Intermezzo: Chateau Pichon Longueville Comtesse de Lalande 2002

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Bei Weinen wie diesem 2002er Pichon Longueville wird dem System Bordeaux eigentlich gnadenlos die Maske entrissen. In allen Belangen handelt es sich hier nur um ein „Weinchen“; während die Farbe anfangs mit seinem leuchtenen rubinrot noch Feines verspricht, wird spätestens mit dem Duft klar, das dies doch eher ein mickriger Roter ist. Eindimensional, unreife Paprika und unharmonische Würznoten haben sich zu einem konspirativen Ganzen gesammelt. Im Geschmack bäumt sich erst noch ein Hauch von Fruchtigkeit auf, um nach gut einer halben Stunde in Bitternis und unreifen Gemüsenoten zu enden. Das ein Wein dieser Preisklasse zumindestens einen kleinen Abgang haben sollte hat dieser Bordeaux schlicht und einfach vergessen. Das Wissen, das er auch noch 50,– Euro und mehr kostet, sollte man schnell mit einer anderen Flasche Wein  runterspülen.

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Weine

Joseph Colin Saint Aubin 1er Cru Sous Roche Dumay blanc 2022

Weißwein · Saint-Aubin Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin · 1er Cru Sous Roche Dumay Mont-Rachet-Hang · >400 m · SW-Lage Côte de Beaune 2022

Der Saint-Aubin Sous Roche Dumay 1er Cru Blanc 2022 von Joseph Colin ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der höchsten Lagen der Region, am Westhang des Mont-Rachet. Weiße Blüten, Limette, geröstete Haselnüsse und Salzmandeln prägen den Duft; am Gaumen mittelkräftig, salzig-mineralisch und klar, mit zupackendem, langem Abgang.


Sous Roche Dumay – Höhenlage am Mont-Rachet

Sous Roche Dumay ist eine Premier-Cru-Lage von Saint-Aubin, ausschließlich mit Chardonnay bestockt. Sie liegt an den höheren Westhängen des Mont-Rachet auf über 400 Metern – damit zählt sie zu den höchsten Lagen der Region. Gut durchlässige Kalksteinböden prägen das Terroir.

Nur der Hügelkamm trennt die Lage von den Grand Crus von Puligny-Montrachet; die südwestliche Ausrichtung bringt jedoch die volle Nachmittagshitze statt der sanften Morgensonne. Das ergibt salzig-mineralische, präzise Weine. Joseph Colin stammt aus der renommierten Winzerfamilie Colin.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für die salzig-mineralische, klare Art dieses Sous Roche Dumay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Salz, Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase weiße Blüten, Limette, geröstete Haselnüsse, Salzmandeln und Steinfrüchte. Am Gaumen mittelkräftig und voll, salzig-mineralisch und klar, mit einem zupackenden, langen Abgang.

Weiße Blüten, Limette und Salzmandeln über salzig-mineralischem Gaumen – klar, voll und mit zupackendem Abgang.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Die salzige Mineralität passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Sous Roche Dumay (1er Cru), Saint-Aubin (Côte de Beaune); Westhang des Mont-Rachet, >400 m, SW-Lage, gut durchlässiger Kalkstein
Klassifikation: Saint-Aubin Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Frankreich

Comte de Vogüé Musigny VV Grand Cru 2020

Rotwein · Musigny Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Musigny · Grand Cru Vieilles Vignes Chambolle-Musigny 2020

Der Musigny Vieilles Vignes Grand Cru 2020 der Domaine Comte Georges de Vogüé gilt als Inbegriff des roten Musigny. De Vogüé ist mit 7,14 Hektar der größte Eigentümer dieser Lage; die Cuvée Vieilles Vignes vereint intensive rote Frucht, florale Noten und Würze mit großer Finesse.


Musigny – einer der größten Grand Crus des Burgunds

Musigny liegt an einem ost-südöstlich ausgerichteten Hang (8–14 % Neigung) auf 260 bis 300 Metern in Chambolle-Musigny. Im Südosten grenzt der Clos de Vougeot, südlich liegen Échezeaux und Grands-Échezeaux. Die Lage umfasst 10,70 Hektar in drei Klimaten – Les Musigny, Les Petits-Musigny und La Combe d'Orveau – mit rund 15 Eigentümern.

Der Boden vereint Oolith aus dem Bathonium im oberen und Comblanchien-Kalkstein im tieferen Teil; die zahlreichen Kalksteine speichern Wärme. Geschützt zwischen den Tälern Combe de Chambolle und Combe d'Orveau, bietet die reine Ostlage ein kühles, aber sonniges Mikroklima. Grand Cru seit 1936; die Familie de Vogüé bewirtschaftet den größten Teil in der 19. Generation und hält den ältesten Weinbergbesitz der Côte d'Or.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Finesse des Musigny mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, aus den ältesten Reben des Guts (Cuvée Vieilles Vignes).

Der Wein reift im Holzfass, ganz im traditionellen Stil des Hauses – auf einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Musigny gilt als der parfümierteste der großen Grand Crus: intensive rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Am Gaumen seidig und zugleich strukturiert, mit feinem Tannin und großer Länge.

Rote Frucht, Blüten und Würze über seidigem, feinem Tannin – der Inbegriff des roten Musigny.

In der Jugend bereits faszinierend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Federwild und Geflügel, Reh, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Musigny, Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Oolith/Comblanchien-Kalk, ESE-Hang 260–300 m
Klassifikation: Musigny Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Conte di Campiano Primitivo di Manduria

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Conte di Campiano Primitivo di Manduria ist ein sonnenverwöhnter Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in Apulien. Er besticht durch eine marmeladige Frucht, die an intensiv eingekochte Früchte erinnert. Im Glas weich, aromatisch und rund.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden Apuliens rund um die Stadt Manduria. Das warme, sonnenverwöhnte Klima bringt besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine mit warmer Fruchtsüße hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Primitivo. Die vollreifen Trauben sorgen für die marmeladige, konzentrierte Frucht; der Ausbau stellt die warme, weiche Aromatik in den Vordergrund.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen ein Potpourri aus Kirsche, Pflaume, Zimt und Vanille, dazu eine marmeladige, an eingekochte Früchte erinnernde Note. Weich und aromatisch, abgerundet von einer warmen, konzentrierten Fruchtsüße. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: Primitivo, vollreife Trauben

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde und ist für ihre Bandbreite an Premier Crus bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Spanien

Micrit Monastrell tinto 2017

Wein · Rotwein · Jumilla · Spanien

Micrit Monastrell ist der erste Jahrgang des Kultprojekts Micrit – ein Gemeinschaftswerk von Casa Castillo und Envínate aus Jumilla. Die Trauben für diesen Urwein stammen von über 80 Jahre alten Monastrell-Reben. Das Ergebnis ist ein sehr dichter, vollmundiger Rotwein, der nach Schokolade, Gewürzen und roten Früchten duftet und schmeckt.


Jumilla / Murcia

Micrit ist die erste gemeinsame Kreation von José María Vicente (Casa Castillo) und dem Winzerteam Envínate, die einen alten, vom Roden bedrohten Weinberg übernommen haben. Die über 80 Jahre alten, wurzelechten Monastrell-Reben wachsen in der Parzelle „El Viso" auf Kalkböden der D.O. Jumilla. Der Name „Micrit" leitet sich von Mikrit ab – den feinsten Kalkpartikeln, aus denen der Boden besteht. Die Reben werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Monastrell. Die Gärung erfolgt spontan mit Naturhefen, ein Teil der Trauben wird als ganze Rispe (mit Stielen) vergoren. Anschließend reift der Wein rund 17 Monate in Holzfässern mit 500 Litern. Streng limitiert auf 2.000 Flaschen.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase Schokolade, Gewürze und rote Früchte. Was sich zunächst als urwüchsiger Wein zeigt, gewinnt mit Luftkontakt zusätzlich Frische und Säure. Am Gaumen sehr dicht und vollmundig, mit reifen Tanninen, würzig-balsamischen Noten und langem Abgang – ein funkelndes Beispiel dafür, was passiert, wenn Konzentration auf Eleganz trifft.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – Luft tut diesem Wein sichtlich gut. Mit Reifepotenzial.

Passt zu: rotem Fleisch, Wild, Schmorgerichten, Reisgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O. Jumilla, Murcia (Spanien); Parzelle „El Viso"; Erzeuger Casa Castillo & Envínate
Klassifikation: D.O. Jumilla – 100 % Monastrell (über 80 Jahre alte, wurzelechte Reben), trocken
Ausbau: spontane Gärung mit Naturhefen, ~17 Monate in 500-l-Holzfässern; limitiert auf 2.000 Flaschen

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Weine

Sparkling Tea rose alkoholfrei

Der Kloss Sparkling Tea Rosé ist die rosa Variante des alkoholfreien Perlgetränks von der Mosel. Kräutertees mit Brombeerblättern, Ringelblumen- und Hibiskusblüten sowie Lavendel treffen auf naturtrüben Saft von Streuobstwiesen. Der Hibiskus gibt die Farbe.

Im Glas

Rosa bis rubinrot, mit feiner Perlage. Im Duft würzige Kräuter, eine beerige Note und frische Frucht. Im Mund vielschichtig und klar, ausgewogen und nicht zu süß.

Mach was draus

Ein alkoholfreier Aperitif mit Stil. Dazu passen Vorspeisen, Salate, Fisch, Geflügel und leichte Gerichte. Serviere ihn gut gekühlt, gern im Weinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Rosé ist mein Liebling unter den Sparkling Teas. Hibiskus und Lavendel – das passt perfekt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommt die Farbe? Vom Hibiskus. Seine Blüten färben den Tee rosa bis rubinrot.

Wie wird er gemacht? Die Kräuter und Blüten werden bei niedriger Temperatur schonend ausgezogen. Dann kommt naturtrüber Saft von Streuobstwiesen dazu, und das Ganze wird mit Kohlensäure versetzt.

Gab es Auszeichnungen? Ja. Bei der Falstaff Alkoholfrei Trophy 2025 erhielt der Sparkling Tea Rosé 96 Punkte.

Wer macht ihn? Die Wein- & Sektkellerei Kloss in Winningen an der Mosel, heute geführt von Christian Kloss.

alkoholfrei · Kräutertees (u. a. Brombeerblätter, Ringelblume, Hibiskus, Lavendel) · naturtrüber Saft von Streuobstwiesen · kalt extrahiert · Falstaff Alkoholfrei Trophy 2025: 96 Punkte · Wein- & Sektkellerei Kloss, Winningen · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut ist das Herzstück des Hauses: 70 % Pinot Noir und 30 % Chardonnay, rund neun von zehn Trauben aus Ambonnay. Kein Jahrgang auf dem Etikett, aber der Charakter eines Millésime.

Im Glas

Birne, Pfirsich, Gebäck, Geißblatt und Orangenschale – dicht, aber nicht schwer. Im Mund kraftvoll, mit reifer Frucht und präziser Säure. Das Holz gibt Textur, ohne den Pinot zu überdecken. Lang und salzig im Abgang, mit viel Kreide.

Mach was draus

Kaninchen in Pilzrahm, Hummer, Perlhuhn, Taube oder gebratene Jakobsmuscheln. Auch gereifter Comté passt. Ein Champagner für ein festliches Menü, der vom ersten Gang bis zum Hauptgericht mitgeht. Kurz schwenken, dann öffnet sich das Bouquet. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer wissen will, warum Ambonnay so berühmt ist, sollte diesen Champagner probieren. Am besten zu einem Gericht mit Pilzen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum wirkt er wie ein Jahrgangschampagner? Rund die Hälfte stammt aus einem einzigen Basisjahr, der Rest aus nur zwei Vorjahren. So prägt das Jahr den Wein stärker als bei einem üblichen Brut.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2031. Noch zwei bis fünf Jahre im Keller machen ihn harmonischer.

70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay · rund 90 % aus Ambonnay, dazu Bouzy, Verzenay und teils Verzy · ein Basisjahr plus Reserve aus zwei Jahren · Spontangärung im Holz (ca. 10 % neu) · ohne biologischen Säureabbau · 48 Monate Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2022

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2022 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Riesling Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit entstand ein GG mit moderatem Alkohol, feiner Eleganz und einer lebhaften, spannenden Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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