Mugaritz – Errenteria – Spanien

Mugaritz – Errenteria – Spanien
Die kulinarische Evolution bleibt im Mugaritz nicht stehen. Nichts ist hier so wie es einmal war, und der Gast wird hier gefordert, provoziert und zum Denken über das, was er gerade verspeist hat, angeregt. Vollkommen Ungewohntes gelangt hier in den Mund und es entwickelt sich nach und nach der Eindruck, dass Gewürze und Salz sehr rudimentär bis überhaupt nicht zum Einsatz kommen.

Die erste Provokation…  der mit Carabinierocreme gefüllte Hahnenkamm. Wie eine extrem intensive Schweineschwarte mit klaren Schalentiermerkmalen verwundert diese kleine Vorspeise visuell wie auch geschmacklich. Die folgende Nusstortilla ist klein, mächtig und bietet einen phänomenalen Nachhall. Die folgenden geräucherten Meerestiere wirken daraufhin profan und auch in ihrer Konsistenz andersartig; spannend ist dabei aber der sehr lange Nachgeschmack, der sich auch noch nach den beiden folgenden Speisen in Form von Räucheraromen bemerkbar macht. Ob dieser Effekt so gewollt ist, ist leider nicht bekannt, anders und spannend ist er in jedem Fall.

Spektakulär gut dann der in Nussöl angemachte Kräutersnack. Frisch, vielschichtig und klar mit immer verschiedenen Kräuteraromen wäre es schön, solche Snack Exemplare tütenweise in Supermärkten kaufen zu können. Die von der Vorspeise wieder aufkommenden Räucheraromen verstärken dieses Verlangen noch. Top!

Ein ordentlicher Idiazabal Käsekuchen mit Steinpilzen ist dann die ordentliche Geschmacksbrücke zu einem marinierten Kürbisstreifen mit Kaffee. Ein Gericht und eine Kombination, die sich auch Tage später dem Schreibenden nicht wirklich erschliesst. Auch der baskische Lamellenpilz mit Paprikapulver gehört zu den Gängen, die einer genauen Erklärung bedürfen. Der als Käserolle getarnte Pilz mit Anchovis macht dann wieder einmal klar, dass das was ein Auge als Gericht erst einmal gescannt hat auch unbedingt so schmecken muss. Ein großer Fehler. Was profan aussieht schmeckt himmlisch. Würde es, wenn es normal aussehen würde, noch besser schmecken?!

Ein kurzer Ausflug in die Küche brachte die Erkenntnis, dass hier anscheinend noch mehr Menschen arbeiten als sonst in einer Küche der Spitzengastronomie und dass ein Hühnchen- Bananen- Sandwich mit Pistazien- und Sonnenblumencremefüllung sehr, sehr gut schmecken kann.

Kaum wieder am Tisch angekommen, wurde dann der persönliche Favorit des Abends in Form von Kastanien, weißen Trüffeln und Milch-Sahne Sauce aufgetragen. Eine geniale Komposition mit Zutaten, die an feuchte Erde und einen Nusswald erinnern. Kühl, ohne Salz und ganz puristisch dann der Seehecht mit Artischockencreme.

Der Kalbskeks mit Estragonbutter muss dann eher als guter Zwischengag bezeichnet werden, um dann von einem unter einer hervorragenden, sehr schweren Fleischsaucenreduktion versteckten Rosenkohlkomposition mit Idiazabalkäse getoppt zu werden.

Provokant dann wieder eine Brasse, die in einem Txuletasud gegart wurde. Intensiv, abweisend, interessant und gekonnt in Szene gesetzt. Noch perplexer lässt einen dann die Gänseleber auf Kalbstatar zurück. Die Gänseleber sowieso schon zu den extrem kräftigen und fettigen Speisen gehörend wird von dem Kalbstatar noch um einiges in dieser Hinsicht getoppt. Vergebens sucht man nach einem süssem Kontrapunkt oder einer ergänzenden Beilage. Hier wird das Thema und der pure Geschmack auf den Punkt gebracht!

Auch das kleine Lammstück auf dem Shisoblatt wirkt so, als ob die Küche den Geschmack mehrerer Lämmer in dieses kleine Stückchen transportiert hätte. Fett bringt viel Geschmack und so verhält es sich dann auch bei diesem Exemplar.

Nach dem witzigen Beef Candy dann für viele Menschen das undenkbare Gericht: ein Sauerbratenstück vom Fohlen. Dass am Nachbartisch vom Service als „little horse“ präsentierte Gericht hatte zur Folge, dass sich eben dieser Tisch ein wenig lichtete und die eigene Spannung auf diese „Eklatspeise“ wuchs. Als Speise für den Bergischen doch eher unspektakulär, ist es in jedem Fall ein Novum für diese Art von Restaurant.

Normal dann der Käsegang… obwohl es mal wieder schön ist, einfach nur ein wenig Käse im Restaurant zu bekommen.

Toll und großartig, wenn auch einmal ein ganz anderer Dessert ansatz, der Whiskycake angemacht mit Cardhu und Chivas sowie die Honigwabe mit Feige. Das Erdnussbrot und die sieben Todsünden wurden auch noch verputzt und im Erinnerung bleibt einmal wieder ein großartiges Restauranterlebnis. Erdacht und in Szene gesetzt von Jemandem, der viel mehr als Künstler als als Koch bezeichnet werden muss. Eine Komposition der Sinne. Sinne allerdings, die man zum Teil selber noch schulen muss!

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Mugaritz_Errenteria_Spanien_1Hahnenkamm mit Carabinerocreme.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_2Nusstortilla.

 

Mugaritz_Errenteria_Spanien_4Sepia mit Kakao, Anchoa mit Tomate, Mejillones mit Jakobsmuschel; alles top geräuchert.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_5Kräutersandwich mit Nussöl.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_6Idiazabal Käsekuchen mit Steinpilz.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_7Kürbisscheibe mit Kaffee.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_8Baskischer Lamellenpilz mit Paprikapulver.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_9Pilz mit Anchoa.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_10Hühnchen- Bananen- Sandwich mit Pistazien und Sonnenblumencreme Füllung.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_12Kastanien, weiße Trüffel, Milch-Sahne Sauce.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_3Seehecht mit Artischocken Creme.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_14Kalbskeks mit Estragonbutter.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_15 Rosenkohl und Fleischsaucenreduktion mit Idiazabalkäse.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_16Brasse in Txuletasud mit grünem Paprika.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_17Gänseleber auf Kalbstatar.

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Mugaritz_Errenteria_Spanien_19Lamm auf Shisoblatt.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_20Beef Candy.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_21Fohlen.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_22Idiazabalkäse in drei verschiedenen Altersgruppen.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_23Whiskycake angemacht mit Cardhu und Chivas.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_24Honigwabe mit Feige.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_25Erdnussbrot.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_26Eiskugel mit Jasmin Tee.

Mugaritz_Errenteria_Spanien_27Die sieben Todsünden …

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Mugaritz
Aldura Aldea, 20
20100 Errenteria
Spanien
Telefon: +34 943 52 24 55
www.mugaritz.com

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Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2023

Der Envínate Migan 2023 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2023 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

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Spirituosen

Prinz Alte Williams Christbirne

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Williams-Christbirne ist ein holzfassgereifter Williams-Birnenbrand der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Aus der beliebten, aromatischen Williams-Christ-Birne destilliert und im Holzfass veredelt – intensiv-fruchtig, vollmundig und weich, mit feiner Fassnote.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Verarbeitet werden nur sonnenverwöhnte Williams-Christ-Birnen bester Qualität aus den Gärten regionaler Obstbauern, geerntet meist im August und September.

Destillation und Reifung

Die Birnen werden auf ihren Reifegrad geprüft – das weiße Fruchtfleisch soll zart, nicht mehlig sein –, dann entkernt, entstielt, eingemaischt und vergoren. Im Roh- und Feinbrandverfahren übertragen die Brennmeister die vielschichtigen Fruchtaromen ins Destillat. Nach der Reifung im Steingut folgt das Finish im Holzfass, dessen Holzart den Charakter prägt, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

In der Nase vielschichtig, intensiv und charakteristisch nach reifer Williams-Birne. Am Gaumen vollmundig und weich, mit dezenter Süße und herb-würzigen Holzfassnoten. Der fruchtige Eindruck setzt sich im Abgang fort.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die fruchtig-würzige Art passt auch zu Dessert oder über Eis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifter Williams-Birnenbrand (Obstbrand)
Destillation: Roh- und Feinbrandverfahren
Reifung: Steingut, Finish im Holzfass

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Frankreich

Desjourneys Chénas Le Jugement Dernier rouge 2017

Rotwein · Chénas (Beaujolais) · Gamay

Gamay Chénas (Beaujolais-Cru) Cuvée Le Jugement Dernier Reben 60+ Jahre 2017

Der Chénas Le Jugement Dernier 2017 der Domaine Jules Desjourneys (Fabien Duperray) ist ein reinsortiger Gamay von über sechzig Jahre alten Reben aus dem Beaujolais-Cru Chénas. Subtil und tief, mit Sauerkirschen, Graphit, Gewürzen, Herbstlaub und dunkler Schokolade – wild, fruchtig und floral.


Chénas – kleiner Cru des Beaujolais

Chénas ist der kleinste der zehn Beaujolais-Crus; auf granit- und sandgeprägten Böden entstehen strukturierte, zugleich florale Gamays. Die Reben für diesen Solitär sind über sechzig Jahre alt – eine Voraussetzung für Tiefe und Konzentration.

Die Domaine Jules Desjourneys von Fabien Duperray zählt zu den ambitioniertesten Adressen des Beaujolais und keltert ernsthafte, lagerfähige Gamays im burgundischen Geist.

Jahrgang 2017 – Beaujolais

2017 war im Beaujolais ein warmer, eher trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die Crus steht 2017 für reife Frucht bei guter Struktur und Frische – die Grundlage für die wilde, zupackende Art dieses Chénas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2017, von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Stil des Guts über längere Zeit im Holzfass – auf einen ernsthaften, burgundisch geprägten Ausdruck und Lagerfähigkeit ausgerichtet.

Im Glas

Strahlend klar mit hellen violetten Reflexen. Sauerkirschen, Graphit, Gewürze, Herbstlaub und dunkle Schokolade prägen das Bild; wild, fruchtig und floral. Die Säure zirkuliert zupackend am Gaumen und sorgt für Trinkfluss und Druck im Nachhall.

Sauerkirsche, Graphit und dunkle Schokolade über zupackender Säure – wild, fruchtig und floral, mit Druck im Nachhall.

Schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Schweinebraten, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein vielseitiger, ernsthafter Gamay am Tisch.


Lage: Chénas (Beaujolais-Cru); Granit-/Sandböden, Reben 60+ Jahre
Klassifikation: Chénas AOC (Beaujolais Cru)
Ausbau: Gamay, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Sous Le Puits 1er Cru 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Sous le Puits · 1er Cru Puligny-Montrachet 400 m · Steillage 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Sous le Puits 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der steilsten und höchsten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Mineralisch, dicht und lagerfähig – im kühlen Jahrgang 2024 besonders frisch, knackig und präzise.


Sous le Puits – exponierte Höhenlage

Sous le Puits („unter dem Brunnen") liegt auf 400 Metern Höhe und umfasst 6,80 Hektar. Es ist einer der steilsten Weinberge von Puligny-Montrachet; die Höhe und Steilheit bringen besonders mineralische, dichte und lagerfähige Chardonnays hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur. Die Domaine Etienne Sauzet, 1903 gegründet und in Puligny-Montrachet ansässig, zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – ideal zur straffen, mineralischen Art des Sous le Puits.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein straffer, mineralischer Chardonnay: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität. Am Gaumen dicht und präzise, im kühlen 2024er mit klarer Säure, fester Struktur und langem, salzigem Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über steiniger Mineralität – dicht, präzise und im kühlen 2024er besonders knackig.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Sous le Puits (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 400 m, eine der steilsten Lagen, 6,80 ha
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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USA

Force Majeure Estate Cabernet Sauvignon 2016

Rotwein · Red Mountain · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Red Mountain AVA Estate Washington State Todd Alexander 2016 15,00 % vol

Der Force Majeure Estate Cabernet Sauvignon 2016 ist ein kraftvoller, zugleich eleganter Kult-Cabernet von der berühmten Red Mountain AVA in Washington State – tiefdunkel, konzentriert und vielschichtig, von der estate-eigenen Lage des Guts.


Force Majeure – Estate Cabernet von Red Mountain

Force Majeure ist ein Ultra-Premium-Weingut, spezialisiert auf estate-eigene Einzellagen-Weine im Stil von Bordeaux und Rhône. Die Weine entstehen unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor das kalifornische Kultweingut Bryant Family Vineyard verantwortete. Die ursprüngliche Estate-Lage des Guts liegt auf der berühmten Red Mountain AVA – einer der renommiertesten Cabernet-Lagen Washingtons.

Der Estate Cabernet wächst vor allem entlang des Südwest-Rückens der Lage, auf tiefgründigen, lehmigen Böden, die von vielen kleinen Gesteinsbrocken durchsetzt sind: zerbrochener Basalt, verfestigte Asche und Granit – ein Erbe der eiszeitlichen Missoula-Fluten. Die damals elfjährigen Reben bringen kleine Beeren mit viel Kraft und Konzentration hervor.

Jahrgang 2016 – Red Mountain

2016 war auf der Red Mountain ein hervorragender Cabernet-Jahrgang mit vollreifem, gesundem Lesegut. Er brachte tiefe, konzentrierte und kraftvolle Cabernets hervor, die ihre Power mit einem feinen Maß an Finesse und ausgezeichneter Struktur verbinden – ideale Voraussetzungen für lange Flaschenreife.

Ausbau

Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2016, 15,00 % vol.

Nach einer langen, warmen Gärung mit verlängerter Schalenstandzeit bei einzelnen Partien reifte der Wein 22 Monate in französischer Eiche, davon 75 % neu. Abgefüllt wurde er ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Tiefes, gesättigtes Purpur. In der Nase ein reiches, tiefgründiges Bukett von Crème de Cassis, Espresso, zerstoßenem Gestein und Graphit. Am Gaumen vollmundig und kraftvoll, mit dezent eingebundenem Holz, reifen, süßen Tanninen und einem ausgezeichneten Tanninmanagement, das dem Wein trotz seiner Power Finesse verleiht. Das vielschichtige Finale ist lang und nachhaltig.

Ein kraftvoller, vielschichtiger Cabernet von Red Mountain – mit der Tiefe und Struktur für zwei bis drei Jahrzehnte Reife.

Braucht reichlich Luft, um sein ganzes Potenzial zu zeigen; profitiert deutlich vom Dekantieren oder einigen Jahren Kellerreife. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Red Mountain AVA, Estate-Lage (Washington State, USA); tiefgründige Lehmböden mit Basalt-, Asche- und Granitgestein der Missoula-Fluten, Südwest-Rücken
Klassifikation: Red Mountain AVA, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Cabernet Sauvignon; 22 Monate franz. Eiche (75 % neu), lange warme Gärung, verlängerte Schalenstandzeit; ungeschönt und unfiltriert

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Deutschland

Metzger Hausmarke rose Liter

Roséwein · Cuvée · Pfalz · 1 Liter

Metzger Hausmarke rosé ist der saftig-fruchtige Pfälzer Rosé für jeden Tag vom Weingut Uli Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. Er überzeugt durch seine leuchtende Farbe und die Harmonie zwischen Säure und Süße. Ein Korb voll roter Früchte – der perfekte Begleiter für warme Sommertage.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima bringt reife, fruchtbetonte Trauben hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten Alltags-Rosé.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé wird fruchtbetont ausgebaut, mit einer Harmonie zwischen Säure und Süße. Das stellt die saftige rote Frucht in den Vordergrund.

Im Glas

Leuchtender Rosé-Ton. In der Nase und am Gaumen ein Korb voll roter Früchte. Saftig und fruchtig, mit harmonischer Balance aus Säure und Süße. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – der ideale Begleiter für warme Sommertage.

Klassische Begleitung: Salate, Grillgerichte, Fingerfood oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rosé-Cuvée
Ausbau: Rosé, fruchtbetont; 1,0 l

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Weine

Anne Gros Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022

Rotwein · Clos Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos Vougeot · Grand Cru Lieu-dit Le Grand Maupertui · 0,93 ha 2022 Zementei + Barrique, 40% neu

Der Clos Vougeot Le Grand Maupertui Grand Cru 2022 der Domaine Anne Gros stammt aus einer nur 0,93 Hektar großen Parzelle im oberen Teil des Clos de Vougeot, direkt unterhalb von Grands Echézeaux. Ein reinsortiger Pinot Noir von Kraft und Fülle, in der Jugend zurückhaltend, mit den Jahren samtig und vielschichtig.


Le Grand Maupertui – im oberen Clos de Vougeot

Le Grand Maupertui liegt im oberen, qualitativ besten Teil des Clos de Vougeot, unmittelbar unterhalb der Grand-Cru-Lage Grands Echézeaux. Die 0,93 Hektar wurden bereits 1905 bepflanzt und sind durch regelmäßige Nachpflanzung im Schnitt rund 70 Jahre alt. Der Name geht auf die Mönche von Cîteaux zurück und verweist wohl auf eine sanfte Mulde im Gelände.

Der Boden ist tief und lehmig, durchzogen von großen Steinen; die leichte Hangneigung sorgt für gute natürliche Entwässerung, die umgebende Mauer des Clos schützt vor Erosion. Die Parzelle ist ein Familienerbe – Louis Gros vermachte sie seinem Sohn François.

Der Clos de Vougeot wurde im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt und 1937 als Grand Cru klassifiziert. Mit rund 50 Hektar ist er nach Corton der zweitgrößte Grand Cru der Côte d'Or, aufgeteilt in 18 Lieux-dits und über 80 Eigentümer. Das Terroir ist uneinheitlich; die oberen, ostexponierten Hänge mit kiesigem Kalkstein gelten als die besten – hier liegt Le Grand Maupertui.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der der Kraft des Maupertui Struktur und Tiefe verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, in mehreren Durchgängen von Hand selektiv gelesen.

Vergärung im Zementei, anschließend Ausbau über mehr als ein Jahr in Barriques aus französischer Eiche, davon 40% neu. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase reife Kirschen, Pflaumen und schwarze Johannisbeeren, dazu Gewürze wie Pfeffer, Nelke und Muskatnuss. Am Gaumen samtig, leuchtend und intensiv, mit Kraft, Fülle und langem Nachhall. Jung wirkt der Wein noch verschlossen.

Kraft und Fülle, samtig und leuchtend – ein Pinot Noir aus dem oberen Clos de Vougeot mit langem Nachhall.

In der Jugend zurückhaltend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Le Grand Maupertui (Lieu-dit), Clos de Vougeot; tiefer Lehmboden mit großen Steinen, 0,93 ha
Klassifikation: Clos de Vougeot Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Gärung im Zementei, über 1 Jahr Barrique (40% neu); naturnahe Bewirtschaftung

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2020

Der Montevertine Le Pergole Torte 2020 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Le Pergole Torte ergibt das einen eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung, seidiger Textur und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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