Viel Hagebutte, Nougat, reife rote Früchte, dunkle Schokolade, ein Hauch Puderzucker und Aromen von neuem Holz vereinen sich zu einem sehr spannenden, wohligen Duft. Im Geschmack gesellen sich noch reife Kirschen und ausgefeilte, machtvolle Gerbstoffe hinzu und an den Glaswänden bauen sich wunderschöne, tranige Glycerinwände auf. Der Wein wirkt eigentlich wie ein perfekt gemachter Rotwein aus Kalifornien. Er ist mehr auf der fruchtigen Seite des Lebens zu finden, hat aber dennoch diesen gewissen Hauch, welche große Weine so besonders und begehrenswert machen. Nach gut einer Stunde macht der Wein dann allerdings zu und lässt im Duft und Geschmack nicht mehr viel erkennen. Man sollte also diesen 2010er entweder schnell leeren oder gut über eine Dekade weiter im Keller reifen lassen.
Weißwein · Sauvignon Blanc · Marlborough · Neuseeland
Clos Henri Stones Sauvignon Blanc ist ein charaktervoller Sauvignon Blanc aus Marlborough in Neuseeland, der zeigt, dass Überseeweine echtes Terroir besitzen. Er wächst auf Grauwacke-Flusssteinböden in einem trocken-maritimen Klima. Über 20 Jahre alte Reben und ein langer Holzausbau geben ihm Tiefe. Im Glas mineralisch, texturreich und komplex.
Marlborough
Marlborough an der Nordspitze der Südinsel Neuseelands ist die berühmteste Sauvignon-Blanc-Region des Landes. Clos Henri – gegründet von der Sancerre-Familie Bourgeois – setzt auf Grauwacke-Flusssteinböden, einen für die Region spezifischen Bodentyp, der dem Wein eine ausgeprägte Mineralität und Tiefe verleiht. Das trocken-maritime Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten erhält die Frische.
Rebsorte und Ausbau
Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc von über 20 Jahre alten Reben. Er wird spontan vergoren und über 20 Monate in einem 600-Liter-Barrique aus österreichischer Eiche ausgebaut, was ihm Textur, Tiefe und feine, sehr zurückhaltende Holznoten verleiht.
Im Glas
Helles Gold. In der Nase herbstliche Aromen von Quitte, reifen Steinfrüchten und kandierten Feigen. Am Gaumen kräftig und geschmacksintensiv, mit sehr leichten Eichennoten, Ingwer und Nüssen. Die kiesige Mineralität sorgt für ein texturreiches Finish mit langem Nachhall.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas und etwas Luft betonen die Komplexität. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo.
Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und kräftige vegetarische Gerichte.
