PPP – Parker, Punkte, Peñín: Hilfe oder Unfug?

PPP – Parker, Punkte, Peñín: Hilfe oder Unfug?

Unlängst war es wieder soweit: die inzwischen gen Reich der Mitte verzogene Zeitschrift The Wine Advocate, aka „Parker“, hat mal wieder das Füllhorn geöffnet und weit mehr als einhunderttausend Punkte vergeben. Das machen die sechs Mal im Jahr, sie sind aber natürlich nicht alleine auf der Welt. Wine Spectator oder Wine Enthusiast, Decanter, José Peñín (Spanien) oder Gerhard Eichelmann (Deutschland) werfen mit Punkten um sich. Millionen, Millarden, ach was, Trillkwarden von Punkten regnen vom Himmel. Ist das alles Humbug oder braucht man das wirklich? Nun – die Antwort ist so ganz einfach nicht.

Eine der beiden wichtigen Fragen, die man sich in in diesem Zusammenhang stellen muss: ist das gerecht, objektiv, wahr? Oder werden die Punkte, nun ja, gelost? Und was ist die Aussagekraft? Gibt es Freundschaftspunkte oder herrscht Chancengleichheit? Nicht alle Verkostungen laufen gleich ab. Manchmal verkostet nur eine Person die Weine einer bestimmten Region oder eines bestimmten Landes, manchmal wird in Gruppen verkostet. Letzteres stellt die Weine in den Vordergrund, die in keinster Weise außergewöhnlich sind. Weine, die abseits der bekannten Geschmacksmuster stehen, werden von manchen Verkostern sehr geschätzt, oftmals aber von der Mehrzahl mit eher niedrigeren Punkten bedacht, während durchschnittliche Weine kaum Ausreißer verursachen. Je größer die Gruppe, desto eher gewinnt der Durchschnitt. Wine Enthusiast und Wine Spectator verkosten auf diese Art und Weise.

Parker (wobei er selber ja kaum mehr verkostet) und seine Nachahmer verkosten einzeln – und in der Regel nicht blind; sie wissen stets genau, was sie im Glas haben. Manche Leute finden das falsch; man lasse sich vom Namen blenden, ist das geläufigste Argument. Das ist jedoch nur bedingt richtig. Denn immer dann, wenn die genaue Herkunft eine Rolle spielt, geht es gar nicht anders. Wenn da etwa Trittenheim auf dem Etikett steht, dann sollte man die Herkunft schon erkennen. Schmeckt der Riesling dann eher nach Bernkastel, Bacherach oder Eltville, dann ist etwas schief gegangen. Der Wein mag ja immer noch gut oder sogar sehr gut sein, er ist nur halt nicht typisch für seine Herkunft. Ab einem gewissen Qualitätsniveau ist so etwas durchaus nicht unwichtig. Wer gerade mal einen Weißwein fürs Abendessen braucht, wird darauf wohl eher weniger Wert legen, für Leute, ein ein paar Dutzend Moselrieslinge im Keller liegen haben, mag das schon ganz anders aussehen.

Natürlich ist dieses System anfällig für Gefälligkeitsverkostungen. Ein bekannter spanische Tester sagt einst, dass er den einen eines bekannten spanischen Winzers immer mindestens 90 Punkte gebe, weil dieser eben ein sehr guter Freund von ihm sei. Mit solchen Dummheiten kann man indes nur Leute blenden, die sich zum ersten Mal mit einer bestimmten Zeitschrift beschäftigen, die Freundschaftspunkte erkennt man eigentlich relativ rasch. Dann zieht man von den verliehenen Punkten halt, je nach Freundschaftsgrad, derer drei, fünf oder zehn ab – und schon passt die Geschichte wieder. Innerhalb eines Weingutes stimmt das Ranking eigentlich fast immer – zumindest in den Publikationen, mit denen sich der Oso so beschäftigt.

So die Verkoster noch in ihren Lehrjahren sind, dies tritt gerade in Spanien recht häufig auf, versuchen sie gerne, Politik zu machen. Weine, ja ganze Regionen, werden „zurechtgestutzt“, weil sie irgend etwas machen, was vordergründig der Qualität schadet. Darunter leiden dann auch schon einmal jene Weingüter eben dieser Regionen, die sich eigentlich von dem Problem entfernt haben. Oder aber die Weine einer bestimmten Region, es gab da vor etwa einem Jahr eine Parker-Verkostung zum Thema Sierra de Gredos, werden extrem überhöht, um die vermeintliche Bedeutung einer Region zu visualisieren, eine Bedeutung, die eigentlich gar nicht da ist. Aber all das ist schnell zu erkennen, und außerdem gibt es ja mehrere solche Teile, man kann da schon mal die Relevanz abchecken.

Der zweite Fragekomplex beschäftigt sich mit der Nützlichkeit dieser Punkterei. Viele Weinhändler kritisieren die Punkterei und verweisen auf ihre eigenen Empfehlungen, insbesondere in Mitteleuropa. Und manche, wenn auch nicht ganz so viele, halten das auch relativ stringent durch. Nun hat aber Zentraleuropa (plus London) einen klaren Standortvorteil: es gibt im Prinzip alles, man muss im Zweifelsfall nur etwas länger suchen. Der Verbraucher kann sich schon selbst ein Urteil bilden. Dies ist heute so, im Jahr zweitausend und siebzehn. Vor zwanzig Jahren war das indes noch nicht so. Damals hatten all die Punkte – Parker, Bettane, Veronelli, Payne/Diel in Deutschland – eine viel größere Relevanz, weil das Produkt in seinen Facetten noch weit weniger bekannt war als es heute ist. Das erste Buch, welches der oso alemán vor fast dreißig Jahren verschlungen hat, war ein Weinführer eines gewissen Herrn Scheuermann. Oh jah… Er hantierte noch mit Buchstaben anstelle von Zahlen.

Jedes Jahr, das sollte man nicht vergessen, gibt es weit über zehn Millionen verschiedene Weine, der Weinmarkt ist nun einmal der komplizierteste Verbrauchsgütermarkt der Welt, da kann niemand auch nur grob den Überblick behalten. Das, was vor zwanzig Jahren in Deutschland und seinen Nachbarländern geschah, erlebt man heute in Spanien. Viele Konsumenten kennen Begriffe, aber nur wenige kennen dazugehörige Weine. Und irgendwie muss sich der Verbraucher ja informieren. In solchen noch nicht wirklich entwickelten Märkten sind Händler in der Regel überfordert – in Spanien beträgt der Anteil der Importweine gerade einmal drei Prozent!!! Dementsprechend sind die Kenntnisse bezüglich internationaler Weine. Ernsthaft gut geschriebene Bücher gibt es nur über wirklich bekannte Weinbauregionen – Burgund, Bordeaux, Barolo, eventuell noch Toskana und die Rhône – ein halbwegs unfallfrei geschriebenes Buch über spanische Weinbauregionen und spanische Weine, das halbwegs aktuell ist, gibt es nicht. Und das Weltweitweb mit seiner Unzahl sinnbefreiter oder/und werbefinanzierter Blogs hilft da auch nicht weiter.

Noch wesentlich komplizierter ist der Markt in Osteuropa oder in Asien. In Russland und in China gibt es, entgegen vieler Klischees, nicht nur Bonzen, die gerne mal die teuersten Weine der Welt kippen. Dort wächst ein durchaus großer Markt an interessierten Konsumenten heran, denen aber im Prinzip kaum Hilfsmittel zur Verfügung stehen. In Berlin gibt es etwa dreihundert Stellen, an denen Wein verkauft wird, plus Supermärkte; chinesische Millionenstädte sind weit von dieser Dichte entfernt. Man kann nicht mal eben die Stadt abgrasen, um eine repräsentative Verkostung von Loire-Weinen zu organisieren. An irgend etwas müssen sich die Konsumenten und die Händler dann halten. Und das ist dann im Zweifelsfall Parker. Kein Wunder, dass sich die Firmenzentrale inzwischen in China befindet. Es gibt übrigens auch eine chinesische Ausgabe des Wine Advocate.

Die direkten Auswirkungen auf den Weinmarkt sind im Übrigen überschaubar. Die Preisexplosion etwa in Bordeaux oder im Burgund ist eher auf eine stark gestiegene Nachfrage zurückzuführen denn auf viele Parker-Punkte. Osteuropa, Asien, Amerika jenseits von New York, Seattle oder Los Angeles – da kam in wenigen Jahren vieles zusammen. Hier in Spanien liegt die Wahrnehmungsgrenze bei 96 Punkten. Die wenigen Weine, die diese Punktzahl erreichen oder übertreffen, sind in der Regel ausverkauft, oftmals aber schon lange bevor derartige Verkostungsergebnisse publiziert werden. Schließlich gibt es alleine bei Parker, grob geschätzt, jedes Jahr mindestens siebentausend Weine mit 90 Punkten oder mehr. 93-Punkte-Leichen gibt es zuhauf. Dementsprechend ist auch der mediale Hype, den es vor zehn oder fünf Jahren durchaus gab, merklich abgeflaut. Mancherorts hört man dann sogar schon ein „¿Parker? Ach ja…“. Text: El oso alemán

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, seidigen Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Bing-Kirsche und Blaubeere, dazu Tabak, pfeffrige Kräuter, Eisen und ein erdiger Pilzton – der klassische Rocks-Stil. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, nahtlos und perfekt balanciert, mit feinen Tanninen. Der Abgang ist lang und ausdrucksstark.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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Südafrika

Oude Kaap Moscato

Wein · Weißwein · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Moscato ist ein süffiger Weißwein mit feiner Restsüße – für alle, die es milder mögen. Sehr aromatisch, mit der typisch blumig-fruchtigen Muskatnote.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Die Trauben stammen aus dem Western Cape, dem Weinkernland Südafrikas.

Rebsorte und Ausbau

Gekeltert aus Muskat (Moscato), der aromatischsten Rebsortenfamilie der Welt. Die Gärung erfolgt schonend im Edelstahltank und wird frühzeitig gestoppt, um die natürliche Restsüße und das intensive Muskataroma zu bewahren. Lieblich ausgebaut.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase intensive Muskataromatik mit Noten von Trauben, Blüten, Pfirsich und Litschi. Am Gaumen süffig und mild, mit feiner Restsüße und sauberem, fruchtigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als Aperitif, Solowein oder zum Dessert.

Passt zu: frischem Obst, Obstdesserts, mildem Käse und würzig-asiatischer Küche.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – Moscato (Muskat), lieblich
Ausbau: Edelstahltank, Gärung mit erhaltener Restsüße

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Rebsorten

Conte di Campiano Primitivo di Manduria

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Conte di Campiano Primitivo di Manduria ist ein sonnenverwöhnter Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in Apulien. Er besticht durch eine marmeladige Frucht, die an intensiv eingekochte Früchte erinnert. Im Glas weich, aromatisch und rund.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden Apuliens rund um die Stadt Manduria. Das warme, sonnenverwöhnte Klima bringt besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine mit warmer Fruchtsüße hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Primitivo. Die vollreifen Trauben sorgen für die marmeladige, konzentrierte Frucht; der Ausbau stellt die warme, weiche Aromatik in den Vordergrund.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen ein Potpourri aus Kirsche, Pflaume, Zimt und Vanille, dazu eine marmeladige, an eingekochte Früchte erinnernde Note. Weich und aromatisch, abgerundet von einer warmen, konzentrierten Fruchtsüße. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: Primitivo, vollreife Trauben

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Weine

Agerre Txakoli

Weißwein · Txakoli · Baskenland

Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria · Baskenland trocken leicht prickelnd ~11 % vol. 100.000 Flaschen

Der Agerre Txakoli ist ein leichter, trockener Weißwein aus dem baskischen Fischerdorf Getaria, erzeugt von Elizabeth und Emilio Ostolaza Manterola aus der Rebsorte Hondarrabi Zuri. Die Weinberge sind in kleinste Parzellen geteilt und liegen an welligen Hängen nahe dem Atlantik. Ein Teil der Gärungskohlensäure bleibt im Wein, daher das typische leichte Prickeln. Sehr trocken, grün und säurebetont – ein klassischer Txakoli für Tapas.


Getaria – D.O. Getariako Txakolina, Baskenland

Bodega Agerre liegt auf einer Anhöhe zwischen den Weilern San Prudentzio und Askizu bei Getaria, rund einen Kilometer vom Kantabrischen Meer. Die Familie kultiviert hier seit Generationen Txakoli; in den 1980er-Jahren entstand die heutige Marke. Elizabeth und Emilio Ostolaza Manterola bewirtschaften zahlreiche kleine Parzellen auf kalkhaltigen Böden. Das kühle, atlantisch geprägte Klima verleiht dem Wein seinen grünen, säurefrischen Charakter.

Assemblage und Ausbau

Erzeugt aus Hondarrabi Zuri, der wichtigsten Rebsorte der D.O. Getariako Txakolina. Vergoren wird im Edelstahltank, ohne Holz; ein Teil der Gärungskohlensäure bleibt erhalten und gibt dem Wein sein leichtes Prickeln. Der Txakoli ist sehr trocken und mit rund 11 % vol. niedrig im Alkohol. Traditionell schenkt man ihn aus mindestens 50 cm Höhe ins Glas, damit er „bricht" und sein Aroma freisetzt.

Im Glas

Helle, grünlich schimmernde Farbe mit leichtem Prickeln. Im Duft grün und frisch, mit Noten von grünem Apfel, Zitrus und einer kühlen, fast schneeartigen Frische. Am Gaumen sehr trocken und säurebetont, mit salziger Mineralität und einem grünen, knackigen Kern. Ein Wein voller Spannung, dessen Suchtfaktor sich erst nach den ersten Schlucken erschließt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: baskische Tapas und Pintxos, frische Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Sushi und Anchovis. Ein Aperitif-Wein, gut gekühlt zu servieren. Txakoli trinkt man jung, am besten innerhalb eines Jahres nach der Füllung. Serviertemperatur 6–8 °C, aus der Höhe ins Glas geschenkt.


Lage Getaria, Gipuzkoa · Baskenland (Spanien)
Klassifikation D.O.P. Getariako Txakolina
Ausbau Edelstahltank, mit erhaltener Gärungskohlensäure

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Rebsorten

Huber Spätburgunder Alte Reben trocken 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Alte Reben (gehobener Ortswein) Bernhard Huber Malterdingen · Baden Reben ~30–70 Jahre Muschelkalk Maischegärung · ~⅓ neues Barrique unfiltriert · 2023

Der Bernhard Huber Spätburgunder Alte Reben 2023 ist ein gehobener Ortswein aus den ältesten Malterdinger Parzellen – schon unter Bernhard Huber einer der großen deutschen Pinots. Dicht und kraftvoll, zugleich elegant und mineralisch.


Alte Reben – die ältesten Malterdinger Parzellen

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

In den „Alte Reben" fließen viele Parzellen unmittelbar neben dem Bienenberg GG – allesamt Malterdinger Lagen, dazu abgestufte Bienenberg-Fässer. Die Reben sind zwischen rund 30 und fast 70 Jahre alt und wurzeln auf kalk- und muschelkalkreichen Böden. Ihre geringen Erträge verleihen dem Wein besondere Tiefe und Konzentration.

Jahrgang 2023 – Baden

Nach dem trockenen 2022 füllten reiche Winterniederschläge die Wasserreserven; die älteren Reben kamen gesund durch den heißen, trockenen Frühsommer. Ein regenreicher August brachte die Wende und sicherte Frische und Balance. 2023 verbindet aromatische Dichte mit rassiger Kühle – ideale Voraussetzungen für einen dichten, zugleich transparenten Pinot.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (gehobener VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder von alten Reben auf Muschelkalk.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; im herausfordernden Jahr wurde etwas kräftiger extrahiert (sechs- bis achtmal untergestoßen), um Dichte und Gerbstoff zu gewinnen. Der Ausbau erfolgt rund 16 bis 18 Monate in burgundischen Barriques, davon etwa ein Drittel neues Holz. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein dichter, zugleich transparenter Pinot: rote Kirsche und Himbeere, dazu Cassis und Cranberry, feine Kräuter- und Gewürznoten sowie eine rauchig-mineralische Nuance und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-frischen, langen Nachhall.

Rote Kirsche, Himbeere und Cranberry über Cassis, feiner Würze und rauchiger Mineralität – saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, salzig-frischem Nachhall.

Ein dichter, langlebiger Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); alte Reben (~30–70 Jahre) auf kalk-/muschelkalkreichen Böden, u. a. neben dem Bienenberg
Klassifikation: Spätburgunder, gehobener VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, ~16–18 Monate in burgundischen Barriques (~⅓ neu), unfiltrierte Füllung

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Weine

Jörg Geiger !Wehmut Apfelwermutwein

Wermut · Aperitif · Streuobstwiese · Deutschland

Jörg Geiger !Wehmut ist ein Apfelwermutwein – eine Aromenentführung in die alte Wiesenobst-Landschaft am Nordrand der Schwäbischen Alb, wo noch heute Wermut angebaut wird. Bewusst herb und trocken, mit Kräuternoten, duftenden Gewürzen und Blüten – einfach außergewöhnlich.


Schwäbische Alb

Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat in Baden-Württemberg ist bekannt für ihre Streuobst-Spezialitäten. Der !Wehmut führt in die alte Wiesenobst-Landschaft am Nordrand der Schwäbischen Alb – eine Region, in der noch heute Wermut angebaut wird.

Zutaten und Reifung

Im Gegensatz zum klassischen Wermut auf Traubenweinbasis bildet hier Apfelwein von der Streuobstwiese die Grundlage. Er wird mit Wermutkraut, Gewürzen und Blüten aromatisiert und bewusst herb und trocken abgestimmt.

Im Glas

Goldgelb mit bernsteinfarbenen Reflexen. In der Nase duftende Kräuter, Gewürze und Blüten über feiner Apfelfrucht. Am Gaumen trocken und herb-würzig, mit der typischen Wermut-Bitternote und langem, kräuterwürzigem Nachhall.

Im Glas und in der Küche

Gut gekühlt pur oder auf Eis als Aperitif, ebenso mit Tonic oder Soda und im Cocktail. Auch zum Würzen und Ablöschen in der Küche geeignet.

Ideal: pur, auf Eis, mit Tonic/Soda, im Cocktail.


Herkunft: Nordrand der Schwäbischen Alb (Deutschland); Manufaktur Jörg Geiger
Art: Apfelwermutwein (aromatisierter Wermut auf Apfelbasis), herb/trocken
Zutaten: Apfelwein, Wermutkraut, Gewürze, Blüten
Charakter: bewusst herb und trocken abgestimmt

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Spirituosen

Schwebebahn Dry Gin

Spirituose · Gin · Wuppertal · Deutschland

Schwebebahn Dry Gin zeigt sich besonders blumig im Bouquet – ein Strauß aus Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte. Im Geschmack kommt eine sehr kräutrige Note zum Tragen: reichlich Wacholder, etwas Kardamom und Thymian.


Herkunft / Wuppertal

Der Schwebebahn Dry Gin trägt das Wahrzeichen Wuppertals im Namen. Im klassischen Dry-Gin-Stil steht der Wacholder klar im Zentrum, ergänzt um ein blumig-kräutriges Botanical-Profil.

Botanicals und Destillation

Im Zentrum steht der Wacholder, umspielt von floralen Botanicals wie Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte sowie würzigen Komponenten wie Kardamom und Thymian. So entsteht ein blumig-kräutriger Dry Gin mit klarer Wacholderbasis.

Im Glas

Klar. In der Nase ausgeprägt blumig, mit Hibiskus, Veilchen, Rose und Kirschblüte. Am Gaumen kräutrig und würzig, mit reichlich Wacholder, etwas Kardamom und Thymian; trockener, aromatischer Abgang.

Pur und im Drink

Empfohlen wird ein mediterranes bzw. leichteres Tonic Water, das die blumig-kräutrige Aromatik unterstreicht.

Ideal: im Gin & Tonic mit mediterranem/leichtem Tonic Water, garniert mit Thymian oder essbaren Blüten.


Herkunft: Wuppertal (Deutschland); Weinhandlung Oellingrath
Art: Dry Gin
Botanicals: Wacholder, Hibiskus, Veilchen, Rose, Kirschblüte, Kardamom, Thymian u. a.
Serviertipp: mit mediterranem/leichtem Tonic Water

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Weine

Franck Bonville Champagner Grand Cru Blanc de Blancs brut

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Grand Cru Blanc de Blancs Brut ist die Chardonnay-Cuvée des Hauses aus verschiedenen Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs. Elegant und aromatisch vielfältig, mit weißen Blüten, Zitrus und reifer Frucht. Unsere Hausmarke.


Champagne / Côte des Blancs

Franck Bonville ist ein renommiertes Champagnerhaus aus Avize an der Côte des Blancs. Die Trauben für diesen Brut stammen von verschiedenen Weinbergen der Grand-Cru-Gemeinden der Côte des Blancs, wo qualitativ hochwertige Chardonnay-Trauben für elegante, aromatisch vielfältige Champagner gedeihen.

Rebsorte und Herstellung

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus Grand-Cru-Lagen. Der Champagner entsteht in klassischer Flaschengärung mit Reifung auf der Hefe, was ihm seine feine Perlage und Eleganz verleiht. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase weiße Blüten wie Akazie und Orange, dazu Zitrusfrüchte, weißer Pfirsich und Grapefruit. Am Gaumen leicht und frisch, mit klaren Aromen reifer Früchte und salzigen Anklängen; eleganter Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Champagne, Côte des Blancs (Grand-Cru-Gemeinden), Frankreich; Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, brut
Herstellung: klassische Flaschengärung, Hefereife

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