Das Weinbaugebiet Languedoc

Von historischer Bedeutung und moderner Vielfalt: Die faszinierende Weinwelt des Languedoc

Größe ist nicht alles, klar. Aber gewisse Vorteile bringt sie schon mit sich – auch im Weinbau. Denn auf großer Fläche geht es meist besonders vielfältig zu: so eben auch im größten Anbaugebiet Frankreichs und in Kombination mit dem direkt angrenzenden Roussillon sogar dem größten zusammenhängenden der Welt, dem Languedoc. In der Rebfläche von 240 000 Hektar, aus der ein Drittel aller in Frankreich gelesen Trauben stammt, hätte der gesamte deutsche Weinbau fast zweieinhalb Mal Platz. Wobei in den letzten Dekaden viele Weinberge aufgegeben wurden, allein seit Anfang des Jahrtausends etwa 60 000 Hektar. Diese Entwicklung ist jedoch keineswegs zu bedauern, unterstreicht sie doch, dass ein Wandel von der Massenproduktion einfacher Landweine hin zu mehr Qualität stattfindet. Endlich vorbei sind die Zeiten von Monokultur und völlig absurden Ertragsmengen pro Hektar von teilweise über 200 Hektolitern: hatten andere Regionen mit alkoholstarken, fast schwarzen Tanninbomben zu kämpfen, gerieten die Weine hier blass und ausdruckslos.

Man will also ironischerweise keineswegs 40 oder 50 Jahre zurück in eine Zeit, in der jeder zehnte weltweit getrunkene Wein aus dem Languedoc stammte. Und dennoch ist ein Blick etwas weiter zurück in der Geschichte sehr lohnenswert, zeigt er doch, welches erstaunliche Erbe hier schlummert. Schon die Kelten sollen vor etwa drei Jahrtausenden Weinbau betrieben haben, auch wenn es dafür kaum archäologische Zeugnisse gibt. Dann landeten die Griechen und professionalisierten mit ihrem technischen Know-how die Rebenzucht ganz maßgeblich. Ein weiterer Qualitätssprung vollzog sich, als sie von den Römern als Kolonialherren abgelöst wurden. Diese gründeten das heutige Narbonne im Jahr 118 v. Chr. als erste Kolonie außerhalb Italiens – entwickelten aber schnell ein gespaltenes Verhältnis zum Wein aus dem Süden Galliens. Denn dieser gedieh so gut, brachte eine so beachtliche Aromatik hervor und war gleichzeitig so billig, dass er den Weinbau in Mittelitalien in den Schatten zu stellen drohte – dieser war durch den Vesuvausbruch 79 n. Chr. in eine gefährliche Schieflage geraten. Also befahl Kaiser Domitian ein riesiges Konjunkturprogramm für die Rebenzucht rund um Rom, während die Provinzen angewiesen wurden, die Hälfte ihrer Bestände zu vernichten – dort sollte Getreide angebaut werden und kein Wein. Ganze 200 Jahre lang bliebt das entsprechende Edikt faktisch in Kraft, die Umsetzung vor Ort wurde allerdings eher halbherzig betrieben. Im dritten Jahrhundert dann hob Kaiser Probus es auf, was jedoch den Niedergang des Weinbaus, der sich parallel zu dem des Römischen Reiches vollzog, nicht wirklich aufhalten konnte. Ein halbes Jahrtausend liegt in ziemlichem Dunkel, bevor im Zuge der zahlreichen Klostergründungen wieder zunehmende Aktivität auf diesem Gebiet nachgewiesen werden kann. Aber was für eine! Die Abteien waren nicht nur Zentren des Glaubens, sondern auch regelrechte Versuchslabore. Im 14. Jahrhundert etwa fand ein Gelehrter der mitten im Languedoc gelegenen Universität Montpellier heraus, dass sich die alkoholische Gärung des Mostes durch Zugabe von Hochprozentigem stoppen lässt – die Geburtsstunde des Vin Doux Naturel, also auf natürliche Weise süßer Weine ohne Zuckerzugabe, dessen bekannteste hiesige Vertreter Likörweine wie der Banyuls oder der Maury sind.

Mittlerweile hat sich im früher uniform-tristen Rebenmeer eine Qualitätshierarchie herausgebildet. Klar, es gibt immer noch massenweise einfachste Supermarkt-Ware. Aber die Dominanz der Winzergenossenschaften nimmt ab und an ihre Stelle treten immer mehr höchst akkurat arbeitende Herzblut-Weinbauern, die mit stetig steigendem Selbstbewusstsein Eigenvermarktung betreiben. Dank ihnen treten lokale Traditionen wieder mehr und mehr in den Vordergrund: etwa die des Blanquette de Limoux, des wohl ersten Schaumweines der Welt, der seit dem 16. Jahrhundert eindeutig belegt ist, aber durchaus noch älter sein kann. Mönche der Abtei Saint-Hilaire hatten damals entdeckt, wie man mithilfe der Méthode ancestrale die prickelnden Bläschen in den Wein zaubert. Unglücklicherweise bewiesen die frommen Brüder zwar ein Händchen fürs Technische, nicht aber fürs Marketing: ein gewisser Dom Perignon wurde während eines Besuchs auf das Verfahren aufmerksam, seine Heimatregion Champagne übernahm die Herstellungsweise, perfektionierte sie durch die Nutzung der damals gerade neu aufkommenden Glasflaschen zur Méthode traditionelle. Und ließ sie sich obendrein rechtlich schützen – womit sie zu Weltruhm gelangte, während für Limoux nur die Trostpreis-Bezeichnung Crémant übrig blieb, auch wenn die ursprüngliche Machart ohne zweite Gärung durch den Pét Nat-Trend gerade ein kleines Revival erlebt.

Diese zunächst ganz unterhaltsam klingende Anekdote weist allerdings schon ein wenig auf das allgemein eher schlechte Verhältnis zwischen dem französischen Süden und dem Zentrum hin. Denn im Hochmittelalter dominierte hier an der Mittelmeerküste die okzitanische Kultur, dem das zwischen Gascogne und Provence gelegene Languedoc auch seinen ungewöhnlichen Namen verdankt: er setzt sich zusammen aus dem Begriff „langue“ für Sprache und der Bejahungsformel „oc“, bedeutet also so viel wie „Sprache ja“. Das Okzitanische entwickelte sich aus dem Vulgärlatein, also jenem, das vom einfachen Volk gesprochen wurde. Damit war man im Süden Frankreichs sprachlich deutlich romanisch orientiert, während im Norden mit dem Altfränkischen das Germanische vorherrschte, die Grenze verlief etwa auf Höhe der Loire. Während der Blütezeit des Okzitanischen im 12. und 13. Jahrhundert galt es als eindrucksvolle Literatursprache, die ihren Einfluss weit über Frankreich hinaus geltend machte. Dann aber richtete sich das Augenmerk der katholischen Kirche auf die Sekte der Katharer, die ihre Machtbasis in Okzitanien hatte. Im blutigen Albigenserkreuzzug wurden sie vernichtend geschlagen, die bis dahin recht eigenständige Region unterworfen. Damit begann die schrittweise Verdrängung der okzitanischen Sprache, die im schriftlichen Bereich schon im 16. Jahrhundert ausgestorben war, sich im Mündlichen aber immerhin noch bis ins 19. Jahrhundert behaupten konnte. Wie um die Einheimischen zu besänftigen, brachte die Regierung in der Zwischenzeit den Ausbau der Infrastruktur vor Ort voran, was insbesondere dem seit jeher starken Wirtschaftsfaktor Weinbau zugute kam: der Canal du Midi entstand, welcher zum ebenfalls ertüchtigten Hafen von Sète führte und vorher unerreichbare Absatzmärkte erschloss.

Seit jeher wird im Languedoc nicht nur Traditionsbewusstsein großgeschrieben, sondern auch eine gewisse Unbeugsamkeit: Ende des 19. Jahrhunderts waren die Weinbauern der Region durch Mehltau und Reblaus schwer gebeutelt, zusätzlich kam es in den Folgejahren zu gigantischen Ernten, die einen Preisverfall nach sich zogen. Die Verzweiflung über die wirtschaftliche Notlage brach sich 1907 auf Demonstrationen Bahn. Waren es Ende März nur wenige hundert Teilnehmer, wuchs die Zahl der sich mit den Anliegen der Winzer Solidarisierenden in der Folge immer weiter an: Anfang Juni zählte man in Nîmes eine Viertelmillion Menschen, wenige Tage später in Montpellier dann an die 800 000. In mehreren hundert Gemeinden traten die Bürgermeister aus Protest von ihren Ämtern zurück, zudem verweigerten viele Bürger die fälligen Steuerzahlungen. Das konnte Paris nicht länger ignorieren: Mitte Juni erging an das in Béziers stationierte 17. Infanterieregiment die Anweisung, die Unruhen niederzuschlagen. Viele der Männer allerdings stammten selbst aus dem Languedoc und waren nicht bereit, gegen die eigenen Freunde, Nachbarn und Verwandten vorzugehen – sie verweigerten den Befehl. Paris tobte vor Wut und zog daraus die Konsequenz, fortan Soldaten nur weit entfernt von ihrer Heimat zu stationieren. Ihren Ungehorsam bezahlten nicht wenige der Soldaten Jahre später noch mit dem Leben: im Ersten Weltkrieg rächte sich die Armeeführung und schickte das Regiment ganz vorn an die Front.

Ein ziemlich widerborstiger Menschenschlag lebt also auf den etwa 250 Kilometern zwischen Nîmes und Perpignan. Viele verweigerten sich daher auch kategorisch der EU-Weinmarktreform, welche die europaweite, teils massive Überproduktion mittels saftiger Rodungsprämien in den Griff zu bekommen versuchte. Aus diesem Grund sind im Languedoc überdurchschnittlich viele alte Reben erhalten geblieben. Ganz besonders die robuste Leitrebsorte Carignan profitiert davon und feiert gerade ein verdientes Comeback. Ihr lange Zeit eher mäßiges Image ist keineswegs einer fehlenden Eignung zur Produktion hochwertiger Tropfen geschuldet, sondern viel mehr der Tatsache, dass sie über Jahrzehnte nicht optimal ausgebaut wurde. Die Winzer verließen sich zu sehr auf die dunkle Farbe, das prägnante Tannin und allgemein sehr hohe Erträge und vernachlässigten dafür das Aroma, das sortentypisch eher verhalten daherkommt und deshalb besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Und eben möglichst knorrig-betagter Rebstöcke, die im besten Fall auch noch auf sehr kargen Böden wachsen, auf denen sie sich richtig durchbeißen müssen – dann entwickeln sie nach ein paar Jahren im Keller vollmundige Pflaumen- und Feigentöne, durchsetzt von Edelhölzern und Kaffee. Apropos Böden: die sind hier so vielfältig wie kaum sonst irgendwo in Frankreich. Das liegt zum einen natürlich an der enormen Größe des Gebietes, zum anderen aber auch an geologischen Verschiebungen, die im Laufe von Millionen von Jahren die zahlreichen Bergmassive auftürmten, welche die zum Meer mondsichelförmig verlaufende Küste mit ihren hübschen Sandstränden einhegen wie die ansteigenden Sitzreihen eines Amphitheaters. Von leichten Sandböden über Lehm, Mergel und Kalk bis hin zu Schwarzschiefer, Gneis und Granit reicht die Bandbreite der Ablagerungen, die sich über-, unter- gegen- und nebeneinander her geschoben hat somit ein wildes Potpourri der Erdgeschichte darstellt. Nahm man all das früher einfach so hin, ist seit einiger Zeit auch hier endlich der Terroir-Gedanke erwacht, der geschmacklich erfahrbar machen möchte, durch welchen Untergrund der Wein seine Prägung erfahren hat.

Deutlich fruchtbetonter als der Carignan mit seinem Understatement gibt sich der Cinsault. Die sehr alte Rebsorte steckt Dürreperioden ohne Weiteres weg und findet sich im heißen französischen Süden darum ebenso wie in Nordafrika, Chile und sogar dem Libanon. Sie besticht mit prägnanten Aromen von Sauerkirschen, aber auch Himbeeren und roten Johannisbeeren. Ihre frühe Zugänglichkeit, geschmeidige Leichtigkeit und helle Farbe machen sie zur perfekten Basis für unkomplizierte Roséweine. Nicht weniger Sonnenanbeter ist die ursprünglich von jenseits der Pyrenäen stammende Grenache. Ihre sortentypisch verhaltene Aromatik wird durch den Einfluss der Hitze wettgemacht, unter der sich zunächst ein ähnlich kirsch- und waldbeergeprägtes Geschmacksbild wie beim Cinsault herausbildet, das aber deutlich mehr Alterungspotential aufweist, in allen Facetten edel nachdunkelt und dann um kräftige Noten von Pfeffer, Leder, Oliven und Nüssen ergänzt wird. Immer mehr Fläche gewinnt Jahr um Jahr der Syrah hinzu, den man insbesondere von der nicht weit entfernten nördlichen Rhône kennt. Der vermehrte Anbau der gerbstoffreichen Sorte mit ihrer dunkel-intensiven Aromatik, aber auch jener von Cabernet Sauvignon und Merlot ist häufig Teil der Bemühungen, auf international bekannte, hochwertige Rebsorten zu setzen und so einen Imagewandel zu befördern. Aus diesem Grund werden im höherpreisigen Segment auch zumeist Cuvées erzeugt; reinsortige Weine finden sich tendenziell eher unter den einfachen Land- und Tafelweinen.

Überhaupt definiert man sich in einem so gigantischen Weinbaugebiet maßgeblich über die einzelnen Appellationen und nicht über Rebsorten, möchte man Aufmerksamkeit erlangen. Die bekanntesten gruppieren sich um die mittelalterliche Stadt Carcassonne mit ihrer trutzigen Festung und Stadtmauer herum. Westlich von ihr bis zum Mittelmeer erstrecken sich die nach dem gleichnamigen Mittelgebirge benannten Corbières, nordwestlich liegt Minervois. Hier ist man breit aufgestellt und produziert neben Roten auch viel Rosé und einige weiße Tropfen. Über Weißwein haben wir bisher gar nicht gesprochen, was ein ziemliches Versäumnis ist, auch wenn diese nur etwas über zehn Prozent am Gesamtertrag ausmachen. Diejenigen aus dem Languedoc entsprechen meist so gar nicht dem, was der Konsument von südeuropäischen Weißen gewohnt ist: statt üppiger gelber Frucht steht hier eher eine feinwürzige, kräuterige Aromatik im Vordergrund. Klassiker schlechthin ist die Grenache Blanc, mit ihrer von frischer Mineralik unterlegten Fülle der Inbegriff von Harmonie, insbesondere dann, wenn man ihr noch eine leichte Fassreife angedeihen lässt, der ihre oft unterschätzte Komplexität unterstreicht. Eine sehr alte und fast nur hier und in den angrenzenden südfranzösischen Weinbaugebieten zu findende Traube ist die Bourboulenc. Meist darf sie nur als Verschnittpartner herhalten; will man ihrer Aromatik möglichst nah auf die Spur kommen, empfehlen sich die Weine aus La Clape, in denen sie den höchsten Anteil hat. Man kombiniert sie vorzugsweise mit dem Macabeo, der von ihrer zitrischen Frische und prägnanten Säure profitiert, während er selbst ein volles, blumiges Bukett und ausreichend Alkohol beisteuert. Die Weißweine sind unverzichtbar, um auch zu den vielen Meeresfrüchten, welche die regionale Küche kennt, den optimalen Speisebegleiter zu haben. Während die Roten eher zu den Gerichten des bergigen Hinterlandes genossen werden, etwa dem bekannten Cassoulet, einem Eintopf aus Bohnen, Geflügelconfit und Würstchen, sind die Weißen für alles zuständig, was man an der Küste genießt: Austern, die der Bouillabaisse nicht unähnliche Bourride oder die Tielle, eine vorzugsweise mit Tintenfisch und Tomaten gefüllte Pastete. Allgemein gilt die Kulinarik des ländlich geprägten und dünn besiedelten Languedoc als bäuerlich-deftig und ausgeprägt mediterran: der für Frankreich typische hemmungslose Einsatz von Butter weicht hier dem Olivenöl, die Aioli ist ein obligatorischer Dip und auch Anchovis sind omnipräsent. Die Nähe zu Spanien, das gleich hinter den in der Ferne aufscheinenden Pyrenäen beginnt, macht sich eben bemerkbar.

Auch und vor allem klimatisch. Das Klima ist dabei Fluch und Segen zugleich: zum einen stellen die ohnehin schon glühend heißen, extrem niederschlagsarmen Sommer und 2400 Sonnenstunden jährlich die Winzer vor immer größere Herausforderungen, um den dadurch angestachelten, altbekannt derben Charakter im Zaum zu halten. In einer Zeit, wo statt sirupartig fetter, alkoholischer Haudrauf-Tropfen eher das Feine, Tänzelnde und Lagenspezifische gesucht wird, nicht gerade optimal. Fest steht, dass es wohl kaum eine Region gibt, in der sich die oft gnadenlose Witterung so eins zu eins im Glas widerspiegelt wie im Languedoc, wo in manchen Landstrichen einzig Wein und Oliven ohne künstliche Bewässerung überhaupt überleben. Aber es gibt eben auch positive Aspekte: einer ist die Nähe sowohl zum Mittelmeer als auch zum Atlantik. Dadurch wechseln die Winde häufig ihre Richtung, was Feuchtigkeit auf den Trauben sofort wegtrocknet. Pilzerkrankungen haben so kaum eine Chance, sich auszubreiten, die Winzer können auf den Einsatz umweltschädlicher Herbizide verzichten – optimal für biologischen Weinbau, worin die Region frankreichweit ein echter Vorreiter ist. Das größte Kapital des Languedoc aber sind die Winzer, die sich in ihrer Sturheit sowohl dem römischen Kaiser wie auch der französischen Regierung und der EU widersetzten. Stolz wie sie sind, dulden sie keinerlei Einmischung in ihre Angelegenheiten. Und fahren gut damit: denn nach den Verirrungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit denen sie aber keineswegs allein waren, hat sich eine Gruppe herauskristallisiert, die Spaß hat an der Produktion von Weinen, die nicht großer Namen wegen getrunken werden, sondern aufgrund der ehrlichen Handarbeit und des unverstellt-urwüchsigen Geschmacks. Mehr Wein für kleines Geld ist in Frankreich kaum zu haben. Text: Dario Sellmeier

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle Riesling GG 2022

Weißwein · Niederhausen (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niederhäuser Hermannshöhle VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Nahe schwarzgrauer Schiefer · Vulkanisches Reben bis 70 J. · ~35 hl/ha trocken · 2022

Der Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle Riesling GG 2022 stammt aus der seit über 100 Jahren höchstbewerteten Lage der Nahe. Ein großer, trockener Riesling von nobler Eleganz – konzentriert, tiefmineralisch, kraftvoll und elegant zugleich.


Niederhäuser Hermannshöhle – die Spitzenlage der Nahe

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Hermannshöhle gilt seit über 100 Jahren als die höchstbewertete Lage der gesamten Region – ein legendärer, aristokratischer Weinberg.

Die Lage ist ein perfekter, steiler Südhang mit extrem mineralreichen Böden aus schwarzgrauem Schiefer und vulkanischen Elementen. Die Reben sind bis zu 70 Jahre alt, der Ertrag liegt bei rund 35 hl/ha – die Grundlage für einen besonders konzentrierten, tiefmineralischen Wein.

Jahrgang 2022 – Nahe

2022 war an der Nahe ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der Schieferboden, die alten Reben und die geringen Erträge bewahrten Konzentration, tiefe Mineralität und Spannung – Kraft und Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Niederhäuser Hermannshöhle, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von schwarzgrauem Schiefer mit vulkanischen Elementen.

Nach 100 % selektiver Handlese erfolgen Vergärung und Reife in Edelstahl und klassischen Eichenholzfässern. So verbindet der Wein klare, präzise Frucht mit Struktur und Tiefe.

Im Glas

Ein komplexer, aristokratischer Riesling: reife gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine tiefe, rauchig-salzige Schiefermineralität. Am Gaumen konzentriert und reich, zugleich präzise und elegant, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und tiefer, rauchig-salziger Schiefermineralität – konzentriert und reich, zugleich präzise und elegant, mit sehr langem Nachhall.

Ein großer, sehr langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niederhäuser Hermannshöhle (VDP.Große Lage), Nahe; steiler Südhang; schwarzgrauer Schiefer mit vulkanischen Elementen; Reben bis 70 Jahre, ~35 hl/ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, Vergärung und Reife in Edelstahl und klassischen Eichenholzfässern

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Quinta de la Quietud Corral de Campanas BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Bio · Spanien

Quinta de la Quietud Corral de Campanas ist ein sehr dicht strukturierter Bio-Rotwein aus Toro, der nach dunklen Beeren duftet. Er wird über sechs Monate in kleinen Barriques aus amerikanischer Eiche ausgebaut. Im Glas kraftvoll, vielschichtig und mit furiosem Finish.


Toro

Toro im Nordwesten Spaniens (Castilla y León) ist für kräftige, konzentrierte Rotweine aus Tinta de Toro bekannt. Das kontinentale Klima und die kargen Böden bringen dichte, ausdrucksstarke Weine hervor. Der Wein stammt aus biologischem Anbau und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-016-CL).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tinta de Toro (Tempranillo). Er reift über sechs Monate in kleinen Barriques aus amerikanischer Eiche, was ihm Struktur, Würze und präsente Gerbstoffe verleiht.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot. In der Nase dunkle Beeren. Nach dem Öffnen sind die Gerbstoffe präsent und verdecken zunächst die Frucht; es zeigen sich erdige Noten, Lakritz und reife Pflaumen. Mit Belüftung kommt immer mehr Frucht zum Vorschein, sehr vielschichtig. Das furiose Finish ist kraftvoll und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Toro, Castilla y León (Spanien)
Klassifikation: Toro DO – Rotwein
Ausbau: Tinta de Toro, 6 Monate amerikanisches Barrique

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Domaine Denis Mortet Marsannay Les Longeroies 2023

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC Les Longeroies · 1,10 ha Reben ~50 Jahre · 7.000 Flaschen 2023

Der Marsannay Les Longeroies 2023 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Marsannay. Die südausgerichtete Parzelle gibt dem Wein eine geschmeidige Textur mit bereits gut eingebundenen Tanninen – zugänglich und schnell zu öffnen, mit klarer Terroir-Prägung.


Les Longeroies – Südhang in Marsannay

Les Longeroies ist nach Süden ausgerichtet und zieht sich den Hang entlang. Hier liegen reichlich kalkhaltige Schuttablagerungen auf tiefgründigen Böden – ein Terroir, das sich klar im Glas widerspiegelt und für Ausdruck und Komplexität sorgt. Die Parzelle umfasst 1,10 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben.

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits, das „Goldene Tor" südlich von Dijon, und die einzige Dorf-Appellation der Region für Rot, Weiß und Rosé. Die Rotweine zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 7.000 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klare, frische Frucht, die sich auf der Zunge entfaltet. Die Textur ist geschmeidig dank bereits gut eingebundener Tannine. Ein ausdrucksstarker, komplexer Wein, der sich schnell öffnet und die Essenz seiner Lage einfängt.

Geschmeidige Textur und gut eingebundene Tannine – ein zugänglicher Marsannay mit klarer Terroir-Prägung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Les Longeroies (Lieu-dit), Marsannay (nördliche Côte de Nuits); Südhang, kalkhaltiger Schutt auf tiefem Boden, 1,10 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Deutsch

Smiley Lampe - Smiley® Bundle of Light PINK

Wohnaccessoire · LED-Leuchte · Smiley®

Smiley® Bundle of Light (Pink) ist ein Mini-Licht in Form des legendären Smiley®, das gute Laune in jedes Zuhause bringt. Gefertigt aus weichem, BPA-freiem Silikon und mit warmer LED-Leuchte – ideal für den Nachttisch, das Kinderzimmer oder als kleines Geschenk. Nimm dir Zeit zum Lächeln!


Herkunft / Mr. Maria

Mr. Maria ist ein Designlabel, das für seine charakteristischen, weich leuchtenden Figurenlampen der Bundle-of-Light-Serie bekannt ist. Diese Edition bringt das weltbekannte Smiley®-Motiv als stimmungsvolles Mini-Licht ins Zuhause.

Material und Technik

Gefertigt aus weichem, BPA-freiem Silikon, ausgestattet mit einer LED-Leuchte und austauschbarer CR2032-Knopfzellenbatterie. Der Ein-/Ausschalter sitzt an der Unterseite; ein 15-Minuten-Timer schont die Batterie (ein Dauerbetrieb ist nicht möglich). Die Leuchtdauer beträgt bis zu 30 Stunden (rund 120 Zyklen).

Licht und Wirkung

Die LED sorgt für ein warmes, sanftes Licht, das als dezentes Stimmungslicht wirkt. Das handliche Format passt auf jeden Nachttisch oder ins Regal – ein kleiner Smiley mit großer Wirkung.

Als Geschenk

Ein freundliches Licht zum Verschenken oder Selbstbehalten.

Ideal: für den Nachttisch, das Kinderzimmer oder als kleines Mitbringsel, das Freude schenkt.


Hersteller: Mr. Maria
Produkt: Smiley® Bundle of Light – Pink
Material: weiches, BPA-freies Silikon
Technik: LED, austauschbare CR2032-Knopfzelle, Ein-/Ausschalter an der Unterseite, 15-Minuten-Timer
Leuchtdauer: bis zu 30 Stunden (ca. 120 Zyklen)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2020 BIO

Weißwein · Nackenheim (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Nackenheim VDP.Aus Ersten Lagen Kühling-Gillot Roter Hang · Nackenheim roter Tonschiefer (Rotliegendes) große alte Stückfässer · langes Hefelager BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2020 ist der Prototyp des kristallklaren Rieslings vom Roten Schiefer. Streng, klar und erhaben – mit zurückhaltender Frucht und ausgeprägter, steiniger Würze.


Nackenheim – der Rote Hang an der Oberfläche

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). In Nackenheim drückt sich die mächtige Tonschieferbank des Roten Hangs an die Oberfläche, bevor sie einige Kilometer südlich bei Nierstein wieder unter der Erde verschwindet.

Das Gut besitzt Parzellen in allen spannenden Lagen des Roten Hangs; nach umfangreichen Neuanpflanzungen haben besonders die Reben in Nackenheim das richtige Alter für einen großen Wein erreicht. Durch die geringere Südausrichtung gegenüber den Niersteiner Lagen fällt die Frucht etwas zurückhaltender, die steinige Würze dafür ausgeprägter aus; der karge Unterboden lässt den Riesling streng, klar und erhaben erscheinen. Seit dem Jahrgang 2018 trägt der Wein die Klassifikation VDP.Aus Ersten Lagen, da nur Trauben aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen einfließen.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der karge rote Tonschiefer und die geringere Südausrichtung bewahrten steinige Würze, Klarheit und Frische – ein strenger, erhabener Riesling ohne opulenten Körper.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Nackenheim, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Nach der Handlese wird der Wein in großen, alten Stückfässern mit langem Hefelager ausgebaut, was ihm Fülle und elegante Cremigkeit verleiht. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallklarer, strenger Riesling vom Roten Schiefer: zurückhaltende gelbe Frucht, dazu Sommerkräuter, tabakige Anklänge und eine ausgeprägte, rauchig-steinige Würze. Am Gaumen klar und erhaben, mit frischer Säure, nicht allzu opulentem Körper, feiner Cremigkeit aus dem langen Hefelager und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Zurückhaltende gelbe Frucht über Sommerkräutern, tabakigen Anklängen und rauchig-steiniger Würze – klar und erhaben, mit frischer Säure, feiner Cremigkeit und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein strenger, klarer Rotliegend-Riesling mit Reifepotential; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Kräutern und Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nackenheim, Roter Hang, Rheinhessen; roter Tonschiefer (Rotliegendes) an der Oberfläche; aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Ausbau in großen alten Stückfässern mit langem Hefelager; biologisch, DE-ÖKO-006

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Michel Lafarge Les Pitures 1er Cru Magnum 2017

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Pitures Volnay 1er Cru (Frankreich) 2017 Magnum 1,5 l

Der Michel Lafarge Volnay Les Pitures 1er Cru 2017 in der 1,5-Liter-Magnum ist ein kraftvoller, langlebiger Pinot Noir von der Top-Domaine in Volnay – aus einer winzigen Parzelle, die Lafarge bewusst nur in Magnum füllt, um das Reifepotenzial auszureizen.


Volnay Les Pitures – die Lage

Les Pitures liegt am mittleren Volnay-Hang. Lafarges Parzelle ist mit nur 0,15 Hektar winzig und mit rund 60 Jahre alten Reben bestockt. Die Lage bringt einen robusten, gespannten und besonders langlebigen Volnay hervor – Grund, warum die Domaine ihn ausschließlich in der Magnum abfüllt, in der Wein langsamer und harmonischer reift.

Volnay ist für elegante, feingliedrige Pinot Noirs bekannt. Die Domaine Michel Lafarge zählt hier zu den großen Adressen; Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften die rund zwölf Hektar seit dem Jahr 2000 von Hand, mit Kompost und Pflanzenpräparaten.

Jahrgang 2017 – Volnay

2017 gilt an der Côte de Beaune als klassischer, frischer Jahrgang mit gesunden Trauben und nach kleinen Vorjahren wieder ordentlichen Erträgen.

Ein Jahr für balancierte, präzise Volnays mit Charme, Frische und gutem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017. Gefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Wie bei Lafarge üblich wurden die Trauben vollständig entrappt. Der Ausbau erfolgte in Fässern mit nur geringem Neuholzanteil, kaum geschwefelt und unfiltriert abgefüllt.

Im Glas

Ein klassischer Volnay-Auftritt: rote und dunkle Beere, Kirsche und Veilchen, dazu feine Würze und mineralische Tiefe. Am Gaumen kraftvoll und gespannt, mit dichtem, reifem Tanningerüst, frischer Säure und langem Abgang – das Magnumformat unterstreicht den langsamen, harmonischen Reifeverlauf.

Kraftvoll und gespannt – ein langlebiger Volnay, bewusst nur in der Magnum gefüllt.

Jung noch straff, profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Taube, Rind, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche – ideal für die größere Tafel.


Lage: Les Pitures, Volnay 1er Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); mittlerer Hang, alte Reben, nur 0,15 ha
Klassifikation: Volnay 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt; geringer Neuholzanteil; Handarbeit im Weinberg; Magnum 1,5 l

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Lopez de Haro Reserva

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Hacienda López de Haro Reserva ist ein klassischer Rioja-Rotwein der Bodega Classica aus San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano und reift zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz. Das Bukett ist erdig, mit zarten Noten von Kokosnuss und frischer Vanille. Am Gaumen frische Brotkruste und reife Beeren, in reifer, runder Art.


Rioja Alta – San Vicente de la Sonsierra

Die Bodega Classica liegt in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, oberhalb des Ebro. Das 2003 gegründete Gut arbeitet mit alten Reben aus verschiedenen Lagen der Rioja, viele auf kargen Böden der Ebro-Terrassen. Das Klima der Rioja Alta verbindet kontinentale, mediterrane und atlantische Einflüsse und sorgt für eine ausgewogene Reife der Trauben.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano. Der Ausbau erfolgt über zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit Reifetönen. In der Nase erdig, mit zarter Kokosnuss, frischer Vanille und frischer Brotkruste. Am Gaumen reife Beeren, rund und harmonisch, mit feinen Tanninen aus der langen Fassreife. Der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: kräftige Speisen wie Lamm, Rind, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Käse. Durch seine runde Reife auch solo zu genießen. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta (Spanien), alte Reben auf Ebro-Terrassen
Klassifikation DOCa Rioja (Reserva)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, 20 Monate in kleinen Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche, anschließend Flaschenreife

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine de Villaine Bouzeron Aligote 2023 BIO

Weißwein · Bouzeron · Aligoté

Aligoté (100%) Bouzeron AOC Reben 65–115 Jahre 2023 · Bio (FR-BIO-10) mergeliger Kalkboden · 17 Parzellen

Der Bouzeron Aligoté 2023 der Domaine de Villaine ist ein reinsortiger Aligoté, von Hand aus den ältesten Reben selektiert. Lage und Terroir geben ihm Finesse und Eleganz; in den ersten zwei bis drei Jahren zeigt er Frische und Frucht, mit der Zeit gewinnt er an Fülle und kann gut zehn Jahre reifen.


Bouzeron – die Heimat des Aligoté

Bouzeron in der Côte Chalonnaise ist die einzige Dorf-Appellation des Burgunds, die ausschließlich dem Aligoté vorbehalten ist. Der Wein stammt aus 17 verschiedenen Kleinstparzellen auf mergeligen Kalkböden. Je nach Weinberg sind die Reben rund 65 Jahre alt, die ältesten Anlagen erreichen bis zu 115 Jahre.

Die Domaine A. et P. de Villaine hat ihren Sitz in Bouzeron und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-10). Das hohe Rebalter und das Terroir heben diesen Aligoté über die übliche Stufe der Sorte.

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder – Chardonnay wie Aligoté – steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure und ausgewogenem Stil.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Aligoté aus dem Jahrgang 2023, von Hand aus den ältesten Reben selektiert, aus biologischem Anbau (FR-BIO-10).

Der Ausbau erfolgt schonend, im Stil der Domaine – auf Erhalt von Frische, Nerv und der mineralischen Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Reife Frucht: Birne und Zitrus, dazu steinige Aromen, weiße Blüten und dezente Nussnoten. Am Gaumen viel Nerv, Druck und Klarheit; die Säure ist frisch, aber dezent. Ein Aligoté, der eine andere Geschmackswelt zeigt als der sonst dominierende Chardonnay.

Birne, Zitrus und steinige Mineralität mit viel Nerv und Klarheit – Aligoté auf einem ganz eigenen Niveau.

In den ersten zwei bis drei Jahren frisch und fruchtig, mit Reife zunehmend füllig; je nach Jahrgang gut zehn Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Schnecken in Kräuterbutter, Ziegenfrischkäse – oder solo als Aperitif. Die frische Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Bouzeron (Côte Chalonnaise); mergeliger Kalkboden, 17 Parzellen, Reben 65–115 Jahre
Klassifikation: Bouzeron AOC; Bio (FR-BIO-10)
Ausbau: Aligoté, alte Reben; schonender Ausbau im Stil der Domaine

Mehr erfahren ...