Petite Arvine ist eine weiße Rebsorte, die im Kanton Wallis und im Aostatal zu finden ist (also zumeist Steillagen). Sie benötigt allerbeste windgeschützte Lagen: der Boden darf nicht zu trocken und nicht zu feucht werden. Sie reift sehr spät im Jahr aus.
Die Rebsorte ergibt frische, hellgelbe Weine mit charakteristischen salzigen Noten und exotischen Aromen von Limetten, Ananas, Grapefruit und Rhabarber. Petite Arvine wird meist trocken ausgebaut, eignet sich aber auch für die Erzeugung von Dessertweinen und Trockenbeerenauslesen . Da die Rebsorte rar ist, ist es schwer, die aus ihr gewonnenen Weine zu bekommen.
Wenn man die Weine aus dieser Rebsorte probieren möchte, sollte man nach Fully („die Hauptstadt der Arvine“) fahren. Dort findet alle zwei Jahre das Fest „Arvine eu Capitales“ statt.
Im Glas: 2009 Petite Arvine, Weinkeller zum Leyscher, AOC Valais (Alk. 12%)
Das Weingut: Im Jahr 1984 beschlossen Andrea und Arthur den kleinen Familienbetrieb aufzubauen. Die Rebfläche wurde immer größer, mittlerweile 3 ha, sodass der Bau eines neuen Weinkellers notwendig war. Im selben Jahr 1988 wurde auch zum ersten Mal die Gesamtproduktion im eigenen Keller vinifiziert.
Zum Wein: sowohl in der Nase wie auf dem Gaumen etwas Litschi, reife Mango, ein Hauch frisch geschälte Orange, Birne, Anflüge von Dörrobst und Pflaume, etwas Kakao bzw. Muh-Muh-Bonbon. Eine charakteristische salzige Note. Der Wein zeigt schon einen dezenten Firn und trotz der sanften, aber ausgeprägten Säure hat er an Frische verloren.
