VDP. Der neue Jahrgang – Es ist Zeit für 2017!

VDP. Der neue Jahrgang – Es ist Zeit für 2017!

Frühling – während die Reben bereits knospen und schon Grundsteinchen für den neuen Jahrgang legen, feiern die ersten Weine des zurückliegenden Jahres endlich ihre Premiere. Aus den Kellern der VDP.Winzer ist viel Lob für den 2017er zu hören. In den kommenden Wochen können sich Weinexperten, Weinliebhaber und Neugierige bei vielen VDP.Jahrgangspräsentationen der Regionen und Weingüter ihr eigenes Bild der Weine machen.
Wenn die Sprache auf den 2017er Jahrgang kommt, raunen sich Winzer bereits Vergleiche mit erstklassigen Jahrgängen zu: 2001 und 2004 kommen ins Spiel. Die „reife und durchdringende Noblesse“ des Einsers in Kombination mit der „eleganten Rasse und dem Extrakt“ des Vierers – so könnte sich der 2017er entwickeln, prognostiziert beispielsweise Klaus Peter Keller vom VDP.Weingut Keller in Rheinhessen. Auch der elegante 2010 wird bei den Roten als Maßstab herangezogen. Man kann heraushören: Vom 2017er kann wohl Großes erwartet werden! Fast vergessen die Strapazen des zurückliegenden Weinjahres.

Insgesamt sind die meisten VDP.Winzer sehr zufrieden mit dem, was sie in den kommenden Wochen bei ihren Frühjahrsproben, Jahrgangspräsentationen und der VDP.Weinbörse den heimischen und internationalen Weinliebhabern und -experten zeigen dürfen. „Es liegen ausgezeichnete Weine in unseren Kellern mit feiner Säure und guter Struktur“, sagt Steffen Christmann, Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter und Winzer im Pfälzer VDP.Weingut A. Christmann. „An der Nahe brachte der Jahrgang 2017 feine, charmante Weine. Deutlich zugänglicher und feinfruchtiger als die 2016er. Frischer und animierender als die 2015er. Wir sind hoch zufrieden”, beschreibt Winzer und VDP.Nahe-Vorsitzender Frank Schönleber vom VDP.Weingut Emrich-Schönleber die Weine in seiner Region. Richard Grosche vom VDP.Weingut Reichsrat von Buhl ergänzt: „Ich bin super glücklich mit der Qualität, die Säure ist fantastisch, ich liebe solche Jahrgänge. Nicht während der Weinlese, aber danach.“ „Unser Beruf lebt ja von Herausforderungen“, fasst VDP.Winzer Rudolf May vom gleichnamigen Weingut in Franken zusammen. „Es war ein kompliziertes Jahr.“ Die Menge der Trauben sei am Schluss sehr klein gewesen, jedoch mit enormer Intensität. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahrgang 2017“, so May.

Das Weinjahr 2017 hat viele Winzernerven gekostet: Der frühe Austrieb in einem warmen, frühen Frühjahr wurde vieler Orts durch starke Spätfröste bestraft. Blüte und Reifephase gestalteten sich zunächst trocken später dann aber auch mancherorts eher nass – alles bei hohen Durchschnittstemperaturen. Hagel und Starkregen machten den Winzern im August besonders im Rheingau und in Rheinhessen zu Schaffen. In allen Regionen wurde früh und schnell gelesen, zumal die Reifegrade in unterschiedlichen Weinbergen in diesem Jahr sehr einheitlich waren. Es mussten also Trauben aus vielen Lagen gleichzeitig geerntet werden. Manche Weingüter beendeten ihre Lese bereits Ende September – ein historisch früher Zeitpunkt.

Wie zwischen all diesen Extremen ein voraussichtlich erstklassiger Jahrgang entstanden ist? Das hat viele Faktoren. Hier einige Beispiele, welche – fast schon positiven – Auswirkung die Wetterlaunen auf den Jahrgang hatten.

Turboreife

Durchschnittlich liegen zwischen Blüte und Traubenlese hundert Tage. 2017 waren es nur 81 bis 88. „Die anhaltenden Niederschläge während des Sommers verbunden mit hochsommerlichen Temperaturen waren die Triebkraft dieser Turboreife“, sagt Robert Haller, Vorsitzender des VDP.Franken und Betriebsleiter im VDP.Weingut Bürgerspital zum hl. Geist in Würzburg.

Hagel

Hagel ist zerstörerisch, beschädigt Reben und Trauben oder lässt sie sogar platzen und bietet damit eine Angriffsfläche für Pilzinfektionen. Wenn das angegriffene Rebgut entfernt ist, um Krankheiten zu verhindern, kommt das einer – natürlichen – Ertragsreduzierung gleich. „Von der schweren Last befreit … sind sie (die Reben) so richtig durchgestartet und haben umso mehr wertvolle Inhalts- und Aromastoffe in den verbliebenen, gesunden Trauben eingelagert“, berichtet VDP.Winzer Klaus Peter Keller.

Frost

Durch den Spätfrost am 20. April 2017, der Triebe und Knospen teilweise erfrieren lies, verlief die Entwicklung der Trauben mancherorts nicht einheitlich. „Die Trauben waren unglaublich unterschiedlich. Teils gab es innerhalb einer Traube drei verschiedene Reifezustände von 75 bis über 89° Oechsle. Durch die unterschiedliche Reifestruktur innerhalb der Traube erfüllt sich ein attraktives Paradoxon: viel Säure bei hohen Mostgewichten. Es wird im gehobenen Segment eine breite Palette geben. Von mineralisch-trockenen Grand Crus bis zu hochgradigen Botrytis-Auslesen“, sagt Florian Lauer vom VDP.Weingut Peter Lauer an der Saar.

Niedrige Erträge waren allenorts ein Seiteneffekt des Wankelwetters. In manchen Weingärten lagen die gelesenen Mengen um die 20 Hektoliter je Hektar oder noch darunter. Manche Winzer berichten von Durchschnittsmengen im Betrieb von 50 bis 60 Hektolitern je Hektar und noch darunter – im Vergleich: Die Erntemenge für die VDP.Topqualitäten – den Weinen aus VDP.GROSSEN LAGEN® liegt bei 50 Hektolitern je Hektar.

Für Weinliebhaber und -experten beginnt nun die spannende Zeit der Entdeckungen: Manche der 2017er Weine – vor allem die VDP.GUTSWEINE aber auch viele VDP.ORTSWEINE – sind bereits auf der Flasche und können bei vielen VDP.Weingütern bereits probiert werden. Andere, etwa die Weine aus VDP.ERSTEN LAGEN® und VDP.GROSSEN LAGEN®, dürfen noch etwas (oder auch noch etwas länger) im Keller reifen. Ab Ende April werden sie von den Weingütern gezeigt, ab 1. Mai sind sie im Handel. Quelle: VDP

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Deutschland

Dietrich ABC ... Buchstabensalat

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich ABC … Buchstabensalat ist eine Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Vollreife, selektierte Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen der Pfalz, schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert, lassen den Wein in seinen ganzen Facetten erstrahlen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für vollreife Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen – die Basis für diese ausdrucksstarke Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Der Riesling bringt klare Frucht und ein lebendiges Säurespiel, der Sauvignon Blanc krautig-fruchtige Würze und Aromatik. Schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klare Frucht nach Pfirsich und Zitrus, dazu krautig-würzige Anklänge und ein Hauch Stachelbeere vom Sauvignon Blanc. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit feinem Säurespiel und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Salaten, Spargel, Geflügel und leichten Sommergerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus 70 % Riesling & 30 % Sauvignon Blanc
Ausbau: schonende Vinifikation, fruchtbetont

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Rebsorten

Sutil Grand Reserve Cabernet Sauvignon

Wein · Rotwein · Colchagua · Chile

Viña Sutil Gran Reserva Cabernet Sauvignon zeigt sich in funkelndem Rot und besticht durch ein feines Bukett von reifen Johannisbeeren und Rosinen. Noten von frischen Brombeeren, Kräuterwürze und dunkler Schokolade runden das Geschmacksbild ab.


Colchagua / Chile

Das Weingut Viña Sutil erzeugt seine Weine in Chile, einem der bedeutendsten Anbauländer für Cabernet Sauvignon. Das warme, trockene Klima mit kühlen Nächten bringt reife, kräftige und zugleich ausgewogene Rotweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Cabernet Sauvignon. Als Gran Reserva reift der Wein 12 Monate in französischen und amerikanischen Eichenfässern, was ihm reife Tannine, Struktur und einen Hauch Nussaroma verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Funkelndes, tiefes Rot. In der Nase reife Johannisbeere und Rosine, dazu frische Brombeere, Kräuterwürze und dunkle Schokolade. Am Gaumen vollmundig, mit reifen Tanninen, dunkler Frucht, einem Hauch Nuss und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kräftiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Steak, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Chile; Viña Sutil
Klassifikation: Gran Reserva – 100 % Cabernet Sauvignon, trocken
Ausbau: 12 Monate in französischen und amerikanischen Eichenfässern

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2020

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kühlen, klar gezeichneten Riesling, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2020; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Weine

Weinreich Mineral brut BIO

Wein · Sekt · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Mineral Brut ist ein biozertifizierter, handgerüttelter Winzersekt, dessen Name Programm ist: Die von Kalkmergel geprägten Löss-Lehm-Verwitterungsböden geben ihm seine unvergleichliche Mineralität. Elegant, mit sehr zarter Perlage, duftig und frisch wie Meeresgischt.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen. Die Löss-Lehm-Verwitterungsböden, geprägt von Kalkmergel, verleihen dem Sekt seine namensgebende Mineralität. Das Gut arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022).

Assemblage und Herstellung

Cuvée aus 50 % Pinot Noir, 30 % Pinot Meunier (Schwarzriesling) und 20 % Chardonnay. Der Saft wurde mittels Ganztraubenpressung gewonnen und langsam mit traubeneigenen Hefen vergoren. Nach dem Hefelager im Tonneau folgte die klassische Flaschengärung und ein weiteres Hefelager über 30 Monate. Anschließend handgerüttelt. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit sehr zarter, anhaltender Perlage. In der Nase duftig und frisch, mit Walderdbeeren und einem Hauch Brioche. Am Gaumen elegant und mineralisch, mit einer dezenten Salznote und einem geraden, knackigen Finish; klarer, langer Nachhall.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Aperitif, Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Winzersekt – Cuvée aus 50 % Pinot Noir, 30 % Pinot Meunier (Schwarzriesling) & 20 % Chardonnay, brut
Herstellung: Ganztraubenpressung, Spontangärung, Hefelager im Tonneau, klassische Flaschengärung, 30 Monate Hefelager, handgerüttelt

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Spanien

Envinate Albahra tinto 2023

Rotwein · Almansa · Garnacha Tintorera & Moravia Agria

70 % Garnacha Tintorera 30 % Moravia Agria Almansa (Castilla-La Mancha) Envínate Beton & gebrauchte Barriques 2023

Der Envínate Albahra 2023 ist eine Cuvée aus 70 % Garnacha Tintorera und 30 % Moravia Agria aus Almansa – dank des rotfleischigen Alicante Bouschet von intensiver, üppiger Farbdichte. Mit reifer Kirsche, satter Brombeere, Holunderblüte und dunkler Schokolade: viel Kraft, Würze und Mineralität.


Albahra – Envínates Wein aus Almansa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte und kontinentale Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Das Almansa-Projekt verantworten Laura Ramos und José Martínez. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese und minimalem Eingriff.

Der Albahra ist die regionale Cuvée aus Almansa im Südosten der Meseta. Das Besondere an der hier eingesetzten Garnacha Tintorera (auch Alicante Bouschet genannt): Sie gehört zu den seltenen Sorten mit rotem Fruchtfleisch – das verleiht dem Albahra seine intensive, sehr üppige Farbdichte. Die perfekt ausgereiften Trauben wurden sorgsam in der letzten Septemberwoche bis in den Oktober hinein per Hand selektiv gelesen.

Jahrgang 2023 – Almansa

Das kontinentale Höhenklima von Almansa – heiße Tage, kühle Nächte – bringt 2023 einen kraftvollen, zugleich frischen Rotwein mit reifer, dunkler Frucht, lebendiger Würze und mineralischer Spannung. Die rotfleischige Garnacha Tintorera sorgt für Dichte und Farbe, die Moravia Agria für Frische und Würze.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 70 % Garnacha Tintorera und 30 % Moravia Agria, aus dem Jahrgang 2023, Almansa, trocken.

Die Garnacha Tintorera wird komplett in Betontanks ausgebaut, während die Moravia Agria über mehrere Monate in gebrauchten Barriquefässern liegt. Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert.

Im Glas

In Duft und Geschmack brillieren reife Kirschen und satte Brombeeren; in Verbindung mit einer faszinierenden Holunderblüten-Aromatik ergibt sich ein tolles Fruchtspektrum. Gepaart mit einer respektablen Würze und dunklen Schokoladennoten, die vom Einsatz der Moravia Agria herrühren, ergibt sich ein wirklich geniales Potpourri. Viel Kraft, Würze, Mineralität und sehr gut eingebundene Gerbstoffe machen diesen Südspanier zum perfekten Rotwein für lange, kalte Kaminabende.

Reife Kirsche, satte Brombeere und Holunderblüte – viel Kraft, Würze, Mineralität und feine Gerbstoffe.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu reifem Käse – der perfekte Wein für kalte Kaminabende.


Lage: Almansa (Castilla-La Mancha, Spanien); kontinentales Höhenklima
Klassifikation: Almansa, 70 % Garnacha Tintorera, 30 % Moravia Agria (trocken)
Ausbau: Handlese; Garnacha Tintorera komplett im Betontank, Moravia Agria mehrere Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Weine

Le Petit Victor rose Bag in Box Merlot Grenache

Wein · Roséwein · Pays d'Oc · Frankreich

Le Petit Victor Rosé ist eine frische, fruchtige Rosé-Cuvée aus Grenache und Merlot aus dem Süden Frankreichs – praktisch abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box.


Pays d'Oc / Languedoc

Der Wein stammt aus dem Languedoc im Süden Frankreichs, wo das mediterrane Klima mit viel Sonne und kühlenden Brisen ideale Voraussetzungen für fruchtige, frische Rosés bietet. Erzeuger ist die renommierte Vereinigung Vignobles Foncalieu.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache und Merlot. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend und kühl vergoren, was die frische, fruchtbetonte Stilistik bewahrt. Abgefüllt in der 5-Liter-Bag-in-Box: Der Beutel schützt den Wein vor Sauerstoff, sodass er nach dem Anbruch mehrere Wochen frisch bleibt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase frische rote Frucht wie Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen saftig, frisch und unkompliziert, mit feiner roter Frucht und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Sommer- und Terrassenwein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: Salaten, Gegrilltem, Antipasti, Fisch und mediterraner Küche.


Lage: Pays d'Oc / Languedoc (Frankreich); Vignobles Foncalieu
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Rosé-Cuvée aus Grenache & Merlot, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, kühle Gärung (fruchtbewahrend)
Gebinde: Bag-in-Box, 5,0 Liter

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2023 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schieferton (Rotliegendes) steilste Parzelle Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2023 stammt von der steilsten Weinbergsparzelle Rheinhessens am Roten Hang. Ein Riesling von fast burgundischem Charakter, in dem der Stein dominiert: Tabak, Würze, Wildheit – schmelzig am Gaumen, mit schier unendlichem Nachhall.


Niersteiner Pettenthal – wo der Stein dominiert

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Südlich an den Rothenberg anschließend liegt das Pettenthal; beide Lagen gehen als Teil des Roten Hangs ineinander über, mit fast identischer Ausrichtung, Hangneigung und Bodenzusammensetzung. Der Name rührt vermutlich aus der Zeit kirchlichen Besitzes (Paters Tal = Tal der Mönche).

Auch hier dominiert der rote Schieferton, das berühmte „Rotliegende". Mit rund 170 Metern liegt das Pettenthal etwas höher als der Rothenberg, der Boden ist dadurch noch einen Tick karger; die Reben müssen tief in den weichen Stein wurzeln. Die Gutsparzelle ist mit mehr als 70 % Neigung die steilste Weinbergsparzelle Rheinhessens: Das Felsband des Roten Hangs tritt hier am ausgeprägtesten zutage, die Humusschicht ist extrem dünn, Nährstoffe finden sich nur tief im steinigen Boden. Mechanische Bewirtschaftung ist unmöglich – hier kann nur von Hand gearbeitet werden.

Jahrgang 2023 – Roter Hang (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Der karge rote Schieferton und die extreme Steillage bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von rotem Schieferton (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein steingeprägter Riesling von fast burgundischem Charakter: Statt vordergründiger Frucht dominieren Tabak, Würze und eine gewisse Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln. Am Gaumen schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität, lebendiger Säure und einem schier unendlichen Nachhall.

Statt Frucht dominieren Tabak, Würze und Wildheit, durchzogen von einem feinen Ton nach weißen Mandeln – schmelzig und tiefgründig, mit salziger Mineralität und schier unendlichem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niederhäuser Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); ~170 m, >70 % Neigung (steilste Parzelle Rheinhessens); roter Schieferton (Rotliegendes)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Dönnhoff Niederhäuser Klamm Riesling Kabinett 2021

Weißwein · Niederhausen (Nahe) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Niederhäuser Klamm Kabinett · fruchtsüß Dönnhoff VDP.Große Lage · Nahe Porphyr mit Schiefer · Eisenoxid steilste Lage der Nahe 2021

Der Dönnhoff Niederhäuser Klamm Riesling Kabinett 2021 stammt aus der steilsten Lage der Nahe, direkt neben der Hermannshöhle. Ein cremig-frischer Kabinett mit reifen Kernobstnoten und zupackender Säure – so geht „Kabinett".


Niederhäuser Klamm – steiles Amphitheater am Fluss

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Große Lage Klamm liegt flussaufwärts von Niederhausen, in direkter Nachbarschaft der berühmten Hermannshöhle. Der alte Name „Klamm" beschreibt einen Einschnitt in die Felsen des Berges.

Die Reben stehen in einem weiten, steilen Amphitheater mit Blick auf die Nahe – die Weinberge gehören zu den steilsten des gesamten Nahegebiets. Der extrem steinige Boden besteht aus gebrochenem, verwittertem Porphyr vulkanischen Ursprungs mit schiefrigen Elementen und hohem Eisenoxidanteil. Die Lage sammelt viel Wärme und sorgt für hohe Reife, bleibt im Wein aber stets elegant, mit feiner Säure.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus der Niederhäuser Klamm, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Porphyr mit schiefrigen Elementen.

Nach selektiver Handlese erfolgen Vergärung und Reife in Edelstahl und großen Eichenfudern, wodurch die aromatische Reinheit und der Ausdruck des vulkanischen Terroirs bewahrt bleiben. Die kühle Gärung erhält die feine Restsüße und die lebendige Säure.

Im Glas

Cremig, frischer Kabinett, der mit reifen Kernobstnoten und einer zupackenden Säure nur so um sich schmeißt. Griffig am Gaumen, lang und überzeugend mit sehr viel Spiel im Finish. So geht „Kabinett".

Cremig und frisch, mit reifen Kernobstnoten und zupackender Säure – griffig am Gaumen, lang und überzeugend, mit sehr viel Spiel im Finish.

Ein filigraner, sehr langlebiger Nahe-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Niederhäuser Klamm (VDP.Große Lage), Nahe; steilstes Amphitheater der Region, Nachbarschaft der Hermannshöhle; Porphyr mit schiefrigen Elementen, hoher Eisenoxidanteil
Klassifikation: Riesling Kabinett, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Vergärung und Reife in Edelstahl und großen Eichenfudern

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