Meine Ansichten über kalifornische Weine: Teil 2.

Meine Ansichten über kalifornische Weine. Teil 2: auf den Spuren von „Sideways“

SunstoneEinfahrt

SunstoneReben

Die Gegend von Santa Barbara, die Santa Yanes Mountains sowie das Städtchen Solvag sind durch den Film „Sideways“ bekannt. Dort haben wir zwei Weingüter aufgesucht: Sunstone Vineyard & Winery und Foley Estate. Die Weingüter in dieser Gegend sind relativ klein und meist sind es Familienbetriebe.

SunstoneWeingarten

Das Sunstone-Anwesen erinnert an die kleinen Weingüter in der Provance. Der Degustationsraum ist schlicht gestaltet: Holz, Stein, eine kleine Küche; neben den Weinen kann man auch diverse Öle und Balsamicos verkosten. Die Angestellte hat sich für uns, wie auch für andere Gäste, viel Zeit genommen.

SunstoneGebäude

Das Weingut bewirtschaftet 52ha, davon werden 25ha mit Reben bestockt, davon 40% mit Merlot und der ist wirklich gut gemacht. Der 2011 Merlot Reserve (14,5% Alk.) hat Aromen von Pfeffer, Thymian, schwarzem Tee, dunklen Kirschen, im Abgang auch etwas Karamell, dezenter Rauch; das Holz ist gut eingebunden, nicht aufdringlich. Er hat mir sehr gut gefallen, allerdings der verlangte Preis von 58 Dollar ist übertrieben.

SunstoneFässerundCo

Auch die anderen Weine sind gut gemacht: 2013er Sauvignon Blanc mit 14,4% Alk. ist ungewöhnlich mild und süffig; die 2012er Pinot Noir und 2012er Syrah schmecken auch; der 2012er Grenache Blanc (13,8% Alk.) ist verhalten in der Nase; dezent ist der 30% Holzeinsatz zu spüren, sonst etwas Limettenschale, Grapefruit, ein wenig Honig und Würze. Nett.

SunstoneHof

Der 2012er Chardonnay wird zu je 50% in gebrauchten, französischen Eichenfässern und Stahltanks ausgebaut; angenehme Frucht, etwas Buttriges, nicht zu fett, dezente Süße im Abgang. Die Preise sind zwar etwas zu hoch, aber die späteren „Trinkerfahrungen“ zeigten, dass die im Vergleich doch angemessen war. Auf jeden Fall ist ein Besuch auf Sunstone zu empfehlen.

SunstoneFlaschen

Im Gegensatz zu Sunstone wurden wir in Foley Estate sehr schnell abgefertigt; ich hatte den Eindruck, ein potenzieller Kunde störte die Angestellten. Nichts desto trotz waren die minimalistisch eingeschenkten Weine sehr gut: der 2012er Steel Chardonnay (13,9% Alk.) schmeckte mineralisch, frisch, schlank.

Foley

FoleyGebäude

FoleyUmbebung1

2011er Santa Rita Hills Chardonnay ist trotz Holzausbau schlank; weiße Blüten, grüner Apfel, etwas Banane, Melone, Honig, Brioche. Der Preis von 30 Dollar ist ok.

FoleyUmbebung

FoleyVerkostungsraum

2010er Foley Chardonnay, Barrel Select (14,3% Alk.): das ganze Lesegut wurde 20 Monate lang in neuer französischer Eiche ausgebaut; frisch, würzig, etwas Vanille, Backwürze, ziemlich üppig.

2011er Foley Pinot Noir JA Ranch (14,1% Alk.): dunkle Beeren, etwas Vanille, Gewürze, Zimt, zartbittere Schokolade, elegant und schlank. Diesen Stil mag ich. 55 Dollar.

2011er Foley Pinot Noir T Anchor Ranch; Klon von Pommard Pinot Noir: floral und würzig, Erd- und Blaubeere, Teer, etwas Leder; ein Tick zu viel Holz. 55 Dollar.

2011er Santa Rita Hills Syrah (13,7% Alk.): zuerst Brett, dann schlank; Schokolade, geräucherter Speck. Laut meinen Notizen hat er mir gut gefallen. Schade nur, dass die Angestellten keine Lust hatten ihren Job auszuüben.

FoleySyrah

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Rebsorten

Tamashi der Wein zum Sushi

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Tamashi ist der Wein zum Sushi – eine Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling bringt Frucht, Klarheit, Finesse und Spiel hinein, der Grauburgunder komplettiert den Wein mit viel Schmelz, zarter Rundheit und einer tollen Länge.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ausdrucksstarke, klare Weine. Tamashi wurde gezielt als Speisenbegleiter zu Sushi konzipiert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling steuert klare Frucht, Finesse und ein lebendiges Säurespiel bei, der Grauburgunder Schmelz, Rundheit und Länge. So entsteht ein fruchtbetonter, saftiger Weißwein, der die feinen Aromen von Sushi und Sashimi gut aufnimmt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Frucht nach Apfel, Pfirsich und Zitrus. Am Gaumen saftig, mit Frucht und feinem Säurespiel vom Riesling sowie dem cremigen Schmelz des Grauburgunders; runder, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Passt zu: Sushi und Sashimi, asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Riesling & Grauburgunder
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Weinviertel · Chardonnay

Chardonnay Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass Biodynamie (AT-BIO-402) 2023

Der Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Chardonnay aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Konsistente Struktur und fein eingebundene Gerbstoffe.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Wein durch die subtile Oxidation an Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2023 – Weinviertel

Der Jahrgang 2023 bringt im Horizont Chardonnay einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Salzigkeit, Struktur und Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Chardonnay zeichnet sich durch seine konsistente Struktur und die feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen zeigt er Anklänge von getrockneter Banane, Ananas, Kräutern und mineralischer Salzigkeit.

Konsistente Struktur und feine Gerbstoffe – getrocknete Banane, Ananas, Kräuter und mineralische Salzigkeit.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu cremigen Risotti und Pasta sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Chardonnay (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar); biodynamisch

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Rebsorten

Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022

Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay

Chardonnay Mâcon-Pierreclos AOC Mâconnais 2022 Tank & Fass je 50 %

Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.


En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.

Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.

Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.

Im Glas

Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.

Großer Chardonnay braucht keinen Grand-Cru-Status – präzise, salzig und voller Spannung.

Schon jung zugänglich, über Jahre lagerfähig (etwa 2024–2033). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse oder eine feine Gemüseküche. Ein vielseitiger, animierender Speisebegleiter.


Lage: Mâcon-Pierreclos, Lage Chavigne (Mâconnais); Kalk-Ton-Untergrund
Klassifikation: Mâcon-Pierreclos AOC
Ausbau: Chardonnay; je 50 % Edelstahltank und Fass, Coquard-Presse

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Spanien

Vega Sicilia Unico 2012

Rotwein · Ribera del Duero · Tinto Fino & Cabernet Sauvignon

95% Tinto Fino · 5% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero 2012 ~10 Jahre Holz & Flasche 88.188 Flaschen

Der Vega Sicilia Único 2012 ist der Spitzenwein des gleichnamigen Guts in der Ribera del Duero – eine spanische Weinlegende. Eine Cuvée aus 95% Tinto Fino (Tempranillo) und 5% Cabernet Sauvignon, gereift rund zehn Jahre in Holz und Flasche. Der Jahrgang 2012 zeigt sich konzentriert, saftig und seidig gezeichnet.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt 2012 bei rund 36 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Für den Único werden rund 40 Hektar genutzt. Der Ertrag bleibt mit etwa 24,5–25,9 Hektoliter pro Hektar streng begrenzt, was Konzentration und Tiefe der Trauben sichert.

Jahrgang 2012 – Ribera del Duero

Auf einen eher trockenen Winter folgte ein Frühjahr mit moderaten Temperaturen und reichlich Niederschlag – rund 71 Liter fielen im April während des Austriebs, bis in den frühen Mai. Danach stiegen die Temperaturen deutlich und erreichten Ende Juni bis zu 42 °C. Spätfröste blieben aus, sodass sich die Reben regelmäßig entwickeln konnten.

Der Sommer war sehr trocken: im Juli kein Regen, im August nur 0,5 Liter, bei durchgehend hohen Temperaturen. Erst Niederschläge Ende September sicherten eine gelungene Reife. Gelesen wurde von 19. September bis 10. Oktober. Das Ergebnis: gesunde Trauben, dichte Farbe und sehr reife, lagerfähige Tannine – ein exzellenter Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95% Tinto Fino und 5% Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2012, mit 14,5 % vol.

Der Ausbau folgt dem Vega-Sicilia-Prinzip: insgesamt rund zehn Jahre in Holz und Flasche – einer der längsten Reifeprozesse der Weinwelt. Verwendet werden neue und gebrauchte 225-Liter-Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche sowie 22.000-Liter-Holztanks, gefolgt von langer Flaschenreife. Abgefüllt im Juni 2018. Die Auflage umfasst 88.188 Bordeaux-Flaschen, dazu 3.537 Magnum, 328 Doppelmagnum, 55 Imperial und 5 Salmanazar.

Im Glas

Ein Wein, der Zeit und Luft braucht: nach dem Öffnen wirkt er zunächst verschlossen, daher dekantieren. Aus einem anfangs subtilen Kellerton entwickelt sich eine feingliedrige Frucht nach dunklen Waldbeeren, unterlegt von Erd-, Würz- und Barriquetönen. Am Gaumen wie flüssige Seide, mit langem, druckvollem Abgang.

Am Gaumen wie flüssige Seide, der Abgang lang und voller Druck – ein gereifter Ribera der absoluten Spitze.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung (12–14 °C) aber über Jahrzehnte haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 95% Tinto Fino, 5% Cabernet Sauvignon; ~10 Jahre Holz (225-l-Barrique + 22.000-l-Holztank) und Flasche, abgefüllt Juni 2018

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Weine

Hermann Ludes Mosel Riesling

Weißwein · Mosel · Riesling (feinherb)

Riesling Mosel · Thörnich feinherb 10 % vol Schieferböden

Der Mosel Riesling feinherb von Hermann Ludes ist der süffige, saftige Basis-Riesling des Guts – steinig, intensiv und von makelloser Frische. Ein Paradebeispiel für einen authentischen Mosel-Riesling, wie er sein sollte.


Mosel-Riesling – Steillagen rund um Thörnich

Es wird Zeit, mehr Werbung für die herausragenden Mosel-Rieslinge zu machen, die quasi um die Ecke wachsen. Was hier in mühevoller Handarbeit und in respekteinflößenden Steillagen den Schieferböden abgerungen wird, ist spektakulär lecker, unfassbar lagerfähig – und sollte von mehr Menschen wahrgenommen werden.

Der Basis-Riesling stammt aus Weinbergen der Gemarkung Thörnich und der Steillage Ritsch – Riesling von den typischen Schieferböden der Mittelmosel.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling von der Mosel, feinherb ausgebaut, mit gerade einmal 10 % Alkohol – damit angenehm leicht.

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung. Wie alle Ludes-Weine profitiert auch dieser stark von Luft: am besten einige Stunden, besser noch ein paar Tage vor dem Genuss öffnen.

Im Glas

Süffig, saftig, weinig und intensiv, mit makelloser Frische. Die vorhandene Restsüße wirkt durch die tragende Säurestruktur frisch und transparent – fast knackig, immer steinig und deutlich nach den Schieferböden der Mosel schmeckend. Leicht und animierend, ein perfekt gemachter Alltags-Riesling von echter Herkunft.

Steinig, knackig und makellos frisch – ein authentischer Mosel-Riesling, wie er sein sollte.

Vor dem Genuss unbedingt einige Stunden, besser ein paar Tage belüften. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Vielseitig zu hellem Fleisch, Fisch, würziger asiatischer Küche oder mild-würzigem Käse. Ebenso ein süffiger Aperitif.


Lage: Mosel (Gemarkung Thörnich, Steillage Ritsch); Schieferböden
Klassifikation: Mosel Riesling, feinherb
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung; 10 % vol

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Weine

Bret Brothers Mâcon Blanc 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon Blanc ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem südlichen Burgund. Die Reben wachsen auf einem ein Hektar großen Flurstück auf 220 Metern Höhe, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon, auf Ton- und Kalksteinböden. Die Ost- und Südostausrichtung sorgt für gleichmäßige Reife. Im Glas ein tiefer, mineralischer Chardonnay mit samtiger Textur.


Mâconnais

Das Flurstück liegt auf 220 Metern Höhe im Mâconnais, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon. Ton- und Kalksteinformationen bilden den Untergrund, durch den sich die Wurzeln arbeiten müssen, und prägen Tiefe und Komplexität des Weins. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese kommt ein schonendes Ganzbeer-Pressverfahren zum Einsatz. Vinifikation und Reifung erfolgen zu 100 % in 228-Liter-Eichenfässern über elf Monate, was dem Wein eine subtile Holznote und eine samtige Textur gibt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Salz, frische Zitrus und ein Hauch Brioche, getragen von einer feinen Holznote. Am Gaumen frisch und straff, mit knackiger Säure und einer klaren, kargen Mineralität. Der Abgang ist lang und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung zugänglich, mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Hartkäse.


Lage: Mâconnais, 220 m, Ton-/Kalksteinböden, Ost-/Südostlage
Klassifikation: Mâcon AOC
Ausbau: Ganzbeerpressung, 100 % Barrique (228 l), 11 Monate

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Frankreich

Bessin-Tremblay Chablis 2023

Weißwein · Chablis · Chardonnay

Chardonnay Chablis AOC 2023 Reben bis 80 Jahre dezenter Holzausbau

Der Chablis 2023 der Domaine Bessin-Tremblay ist ein saftiger, mineralischer Chardonnay aus dem nördlichen Burgund. Die Trauben stammen von einer Parzelle mit bis zu 80 Jahre alten Reben – das gibt dem Wein Dichte und Tiefe, die deutlich über das übliche Niveau dieser Appellation hinausgehen. Der Jahrgang 2023 bringt reife Frucht und straffe Säure zusammen.


Chablis – Chardonnay aus alten Reben am Serein

Chablis liegt im nördlichen Burgund im Arrondissement Auxerre, geformt vom Fluss Serein, und ist von Champagne, Sancerre und der Côte d'Or jeweils etwa gleich weit entfernt. Das kontinentale Klima mit kalten Wintern und das Risiko von Spätfrösten prägen den Charakter; angebaut wird ausschließlich Chardonnay, der durch die kühlen Bedingungen seine markante Säure und Langlebigkeit behält.

Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium – die Bodenformation, die den Chablis seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Frucht für diesen Wein kommt von einer Parzelle mit Reben von bis zu 80 Jahren; das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert konzentrierte, klar gezeichnete Trauben.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der Region zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und selektiert.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau auf der Feinhefe mit nur dezentem Holzanteil, sodass Frucht und Mineralität im Vordergrund bleiben. Die Weinberge werden naturnah nach Lutte raisonnée bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase gelbe und weiße Früchte, vor allem Zitrus, dazu eine feine Holznote im Hintergrund. Am Gaumen dicht, kristallklar und mineralisch, mit Zug und einem geradlinigen, salzigen Abgang.

Ein Chablis, der zeigt, wie wenig die guten Lagen mit Massenware desselben Namens zu tun haben: dicht, kristallklar, voller Energie.

Jung schon zugän

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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Vide Bourse 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Vide-Bourse Côte de Beaune Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Vide-Bourse 1er Cru 2023 ist ein prachtvoller, kräftiger, fast barocker Chardonnay aus einer winzigen Parzelle unterhalb von Bâtard-Montrachet – dicht, druckvoll und mit großem Lagerpotenzial.


Vide-Bourse – unterhalb von Bâtard-Montrachet

Vide-Bourse ist ein herausragender Premier Cru am südöstlichen Rand von Chassagne-Montrachet, direkt unterhalb des berühmten Grand Cru Bâtard-Montrachet an der Grenze zu Puligny. Die Lage ist fast ausschließlich mit Chardonnay bestockt; die tonig-kalkigen, gut drainierten Böden bringen prachtvolle, kräftige, fast schon barocke Weine mit großem Lagerpotenzial hervor – eine Stilistik zwischen der Brillanz von Puligny und der Fülle von Chassagne.

Der Vide-Bourse von Thomas Morey stammt aus einer nur 0,20 Hektar kleinen Parzelle mit über siebzig Jahre altem Rebbestand. Das geringe Ertragsniveau der alten Reben liefert Konzentration und Tiefe.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage – in klassischen 350-Liter-Fässern über 16 bis 18 Monate. Der Neuholzanteil beträgt rund 20 %; geschwefelt wird minimal. Eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Maskuline Kraft und Dichte treffen auf ein packendes Säurespiel, eine faszinierende Textur, Druck und einen delikaten Nachhall. Ein kräftiger, vielschichtiger Chassagne mit der Fülle, die ihm die Nähe zu Bâtard-Montrachet schenkt – getragen von präziser Mineralität.

Kraft, Dichte und Druck, ausbalanciert von packender Säure – Vide-Bourse zeigt die barocke Seite von Chassagne in Thomas Moreys präziser Handschrift.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer und Langustinen, zu Jakobsmuscheln, zu Bresse-Geflügel oder Kalbsbries in Rahmsauce sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Vide-Bourse, Côte de Beaune (Frankreich); südöstlich unterhalb von Bâtard-Montrachet, tonig-kalkige, gut drainierte Böden; Parzelle 0,20 ha, Reben 70+ Jahre
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, 350-L-Fässer, 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; minimaler Schwefel; Bio

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