Leoville du Marquis de Las Cases 1981 – Saint-Julien – Bordeaux – Frankreich

Leoville du Marquis de Las Cases 1981 – Saint-Julien – Bordeaux – Frankreich

Ob es an der Flasche oder an dem Jahrgang lag, ist im Nachhinein leider nicht mehr feststellbar, da weitere Flaschen spontan zur Gegenkontrolle leider nicht mehr zur Verfügung standen.

Tatsache bleibt leider nur, dass dieser 1981er Leoville Las Cases leider komplett das Zeitliche gesegnet hat. Ein trauriges und trübes Nass mit einem oxidierten Duft nach Verwesung lädt weder zum Trinken noch zum Genuss ein. Schade, denn normalerweise ist dieses Château eine wahre Geschmacksbank und gehört zu den wahren Rotwein Giganten mit dem besten Lagerpotenzial des gesamten Bordelais.

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Länder/Regionen

Cave d l´Abbé Banyuls 3 ans

Süßwein · Banyuls · Vin Doux Naturel · Roussillon

Cave de l'Abbé Banyuls 3 ans ist ein roter Vin Doux Naturel – ein Likörwein – aus dem Roussillon im Süden Frankreichs. Er wächst an den steilen Schieferhängen rund um Banyuls-sur-Mer, überwiegend aus Grenache. Durch Zugabe von Alkohol während der Gärung bleiben natürlicher Zucker und Traubenaroma erhalten. Anschließend reift er drei Jahre im Eichenfass.


Banyuls

Banyuls liegt an der Mittelmeerküste des Roussillon, an steilen Terrassen rund um Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze. Auf den kargen, trockenen Schieferböden wächst vor allem Grenache mit extrem geringen Erträgen. Sonne, Wind und Meeresnähe prägen den konzentrierten Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Grenache. Die fast rosinierten Trauben werden vergoren, dann wird die Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage) – so bleiben der natürliche Zucker und das Traubenaroma erhalten. Es folgt eine dreijährige Reifung im Eichenfass.

Im Glas

Tiefes, granatrotes Bild. In der Nase reife dunkle Frucht, Dörrpflaume und Rosine, dazu Kakao und feine Holzwürze aus der Fassreife. Am Gaumen süß, vollmundig und konzentriert, mit weicher Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren, als Dessertwein oder Digestif. Durch den hohen Zucker bleibt er auch nach dem Öffnen länger haltbar.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Blauschimmelkäse und Trockenfrüchte.


Lage: Banyuls-sur-Mer, Roussillon; Schieferterrassen
Klassifikation: Banyuls AOC – Vin Doux Naturel
Ausbau: Mutage mit Alkohol, 3 Jahre Eichenfass

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Rebsorten

Metzger Blanc de Noir -B-

Weißwein · Blanc de Noir · Pfalz · Deutschland

Metzger Blanc de Noir -B- ist ein Weißwein aus roten Trauben aus der Pfalz. Die schonende Pressung der ganzen Trauben ermöglicht es, einen hellen Wein aus roten Trauben zu gewinnen. Er duftet leicht nach Erdbeeren und Spargel mit einer pfeffrigen Note.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier durch schonende Pressung ein heller, fruchtbetonter Blanc de Noir.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein wird aus roten Trauben gewonnen: Eine schonende Pressung der ganzen Trauben verhindert die Farbabgabe der Schalen, sodass ein heller Wein entsteht. Der Ausbau bewahrt die feine, fruchtbetonte Aromatik.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase leicht nach Erdbeeren und Spargel, mit einer pfeffrigen Note. Am Gaumen frisch und fruchtbetont, mit klarer Struktur. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Spargel, Fisch, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Blanc de Noir)
Ausbau: aus roten Trauben, schonende Ganztraubenpressung

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Weine

Anne Gros Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022

Rotwein · Clos Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos Vougeot · Grand Cru Lieu-dit Le Grand Maupertui · 0,93 ha 2022 Zementei + Barrique, 40% neu

Der Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022 der Domaine Anne Gros stammt aus einer nur 0,93 Hektar großen Parzelle im oberen Teil des Clos de Vougeot, direkt unterhalb von Grands Echézeaux. Ein reinsortiger Pinot Noir von Kraft und Fülle, in der Jugend zurückhaltend, mit den Jahren samtig und vielschichtig.


Le Grand Maupertui – im oberen Clos de Vougeot

Le Grand Maupertui liegt im oberen, qualitativ besten Teil des Clos de Vougeot, unmittelbar unterhalb der Grand-Cru-Lage Grands Echézeaux. Die 0,93 Hektar wurden bereits 1905 bepflanzt und sind durch regelmäßige Nachpflanzung im Schnitt rund 70 Jahre alt. Der Name geht auf die Mönche von Cîteaux zurück und verweist wohl auf eine sanfte Mulde im Gelände.

Der Boden ist tief und lehmig, durchzogen von großen Steinen; die leichte Hangneigung sorgt für gute natürliche Entwässerung, die umgebende Mauer des Clos schützt vor Erosion. Die Parzelle ist ein Familienerbe – Louis Gros vermachte sie seinem Sohn François.

Der Clos de Vougeot wurde im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt und 1937 als Grand Cru klassifiziert. Mit rund 50 Hektar ist er nach Corton der zweitgrößte Grand Cru der Côte d'Or, aufgeteilt in 18 Lieux-dits und über 80 Eigentümer. Das Terroir ist uneinheitlich; die oberen, ostexponierten Hänge mit kiesigem Kalkstein gelten als die besten – hier liegt Le Grand Maupertui.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der der Kraft des Maupertui Struktur und Tiefe verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, in mehreren Durchgängen von Hand selektiv gelesen.

Vergärung im Zementei, anschließend Ausbau über mehr als ein Jahr in Barriques aus französischer Eiche, davon 40% neu. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase reife Kirschen, Pflaumen und schwarze Johannisbeeren, dazu Gewürze wie Pfeffer, Nelke und Muskatnuss. Am Gaumen samtig, leuchtend und intensiv, mit Kraft, Fülle und langem Nachhall. Jung wirkt der Wein noch verschlossen.

Kraft und Fülle, samtig und leuchtend – ein Pinot Noir aus dem oberen Clos de Vougeot mit langem Nachhall.

In der Jugend zurückhaltend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Le Grand Maupertui (Lieu-dit), Clos de Vougeot; tiefer Lehmboden mit großen Steinen, 0,93 ha
Klassifikation: Clos de Vougeot Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Gärung im Zementei, über 1 Jahr Barrique (40% neu); naturnahe Bewirtschaftung

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Genevrières 1er Cru 2021

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Genevrières Latour-Giraud: größter Besitzer (~2,5 ha) 11–12 Monate Holz · ~25% neu 2021

Der Meursault Genevrières 1er Cru 2021 der Domaine Latour-Giraud ist ein reicher, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der größten Lagen von Meursault. Mit rund 2,5 Hektar ist Latour-Giraud der größte Besitzer dieses Premier Cru – Genevrières ist das Aushängeschild des Guts.


Les Genevrières – Toplage von Meursault

Les Genevrières zählt – gemeinsam mit Les Perrières und Les Charmes – zu den besten Premier Crus von Meursault. Die Lage am Mittelhang auf kalkhaltigem Boden bringt Weine hervor, die Fülle mit feiner Mineralität und floraler Eleganz verbinden und hervorragend reifen.

Die Domaine Latour-Giraud bewirtschaftet hier rund 2,5 Hektar und ist damit der größte Eigentümer von Genevrières. Das Gut arbeitet im Weinberg organisch und gilt als eine der Referenzadressen von Meursault.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der Fülle und Mineralität dieses Genevrières besonders fein und präzise zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Die ganzen Trauben werden gepresst, im Fass vergoren und rund 11 bis 12 Monate im Eichenfass ausgebaut, davon etwa 25 % neues Holz – auf Reichtum, Reinheit und Eleganz mit frischem Finale ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von Pfirsich, Mirabelle, Akazie und Zitrus, dazu Feuerstein und ein Hauch exotischer Tee. Am Gaumen reich und vielschichtig, zugleich mineralisch und straff, getragen von lebhafter, gut eingebundener Säure und einem langen Abgang.

Pfirsich, Mirabelle und Feuerstein über reicher, zugleich straffer Mineralität – vielschichtig und sehr lang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Hummer und Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Genevrières (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Mittelhang, kalkhaltig; Latour-Giraud ~2,5 ha (größter Besitzer)
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, Fassgärung, 11–12 Monate Holz (~25% neu)

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Schaumweine

Krug Champagner Grande Cuvée Brut ED 173

Champagner · Krug · Multi-Vintage Brut

44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier Über 250 Parzellen der Champagne 173ème Édition Basisjahrgang 2017 150 Weine · 13 Jahrgänge 31 % Reserveweine Brut · 4 g/l

Der Krug Grande Cuvée 173ème Édition Brut ist die aktuelle Auflage der Cuvée, mit der Joseph Krug 1843 sein Haus begründete: ein Champagner, der nicht vom Jahrgang abhängen soll. Die 173. Édition versammelt 150 einzeln vinifizierte Weine aus 13 Jahrgängen um den Basisjahrgang 2017, der älteste Reservewein stammt aus 2001. Gerade dieser schwierige Basisjahrgang macht die Édition zum Lehrstück über den Sinn einer Reserveweinbibliothek.


Über 250 Parzellen – die Champagne als Mosaik

Krug arbeitet nicht mit einer Einzellage, sondern mit einem Bestand von über 250 Parzellen quer durch die Champagne. Jede wird getrennt gelesen und getrennt vergoren, jede bleibt bis zur Assemblage ein eigener Wein. Die Basis liefern die Kreideböden der Côte des Blancs mit ihrer Belemnitenkreide für Chardonnay, die kalkreichen Hänge der Montagne de Reims für Pinot Noir und die schwereren Ton- und Mergelböden des Marnetals für Meunier. Etwa ein Fünftel der Trauben stammt aus eigenen Weinbergen, den Rest liefern rund 100 Partnerwinzer, viele davon seit mehreren Generationen.

Zum Eigenbesitz gehören zwei ummauerte Parzellen, die sonst als eigenständige Champagner gefüllt werden: der Clos du Mesnil mit 1,84 Hektar Chardonnay in Le Mesnil-sur-Oger und der Clos d'Ambonnay mit 0,68 Hektar Pinot Noir. Ihre Existenz erklärt die Betriebslogik: Krug beurteilt Wein grundsätzlich parzellengenau, nicht dorf- oder rebsortenweise – die Grande Cuvée ist deshalb keine Verschnittware, sondern die bewusst gebaute Summe aus vielen kleinen, einzeln bewerteten Herkünften.

Diese Struktur ist der Grund, warum das Haus überhaupt jahrgangsunabhängig arbeiten kann. Aus jeder Ernte werden mehrere Hundert Grundweine gewonnen; was nicht in die aktuelle Assemblage geht, wandert in die Reservebibliothek von rund 150 Weinen aus zehn bis fünfzehn Jahrgängen. Diese Bibliothek ist das eigentliche Kapital des Hauses – ein Vorrat an fertigen Bausteinen für Jahre, in denen die Ernte allein nicht ausreicht.

Basisjahrgang 2017 – Champagne

Auf einen milden, ungewöhnlich trockenen Winter folgte ein früher Austrieb – und darauf die Aprilfröste, die in der Champagne rund 22.000 Hektar trafen. Warme Wochen im Mai und Juni holten den Vegetationsvorsprung zurück und ließen eine frühe Lese erwarten. Dann kippte das Wetter: Der Juli brachte die höchsten Niederschläge seit 2001, der Regen setzte sich in den September fort. Auf den durchnässten Böden baute sich massiver Fäulnisdruck auf, der Pinot Noir und Meunier härter traf als Chardonnay.

Die Lese begann außergewöhnlich früh, in Montgueux bereits am 26. August, und wurde für jeden Betrieb zur Abwägung zwischen weiterer Reife und fortschreitender Fäulnis. Entscheidend war die Triage. Bei Krug wurden nach Angaben des Hauses rund 20 Prozent der Ernte ausgesondert und aus der Cuvée genommen, weil sie den eigenen Maßstäben nicht genügten. Was blieb, war gesund, aber im Ansatz rustikal und strukturell knapp – ein Jahr, das für sich allein keinen Krug ergeben hätte. Genau dafür existiert die Reserve: Pinot Noirs aus den frühen 2000er Jahren steuern Reife und Gewicht bei, Chardonnays aus 2008 und 2014 die Feinzeichnung. Der Anteil der Reserveweine liegt in dieser Édition bei 31 Prozent.

Assemblage und Ausbau

Die 173ème Édition besteht aus 44 % Pinot Noir, 34 % Chardonnay und 22 % Meunier, assembliert aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen mit Basis 2017 und einem ältesten Bestandteil aus 2001. Die erste Gärung läuft parzellenweise in kleinen 205-Liter-Eichenfässern, die durchweg gebraucht und im Schnitt über zwei Jahrzehnte alt sind: Sie liefern keine Holznoten, sondern einen kontrollierten, minimalen Sauerstoffzutritt. Nach wenigen Monaten wechseln die Weine in Edelstahl, wo die Reserven kühl und geschützt weiterlagern.

Nach der zweiten Gärung in der Flasche reift die Cuvée rund sieben Jahre auf der Hefe in den Kellern von Reims. Degorgiert wurde diese Auflage im Januar 2025, die Dosage liegt bei 4 g/l und damit im unteren Brut-Bereich – bei diesem Reifegrad genügt sie, um die Säure zu fassen, ohne Süße beizusteuern. Vor der Freigabe ruht der Champagner noch einige Monate im Keller. Vom ältesten Reservewein bis zur Auslieferung liegen damit über zwanzig Jahre. Die sechsstellige Krug iD auf dem Rückenetikett erschließt Degorgierdatum und Zusammensetzung der jeweiligen Flasche.

Im Glas

Helles Strohgold mit feiner, ausdauernder Perlage. Die Nase ist druckvoll und breit gefächert: Toast und Brioche, Steinobst, Zitronencreme, Vanille, dazu Verbene, geröstete Nüsse und ein Anflug von Karamell. Am Gaumen cremig und geschichtet, mit Pfirsich in Sirup und reifer Zitrusfrucht im Kern, getragen von einer salzig-kreidigen Ader, die den Abgang lang und zugleich straff hält.

31 Prozent Reserveweine sind hier keine Stilfrage, sondern die Antwort auf einen Jahrgang, der allein nicht getragen hätte.

Trinkfertig ab sofort und über viele Jahre haltbar; Rückstellungen früherer Éditionen zeigen, dass sich der Charakter nach zehn bis fünfzehn Jahren Flaschenreife von Patisserie in Richtung Nuss, Trockenfrucht und Pilz verschiebt. Bei 9–12 °C in großen Weißweingläsern servieren, nicht in der Flöte und nicht zu kalt – bei 6 °C bleibt die Aromatik verschlossen. Der Champagner entwickelt sich im Glas über eine halbe Stunde deutlich weiter.

Am Tisch

Als Aperitif ohne Begleitung, oder zu Kaviar, Austern, Langustinen und Jakobsmuscheln. Zu gebratenem Steinbutt mit Beurre blanc, zu Bresse-Poularde mit Rahmsauce, zu Risotto mit weißem Trüffel. Ebenso zu gereiftem Comté oder altem Gouda, deren Kristalle die Hefereife aufgreifen. Wer ihn zum Essen stellt, sollte ihn wie einen Weißwein behandeln – dafür hat er Körper genug.


Produzent Champagne Krug, Reims
Rebsorte 44 % Pinot Noir · 34 % Chardonnay · 22 % Meunier
Lage Über 250 Parzellen der Champagne; eigene Clos du Mesnil (1,84 ha) und Clos d'Ambonnay (0,68 ha)
Klassifikation AOC Champagne, Brut, Multi-Vintage
Jahrgang Basisjahrgang 2017 · Reserveweine zurück bis 2001
Vinifikation Parzellenweise Vinifikation · erste Gärung in gebrauchten 205-Liter-Eichenfässern
Ausbau Assemblage aus 150 Weinen aus 13 Jahrgängen · 31 % Reserveweine · rund 7 Jahre Hefelager
Dosage Brut · 4 g/l
Trinkreife 2026–2040
Édition 173ème Édition
Degorgierung Januar 2025
Rückverfolgung Krug iD auf dem Rückenetikett

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett # 03 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Spanien

Hika Txinpart Txakoli Sparkling Extra Brut

Schaumwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Villabona, Oria-Tal Traditionelle Flaschengärung 26 Monate Hefereife Extra Brut

Hika Txinpart Extra Brut ist ein Txakoli-Schaumwein in traditioneller Flaschengärung aus der Bodega Hika im baskischen Villabona. Reinsortiger Hondarrabi Zuri, nach der klassischen Methode versektet und über zwei Jahre auf der Hefe gereift. „Txinpart" heißt auf Baskisch Funke – der Name steht für die feine Perlage dieses Extra Brut.


Villabona – Reben im Oria-Tal

Bodega Hika liegt im Oria-Tal bei Villabona in Gipuzkoa, mit Blick auf den Berg Ernio. Das junge Boutique-Weingut bewirtschaftet rund sieben Hektar Reben in der D.O. Getariako Txakolina und ist an das Restaurant Hika by Roberto Ruiz angeschlossen.

Die Weine des Hauses sind mehrfach ausgezeichnet – James Suckling, Decanter Silber, Guía Peñín. Für Txinpart wird ausschließlich Hondarrabi Zuri verwendet, die autochthone Weißweintraube des Baskenlands.

Assemblage und Ausbau

Txinpart ist ein reinsortiger Hondarrabi Zuri, versektet nach der traditionellen Methode mit Flaschengärung wie in der Champagne.

Der Grundwein reift zunächst 14 Monate auf der Feinhefe im Tank. Danach folgt die zweite Gärung in der Flasche über 12 Monate bei 16 °C – zusammen rund 26 Monate Hefereife. Gerüttelt wird von Hand, die Dosage ist auf Extra Brut eingestellt.

Im Glas

Strohgelb mit klaren, grünlichen Reflexen und feiner, anhaltender Perlage. In der Nase weißes Steinobst und Birne, dazu salzige Anklänge und eine feine Brioche-Note aus der Hefereife. Am Gaumen frisch im Antrunk, mit gut eingebundenem Mousseux, Volumen und Struktur.

Zwei Jahre auf der Hefe geben dem Txinpart Brioche und Struktur, ohne die salzige Frische des baskischen Txakoli zu überdecken.

Gut gekühlt bei 6 bis 8 °C servieren. Der Extra Brut trägt vom Aperitif bis durch ein ganzes Menü.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Aperitif, Austern, Meeresfrüchte und gegrillter Fisch. Durch Struktur und Hefereife trägt der Extra Brut auch reichere Vorspeisen und Frittiertes.


Produzent Bodega Hika, Villabona (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Villabona, Oria-Tal (Gipuzkoa, Baskenland)
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Traditionelle Flaschengärung · 14 Monate Feinhefe im Tank · zweite Gärung 12 Monate bei 16 °C
Ausbau 26 Monate auf der Hefe · manuelles Rütteln
Dosage Extra Brut
Trinktemperatur 6–8 °C

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Weine

Le Moine Morey St. Denis Reserve MS 1er Cru 2015 Magnum

Rotwein · Morey-Saint-Denis 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Morey-Saint-Denis 1er Cru Réserve MS Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert Magnum (1,5 l) · 2015

Der Le Moine Morey-Saint-Denis Réserve MS 1er Cru 2015 in der Magnum ist eine rare Premier-Cru-Cuvée des Beauner Micro-Négoce – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir aus einem großen Jahrgang. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Im Magnum-Format für die lange Reife.


Morey-Saint-Denis 1er Cru – zwischen Gevrey und Chambolle

Morey-Saint-Denis liegt in der Côte de Nuits zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny und verbindet die Stile beider Nachbarn: die Struktur und Kraft des einen mit der Finesse und Aromatik des anderen. Die ton-kalkigen Böden bringen tiefe, würzige und langlebige Pinot Noirs hervor. „Réserve MS" ist eine eigenständige Premier-Cru-Cuvée von Lucien Le Moine.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer 1er Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren – in winziger Stückzahl, hier im Magnum-Format für die ganz lange Reife abgefüllt.

Jahrgang 2015 – Côte de Nuits

2015 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer strukturreichen Lage wie Morey und im Magnum-Format ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2015, Morey-Saint-Denis Réserve MS 1er Cru, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Aus den ton-kalkigen Böden von Morey-Saint-Denis und dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Premier Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze ein. Am Gaumen kraftvoll und vielschichtig, mit samtigem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Morey-Saint-Denis 1er Cru „Réserve MS", Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny, ton-kalkige Böden
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); Magnum (1,5 l)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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