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15. August 2023

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Spanien

Ossian Verdling dulce

Weißwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Verdejo

100 % Verdejo Nieva · Segovia über 900 m wurzelechte Reben, prä-phylloxerisch Spontangärung, kältegestoppt fruchtsüß

Ossian Verdling Dulce ist ein fruchtsüßer Verdejo aus Nieva in der Provinz Segovia, inspiriert von den großen deutschen Rieslingen. Der Name verbindet Verdejo und Riesling – die süße Variante entstand mit Nik Weis vom St. Urbans-Hof an der Mosel als Paten. Eine sehr feine, elegante Nase von Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder und Mandelsplittern.


Nieva – Sandböden auf über 900 Metern

Das Weingut Ossian Vides y Vinos liegt in Nieva in der Provinz Segovia, in einem der höchstgelegenen Verdejo-Gebiete Spaniens. Die Weinberge stehen auf über 900 Metern – rund zweihundert Meter höher als der Kern von Rueda, zu dem Nieva geografisch gehört. In dieser Höhe fallen die Nächte auch im Hochsommer stark ab; die Reife verläuft langsam, und der Verdejo behält Säure und Aromatik, die er in der Ebene verliert.

Der eigentliche Schatz sind die Reben: über 200 Jahre alte, wurzelechte Stöcke aus der Zeit vor der Reblaus. Möglich wurde das durch den Boden – tiefer Sand auf alten Flussterrassen, in dem die Reblaus sich nicht ausbreiten konnte. Sand speichert wenig Wärme, entwässert schnell und liefert kaum Nährstoffe; die Erträge sind entsprechend winzig, die Trauben klein und konzentriert.

Mit der Verdling-Linie verneigt sich Ismael Gozalo vor der deutschen Winzerkunst, die für ihn neben dem Burgund das Maß der Dinge ist. Der Name setzt Verdejo und Riesling zusammen; die süße Variante entstand gemeinsam mit Nik Weis, dessen Mosel-Kabinette das Vorbild lieferten.

Rebsorte und Ausbau im Stil eines Mosel-Kabinetts

Reinsortig aus Verdejo, vinifiziert im Stil eines Mosel-Kabinetts unter Begleitung von Nik Weis. Eine frühe Lese bewahrt die natürliche Säure – bei einem Süßwein die entscheidende Voraussetzung, weil ohne Säure die Restsüße schwer und klebrig wirkt.

Nach Entrappung und sanfter Pressung vergärt der Most bei niedriger Temperatur mit Naturhefen. Die Gärung wird durch Kälte gestoppt, bevor der gesamte Zucker vergoren ist: Die Hefe wird inaktiv, die verbliebene Süße stammt also aus der Traube selbst und nicht aus einer Zugabe. Das ist dasselbe Verfahren, das an der Mosel die fruchtsüßen Prädikatsweine hervorbringt – und der Grund, warum dieser Wein trotz der Süße leicht bleibt.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase sehr fein und elegant, mit Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder, Frühlingswiese und Mandelsplittern. Am Gaumen wird die ausgeprägte Mineralität von einer wohldosierten fruchtigen Süße ummantelt und getragen von feiner Säure; sehr langer, mineralbetonter Abgang.

Wurzelechte Reben auf Sand über 900 Metern, eine durch Kälte gestoppte Gärung: Süße aus der Traube, gehalten von der Säure der Höhe.

Bei 7–10 °C servieren, nicht kälter – zu kalt verschwindet die Aromatik und nur die Süße bleibt. Ein Wein mit großem Reifepotenzial: Säure und Restsüße halten ihn über viele Jahre, wie man es von fruchtsüßen Rieslingen kennt.

Am Tisch

Als Begrüßungsschluck und Aperitif oder zu leichten Nachspeisen. Passt zu Obstdesserts, Blauschimmelkäse und würzig-asiatischer Küche – zu Thai-Curry, Ente mit Orange, Gänseleber und allem, wo Schärfe oder Salz einen süßen Gegenspieler brauchen.


Produzent Ossian Vides y Vinos, Nieva (Segovia)
Rebsorte 100 % Verdejo, wurzelecht und prä-phylloxerisch
Lage Nieva, Segovia · Sandböden alter Flussterrassen · über 900 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León · fruchtsüß
Vinifikation frühe Lese · Entrappung und sanfte Pressung · Gärung mit Naturhefen bei niedriger Temperatur · durch Kälte gestoppt
Ausbau ohne Holz · natürliche Restsüße
Rebenalter über 200 Jahre
Trinkempfehlung jetzt und über viele Jahre

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Weine

Fulcro Nas Dunas Albariño 2020

Weißwein · Rías Baixas · Albariño · Val do Salnés

Fulcro Nas Dunas Albariño 2020 stammt von einer winzigen Parzelle alter Reben, die direkt auf Dünensand oberhalb des Strands von Montalvo wachsen. Der Jahrgang 2020 ist rund und ausdrucksstark, mit einem Kern aus Zitrone, Noten von weißem Stein und einem Hauch Honig – intensiv und mineralisch zugleich.


Nas Dunas

„Nas Dunas“ heißt „in den Dünen“: Die Reben stehen in Arra, oberhalb der Praia de Montalvo bei Sanxenxo, auf feinem, vom Wind angewehtem Sand über Lehm. Die kargen Böden und die Atlantikbrise sorgen für Konzentration und Frische zugleich. Manuel „Chicho“ Moldes von Bodegas Fulcro teilt die Parzelle mit seinen Freunden Rodri Méndez und Raúl Pérez.

Rebsorte und Ausbau

100 % Albariño. Spontangärung mit eigenen Hefen im 700-Liter-Fass aus französischer Eiche, ohne malolaktische Gärung. Der Wein reift 12 Monate im Fass und anschließend rund zwei Jahre auf der Flasche, bevor er in den Verkauf geht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrone und weitere Zitrusnoten, dazu weißer Stein, ein Hauch Honig und salzige Meeresluft. Am Gaumen rund und ausdrucksstark, mit mineralischer Intensität, straffer Säure und feiner Textur. Der Abgang ist lang, klar und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; etwas Luft tut ihm gut. Jetzt schon zugänglich, mit Potenzial bis etwa 2032.

Klassische Begleitung: Austern, Muscheln, Meeresfrüchte und gegrillter Fisch.


Lage: Nas Dunas, Arra (Sanxenxo), Val do Salnés (Rías Baixas); Sand über Lehm
Klassifikation: Rías Baixas DO
Jahrgang: 2020
Ausbau: 12 Monate im 700-l-Fass (französische Eiche), ca. 2 Jahre Flaschenreife

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Weine

Andres Pfalz Chardonnay Kalkmergel BIO

Weißwein · Pfalz · Chardonnay

Chardonnay Kalkmergel (Gutswein) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Kalkgesteinsböden trocken · Burgunder-Vorbild BIO (DE-ÖKO-039) 2025

Der Weingut Andres Chardonnay Kalkmergel trocken 2025 ist ein genialer Gutswein: Chardonnay, Kalkgesteinsböden und das feine, sensible Gespür der Gebrüder Andres sorgen für ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz. Ein Hoch auf die Pfalz!


Chardonnay vom Kalkmergel – Gutswein aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Chardonnay Kalkmergel ist ihr Gutswein aus dieser Rebsorte – das Fundament ihres viel beachteten Chardonnay-Programms.

Die Trauben stammen von Kalkgesteinsböden der Mittelhaardt. Dieser kalkgeprägte Untergrund verleiht dem Chardonnay eine klare, frische Struktur und eine feine Mineralität – unverkennbar mit dem Burgund als Vorbild.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Der Chardonnay 2025 zeigt eine reife, klare Frucht bei lebendiger Frische. Die kalkgeprägten Böden und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahren die frische Struktur und feine Mineralität – Frucht, Mineralik und Schmelz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Chardonnay (Gutswein) aus der Pfalz, Jahrgang 2025; 100 % Chardonnay von Kalkgesteinsböden.

Der Wein wird schonend und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf die Verbindung von klarer Frucht, feiner Mineralität und Schmelz ausgerichtet – mit dem Burgund als stilistischem Vorbild. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Chardonnay, Kalkgesteinsböden und das feine, sensible Gespür der Gebrüder Andres sorgen für ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz. Ohne Zweifel spürt man das Burgund als Vorbild, seine klare, frische Struktur ist unverkennbar. Zitrusfrucht, Fenchel, nasser Stein, Brotkruste, Meeresgischt … alles fügt sich feinfühlig und perfekt zusammen. Ein Hoch auf die Pfalz!

Zitrusfrucht, Fenchel, nasser Stein, Brotkruste und Meeresgischt – klare, frische Struktur mit dem Burgund als Vorbild, ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz.

Ein feiner, mineralischer Gutswein-Chardonnay. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu mild-cremigem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Kalkgesteinsböden (Kalkmergel); Weingut Andres, Deidesheim
Klassifikation: Chardonnay-Gutswein, Pfalz (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: schonende, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Spanien

Pago de Cirsus Oak aged tinto

Rotwein · Cuvée · Navarra · Spanien

Pago de Cirsus Oak Aged ist eine moderne Rotwein-Cuvée aus der südlichen Navarra. Aus Tempranillo, Syrah und Merlot, mit fruchtig-beerigen Aromen und dezentem Holzeinsatz – körperreich, ohne opulent zu wirken.


Navarra

Bodega Pago de Cirsus liegt auf der Finca Bolandín bei Ablitas in der südlichen Navarra. Das Gut wurde vom spanischen Filmproduzenten Iñaki Núñez gegründet und zählt zu den nur fünf Vinos de Pago Navarras – Spaniens höchster Qualitätsstufe (D.O.P. Pago Bolandín). Kellermeister ist Jean-Marc Sauboua, zuvor auf Château Haut-Brion.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Syrah und Merlot. Tempranillo gibt Frucht und Struktur, Syrah würzige Tiefe, Merlot Weichheit und Schmelz. Der Wein reift mehrere Monate in französischen und amerikanischen Barriques – ein dezenter Holzeinsatz, der die Frucht stützt, ohne sie zu überlagern.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase fruchtig-beerig: Cassis, Brombeere, schwarze Kirsche und Pflaume, dazu Vanille und süße Gewürze. Am Gaumen körperreich und samtig, mit dichter, reifer Frucht, weichen Tanninen und gutem Trinkfluss. Langer, ausgewogener Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vielseitiger Begleiter zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Lamm, Geflügel und herzhafte Pasta.


Lage: Ablitas, südliche Navarra (Spanien); Vino de Pago (D.O.P. Pago Bolandín)
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: mehrere Monate in französischen und amerikanischen Barriques

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Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Der Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature bringt Pinot Noir aus einem der kühlsten Grand-Cru-Dörfer der Champagne ins Glas. Straff, konzentriert und trocken – ein Champagner fürs Dinner, nicht für die Stehparty.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Im Duft gelbe Birne und Quitte, warme Brioche, Limette und ein paar Röstnoten. Am Gaumen mittelkräftig bis voll, mit viel Energie und einer Frische, die bis zum Schluss trägt. Der Nachhall bleibt sehr lange. Verzenay liegt am kühlen Nordhang der Montagne de Reims; das Klima hält den Pinot Noir schlank.

Mach was draus

Brathähnchen mit Zitrone und Thymian, Kalbsschnitzel oder Pilzrisotto. Zum Abschluss passt ein Stück gereifter Bergkäse. Vegetarisch: Ofenkürbis mit Salbeibutter. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nimm ein großes Glas statt einer schmalen Flöte. So kommen Brioche und Röstnoten viel besser zur Geltung.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Dorf-Champagner? Ein Champagner aus nur einer Gemeinde, aber aus mehreren Lagen. Er zeigt das Dorf, während ein Lieu-dit nur eine einzige Parzelle zeigt.

Fisch oder Fleisch? Eher helles Fleisch und Geflügel. Zu Fisch passt er, wenn der kräftig gebraten oder mit Butter serviert wird.

100 % Pinot Noir · Verzenay Grand Cru, Montagne de Reims · Méthode Traditionnelle · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris 2022 BIO 

Wein · Weißwein · Nelson · Neuseeland

Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris ist ein biozertifizierter Pinot Gris, der an einen superweichen Viognier erinnert: viel Blütenduft zur Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Sehr klar und null breit – sehr wohl aber weich.


Nelson / Neuseeland

Te Mānia ist ein Familienweingut in der Region Nelson an der Spitze der Südinsel Neuseelands – eine der sonnigsten Regionen des Landes mit kühlen Nächten, die für klare Frucht und Frische sorgen. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-039, Non-EU-Agriculture).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Gris. Der Ausbau bewahrt die klare, blumig-fruchtige Aromatik und die weiche, runde Textur, ohne den Wein breit wirken zu lassen. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase viel Blütenduft, reife Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Am Gaumen weich und klar zugleich, mit feiner Frucht, schönem Schmelz und sauberem, präzisem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein Favorit für die Terrasse und zum Lunch.

Passt zu: asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Salaten.


Lage: Nelson (Südinsel, Neuseeland); Te Mānia Wines
Klassifikation: Nelson – 100 % Pinot Gris, trocken
Ausbau: frucht- und schmelzbewahrender Ausbau

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Weine

Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022 Magnum

Rotwein · Cornas · Syrah

Syrah Cornas AOC Cuvée C (ehem. Chaillot) Nördliche Rhône Handarbeit im Weinberg · Handarbeit im Weinberg Magnum 1,5 l 2022

Der Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022 ist ein Syrah von Weltklasse – aus den steilen Terrassenlagen von Cornas, von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Bereits in der Jugend von bemerkenswerter Klarheit und Präzision; in der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Thierry Allemand – Ikone von Cornas

Thierry und sein Sohn Théo Allemand zählen zu den eindrucksvollsten Persönlichkeiten im Rhônetal. In den steilen Terrassenlagen von Cornas – die zu den anspruchsvollsten Weinbergen Frankreichs gehören – erzeugen sie Syrah-Weine von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Thierry, Autodidakt mit feinem Gespür und tiefem Respekt vor der Natur, lernte das Handwerk von der lokalen Legende Robert Michel – der ihm einst sogar das Leben rettete, als Thierry in ein Weinfass fiel.

Die Cuvée C, ehemals „Chaillot", stammt aus einer Einzellage mit 25 bis 35 Jahre alten Reben. Thierry Allemand arbeitet von Hand, ohne Herbizide und mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise sogar ganz ohne. Und dennoch sind seine Weine makellos sauber, von atemberaubender Präzision und Tiefe. Die Cuvée C ist dabei der zugänglichere der beiden großen Cornas-Weine des Hauses – der große Bruder Reynard stammt von 55–65 Jahre alten Reben auf Granitboden und zeigt eine noch tiefere, mineralisch geprägte Komplexität.

Jahrgang 2022 – Cornas

2022 war an der nördlichen Rhône ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der vollreife, konzentrierte Syrahs mit satter dunkler Frucht hervorbrachte – bei Allemand gezähmt durch sorgfältige Arbeit und das kühle Gespür des Hauses. Die Cuvée C zeigt sich entsprechend klar und präzise, mit charmantem Duft frischer Syrahfrucht und der für das Gut typischen energiegeladenen Spannung. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2022, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Trauben von 25 bis 35 Jahre alten Reben der Einzellage, von Hand bewirtschaftet, ohne Herbizide. Vinifikation und Ausbau mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise gänzlich ohne –, kompromisslos auf Reinheit, Präzision und die unverfälschte Ausdruckskraft der Lage ausgerichtet.

Im Glas

Bereits in ihrer Jugend zeigt die Cuvée C eine bemerkenswerte Klarheit, Präzision und den charmanten Duft frischer Syrahfrucht. Im Glas entfaltet sie eine feingliedrige Aromatik von schwarzen Johannisbeeren, reifen Kirschen, geräuchertem Speck, Zimt und einer Spur Teer. Am Gaumen überzeugt sie mit feinen, reifen Tanninen, großer Balance und einer klaren Säure, die ihr ein langes Leben garantiert.

Ein Syrah von Weltklasse, der sich würdevoll neben den berühmten Appellationen Côte-Rôtie und Hermitage behauptet.

Schon jung zugänglich, doch mit großem Reifepotenzial – 15 bis 25 Jahre und mehr sind keine Seltenheit, in der Magnum umso mehr. Profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm mit Kräutern, zu Ente sowie zu kräftigen, würzigen Schmorgerichten. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Cornas, nördliche Rhône (Frankreich); steile Terrassenlage, Einzellage (ehem. Chaillot), Reben 25–35 Jahre
Klassifikation: Cornas AOC, Syrah (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Syrah; Handarbeit im Weinberg, minimaler bis kein Schwefeleinsatz; kompromisslos auf Reinheit und Präzision ausgerichtet

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Pechstein Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Pechstein 2,33 ha von 21 ha schwarzer Basalt Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Pechstein G.C. 2025 in der Magnum stammt aus der Lage, die ihren Namen der Farbe ihres Bodens verdankt: pechschwarzer Basalt vulkanischen Ursprungs. Von den 21 Hektar der Forster Lage bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf 2,33 Hektar – der größte Anteil, den das Gut in einer seiner Forster Grand-Cru-Lagen hält. Unter allen Rieslingen des Betriebs ist dies der kompromissloseste, und das Großformat ist für ihn das naheliegendste.


Pechstein – schwarzer Basalt vom Pechsteinkopf

Oberhalb von Forst, im Wald, liegt der Pechsteinkopf, ein erloschener Vulkan. Er hat in Urzeiten große Mengen vulkanischen Gesteins in die Umgebung verteilt, und im Untergrund der Lage verlaufen bis heute mehrere Basaltadern. Lose Basaltsteine liegen auch an der Oberfläche, dunkel und wärmespeichernd. Überliefert ist zudem, dass im 19. Jahrhundert zusätzliches Basaltgeröll aus einem nahen Steinbruch in die Weinberge gefahren und eingearbeitet wurde – eine Bodenverbesserung, die man heute Terroir-Manipulation nennen würde und die damals schlicht Erfahrungswissen war. In den zwei Brüchen am Pechsteinkopf wurde bis Ende der 1970er-Jahre abgebaut.

Der Basalt ist allerdings nur die eine Hälfte der Rechnung. Daneben stehen roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm sowie Sandsteingeröll und Tonanteile. Dieser Ton- und Lehmanteil ist entscheidend: Er speichert Wasser und hält den Mineralhaushalt in Bewegung, sodass die Reben die Gesteinsmineralien überhaupt erschließen können. Die Lage liegt zwischen 120 und 160 Metern, nach Südosten ausgerichtet und zum Waldrand hin ansteigend, bei nur geringer Hangneigung. Die hohe Einstrahlung erwärmt den dunklen Boden schnell und bringt die Trauben verlässlich in die Reife – die Ton- und Basaltbasis sorgt gleichzeitig dafür, dass daraus keine Üppigkeit, sondern Straffheit wird.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck; der Pflanzenschutz konnte reduziert werden, was in einem biodynamisch geführten Betrieb unmittelbar entlastet. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein. Für den Pechstein war das weniger kritisch als für leichtere Böden der Region: Der Lehm- und Tonanteil macht diese Lage zu einer der wasserhaltigsten im Forster Portfolio des Guts – ein Vorteil in einem Jahr, in dem die Trockenheit der begrenzende Faktor war.

Anfang September trieb die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen zügiges Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Seit Januar 2005 bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge biologisch-dynamisch – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert. Die gutseigene Pyramide aus Gutsriesling, Ortsriesling, P.C. und G.C. orientiert sich an der königlich-bayerischen Lagenklassifikation von 1828.

Im Keller wird für alle Grands Crus gleich gearbeitet: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, anschließend Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Neues Holz kommt nicht zum Einsatz, und bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge ohnehin zu klein, um Aroma abzugeben. Was bleibt, ist ein langsamer, geringer Sauerstoffeintrag, der die Phenolik rundet. Die Magnum setzt diese Logik auf der Flasche fort: Bei 1,5 Litern ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft langsamer und gleichmäßiger. Bei einem Wein, der ohnehin von Zeit profitiert und dessen Reiz in der Schärfe der Kontur liegt, ist das Großformat deshalb keine Geste, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Kern. Die Nase ist auffallend geradlinig und kühl getönt: Zitrusschale, grüner Apfel, weißer Pfirsich, darunter eine feuersteinartige, leicht rauchige Note, die für basaltdominierte Böden charakteristisch ist. Am Gaumen zeigt sich der Wein straffer und kantiger als die Forster Nachbarlage Ungeheuer – weniger Muskel, mehr Präzision. Der Extrakt des Jahrgangs 2025 gibt Substanz, ohne die Linie zu verbreitern; die Säure ist reif und führt scharf konturiert durch. Getragen wird alles von einer salzig-steinigen Ader, die bis in einen langen, knochentrockenen Abgang reicht. Aus der Magnum wirkt der Wein in der Jugend noch verschlossener als aus der Normalflasche.

Der Basalt gibt hier nicht Kraft, sondern Schärfe.

Am Tisch

Die salzige, geradlinige Anlage macht diesen Riesling zum Meeresfrüchtewein unter den Bürklin-Grands-Crus, und die Magnum ist dafür das richtige Format: Austernplatte, Jakobsmuscheln, Langustinen, roher Fisch und Ceviche für eine größere Runde. Dazu gebratener Steinbutt, Loup de mer am Stück, Kalbsbries mit Zitrone. Auch klare asiatische Küche mit Zitrusgras und Ingwer passt. Vermeiden Sie schwere Rahmsaucen – sie nehmen dem Wein genau das, was ihn ausmacht. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Pechstein (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage insgesamt 21 ha, davon 2,33 ha im Besitz des Weinguts; 120–160 m ü. NHN, südostexponiert und zum Waldrand ansteigend, geringe Hangneigung; schwarzes Basaltgeröll und Basaltadern im Untergrund, dazu roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm, Sandsteingeröll und Tonanteile; oberhalb der erloschene Vulkan Pechsteinkopf mit zwei bis Ende der 1970er-Jahre betriebenen Basaltbrüchen
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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