Das Weinbaugebiet Languedoc

Von historischer Bedeutung und moderner Vielfalt: Die faszinierende Weinwelt des Languedoc

Größe ist nicht alles, klar. Aber gewisse Vorteile bringt sie schon mit sich – auch im Weinbau. Denn auf großer Fläche geht es meist besonders vielfältig zu: so eben auch im größten Anbaugebiet Frankreichs und in Kombination mit dem direkt angrenzenden Roussillon sogar dem größten zusammenhängenden der Welt, dem Languedoc. In der Rebfläche von 240 000 Hektar, aus der ein Drittel aller in Frankreich gelesen Trauben stammt, hätte der gesamte deutsche Weinbau fast zweieinhalb Mal Platz. Wobei in den letzten Dekaden viele Weinberge aufgegeben wurden, allein seit Anfang des Jahrtausends etwa 60 000 Hektar. Diese Entwicklung ist jedoch keineswegs zu bedauern, unterstreicht sie doch, dass ein Wandel von der Massenproduktion einfacher Landweine hin zu mehr Qualität stattfindet. Endlich vorbei sind die Zeiten von Monokultur und völlig absurden Ertragsmengen pro Hektar von teilweise über 200 Hektolitern: hatten andere Regionen mit alkoholstarken, fast schwarzen Tanninbomben zu kämpfen, gerieten die Weine hier blass und ausdruckslos.

Man will also ironischerweise keineswegs 40 oder 50 Jahre zurück in eine Zeit, in der jeder zehnte weltweit getrunkene Wein aus dem Languedoc stammte. Und dennoch ist ein Blick etwas weiter zurück in der Geschichte sehr lohnenswert, zeigt er doch, welches erstaunliche Erbe hier schlummert. Schon die Kelten sollen vor etwa drei Jahrtausenden Weinbau betrieben haben, auch wenn es dafür kaum archäologische Zeugnisse gibt. Dann landeten die Griechen und professionalisierten mit ihrem technischen Know-how die Rebenzucht ganz maßgeblich. Ein weiterer Qualitätssprung vollzog sich, als sie von den Römern als Kolonialherren abgelöst wurden. Diese gründeten das heutige Narbonne im Jahr 118 v. Chr. als erste Kolonie außerhalb Italiens – entwickelten aber schnell ein gespaltenes Verhältnis zum Wein aus dem Süden Galliens. Denn dieser gedieh so gut, brachte eine so beachtliche Aromatik hervor und war gleichzeitig so billig, dass er den Weinbau in Mittelitalien in den Schatten zu stellen drohte – dieser war durch den Vesuvausbruch 79 n. Chr. in eine gefährliche Schieflage geraten. Also befahl Kaiser Domitian ein riesiges Konjunkturprogramm für die Rebenzucht rund um Rom, während die Provinzen angewiesen wurden, die Hälfte ihrer Bestände zu vernichten – dort sollte Getreide angebaut werden und kein Wein. Ganze 200 Jahre lang bliebt das entsprechende Edikt faktisch in Kraft, die Umsetzung vor Ort wurde allerdings eher halbherzig betrieben. Im dritten Jahrhundert dann hob Kaiser Probus es auf, was jedoch den Niedergang des Weinbaus, der sich parallel zu dem des Römischen Reiches vollzog, nicht wirklich aufhalten konnte. Ein halbes Jahrtausend liegt in ziemlichem Dunkel, bevor im Zuge der zahlreichen Klostergründungen wieder zunehmende Aktivität auf diesem Gebiet nachgewiesen werden kann. Aber was für eine! Die Abteien waren nicht nur Zentren des Glaubens, sondern auch regelrechte Versuchslabore. Im 14. Jahrhundert etwa fand ein Gelehrter der mitten im Languedoc gelegenen Universität Montpellier heraus, dass sich die alkoholische Gärung des Mostes durch Zugabe von Hochprozentigem stoppen lässt – die Geburtsstunde des Vin Doux Naturel, also auf natürliche Weise süßer Weine ohne Zuckerzugabe, dessen bekannteste hiesige Vertreter Likörweine wie der Banyuls oder der Maury sind.

Mittlerweile hat sich im früher uniform-tristen Rebenmeer eine Qualitätshierarchie herausgebildet. Klar, es gibt immer noch massenweise einfachste Supermarkt-Ware. Aber die Dominanz der Winzergenossenschaften nimmt ab und an ihre Stelle treten immer mehr höchst akkurat arbeitende Herzblut-Weinbauern, die mit stetig steigendem Selbstbewusstsein Eigenvermarktung betreiben. Dank ihnen treten lokale Traditionen wieder mehr und mehr in den Vordergrund: etwa die des Blanquette de Limoux, des wohl ersten Schaumweines der Welt, der seit dem 16. Jahrhundert eindeutig belegt ist, aber durchaus noch älter sein kann. Mönche der Abtei Saint-Hilaire hatten damals entdeckt, wie man mithilfe der Méthode ancestrale die prickelnden Bläschen in den Wein zaubert. Unglücklicherweise bewiesen die frommen Brüder zwar ein Händchen fürs Technische, nicht aber fürs Marketing: ein gewisser Dom Perignon wurde während eines Besuchs auf das Verfahren aufmerksam, seine Heimatregion Champagne übernahm die Herstellungsweise, perfektionierte sie durch die Nutzung der damals gerade neu aufkommenden Glasflaschen zur Méthode traditionelle. Und ließ sie sich obendrein rechtlich schützen – womit sie zu Weltruhm gelangte, während für Limoux nur die Trostpreis-Bezeichnung Crémant übrig blieb, auch wenn die ursprüngliche Machart ohne zweite Gärung durch den Pét Nat-Trend gerade ein kleines Revival erlebt.

Diese zunächst ganz unterhaltsam klingende Anekdote weist allerdings schon ein wenig auf das allgemein eher schlechte Verhältnis zwischen dem französischen Süden und dem Zentrum hin. Denn im Hochmittelalter dominierte hier an der Mittelmeerküste die okzitanische Kultur, dem das zwischen Gascogne und Provence gelegene Languedoc auch seinen ungewöhnlichen Namen verdankt: er setzt sich zusammen aus dem Begriff „langue“ für Sprache und der Bejahungsformel „oc“, bedeutet also so viel wie „Sprache ja“. Das Okzitanische entwickelte sich aus dem Vulgärlatein, also jenem, das vom einfachen Volk gesprochen wurde. Damit war man im Süden Frankreichs sprachlich deutlich romanisch orientiert, während im Norden mit dem Altfränkischen das Germanische vorherrschte, die Grenze verlief etwa auf Höhe der Loire. Während der Blütezeit des Okzitanischen im 12. und 13. Jahrhundert galt es als eindrucksvolle Literatursprache, die ihren Einfluss weit über Frankreich hinaus geltend machte. Dann aber richtete sich das Augenmerk der katholischen Kirche auf die Sekte der Katharer, die ihre Machtbasis in Okzitanien hatte. Im blutigen Albigenserkreuzzug wurden sie vernichtend geschlagen, die bis dahin recht eigenständige Region unterworfen. Damit begann die schrittweise Verdrängung der okzitanischen Sprache, die im schriftlichen Bereich schon im 16. Jahrhundert ausgestorben war, sich im Mündlichen aber immerhin noch bis ins 19. Jahrhundert behaupten konnte. Wie um die Einheimischen zu besänftigen, brachte die Regierung in der Zwischenzeit den Ausbau der Infrastruktur vor Ort voran, was insbesondere dem seit jeher starken Wirtschaftsfaktor Weinbau zugute kam: der Canal du Midi entstand, welcher zum ebenfalls ertüchtigten Hafen von Sète führte und vorher unerreichbare Absatzmärkte erschloss.

Seit jeher wird im Languedoc nicht nur Traditionsbewusstsein großgeschrieben, sondern auch eine gewisse Unbeugsamkeit: Ende des 19. Jahrhunderts waren die Weinbauern der Region durch Mehltau und Reblaus schwer gebeutelt, zusätzlich kam es in den Folgejahren zu gigantischen Ernten, die einen Preisverfall nach sich zogen. Die Verzweiflung über die wirtschaftliche Notlage brach sich 1907 auf Demonstrationen Bahn. Waren es Ende März nur wenige hundert Teilnehmer, wuchs die Zahl der sich mit den Anliegen der Winzer Solidarisierenden in der Folge immer weiter an: Anfang Juni zählte man in Nîmes eine Viertelmillion Menschen, wenige Tage später in Montpellier dann an die 800 000. In mehreren hundert Gemeinden traten die Bürgermeister aus Protest von ihren Ämtern zurück, zudem verweigerten viele Bürger die fälligen Steuerzahlungen. Das konnte Paris nicht länger ignorieren: Mitte Juni erging an das in Béziers stationierte 17. Infanterieregiment die Anweisung, die Unruhen niederzuschlagen. Viele der Männer allerdings stammten selbst aus dem Languedoc und waren nicht bereit, gegen die eigenen Freunde, Nachbarn und Verwandten vorzugehen – sie verweigerten den Befehl. Paris tobte vor Wut und zog daraus die Konsequenz, fortan Soldaten nur weit entfernt von ihrer Heimat zu stationieren. Ihren Ungehorsam bezahlten nicht wenige der Soldaten Jahre später noch mit dem Leben: im Ersten Weltkrieg rächte sich die Armeeführung und schickte das Regiment ganz vorn an die Front.

Ein ziemlich widerborstiger Menschenschlag lebt also auf den etwa 250 Kilometern zwischen Nîmes und Perpignan. Viele verweigerten sich daher auch kategorisch der EU-Weinmarktreform, welche die europaweite, teils massive Überproduktion mittels saftiger Rodungsprämien in den Griff zu bekommen versuchte. Aus diesem Grund sind im Languedoc überdurchschnittlich viele alte Reben erhalten geblieben. Ganz besonders die robuste Leitrebsorte Carignan profitiert davon und feiert gerade ein verdientes Comeback. Ihr lange Zeit eher mäßiges Image ist keineswegs einer fehlenden Eignung zur Produktion hochwertiger Tropfen geschuldet, sondern viel mehr der Tatsache, dass sie über Jahrzehnte nicht optimal ausgebaut wurde. Die Winzer verließen sich zu sehr auf die dunkle Farbe, das prägnante Tannin und allgemein sehr hohe Erträge und vernachlässigten dafür das Aroma, das sortentypisch eher verhalten daherkommt und deshalb besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Und eben möglichst knorrig-betagter Rebstöcke, die im besten Fall auch noch auf sehr kargen Böden wachsen, auf denen sie sich richtig durchbeißen müssen – dann entwickeln sie nach ein paar Jahren im Keller vollmundige Pflaumen- und Feigentöne, durchsetzt von Edelhölzern und Kaffee. Apropos Böden: die sind hier so vielfältig wie kaum sonst irgendwo in Frankreich. Das liegt zum einen natürlich an der enormen Größe des Gebietes, zum anderen aber auch an geologischen Verschiebungen, die im Laufe von Millionen von Jahren die zahlreichen Bergmassive auftürmten, welche die zum Meer mondsichelförmig verlaufende Küste mit ihren hübschen Sandstränden einhegen wie die ansteigenden Sitzreihen eines Amphitheaters. Von leichten Sandböden über Lehm, Mergel und Kalk bis hin zu Schwarzschiefer, Gneis und Granit reicht die Bandbreite der Ablagerungen, die sich über-, unter- gegen- und nebeneinander her geschoben hat somit ein wildes Potpourri der Erdgeschichte darstellt. Nahm man all das früher einfach so hin, ist seit einiger Zeit auch hier endlich der Terroir-Gedanke erwacht, der geschmacklich erfahrbar machen möchte, durch welchen Untergrund der Wein seine Prägung erfahren hat.

Deutlich fruchtbetonter als der Carignan mit seinem Understatement gibt sich der Cinsault. Die sehr alte Rebsorte steckt Dürreperioden ohne Weiteres weg und findet sich im heißen französischen Süden darum ebenso wie in Nordafrika, Chile und sogar dem Libanon. Sie besticht mit prägnanten Aromen von Sauerkirschen, aber auch Himbeeren und roten Johannisbeeren. Ihre frühe Zugänglichkeit, geschmeidige Leichtigkeit und helle Farbe machen sie zur perfekten Basis für unkomplizierte Roséweine. Nicht weniger Sonnenanbeter ist die ursprünglich von jenseits der Pyrenäen stammende Grenache. Ihre sortentypisch verhaltene Aromatik wird durch den Einfluss der Hitze wettgemacht, unter der sich zunächst ein ähnlich kirsch- und waldbeergeprägtes Geschmacksbild wie beim Cinsault herausbildet, das aber deutlich mehr Alterungspotential aufweist, in allen Facetten edel nachdunkelt und dann um kräftige Noten von Pfeffer, Leder, Oliven und Nüssen ergänzt wird. Immer mehr Fläche gewinnt Jahr um Jahr der Syrah hinzu, den man insbesondere von der nicht weit entfernten nördlichen Rhône kennt. Der vermehrte Anbau der gerbstoffreichen Sorte mit ihrer dunkel-intensiven Aromatik, aber auch jener von Cabernet Sauvignon und Merlot ist häufig Teil der Bemühungen, auf international bekannte, hochwertige Rebsorten zu setzen und so einen Imagewandel zu befördern. Aus diesem Grund werden im höherpreisigen Segment auch zumeist Cuvées erzeugt; reinsortige Weine finden sich tendenziell eher unter den einfachen Land- und Tafelweinen.

Überhaupt definiert man sich in einem so gigantischen Weinbaugebiet maßgeblich über die einzelnen Appellationen und nicht über Rebsorten, möchte man Aufmerksamkeit erlangen. Die bekanntesten gruppieren sich um die mittelalterliche Stadt Carcassonne mit ihrer trutzigen Festung und Stadtmauer herum. Westlich von ihr bis zum Mittelmeer erstrecken sich die nach dem gleichnamigen Mittelgebirge benannten Corbières, nordwestlich liegt Minervois. Hier ist man breit aufgestellt und produziert neben Roten auch viel Rosé und einige weiße Tropfen. Über Weißwein haben wir bisher gar nicht gesprochen, was ein ziemliches Versäumnis ist, auch wenn diese nur etwas über zehn Prozent am Gesamtertrag ausmachen. Diejenigen aus dem Languedoc entsprechen meist so gar nicht dem, was der Konsument von südeuropäischen Weißen gewohnt ist: statt üppiger gelber Frucht steht hier eher eine feinwürzige, kräuterige Aromatik im Vordergrund. Klassiker schlechthin ist die Grenache Blanc, mit ihrer von frischer Mineralik unterlegten Fülle der Inbegriff von Harmonie, insbesondere dann, wenn man ihr noch eine leichte Fassreife angedeihen lässt, der ihre oft unterschätzte Komplexität unterstreicht. Eine sehr alte und fast nur hier und in den angrenzenden südfranzösischen Weinbaugebieten zu findende Traube ist die Bourboulenc. Meist darf sie nur als Verschnittpartner herhalten; will man ihrer Aromatik möglichst nah auf die Spur kommen, empfehlen sich die Weine aus La Clape, in denen sie den höchsten Anteil hat. Man kombiniert sie vorzugsweise mit dem Macabeo, der von ihrer zitrischen Frische und prägnanten Säure profitiert, während er selbst ein volles, blumiges Bukett und ausreichend Alkohol beisteuert. Die Weißweine sind unverzichtbar, um auch zu den vielen Meeresfrüchten, welche die regionale Küche kennt, den optimalen Speisebegleiter zu haben. Während die Roten eher zu den Gerichten des bergigen Hinterlandes genossen werden, etwa dem bekannten Cassoulet, einem Eintopf aus Bohnen, Geflügelconfit und Würstchen, sind die Weißen für alles zuständig, was man an der Küste genießt: Austern, die der Bouillabaisse nicht unähnliche Bourride oder die Tielle, eine vorzugsweise mit Tintenfisch und Tomaten gefüllte Pastete. Allgemein gilt die Kulinarik des ländlich geprägten und dünn besiedelten Languedoc als bäuerlich-deftig und ausgeprägt mediterran: der für Frankreich typische hemmungslose Einsatz von Butter weicht hier dem Olivenöl, die Aioli ist ein obligatorischer Dip und auch Anchovis sind omnipräsent. Die Nähe zu Spanien, das gleich hinter den in der Ferne aufscheinenden Pyrenäen beginnt, macht sich eben bemerkbar.

Auch und vor allem klimatisch. Das Klima ist dabei Fluch und Segen zugleich: zum einen stellen die ohnehin schon glühend heißen, extrem niederschlagsarmen Sommer und 2400 Sonnenstunden jährlich die Winzer vor immer größere Herausforderungen, um den dadurch angestachelten, altbekannt derben Charakter im Zaum zu halten. In einer Zeit, wo statt sirupartig fetter, alkoholischer Haudrauf-Tropfen eher das Feine, Tänzelnde und Lagenspezifische gesucht wird, nicht gerade optimal. Fest steht, dass es wohl kaum eine Region gibt, in der sich die oft gnadenlose Witterung so eins zu eins im Glas widerspiegelt wie im Languedoc, wo in manchen Landstrichen einzig Wein und Oliven ohne künstliche Bewässerung überhaupt überleben. Aber es gibt eben auch positive Aspekte: einer ist die Nähe sowohl zum Mittelmeer als auch zum Atlantik. Dadurch wechseln die Winde häufig ihre Richtung, was Feuchtigkeit auf den Trauben sofort wegtrocknet. Pilzerkrankungen haben so kaum eine Chance, sich auszubreiten, die Winzer können auf den Einsatz umweltschädlicher Herbizide verzichten – optimal für biologischen Weinbau, worin die Region frankreichweit ein echter Vorreiter ist. Das größte Kapital des Languedoc aber sind die Winzer, die sich in ihrer Sturheit sowohl dem römischen Kaiser wie auch der französischen Regierung und der EU widersetzten. Stolz wie sie sind, dulden sie keinerlei Einmischung in ihre Angelegenheiten. Und fahren gut damit: denn nach den Verirrungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit denen sie aber keineswegs allein waren, hat sich eine Gruppe herauskristallisiert, die Spaß hat an der Produktion von Weinen, die nicht großer Namen wegen getrunken werden, sondern aufgrund der ehrlichen Handarbeit und des unverstellt-urwüchsigen Geschmacks. Mehr Wein für kleines Geld ist in Frankreich kaum zu haben. Text: Dario Sellmeier

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Whisky

Ardbeg Scorch

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe stark verkohlte Ex-Bourbon-Fässer non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day 

Der Ardbeg Scorch ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2021 unter dem Motto eines feuerspeienden Drachen. Die Besonderheit: Der Whisky reifte in besonders stark verkohlten Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche – „drachengebrannt". Das verstärkt rußig-rauchige und würzige Noten. Non chill-filtered abgefüllt


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Der Scorch reift in besonders stark verkohlten ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche – Ardbeg knüpft damit an die intensive Verkohlung früherer Abfüllungen an. Die tiefe Char-Schicht im Fass gibt dem Whisky ausgeprägte Ruß-, Teer- und Würznoten. Er trägt keine Altersangabe und ist ohne Kältefiltration abgefüllt. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Bernsteinfarben im Glas. In der Nase intensiver Ruß, Asche und Lagerfeuerrauch, dazu Brandung, Weihrauch, Anis und Patschuli; mit Wasser kommen Kräuter, Salbei und Kiefer hinzu. Am Gaumen ölig und würzig: Teer, Lakritz, Nelke und Pfeffer treffen auf süßen Rauch von Sandelholz, dazu eine herzhaft-salzige Note. Der Nachhall ist lang, rußig und teerig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser holen die Kräuter- und Süßnoten hervor. Passt zu geräuchertem Fleisch und Fisch, über Holzkohle Gegrilltem, reifem Hartkäse und dunkler Schokolade. Ein intensiver Begleiter für Liebhaber kräftig rauchiger Malts.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2021)
Ausbau: besonders stark verkohlte ehemalige Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche

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Rebsorten

Domaine Fontaine du Clos Reflets Vacqueyras

Rotwein · Vacqueyras · Cuvée · Rhône

Domaine Fontaine du Clos Vacqueyras Reflets de l'Âme ist eine Rotwein-Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre aus der südlichen Rhône. Die Trauben stammen vom Hochplateau rund um Sarrians, wo die Reben auf lehmigen Böden mit alluvialem Geröll wurzeln. Saftig und konzentriert zeigt sich der Wein, mit feinkörnigem Tannin und harmonischer Würze. Erdbeerkonfitüre, rosa Pfeffer und Blutorange prägen das Bukett.


Vacqueyras – Sarrians

Die Weinberge liegen auf dem Hochplateau rund um Sarrians in der südlichen Rhône. Die Reben fußen auf lehmigen Böden mit alluvialem Geröll und werden vom mediterranen Klima mit heißen Sommern, kalten Wintern und dem kühlen Mistral geprägt – ideale Bedingungen für konzentrierte, würzige Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre. Nach dem Entrappen und sanften Anquetschen bleibt der Most lange auf den Schalen, um Farbe, Struktur und aromatische Tiefe zu gewinnen. Der Ausbau im Betontank bewahrt die klare Frucht und den Terroir-Ausdruck.

Im Glas

Leuchtendes Granatrot. In der Nase ein verführerischer Duft nach Erdbeerkonfitüre, rosa Pfeffer, Blutorange und einem Hauch Kakao. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinkörnigem Tannin und harmonischer Würze.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Entenbrust, Lammkeule, Gemüsetajine und eine vielfältige Käseauswahl.


Lage: Vacqueyras – Sarrians, südliche Rhône (Frankreich)
Klassifikation: AOC Vacqueyras
Ausbau: Grenache, Syrah & Mourvèdre, Betontank

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Feinkost

Diamir Pfefferschoten Piparra Guindilla Peppers

Feinkost · Eingelegte Pfefferschoten · Spanien

Diamir Piparra Guindilla Pfefferschoten sind milde, in Weinessig eingelegte Pfefferschoten aus dem spanischen Valencia. Ein Klassiker der spanischen und baskischen Küche – ideal zu Tapas und als Verfeinerung für jeden Pintxo.


Herkunft

Die Pfefferschoten stammen aus der Region Valencia in Spanien. Als Piparra bzw. Guindilla sind die schlanken, milden Schoten fester Bestandteil der nordspanischen und baskischen Pintxo-Kultur. Hersteller ist Grupo Nudisco S.L.

Zutaten und Herstellung

Milde grüne Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), eingelegt in Weinessig. Die Säure des Essigs bewahrt die knackige Textur und gibt den Schoten ihre typisch frisch-säuerliche, milde Würze.

Geschmack

Knackig und mild, mit frisch-säuerlicher Essignote und nur dezenter Schärfe. Schlank und zart – unkompliziert direkt aus dem Glas zu genießen.

In der Küche

Der Klassiker für Pintxos: zusammen mit Sardelle und Olive bilden sie die berühmte Gilda. Ebenso zu Tapas, auf Spießen, in Salaten oder zu gegrilltem Fisch und Fleisch.

Passt zu: Pintxos (Gilda), Tapas, Sardellen, Oliven und Salaten.


Hersteller: Grupo Nudisco S.L. (Spanien)
Produkt: milde Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), in Weinessig
Herkunft: Valencia (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.08.2027

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Rebsorten

Domaine Latour-Giraud Coteaux Bourguignons Chardonnay 2023

Weißwein · Coteaux Bourguignons · Chardonnay

Chardonnay Coteaux Bourguignons AOC nahe Meursault · Côte de Beaune teils neues Eichenholz 2023

Der Coteaux Bourguignons Chardonnay 2023 der Domaine Latour-Giraud stammt aus Weinbergen, die unmittelbar an die Appellation Meursault angrenzen. Ein trockener, geschmeidiger Weißwein mit feiner, eleganter Textur – weiße Blüten, Mandeln und geröstete Haselnüsse, mit nussigem Nachhall, der an Meursault denken lässt.


Coteaux Bourguignons – an Meursault angrenzend

Coteaux Bourguignons ist die regionale Appellation des Burgunds. Die Reben der Domaine Latour-Giraud liegen unmittelbar an der berühmten Appellation Meursault – das prägt den meursault-typischen, nussigen Charakter dieses Chardonnays.

Die Domaine Latour-Giraud zählt zu den renommierten Adressen von Meursault; ihre Handschrift zeigt sich hier auf regionaler Stufe mit eigenständigem Profil.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die geschmeidige, zugleich frische Art dieses Weißweins.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Ein Teil des Weins reift in neuen Eichenfässern, was ihm zusätzliche Tiefe und eine feine Würze verleiht. Die sorgfältige Vinifikation macht ihn zu einem lagerfähigen Wein mit eigenständigem Profil.

Im Glas

In der Nase zarte Aromen von weißen Blüten, Mandeln und gerösteten Haselnüssen. Am Gaumen trocken und geschmeidig, mit harmonischer Struktur, feiner Frucht und einem leicht nussigen Nachhall, der an Meursault erinnert.

Weiße Blüten, Mandeln und geröstete Haselnüsse über geschmeidiger Textur – mit nussigem, meursault-typischem Nachhall.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter.


Lage: Coteaux Bourguignons; Weinberge angrenzend an Meursault (Côte de Beaune)
Klassifikation: Coteaux Bourguignons AOC
Ausbau: Chardonnay; teils neues Eichenholz

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Weine

Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg Riesling Kabinett 2023

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Leistenberg Kabinett · fruchtsüß Dönnhoff Nahe grauer Tonschiefer Süd-Ost-Steillage 2023

Der Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg Riesling Kabinett 2023 stammt aus einer Süd-Ost-Steillage auf grauem Tonschiefer – der perfekten Lage für Kabinettweine. Ein filigraner, frischer und mineralischer Kabinett.


Oberhäuser Leistenberg – perfekte Lage für Kabinett

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Leistenberg gilt als ideale Lage für filigrane, fruchtsüße Kabinettweine.

Die Rebstöcke gedeihen in einer Süd-Ost-Steillage mit grauem Tonschieferboden. Die Morgensonne trocknet die Trauben, während die Nachmittagssonne weniger direkt einfällt – so bleiben die Trauben gesund und reifen sehr lange, ohne überreif zu werden. Ideale Voraussetzungen für einen leichten, frischen Kabinett.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus dem Oberhäuser Leistenberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von grauem Tonschiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Säure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein filigraner, fruchtsüßer Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salziger Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure.

Ein filigraner, frischer Nahe-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Oberhäuser Leistenberg, Nahe; Süd-Ost-Steillage; grauer Tonschieferboden
Klassifikation: Riesling Kabinett, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Gevrey Chambertin 1er Cru 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin · 1er Cru Cherbaudes · Petite Chapelle · Bel Air Reben ~50 Jahre 18 Monate Holz · hoher Neuholzanteil

Der Gevrey-Chambertin 1er Cru 2022 von Denis Mortet ist eine Assemblage aus drei Premier-Cru-Lagen rund um den Clos de Bèze. Reinsortiger Pinot Noir mit roter Frucht, Unterholz und seidigen Tanninen – einer der charmantesten und zugänglichsten Premier Crus des Guts.


Drei Premier-Cru-Lagen rund um Clos de Bèze

Dieser Premier Cru vereint drei benachbarte Lieux-dits, von denen keiner für sich groß genug für eine eigene Cuvée wäre: Cherbaudes (direkt unterhalb von Mazis-Chambertin), Petite Chapelle (angrenzend an den Grand Cru Les Gémeaux) und Bel Air (eine hochgelegene Parzelle oberhalb des Clos de Bèze, eine Fortsetzung von Ruchottes-Chambertin). Die Reben sind im Schnitt rund 50 Jahre alt.

Die Nähe zum Clos de Bèze macht diesen Wein zum charmantesten der Premier Crus des Guts. Die Domaine Denis Mortet, heute von Arnaud Mortet geführt, zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Charme dieser Assemblage Substanz verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, eine Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air mit rund 50 Jahre alten Reben. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung, Spontangärung mit natürlichen Hefen und sehr moderate Extraktion.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass mit hohem Neuholzanteil (rund 50–60 %), ganz im Stil des Guts.

Im Glas

In der Nase rote Beeren, Unterholz, Orangenzeste und ein Hauch schwarzer Trüffel, dazu feine Würze. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, elegant und integriert, mit feinen, puderigen Tanninen und einem frischen Fruchtkern, der in ein feines Finale übergeht.

Rote Beeren, Unterholz und Trüffel über feinen, puderigen Tanninen – der charmanteste Premier Cru des Guts.

Schon vergleichsweise früh zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse wie Comté. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin; Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air (Nähe Clos de Bèze), Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz mit hohem Neuholzanteil (~50–60%)

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Weine

Vouette & Sorbée Saignée de Sorbée Brut Nature BIO

Rosé-Champagner · Côte des Bar · Pinot Noir (Saignée)

100 % Pinot Noir Saignée de Sorbée · Brut Nature ohne Dosage Côte des Bar · Aube Vouette & Sorbée (Gautherot) Portlandian-Kalk biodynamisch · Demeter Basis R20 (2020)

Der Vouette & Sorbée Saignée de Sorbée Brut Nature (R20) ist ein Rosé-Champagner aus 100 % Pinot Noir von biodynamisch bewirtschafteten Parzellen in Buxières-sur-Arce. Im Saignée-Verfahren gewonnen, entsteht ein intensiv gefärbter, kraftvoller und zugleich eleganter Champagner – kompromisslos, authentisch und von beeindruckender Präzision.


Vouette & Sorbée – Pinot Noir vom Portlandian-Kalk

Seit der Champagnerwinzer Bertrand Gautherot, der bei Anselme Selosse gelernt hat, die Weinberge von seinem Vater übernommen hat, vermarktet er seine Champagner selbst. Sein rund fünf Hektar großes, seit 1998 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftetes Gut in Buxières-sur-Arce an der Côte des Bar zählt zu den Stars der Winzerchampagner-Szene.

Die Saignée de Sorbée stammt aus der namensgebenden Parzelle „Sorbée" auf Portlandian-Kalkstein – anders als die übrigen Kimmeridgium-Lagen des Guts. Dieser Kalkboden verleiht dem Rosé seine mineralische Frische, Klarheit und salzige Länge und bildet das Rückgrat für den kraftvollen, reinsortigen Pinot Noir.

Basis R20 – Côte des Bar

Gautherot deklariert seine Champagner nicht als Jahrgang, vermerkt aber Basisjahr und Dégorgement auf dem Etikett: „R20" steht für den Basisjahrgang 2020. Das klar strukturierte Profil dieses Jahrgangs unterstreicht die präzise, mineralische Ausrichtung dieses Saignée-Rosés.

Herstellung und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (100 %), Rosé im Saignée-Verfahren, Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020).

Beim Saignée-Verfahren wird der Saft nach kurzer Maischestandzeit von den Schalen abgezogen („saignée" = Aderlass) – das ergibt die intensive Farbe, die Kraft und die zarte Tanninstruktur des Weins. Vergoren wird spontan mit den eigenen Hefen, die malolaktische Gärung läuft natürlich ab; bis zur Füllung wird auf Schwefel weitgehend verzichtet, abgefüllt wird gänzlich ohne Dosage. Diese kompromisslos natürliche, handwerkliche Machart aus biodynamischem Anbau (Demeter) betont die reine Ausdruckskraft von Pinot Noir und Kalkboden.

Im Glas

In der Nase zeigen sich reife rote Beeren, Kirschen und Himbeeren, untermalt von feinen Kräuter- und Gewürznoten. Am Gaumen ist er druckvoll und präzise, mit knackiger Säure, seidiger Textur und einer zarten Tanninspur, die an große Stillweine erinnert. Seine mineralische Frische verleiht ihm Klarheit und Länge, während der Verzicht auf Dosage die reine Ausdruckskraft des Pinot Noirs und des Portlandian-Kalkbodens betont – ein kompromissloser, authentischer Rosé-Champagner mit Tiefe, Struktur und salziger Eleganz.

Reife rote Beeren, Kirsche und Himbeere über feinen Kräuter- und Gewürznoten – druckvoll und präzise, mit knackiger Säure, seidiger Textur und salziger Eleganz.

Nicht zu kalt servieren (10–12 °C); ein Rosé, der auch am Tisch überzeugt.

Am Tisch

Zu Lachs und Thunfisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild­geflügel und Charcuterie sowie zu würzigen Gerichten der asiatischen Küche – ein Rosé mit der Struktur eines Speisebegleiters.


Lage: Parzelle „Sorbée", Buxières-sur-Arce, Côte des Bar (Aube, Champagne); Portlandian-Kalkstein
Klassifikation: Champagne AOC; Rosé (Saignée), 100 % Pinot Noir; Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020)
Ausbau: Saignée-Verfahren, Spontangärung, natürliche Malo, ohne Dosage, schwefelarm; biodynamisch (Demeter), FR-BIO-01

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Rebsorten

Metzger Tempranillo trocken -A- 2023

Rotwein · Tempranillo · Pfalz · Deutschland

Weingut Metzger Tempranillo -A- trocken ist ein kraftvoller Rotwein aus der Pfalz – Spanien ist seine Herkunft, die Pfalz seine neue Heimat. Mit Druck und ordentlich Gerbstoff beginnt dieser außerordentliche Rote, sich auf den Pfälzer Böden wohlzufühlen.


Pfalz

Tempranillo ist die berühmte spanische Rotweinsorte, etwa aus Rioja und dem Baskenland. Im Weingut Metzger findet sie in der Pfalz eine neue Heimat. Das warme Klima und die Böden ermöglichen Weine, die sich mit jenen aus den spanischen Anbaugebieten messen lassen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tempranillo und wird mit Fingerspitzengefühl ausgebaut. Das Ergebnis ist ein kraftvoller, druckvoller Rotwein mit präsentem, ordentlichem Gerbstoff. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase dunkle Frucht und feine Würze. Am Gaumen kraftvoll und druckvoll, mit ordentlich Gerbstoff und klarer Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Grillfleisch und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Tempranillo), trocken
Ausbau: Tempranillo, kraftvoll-strukturierter Ausbau

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