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USA

Saxum James Berry Vineyard 2012

Rotwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein · fossiler Meeresboden Beton & französische Eiche 2012

Der Saxum James Berry Vineyard 2012 ist der Flaggschiff-Rotwein des Kult-Erzeugers Saxum – eine Grenache-basierte Rhône-Cuvée aus der Heimatlage der Familie Smith. Reich, vielschichtig und seidig texturiert, mit rotfruchtigem Charakter, herzhafter Würze und der mineralischen Prägung des Kalksteins. Mit der Reife des Jahrgangs 2012 zeigt er heute zusätzliche Tiefe.


James Berry Vineyard – auf einem alten Meeresboden

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles, rund zehn Meilen vom Pazifik entfernt und auf etwa 1.200 Fuß Höhe. Eine Reihe von Hängen mit dünnem, lehmig-kalkigem Oberboden bedeckt einen uralten Meeresboden – komplett mit versteinerten Muscheln und Haizähnen. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf diesen kalkreichen Untergrund.

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Die James-Berry-Cuvée ist rotfruchtbetont und Grenache-basiert, mit einem großen Anteil Mourvèdre für Textur und Syrah als würzige Stütze.

Jahrgang 2012 – Paso Robles

2012 gilt an der kalifornischen Central Coast als großzügiger, klassischer Jahrgang mit reifer, vollmundiger Frucht bei guter Balance. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der James Berry 2012 heute in einer ersten Reifephase: Die primäre Frucht weicht zunehmend vielschichtigen, würzig-erdigen Sekundäraromen, während die feine Säure und die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah und 10 % Counoise, Jahrgang 2012, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine Großzügigkeit; Mourvèdre Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Syrah dunkle Frucht, Pfeffer und Würze; Counoise floralen Lift und Frische. Der Ausbau dauert 18 bis 20 Monate in unterschiedlichen Gebinden: Der Grenache-Anteil reift in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre und Syrah in kleineren französischen Fässern mit hohem Neuholzanteil. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Grenache-basierten Cuvée und dem kalkreichen Meeresboden lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: rote und dunkle Frucht wie Himbeere, Brombeere und Cassis, dazu mediterrane Kräuter (Herbes de Provence), weißer Pfeffer, florale Anklänge und eine herzhaft-würzige Note von geräuchertem Fleisch. Mit der Reife treten erdige, leicht wildwürzige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen vollgewichtig, reich und vielschichtig, mit einer nahtlosen, seidigen Textur, dichtem, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die in einen langen, würzigen Nachhall mündet.

Himbeere, Brombeere und Cassis, mediterrane Kräuter, weißer Pfeffer und Würze – reich und seidig, mit dichtem Tannin und mineralischer Länge.

Jetzt in schöner Reife; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); Hänge mit dünnem lehmig-kalkigem Oberboden über fossilem Meeresboden, ~1.200 ft, ~10 Meilen vom Pazifik; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah, 10 % Counoise (trocken)
Ausbau: 18–20 Monate; Grenache in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre/Syrah in kleinen französischen Fässern (hoher Neuholzanteil); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Spirituosen

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör

Likör · Hierbas · Ibiza · Spanien

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör ist ein traditioneller Kräuterlikör von der Insel Ibiza („hierbas" ist spanisch für Kräuter). Er vereint Extrakte verschiedenster mediterraner Kräuter mit Anis. Mari Mayans zählt zu den bekanntesten Brennereien Ibizas – aromatisch, mild-süß und vielschichtig.


Ibiza

Hierbas Ibicencas ist die traditionelle Kräuterlikör-Spezialität der Baleareninsel Ibiza. Die mediterrane Kräutervielfalt der Insel bildet die Grundlage des Likörs. Mari Mayans ist ein traditionsreicher Erzeuger aus Ibiza.

Kräuter und Herstellung

Der Likör enthält Extrakte aus verschiedensten mediterranen Kräutern sowie Anis. Die Kräuter werden mazeriert und mit Anis zu einem aromatischen, mild-süßen Likör vereint.

Im Glas

Leicht goldgelb bis grünlich. In der Nase Anis und ein vielschichtiges Bukett mediterraner Kräuter wie Fenchel, Thymian und Rosmarin. Am Gaumen aromatisch und mild-süß, mit der typischen Anisnote und kräutriger Tiefe. Langer, würziger Abgang.

Zum Genuss

Gut gekühlt, auf Eis oder pur als Digestif genießen. Auch als aromatische Zutat in Cocktails geeignet.

Klassisch solo: als Digestif, zu Gebäck oder Kaffee.


Herkunft: Ibiza (Spanien)
Art: Kräuterlikör (Hierbas Ibicencas), Anis-basiert
Herstellung: Mazeration mediterraner Kräuter mit Anis

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Rebsorten

Michel Sarrazin Bourgogne Aligoté Charnailles 2024

Weißwein · Bourgogne · Aligoté

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC Lieu-dit Charnailles Côte Chalonnaise alte Reben 2024

Der Michel Sarrazin Bourgogne Aligoté „Charnailles" 2024 ist ein saftiger, spritziger und vibrierender Aligoté von südexponierten Hängen der Côte Chalonnaise – mit klarer Zitrusfrische, feiner Mineralität und einem finalen Hurra-Finish.


Charnailles – Aligoté von den Hängen der Côte Chalonnaise

Das Domaine Michel Sarrazin et Fils liegt im Weiler Charnailles bei Jambles, einem kleinen Ort der Côte Chalonnaise knapp außerhalb von Givry, rund 30 km südlich von Beaune. Die Wurzeln des Familienguts reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück; heute führen die Brüder Guy und Jean-Yves Sarrazin den Betrieb mit rund 35 Hektar und einer en, kontrollierten Bewirtschaftung (reduzierter Pflanzenschutz).

Die Trauben des Bourgogne Aligoté „Charnailles" stammen von den Hängen der gleichnamigen Lage, wo klassische Ton-Kalkstein-Böden (argilo-calcaires) ideale Bedingungen für die Rebsorte Aligoté bieten. Die Kombination aus kalkhaltigem Untergrund, guter Drainage und der frischen Höhenlage verleiht dem Wein seine charakteristische Spannung und Mineralität. Im Keller wird bewusst zurückhaltend gearbeitet, um die natürliche Frische und Aromatik der Rebsorte zu bewahren.

Jahrgang 2024 – Burgund

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter und ein früher Austrieb, gefolgt von einem feucht-kühlen Frühjahr mit vereinzelten Frostnächten und regionalem Hagel. Der hohe Krankheitsdruck verlangte intensive Weinbergsarbeit, die Erträge sanken Schritt für Schritt – teils um bis zu 60 %. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel später aus als in den warmen Vorjahren und erforderte strenge Selektion.

Die Mostgewichte blieben im gemäßigten Bereich, sodass balancierte, eher leichtere Weine entstanden. Die Weißweine zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linienführung und kühler, herkunftstypischer Eleganz – 2024 ist ein Jahr des Winzers, in dem sorgfältige Arbeit den Unterschied machte.

Ausbau

Reinsortiger Aligoté aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Schonende Vinifikation und sorgfältiger Ausbau, bewusst zurückhaltend geführt, um die natürliche Frische, die Zitrusaromatik und die mineralische Spannung der Rebsorte unverfälscht zu bewahren.

Im Glas

Klare Farbe mit brillanten Reflexen. In der Nase entfalten sich feine florale Noten, begleitet von zarten Zitrus- und weißen Fruchtaromen. Am Gaumen präsentiert sich der Bourgogne Aligoté saftig, spritzig und vibrierend – eine tolle Struktur und markante Zitrusfrische sorgen für ein finales Hurra-Finish.

Saftig, spritzig und vibrierend – mit markanter Zitrusfrische und einem finalen Hurra-Finish.

Ein idealer Aperitif und vielseitiger Speisenbegleiter. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Meeresfrüchten und Austern, zu gebratenem Fisch, zu Ziegenkäse sowie klassisch im Kir mit Crème de Cassis.


Lage: Bourgogne, Lieu-dit Charnailles, Jambles, Côte Chalonnaise (Frankreich); südexponierte Hänge, Ton-Kalkstein-Böden (argilo-calcaires), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne Aligoté AOC (trocken)
Ausbau: Aligoté; schonende Vinifikation, zurückhaltender Ausbau; reduzierter Pflanzenschutz

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Moulin a Vent 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Moulin-à-Vent · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Moulin-à-Vent 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Moulin-à-Vent gilt als der kraftvollste, langlebigste und „burgundischste" der Beaujolais-Crus; seine Granitböden mit hohem Mangananteil verleihen dem Gamay Tiefe, Struktur und festes Tannin.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Moulin-à-Vent, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom mangan­reichen Granitboden von Moulin-à-Vent und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine tiefe, würzig-steinige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen kraftvoll und konzentriert, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein „burgundischer" Gamay mit großem Reifepotenzial.

Dunkle Frucht und tiefe, würzig-steinige Mineralität – kraftvoll und konzentriert, mit festem Tannin und langer Länge.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Moulin-à-Vent (Frankreich); Granitböden mit hohem Mangananteil; gilt als kraftvollster und langlebigster der Crus
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Südafrika

Bon Courage Sauvignon Blanc

Weißwein · Robertson · Sauvignon Blanc · Südafrika

Bon Courage Sauvignon Blanc ist ein trockener Weißwein aus dem Robertson Valley in Südafrika. Das Familienweingut Bon Courage wird seit 1927 von der Familie Bruwer geführt, heute in dritter Generation. Der Wein bleibt unverholzt, um die klare Frucht zu betonen. Im Glas ein feiner, spritziger Sauvignon Blanc mit Stachelbeere, Gras und tropischer Frucht.


Robertson

Das Robertson Valley liegt rund 150 Kilometer östlich von Kapstadt. Kalkhaltige, mineralreiche Böden und ein Klima mit langen Sonnenstunden und kühlen Nächten geben den Weißweinen Frische und klare Aromatik. Durch das Tal fließen drei Flüsse, die über die Jahre unterschiedliche Bodentypen abgelagert haben.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc. Er vergärt kühl im Edelstahltank und bleibt ohne Holzausbau, damit die Frucht klar im Vordergrund steht. Für mehr Struktur verbringt er vor der Füllung längere Zeit auf der Feinhefe.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Stachelbeere und frisches Gras, dazu Nuancen tropischer Frucht wie Passionsfrucht und Litschi. Am Gaumen fein, spritzig und elegant, mit knackiger Säure und saftiger Frucht. Der Abgang ist frisch und klar.

Am Tisch

Jung und gut gekühlt bei 8–10 °C genießen, solange die Frucht ihre volle Saftigkeit zeigt.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Meeresfrüchte, Geflügel und Sommersalate.


Lage: Robertson Valley, Südafrika
Klassifikation: W.O. Robertson
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz, Feinhefelager

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Weine

Saouma Le petit Livre d´A.M. Bach 2009 Magnum

Rotwein · Châteauneu​f-du-Pape · Grenache

Grenache-basiert Le Petit Livre d'A.M. Bach Rotem & Mounir Saouma 2009 60 Monate Amphore und Fass 333 Magnums Magnum 1,5 l

Der Rotem & Mounir Saouma Le Petit Livre d'A.M. Bach 2009 in der Magnum ist die rarste Cuvée des Saouma-Projekts in Châteauneuf-du-Pape: ein Grenache-basierter Rotwein, den das Ehepaar über fünf Jahre in Amphoren und Fässern reifen ließ, bevor er auf die Flasche kam. Vom Jahrgang 2009 wurden nur 333 Magnums gefüllt.


Le Petit Livre d'A.M. Bach – Burgund trifft Rhône

Dieses Projekt des Ehepaars Rotem und Mounir Saouma von Lucien Le Moine ist eine der aufregendsten Geschichten in Châteauneuf-du-Pape. Die Erfahrung aus dem Burgund wird hier auf die dichten, intensiven Rhône-Weine übertragen: Eleganz und Finesse werden aus den sonnenverwöhnten, dickschaligen Grenache-Trauben herausgearbeitet, indem der Wein über mehrere Jahre in Amphoren und Fässern reift. „Die Trauben aus dem Burgund und dem Châteauneuf sind sich gar nicht so unähnlich", so Mounir Saouma, „beide machen seidige, elegante und mineralische Weine."

Das Ehepaar besitzt keine eigenen Rebflächen in nennenswertem Umfang, sondern kauft Trauben von alten Grenache-Anlagen der Appellation und vinifiziert sie selbst. Der Kern der Arbeit liegt nicht im Weinberg, sondern im Keller – dort, wo Mounir Saouma als Élevage-Spezialist seinen Ruf erworben hat: extrem lange Reife auf der Feinhefe, ohne Abstich, mit minimalem Schwefel.

Der Name spielt auf Johann Sebastian Bachs „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach" an – eine poetische Verbeugung, die den Anspruch dieser Cuvée unterstreicht. Sie entsteht in winzigsten Mengen und wird in der Magnum besonders selten: Vom 2009er wurden lediglich 333 Magnums gefüllt.

Jahrgang 2009 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden Winter folgte in der südlichen Rhône ein trockenes Frühjahr mit gleichmäßiger Blüte, danach ein heißer, sehr trockener Hochsommer. Der Mistral tat, was er in solchen Jahren tut: Er trocknete die Trauben nach jedem Regen ab und hielt den Krankheitsdruck praktisch bei null. Regenfälle im September nahmen der Reife die letzte Schärfe und ließen die Beeren ausreifen, statt nur einzutrocknen.

Gelesen wurde ab Mitte September, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – der entscheidende Punkt – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2009 gilt in Châteauneuf-du-Pape als warmer, kraftvoller Jahrgang mit großem Reifepotenzial. Genau bei diesem Profil setzt der lange Ausbau an: Fünf Jahre auf der Feinhefe bauen die üppige Frucht ab und lassen Struktur und Salzigkeit hervortreten – der Wein trinkt sich heute schlanker und kühler, als es der Jahrgangsruf erwarten lässt.

Fünf Jahre in Amphore und Fass

Grenache-basierter Châteauneuf-du-Pape, Jahrgang 2009, gefüllt in der Magnum zu 1,5 Litern; die Gesamtproduktion dieses Formats liegt bei 333 Flaschen.

Der Petit Livre ist durch seinen Ausbau definiert – der vollständige Etikettenname lautet „60 Mensis", also sechzig Monate. So lange reift der Wein in einer Kombination aus Amphoren und Fässern: auf der Feinhefe, ohne Abstich und mit minimalem Schwefel. Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff, bevor er den Wein oxidieren kann, und gibt gleichzeitig Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Die Amphore steuert eine sehr feine, gleichmäßige Sauerstoffzufuhr bei, ohne Aroma beizutragen. Fünf Jahre ohne Abstich sind an der südlichen Rhône die Ausnahme – die meisten Erzeuger füllen nach zwölf bis vierundzwanzig Monaten.

Im Magnumformat setzt sich diese langsame Entwicklung auf der Flasche fort: Auf die doppelte Weinmenge kommt derselbe Sauerstoffeintrag über den Korken, der Wein altert entsprechend gleichmäßiger und langsamer als aus der 0,75-Liter-Flasche.

Im Glas

Mittleres Rubinrot mit ziegelfarbenem Rand – die Farbe eines Weins, der siebzehn Jahre hinter sich hat. In der Nase Hagebutte, rote Johannisbeere und Holunder, dazu getrocknete Kräuter der Garrigue, Leder und ein erdiger Ton; süße Frucht sucht man vergebens, die Aromatik bleibt herb und klar umrissen.

Am Gaumen schlanker gebaut, als das Wort Châteauneuf erwarten lässt: seidige Textur aus der langen Hefereife, feinkörniges Tannin, und darunter eine griffige, transparente Säure, die den Wein trägt statt ihn zu bremsen. Nach einer Stunde Luft kommen balsamische Noten, etwas Cremigkeit und frische Wiesenkräuter hinzu. Der Abgang ist lang und salzig.

Fünf Jahre auf der Feinhefe ohne Abstich: Aus der Wucht eines heißen Jahrgangs wird Textur.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für weitere Jahre – in der Magnum eher mehr als weniger.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu Trüffelgerichten sowie zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten und gereiftem Käse. Die Garrigue-Note greift alles auf, was mit Thymian, Rosmarin und Lorbeer gearbeitet ist.

Die Magnum ergibt rund zwölf Gläser und gehört an einen Tisch mit mehreren Gängen – sie bleibt über den Abend offen, ohne zu ermüden, und entwickelt sich in der Karaffe weiter.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte Grenache-basiert
Lage Châteauneuf-du-Pape, südliche Rhône
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2009
Vinifikation ohne Abstich · minimaler Schwefel
Ausbau 60 Monate in Amphoren und Fässern auf der Feinhefe
Flaschengröße Magnum · 1,5 l
Trinkempfehlung jetzt bis 2035
Auflage 333 Magnums

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2013

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2013

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2013 ist ein Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – konzentriert, vollmundig und salzig, mit Hermitage-artiger „scorched earth"-Würze von den Basaltsteinen des Rocks District und zwei Jahrzehnten Reifepotenzial.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt direkt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2013 – Walla Walla Valley

2013 gilt in Washington als warmer, reifer Jahrgang, der vollreife, gesunde Trauben hervorbrachte.

Ein idealer Jahrgang für tief konzentrierte, kraftvolle und zugleich balancierte Syrahs mit langem Reifepotenzial.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2013.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Erzeugungsmengen sind winzig, der Wein ist streng allokiert.

Im Glas

Ein dunkles, brütend-präzises Bouquet: schwarze Kirsche, Cassis und Brombeere über schwarzer Olive, geräuchertem Schinken, Steak Tartar und Schießpulver, dazu zerdrückte Veilchen, Lagerfeuer, nasser Stein, Funk und Torf. Am Gaumen konzentriert, vollmundig und geschichtet, mit Hermitage-artiger „scorched earth"-Würze, salziger Mineralität und großer Tiefe – ein klar im Côte-Brune-Stil gehaltener Syrah.

Konzentriert, salzig und tief – ein Hermitage-naher Côte-Brune-Syrah von den Basaltsteinen des Rocks District.

Noch jung und straff: braucht Kellerzeit und profitiert vom Dekantieren. Potenzial bis etwa 2033. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.


Lage: The Tribe Vineyard, Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Pferdezug, Erziehung sur échalas

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Spirituosen

Grasovka Bison Brand Vodka 1,00 Liter

Vodka bewegt sich meist in einer äußerst feinen geschmacklichen Sphäre und hinterlässt im Gaumen kaum einen bleibenden Eindruck. Ganz anders der LION's Vodka - er will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Vielmehr das ursprüngliche Aroma seiner eingesetzten Rohstoffe zu erhalten, war die erklärte Losung unserer genussgeleiteten Destillateure. Dabei stand vor allem das Getreide - der wichtigste Baustein eines guten Vodkas - in unserem Blickfeld. Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt aus rein biologischen Anbau, sind im LION'S Vodka enthalten und sollten auch prägnant hervortreten. Und kraftstrotzend mit eines „Löwen's“ Aura geht auch der LION'S Vodka mit seinen markanten, den Geschmack hebenden, 42% vol einher. Text: The Duke DE-ÖKO-007

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