Weinblatt nach einem Hageleinschlag

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Rebsorten

Piero Busso Barbera d'Alba Majano 2023

Rotwein · Barbera d'Alba DOC · Barbera

Barbera Barbera d'Alba DOC Majano (Neive) Piero Busso Holzfässer · ca. 1 Jahr 2023

Der Piero Busso Barbera d'Alba Majano 2023 ist ein vollmundiger, fruchtbetonter Barbera aus den Weinbergen von Neive – mit intensivem, weinigem Bukett und nur dezentem Holz, das die saftige Struktur unterstreicht. Fruchtig und elegant zugleich.


Majano – Barbera aus Neive

Piero Busso zählt zu den Referenz-Erzeugern des Barbaresco, besonders für die Lagen rund um Neive. Das Familienweingut wurde 1948 von Guido Busso gegründet; heute führen Piero mit seiner Frau Lucia und den Kindern Pierguido und Emanuela das rund 10 Hektar große Gut – seit 2019 biozertifiziert, traditionell und handwerklich gearbeitet. Neben dem Barbaresco gehört der Barbera ein fester Platz im Sortiment.

Der Barbera d'Alba Majano entsteht auf tonhaltig-lehmigen Böden in den Weinbergen von Neive. Die Reben wachsen auf einer Höhe von 180 Metern über dem Meeresspiegel, sind südwestlich ausgerichtet und werden nach dem Guyot-System erzogen. Boden und Erziehung fördern gemeinsam die Entwicklung eines Weins mit vollem, fruchtigem Charakter.

Jahrgang 2023 – Barbera d'Alba

Der Jahrgang 2023 bringt im Majano einen saftigen, fruchtbetonten Barbera mit lebendiger Säure und klarer Frucht. Die typische Frische und der vollmundige Charakter der Sorte kommen hier unverfälscht zum Ausdruck – ein zugänglicher, vielseitiger Rotwein mit Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Barbera aus dem Jahrgang 2023, Barbera d'Alba DOC, trocken.

Die Vinifikation umfasst Fermentation und Mazeration in Stahltanks. Der Ausbau erfolgt über etwa ein Jahr in Holzfässern unterschiedlicher Größen, gefolgt von einer Flaschenreifung von rund sechs Monaten. Das Holz bleibt dabei bewusst dezent.

Im Glas

In der Jugend zeigt sich der Barbera d'Alba in einem intensiven Rubinrot, das sich mit der Reifung ins Granatrot wandelt. Sein Bukett ist intensiv, charakteristisch und von einer weinigen Fruchtigkeit geprägt. Das Holz ist nur dezent präsent und unterstreicht die fruchtige, vollmundige Struktur – ein Wein, der sowohl fruchtig als auch elegant ist.

Fruchtig und elegant zugleich – mit weiniger Fruchtigkeit und nur dezentem Holz.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Pasta mit Fleischragout, zu Salumi und Vitello, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch sowie zu mittelreifem Käse – ein vielseitiger Essensbegleiter.


Lage: Barbera d'Alba DOC, Neive (Piemont, Italien); tonhaltig-lehmige Böden, ~180 m, Südwest-Exposition
Klassifikation: Barbera d'Alba DOC, Barbera (trocken)
Ausbau: 100 % Barbera; Gärung/Mazeration im Stahltank, ca. 1 Jahr in Holzfässern unterschiedlicher Größe, ca. 6 Monate Flaschenreife

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USA

Saxum Broken Stones 2019

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden französische Eiche 2019

Der Saxum Broken Stones 2019 ist eine rare, Syrah-dominierte Rhône-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus dem kalkreichen Willow Creek District von Paso Robles. Tief, würzig und vielschichtig – mit dunkler Frucht, herzhafter Würze und einer kraftvollen, zugleich präzisen Statur. Der Name verweist auf die gebrochenen Kalksteine des Bodens.


Broken Stones – aus gebrochenem Kalkstein

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein", und „Broken Stones" spielt auf eben diesen gebrochenen, kalkreichen Untergrund an, dem die Cuvée ihren Charakter verdankt.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz. Auf dem kalkreichen Terroir des Willow Creek District ergibt das einen tiefgründigen, kraftvollen und zugleich frischen Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro (Mourvèdre) sowie Grenache und Carignan, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und herzhafte Würze; Graciano steuert Farbe, florale Frische und lebendige Säure bei; Mataro Struktur, Erdigkeit und eine trüffelige, herzhafte Tiefe; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit, Carignan brombeerige Frucht und Frische. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen, der die Frucht und das kalkige Terroir in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze Frucht wie Brombeere und Cassis, gemahlener Pfeffer, geräuchertes Wild, eine erdig-würzige Note von verbrannter Erde und Trüffel sowie florale und kräuterige Anklänge. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit dichter, geschliffener Textur, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die den kraftvollen Stil trägt – mit langem, würzigem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze Frucht, Pfeffer, geräuchertes Wild und Trüffel – kraftvoll und vielschichtig, von mineralischer Frische getragen, sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); kalkreiches Terroir (James Berry Vineyard), Kalkstein/Kalkschiefer der Monterey-Formation; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro sowie Grenache und Carignan (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; naturnahe, minimalistische Kellerarbeit

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Rebsorten

dans l´air du temps Chardonnay by Jeff Carrel

Wein · Weißwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Dans l'air du temps Chardonnay ist ein vollmundiger, frischer Chardonnay – die leichtere Version des Morillon von Jeff Carrel. Mit dezenten Holznoten nach Haselnuss und geröstetem Brot, cremig und schmelzig, mit ausgewogener Balance von Frucht und Reife. Ein Chardonnay, der zu jeder Gelegenheit passt.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle Weine aus dem Süden Frankreichs. Das sonnige Klima bringt reife, aromatisch konzentrierte Chardonnay-Trauben hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Ein dezenter Holzeinsatz verleiht die feinen Noten von Haselnuss und geröstetem Brot sowie die cremig-schmelzige Textur, ohne die Frucht zu überdecken – die zugänglichere, leichtere Interpretation neben dem Morillon. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife helle Frucht mit dezenten Oak-Noten nach Haselnuss und geröstetem Brot. Am Gaumen vollmundig, cremig und schmelzig, mit frischer Balance von Frucht und Reife und rundem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – vielseitig als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: mit dezentem Holzeinsatz

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Frankreich

Dujac Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny Côte de Nuits 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny (AOC seit 1936, rund 150 Hektar) gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet biologisch.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden, NW-Rand des Dorfes, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Referts · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,70 ha (1964) 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist der kraftvollste, maskulinste der Sauzet-Pulignys – mit Wumms, Kraft und subtiler Mineralität. Der kühle Jahrgang 2024 unterlegt diese Fülle mit zusätzlicher Frische und Spannung. Sauzet besitzt hier ein 0,70 Hektar großes Filetstück, 1964 mit besten Klonen bestockt.


Les Referts – Premier Cru an der Grenze zu Meursault

Les Referts erstreckt sich über 5,50 Hektar bis zur Gemeindegrenze von Meursault, westlich von Les Combettes und südwestlich von Les Perrières. Die Chardonnay-Reben wachsen hier auf einem deutlich lehmhaltigeren Mergel-Untergrund mit weniger ausgeprägtem Kalk als in anderen Puligny-1er-Crus. Dadurch reifen die Trauben besser aus, die Säure ist dezenter, und die Weine geraten fruchtiger, maskuliner und mächtiger als ihre Nachbarn.

Die Familie Sauzet bestockte hier 1964 ihre Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – das gibt der typischen Fülle des Les Referts zusätzliche Spannung.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01), von 1964 gepflanzten Reben.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Kraftvoll und mächtig, dabei fein gezeichnet: reife gelbe Frucht trifft auf subtile Mineralität und einen fülligen, runderen Körper. Der kühle 2024er gibt dem Wein eine präzise Säure; der Abgang ist lang und zugleich frisch.

Kraft und Fülle mit subtiler Mineralität, im kühlen 2024er mit zusätzlicher frischer Spannung.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Referts (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); lehmhaltiger Mergel, an Meursault grenzend; Sauzet 0,70 ha (1964), 5,5 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Spanien

Jade Gross Harrobia 2023

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo Rioja Alavesa Harrobia · La Cantera alte Buschreben (36 J.) ~600 m Höhe 12 Monate franz. Eiche nur 2.250 Flaschen 2023

Der Jade Gross Harrobia 2023 ist ein charakterstarker Tempranillo aus der hochgelegenen Parzelle La Cantera in Labastida – kraftvoll und zugleich präzise, mit Finesse, Tiefe und mineralischer Frische. Ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.


Harrobia – La Cantera auf 600 Metern

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Harrobia – baskisch für „Steinbruch", eine Anspielung auf den Lagennamen La Cantera – ist der erste Weinberg, den sie zu Beginn ihres Projekts erwerben konnte.

Aus dieser hochgelegenen Parzelle in Labastida stammt der charakterstarke Tempranillo. Auf 600 Metern Höhe wurzeln 36 Jahre alte Buschreben in kargen Kalk- und Sandsteinböden – ideale Bedingungen für konzentrierte Trauben mit klarer Struktur. Der Wein vereint die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Die Handlese am 28. September 2023 erfolgte mit größter Sorgfalt. 70 % der Beeren wurden entrappt, bevor die Gärung traditionell in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein 12 Monate in französischer Eiche, wobei 30 % der Fässer neu waren – ein Ausbau, der Eleganz mit einer feinen Holzwürze verbindet. Gesamtproduktion: 2.250 Flaschen.

Im Glas

Kraftvoll und zugleich präzise: Aromen dunkler Beeren, feine Gewürzanklänge, mineralische Frische und eine zupackende Säure verleihen ihm Spannung und Länge. Ein ausdrucksstarker Rioja, der die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk vereint.

Kraftvoll und zugleich präzise – ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, Harrobia/La Cantera in Labastida (Spanien); ~600 m, karge Kalk- und Sandsteinböden, 36 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 2.250 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate franz. Eiche (30 % neu); handwerklich

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Rebsorten

Chevillon Nuits St. Georges Les Roncieres 1er Cru 2021

Rotwein · Nuits-Saint-Georges Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Roncières · 1er Cru Nuits-Saint-Georges 1,06 ha · 250–300 m 2021

Der Nuits-Saint-Georges Les Roncières 1er Cru 2021 der Domaine Chevillon ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer 1,06 Hektar großen Premier-Cru-Parzelle. Mittel- bis vollmundig, fleischig und facettenreich, mit dunkler Frucht, Lakritz und einer klaren, frischen Struktur.


Les Roncières – Premier Cru in Nuits-Saint-Georges

Die Parzelle Les Roncières erstreckt sich über 1,06 Hektar in Nuits-Saint-Georges in der Côte de Nuits. Mit ost-südöstlicher Ausrichtung und einer Höhenlage von 250 bis 300 Metern bietet das Terroir gute Bedingungen für Pinot Noir und prägt den Wein deutlich.

Nuits-Saint-Georges steht für strukturierte, tiefe Rotweine. Die Domaine Robert Chevillon zählt zu den führenden Adressen der Gemeinde.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres Wetter im August und September sicherte die Reife. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im traditionellen Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Intensive Farbe und reiche Frucht. Feine Nuancen von Lakritz und vegetabilen Aromen geben elegante Komplexität. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, fleischig und facettenreich, mit Brombeere, Maulbeere, dunkler Schokolade und erdigen Noten, getragen von sanften Tanninen und pikanter Säure.

Brombeere, Maulbeere und dunkle Schokolade über erdigen Noten – fleischig, facettenreich, mit pikanter Säure und Biss.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Les Roncières (1er Cru), Nuits-Saint-Georges (Côte de Nuits); Ost-Südost, 250–300 m, 1,06 ha
Klassifikation: Nuits-Saint-Georges Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Whisky

Ardbeg AN OA

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe PX-, Bourbon- & neue Eichenfässer im Gathering Room vermählt

Der Ardbeg An Oa ist ein torfiger Islay Single Malt aus dem festen Kernsortiment der Destillerie Ardbeg, erstmals 2017 vorgestellt. Benannt ist er nach dem Mull of Oa, der wild-einsamen Südwestspitze der Hebrideninsel Islay. Charakteristisch ist der Kontrast aus mächtiger Rauchintensität und cremiger Süße. Verschiedene Fasspartien werden im eigens geschaffenen „Gathering Room" der Destillerie in einem großen, stehenden Fass aus französischer Eiche vermählt. 


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und für rauchige, torfgeprägte Single Malts bekannt. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgeber des An Oa ist der nahe Mull of Oa, dessen hohe Felsklippen den Atlantikstürmen trotzen. Atlantik, Torf und Meeresluft prägen den Stil.

Assemblage und Ausbau

An Oa führt mehrere Fasspartien zusammen: Pedro-Ximénez-Sherryfässer für süße, dunkle Frucht, neue Eichenfässer für Würze und ehemalige Bourbon-Fässer für die typische Ardbeg-Intensität. Diese Partien werden im „Gathering Room" der Destillerie in einem großen, stehenden Fass aus französischer Eiche vermählt und runden sich dort über die Zeit zu einem komplexeren Ganzen. Der An Oa trägt keine Altersangabe. Verantwortlich für die Kreation ist Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

In der Nase cremiges Toffee, Anis, Datteln sowie etwas Pfirsich und Banane. Am Gaumen eine sanfte, cremige Textur mit ausgeprägter Sirupsüße: Milchschokolade, Melassetoffee, Orange und der rauchige Ton von Lapsang-Souchong-Tee, dazu süße Gewürze wie Muskat und Zimt, ein Hauch Zigarrenrauch und eine ungewöhnliche Note von gegrillter Artischocke. Der Nachhall ist dezent, dabei intensiv und süß-rauchig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser öffnen die Aromen. Passt zu dunkler Schokolade, Karamell-Desserts, reifem Hartkäse und geräuchertem Fisch. Auch als Digestif oder Begleiter zu einer Zigarre eine klassische Wahl.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe)
Ausbau: Pedro-Ximénez-, Ex-Bourbon- und neue Eichenfässer; Vermählung in französischer Eiche

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