potential entfalten, liegen Welten. Eine Glaubensfrage ist die Entscheidung zwischen Fässern aus französischem oder amerikanischem Eichenholz. Ersteres hat den Vorteil der Feinporigkeit, was für weniger Luftzufuhr und somit zurückhaltendere, elegantere Weine sorgt, während letzteres durch seine gröberen Poren mehr Sauerstoff an den Wein lässt, wodurch er eine intensivere Stilistik gewinnt. Der Lebenszyklus der Fässer ist allerdings in beiden Fällen recht kurz und liegt bei fünf bis maximal zehn Jahren. Danach gibt das Holz keine der geschätzten Vanillin-Komponenten mehr an den Wein ab.

Größer als im Rest Spaniens ist in der Rioja die Dominanz roter Trauben, mehr als drei Viertel der Fläche sind mit ihnen bestockt. Was im Umkehrschluss aber heißt, dass es durchaus auch Weißweine von hier gibt. Beliebt ist der Viura, in Deutschland besser als Macabeo bekannt, für die Herstellung von Schaumweinen, den Espumosos. Und tatsächlich gibt es auch eine weiße Version des Tempranillo, eine natürliche Mutation, die man in den 80er Jahren zufällig entdeckte und die nirgendwo sonst auf der Welt existiert. Ein großer Trend, der in den 90ern begann und seit 2017 auch von offizieller Seite gestattet wurde, ist die Vermarktung der Weine nach Einzellagen. In Ländern wie Deutschland seit jeher üblich, ist der Vino de Pago in Spanien ein ziemliches Novum, da er durch den weit verbreiteten Verschnitt verschiedener Rebsorten auch lange nicht wirklich sinnvoll oder praktikabel erschien.

Obwohl die Rioja eine vergleichsweise kleine Region ist, präsentieren sich sowohl die klimatischen als auch die geologischen Verhältnisse sehr variantenreich. Sowohl der nördlich gelegene Atlantik als auch das Mittelmeer im Osten üben ihren Einfluss aus und erzeugen ein animierendes Spannungsfeld zwischen ozeanischem und mediterranem Klima. Der Ebro als die Lebensader der Region tut sein Übriges und erweist sich besonders dort als wertvoll, wo Niederschlage seltener sind und die Winzer ihn zur Bewässerung der Reben nutzen. Eigentlich müsste er Namensgeber dieses Landstrichs sein, doch diese Ehre gebührt dem gerade einmal 65 Kilometer langen Rio Oja, dem Nebenfluss eines Nebenflusses des Ebro. Von dessen Ufer mit seinen nährstoffreichen Schwemmböden ziehen sich die Anbauflächen über sanft ansteigende Hänge aus eisenhaltigem Lehm bis 40 Kilometer weit ins höhergelegene Hinterland mit seinen Böden aus stark kalkhaltigem Ton hinein.

Will man Weinbau und Winzerleben in all seiner Urtümlichkeit bestaunen, bieten sich unter den insgesamt 144 der Rioja DOCa zugehörigen Gemeinden eine Vielzahl charmanter Dörfer an. Das bekannteste unter ihnen ist wahrscheinlich Haro ganz im Westen – von hier sind es ziemlich genau hundert Kilometer bis zum östlichen Ende in Alfaro. In Haro findet alljährlich die „Batalla del vino“ statt, die Weinschlacht, bei der sich nach dem Besuch einer katholischen Messe zwei weiß gekleidete Gruppen gegenseitig mit Unmengen an Rotwein bespritzen und begießen. Ursprünglich aus Anlass einer Grenzstreitigkeit mit dem Nachbarort entstanden, ist die Schlacht heute ein folkloristisches Großereignis, das mit einem festlichen Essen auf dem Hauptplatz Haros ausklingt. Man kann das heutzutage vor dem Hintergrund der Debatte um Lebensmittelverschwendung verwerflich finden, für die Einheimischen ist Brauchtum dieser Art jedoch nicht verhandelbar. Die Rioja Alta, in der wir uns hier befinden, ist das größte und traditionsreichste der drei Gebiete, in welche man die Rioja unterteilt. Die ältesten Bodegas finden sich hier, viele seit etlichen Generationen in Familienbesitz. Und auch die hiesigen Weine werden als die besten betrachtet, die man in der ganzen Rioja findet. Das hängt mit der durch das kühle atlantische Klima verursachten Dickschaligkeit der Trauben zusammen. Diese wiederum bringt es mit sich, dass mehr Phenole – besonders Tannine -, Säuren und Farbstoffe in den Most gelangen, was eine längere Reife und ein vielschichtiges, ganz und gar einzigartiges Endprodukt begünstigt.

Während Haro noch das eher urtümliche Weindorf ist, geht es in Logroño, der Hauptstadt der Autonomen Region La Rioja, deutlich geschäftiger zu – der Jakobsweg verläuft mitten hindurch. Der Weinbau spielt auch hier eine große Rolle, allerdings eher die damit verbundenen Handels- und Verwaltungstätigkeiten. Besonders lohnenswert ist die Kombination eines schönen Glases Wein mit den hier in fast jeder Gastwirtschaft angebotenen Pinchos – kleinen appetitanregenden Häppchen, den bekannteren Tapas nicht unähnlich, aber auf kleinen Holzspießen serviert, die man sich selbst zusammenstellt. Überhaupt ist die Rioja Oriental oder Rioja Baja, wie der östliche Teil der Region noch bis vor Kurzem genannt wurde, ein Paradies für Feinschmecker. Nur marginal kleiner als die Rioja Alta unterscheidet es sich landschaftlich wie klimatisch deutlich von dieser: sehr flach ist das Land hier, und Winde vom Mittelmeer sorgen für wärmere und trockenere Wetterlagen. Das lässt die Weine zu dankbaren Speisenbegleitern werden, gefälliger, runder und weicher, aber auch alkoholischer. Sogar Rosés findet man hier hin und wieder, für Freunde restsüßer Weine der einzige Lichtblick, denn ansonsten baut man in der Rioja kompromisslos trocken aus.

Der kleinste Bereich schließlich ist Rioja Alavesa, ein 300 Quadratkilometer großes, recht hoch gelegenes Gebiet nördlich des Ebro, das politisch gesehen schon zum Baskenland gehört. Wem die Weine aus der Rioja Alta zu schwer sind, der findet hier im kantabrischen Gebirge eine Alternative – die Weine sind deutlich fruchtiger und nicht so schwer. Überhaupt ist dies ein Stil, der in den vergangenen Jahren immer mehr nachgefragt wird und dem traditionellen, voluminösen Rioja mit seinem balsamischen Aroma und den erdigen, ledrigen Nuancen den Rang abzulaufen droht. Ein Vergleich zwischen dieser Oldschool-Variante, die erst nach recht langer Zeit auf den Markt gebracht wird und dann schon eine eher bräunliche Färbung aufweist, mit den stark extrahierten und daher hochkonzentriert samtig-dunkelbeerigen, modernen Varianten ist in jedem Fall lohnenswert. Sehr genau hat man hier den rasanten Aufstieg der nahegelegenen Ribera del Duero beobachtet, die ebenfalls hervorragende Tempranillos keltert. Was man jemandem entgegenzusetzen hat, der qualitativ ebenbürtig ist? – Qualität kombiniert mit Rarität. Die Alavesa ist unter Liebhabern und Sammelwütigen vor allem für ihre „vinos de autor“ bekannt. Autorenweine werden vor allem von sehr kleinen, relativ jungen Weingütern erzeugt und erreichen aufgrund ihrer stark limitierten Auflagen regelmäßig Spitzenpreise.

Die Traditionsweingüter wissen auf andere Weise auf sich aufmerksam zu machen. Viele Bodegas haben sich selbstbewusst architektonische Denkmäler setzen lassen, welche die Rioja auch für nicht-vinophile Touristen zu einem Erlebnis macht: ob Santiago Calatravas Arbeit für die Bodegas Ysios in Languardia, dessen Wirtschaftsgebäude sich sanft geschwungen den Hügelketten der Umgebung anpassen, oder das Hotel der Kellerei Marqués de Riscal, dessen Dach von Frank O. Gehry wie verworrenes Geschenkband gestaltet wurde. In seiner Farbwahl griff er das Produktdesign seines Auftraggebers auf: rosa wie der Schimmer des Weines, silbern wie die Flaschenkapseln und golden wie das die Flasche umgebende filigrane Drahtgeflecht. Gerüchten zufolge gewann man den eigentlich lieber an großstädtischen Bauten planenden Gehry mit zwei Flaschen seines Geburtsjahrgangs 1929 für das Projekt. Infolgedessen kam der kleine Ort Elciego in den Genuss des Bilbao-Effekts, jenes nach dem ebenfalls von Gehry im baskischen Bilbao erbauten Guggenheim-Museum benannten Phänomens, das die gezielte Aufwertung ländlicher, touristisch eher uninteressanter Orte durch spektakuläre Architektur beschreibt.

Obwohl es hier keineswegs uninteressant ist. Eingebettet zwischen den Keimzellen des früheren spanischen Weltreiches, Kastilien-Leon und Navarra-Aragon, ist es eine unglaublich geschichtsträchtige Region, die zudem touristisch sehr gut erschlossen ist, ohne wirklich touristisch zu sein. Darüber hinaus traditionsreich, ohne verstaubt zu sein. Und natürlich weintechnisch Weltklasse, ohne arrogant zu sein. Und damit eine Region, an der früher oder später kein Weinkenner vorbeikommt.

Everything You Need to Know About the Most Famous Wine Region of Spain (english version)

Often referred to as the Spanish Bordeaux, there are few regions in the world of wine that have attained such international acclaim and prestige. The Spanish themselves honor this by allowing Rioja to be one of the two regions in the country with the status of a DOCa (Denominación de Origen Calificada), the highest possible classification in Spanish winemaking. There is another reason why Rioja and Bordeaux are frequently mentioned together: when the phylloxera catastrophe struck Spain at the end of the 19th century, Rioja was largely spared, enabling it to export to France, whose vineyards were completely ravaged. Many Spaniards who had learned the craft of winemaking in Bordeaux now saw French winemakers, having lost their livelihood, settle in northern Spain. They brought with them what was probably the best cellar technology expertise of the time, quickly adopted by the locals. Initially, wooden containers of all sizes were used. Nowadays, over a million barrique oak barrels, traditionally holding 225 liters each – a world record for a wine-growing area – are stored in the cellars of Rioja. Aging in these barrels gives the wines a complex aromatic profile and tremendous aging potential.

What the Spaniards also learned from the French was the art of marketing. While the ingenious monks of the local monasteries had begun marking barrels destined for export to South and Central American colonies with their regional brands since the 16th century, they also promoted their products to pilgrims traveling the nearby Camino de Santiago from all over Europe. But the noble aura that surrounds the deep red drops today is ultimately due to brilliant marketing techniques that also elevated Bordeaux. Technological developments, such as the construction of a railway to Bilbao and onward to Bordeaux, the world’s most important red wine trading place, or the electrification of the town of Haro almost simultaneously with London and Paris, contributed to tremendous growth. This continued for about 50 years, until, like almost all of Spanish winemaking, Rioja fell into a ‘Sleeping Beauty’ slumber under General Franco, lasting until the 1970s. The comeback was then all the more impressive: Rioja became synonymous with Spanish red wine per se.

In Rioja, 65,000 hectares are reserved for viticulture, which, compared to a total of one million hectares in all of Spain, might not seem much. However, Rioja is optimally sized to generate and meet global demand without succumbing to the temptation of producing inferior quality mass wines, a trap that its homeland has fallen into and continues to, to some extent. The star among Rioja’s grape varieties is, of course, Tempranillo. It dominates the blends, with the rest comprising Garnacha, Graciano, and Mazuelo. Most classic Rioja red wines exhibit the characteristic fragrant Tempranillo taste of forest berries, tobacco, and spices, but the intensity largely depends on the aging time, divided between a shorter barrel aging and a longer bottle aging period.

The region, despite being relatively small, exhibits varied climatic and geological conditions. Both the Atlantic to the north and the Mediterranean to the east influence the region, creating a lively interplay between oceanic and Mediterranean climates. The Ebro River, the lifeline of the region, plays a crucial role, especially where rainfall is scarce, allowing winemakers to use it for irrigating the vines.

To experience the raw essence of winemaking and the life of a winemaker, there are numerous charming villages among the 144 communities belonging to the Rioja DOCa. The most famous is probably Haro in the west. Every year, Haro hosts the „Batalla del vino“ (Wine Battle), a significant folkloric event where two groups, dressed in white, sprinkle and pour vast amounts of red wine on each other after attending a Catholic mass. The Rioja Alta region, where we find ourselves, is the largest and most traditional of the three areas into which Rioja is divided. The oldest wineries are located here, many owned by families for generations, and the wines produced here are considered the best in all of Rioja.

In contrast to Haro, Logroño, the capital of the Autonomous Region of La Rioja, is much busier. Viticulture also plays a significant role here, especially concerning related trade and administrative activities. The combination of a good glass of wine with the pinchos offered in almost every eatery here is particularly rewarding. Pinchos, similar to the more famous tapas, are small appetizing snacks served on little wooden skewers.

In conclusion, the Rioja wine region, with its rich history, varied climate, and innovative practices, stands as a prominent and prestigious wine-producing area. Its wines, ranging from traditional to modern styles, continue to enchant wine enthusiasts globally, solidifying its position in the international wine arena.

Todo lo que debes saber sobre la región vinícola más famosa de España (versión española)

Se le llama el Burdeos español, y, efectivamente, hay pocas regiones vinícolas en el mundo que hayan alcanzado una fama y renombre internacional tan notables. Los propios españoles valoran este hecho, permitiendo que la Rioja sea una de las dos regiones del país que tienen el estatus de DOCa, una Denominación de Origen Calificada, la clasificación más alta en la viticultura española. Pero hay otra razón por la que a menudo se menciona a Rioja y Burdeos en la misma frase: cuando la plaga de filoxera llegó a España a finales del siglo XIX, la Rioja se mantuvo principalmente a salvo y pudo exportar a Francia, cuya viticultura estaba completamente devastada.

Muchos españoles habían aprendido el oficio de la viticultura en Burdeos, y ahora eran los viticultores de allí quienes, tras la destrucción de sus viñedos, se mudaron al norte de España. Lo que trajeron fue probablemente la mejor experiencia en tecnología de bodegas de la época, que los locales rápidamente adoptaron. Al principio, se usaban barricas de madera de todos los tamaños. Hoy en día, en las bodegas de la Rioja se almacenan más de un millón de barricas de roble, que tradicionalmente tienen una capacidad de 225 litros cada una, un récord mundial para una región vinícola.

La Rioja tiene un área de 65,000 hectáreas dedicadas a la viticultura. Aunque puede parecer pequeño en comparación con el total de España, que tiene un millón de hectáreas, la Rioja tiene el tamaño óptimo para generar y satisfacer una demanda mundial, sin caer en la tentación de una producción masiva de menor calidad. La variedad de uva estrella de la Rioja es, por supuesto, el Tempranillo, que constituye la mayor parte de las mezclas, seguido por la Garnacha, Graciano y Mazuelo.

Si quieres experimentar la viticultura en su forma más tradicional, hay muchos pueblos encantadores entre los 144 que pertenecen a la DOCa de la Rioja. Haro, probablemente el más famoso de ellos, es donde se celebra anualmente la „Batalla del vino“, una enorme celebración donde, después de una misa católica, dos grupos vestidos de blanco se rocían con grandes cantidades de vino tinto.

En resumen, aunque la Rioja es una región relativamente pequeña, tanto sus condiciones climáticas como geológicas son muy variadas, lo que contribuye a la diversidad y riqueza de sus vinos, haciendo de esta región una de las más reconocidas y apreciadas en el mundo del vino.

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Rebsorten

Martin Waßmer Schlatter Maltesergarten Pinot Noir GC 2017

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Waßmer Schlatter Maltesergarten Pinot Noir GC 2017 ist ein ausgezeichneter Lagen-Spätburgunder mit Potenzial. Purpurfarben mit violetten Reflexen, zeigt er eine elegante Frucht und einen saftigen, feinen Gaumen.


Baden / Schlatter Maltesergarten

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Der Pinot Noir aus der Lage Schlatter Maltesergarten wächst auf Kalksteinböden mit Auflagen aus Löss und Lehm – eine Grundlage für elegante, mineralisch geprägte Spätburgunder.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) in der Spitzenkategorie GC. Der Ausbau stellt die elegante Frucht und die feine Struktur der Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Purpurfarben mit dezenten violetten Reflexen. In der Nase elegante Frucht von Sauerkirsche, Himbeere und Preiselbeere. Am Gaumen saftig, mit feiner Beerenfrucht von Kirsche, Preiselbeere und Himbeere, feinem Tannin und gutem Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Kurzgebratenem, Gegrilltem und Geschmortem, kräftigem Geflügel, Krustentieren und Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland – Schlatter Maltesergarten (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Lagenwein (GC) – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir), trocken
Ausbau: elegant und fruchtbetont; Kalkstein mit Löss und Lehm
Jahrgang: 2017

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USA

Epiphany Rodney´s Vineyard Petite Sirah 2017

Rotwein · Santa Barbara County · Petite Sirah

Petite Sirah Santa Barbara County Rodney's Vineyard Santa Ynez Valley Kalifornien 2017

Der Epiphany Rodney's Vineyard Petite Sirah 2017 ist ein tiefdunkler, kraftvoller Kalifornier von der „beautiful earth" Santa Barbaras – Waldbeeren, Cassis, Rauch und Teer über stoffigen, mürben Tanninen. Einer jener Weine, die fast alles schlagen, was es in Europa für unter 50 Euro gibt.


Epiphany Cellars – Rhône-Spezialist aus Santa Barbara

Epiphany Cellars wurde im Jahr 2000 von Eli Parker gegründet, dem Sohn der kalifornischen Schauspieler- und Winzerlegende Fess Parker – als Spielwiese für seine Leidenschaft für Rhône-Sorten wie Syrah, Viognier und Petite Sirah. Seit 2007 zeichnet Kellermeister Blair Fox für die Weine verantwortlich. Epiphany gilt heute als eine der führenden Adressen der Region für rhônegeprägte und „esoterische" Rebsorten.

Die Trauben stammen zu 100 % aus Rodney's Vineyard auf der Fess-Parker-Home-Ranch im Santa Ynez Valley (Santa Barbara County). Es ist eine der wenigen Petite-Sirah-Lagen der Region: Sie greift kühle Einflüsse der nahen Küste auf, behält aber genug Wärme, um vollreif zu werden – genau die Kombination, die diesem Wein Tiefe und Frische zugleich gibt. Der Weinberg ist SIP-zertifiziert (Sustainability in Practice).

Jahrgang 2017 – Santa Barbara County

2017 war an der kalifornischen Central Coast ein warmer Jahrgang, der vollreife, konzentrierte Rotweine hervorbrachte. Bei der ohnehin tieffarbigen, kraftvollen Petite Sirah ergibt das einen Wein von intensiver, dunkler Frucht und satter Struktur – im Stadium der jugendlichen Fruchtdominanz, aber bereits mit weichen, zugänglichen Tanninen.

Ausbau

Reinsortige Petite Sirah aus dem Jahrgang 2017.

Reife über rund 21 Monate in französischer Eiche, davon etwa 17 % neu. Petite Sirah – ursprünglich als Durif aus der Rhône stammend – ist für ihre tintige Farbe, feste Tannine und kraftvolle Frucht bekannt und ein fester Bestandteil des Epiphany-Sortiments.

Im Glas

Waldbeeren, Cassis, Rauch und Teer, stoffige Tannine und eine süßliche Blaubeer-Vanillenote erinnern zusammen mit einer ganz dezenten Rauchigkeit an die ganz großen Weine im Stadium der jugendlichen Fruchtdominanz. Mit fast fünf Jahren ist der Wein noch jung genug, um einen damit zu flashen – und reif genug, dass die Tannine schon surfbar sind, sprich: weich und mürbe. Hier liegt null Schotter auf der Piste.

„Probieren und schwelgen. Wahnsinn, wie der läuft. Genau wegen solcher Weine von der ‚beautiful earth' Kaliforniens habe ich mal mit dem Import begonnen." — Martín Apell

Muss man probiert haben – und schlägt immer noch fast alles, was man für unter 50 Euro in Europa bekommt. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Schmorfleisch und Short Ribs, zu Burgern und Grillgerichten mit dunkler Würze, zu Chili con Carne sowie zu gereiftem Gouda oder Blauschimmelkäse.


Lage: Santa Barbara County, Rodney's Vineyard, Fess-Parker-Home-Ranch, Santa Ynez Valley (Kalifornien, USA); SIP-zertifiziert
Klassifikation: Santa Barbara County AVA, Petite Sirah (trocken)
Ausbau: 100 % Petite Sirah; ~21 Monate französische Eiche (~17 % neu); SIP Certified

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Weine

Champagne Georges Laval Les Hautes Chèvres Brut Nature 2015 BIO

Champagner · Cumières Premier Cru · Pinot Meunier · Brut Nature · Bio

Georges Laval Les Hautes Chèvres Premier Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Pinot Meunier aus der Parzelle Les Hautes Chèvres in Cumières. Georges Laval keltert hier aus alten Meunier-Reben einen puristischen, terroirgeprägten Champagner. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt. Im Glas klar und mineralisch.


Cumières

Cumières liegt in der Vallée de la Marne und ist als Premier Cru klassifiziert. Die Einzellage Les Hautes Chèvres prägt mit ihren kalkgeprägten Böden die Tiefe und Mineralität dieses Meunier. Georges Laval arbeitet naturnah und ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Meunier aus alten Reben der Einzellage Les Hautes Chèvres. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses im Eichenfass; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein puristischer, mineralischer Meunier mit der charakteristischen Tiefe und Klarheit der Laval-Weine, getragen von präziser Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; etwas Zeit im Glas lohnt sich. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, feine Vorspeisen und gereifter Käse.


Lage: Les Hautes Chèvres, Cumières (1er Cru), Vallée de la Marne (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Brut Nature, Blanc de Noirs (Einzellage)
Ausbau: Eichenfass, naturnah, ohne Dosage

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Weine

Saouma Le petit Livre d´A.M. Bach 2009 Magnum

Rotwein · Châteauneu​f-du-Pape · Grenache

Grenache-basiert Le Petit Livre d'A.M. Bach Rotem & Mounir Saouma 2009 60 Monate Amphore und Fass 333 Magnums Magnum 1,5 l

Der Rotem & Mounir Saouma Le Petit Livre d'A.M. Bach 2009 in der Magnum ist die rarste Cuvée des Saouma-Projekts in Châteauneuf-du-Pape: ein Grenache-basierter Rotwein, den das Ehepaar über fünf Jahre in Amphoren und Fässern reifen ließ, bevor er auf die Flasche kam. Vom Jahrgang 2009 wurden nur 333 Magnums gefüllt.


Le Petit Livre d'A.M. Bach – Burgund trifft Rhône

Dieses Projekt des Ehepaars Rotem und Mounir Saouma von Lucien Le Moine ist eine der aufregendsten Geschichten in Châteauneuf-du-Pape. Die Erfahrung aus dem Burgund wird hier auf die dichten, intensiven Rhône-Weine übertragen: Eleganz und Finesse werden aus den sonnenverwöhnten, dickschaligen Grenache-Trauben herausgearbeitet, indem der Wein über mehrere Jahre in Amphoren und Fässern reift. „Die Trauben aus dem Burgund und dem Châteauneuf sind sich gar nicht so unähnlich", so Mounir Saouma, „beide machen seidige, elegante und mineralische Weine."

Das Ehepaar besitzt keine eigenen Rebflächen in nennenswertem Umfang, sondern kauft Trauben von alten Grenache-Anlagen der Appellation und vinifiziert sie selbst. Der Kern der Arbeit liegt nicht im Weinberg, sondern im Keller – dort, wo Mounir Saouma als Élevage-Spezialist seinen Ruf erworben hat: extrem lange Reife auf der Feinhefe, ohne Abstich, mit minimalem Schwefel.

Der Name spielt auf Johann Sebastian Bachs „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach" an – eine poetische Verbeugung, die den Anspruch dieser Cuvée unterstreicht. Sie entsteht in winzigsten Mengen und wird in der Magnum besonders selten: Vom 2009er wurden lediglich 333 Magnums gefüllt.

Jahrgang 2009 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden Winter folgte in der südlichen Rhône ein trockenes Frühjahr mit gleichmäßiger Blüte, danach ein heißer, sehr trockener Hochsommer. Der Mistral tat, was er in solchen Jahren tut: Er trocknete die Trauben nach jedem Regen ab und hielt den Krankheitsdruck praktisch bei null. Regenfälle im September nahmen der Reife die letzte Schärfe und ließen die Beeren ausreifen, statt nur einzutrocknen.

Gelesen wurde ab Mitte September, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – der entscheidende Punkt – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2009 gilt in Châteauneuf-du-Pape als warmer, kraftvoller Jahrgang mit großem Reifepotenzial. Genau bei diesem Profil setzt der lange Ausbau an: Fünf Jahre auf der Feinhefe bauen die üppige Frucht ab und lassen Struktur und Salzigkeit hervortreten – der Wein trinkt sich heute schlanker und kühler, als es der Jahrgangsruf erwarten lässt.

Fünf Jahre in Amphore und Fass

Grenache-basierter Châteauneuf-du-Pape, Jahrgang 2009, gefüllt in der Magnum zu 1,5 Litern; die Gesamtproduktion dieses Formats liegt bei 333 Flaschen.

Der Petit Livre ist durch seinen Ausbau definiert – der vollständige Etikettenname lautet „60 Mensis", also sechzig Monate. So lange reift der Wein in einer Kombination aus Amphoren und Fässern: auf der Feinhefe, ohne Abstich und mit minimalem Schwefel. Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff, bevor er den Wein oxidieren kann, und gibt gleichzeitig Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Die Amphore steuert eine sehr feine, gleichmäßige Sauerstoffzufuhr bei, ohne Aroma beizutragen. Fünf Jahre ohne Abstich sind an der südlichen Rhône die Ausnahme – die meisten Erzeuger füllen nach zwölf bis vierundzwanzig Monaten.

Im Magnumformat setzt sich diese langsame Entwicklung auf der Flasche fort: Auf die doppelte Weinmenge kommt derselbe Sauerstoffeintrag über den Korken, der Wein altert entsprechend gleichmäßiger und langsamer als aus der 0,75-Liter-Flasche.

Im Glas

Mittleres Rubinrot mit ziegelfarbenem Rand – die Farbe eines Weins, der siebzehn Jahre hinter sich hat. In der Nase Hagebutte, rote Johannisbeere und Holunder, dazu getrocknete Kräuter der Garrigue, Leder und ein erdiger Ton; süße Frucht sucht man vergebens, die Aromatik bleibt herb und klar umrissen.

Am Gaumen schlanker gebaut, als das Wort Châteauneuf erwarten lässt: seidige Textur aus der langen Hefereife, feinkörniges Tannin, und darunter eine griffige, transparente Säure, die den Wein trägt statt ihn zu bremsen. Nach einer Stunde Luft kommen balsamische Noten, etwas Cremigkeit und frische Wiesenkräuter hinzu. Der Abgang ist lang und salzig.

Fünf Jahre auf der Feinhefe ohne Abstich: Aus der Wucht eines heißen Jahrgangs wird Textur.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für weitere Jahre – in der Magnum eher mehr als weniger.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu Trüffelgerichten sowie zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten und gereiftem Käse. Die Garrigue-Note greift alles auf, was mit Thymian, Rosmarin und Lorbeer gearbeitet ist.

Die Magnum ergibt rund zwölf Gläser und gehört an einen Tisch mit mehreren Gängen – sie bleibt über den Abend offen, ohne zu ermüden, und entwickelt sich in der Karaffe weiter.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte Grenache-basiert
Lage Châteauneuf-du-Pape, südliche Rhône
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2009
Vinifikation ohne Abstich · minimaler Schwefel
Ausbau 60 Monate in Amphoren und Fässern auf der Feinhefe
Flaschengröße Magnum · 1,5 l
Trinkempfehlung jetzt bis 2035
Auflage 333 Magnums

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Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2022

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2022 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in der Toskana ein intensiv warmes, sonnenreiches Jahr mit später Lese. Das ergibt im Pian del Ciampolo einen Wein mit reifer, dunkler Frucht und etwas mehr Volumen, der dank der kühlen Höhenlage und der traditionellen Vinifikation seine Saftigkeit und Balance bewahrt – samtig und sehr trinkfreudig.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2011

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2011

Der Feuerheerd's Colheita 2011 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2011 – Douro

Herbst- und Winterregen des Vorjahres hatten die Bodenwasserspeicher gut auf den heißen, trockenen Sommer vorbereitet; die Wachstumsperiode verlief weitgehend problemlos. Der Hochsommer brachte jedoch sehr hohe Temperaturen bis nahe an einen Dürrezustand; einige Trauben gingen durch Sonnenbrand oder Rosinenbildung verloren. Erleichternde Regenfälle kamen Ende August bis Anfang September.

Ein fantastischer Altweibersommer brachte die Trauben zur vollen phenolischen Reife. Trotz reduzierter Erntemenge war die Qualität herausragend: hohe Fruchtkonzentration, ausgefeilte Tannine und eine grandiose Struktur prägen den 2011er.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2011.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Frankreich

Le Moine Chapelle Chambertin Grand Cru 2021

Rotwein · Chapelle-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chapelle-Chambertin Grand Cru Gevrey-Chambertin · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Chapelle-Chambertin Grand Cru 2021 stammt aus einem der kleinsten und feinsten Grand-Cru-Terroirs der Côte de Nuits – ein eleganter, finessenreicher Pinot Noir. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Chapelle-Chambertin – feiner Grand Cru in Gevrey

Chapelle-Chambertin ist eines der kleinen, feinen Mikro-Grand-Cru-Terroirs der Côte de Nuits, im südlichen Bereich von Gevrey-Chambertin gelegen – östlich von Chambertin-Clos de Bèze und nördlich von Griotte-Chambertin, direkt an der Route des Grands Crus. Die Lage an den unteren Hängen bietet sehr gute Sonneneinstrahlung und Drainage. Mit nur 5,48 Hektar und einer Produktion von knapp über 20.000 Flaschen zählt er zu den exklusiven, seltenen Grands Crus des Burgunds.

Stilistisch zeigen die Weine eine vergleichsweise helle Farbe und setzen auf Finesse und Eleganz statt auf reine Wucht. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und florale Tiefe betont.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer feinen Lage wie Chapelle-Chambertin ergibt das einen besonders eleganten, fein gezeichneten Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Chapelle-Chambertin Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem feinen, gut dränierten Hang am Fuß der großen Gevrey-Crus lebt dieser Grand Cru von Eleganz: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, florale Anklänge von Veilchen und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und fein gezeichnet, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, kühl-mineralischem Nachhall.

Helle rote Frucht, Veilchen und Waldbodenwürze – seidig und elegant, mit feinem Tannin und kühl-mineralischer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chapelle-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); unterer Hang an der Route des Grands Crus, östlich Chambertin-Clos de Bèze; ~5,48 ha
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Paul Schumacher Walporzheimer Kräuterberg Spätburgunder

Wein · Rotwein · Ahr · Deutschland

Paul Schumacher Walporzheimer Kräuterberg Spätburgunder besticht durch die elegante Komposition von Frucht und Kräuterwürze. Vielschichtig und stoffig, mit dezenten Rauchnoten aus der Barriquereife und fein eingebundenen Gerbstoffen, die die feine Spätburgunderfrucht tragen.


Ahr / Walporzheimer Kräuterberg

Das Weingut Paul Schumacher liegt an der Ahr, einem der renommiertesten Rotweingebiete Deutschlands. Die Lage Walporzheimer Kräuterberg zählt zu den traditionsreichen Steillagen des Tals; ihre Schieferböden und das geschützte Klima bringen elegante, würzige Spätburgunder hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir). Die Reife im Barriquefass verleiht dem Wein dezente Rauchnoten, Stoffigkeit und fein eingebundene Gerbstoffe, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Mittleres bis tiefes Rubinrot. In der Nase elegante Frucht und Kräuterwürze, unterlegt von dezenten Rauchnoten. Am Gaumen vielschichtig und stoffig, mit feiner Spätburgunderfrucht, dezent schmeckbaren Gerbstoffen und langem, würzigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter Speisebegleiter.

Passt zu: Wild, Lamm, gebratener Ente, Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Ahr, Walporzheimer Kräuterberg (Deutschland); Weingut Paul Schumacher
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir), trocken
Ausbau: Reife im Barriquefass

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