Mugaritz – Errenteria – Spanien

Mugaritz – Errenteria – Spanien
Die kulinarische Evolution bleibt im Mugaritz nicht stehen. Nichts ist hier so wie es einmal war, und der Gast wird hier gefordert, provoziert und zum Denken über das, was er gerade verspeist hat, angeregt. Vollkommen Ungewohntes gelangt hier in den Mund und es entwickelt sich nach und nach der Eindruck, dass Gewürze und Salz sehr rudimentär bis überhaupt nicht zum Einsatz kommen.

Die erste Provokation…  der mit Carabinierocreme gefüllte Hahnenkamm. Wie eine extrem intensive Schweineschwarte mit klaren Schalentiermerkmalen verwundert diese kleine Vorspeise visuell wie auch geschmacklich. Die folgende Nusstortilla ist klein, mächtig und bietet einen phänomenalen Nachhall. Die folgenden geräucherten Meerestiere wirken daraufhin profan und auch in ihrer Konsistenz andersartig; spannend ist dabei aber der sehr lange Nachgeschmack, der sich auch noch nach den beiden folgenden Speisen in Form von Räucheraromen bemerkbar macht. Ob dieser Effekt so gewollt ist, ist leider nicht bekannt, anders und spannend ist er in jedem Fall.

Spektakulär gut dann der in Nussöl angemachte Kräutersnack. Frisch, vielschichtig und klar mit immer verschiedenen Kräuteraromen wäre es schön, solche Snack Exemplare tütenweise in Supermärkten kaufen zu können. Die von der Vorspeise wieder aufkommenden Räucheraromen verstärken dieses Verlangen noch. Top!

Ein ordentlicher Idiazabal Käsekuchen mit Steinpilzen ist dann die ordentliche Geschmacksbrücke zu einem marinierten Kürbisstreifen mit Kaffee. Ein Gericht und eine Kombination, die sich auch Tage später dem Schreibenden nicht wirklich erschliesst. Auch der baskische Lamellenpilz mit Paprikapulver gehört zu den Gängen, die einer genauen Erklärung bedürfen. Der als Käserolle getarnte Pilz mit Anchovis macht dann wieder einmal klar, dass das was ein Auge als Gericht erst einmal gescannt hat auch unbedingt so schmecken muss. Ein großer Fehler. Was profan aussieht schmeckt himmlisch. Würde es, wenn es normal aussehen würde, noch besser schmecken?!

Ein kurzer Ausflug in die Küche brachte die Erkenntnis, dass hier anscheinend noch mehr Menschen arbeiten als sonst in einer Küche der Spitzengastronomie und dass ein Hühnchen- Bananen- Sandwich mit Pistazien- und Sonnenblumencremefüllung sehr, sehr gut schmecken kann.

Kaum wieder am Tisch angekommen, wurde dann der persönliche Favorit des Abends in Form von Kastanien, weißen Trüffeln und Milch-Sahne Sauce aufgetragen. Eine geniale Komposition mit Zutaten, die an feuchte Erde und einen Nusswald erinnern. Kühl, ohne Salz und ganz puristisch dann der Seehecht mit Artischockencreme.

Der Kalbskeks mit Estragonbutter muss dann eher als guter Zwischengag bezeichnet werden, um dann von einem unter einer hervorragenden, sehr schweren Fleischsaucenreduktion versteckten Rosenkohlkomposition mit Idiazabalkäse getoppt zu werden.

Provokant dann wieder eine Brasse, die in einem Txuletasud gegart wurde. Intensiv, abweisend, interessant und gekonnt in Szene gesetzt. Noch perplexer lässt einen dann die Gänseleber auf Kalbstatar zurück. Die Gänseleber sowieso schon zu den extrem kräftigen und fettigen Speisen gehörend wird von dem Kalbstatar noch um einiges in dieser Hinsicht getoppt. Vergebens sucht man nach einem süssem Kontrapunkt oder einer ergänzenden Beilage. Hier wird das Thema und der pure Geschmack auf den Punkt gebracht!

Auch das kleine Lammstück auf dem Shisoblatt wirkt so, als ob die Küche den Geschmack mehrerer Lämmer in dieses kleine Stückchen transportiert hätte. Fett bringt viel Geschmack und so verhält es sich dann auch bei diesem Exemplar.

Nach dem witzigen Beef Candy dann für viele Menschen das undenkbare Gericht: ein Sauerbratenstück vom Fohlen. Dass am Nachbartisch vom Service als „little horse“ präsentierte Gericht hatte zur Folge, dass sich eben dieser Tisch ein wenig lichtete und die eigene Spannung auf diese „Eklatspeise“ wuchs. Als Speise für den Bergischen doch eher unspektakulär, ist es in jedem Fall ein Novum für diese Art von Restaurant.

Normal dann der Käsegang… obwohl es mal wieder schön ist, einfach nur ein wenig Käse im Restaurant zu bekommen.

Toll und großartig, wenn auch einmal ein ganz anderer Dessert ansatz, der Whiskycake angemacht mit Cardhu und Chivas sowie die Honigwabe mit Feige. Das Erdnussbrot und die sieben Todsünden wurden auch noch verputzt und im Erinnerung bleibt einmal wieder ein großartiges Restauranterlebnis. Erdacht und in Szene gesetzt von Jemandem, der viel mehr als Künstler als als Koch bezeichnet werden muss. Eine Komposition der Sinne. Sinne allerdings, die man zum Teil selber noch schulen muss!

Mugaritz_Errenteria_Spanien_34

Mugaritz_Errenteria_Spanien_1Hahnenkamm mit Carabinerocreme.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_2Nusstortilla.

 

Mugaritz_Errenteria_Spanien_4Sepia mit Kakao, Anchoa mit Tomate, Mejillones mit Jakobsmuschel; alles top geräuchert.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_5Kräutersandwich mit Nussöl.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_6Idiazabal Käsekuchen mit Steinpilz.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_7Kürbisscheibe mit Kaffee.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_8Baskischer Lamellenpilz mit Paprikapulver.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_9Pilz mit Anchoa.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_10Hühnchen- Bananen- Sandwich mit Pistazien und Sonnenblumencreme Füllung.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_12Kastanien, weiße Trüffel, Milch-Sahne Sauce.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_3Seehecht mit Artischocken Creme.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_14Kalbskeks mit Estragonbutter.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_15 Rosenkohl und Fleischsaucenreduktion mit Idiazabalkäse.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_16Brasse in Txuletasud mit grünem Paprika.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_17Gänseleber auf Kalbstatar.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_18

Mugaritz_Errenteria_Spanien_19Lamm auf Shisoblatt.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_20Beef Candy.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_21Fohlen.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_22Idiazabalkäse in drei verschiedenen Altersgruppen.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_23Whiskycake angemacht mit Cardhu und Chivas.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_24Honigwabe mit Feige.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_25Erdnussbrot.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_26Eiskugel mit Jasmin Tee.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_27Die sieben Todsünden …

Mugaritz_Errenteria_Spanien_28

Mugaritz_Errenteria_Spanien_29

Mugaritz_Errenteria_Spanien_30

Mugaritz_Errenteria_Spanien_31

Mugaritz_Errenteria_Spanien_32

Mugaritz_Errenteria_Spanien_33

Mugaritz
Aldura Aldea, 20
20100 Errenteria
Spanien
Telefon: +34 943 52 24 55
www.mugaritz.com

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Deutschland

Metzger Urbulle -A- 2020

Rotwein · Portugieser · alte Reben · Pfalz

Metzger Urbulle -A- ist ein Rotwein aus alten Portugieser-Reben vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Die Reben wurden bereits 1910 gepflanzt und haben über hundert Jahre erlebt. Kaffee, Röstnoten und reife rote Beerenfrüchte prägen das Glas. Ein Wein als Medium, das von dieser langen Zeit erzählt – wenn man ihm zuhört.


Pfalz – alter Rebberg

Die Reben für den Urbulle stehen in einem alten Rebberg in der Pfalz, 1910 gepflanzt. Über hundert Jahre haben sie Kriege, Gewitter, Stürme und unzählige Sonnenstunden erlebt. Die geringen Erträge alter Reben verleihen dem Wein Konzentration und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Portugieser aus über hundertjährigen Reben. Der Ausbau bewahrt die konzentrierte Frucht und gibt dem Wein Struktur und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase Kaffee und Röstnoten, dazu eine Vielzahl reifer roter Beerenfrüchte. Am Gaumen konzentriert und tiefgründig, mit feinem Tannin und langem, vielschichtigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz – alter Rebberg, 1910 gepflanzt (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Portugieser), alte Reben
Ausbau: reinsortig Portugieser aus über 100-jährigen Reben

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Nuits Saint Georges Aux Thorey 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-St-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Nuits-St-Georges 1er Cru Côte de Nuits 2023 Aux Thorey · 0,43 ha

Der Nuits-St-Georges 1er Cru Aux Thorey 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein eleganter, betont parfümierter Pinot Noir von alten Reben aus einer kühlen Höhenlage am Vosne-Ende von Nuits – seit jeher einer der Favoriten im Keller des Guts.


Aux Thorey – kühle Höhenlage am Vosne-Ende von Nuits

Aux Thorey liegt im nördlichen Teil von Nuits-St-Georges, nahe der Vosne-Grenze an der Mündung der Combe – eine südost-exponierte Lage, deren Ausrichtung mit dem berühmten Clos St-Jacques in Gevrey verglichen wird. Die höhere, kühlere und mineralischere Position gibt dem Wein ein markantes Parfüm und eine Eleganz, die man mit Nuits sonst seltener verbindet.

Cathiards Parzelle umfasst 0,43 Hektar mit Reben aus dem Jahr 1953. Die Familie bewirtschaftete sie lange en métayage für Moillard und kaufte den Weinberg 2006.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Sébastien Cathiard begann am 13. September zu lesen; die Weine kamen natürlich auf 12–13 % Alkohol. Ein Jahr für saftige, balancierte und frische Pinots mit feinem Tannin.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, anschließend Spontangärung mit langer Maischestandzeit. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, beim 1er Cru mit 50 % neuem Holz und 50 % einjährigem Holz. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Helleres Karmesinrot. In der Nase reife Frucht, am Gaumen deutlich mehr Gewicht als bei den Village-Weinen, mit Tiefe an dunkler Erdbeere und Himbeere. Eine ausreichende Säure und gut gezähmte Tannine geben Struktur, ein markantes Parfüm und feine Eleganz prägen den Stil; guter, klarer Abgang.

Markantes Parfüm und feine Eleganz – Tiefe und Struktur aus einer kühlen Höhenlage.

Braucht etwas Zeit; Trinkfenster etwa 2030–2036. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Reh, Ente, Wildgeflügel oder Gerichte mit Pilzen und dunklen Saucen. Ein eleganter Begleiter für die festliche Küche.


Lage: Nuits-St-Georges „Aux Thorey" (Côte de Nuits); südost-exponierte Höhenlage am Vosne-Ende, 0,43 ha, Reben von 1953
Klassifikation: Nuits-St-Georges 1er Cru
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, Spontangärung, 15–18 Monate Fass, 50 % neues Holz (+ 50 % einjährig), ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Markus Schneider Weissburgunder

Duft und Geschmack nach Birne bestimmen diesen sehr trinkfreudigen und knackigen Weißburgunder. Weich am Gaumen und spritzig im Abgang!

 

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Egly-Ouriet Les Vignes de Bisseuil Premier Cru Extra Brut

Champagner · Premier Cru · Chardonnay-dominant · Extra Brut

Egly-Ouriet Les Vignes de Bisseuil Premier Cru Extra Brut ist die einzige Chardonnay-dominante Cuvée im Portfolio der Domaine Egly-Ouriet – und trägt dennoch unmissverständlich die Handschrift des Hauses. Kein leichter Blanc-de-Blancs-Stil, sondern Chardonnay mit Substanz, Spannung und dem typischen Biss der Kreide. Im Glas klar, präzise und kreidig.


Bisseuil

Bisseuil liegt östlich von Aÿ auf südexponierten Hängen über tiefen Kreideböden und ist als Premier Cru klassifiziert – eine der wenigen Lagen im Egly-Portfolio außerhalb der Grand-Cru-Gruppe um Ambonnay. Ein anderes Terroir, dieselbe Konsequenz in Weinberg und Keller.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 70 % Chardonnay, 15 % Pinot Noir und 15 % Pinot Meunier. Alle drei Sorten werden im Eichenholzfass vergoren und ausgebaut, was dem Wein Tiefe und Struktur gibt, ohne ihn zu überformen. Das Rückgrat bildet der Grundjahrgang, ergänzt durch Reserveweine älterer Jahrgänge. Dosage 2 g/l.

Im Glas

In der Nase frische Zitrusfrucht, Brotkruste und knackige Birne – klar und präzise, ohne cremige Schwere. Am Gaumen mittlerer bis voller Körper, konzentriert und rassig, mit prägnantem Zug und der kalkigen Struktur von Bisseuil. Der Abgang ist lang und salzig-mineralisch. Mit Zeit im Glas öffnet sich ein großer Nuancenreichtum.

Am Tisch

Kein Soforttrinker – wer Geduld hat, wird belohnt. Trinkfenster: jetzt bis 10+ Jahre. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, mit ausreichend Zeit im Glas.

Klassische Begleitung: Austern, Jakobsmuscheln, weißer Spargel und reifer Comté.


Lage: Bisseuil, Premier Cru, östlich von Aÿ (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Extra Brut
Ausbau: Barrique, lange Hefelagerung, 2 g/l Dosage

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Billecart-Salmon Le Rosé Brut Doppelmagnum

Champagner · Rosé · Brut · Frankreich · Doppelmagnum

Billecart-Salmon Le Rosé Brut ist ein Champagner-Rosé des renommierten Hauses Billecart-Salmon – hier in der Doppelmagnum-Flasche. Der Geschmack nach leicht gesüßten Walderdbeeren und eine prägnante, sehr gut ausbalancierte Säure sind das Aushängeschild dieses Weltklasse-Rosés.


Champagne

Billecart-Salmon ist ein traditionsreiches Champagnerhaus aus Mareuil-sur-Aÿ. Die Champagne im Nordosten Frankreichs mit ihren Kreideböden gilt als die klassische Region für Schaumweine von Weltrang.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé vereint Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Die zweite Gärung in der Flasche (méthode champenoise) und die Hefelagerung verleihen ihm seine feine Perlage und elegante Stilistik. Brut dosiert.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit feiner Perlage. In der Nase und am Gaumen leicht gesüßte Walderdbeeren und rote Früchte. Eine prägnante, sehr gut ausbalancierte Säure trägt den Wein. Der Abgang ist elegant und lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; das Doppelmagnum-Format eignet sich für festliche Anlässe. Als Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Apéritif, Sushi, Lachs, helles Fleisch und Desserts mit roten Früchten.


Lage: Champagne (Frankreich); Kreideböden
Klassifikation: Champagne AOC – Rosé Brut
Ausbau: Chardonnay/Pinot Noir/Pinot Meunier, méthode champenoise; Doppelmagnum (3 l)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Thomas Morey Puligny-Montrachet La Truffière 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet 1er Cru La Truffière Côte de Beaune Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Puligny-Montrachet La Truffière 1er Cru 2023 ist ein eleganter, finessenreicher Chardonnay aus einem der kleinsten Premier Crus der Appellation – expressiv, mineralisch und mit großer Persistenz.


La Truffière – der kleinste 1er Cru von Puligny

Mit knapp 2,5 Hektar ist La Truffière einer der kleinsten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Den Namen verdankt die Lage dem burgundischen Trüffel, der hier früher kultiviert wurde und einst den Tisch der französischen Könige zierte. Der eher flache Boden ist rötlich gefärbt und durchzogen von zahllosen kleinen Kieselsteinen, die nachts die gespeicherte Sonnenwärme zurückgeben.

So reifen die Trauben gut aus – obwohl La Truffière in einer für Premier-Cru-Lagen ungewöhnlichen Höhe von rund 300 bis 330 Metern liegt, am oberen, südlichen Rand der Appellation Richtung Saint-Aubin. Kalksteingeprägtes Terroir und kühlere Höhenluft geben dem Wein seine feine Mineralität und feste Struktur.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen, Reife auf sehr feiner Hefe ohne übermäßige Bâtonnage in Fässern von 228 und 350 Litern mit nur rund 20 % neuem Holz; anschließend Lagerung im Tank und Abfüllung nach 16 bis 18 Monaten. Schwefel wird im strikten Minimum und nie während der Gärung eingesetzt – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Ein expressiver, schon in der Jugend hochparfümierter Puligny mit Anklängen von reifer Ananas und Mandelcreme. Am Gaumen elegant und finessenreich, mit klarer Mineralität, fester Struktur und guter Persistenz – ein Wein, der alle Merkmale eines großen Burgunders besitzt.

Finesse, Mineralität und Länge – La Truffière vereint die Eleganz von Puligny mit Thomas Moreys präziser Handschrift.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer oder Languste, zu Jakobsmuscheln, zu gegrilltem oder gebratenem Meeresfisch, zu Bresse-Geflügel in Sauce sowie zu mildem Ziegenkäse oder Reblochon.


Lage: Puligny-Montrachet 1er Cru La Truffière, Côte de Beaune (Frankreich); ~2,5 ha, ~300–330 m Höhe, rote, kieselige Kalksteinböden
Klassifikation: Puligny-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, Fässer 228/350 L, 16–18 Monate, Feinhefe ohne übermäßige Bâtonnage; minimaler Schwefel; Bio

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Vinos de Encostas Xose Lois Sebio Superheroe MAGNUM

Wein · Rotwein · Spanien

Xosé Lois Sebio Superhéroe ist ein charaktervoller Rotwein von Vinos de Encostas – hier in der festlichen 1,5-Liter-Magnum, die dem Wein eine besonders harmonische Reifung schenkt.


Herkunft / Nordwestspanien

Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas) zählt zu den engagierten Erzeugern im atlantisch geprägten Nordwesten Spaniens und arbeitet mit den heimischen, oft alten Rebsorten der Region. Seine Weine stehen für kühle Eleganz, Mineralität und Frische.

Rebsorte und Ausbau

Aus autochthonen Reben des Guts vinifiziert, in einem auf Frische und Terroir ausgerichteten Stil. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l), in der der Wein dank des größeren Volumens langsamer und besonders harmonisch reift. Trocken ausgebaut. (Genaue Rebsorte, Herkunft und Ausbau laut Etikett/Steckbrief.)

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht, florale Noten und feine Würze mit mineralischem Anklang. Am Gaumen frisch und saftig, mit lebendiger Säure, fein gewobenen Tanninen und elegantem, langem Abgang.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren, gern leicht gekühlt – die Magnum ist ideal für besondere Anlässe und Tafelrunden.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pilzgerichten und mittelreifem Käse.


Erzeuger: Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas), Nordwestspanien
Klassifikation: Rotwein aus autochthonen Reben, trocken (Details laut Etikett)
Gebinde: Magnum, 1,5 Liter

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Jacques Gonidec Pikante Sardinen Olivenöl 115 gr. BIO

Feinkost · Sardinen · Bio · Frankreich

Gonidec Pikante Sardinen in Olivenöl sind pikante Bio-Sardinen aus der Bretagne, eingelegt in nativem Olivenöl extra. Handwerklich hergestellt von der Conserverie Gonidec – mit feuriger Chili-Note, ideal als Apéritif oder Snack. 115 g.


Herkunft

Die Conserverie Gonidec in Concarneau (Bretagne), gegründet 1959, ist die letzte Fischkonservenfabrik der Stadt und führt ihre Premiummarke „Les Mouettes d'Arvor" in dritter Generation. Die Sardinen stammen aus nachhaltigem Küstenfang vor der Bretagne. Bio-Qualität, FR-BIO-10.

Zutaten und Herstellung

Sardinen in nativem Olivenöl extra aus biologischem Anbau, verfeinert mit Chili und Kräutern. Die frisch gefangenen Sardinen werden von Hand gereinigt, getrocknet, gebraten und von Hand in die Dose gelegt – traditionelles bretonisches Handwerk.

Geschmack

Festes, sanftes Sardinenfleisch im fruchtigen Olivenöl, mit deutlicher Chili-Schärfe und kräutriger Würze. Reich an Omega-3. Pikant, aber ausgewogen.

Zum Genießen

Direkt aus der Dose als Apéritif oder Snack, auf frischem Baguette oder geröstetem Brot. Ebenso in Salaten oder zu Pasta. Vor dem Öffnen kurz kühlen.

Passt zu: Baguette, geröstetem Brot, Salaten und Pasta.


Hersteller: Conserverie Gonidec (Concarneau, Bretagne)
Marke: Les Mouettes d'Arvor
Produkt: pikante Sardinen in nativem Olivenöl extra
Herkunft: Frankreich (Bretagne)
Inhalt: 115 g
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.10.2029

Mehr erfahren ...