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7. Mai 2018

Weine

Vier Absagen und ein Sieger

Vier Absagen und ein Sieger Nach längerer Zeit war wieder einmal eine kleine Wein- Blindprobe angesagt. Die Rebsorte Chardonnay stand diesmal im Focus und die

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Weine

Domaine Bretaudeau La Justice blanc 2023 BIO

Weißwein · Loire · Chardonnay & Savagnin

80% Chardonnay · 20% Savagnin Loire (Vin de France) Granit & Quarz 2023 · Bio (FR-BIO-01) Beton · Amphore · Holz

Der La Justice blanc 2023 Bio von Jérôme Bretaudeau ist eine ausdrucksstarke Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin von mineralreichen Granitböden an der Loire. Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – Bretaudeaus Antwort auf die besten Jura-Weine.


Loire – Granit mit Quarzadern

La Justice wächst an der Loire auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind. Diese Unterlage gibt dem Wein seine salzige Mineralität und Spannung. Die Chardonnay-Reben sind rund 30 Jahre alt, der Savagnin stammt aus jüngeren, etwa sechsjährigen Reben.

Mit der Jura-Sorte Savagnin und dem ungewöhnlichen Ausbau ist La Justice eine vinophile Antwort auf den Jura-Stil. Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01); der Wein wird als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die Weißweine steht 2023 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieser Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin, Jahrgang 2023, von Hand gelesen und ohne Eingriffe des Winzers vinifiziert (FR-BIO-01).

Die Reife erfolgt in einer Kombination aus ovalen Betonzisternen, 800-Liter-Amphoren und doppelwandigen Holzfässern. Diese Staffelung gibt dem Wein Struktur, Tiefe und vielschichtige Aromen.

Im Glas

In der Nase rauchige, mineralische und florale Aromatik mit großer Ausdruckskraft. Am Gaumen eine knackige, präzise Säure, elegante Länge und eine markante salzige Mineralität, die für Spannung und Finesse sorgt.

Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – die vinophile Antwort an die besten Jura-Weine, von der Loire.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller oder Sahnesauce, Pilzgerichte, dazu gereifter Hartkäse wie Comté. Ein Wein für würzige, herzhafte Gerichte.


Lage: Loire; mineralreicher Granitboden mit weißen und rosa Quarzadern
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: 80 % Chardonnay, 20 % Savagnin; Beton, 800-l-Amphore, doppelwandiges Holzfass; ohne Eingriffe

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Italien

I Muri Puglia bianco

Weißwein · Cuvée · Apulien · Italien

I Muri Puglia Bianco ist eine frische Weißwein-Cuvée der Fantini Group aus dem sonnenverwöhnten Apulien. Saftig, klar und trocken – herzhaft und fruchtig im Geschmack. Der Sommer kann kommen.


Apulien

Die Trauben stammen aus Apulien, dem sonnigen Süden Italiens. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, fruchtbetonte Weine hervor.

Assemblage und Ausbau

Frische Weißwein-Cuvée aus typischen Rebsorten Apuliens. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die saftige, klare Frucht. Ein unkomplizierter, zugänglicher Sommerwein.

Im Glas

Helles Gelb. In Nase und Gaumen klare, frische Frucht. Am Gaumen saftig, herzhaft und fruchtig, mit animierender Säure und trockenem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, zu leichter Küche oder einfach solo auf der Terrasse.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Antipasti, Salate und leichte Pasta.


Lage: Apulien (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Weißwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Rebsorten

Fratelli Revello Langhe Nebbiolo

Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1996 gebrauchte Barriques 2024

Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.


Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.

Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.

Jahrgang 2024 – Langhe

Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.

Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,9 ha, Süd­ost- (230 m) und Südwest-Ausrichtung (250 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1996
Klassifikation: Langhe Nebbiolo DOC, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; Reifung in

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Spanien

Conde Pinel Old Vines

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Tempranillo

100 % Tempranillo Vino de la Tierra de Castilla 600 bis 800 m Reben rund 30 Jahre 4 Monate französische Eiche trocken

Conde Pinel Old Vines ist ein Rotwein von Hammeken Cellars aus Zentralspanien. Der reinsortige Tempranillo von rund 30 Jahre alten Reben reifte vier Monate in französischer Eiche – rubinrot, mit reifer Beerenfrucht, dunkler Schokolade und Kaffeenoten.


Alte Reben auf der Hochebene von Kastilien-La Mancha

Der Conde Pinel Old Vines trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla, die die Weinbaugebiete von Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid umfasst – die größte zusammenhängende Rebfläche der Welt. Die Reben stehen auf der Meseta zwischen 600 und 800 Metern Höhe.

Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer, kalte Winter, wenig Niederschlag. Was diese Bedingungen erträglich macht, ist die Höhe. Sie sorgt für kühle Nächte und damit für große Tag-Nacht-Unterschiede – die Trauben reifen tagsüber aus und behalten nachts ihre Säure. Die kalkhaltigen Ton- und Sandböden speichern die Winterfeuchte und geben sie über den regenlosen Sommer an die Wurzeln ab.

Tempranillo heißt in dieser Region traditionell Cencibel und ist hier seit Jahrhunderten die bestimmende rote Sorte. Entscheidend für diesen Wein ist das Rebalter: Mit rund 30 Jahren tragen die Stöcke weniger, ihre Wurzeln reichen tiefer, und die Trauben kommen konzentrierter und gleichmäßiger in den Keller als von Junganlagen. Hammeken Cellars, gegründet 1996 vom Dänen Nicholas Hammeken, arbeitet mit Partnerbetrieben in zahlreichen spanischen Anbaugebieten.

Rebsorte und Fassreife

Reinsortiger Tempranillo. Die Gärung läuft temperaturkontrolliert – kühl geführt, damit die Frucht im Wein bleibt und nicht in der Gärluft verloren geht.

Es folgen vier Monate in französischen Eichenfässern. Diese kurze Zeit ist bewusst gewählt: Sie rundet die Gerbstoffe und legt Röstnoten an, ohne die Frucht zu überdecken – das Gegenteil des klassischen spanischen Barriqueausbaus über ein oder zwei Jahre. Französische statt amerikanischer Eiche verstärkt den Effekt, weil sie weniger Vanille und Kokos abgibt und stattdessen feinkörnigere Gerbstoffe beisteuert. Daher die Schokoladen- und Kaffeenote im Glas, die nicht süßlich wirkt.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife Beerenfrucht, schwarze Kirsche und Pflaume, dazu dunkle Schokolade und geröstete Kaffeebohnen. Am Gaumen vollmundig und dicht, weich und rund, mit gutem Druck und anhaltendem Abgang.

Vier Monate Holz statt zwölf – gerade genug für Röstnoten, zu wenig, um die Frucht alter Reben zuzudecken.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen im Glas reicht. Über die nächsten Jahre zu trinken, solange die Frucht trägt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, Wild und Hartkäse. Ebenso zu Gegrilltem, Chorizo, geschmorter Lammschulter und allem mit Röstaromen – ein zugänglicher Tempranillo für herzhafte Küche.


Produzent Hammeken Cellars
Rebsorte 100 % Tempranillo
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene auf 600 bis 800 m · kalkhaltige Ton- und Sandböden
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · trocken
Vinifikation temperaturkontrollierte Gärung
Ausbau vier Monate in französischer Eiche
Rebenalter rund 30 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Rebsorten

Robert Weil Riesling Kiedrich Gräfenberg Beerenauslese 2015

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Kiedrich Gräfenberg Beerenauslese edelsüß 2015

Die Robert Weil Kiedrich Gräfenberg Riesling Beerenauslese 2015 ist eine edelste Beerenauslese mit hochfeiner Botrytis – sehr elegant, mit faszinierendem Säure-Süße-Spiel. Ein Wein für die Ewigkeit aus einer der größten Lagen des Rheingaus.


Kiedrich Gräfenberg – Weltklasse-Lage des Rheingaus

Das Weingut Robert Weil in Kiedrich zählt zu den weltweit renommiertesten Adressen für Riesling – und ist berühmt für seine edelsüßen Raritäten, die zu den begehrtesten Weinen der Welt gehören. Höchste Präzision im Weinberg und kompromisslose Selektion bei der Lese sind die Grundlagen dieser Qualität.

Der Kiedrich Gräfenberg ist die berühmte Monopol-Toplage des Guts – eine steile Südlage auf phyllitischem Schiefergestein, die als VDP.Grosse Lage klassifiziert ist. Ihr besonderes Mikroklima begünstigt die Edelfäule (Botrytis) und schafft die idealen Voraussetzungen für große edelsüße Prädikatsweine von enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2015 – Rheingau

2015 gilt im Rheingau als herausragender Riesling-Jahrgang: ein warmer, sonnenreicher Sommer und ein optimaler Herbst brachten vollreifes, kerngesundes Lesegut mit großer Substanz und feiner Säure. Ideale Bedingungen für edelsüße Spitzenweine, in denen sich die Botrytis in ihrer reinsten, hochfeinsten Form zeigt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2015, Prädikat Beerenauslese, edelsüß.

Selektive Lese überreifer, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren von Hand, in mehreren Durchgängen. Schonende Gärung, die einen großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Aufgrund der winzigen Erntemenge eine echte Rarität.

Im Glas

Leuchtendes Goldgelb. In der Nase ein betörendes, hochfeines Bukett von kandierter Aprikose, Quitte und Mango, Honig und Akazienblüte, untermalt von der edlen, hochfeinen Botrytis-Würze und einem mineralischen Zug. Am Gaumen dicht und vielschichtig, mit konzentrierter, schmelziger Süße, die von einer rassigen, perfekt balancierten Säure getragen wird – ein faszinierendes Säure-Süße-Spiel von großer Eleganz.

Edelste Beerenauslese mit hochfeiner Botrytis – sehr elegant, ein Wein für die Ewigkeit.

Der lange, vielschichtige Nachhall klingt minutenlang nach. Ein Wein mit praktisch unbegrenztem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose, Mango oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Kiedrich Gräfenberg (Deutschland); steile Südlage, phyllitisches Schiefergestein; VDP.Grosse Lage (Monopol)
Klassifikation: Rheingau, Riesling Beerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße

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Rebsorten

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria DOC

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria ist ein reinsortiger Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in der Region Puglia. Die reifen Trauben wurden handverlesen, sanft gepresst und der Wein im Holzfass gereift. Granatrot in der Farbe, zeigt er komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden der Region Puglia, rund um die Stadt Manduria. Das warme, mediterrane Klima und die sonnenverwöhnten Böden bringen besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo. Die handverlesenen, reifen Trauben werden sanft gepresst; anschließend reift der Wein im Holzfass, das ihm Würze, Tiefe und weiche Tannine verleiht.

Im Glas

Granatrot. In der Nase komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille. Am Gaumen ein vollmundiges Potpourri aus Kakao, reifem Pflaumenkompott und Kaffee, abgerundet von einer samtigen Fruchtsüße und weichen Tanninen. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: 100 % Primitivo, Handlese, Holzfassreife

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Weine

Frank John Pinot Noir Kalkstein 2020 BIO

Rotwein · Pinot Noir · Pfalz · Deutschland

Frank John Pinot Noir Kalkstein ist ein biodynamischer Spätburgunder aus der Pfalz. Das Traubenmaterial stammt ausschließlich von Lagen mit hohem Kalkanteil; Maischegärung, bis zu zwei Jahre Fassreife und unfiltrierte Füllung ergeben einen klaren, würzigen und facettenreichen Pinot mit Tiefe.


Kalkstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubenmaterial für den Pinot Noir wächst ausschließlich auf Pfälzer Lagen mit hohem Kalkanteil – der Kalkboden gibt dem Wein Finesse, Würze und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Spätburgunder). Die Trauben werden in traditioneller Art auf der Maische vergoren, anschließend folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern und wird erst dann unfiltriert abgefüllt.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Kirsche, Himbeere –, dazu feine Würze und erdig-mineralische Noten vom Kalkboden. Am Gaumen klar und facettenreich, mit seidiger Textur, feinkörnigen Tanninen und Tiefe. Langer, würziger Abgang mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren; etwas Luft tut ihm gut. Ein eleganter Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein-Lagen
Klassifikation: Pinot Noir / Spätburgunder – Rotwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Maischegärung, biologischer Säureabbau; bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern, unfiltriert

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Rebsorten

Angerville Volnay Champans 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Champans 3,98 ha · Südosthang oben Kalkfels, unten Lehm und Stein entrappt · Remontage statt Pigeage rund 20 % neues Holz 2020

Der Volnay Champans 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus der größten Premier-Cru-Parzelle des Guts, knapp vier Hektar in einer Lage, die schon im 19. Jahrhundert zu den besten von Volnay gezählt wurde. Ein reicher, vollmundiger Pinot Noir mit Fülle und Länge, gelesen früh in einem sehr warmen Jahr.


Champans – eine der historischen Spitzenlagen von Volnay

Champans liegt im Zentrum der Premiers Crus von Volnay, direkt nördlich von Caillerets. In den Einteilungen des 19. Jahrhunderts stand die Lage als Tête de Cuvée an der Spitze – der Begriff bezeichnete damals die besten Lagen eines Ortes, lange bevor die heutigen Appellationen festgelegt wurden.

Mit 3,98 Hektar ist Champans die größte Cru-Parzelle von Angerville: zwei parallele Stücke mit rund 300 Meter langen Rebzeilen, die nach Südosten den ganzen Hang hinablaufen. Oben stehen die Reben auf kargem Kalkfels, weiter unten auf tieferem, lehmig-steinigem Boden. Die oberen Partien liefern Spannung und Feinheit, die unteren Körper und Fülle – in einer einzigen Parzelle liegt so die Bandbreite, die andere Weine erst durch Assemblage erreichen.

Gepflanzt ist der Pinot d'Angerville, die hauseigene Selektion alter Reben des Guts mit kleinen, lockerbeerigen Trauben.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 gehört zu den wärmsten und trockensten Jahrgängen, die Burgund erlebt hat. Der Austrieb kam früh, der Sommer blieb heiß und nahezu regenlos, die Beeren klein. Die Lese begann in der Côte de Beaune bereits im August – für viele Güter so früh wie nie zuvor.

Die entscheidende Frage des Jahres war der Lesezeitpunkt. Guillaume d'Angerville las sehr früh und gab dem Gleichgewicht von Zucker und Säure den Vorzug vor maximaler Reife der Schalen und Kerne. Das Ergebnis sind trotz der Hitze fein gezeichnete, präzise Weine, deren Konzentration aus dem Jahr kommt und deren Frische aus der frühen Lese.

Remontage statt Pigeage

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020. Die Trauben werden vollständig entrappt und klassisch auf der Maische vergoren. Zweimal täglich wird der Most über den Tresterhut gepumpt (Remontage); auf das Unterstoßen des Huts (Pigeage) verzichtet das Gut bewusst. Das Überpumpen löst Farbe und Aroma schonender und nimmt weniger harte Gerbstoffe mit – bei einem Jahrgang mit dicken Schalen ein wichtiger Unterschied.

Ausgebaut wird im Fass mit rund 20 % neuem Holz – genug für Struktur, zu wenig, um die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Klares, helles Rubinrot. In der Nase schwarze Kirsche und Himbeere, dazu ein Hauch Feige, Orangenschale und Kakao, darunter Gewürz, Waldboden und eine erdige Note. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, reich und strukturiert, mit feinem, kreidigem Tannin und einer salzigen Frische, die die Fülle trägt. Der Abgang ist lang.

Kalkfels oben, Lehm unten, eine frühe Lese im heißen Jahr: Champans vereint Fülle und Spannung in einer Parzelle.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Der Wein braucht fünf bis zehn Jahre, um sich ganz zu entfalten.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Bresse-Poularde mit Morcheln, Rehrücken und Rinderfilet mit Trüffeljus.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Champans, Volnay, Côte de Beaune · Südosthang · oben Kalkfels, unten lehmig-steinig · 3,98 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2020
Vinifikation vollständig entrappt · Maischegärung mit zweimal täglicher Remontage · ohne Pigeage
Ausbau Fass mit rund 20 % neuem Holz
Trinkempfehlung 2026 bis 2040

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