Ibai – Donostia-San Sebastián- Spanien

Start in eine neue Ära

Irgendjemand hat einmal über das Restaurant Ibai geschrieben, dass es jenseits der Milchstraße kein anderes Restaurant gibt, welches in puncto Produktqualität der Lebensmittel dem Ibai das Wasser reichen kann. Ob dem wirklich so ist, wissen alleine die Götter. Die glorreiche und lokal erfolgreiche Geschichte des Ibai endete abrupt während der Corona-Pandemie, als Juantxo, der Bruder des Kochs Alicio Garro, verstarb und das Lokal daraufhin geschlossen wurde. Nach vielen Überredungskünsten von Freunden von Alicio Garro wurde das Ibai zwar noch ein paar Mal kurz geöffnet, aber der Flair und die Luft waren einfach raus. Es war einfach nicht mehr dasselbe wie vorher. Das Lokal stand seitdem leer, und die Jahre gingen ins Land, bis der argentinische Koch Paulo Airaudo Alicio Garro endlich ermutigen konnte, das Ibai doch noch einmal unter Paulos Führung zu eröffnen.

Diesen Sommer war es dann endlich soweit. Das Interieur wurde kaum verändert, die Musik im Lokal ist etwas ernster und seriöser geworden, und es gibt nun tatsächlich ein bedrucktes Menü zur Auswahl der einzelnen Gänge. Der Koch ist Italiener, die Bedienung stammt auch aus Italien mit argentinischen Wurzeln und der Sommelier Martín Flea, ebenfalls Argentinier, kommt aus dem Weinkultlokal Rekondo. Die Stimmung ist prächtig und die gereichten Speisen werden nach wie vor tagesfrisch auf dem Tagesmarkt erworben. Es sind wie zu der guten alten Zeit puristische Zubereitungen, bei denen es nur einen Star geben darf: das perfekte Produkt.

Auch wenn der alte morbide Charme des Ibai nun endgültig der Zeit zum Opfer gefallen ist, im neuen alten Ibai werden gerade die Uhren für eine begeisternde Zukunft nach vorne gedreht. Respekt vor diesem Mut und danke für ein begeisterndes und großartiges Menü! Ein ganz großer Genusstempel!

Stabmuscheln in einer Vinaigrette.
Auster.
Salpicon vom Hummer.
Thunfisch und Tomatenherz.
Junge Erbsen, Perretxikos (Maipilze) und Schinken in einer Gemüsbrühe.
Gänseleber.
Steinbutt.
Feine Käseauswahl.
Flan und Kaviar.
Apfeltarte.
Madelaine.

Ibai, Calle de Getaria 15, 20005 Donostia-San Sebastián, Spanien – Telefon: +34 943428764, https://www.baribai.com/

  • Punkte
175

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Rebsorten

Dietrich Grauer Burgunder

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Grauer Burgunder ist ein frischer Grauburgunder mit sortentypischen Aromen nach Äpfeln und Kornblumen. Sehr mineralisch und spritzig.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr und ein fast mediterranes Klima bringen reife, fruchtbetonte Weißweine hervor. Grauburgunder ist eine der beliebtesten deutschen Weißweinsorten.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der frische, fruchtbetonte Ausbau stellt die klare Frucht, die Mineralität und die Spritzigkeit in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase sortentypisch, mit Apfel und floralen Anklängen von Kornblume. Am Gaumen frisch, mineralisch und spritzig, mit klarer Frucht und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: frisch und fruchtbetont

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Spirituosen

Prinz Alte Marille

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Marille ist eine holzfassgereifte Marillenspezialität der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Aus vollreifen, saftig-süßen Marillen mit ihrem charakteristisch blumigen Aroma destilliert – goldgelb, intensiv-fruchtig und mild, mit feiner Holzfassnote.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Die Marillen stammen von Obstbauern aus den Ausläufern der Alpen und werden auf dem hauseigenen Obsthof optisch und sensorisch geprüft.

Destillation und Reifung

Entkernt, entstielt und eingemaischt, vergärt die Maische rund 18 Tage. Im zweifachen Brennverfahren entsteht ein fruchtig-aromatisches Destillat, das anschließend mehrjährig im feinporigen Steingut reift. Den geschmacklichen Abschluss bildet das Finish im Holzfass; zuletzt wird der milde Brand mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert.

Im Glas

Schöner goldgelber Farbton aus der Holzfasslagerung. In der Nase intensiv-fruchtig, mit den sortentypischen, leicht blumigen Marillennoten. Am Gaumen vollmundig, mit dezenter Süße und Holzfassnote. Mild und fruchtig bis in den Abgang.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die fruchtige Art passt auch zu Dessert, zu Marillenknödeln oder über Eis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifte Marillenspezialität (Obstbrand)
Destillation: zweifaches Brennverfahren
Reifung: mehrjährig im Steingut, Finish im Holzfass; mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert

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Spanien

Tentenublo Los Corrillos blanco Rioja 2020

Orange-/Weißwein · Rioja Alavesa · Jaén Blanca (Calagraño)

Jaén Blanca · Viura · Malvasía Los Corrillos · Orange-Wein Maischevergärung DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltige Höhenböden · 70–100 J. Reben 9 Monate Vollhefe · unfiltriert nur 930 Flaschen · 2020

Der Tentenublo Los Corrillos blanco 2020 ist quasi ein Orange-Wein – ein Weißwein, der auf den Schalen vergoren wird. Die Hauptrolle spielt die Rebsorte Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch ein wenig Viura und Malvasía. Ein „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen: karg, mineralisch und kompromisslos eigenständig.


Los Corrillos – der Querdenker aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Der Los Corrillos ist sein Orange-Wein: eine schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von der seltenen Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch Viura und Malvasía.

Gewonnen werden die Trauben auf den Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa aus 70 bis 100 Jahre alten Reben. So karg wie die kalkhaltigen Böden, auf denen diese Reben wachsen, schmeckt am Ende auch der Wein.

Jahrgang 2020 – Rioja

2020 war in der Rioja ein Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, ausgewogene Weine hervorbrachte. Die Höhenlagen mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit und die mineralische Prägung des Kalkbodens – ideale Voraussetzungen für einen strukturierten, langlebigen Maischewein.

Herstellung und Ausbau

Schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von Jaén Blanca (Calagraño) mit Viura und Malvasía, Jahrgang 2020, trocken; von 70 bis 100 Jahre alten Reben.

Nach der manuellen Ernte werden die Trauben komplett auf der Schale mit den weinbergseigenen Hefen offen vergoren. Nach der Fermentation ruht der Wein über weitere neun Monate auf der Vollhefe, bevor er unfiltriert abgefüllt wird. Diese kompromisslos natürliche Machart verleiht dem Wein seine kompakten Gerbstoffe, seine Tiefe und seine Langlebigkeit. Gesamtproduktion: nur 930 Flaschen.

Im Glas

So wie die kalkhaltigen Böden, auf denen die Reben wachsen, schmeckt auch der Wein: karg, leicht abweisend, weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel, nasser Stein, kompakte Gerbstoffe und eine stattliche, changierende Säure sind seine verbindenden Elemente. Lang, voll und dicht der Abgang. Viel Luftkontakt oder ein paar Jahre Kellerruhe tun diesem „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen noch sehr gut.

Karg und leicht abweisend: weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel und nasser Stein, kompakte Gerbstoffe, changierende Säure. Lang, voll und dicht.

Unbedingt viel Luft geben (dekantieren) – oder ein paar Jahre Kellerruhe gönnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würzigen Gemüse- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hart- und Ziegenkäse; dank seiner Gerbstoffe auch zu würziger asiatischer Küche.


Lage: Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa, Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltige Böden; 70 bis 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; schalenvergorene weiße Cuvée aus Jaén Blanca (Calagraño), Viura und Malvasía (trocken)
Ausbau: manuelle Ernte, offene Maischevergärung mit weinbergseigenen Hefen, ~9 Monate auf der Vollhefe, unfiltriert; 930 Flaschen

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Weine

Odinstal Riesling NAKT 2021 BIO

Weißwein (Naturwein) · Pfalz · Riesling

Riesling Pfalz · Wachenheim Monopollage Odinstal (bis 350 m) NAKT (naturbelassen) ohne Schwefelzusatz · unfiltriert Biodynamie / Demeter (DE-ÖKO-022) 2021

Der Odinstal Riesling NAKT 2021 ist die „nackte", naturbelassene Interpretation des Hauses – gewachsen auf einer der höchsten Rebflächen der Region, von Hand geerntet, ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert abgefüllt. Ein ehrlicher, eigenwilliger Riesling für Entdecker.


NAKT – Riesling pur vom Odinstal

Das Weingut Odinstal thront auf rund 350 Metern hoch über Wachenheim, in der gutseigenen Monopollage Wachenheimer Odinstal – der höchsten Einzellage der Mittelhaardt. Seit 1998 in Händen der Familie Hensel, wird hier seit 2006 konsequent biodynamisch (Demeter) gearbeitet; Kellermeister Andreas Schumann zählt zu den ausgewiesenen Biodynamie-Experten Deutschlands. Die kühle Höhe lässt die Trauben „auf kleiner Flamme" ausreifen – das ergibt filigrane, subtile, langlebige Weine.

Der NAKT ist die radikal naturbelassene Linie des Guts: gewachsen auf einer der höchsten Rebflächen der Region, von Hand geerntet, ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert. Ein Wein, der die DNA dieses besonderen Ortes ungeschminkt in sich trägt – für Individualisten und Entdecker.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 gilt in der Pfalz als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen Monopollage Odinstal und in der schwefelfreien NAKT-Machart ergibt das einen besonders spannungsreichen, vibrierenden und eigenständigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken; Pfälzer Landwein, Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022).

Im radikal puristischen NAKT-Stil: Handlese, Spontangärung, langer Verbleib auf der Hefe – je nach Jahrgang teils in der Amphore, teils im Stahltank vergoren. Ohne zugesetzte Sulfite und unfiltriert abgefüllt. Biodynamische Bewirtschaftung (Demeter).

Im Glas

Ein ehrlicher, naturbelassener Riesling von kühler, urwüchsiger Art: gedeckte, eher erdig-hefige Aromatik mit Anklängen von Quitte, mürbem Apfel und Kräutern statt lauter Primärfrucht. Am Gaumen saftig und feinsalzig, mit zupackender Mineralität, rassiger Säure und einem leichten Schalentouch – kühl, eigenwillig und lang. Ein Wein für erfahrene Naturwein-Freunde und mutige Entdecker.

Kühl, urwüchsig und feinsalzig – mineralisch, saftig und eigenwillig, ein Riesling für Entdecker.

Unbedingt großzügig dekantieren und belüften; gewinnt mit Luft deutlich. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu würzigem Geflügel, zur asiatisch inspirierten Küche sowie zu gereiftem, kräftigem Käse.


Lage: Pfalz, Wachenheim, Monopollage Wachenheimer Odinstal (bis 350 m, höchste Einzellage der Mittelhaardt); eine der höchsten Rebflächen der Region
Klassifikation: Pfälzer Landwein, Riesling (trocken); Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022)
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung, langes Hefelager (je nach Jahrgang teils Amphore/Stahl), ohne zugesetzte Sulfite, unfiltriert; biodynamisch (Demeter)

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Rebsorten

Domaine Malet Touraine Sauvignon

Weißwein · Touraine · Sauvignon Blanc · Loire

Domaine Malet Touraine Sauvignon ist ein leichter Sauvignon Blanc aus der Appellation Touraine im französischen Val de Loire. Aromatisch und sortentypisch, zeigt er intensive Zitrusaromen. Im Glas frisch, klar und unkompliziert.


Touraine (Val de Loire)

Die Touraine liegt im Val de Loire in Frankreich und ist für ihre frischen, fruchtbetonten Sauvignon Blancs bekannt. Das kühle Klima und die kalk- und sandgeprägten Böden verleihen dem Wein seine klare Frische und Zitrusaromatik.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was die sortentypische Zitrusaromatik und die leichte, frische Stilistik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase aromatisch und sortentypisch, mit intensiven Zitrusaromen. Am Gaumen leicht, frisch und klar. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte und Salate.


Lage: Touraine, Val de Loire (Frankreich)
Klassifikation: Touraine AOC – Sauvignon Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc, fruchtbetonter Ausbau

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Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Bourgogne rouge 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Côte de Nuits 2023 Parzellen um Vosne-Romanée

Der Bourgogne Rouge 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein seidiger, eleganter Pinot Noir aus Parzellen rund um Vosne-Romanée – klar, präzise und mit der reinen Frucht, für die diese Vosne-Mikro-Domaine berühmt ist. Eine ihrer gesuchtesten Einstiegs-Cuvées.


Bourgogne Rouge – Parzellen rund um Vosne-Romanée

Der Wein stammt aus Pinot-Noir-Parzellen rund um Vosne-Romanée, vor allem aus dem Lieu-dit Croix Blanches zwischen Nuits-St-Georges und Vosne, historisch ergänzt um Trauben aus Gilly-lès-Cîteaux. Trotz seiner regionalen Einstufung gilt er als einer der ernsthaftesten Bourgogne Rouge der Côte de Nuits.

Die Produktion ist winzig – nur etwas mehr als 2.000 Flaschen pro Jahr. Unter Sébastien Cathiard ist der Stil betont transparent und präzise.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Das warme Saisonende gab die nötige Konzentration, um die innere Spannung dieser Lagen auszubalancieren – Grundlage für einen saftigen, zugleich frischen Pinot Noir.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Minimalistische Vinifikation mit dem Fokus auf Transparenz: vollständige Entrappung nach sorgfältiger Selektion, Kaltmazeration und Spontangärung. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Bereits im Duft sehr einladend und elegant: saftige rote Beeren wie reife Himbeeren und rote Johannisbeeren, feine florale Anklänge an Rosenblätter und dezente Gewürznoten, dazu eine zarte Frische für Tiefe und Klarheit. Am Gaumen ausgewogen und harmonisch mit geschmeidiger, fast seidiger Textur; die Frucht bleibt klar und präzise, getragen von frischer, gut integrierter Säure. Die Tannine sind fein und zurückhaltend und geben Struktur, ohne die Zugänglichkeit zu überdecken. Im Abgang sauber und elegant, mit feiner mineralischer Note.

Geschmeidig und fast seidig – klare, präzise Frucht und ein sauberer, eleganter Abgang.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2025–2030. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Kalbsbraten, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter für die feine Alltagsküche.


Lage: Bourgogne (Côte de Nuits); Parzellen um Vosne-Romanée, v. a. Croix Blanches, ergänzt um Gilly-lès-Cîteaux
Klassifikation: Régionale (Bourgogne AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, Spontangärung, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

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Schaumweine

Krug Champagner Grande Cuvée Brut ED 173

Champagner · Krug · Multi-Vintage Brut

44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier Über 250 Parzellen der Champagne 173ème Édition Basisjahrgang 2017 150 Weine · 13 Jahrgänge 31 % Reserveweine Brut · 4 g/l

Der Krug Grande Cuvée 173ème Édition Brut ist die aktuelle Auflage der Cuvée, mit der Joseph Krug 1843 sein Haus begründete: ein Champagner, der nicht vom Jahrgang abhängen soll. Die 173. Édition versammelt 150 einzeln vinifizierte Weine aus 13 Jahrgängen um den Basisjahrgang 2017, der älteste Reservewein stammt aus 2001. Gerade dieser schwierige Basisjahrgang macht die Édition zum Lehrstück über den Sinn einer Reserveweinbibliothek.


Über 250 Parzellen – die Champagne als Mosaik

Krug arbeitet nicht mit einer Einzellage, sondern mit einem Bestand von über 250 Parzellen quer durch die Champagne. Jede wird getrennt gelesen und getrennt vergoren, jede bleibt bis zur Assemblage ein eigener Wein. Die Basis liefern die Kreideböden der Côte des Blancs mit ihrer Belemnitenkreide für Chardonnay, die kalkreichen Hänge der Montagne de Reims für Pinot Noir und die schwereren Ton- und Mergelböden des Marnetals für Meunier. Etwa ein Fünftel der Trauben stammt aus eigenen Weinbergen, den Rest liefern rund 100 Partnerwinzer, viele davon seit mehreren Generationen.

Zum Eigenbesitz gehören zwei ummauerte Parzellen, die sonst als eigenständige Champagner gefüllt werden: der Clos du Mesnil mit 1,84 Hektar Chardonnay in Le Mesnil-sur-Oger und der Clos d'Ambonnay mit 0,68 Hektar Pinot Noir. Ihre Existenz erklärt die Betriebslogik: Krug beurteilt Wein grundsätzlich parzellengenau, nicht dorf- oder rebsortenweise – die Grande Cuvée ist deshalb keine Verschnittware, sondern die bewusst gebaute Summe aus vielen kleinen, einzeln bewerteten Herkünften.

Diese Struktur ist der Grund, warum das Haus überhaupt jahrgangsunabhängig arbeiten kann. Aus jeder Ernte werden mehrere Hundert Grundweine gewonnen; was nicht in die aktuelle Assemblage geht, wandert in die Reservebibliothek von rund 150 Weinen aus zehn bis fünfzehn Jahrgängen. Diese Bibliothek ist das eigentliche Kapital des Hauses – ein Vorrat an fertigen Bausteinen für Jahre, in denen die Ernte allein nicht ausreicht.

Basisjahrgang 2017 – Champagne

Auf einen milden, ungewöhnlich trockenen Winter folgte ein früher Austrieb – und darauf die Aprilfröste, die in der Champagne rund 22.000 Hektar trafen. Warme Wochen im Mai und Juni holten den Vegetationsvorsprung zurück und ließen eine frühe Lese erwarten. Dann kippte das Wetter: Der Juli brachte die höchsten Niederschläge seit 2001, der Regen setzte sich in den September fort. Auf den durchnässten Böden baute sich massiver Fäulnisdruck auf, der Pinot Noir und Meunier härter traf als Chardonnay.

Die Lese begann außergewöhnlich früh, in Montgueux bereits am 26. August, und wurde für jeden Betrieb zur Abwägung zwischen weiterer Reife und fortschreitender Fäulnis. Entscheidend war die Triage. Bei Krug wurden nach Angaben des Hauses rund 20 Prozent der Ernte ausgesondert und aus der Cuvée genommen, weil sie den eigenen Maßstäben nicht genügten. Was blieb, war gesund, aber im Ansatz rustikal und strukturell knapp – ein Jahr, das für sich allein keinen Krug ergeben hätte. Genau dafür existiert die Reserve: Pinot Noirs aus den frühen 2000er Jahren steuern Reife und Gewicht bei, Chardonnays aus 2008 und 2014 die Feinzeichnung. Der Anteil der Reserveweine liegt in dieser Édition bei 31 Prozent.

Assemblage und Ausbau

Die 173ème Édition besteht aus 44 % Pinot Noir, 34 % Chardonnay und 22 % Meunier, assembliert aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen mit Basis 2017 und einem ältesten Bestandteil aus 2001. Die erste Gärung läuft parzellenweise in kleinen 205-Liter-Eichenfässern, die durchweg gebraucht und im Schnitt über zwei Jahrzehnte alt sind: Sie liefern keine Holznoten, sondern einen kontrollierten, minimalen Sauerstoffzutritt. Nach wenigen Monaten wechseln die Weine in Edelstahl, wo die Reserven kühl und geschützt weiterlagern.

Nach der zweiten Gärung in der Flasche reift die Cuvée rund sieben Jahre auf der Hefe in den Kellern von Reims. Degorgiert wurde diese Auflage im Januar 2025, die Dosage liegt bei 4 g/l und damit im unteren Brut-Bereich – bei diesem Reifegrad genügt sie, um die Säure zu fassen, ohne Süße beizusteuern. Vor der Freigabe ruht der Champagner noch einige Monate im Keller. Vom ältesten Reservewein bis zur Auslieferung liegen damit über zwanzig Jahre. Die sechsstellige Krug iD auf dem Rückenetikett erschließt Degorgierdatum und Zusammensetzung der jeweiligen Flasche.

Im Glas

Helles Strohgold mit feiner, ausdauernder Perlage. Die Nase ist druckvoll und breit gefächert: Toast und Brioche, Steinobst, Zitronencreme, Vanille, dazu Verbene, geröstete Nüsse und ein Anflug von Karamell. Am Gaumen cremig und geschichtet, mit Pfirsich in Sirup und reifer Zitrusfrucht im Kern, getragen von einer salzig-kreidigen Ader, die den Abgang lang und zugleich straff hält.

31 Prozent Reserveweine sind hier keine Stilfrage, sondern die Antwort auf einen Jahrgang, der allein nicht getragen hätte.

Trinkfertig ab sofort und über viele Jahre haltbar; Rückstellungen früherer Éditionen zeigen, dass sich der Charakter nach zehn bis fünfzehn Jahren Flaschenreife von Patisserie in Richtung Nuss, Trockenfrucht und Pilz verschiebt. Bei 9–12 °C in großen Weißweingläsern servieren, nicht in der Flöte und nicht zu kalt – bei 6 °C bleibt die Aromatik verschlossen. Der Champagner entwickelt sich im Glas über eine halbe Stunde deutlich weiter.

Am Tisch

Als Aperitif ohne Begleitung, oder zu Kaviar, Austern, Langustinen und Jakobsmuscheln. Zu gebratenem Steinbutt mit Beurre blanc, zu Bresse-Poularde mit Rahmsauce, zu Risotto mit weißem Trüffel. Ebenso zu gereiftem Comté oder altem Gouda, deren Kristalle die Hefereife aufgreifen. Wer ihn zum Essen stellt, sollte ihn wie einen Weißwein behandeln – dafür hat er Körper genug.


Produzent Champagne Krug, Reims
Rebsorte 44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier
Lage Über 250 Parzellen der Champagne; eigene Clos du Mesnil (1,84 ha) und Clos d'Ambonnay (0,68 ha)
Klassifikation AOC Champagne, Brut, Multi-Vintage
Jahrgang Basisjahrgang 2017 · Reserveweine zurück bis 2001
Vinifikation Parzellenweise Vinifikation · erste Gärung in gebrauchten 205-Liter-Eichenfässern
Ausbau Assemblage aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen · 31 % Reserveweine · rund 7 Jahre Hefelager
Dosage Brut · 4 g/l
Trinkreife 2026–2040
Édition 173ème Édition
Degorgierung Januar 2025
Rückverfolgung Krug iD auf dem Rückenetikett

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Spanien

Baynos Blanco de Viura 2021

Weißwein · Rioja · Spanien

Der Baynos Blanco de Viura ist ein reinsortiger Weißwein aus 100 % Viura, gewachsen auf kleinen Parzellen in Baños de Ebro in der Rioja Alavesa. Baynos ist das Rioja-Projekt der Familie García, die mit Bodegas Mauro in Tudela de Duero bekannt wurde. Die Trauben stammen von alten Buschreben auf kargen, kalkhaltig-tonigen Böden. Vergoren wird mit autochthonen Wildhefen, gefolgt von 20 Monaten Reifung in französischer Eiche. Im Glas ein dichter, zugleich straffer Weißwein mit dezenter Holzwürze und reifer Frucht.


Baños de Ebro – Rioja Alavesa

Baños de Ebro liegt auf rund 421 Metern Höhe in der Rioja Alavesa, im Süden vom Ebro und im Norden von der Sierra de Cantabria begrenzt, die das atlantische Klima abmildert. Die alten, im Gobelet erzogenen Buschreben stehen auf kargen, kalkhaltig-tonigen Böden kleiner Parzellen. Bewirtschaftet wird biologisch und mit biodynamischen Praktiken, inklusive Tierzug im Weinberg; die Bio-Zertifizierung ist in Vorbereitung. Ein sehr geringer Ertrag von 3.500 kg pro Hektar sorgt für Konzentration und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Viura. Nach selektiver Handlese startet die alkoholische Gärung mit autochthonen Wildhefen. Anschließend reift der Wein 20 Monate in 228-Liter-Barriques aus französischer Eiche. Die Gesamtproduktion umfasst 4.106 Flaschen und 90 Magnums. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein tiefes Strohgelb. Die dezenten Eichennoten ergänzen die Frucht, ohne sie zu überdecken: cremig und leicht buttrig, mit gerösteten Haselnüssen, Sauerteigbrot, reifer Birne und weißem Tee. Die Viura bringt die nötige Säure mit, die dem Wein trotz Kraft und Tiefe Frische verleiht. Lang, straff und vielschichtig bis in den Nachhall.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Geflügel, Risotto und gereifter Käse. Der Wein hat Reifepotenzial und entwickelt sich über die nächsten Jahre weiter; vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Baños de Ebro, Rioja Alavesa (421 m), karge kalkhaltig-tonige Böden, alte Buschreben
Klassifikation DOCa Rioja (Rioja Blanco)
Ausbau Reinsortiger Viura, Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, 20 Monate in französischer Eiche (228 l)

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