Meine Ansichten über kalifornische Weine: Teil 2.

Meine Ansichten über kalifornische Weine. Teil 2: auf den Spuren von „Sideways“

SunstoneEinfahrt

SunstoneReben

Die Gegend von Santa Barbara, die Santa Yanes Mountains sowie das Städtchen Solvag sind durch den Film „Sideways“ bekannt. Dort haben wir zwei Weingüter aufgesucht: Sunstone Vineyard & Winery und Foley Estate. Die Weingüter in dieser Gegend sind relativ klein und meist sind es Familienbetriebe.

SunstoneWeingarten

Das Sunstone-Anwesen erinnert an die kleinen Weingüter in der Provance. Der Degustationsraum ist schlicht gestaltet: Holz, Stein, eine kleine Küche; neben den Weinen kann man auch diverse Öle und Balsamicos verkosten. Die Angestellte hat sich für uns, wie auch für andere Gäste, viel Zeit genommen.

SunstoneGebäude

Das Weingut bewirtschaftet 52ha, davon werden 25ha mit Reben bestockt, davon 40% mit Merlot und der ist wirklich gut gemacht. Der 2011 Merlot Reserve (14,5% Alk.) hat Aromen von Pfeffer, Thymian, schwarzem Tee, dunklen Kirschen, im Abgang auch etwas Karamell, dezenter Rauch; das Holz ist gut eingebunden, nicht aufdringlich. Er hat mir sehr gut gefallen, allerdings der verlangte Preis von 58 Dollar ist übertrieben.

SunstoneFässerundCo

Auch die anderen Weine sind gut gemacht: 2013er Sauvignon Blanc mit 14,4% Alk. ist ungewöhnlich mild und süffig; die 2012er Pinot Noir und 2012er Syrah schmecken auch; der 2012er Grenache Blanc (13,8% Alk.) ist verhalten in der Nase; dezent ist der 30% Holzeinsatz zu spüren, sonst etwas Limettenschale, Grapefruit, ein wenig Honig und Würze. Nett.

SunstoneHof

Der 2012er Chardonnay wird zu je 50% in gebrauchten, französischen Eichenfässern und Stahltanks ausgebaut; angenehme Frucht, etwas Buttriges, nicht zu fett, dezente Süße im Abgang. Die Preise sind zwar etwas zu hoch, aber die späteren „Trinkerfahrungen“ zeigten, dass die im Vergleich doch angemessen war. Auf jeden Fall ist ein Besuch auf Sunstone zu empfehlen.

SunstoneFlaschen

Im Gegensatz zu Sunstone wurden wir in Foley Estate sehr schnell abgefertigt; ich hatte den Eindruck, ein potenzieller Kunde störte die Angestellten. Nichts desto trotz waren die minimalistisch eingeschenkten Weine sehr gut: der 2012er Steel Chardonnay (13,9% Alk.) schmeckte mineralisch, frisch, schlank.

Foley

FoleyGebäude

FoleyUmbebung1

2011er Santa Rita Hills Chardonnay ist trotz Holzausbau schlank; weiße Blüten, grüner Apfel, etwas Banane, Melone, Honig, Brioche. Der Preis von 30 Dollar ist ok.

FoleyUmbebung

FoleyVerkostungsraum

2010er Foley Chardonnay, Barrel Select (14,3% Alk.): das ganze Lesegut wurde 20 Monate lang in neuer französischer Eiche ausgebaut; frisch, würzig, etwas Vanille, Backwürze, ziemlich üppig.

2011er Foley Pinot Noir JA Ranch (14,1% Alk.): dunkle Beeren, etwas Vanille, Gewürze, Zimt, zartbittere Schokolade, elegant und schlank. Diesen Stil mag ich. 55 Dollar.

2011er Foley Pinot Noir T Anchor Ranch; Klon von Pommard Pinot Noir: floral und würzig, Erd- und Blaubeere, Teer, etwas Leder; ein Tick zu viel Holz. 55 Dollar.

2011er Santa Rita Hills Syrah (13,7% Alk.): zuerst Brett, dann schlank; Schokolade, geräucherter Speck. Laut meinen Notizen hat er mir gut gefallen. Schade nur, dass die Angestellten keine Lust hatten ihren Job auszuüben.

FoleySyrah

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Länder/Regionen

Sea Horse Winery Lennon 2018

Wein · Rotwein · Judäisches Bergland · Israel

Sea Horse Lennon 2018 ist ohne Zweifel der fruchtbetonteste Wein von Ze'ev Dunie. Reife Zwetschgen und Kirschen finden sich schon im Duft wieder und tragen auch am Gaumen. Die Gerbstoffe sind relativ soft, die Säure bestens eingebunden – der Abgang hat Zug und endet mit langem Finish.


Israel / Judäisches Bergland

Die Sea Horse Winery von Ze'ev Dunie liegt im Judäischen Bergland und zählt zu den eigenwilligsten, handwerklich geprägten Weingütern Israels. Dunie benennt seine Weine nach musikalischen Vorbildern – der Lennon steht für die fruchtbetonte, zugängliche Seite seines Schaffens.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Zinfandel, Petite Sirah und Mourvèdre. Zinfandel bringt reife, saftige Frucht, Petite Sirah Farbe und Struktur, Mourvèdre Würze und Tiefe. Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Stilistik mit weichen Gerbstoffen und gut eingebundener Säure. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife Zwetschge und Kirsche. Am Gaumen fruchtbetont und saftig, mit soften Gerbstoffen, bestens eingebundener Säure und gutem Zug; der Abgang endet mit langem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein geselliger, vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: Judäisches Bergland (Israel); Sea Horse Winery (Ze'ev Dunie)
Klassifikation: Rotwein – Cuvée aus Zinfandel, Petite Sirah & Mourvèdre, trocken
Ausbau: fruchtbetont, mit weichen Gerbstoffen
Jahrgang: 2018

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Gevrey Chambertin 1er Cru 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin · 1er Cru Cherbaudes · Petite Chapelle · Bel Air Reben ~50 Jahre 18 Monate Holz · hoher Neuholzanteil

Der Gevrey-Chambertin 1er Cru 2022 von Denis Mortet ist eine Assemblage aus drei Premier-Cru-Lagen rund um den Clos de Bèze. Reinsortiger Pinot Noir mit roter Frucht, Unterholz und seidigen Tanninen – einer der charmantesten und zugänglichsten Premier Crus des Guts.


Drei Premier-Cru-Lagen rund um Clos de Bèze

Dieser Premier Cru vereint drei benachbarte Lieux-dits, von denen keiner für sich groß genug für eine eigene Cuvée wäre: Cherbaudes (direkt unterhalb von Mazis-Chambertin), Petite Chapelle (angrenzend an den Grand Cru Les Gémeaux) und Bel Air (eine hochgelegene Parzelle oberhalb des Clos de Bèze, eine Fortsetzung von Ruchottes-Chambertin). Die Reben sind im Schnitt rund 50 Jahre alt.

Die Nähe zum Clos de Bèze macht diesen Wein zum charmantesten der Premier Crus des Guts. Die Domaine Denis Mortet, heute von Arnaud Mortet geführt, zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Charme dieser Assemblage Substanz verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, eine Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air mit rund 50 Jahre alten Reben. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung, Spontangärung mit natürlichen Hefen und sehr moderate Extraktion.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass mit hohem Neuholzanteil (rund 50–60 %), ganz im Stil des Guts.

Im Glas

In der Nase rote Beeren, Unterholz, Orangenzeste und ein Hauch schwarzer Trüffel, dazu feine Würze. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, elegant und integriert, mit feinen, puderigen Tanninen und einem frischen Fruchtkern, der in ein feines Finale übergeht.

Rote Beeren, Unterholz und Trüffel über feinen, puderigen Tanninen – der charmanteste Premier Cru des Guts.

Schon vergleichsweise früh zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse wie Comté. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin; Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air (Nähe Clos de Bèze), Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz mit hohem Neuholzanteil (~50–60%)

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Weine

Domaine de Villaine Bouzeron Aligote 2021 BIO

Weißwein · Bouzeron · Aligoté

Aligoté (100%) Bouzeron AOC Reben 65–115 Jahre 2021 · Bio (FR-BIO-10) mergeliger Kalkboden · 17 Parzellen

Der Bouzeron Aligoté 2021 der Domaine de Villaine ist ein reinsortiger Aligoté, von Hand aus den ältesten Reben selektiert. Lage und Terroir geben ihm Finesse und Eleganz; in den ersten zwei bis drei Jahren zeigt er Frische und Frucht, mit der Zeit gewinnt er an Fülle und kann gut zehn Jahre reifen.


Bouzeron – die Heimat des Aligoté

Bouzeron in der Côte Chalonnaise ist die einzige Dorf-Appellation des Burgunds, die ausschließlich dem Aligoté vorbehalten ist. Der Wein stammt aus 17 verschiedenen Kleinstparzellen auf mergeligen Kalkböden. Je nach Weinberg sind die Reben rund 65 Jahre alt, die ältesten Anlagen erreichen bis zu 115 Jahre.

Die Domaine A. et P. de Villaine hat ihren Sitz in Bouzeron und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-10). Das hohe Rebalter und das Terroir heben diesen Aligoté über die übliche Stufe der Sorte.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – passend zur nervigen, präzisen Art dieses Aligoté.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Aligoté aus dem Jahrgang 2021, von Hand aus den ältesten Reben selektiert, aus biologischem Anbau (FR-BIO-10).

Der Ausbau erfolgt schonend, im Stil der Domaine – auf Erhalt von Frische, Nerv und der mineralischen Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Reife Frucht: Birne und Zitrus, dazu steinige Aromen, weiße Blüten und dezente Nussnoten. Am Gaumen viel Nerv, Druck und Klarheit; die Säure ist frisch, aber dezent. Ein mustergültiger Aligoté, der die unterschiedlichen Terroirs von Bouzeron im Glas zeigt.

Birne, Zitrus und steinige Mineralität mit viel Nerv und Klarheit – Aligoté auf einem ganz eigenen Niveau.

In den ersten zwei bis drei Jahren frisch und fruchtig, mit Reife zunehmend füllig; je nach Jahrgang gut zehn Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Schnecken in Kräuterbutter, Ziegenfrischkäse – oder solo als Aperitif. Die frische Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Bouzeron (Côte Chalonnaise); mergeliger Kalkboden, 17 Parzellen, Reben 65–115 Jahre
Klassifikation: Bouzeron AOC; Bio (FR-BIO-10)
Ausbau: Aligoté, alte Reben; schonender Ausbau im Stil der Domaine

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Rebsorten

Georg Breuer Pfaffenwies Lorch Riesling 2019

Weißwein · Lorch (Rheingau) · Riesling

Riesling Lorch Pfaffenwies Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südwest Hunsrückschiefer · Taunusquarzit bis 55 J. Reben trocken · nur 2.586 Flaschen 2019

Der Georg Breuer Lorch Pfaffenwies Riesling 2019 stammt aus einer der Spitzenlagen von Lorch. Die Rieslinge der Pfaffenwies tragen eine fast salzige Mineralität in sich und werden von feinen Fruchtaromen heimischer Früchte bestimmt.


Lorch Pfaffenwies – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, Handarbeit im Weinberg, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Die Pfaffenwies erstreckt sich über die gesamte Höhe der Lorcher Weinbergslagen, vom Rhein bis zum Fuße des Waldes. An steilen, südwestlich ausgerichteten Hängen wachsen bis zu 55 Jahre alte Rebstöcke auf von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit geprägten Böden – die Grundlage für die fast salzige Mineralität dieser Lage.

Jahrgang 2019 – Rheingau

2019 gilt im Rheingau als sehr guter Jahrgang mit reifer, konzentrierter Frucht und markanter, präziser Säure. Die frühe Lese, die alten Reben und der kühle, schonende Ausbau des Guts bewahrten Finesse, Mineralität und Spannung – Konzentration und lebendige Säure im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Lorch Pfaffenwies, Jahrgang 2019; 100 % Riesling von Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, bis 55 Jahre alte Reben.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er die salzige Mineralität, Finesse und ein enormes Reifepotenzial. Handarbeit im Weinberg. Nur 2.586 Flaschen.

Im Glas

Ein Riesling von fast salziger Mineralität: feine Fruchtaromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst – dazu Zitrus und ein Hauch Kräuter über einer schiefrig-salzigen, mineralischen Prägung. Am Gaumen geradlinig und präzise, mit lebendiger Säure, feiner Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Fast salzige Mineralität, dazu feine Aromen heimischer Früchte – Apfel, Birne und Steinobst über schiefriger Prägung: geradlinig, präzise, mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Lorch Pfaffenwies, Rheingau; steile, südwestlich ausgerichtete Hänge vom Rhein bis zum Waldrand; Hunsrückschiefer und Taunusquarzit; bis 55 Jahre alte Reben
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; Handarbeit im Weinberg; 2.586 Flaschen

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Rebsorten

Dietrich Riesling halbtrocken 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Riesling ist geprägt von Zitrus- und Apfelaromen und präsentiert sich mit viel Frische und spritziger Säure. Eine feine Restsüße bildet den belebenden Gegenspieler in diesem Schoppen – praktisch abgefüllt in der 1-Liter-Flasche.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, aromatische Trauben hervor. Riesling ist die Königssorte des deutschen Weinbaus.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau bewahrt die klare Frucht, die lebendige Säure und eine feine Restsüße, die für ein saftiges, animierendes Spiel sorgt. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche – ideal als Schoppenwein.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase Zitrus und frischer Apfel. Am Gaumen saftig und spritzig, mit klarer Frucht, lebendiger Säure und einer feinen Restsüße als belebendem Gegenspieler; animierender Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein unkomplizierter Schoppenwein, auch solo.

Passt zu: leichten Vorspeisen, Fisch, Geflügel, asiatischer Küche und würzigen Gerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Riesling
Ausbau: fruchtbetont, mit lebendiger Säure
Füllmenge: 1,0 Liter

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2020 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Mölsheim VDP.Aus Ersten Lagen Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen nackter Kalkfels · Schotterauflage großes Holzfass BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling 2020 stammt aus den kühlsten, kargsten Lagen des Guts im Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse. Rauchig-kühl mit Feuerstein, fein ziseliert und salzig-mineralisch.


Mölsheim – nackter Kalkfels im kühlen Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim ist als VDP.Aus Ersten Lagen klassifiziert; nur Trauben aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen fließen ein.

Die Weinberge um Mölsheim liegen höher und sind deutlich kühler als die Hohen-Sülzener Lagen: Das Zellertal verjüngt sich hier, sodass die kühlen Winde des Donnersbergmassivs wie durch eine Düse hindurchziehen. Die Reben wurzeln im nackten Kalkfels, der nur von einer dünnen Schotterauflage bedeckt ist – Jahr für Jahr müssen Kalksteine abgetragen werden. Diese Kargheit prägt den Wein: zurückgenommene Frucht, dafür filigrane Noten von Feuerstein und Kräutern.

Jahrgang 2020 – Zellertal (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der nackte Kalkfels und die kühlen Donnersberg-Winde bewahrten Kargheit, salzige Mineralität und die feine Feuerstein-Würze – Frische und Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Mölsheim, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von nacktem Kalkfels mit dünner Schotterauflage.

Nach der Handlese wird der Wein herkunftsbetont im großen Holzfass ausgebaut, ganz auf Kargheit, salzige Mineralität und feine Feuerstein-Würze ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein karger, kalkgeprägter Riesling: zurückgenommene Frucht, dafür saline Noten nach nassem Stein, deutlicher Feuerstein und feine nördliche Kräuter. Am Gaumen kühl, steinig und fein ziseliert, mit lebendiger Säure, salziger Spannung und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zurückgenommene Frucht über salinen Noten nach nassem Stein, deutlichem Feuerstein und feinen Kräutern – kühl, steinig und fein ziseliert, mit lebendiger Säure, salziger Spannung und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein kühler, karger Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential – jung dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Spargel, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Mölsheim (VDP.Aus Ersten Lagen), Zellertal, Rheinhessen; ~200 m, ~40 % Neigung; nackter Kalkfels mit dünner Schotterauflage; aus klassifizierten Ersten und Großen Lagen
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, herkunftsbetonter Ausbau im großen Holzfass; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Jade Gross Moon Rocket Magnum tinto 2024

Rotwein · Rioja · Tempranillo / Garnacha Tinta / Viura

48 % Tempranillo · 48 % Garnacha Tinta · 2 % Viura DOCa Rioja San Vicente · Labastida Jade Gross 12 Monate franz. Eiche Magnum 1,5 l nur 150 Magnums 2024

Der Jade Gross Moon Rocket Tinto 2024 ist die zweite Ausgabe dieses besonderen Projekts und zugleich die erste Cuvée in dieser Zusammensetzung – ein Rioja abseits der Konvention: kraftvoll, doch präzise, mit seidigen Tanninen, saftiger Frucht und markanter Frische. Große Flasche, großes Kino.


Moon Rocket – Rioja abseits der Konvention

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Der Moon Rocket Tinto vereint 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta und 2 % Viura aus mehreren Weinbergen rund um San Vicente de la Sonsierra und Labastida. Die Reben wachsen in unterschiedlichen Höhenlagen zwischen 450 und 650 Metern, auf einer vielfältigen Mischung aus sandigen Böden, kalkhaltigem Ton und Sandstein. Diese Kombination verschiedener Terroirs verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und aromatische Komplexität.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 zeigt den Moon Rocket Tinto kraftvoll und zugleich präzise, mit saftiger Frucht und markanter Frische. Die Vielfalt der Höhenlagen und Böden gibt dem Wein Spannung und Tiefe – ein Rioja, der schon jung fasziniert und zugleich großes Reifepotenzial besitzt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta und 2 % Viura, Jahrgang 2024, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Die Trauben werden separat gelesen und anschließend in offenen Gärbehältern vergoren. Danach reift der Wein 12 Monate in französischen Eichenfässern, wodurch er zusätzliche Tiefe, feine Würze und eine harmonische Textur erhält. Limitierte Auflage: nur 150 Magnums.

Im Glas

Tief rubinrot mit leichten violetten Reflexen. In der Nase treffen dunkle Waldbeeren auf knackige Kirschen, begleitet von Anklängen an Lakritz, Graphit und zarten Röstaromen. Am Gaumen kraftvoll, doch präzise, mit seidig gewobenen Tanninen, saftiger Frucht und einer markanten Frische, die dem Wein Struktur und Spannung verleiht. Der Abgang ist lang, würzig und mineralisch.

Ein Rioja abseits der Konvention – große Flasche, großes Kino.

Faszinierend schon jung, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse – ideal für die große Tafel.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); mehrere Weinberge rund um San Vicente de la Sonsierra und Labastida, 450–650 m; sandige Böden, kalkhaltiger Ton und Sandstein
Klassifikation: DOCa Rioja (trocken); Magnum 1,5 l, nur 150 Magnums
Ausbau: 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta, 2 % Viura; separate Lese, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche; handwerklich

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Spanien

Jade Gross Jabalina 2023

Roséwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo Rosé DOCa Rioja Jade Gross 7 Monate Feinhefe nur 898 Flaschen 2023

Der Jade Gross Jabalina 2023 ist ein reinsortiger Tempranillo-Rosé, dessen Stilistik ein wenig an einen würzigen Provence-Rosé erinnert – fein, ein wenig wild und vielschichtig, mit permanenten Veränderungen in Duft und Geschmack. Eine neue Roséwein-Dimension im Glas.


Jabalina – „die Wildsau"

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Namensgebung „Jabalina" (die Wildsau) ist eine Anspielung auf die gefräßigen Wildsauen, die ab und an die Weinberge von Jade Gross in der Nacht heimsuchen, um die reifen Trauben vor der Ernte zu verputzen. Den Rosé keltert sie reinsortig aus der Tempranillo-Traube.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo-Rosé aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Über sieben Monate Reife auf der Feinhefe – ungewöhnlich lang für einen Rosé –, was dem Wein seine Vielschichtigkeit, Tiefe und Struktur verleiht. Handwerklich und mit minimaler Intervention vinifiziert. Gesamtproduktion: 898 Flaschen.

Im Glas

Hagebutte, unreife Kirschen, mediterrane Gewürze, weißer Tee und eine gute Säure mit Zug und Druck malen hier eine neue Roséwein-Dimension ins Glas. Fein, ein wenig wild, vielschichtig und mit permanenten Veränderungen in Duft und Geschmack zeigt er, was ein über sieben Monate auf der Feinhefe gelegener Rosé alles kann.

Fein, ein wenig wild und vielschichtig – eine neue Roséwein-Dimension im Glas.

Ein ausdrucksstarker Gastronomie-Rosé, kein simpler Terrassenwein. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu mediterranen Gemüsegerichten und Tapas sowie zu mild-würziger Küche.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Höhenlagen vor der Sierra Cantabria
Klassifikation: DOCa Rioja rosado, Tempranillo (trocken); nur 898 Flaschen
Ausbau: Tempranillo-Rosé; über 7 Monate auf der Feinhefe; handwerklich, minimale Intervention

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