2009: Und wieder einmal ein Jahrhundertjahrgang in Sachen Wein!

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Wer kann das eigentlich noch glauben. Spätestens alle drei Jahre erwartet uns von allen Seiten der berühmte Satz: Es wird ein Jahrhundertjahrgang! Insbesondere die schreibende Presse und hier noch detaillierter die Presseorgane der bekanntesten Anbaugebiete dieses Planeten, versprechen uns Überirdisches im Minutentakt. Spricht man im Nachhinein mit dem ein oder anderen Winzer über diesen oder jenen “Wunderjahrgang”, raunen diese schon mal : “Gott sei Dank ist der Wein nun endlich weg” oder “Der Wein hat sich nicht so entwickelt wie gedacht”…

Eigentlich kann man da nur noch mit dem Kopf schütteln. Weine werden aus Trauben gemacht (so sollte es zumindestens sein) und dieses “Göttergetränk” sollte uns schmecken, munden, animieren und ausgelassen machen und in Glücksfällen auch schon mal in Ehrfurcht vor der Geschmacksvielfalt, die Mutter Natur uns zuweilen bietet, positiv erschaudern lassen. Wobei jeder seinen eigenen Geschmack hat und diesen auch immer haben sollte. Manche Weine reifen besser, andere schlechter und manche gar nicht (inzwischen sind dies die meisten). Aber diese ganzen Superlative werden immer irrwitziger. Kein Mensch kauft und trinkt die sogenannten schlechten Jahrgänge. Diese sind evtl. gar nicht so schlecht! Und kaum ein Mensch probiert die unbekannten Weine nach einigen Jahre Reifezeit, da diese Weine einfach nicht bekannt sind. Niemand wird auch je zugeben, wenn er einen “Jahrhundertjahrgang” gekauft und liebevoll über eine Dekade in seinen Katakomben reifen ließ, dass der Wein eigentlich gar nicht schmeckt oder schlichtweg kaputt ist. Viele der sogenannten Jahrhundertjahrgänge aus den ganz berühmten Jahren sind auch schlichtweg gefälscht, oder wie kann man sich erklären, dass tagtäglich, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt, auf dem ganzen Erdball 1945er Mouton kredenzt wird? Oder dass bei den berühmtesten Versteigerungshäusern Weine feilgeboten werden, die noch nicht einmal produziert worden sind? Der Jahrhundertwein ist eine ganz, ganz große Illusion. Einen Jahrhundertwein, oder besser gesagt einen “Lebenswein” kann nur jeder für sich definieren, denn so ein Geschmackserlebnis hat man nicht alle drei Jahre, sondern in der Regel nur ein oder zweimal im Leben. Insbesondere sollte man sich immer sein eigenes Urteil erlauben können und nicht blindlings Geld ausgeben für eine Illusion, einen Geschmackstraum, den man uns verkaufen möchte. Wer trinkt in 40 Jahren eigentlich noch diese Jahrhundertweine? Sollten diese wirklich gut sein, sind sie in der Regel gefälscht (also doch wieder jüngeren Datums) oder wir selber erleiden an dem Alkohol, Gerbstoffen und spätestens an der Säure im eigenen gesetzten und gereiften Alter unser persönliches Jahrhundertwaterloo.

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Spanien

Antonio Arraez Mala Vida tinto

Rotwein · D.O. Valencia · Ostspanien

Cuvée: Monastrell, Tempranillo, Syrah, Cabernet D.O.P. Valencia Subzone Clariano Reben über 30 Jahre 8 Monate Barrique

Der Antonio Arráez Mala Vida 2022 ist ein Rotwein der D.O. Valencia und das bekannteste Gewächs des valencianischen Familienbetriebs Antonio Arráez. Hinter dem augenzwinkernden Namen – dem „Wein fürs lockere Leben" – steckt eine ernsthafte Cuvée aus vier mediterranen Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Syrah, Tempranillo und Monastrell. Sie reift acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche und zeigt rote Früchte über balsamischen Noten. Der zurückhaltende Holzeinsatz hält den Ostspanier frisch und lang.


Terres dels Alforins

Der Wein stammt aus den Terres dels Alforins rund um La Font de la Figuera im Landesinneren der Provinz Valencia – Teil der Subzone Clariano der D.O. Valencia in Ostspanien. Hier herrscht ein kontinental-mediterranes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Reben sind über 30 Jahre alt und wurzeln in kalkhaltigen Lehmböden, die dem Wein Struktur und Frische geben. Der Wein trägt die Klassifikation D.O.P. Valencia.

Assemblage und Ausbau

Der Coupage des Jahrgangs 2022 setzt sich aus 30 % Monastrell, 30 % Tempranillo, 20 % Syrah und 20 % Cabernet Sauvignon zusammen. Die Trauben stammen von über 30 Jahre alten Anlagen. Anschließend reift der Wein acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Das Holz ist dosiert eingesetzt und stützt die Frucht, statt sie zu überlagern. Hinter dem Wein steht die seit 1950 tätige Familie Arráez.

Im Glas

Kirschrote Farbe mit violetten Reflexen. In der Nase rote Früchte, ergänzt um balsamische Noten sowie Gewürze und feine Röstaromen aus dem Fass. Am Gaumen runde, seidige Tannine, saftige Frucht und eine klare, frische Säure. Der Abgang ist frisch und lang.

Am Tisch

Bei 16–17 °C servieren. Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Rind, Tapas, Charcuterie, Pasta mit Fleischsauce und mittelkräftiger Käse. Ein Rotwein, der sich gut glasweise trinkt; der 2022 ist jetzt zugänglich und hält bei guter Lagerung noch einige Jahre, etwa bis 2027.



Lage: Terres dels Alforins, La Font de la Figuera
Klassifikation: D.O.P. Valencia (Subzone Clariano)
Ausbau: 8 Monate Barrique, amerikanische & französische Eiche

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Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Aux Chaumes 2023

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2023 Aux Chaumes

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Aux Chaumes 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein präziser, saftiger Pinot Noir aus einer Einzellage auf dem Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges – reine, energiegeladene Frucht mit der unverwechselbaren Cathiard-Handschrift.


Aux Chaumes – Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges

Aux Chaumes liegt auf einem Plateau oberhalb der großen Premiers Crus von Nuits-St-Georges, von Les Pruliers bis Les Saint Georges. Der Boden ist überwiegend Kalkstein mit etwas Ton; stilistisch steht die Lage zwischen der gourmandhaften Pièce Dame Marie und der mineralisch-linearen Dames Huguette – breiter und geschmeidiger.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar in den Hautes Côtes; 2023 ist der fünfte Jahrgang dieser Cuvée unter Sébastien Cathiard.

Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Die kühlere Höhenlage spielt gerade in warmen Jahrgängen ihren Vorteil aus: kühle Reife und nahtlose Trinkigkeit bei erhaltener Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; Bewirtschaftung ohne Herbizide (nicht zertifiziert).

Im Glas

Ein subtiles, florales Bouquet mit Präzision und reiner, energiegeladener roter Frucht – Himbeere und Johannisbeere, eine Spur dunkler als beim regulären Hautes-Côtes. Am Gaumen mundfüllend und geschmeidig, mit reifen, griffigen Tanninen und einem salzig-mineralischen, saftigen Abgang.

Reine, energiegeladene Frucht auf salzig-mineralischem Grund – Hautes Côtes mit Cathiard-Präzision.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2026–2032. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Federwild, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein eleganter, saftiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits „Aux Chaumes"; Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges, überwiegend Kalkstein mit etwas Ton
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, ~10 Tage Kaltmazeration, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · ohne Herbizide (nicht zertifiziert)

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USA

Saxum James Berry Vineyard 2012

Rotwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein · fossiler Meeresboden Beton & französische Eiche 2012

Der Saxum James Berry Vineyard 2012 ist der Flaggschiff-Rotwein des Kult-Erzeugers Saxum – eine Grenache-basierte Rhône-Cuvée aus der Heimatlage der Familie Smith. Reich, vielschichtig und seidig texturiert, mit rotfruchtigem Charakter, herzhafter Würze und der mineralischen Prägung des Kalksteins. Mit der Reife des Jahrgangs 2012 zeigt er heute zusätzliche Tiefe.


James Berry Vineyard – auf einem alten Meeresboden

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles, rund zehn Meilen vom Pazifik entfernt und auf etwa 1.200 Fuß Höhe. Eine Reihe von Hängen mit dünnem, lehmig-kalkigem Oberboden bedeckt einen uralten Meeresboden – komplett mit versteinerten Muscheln und Haizähnen. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf diesen kalkreichen Untergrund.

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Die James-Berry-Cuvée ist rotfruchtbetont und Grenache-basiert, mit einem großen Anteil Mourvèdre für Textur und Syrah als würzige Stütze.

Jahrgang 2012 – Paso Robles

2012 gilt an der kalifornischen Central Coast als großzügiger, klassischer Jahrgang mit reifer, vollmundiger Frucht bei guter Balance. Mit über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der James Berry 2012 heute in einer ersten Reifephase: Die primäre Frucht weicht zunehmend vielschichtigen, würzig-erdigen Sekundäraromen, während die feine Säure und die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah und 10 % Counoise, Jahrgang 2012, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine Großzügigkeit; Mourvèdre Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Syrah dunkle Frucht, Pfeffer und Würze; Counoise floralen Lift und Frische. Der Ausbau dauert 18 bis 20 Monate in unterschiedlichen Gebinden: Der Grenache-Anteil reift in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre und Syrah in kleineren französischen Fässern mit hohem Neuholzanteil. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Grenache-basierten Cuvée und dem kalkreichen Meeresboden lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: rote und dunkle Frucht wie Himbeere, Brombeere und Cassis, dazu mediterrane Kräuter (Herbes de Provence), weißer Pfeffer, florale Anklänge und eine herzhaft-würzige Note von geräuchertem Fleisch. Mit der Reife treten erdige, leicht wildwürzige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen vollgewichtig, reich und vielschichtig, mit einer nahtlosen, seidigen Textur, dichtem, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die in einen langen, würzigen Nachhall mündet.

Himbeere, Brombeere und Cassis, mediterrane Kräuter, weißer Pfeffer und Würze – reich und seidig, mit dichtem Tannin und mineralischer Länge.

Jetzt in schöner Reife; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); Hänge mit dünnem lehmig-kalkigem Oberboden über fossilem Meeresboden, ~1.200 ft, ~10 Meilen vom Pazifik; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 43 % Grenache, 29 % Mourvèdre, 18 % Syrah, 10 % Counoise (trocken)
Ausbau: 18–20 Monate; Grenache in Betontank und größeren Puncheons, Mourvèdre/Syrah in kleinen französischen Fässern (hoher Neuholzanteil); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Rebsorten

Conte di Campiano Sangiovese del Conte

Rotwein · Sangiovese · Emilia-Romagna · Italien

Conte di Campiano Sangiovese del Conte ist ein rubinrot funkelnder Rotwein aus der Emilia-Romagna, der drei Monate in kleinen Barriques reifte. In allen Facetten duftet und schmeckt er nach reifer Kirschfrucht. Für einen Sangiovese ist er ungemein reif und vollmundig – mit geschmeidigem Abgang.


Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna in Norditalien ist für ihre fruchtbetonten, zugänglichen Rotweine bekannt. Sangiovese, die klassische Rotweinsorte Mittelitaliens, bringt hier einen reifen, vollmundigen Stil hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sangiovese. Er reift drei Monate in kleinen Barriques, bevor er auf die Flasche gezogen wird – das gibt ihm Struktur und einen geschmeidigen Charakter.

Im Glas

Rubinrot funkelnd. In Nase und Geschmack durchgehend reife Kirschfrucht. Am Gaumen für einen Sangiovese ungemein reif und vollmundig, mit großer Konzentration und einem geschmeidigen, weichen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit Tomatensugo, Grillfleisch, Pizza und mittelreifer Käse.


Lage: Emilia-Romagna (Italien)
Klassifikation: Sangiovese (Emilia-Romagna)
Ausbau: Sangiovese, 3 Monate Barrique

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2022

Der Montevertine Le Pergole Torte 2022 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in Radda einer der heißesten Jahrgänge der jüngeren Geschichte, mit Trockenheit, die erst durch etwas Augustregen gemildert wurde. Die alten Reben des Le Pergole Torte verkrafteten den Stress hervorragend: Das Ergebnis ist ein etwas dunkelfruchtigerer, leicht muskulöserer Wein, der dennoch die mineralisch geprägte Eleganz und Balance bewahrt, die diesen Wein definieren – zugänglich, aber für lange Reife gebaut.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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Schaumweine

De Sousas Champagne Blanc de Noirs Grand Cru Edition Limitée

Der De Sousa Blanc de Noirs Grand Cru Édition Limitée ist der Pinot-Noir-Ausflug eines Chardonnay-Hauses: reiner Pinot Noir aus Ambonnay, zehn Monate im Eichenfass, ganz ohne Dosage.

Im Glas

Gold mit kupferfarbenem Schimmer, feine Perlen. Rote Beeren, Trockenaprikose, gerösteter Nusskern und Hefegebäck. Im Mund kraftvoll, aber seidig, mit Frische und leiser Würze. Der Nachklang ist lang und mineralisch. Die kupferne Farbe verrät den Pinot Noir, der Geschmack bleibt trotzdem klar und frisch.

Mach was draus

Perlhuhn mit Trüffel, Lachs vom Grill oder ein reifer Saint-Nectaire. Auch zu Pilzgerichten im Herbst macht er eine gute Figur. Ein Blanc de Noirs, der zeigt, dass De Sousa nicht nur Chardonnay kann. Stell ihn auf den Tisch, wenn es kräftig wird: Ente, Wildgeflügel oder ein Risotto mit Steinpilzen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Großes Glas, und dann zu Geflügel. Da merkst du, wie viel Kraft der Pinot Noir aus Ambonnay mitbringt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Brut Nature laut Steckbrief: 0 g/l Restzucker, also keine Dosage.

Was bringt das Eichenfass? Zehn Monate im Holz geben dem Grundwein Textur und eine sanfte Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

100 % Pinot Noir · Ambonnay Grand Cru · langes Hefelager · 10 Monate Eichenfass · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne De Sousa, Avize · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

Faude feine Brände Blutorangen aus Sizilien / Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Blutorange aus Sizilien ist ein vollaromatischer Blutorangengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus der ohne Herbizide angebauten Sorte Tarocco di Catania – die Blutorange im Glas, umspielt von floralen Noten und einer Ahnung von Vanille.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Blutorangen der Sorte Tarocco di Catania stammen aus Anbau ohne Herbizide in Sizilien, von Florians Erzeuger Giancarlo – vollreif und intensiv im Aroma.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die vollreifen Blutorangen werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase vollfruchtig nach reifer Blutorange, mit feinen floralen Noten und einer Ahnung von Vanille. Am Gaumen saftig-fruchtig und duftig-fein, mit klarer Zitrusfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Blutorangengeist (Zitrus-Geist), -Blutorange Sorte Tarocco di Catania aus Sizilien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Rebsorten

Christian Ottenbreit Long Live Müller-Thurgau

Weißwein · Franken · Naturwein

100 % Müller-Thurgau Deutscher Landwein Main Obernbreit · Franken 10 Monate Eichenfass ungeschönt & unfiltriert

Der Müller-Thurgau „Long Live" 2025 ist der im Eichenfass gereifte Naturwein von Christian Ottenbreit aus Obernbreit im fränkischen Maindreieck. Handgelesen, im Ertrag stark reduziert, über zehn Monate im Holzfass gereift und trocken, ohne Schönung und Filtration gefüllt. Die Reben wurzeln auf gelbem Muschelkalk, der dem Wein seine klare Mineralität gibt. Der Jahrgang 2025 zeigt sich kühl, kräuterwürzig und straff.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Weingut Ottenbreit bewirtschaftet rund sieben Hektar im Maindreieck um Obernbreit und Marktbreit und stellt den Betrieb auf Anbau ohne Herbizide um. Die Reben für den „Long Live" wurzeln auf gelbem Muschelkalk, einem kalkgeprägten Boden, der dem Wein seine deutliche Mineralität gibt. Die Einstufung erfolgt als Deutscher Landwein Main, trocken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Müller-Thurgau aus handgelesenen, im Ertrag stark reduzierten Trauben. Vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift, anschließend ohne Schönung und Filtration gefüllt. Das Weingut empfiehlt das Dekantieren vor dem Servieren.

Im Glas

In der Nase kühl und herb, mit zarten pflanzlichen und hefigen Noten, hellen gelbfruchtigen Tönen, etwas Kräutern und floralen Spuren. Am Gaumen fest gewirkt, dicht und saftig, mit feiner, frischer Säure und etwas Griff. Deutliche Mineralität, kräuterig-pflanzliche Noten und eine gewisse Tiefe; der Wein wirkt derzeit noch jung. Der Abgang bleibt straff und saftig, mit Biss und Griff.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Spargel, gebratener Fisch, Geflügel, Frischkäse und Gemüseküche. Die Kräuterwürze trägt auch fränkische Bratwurst und helle Saucen. Trinkreif ab sofort, der Wein gewinnt mit Luft; bei kühler, dunkler Lagerung begleitet er bis etwa 2029. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck), gelber Muschelkalk
Klassifikation Deutscher Landwein Main
Ausbau 10 Monate Eichenfass, ohne Schönung und Filtration

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