Bayonne ist eine Stadt mit einer langen Geschichte, die ihren Ursprung in der gallo-römischen Zeit hat, als sie noch Lapurdum hieß. Der Name hat sich in der Landschaft Labourd erhalten. Im 3. Jahrhundert war Bayonne eine bedeutende Festung, ein Handelsplatz und Hafen der Provinz Novempopulana und wohl ab dem 6. Jahrhundert auch Bischofssitz. Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte Bayonne nacheinander den Westgoten, Basken, Franken und Normannen. Die Herzöge der Gascogne vertrieben gegen Ende des 10. Jahrhunderts die Normannen und gewährten der Stadt zahlreiche Privilegien.
1152 gelangte Bayonne unter englische Herrschaft durch die Heirat von Eleonore von Aquitanien mit Heinrich II. und erhielt 1215 kommunale Rechte von König Johann Ohneland. Bayonne unterstützte die Engländer in verschiedenen Konflikten, geriet aber auch in einen Handelskrieg mit der Normandie, was 1293 zum Krieg zwischen Frankreich und England führte. 1451 wurde die Stadt im Hundertjährigen Krieg von den Franzosen erobert und blieb fortan bei Frankreich.
Im 16. Jahrhundert verlor Bayonne an Bedeutung, als der Adour versandete und der Flussverlauf sich änderte. König Ludwig XII. befahl Maßnahmen zur Behebung dieses Problems. 1565 fand ein bedeutendes Treffen in Bayonne zwischen Katharina von Medici, ihrer Tochter Elisabeth und dem Herzog von Alba statt. Dieses Treffen erweckte bei den Hugenotten Verdacht auf eine mögliche Verschwörung gegen Protestanten, hatte jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Stadt.
Im 17. und 18. Jahrhundert behielt Bayonne seinen Wohlstand, trotz wiederholter Angriffe der Spanier. Die Stadt wurde zu einem militärischen Schlüsselpunkt und erhielt neue Befestigungen nach den Plänen Vaubans. Wirtschaftliche Probleme führten zu einem Niedergang; der Handel mit der Bretagne und Portugal sowie der Tabakhandel gingen zurück. Der wirtschaftliche Aufschwung kam erst 1784, als Bayonne zum Freihafen erklärt wurde.
Während der Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons spielte Bayonne eine wichtige Rolle, unter anderem fanden hier wichtige Verhandlungen statt. 1814 wurde die Stadt von Engländern und Spaniern belagert, jedoch letztlich von den Franzosen übergeben. Im 19. Jahrhundert war Bayonne ein Zufluchtsort für spanische Emigranten während der Karlistenkriege.
Bayonne ist heute eine lebendige Stadt im Südwesten Frankreichs und Teil des Baskenlandes. Sie gehört zum Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Bayonne liegt an der Mündung der Flüsse Adour und Nive und ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt mit engen Gassen und Fachwerkhäusern.
Die Stadt ist kulturell und wirtschaftlich bedeutend. Bayonne ist berühmt für seine Schokolade, die hier im 17. Jahrhundert eingeführt wurde, und für den „Jambon de Bayonne“, einen luftgetrockneten Schinken. Außerdem ist die Stadt für ihr lebhaftes Stadtfest, die „Fêtes de Bayonne“, bekannt, das jedes Jahr im Sommer Tausende von Besuchern anzieht.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Kathedrale Sainte-Marie, ein UNESCO-Weltkulturerbe, und das Château-Vieux, eine mittelalterliche Burg. Das Musée Basque bietet Einblicke in die baskische Kultur und Geschichte.
Bayonne hat sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt entwickelt, der durch eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Straßen-, Bahn- und Flugverbindungen ergänzt wird. Die Stadt ist auch für ihre Rugby- und Fußballteams bekannt und hat eine lebendige Sportszene.
Die Wirtschaft Bayonnes profitiert von ihrer Lage nahe dem Atlantik und der Nähe zu Spanien. Die Stadt beherbergt verschiedene Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, und der Hafen von Bayonne ist einer der wichtigsten an der französischen Atlantikküste.
Und vorzüglich speisen kann man hier in Bayonne, diesem historisch baskisch-französischen Schmelztiegel, natürlich auch vorzüglich. Unter anderem im Bistro O’Jura Mendia. Hier bereiten Jean-Baptiste und Noëlle eine klassisch herzhafte Küche mit dem Themenbezug zur Jura-Region. Ehrlich und deftig mit viel Käse und einer feinen Weinauswahl sind die rustikalen Eckpfeiler des familiengeführten Bistros. Man speist hier ohne Frage mehr als fürstlich und kann nach dem hier eingenommenen Mahl gestärkt zur weiteren Erkundung des malerischen und schönen Bayonne aufbrechen.








Oliven Tapenade / Käse Cräcker / Kartoffel-Béchamel-Auflauf mit Comté-Käse und Salat / Le Burger O’Jura Mendia: getoastetes, handwerklich hergestelltes Brioche-Brot von der Bäckerei Gaïa, geröstete Kartoffeln & knuspriger Salat mit Melone / Haselnüsse mit Bayonner Schokolade
O’Jura Mendia, 10 Rue des Tonneliers, 64100 Bayonne, Frankreich, Telefon: +33 5 59 63 48 90, https://ojura-mendia.fr/
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