Das Weinland Portugal

Portugals Weinvielfalt: Eine Reise durch Zeit, Tradition und einzigartige Aromen

Hier sprechen die Statistiken für sich: zwar liegt Portugal mit einer Gesamtrebfläche von 195 000 Hektar nur auf Platz neun der Weltrangliste – was sich allerdings schnell relativiert, wenn man das in Bezug zur ziemlich geringen Größe des nach wie vor landschaftlich urtümlichen, agrarisch geprägten Landes setzt. Und mit über 60 Litern pro Kopf trinken die Portugiesen jährlich so viel Wein wie kein anderes Volk auf der Welt. Das ist kein Wunder, denn zu der verbreiteten Ausgeh-Kultur und der äußerst vielfältigen Küche passt ein guter Tropfen immer. Ob zum portugiesischen Nationalgericht, dem Bacalhau genannten getrockneten und eingesalzenen Kabeljau, oder anderen Küstengerichten wie gegrillten Sardinen, Taschenkrebsen oder Muscheleintöpfen aus dem traditionellen Cataplana-Kochtopf – ein spritziger Weißwein aus dem Norden des Landes passt immer. Gehaltvoll-trockene Rotweine, etwa von den gebirgigen Granitböden Dãos im Landesinneren, harmonieren hingegen perfekt mit dem omnipräsenten Rindersteak, aber auch mit dem ehemaligen Arme-Leute-Essen Feijoadas, einem deftigen Bohneneintopf mit Einlage aus Schweineohren, -schwanz und -füßen. Da in der Landesküche, außer mit dem allseits beliebten Koriander und hin und wieder mit der scharfen Chilischote Piri Piri nicht allzu ausgiebig gewürzt wird, sind charakterstarke Speisebegleiter umso wichtiger.

Wie die meisten Mittelmeer-Anrainerstaaten profitierte das Land zuerst vom Know-how der Phönizier und Griechen, später auch der Römer, die sich in Küstennähe ansiedelten und im Hinterland die ersten Reben zogen. In ihrer Mythologie malten sich die Römer gar eine Abstammung der einheimischen Lusitanier vom Sohn des Weingottes Bacchus aus. So selbstverständlich der Weinbau allerdings in den Hochkulturen der Antike verankert war, so radikal wurde er bekämpft, als ab dem 8. Jahrhundert die muslimischen Mauren von Nordafrika her auf die Iberische Halbinsel vordrangen. Weinberge wurden zwar nicht vollständig vernichtet, sondern oft für den Anbau von Rosinen weiterbetrieben, das reichhaltige Wissen um Kellertechnik allerdings versank vorerst im Dunkel der Geschichte. Erst einige Jahrhunderte später, nach der Rückeroberung durch christliche Herrscher, bemühten sich Mönchsorden wie die Zisterzienser um eine Renaissance. Diese Entwicklung, die sich parallel auch in anderen Teilen Europas wie etwa dem Burgund oder dem Rheingau vollzog, erfüllte zunächst eher praktische Ansprüche: man bedurfte des Weines zur Feier des Messopfers. Schnell wurden aber weltliche Herren, eher die geistige als die geistliche Wirkung schätzend, auf den neuen Wirtschaftszweig aufmerksam und förderten ihn nach Kräften – nicht nur für den eigenen Genuss, sondern auch als beliebtes Exportgut, das den Aufstieg des kleinen Portugals zur einflussreichen Seefahrernation wahrscheinlich erst ermöglichte. Den größten Sprung dorthin wagte man Anfang des 14. Jahrhunderts ausgerechnet unter einem König mit dem Namen Dionysius.

Als kluge Strategen machen sich die Portugiesen in der Geschichte ein ums andere Mal Streitereien ihrer Nachbarn zunutze: so etwa, als England mal wieder im Clinch mit Frankreich liegt und dessen Weine mit astronomischen Einfuhrzöllen belegt. Hier beginnt die Erfolgsstory der wohl bekanntesten portugiesischen Weine – die eigentlich gar keine Weine im klassischen Sinne sind, sondern Liköre, oder, wie die nach ihnen verrückten Engländer sie nannten, „fortified“, also verstärkte Weine. Ebendies mussten sie aber auch sein, um den langen Transport zu überstehen, ohne ungenießbar zu werden. Die Mönche fügten dem Most also Neutralalkohol hinzu – dessen Herstellung sie ironischerweise von den muslimischen Invasoren übernommen hatten, die damit Duftstoffe anfertigten. Ein Nebeneffekt der Aufspritung war allerdings, dass dadurch die Gärung des Mostes abrupt gestoppt wurde – und der bisher noch unvergorene Zucker erhalten blieb, was den Wein zwangsläufig süß machte. Eine Region, die sich schon sehr bald als optimal für die Herstellung des edlen Tropfens erwies, war das durch seine Windungen und Steilhänge ein wenig an die Mosel erinnernde Douro-Tal im Nordosten Portugals, heute UNESCO-Welterbe. Mit kleinen Booten, den Rabelos, brachte man die Fässer schließlich den Fluss hinab in die Hafenstadt Porto – daher auch der Name. Hier gründeten im Laufe der Zeit vor allem Engländer, aber auch Niederländer und Deutsche Handelsniederlassungen, die einen direkten Transport in ihre Heimatländer organisierten. Alle diese Portweine waren damals „tawny“, also hauptsächlich im Fass gereift, wo sie oxidierten und nussige Aromen annahmen. Heutzutage haben sich auch „ruby“-Ports etabliert, die größtenteils in der Flasche reifen und sich aufgrund der langsameren Alterung ein fruchtiges Bukett erhalten. Durch den hohen Zuckergehalt und Alkohol um die 20 Volumenprozent ist Portwein lange lagerfähig, was die mit einem Jahrgang versehenen Vintage-Editionen zu raren Sammlerobjekten macht. Hin und wieder tauchen sogar mal Flaschen aus der Zeit um 1756 auf, als der umtriebige Ministerpräsident Marquês de Pombal das Gebiet mit Grenzsteinen abstecken ließ und damit eine der ersten geschützten Herkunftsregionen der Welt begründete.

Zu dieser Zeit, im 18. und 19. Jahrhundert, spielen „klassische“ Weine mit regulärem Alkoholgehalt für das Renommee Portugals so gut wie keine Rolle. Diese konsumierte man hauptsächlich im Inland, was allerdings ebenso wie der Export erst mit dem Mehltau, dann mit der Reblauskatastrophe ein jähes Ende fand: fast der gesamte wertvolle Bestand wurde vernichtet. Einzig im Gebiet Colares in der Nähe der Stadt Sintra finden sich noch wurzelechte Rebstöcke der seltenen Sorte Ramisco: auf den tiefen Sandböden konnten sich die Rebläuse nicht fortbewegen. Fast 50 Jahre dauerte es, bis einige mutige Winzergenossenschaften – die heute in der Organisation des portugiesischen Weinbaus noch immer eine große Rolle spielen – die Initiative ergriffen und mit dem flächendeckenden Wiederaufbau begannen. Unter der anschließenden autokratischen Regierung Salazars hatte der Weinbau allerdings keinen guten Stand: der Zugang zu internationalen Absatzmärkten fehlte, die Branche wurde nicht gefördert und befand sich technisch auf einem hoffnungslos veralteten Stand. Das Resultat waren herbe, sehr alkoholreiche Rotweine ohne jede Finesse. Doch diese lange Durststrecke, die erst mit der Aufnahme in die EU Mitte der 80er endete, barg auch einige Vorteile für das Land: anders als in vielen anderen Weinbaunationen importierte man nicht massenhaft französische Reben und zerstörte damit eine historisch gewachsene Weinkultur. Statt also auf Merlot, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Co. zu setzen, blieben über 250 autochthone Rebsorten erhalten – die sogenannten „Castas“, deren Namen selbst weintechnisch Bewanderten oft nur ein Achselzucken entlocken. Einige von ihnen werden im ganzen Land angebaut, andere hingegen finden sich nur punktuell auf kleinen Flächen, wo eine einzigartige Kombination aus Bodenbeschaffenheit und Mikroklima die perfekte ökologische Nische für sie bereithält. Zu den Platzhirschen aufseiten der roten Trauben zählt auf jeden Fall die Touriga Nacional – mit der tiefdunklen Farbe, dem hohen Alkoholgehalt, der gewaltigen Tanninstruktur und dem vollmundigen, harzig-würzigen Geschmack quasi eine iberische Traube schlechthin. Ein großer Teil geht in die Portwein-Produktion, wenn aber Rotweine aus ihr gekeltert werden, ist das Potential für Spitzenerzeugnisse mit jahrzehntelanger Lagerfähigkeit hoch. Wie bei vielen „alten Sorten“ bleibt der Ertrag eher gering, dafür ist allerdings die Resistenz gegen Krankheiten, Schädlinge und Umwelteinflüsse relativ hoch – zunutze macht sich das seit 2021 das französische Bordeaux, wo die Touriga Nacional dank ihrer Hitzetoleranz neu zugelassen wurde. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Tempranillo, den man hier eher unter den Namen Tinta Roriz oder Aragonez kennt. Er gilt als vergleichsweise feinduftig mild und ist die meistverbreitete Rebe im Land – allerdings mit gerade einmal 17 000 Hektar, was als Beleg dafür gelten kann, wie ungeheuer vielfältig das portugiesische Trauben-Portfolio ist. Als besondere Spezialität gilt der Baga, eine robuste Rebe, die sich in ihrer Jugend aufgrund aggressiver Säure und bitter-pelziger Tannine oft als nahezu untrinkbar erweist, nach langjähriger Flaschenreife aber wunderbar elegante Weine mit einem delikaten Pflaumen- oder Cassis-Aroma und würzig-tabakigen Noten hervorbringt.

Das Land verfügt allerdings nicht nur über begehrte Rebenschätze, sondern auch über das global größte Vorkommen einer anderen Pflanze, die für die Weinwelt (noch) von zentraler Bedeutung ist: die Korkeiche. Fast ein Drittel der weltweiten Bestände finden sich hier auf 750 000 Hektar, jeder zweite Korken stammt aus Portugal. Im Alter von 12 bis 15 Jahren werden die Bäume zum ersten Mal entrindet, was sich dann im Durchschnitt alle zehn Jahre wiederholt, um ihnen genug Zeit zu geben, die drei bis vier Zentimeter dicke Borke erneut zu bilden. Da sie bereits abgestorben ist, nimmt der Baum keinerlei Schaden und kann in seiner Lebensspanne bis zu 200 Kilo Ertrag liefern. Der sich immer flächendeckender durchsetzende Trend hin zu Schraubverschlüssen oder anderen maschinell erzeugten Lösungen allerdings gefährdet inzwischen nicht nur die Baumbestände selbst, sondern auch die hohe Artenvielfalt, die durch sie gewährleistet wird: gegen die immer häufiger auftretenden Waldbrände sind sie dank ihrer dicken Rinde immun und stellen so faktisch eine optimale Fauna in Zeiten des Klimawandels dar.

Besonders präsent sind die knorrigen Zeitgenossen mit ihrer ausladenden Krone, unter denen sich umherstreifende Schweine oft an den herabfallenden Eicheln mästen, im Süden des Landes, wo der Weinbau nicht ganz so ausgeprägt ist. Ansonsten verteilen sich die 14 Weinregionen recht gleichmäßig über die gesamte Fläche. Die bekanntesten sind das Douro-Tal, dessen Schieferböden komplexe Rotweine hervorbringen, und Alentejo, wo die lehmigen Untergründe dem Rebensaft Frucht und Fülle verleihen. Beide sind eher kontinental geprägt und deutlich mehr der Hitze ausgesetzt als jene Regionen in Küstennähe, wo Atlantik oder Mittelmeer für viele Niederschläge und eine sanfte Regulation der Temperaturen sorgen. Ein Beispiel ist das Gebiet Rios do Minho, wo auf kargen Granitböden der portugiesische Wein schlechthin, der Vinho Verde, produziert wird, der für viele Portugiesen geradezu den Charakter eines Erfrischungsgetränks hat. Für den „grünen Wein“ liest man noch nicht voll ausgereifte Trauben, was sich im Endprodukt durch den geringen Alkoholgehalt und das leichte Moussieren bemerkbar macht, das bei der zweiten Gärung entsteht, wenn die enthaltene Apfelsäure abgebaut und in Kohlensäure umgewandelt wird. Wie bei den meisten portugiesischen Weinen handelt es sich beim Vinho Verde, von dem es übrigens auch eine rote, sehr gerbstoffreiche Variante gibt, um eine Cuvée aus verschiedenen Rebsorten. Den größten Anteil daran hat der bekannte Alvarinho. Obwohl der Name und die Legende besagen, dass es sich bei ihm um einen einen vom Rhein stammenden, mit dem Riesling verwandten Weißwein handelt, ist die Traube höchstwahrscheinlich heimischen Ursprungs – auch wenn der Vergleich zum Riesling aufgrund der Säurebetontheit und zitrisch unterlegten Grünfruchtigkeit durchaus naheliegend ist. Seine Hitzetoleranz ist vergleichsweise hoch, sodass auch er mittlerweile in Bordeaux angebaut werden darf, allerdings gehen die portugiesischen Winzer gern auf Nummer sicher und ziehen die Reben bevorzugt auf Pergolen, wo sie einerseits vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind und andererseits genug Freiraum haben, um die hohe Luftfeuchtigkeit verdunsten zu können und nicht zu faulen. Als Verschnittpartner eignen sich besonders die alkohol- und körperreiche Trajadura und der Loureiro mit seinem hocharomatischen Bukett. Andere vielversprechende weiße Reben sind etwa der im ganzen Land verbreitete Bical, der mit seinem feinen Spiel aus barocker Aromenfülle und rassiger Säure hohes Reifepotential besitzt und auch gern für die Schaumweinproduktion genutzt wird. Oder der meistangebaute Weiße, der Fernão Pires – dank seiner Ausgewogenheit zwischen Säure und Frucht bei recht hohem Alkoholgehalt und – je nach Boden – hohem Mostgewicht ein echter Allrounder, der als stiller Verschnittpartner ebenso eine gute Figur macht wie als Grundlage für feine Schaum- und Süßweine. Keineswegs vergessen sollte man, dass auch außerhalb des Festlandes Weinbau betrieben wird: auf den im Atlantik gelegenen Azoren und Madeira. Auf ersteren gedeihen die Reben, besonders der weiße Verdelho, auf tiefschwarzen, als perfekter Wärmespeicher fungierenden Vulkanböden in direkter Nähe zum Ozean, was ihnen eine expressive, salzig-mineralische und säurebetonte Aromatik verleiht. Madeiraweine hingegen werden auf ähnliche Weise hergestellt wie Portwein – mit einem Unterschied: für seine Entwicklung spielt Hitze eine große Rolle. Nachdem Matrosen eher zufällig bemerkt hatten, dass der Wein auf einer Schiffsreise durch die Tropen geschmacklich stark profitiert hatte, wurde er in der Folge ganz gezielt in Überseeprovinzen wie Macau oder Angola und wieder zurück geschippert. Obwohl es ihn vom trockenen Sercial über den feinherben Boal bis zum süßen Malvasia in etlichen Stilrichtungen gibt, wird er heutzutage eher selten pur genossen – dafür schätzt man ihn aber als Zutat der gehobenen Küche, etwa in der berühmten Madeirasauce. Text: Dario Sellmeier

Anders als viele andere europäische Weinbaunationen, die in den vergangenen 20 bis 30 Jahren stagnierten oder sogar an Rebfläche verloren, ging es für Portugal steil bergauf. Das hängt auch damit zusammen, dass der Klimawandel für das Land eher Segen als Fluch ist und das früher von Jahr zu Jahr stark schwankende Qualitätsniveau durch die nun durchgehend heißen Sommer auf ein konstant hohes Level gehoben wurde. Hinzu kommt der hohe Bestand an sogenannten „Vinhas Velhas“, uralter, teils vor über 100 Jahren gepflanzter Rebstöcke, die sich im ganzen Land finden und eine zwar geringe, dafür aber geschmacklich unvergleichliche Ausbeute liefern. Man darf sich von den billigen, restsüßen und überschwefelten Vinho Verdes und den massenhaft produzierten Rosés in auffälligen Bocksbeutelflaschen also nicht täuschen lassen – Portugal ist viel mehr als das. Von frischen Jungweinen, den „Verdes“, über gehaltvolle, tanninbetonte „Maduros“ bis hin zu den mindestens zehn Jahre gereiften, vielschichtigen „Garrafeiras“ findet sich hier für jeden Gaumen etwas. Zudem gelten die Weine angesichts ihrer durchweg soliden bis außergewöhnlichen Qualität im internationalen Vergleich nach wie vor als sehr günstig. Die nach alter Sitte im gemischten Satz gekelterten Rotweine vom Douro sind dabei ebenso spannende Entdeckungen wie die zu Unrecht immer etwas im Schatten von Port und Madeira stehenden Süßweine von Setúbal oder die experimentierfreudige junge Weinszene am Tejo, wo man sich seit einiger Zeit dem Assemblieren alter, heimischer Reben mit den international geläufigen französischen verschrieben hat. Einen Versuch ist die ungeheuer abwechslungsreiche Weinkultur Portugals, diese sympathische Synthese aus stolzem Traditionsbewusstsein und optimistischer Zukunftsorientierung mit einem Schuss iberischer Verwegenheit, definitiv wert!

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Weine

Markus Schneider Grey

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Grey ist „von Grund auf GREY": ein neu interpretierter Grauburgunder, flankiert von Roussanne, Grenache Blanc und Weißburgunder. Burgunder durch und durch, mit dem Hedonismus des französischen Südens – aufgewachsen im Cool Climate der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das Cool Climate der Region verleiht dieser Cuvée Frische und Klarheit, während die südfranzösischen Rebsorten für Fülle und Hedonismus sorgen.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée auf Basis Grauburgunder, ergänzt um Roussanne, Grenache Blanc und Weißburgunder. Die Kombination verbindet die burgundische Herkunft mit der Aromatik des französischen Südens und der Frische der Pfalz. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Strohgelb. In der Nase reife Birne und Steinobst, ergänzt um florale und würzige Noten der südlichen Sorten. Am Gaumen gehaltvoll und hedonistisch, zugleich frisch und klar, mit weichem Schmelz und einem langen, harmonischen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Geflügel, hellem Fleisch, edlem Fisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Weißwein-Cuvée – Grauburgunder mit Roussanne, Grenache Blanc & Weißburgunder, trocken
Ausbau: Cool-Climate-Stilistik mit südfranzösischer Fülle

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Spirituosen

Faude feine Brände Blutorangen aus Sizilien / Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Blutorange aus Sizilien ist ein vollaromatischer Blutorangengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus der biologisch angebauten Sorte Tarocco di Catania – die Blutorange im Glas, umspielt von floralen Noten und einer Ahnung von Vanille.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Blutorangen der Sorte Tarocco di Catania stammen aus biologischem Anbau in Sizilien, von Florians Erzeuger Giancarlo – vollreif und intensiv im Aroma.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die vollreifen Blutorangen werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase vollfruchtig nach reifer Blutorange, mit feinen floralen Noten und einer Ahnung von Vanille. Am Gaumen saftig-fruchtig und duftig-fein, mit klarer Zitrusfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Blutorangengeist (Zitrus-Geist), Bio-Blutorange Sorte Tarocco di Catania aus Sizilien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Whisky

Ardbeg Drum

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe Ex-Bourbon + Rum-Fass-Finish non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day 2019

Der Ardbeg Drum ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2019 unter einem karibisch-rhythmischen Motto. Es ist die erste Ardbeg-Abfüllung mit einem Finish in ehemaligen Rum-Fässern: Nach der Reifung in amerikanischer Ex-Bourbon-Eiche lagerte der Whisky abschließend in Fässern aus der Karibik. So trifft der typische Ardbeg-Rauch auf tropische Süße. Non chill-filtered abgefüllt, zeigt diese Version 46 % vol.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Der Drum reift zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und wird anschließend in ehemaligen Rum-Fässern aus der Karibik nachgereift – für Ardbeg eine Premiere. Das Rum-Finish bringt tropische Frucht und Süße in den salzig-rauchigen Ardbeg-Stil. Der Whisky trägt keine Altersangabe und ist ohne Kältefiltration abgefüllt. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase Torfrauch, Meersalz und eine teerige, jodige Note, dazu Banane, gegrillte Ananas, Kokos, Vanille und Toffee sowie Anklänge von Demerara-Zucker und Ingwer. Am Gaumen sirupartig süß und rauchig zugleich: tropische Frucht, rumgetränkte Trockenfrüchte, Schokolade und Pfeffer über einem Fundament aus Asche und Salz. Der Nachhall ist lang, süß-rauchig und würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser holen die tropische Süße hervor. Passt zu gegrilltem Fleisch, Karibik- und BBQ-Gerichten, reifem Hartkäse und dunkler Schokolade. Eignet sich auch als Basis für rauchig-süße Cocktails.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2019)
Ausbau: Ex-Bourbon-Fässer mit anschließendem Rum-Fass-Finish

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2022 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lage)

Riesling Mölsheim VDP.Erste Lage Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen reiner Kalk mit Schotterauflage kühles Terroir · ~200 m BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling 2022 stammt aus einer der höchsten, kühlsten Lagen des Guts im Zellertal. Ein solitärer Riesling von kristallin-kühlem Charakter, mineralischem Rückgrat und salinem Tiefgang.


Mölsheim – kühles Kalkterroir im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim ist eine VDP.Erste Lage auf rund 200 Metern, mit etwa 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk mit Schotterauflage.

Die Weingärten in Mölsheim liegen höher und sind damit kühler als die Hohen-Sülzener Lagen des Guts. Die Reben wurzeln tief in steinig-kargen Böden aus reinem Kalk mit geringer Humusauflage. Im Zusammenspiel mit den kühlen Winden aus dem Donnersbergmassiv entstehen hier solitäre Weine mit kristallin-kühlem Charakter, mineralischem Rückgrat und salinem Tiefgang.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die kühle Höhenlage, der reine Kalk und die Winde aus dem Donnersbergmassiv bewahrten kristalline Frische, salzige Mineralität und Tiefgang – Reife und kühle Klarheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Erste Lage aus Mölsheim, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von reinem Kalk mit Schotterauflage.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kristalline Kühle, salzige Mineralität und Tiefgang ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallin-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen straff und klar, mit kühlem, mineralischem Rückgrat, lebendiger Säure und einem langen, salin-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Kalksteinnote – kristallin und kühl, mit mineralischem Rückgrat, lebendiger Säure und langem, salinem Nachhall.

Ein kristallin-kühler, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Mölsheim (VDP.Erste Lage), Zellertal, Rheinhessen; ~200 m, ~40 % Neigung; reiner Kalk mit Schotterauflage, geringe Humusauflage
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2018 MAGNUM

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken Magnum 1,5 l · 2018

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2018 in der Magnum (1,5 l) stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2018 – Saar

2018 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige Weine mit großzügiger Frucht hervorbrachte. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige, reife Statur von der klaren, mineralischen Säure der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2018, gefüllt in der Magnum (1,5 l); 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit. Im großen Magnumformat reift er besonders langsam und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung; Magnum 1,5 l

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Rebsorten

Clos Henri Clay Sauvignon Blanc 2020

Weißwein · Sauvignon Blanc · Marlborough · Neuseeland

Clos Henri Clay Sauvignon Blanc ist ein charaktervoller Sauvignon Blanc aus Marlborough in Neuseeland, der zeigt, dass Überseeweine echtes Terroir besitzen. Er wächst auf Broadbridge Clay in einem trocken-maritimen Klima. Den hier reifenden Trauben wird eine besondere Feinheit zugeschrieben – zarte Tannine und ein feines, fruchtiges Profil. Im Glas straff, salzig und mineralisch.


Marlborough

Marlborough auf der Südinsel Neuseelands ist die berühmteste Sauvignon-Blanc-Region des Landes. Clos Henri – gegründet von der Sancerre-Familie Bourgeois – setzt hier auf Broadbridge Clay, einen spezifischen Lehmboden, der über Jahrmillionen durch Erdbewegungen und Gletscher der Pleistozän-Epoche entstand. Dieser Lehm verleiht dem Wein viel Mineralität und Feinheit; das trocken-maritime Klima erhält die Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc von über 20 Jahre alten, dicht gepflanzten und trocken bewirtschafteten Reben (ohne Bewässerung) – das fördert tiefe Wurzeln und Mineralität. Nach selektiver Lese erfolgt die spontane Gärung im 600-Liter-Barrique aus österreichischer Eiche; nach 20 Monaten Reife wird er ungefiltert und minimal behandelt abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase intensiv und komplex: Zitrusfrüchte, Honig, Pfirsich und Aprikose, abgerundet von blumigen Nuancen und toastigen Akzenten. Am Gaumen samtig und reich, zugleich ausgewogen, mit frischer Zitrus und sanften salzigen Anklängen. Karg und straff zugleich, mit großer Intensität, Salz, Mineralität und nassem Stein. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas und etwas Luft betonen die Komplexität. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und kräftige vegetarische Gerichte.


Lage: Marlborough (Neuseeland); Broadbridge Clay (Lehm)
Klassifikation: Marlborough – Sauvignon Blanc
Ausbau: 100 % Sauvignon Blanc, Trockenbewirtschaftung, Spontangärung, 20 Monate 600-l-Barrique (österreichische Eiche), unfiltriert

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Spirituosen

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili

Spirituose · Likör · Lakritz

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili ist das Original, hergestellt nach alter bergischer Rezeptur. Ein Hochgenuss intensiv-lakritziger Natur, der durch die Chili immer schärfer wird.


Herkunft / Bergisches Land

Der Pech Classic wird nach alter bergischer Rezeptur hergestellt und steht damit in der Tradition des Bergischen Landes. Lakritzlikör verbindet die kräftige, würzig-süße Note der Süßholzwurzel mit Alkohol – hier ergänzt um die feurige Komponente der Chili.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Lakritz (Süßholz), das dem Likör seine intensive, dunkle Würze verleiht, abgerundet mit Zucker. Chili setzt einen scharfen Akzent, der sich am Gaumen nach und nach aufbaut – je länger, desto schärfer.

Im Glas

Tiefes Schwarzbraun. In der Nase intensives Lakritz mit würzigen Anklängen. Am Gaumen süß und vollmundig lakritzig, gefolgt von einer aufbauenden Chili-Schärfe im Abgang – ein kräftiges, markantes Geschmackserlebnis.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif oder Shot.

Ideal: eisgekühlt pur, als Shot oder auf Eis; für Lakritz- und Schärfe-Liebhaber.


Marke: Pech
Art: Lakritzlikör mit Chili
Zutaten: Lakritz (Süßholz), Chili, Alkohol, Zucker
Herkunft: Bergisches Land (Deutschland)
Geschmack: intensiv lakritzig, scharf

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Weine

Dominio del Águila Canta la Perdiz 2014 BIO

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo (Feldmischsatz)

Tempranillo & alte Sorten Ribera del Duero · Einzellage La Aguilera Bio 2014 14,00 % vol

Der Dominio del Águila Canta la Perdiz 2014 ist ein rarer Einzellagenwein von Jorge Monzón – aus 100 bis 150 Jahre alten, oft wurzelechten Reben in La Aguilera. Nur 1.053 Flaschen.


Canta la Perdiz – die Einzellage

„Canta la Perdiz" (Das Rebhuhn singt) ist eine der ältesten Lagen im Dorf La Aguilera am Südrand der Ribera del Duero. Der südexponierte Wingert liegt auf rund 890 Metern und ist mit ungepfropften Reben bestockt, von denen viele bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Der Boden ist einzigartig: hell, sandig und kalkhaltig, in horizontalen Schichten abgelagert wie Schiefer. Wie alle Lagen des Guts steht der Wingert als Feldmischsatz da – dominiert von Tempranillo, ergänzt um eine Vielzahl alter Sorten wie Albillo, Garnacha, Bobal und Bruñal, die gemeinsam vergoren werden.

Jahrgang 2014 – Ribera del Duero

2014 war in der Ribera del Duero ein ausgewogener Jahrgang, der reife, aber frische Trauben mit guter Säurestruktur brachte.

Ein Profil, das die für La Aguilera typische Spannung und Eleganz unterstreicht.

Ausbau

Feldmischsatz mit dominierendem Tempranillo aus dem Jahrgang 2014, 14,00 % vol.

Handlese; die ganzen Trauben werden ohne Entrappung per Fuß getreten und gemeinsam co-fermentiert. Spontangärung mit eigenen Hefen über rund 8–9 Monate im Betontank, anschließend etwa 31 Monate Reife in alten französischen Fässern in den kühlen, in den Fels gegrabenen Kellern. Ohne Schönung, Filtration oder Klärung. Bio-zertifiziert (ES-ECO-016-CL). Gesamtproduktion: 1.053 Flaschen.

Im Glas

Aromen von dunkler Frucht und Würze, getragen von kreidigem Tannin und einem schönen Mundgefühl. Ein Wein, geprägt von Spannung, Kraft und Eleganz.

Spannung, Kraft und Eleganz – ein herausragender Einzellagenwein aus uralten Reben.

Vor dem Servieren dekantieren; großes Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder Schmorgericht, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego.


Lage: Canta la Perdiz (Einzellage), La Aguilera, Ribera del Duero (Spanien); helle Sand-/Kalksteinböden, wurzelechte Reben (100–150 J.), ~890 m, südexponiert
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Feldmischsatz (Tempranillo dominant), trocken
Ausbau: Co-Fermentation ganzer Trauben in Beton (~8–9 Mon.), ~31 Monate alte franz. Fässer; unfiltriert; Bio (ES-ECO-016-CL)

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