Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 1: Ribera del Duero – das War

Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 1: Ribera del Duero – das War

Krisen kannte Ribera del Duero wahrlich viele. Aber jene der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts war dann doch noch einmal stärker, gravierender, existenzbedrohender. Weinbau gab es in dem, was heute als Ribera del Duero bekannt ist, nur noch an wenigen Ecken,  Absatzmärkte gingen verloren, Arbeitskräfte auch, die Industrie im Norden oder die Verwaltung in der Hauptstadt zahlten einfach besser, das Leben war geregelter, das Einkommen stabiler. Das Sterben der Dörfer begann, auch wenn das damals niemand so richtig wahrnehmen wollte.

Nach einhundert und zehn Jahren auf einem Hochplateau am Verbindungsweg von Aranda gen Sotillo braucht auch der tapferste Rebstock eine Stütze.

Weingüter mit so etwas wie einem Markt, einem bekannten Namen, Weine von ordentlicher bis guter Qualität, all dies fand man damals nur vereinzelt. Selbst Weinberge waren knapp. Ein paar Jahre später waren es gerade einmal dreizehn Weingüter, die eine Weinbauregion namens Ribera del Duero ins Leben riefen. In Extremis, könnte man meinen. Denn man hatte keine Zeit (und wohl auch keine Lust), ein eigenes Regelwerk zu generieren, man nahm das der Rioja und ersetzte nur die geographischen Begriffe.

Aus heutiger Sicht ist dieses Regelwerk ein Kompendium von Problemen: keine Teilregionen, sinnbefreite Auflagen hinsichtlich Reifedauer und -art der Weine, eine seltsam zusammengeschusterte Rebsortenliste, das Verbot von Weißweinen ist schon fast eine Petitesse. Betrachtet man das Werk indes aus damaliger Sicht, so war es schon fast alternativlos. Warum hätte man sich den Kopf über Teilregionen zerbrechen sollen, wenn es doch aus Soria kein einziges Weingut gab, das die Denominación de Origen mitgründete? Es gab zwar die Cooperative aus San Esteban de Gormaz, sie sollte aber erst wesentlich später beitreten. Wie sollte man über eine Klassifizierung von Riberadolid, Peñafiel gen Westen, nachdenken, wenn es dort kaum Rebland gegeben hat, und gerade einmal drei Weingüter? Es ging schlicht und ergreifend um das Überleben. Mal wieder.

Jahrhunderte zuvor war das alles ganz anders. Damals, in Zeiten wirtschaftlicher Blüte, war das System des Weinhandels schon einmal regional gegliedert, in jeder Grafschaft gab es eine Verwaltungsstelle, die Preise festlegte, aber auch darüber befand, welche Weine wann und von wo auf dem heimischen Markt verkauft werden durften. Protektionismus nennt man das, und insbesondere Kastilien war Profi in dieser Angelegenheit.

Dieses Verwaltungszentrum, natürlich eine religiöse Einheit, war La Vid, ein kleiner Marktflecken östlich von Aranda de Duero. Der Einflussbereich ragte indes weit über die Grenzen des heutigen Ribera del Duero hinaus, denn auch Arlanza und andere, etwas weiter im Norden gelegene Gegenden wurden von La Vid aus mitverwaltet.

Dieses System funktionierte, nicht zuletzt wegen der doch etwas isolierten Lage der Region. Längs des Duero lebten nicht so viele Menschen, für Händler aus anderen Regionen war dieser Markt nicht wirklich attraktiv. Dazu kam, dass die Verkehrswege nicht gerade in optimaler Verfassung waren. Die Böden in der Gegend um Aranda, Roa, Lerma, bis hin gen Peñafiel oder Soria, bestanden und bestehen aus Lehm, heftige Regenfälle oder harte Winter brachten den Warenverkehr schon einmal zum Erliegen.

Damals tranken die Menschen viel Wein, sehr viel Wein. Allerdings waren die Alkoholgrade geringer, man trank schließlich unter anderem deswegen, weil das Wasser einfach nicht sauber genug war. Als sich dieses Problem zu legen begann, ging auch der Weinbau in der Region zurück. Es sollte aber nicht das Hauptproblem von Ribera del Duero werden.

Früher pflanzten Weinbauern einen Obstbaum in den Wingert, um von der Fruchtreife auf die Traubenreife zu schließen. Blöd nur, wenn der Kirschbaum ständig Frühjahrsfrost abbekommt. Finca El Cerezo in Fuentelcésped.

Das Unheil der Region begann in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Im Jahr achtzehnhundert vierundsechzig fuhr die Königin Isabel II mit dem Zug von Madrid nach Donosti, die Bahnlinie, welche Madrid mit Frankreich verband, war eröffnet. Für den Weinbau war dies ein optimaler Moment, konnte man so doch Wein preisgünstig von Kastilien gen Frankreich schicken. Dort wütete die Reblaus, aber auch echten und falschen Mehltau hatte man nur notdürftig im Griff. Die Nachfrage nach spanischem Wein, insbesondere Rotwein, war immens. Am stärksten profitierte Toro (und Morales de Toro). Denn dort gab es einen Bahnhof, Wein konnte das ganze Jahr hindurch verschickt werden, die kastilischen Schlammpisten stellten kein Hindernis mehr dar. Toro, Nava del Rey, Medina del Campo als zentraler Umschlagplatz sowie Dueñas, am Nordrand der heutigen Region Cigales gelegen, waren die zentralen Orte. Ribera del Duero indes gehörte nicht dazu, die Transporte waren schlicht und ergreifend nicht rentabel: der Transport eines großen Fasses per Ochsenkarren von Lerma nach Burgos war wesentlich teurer als der Transport eines gleichgroßen Fasses von Toro nach Frankreich, der schlechte Zustand der Straßen verschärfte die Situation.

In jener Zeit musste der Staat eine Entscheidung treffen darüber, wie Madrid mit dem Norden Spaniens verbunden werden soll. Ávila, Medina del Campo, Valladolid, die Verbindung nach León und an die Nordküste, all dies waren Argumente, die für die Westanbindung sprachen. Für eine Verbindung Madrid-Aranda-Burgos sprach einfach nichts. Damit war das ökonomische Schicksal der Region eigentlich besiegelt.

Wie in vielen Ländern Europas so konzentrierte man sich auch in Spanien zunächst auf Verbindungen von Madrid gen Peripherie, Querverbindungen waren eigentlich eine Seltenheit. Die einzige Ausnahme war Zaragoza – Miranda de Ebro, eine Strecke die über Logroño, Cenicero und Haro führte, sie legte den Grundstein des Barrio de la Estación in Haro, vinophiles Zentrum der Rioja. Sie sorgte auch dafür, dass Orte wie Burgos, Santander, Bilbo, selbst León problemlos mit Wein aus der Rioja versorgt werden konnten. Ribera del Duero hatte erneut das Nachsehen. Dreißig Jahre später wurde die Strecke Valladolid-Soria eingeweiht, zu spät für den Weinbau. In Frankreich hatte man das Reblaus-Problem gelöst, die Importe aus Spanien brachen in sich zusammen; im Norden Spaniens hatte sich die Rioja breit gemacht und gut eingenistet. Ribera kam spät, zu spät.

Jenseits der Grenzen der Region hatten es die Weine vom Mittellauf des Duero schwer. Valladolid war fest in den Händen von Cigales, von La Seca, von Nava del Rey. In Burgos regierte die Rioja, in Madrid ersetzten die billigen Weine aus der Mancha alles, was vorher in den Tavernen der Stadt getrunken wurde. Soria und Aranda waren bessere Dörfer, Roa, Peñafiel oder Lerma ganz normale Dörfer, einen wirklichen Markt konnte man so nicht aufbauen.

Ein paar Ausnahmen gab es: Fuentelcésped, etwa, auch andere Orte, in denen die Trauben gut ausreifen konnten, um hohe Zuckerwerte zu erhalten. Dies war bereits aus Toro bekannt: die Händler suchten starke, kräftige Weine aus der Dueroregion, um diese dann mit eher leichten, dafür säurehaltigen Weinen aus dem Norden der Halbinsel zu verschneiden. Das klappt auch in der Ribera, aber halt nur an wenigen Stellen; nicht nur in Fuentelcésped, eigentlich alle Dörfer im Süden von Aranda de Duero waren und sind geeignet, diese Art Weine zu erzeugen.

Im Norden war das anders. In Lerma, aber auch rings um Gumiel de Izán, war man froh, wenn Weine mit zwölf Grad auf dem Tisch standen; normal waren eher zehn Umdrehungen. Das Interesse an solchen „leichten“ Weinen ging zurück, die Flächen schrumpften erneut.

In jener Zeit trank man in der Region, aber auch in Cigales, in León, will sagen im gesamten Osten und Norden von Kastilien eine Art Rosado, Clarete genannt. Rote und weiße Trauben wurden zusammen vergoren, es entstand ein etwas dunklerer Rosado. Der Vorteil: Albillo Mayor, die wichtigste weiße Sorte, brachte Säure, Tempranillo brachte Frucht, die Tannine konnten gut integriert werden. Aber auch dieser Wein war nur in der Region gefragt, schließlich konnte man ihn so oder so ähnlich an allen Ecken und Enden Spaniens keltern.

Die politischen Unruhen, die sich durch die letzten zwei Jahrhunderte der spanischen Geschichte zogen, betrafen Ribera del Duero eigentlich wenig. Die Karlistenkriege fanden hier quasi nicht statt, die Frontlinie zog sich von Kantabrien über die Rioja bis hin gen Katalonien. Selbst der spanische Bürgerkrieg hinterließ nur wenige Spuren: Aranda de Duero und Burgos waren fest in der Hand der Falange und der Franco-Diktatur. Nordkastilien, von Franco gerne Castilla La Vieja genannt, profitierte durchaus, denn der Diktator (vielleicht eher einige seiner Minister oder Generäle) fand Gefallen an der Region, die Landwirtschaft entwickelte sich durchaus. In vielen Dörfern gibt es noch immer eine Calle Franco, ein Dorf, Quntanilla de Abajo, wurde in Quintanilla de Onésimo umbenannt, Onésimo Redondo war Wegbereiter des JONS und der Falange, Grundpfeiler des spanischen Faschismus in der Zeit von Primo de Rivera. Er fiel am Anfang des Bürgerkrieges, sein Geburtsort muss noch heute seinen Namen tragen.

Für den Weinbau galt dies nur bedingt. Denn da das Franco-Spanien von internationalen Märkten abgeschnitten war, teils aus politischen, teils aus ökonomischen Gründen, setzte er ein Dekret verstärkt um, das noch aus republikanischer Zeit stammte: Grundnahrung hatte Priorität. In jener Zeit wurden viele Rebanlagen gerodet um Weizen anzubauen. Genz besonders hart traf es Riberadolid. Gerade in Peñafiel, in Pesquera oder in Quintanilla wurden fast alle alten Weinberge gerodet, es sollte Jahrzehnte dauern, ehe Rebstöcke dort wieder Fuß fassten.

Für die Ribera Burgalesa, die Region zwischen Aranda, Roa und Gumiel de Izán, galt dies weniger, oftmals waren die Böden zu karg, nicht für Getreideanbau geeignet. Aber auch das half nicht, denn im Laufe der Jahre zog es immer mehr Menschen von der Duero Region gen Norden, zu den Arbeitsplätzen. In Kantabrien, im Baskenland und in Asturien boomte die Industrie, diverse Werften, aber auch Erzabbau und die chemische Industrie boten Arbeitsplätze.

Wie auch in anderen Regionen Spaniens, so bestand in Ribera del Duero die Lösung der Probleme in einem Wort: Cooperative. Anfangs gab es nur eine: die Bodega Ribera Duero de Peñafiel, ihre Weine nannten und nennen sich Protos.

Von Vega Sicilia einmal abgesehen, basiert eigentlich alles, was man seitdem in Riberadolid gesehen hat, auf dieser Bodega. Teófilo Reyes war hier aktiv, er sollte später der Weinmacher einer Bodega werden, die von einem Alteisenhändler namens Alejandro Fernández gegründet wurde. Diese drei Bodegas waren auch die einzigen aus der Provinz Valladolid, welche die Gründungsurkunde der Denominación Origen Ribera del Duero unterschrieben. Es sollte bis in das Jahr neunzehnhundert achtundachtzig dauern, ehe sich in diesem Teil der Region ernsthaft etwas bewegte.

Noch komplizierter war die Situation am anderen Ende der Region, weit im Osten, mehr als einhundert Kilometer von Pesquera de Duero entfernt. In der Provinz Soria gab es Weinbau, vor allem in Atauta, in San Esteban de Gormaz, auch ein wenig in El Burgo de Osma. Jedoch waren die klimatischen Bedingungen anstrengend, Missernten waren nicht selten, die Qualität oftmals von überschaubarem Niveau. Eigentlich gab es nur ein Weingut: eine Genossenschaft in San Esteban de Gormaz; sie wurde aber erst Ende der sechziger Jahre ins Leben gerufen, es war, wieder einmal, fast schon zu spät. Dort verbesserte sich die Situation erst, als Miguel Sánchez eine Bodega in Atauta ins Leben rief: Dominio de Atauta. Aber da war die Weinbauregion Ribera del Duero bereits siebzehn Jahre alt.

Im Herzen von Ribera del Duero sprossen die Genossenschaften aus dem Boden wie Pilze nach einem warmen Septemberregen. In den fünfziger und sechziger Jahren wurden nicht weniger als achtzehn Cooperativen gegründet, jedoch nicht eine einzige private Kellerei. Für viele Weinbauern war dies die letzte Rettung, denn so musste man sich weder um das Keltern der Weine kümmern noch, viel entscheidender, um das Verkaufen. Es gab etwas Geld für die Trauben, wenig zwar und oft nur nach langer Durststrecke bezahlt, aber immerhin. Man kaufte Zeit, die alten Rebanlagen blieben erhalten, die Grundlage für das heutige Ribera blieb bestehen.

Ökonomisch brachten die Genossenschaften nicht viel auf die Reihe. Auf der anderen Seite weigerten sich diverse Cooperativen der Region, an der Gründung der Denominación de Origen mitzuarbeiten, man fürchtete zu viel Kontrolle, zu viel Verwaltung, die Möglichkeit, einfach so vor sich hinwerkeln zu können, geriet in Gefahr. Am Ende waren es gerade einmal vier Genossenschaften aus der Provinz Burgos, jene aus Aranda, Roa, La Horra sowie Fuentespina, die an der Gründung von Ribera del Duero beteiligt waren. Alle anderen kamen im Laufe der Zeit hinzu, man pflegte die Dinge lange aus guter Distanz zu betrachten. Letztendlich hatten sie natürlich keine Chance; denn sobald Ribera del Duero als Weinregion ins Laufen kam, hatten Genossenschaften die nur Tafelwein verkaufen durften, eine Landweinregion Castilla y León gab es damals noch nicht, auf keinem Markt der Welt eine echte Perspektive.

Private Weingüter existierten natürlich, aber auch deren Markt war überschaubar. Wie groß der Markt von Vega Sicilia wirklich war, ist aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Stünde die Bodega in der Rioja es wäre wohl eine (weitere) mit gutem Namen. In Nordkastilien gab es in jener Zeit aber nur zwei Bodegas mit einem auch jenseits der Region bekannten Namen: Vega Sicilia und Yllera, beheimatet in Rueda.

Auch wenn die eine oder andere klassische Bodega über die eine oder andere lange, weit in die Vergangenheit reichende Geschichte verfügt, so ist doch fast alles neueren Datums: Alejandro Fernández, Santa Eulalia, Peñalba López, Ismael Arroyo, Hermanos Pérez Pascuas und Balbás (letztere war die einzige privat geleitete Bodega der Region die, obwohl schon seit langem existent, nicht an der Gründung der Region mitwirkte) waren nicht etwa die Leuchttürme der Region, es gab schlicht und ergreifend nicht mehr.

Als im Jahr neunzehnhundert zweiundachtzig die Denominación de Origen Ribera del Duero offiziell gegründet wurde, war der Weinbau der Region fest in den Händen der Genossenschaften. Von Olivares de Duero im Westen bis El Burgo de Osma, von Gumiel de Izán im Norden bis Fuentenarro, mehr als neunzig Prozent des in Ribera del Duero gekelterten Weines stammte aus einer Cooperative. Anders als in vielen Regionen Spaniens sollten die Cooperativen in Ribera del Duero aber auch im weiteren Verlauf der Geschichte eine entscheidende Rolle spielen. Text: El oso alemán

Teil 2. Ribera del Duero – das Warum erscheint auf diesem Blog am 14.08.2018 um 11.00 Uhr.

 

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Schaumweine

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut

Wein · Sekt · Pfalz · Deutschland

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut ist ein frischer Rosé-Sekt aus der Pfalz, hergestellt in klassischer Flaschengärung. Elegante Perlage und fruchtig-herbe Veilchenfrucht harmonieren auf feine Weise.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, aromatische Trauben hervor. Pinot Noir (Spätburgunder) ist die klassische Grundlage für hochwertigen Rosé-Sekt.

Rebsorte und Herstellung

Aus Pinot Noir. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung (méthode traditionnelle): Die zweite Gärung findet in der Flasche statt, was für eine besonders feine, elegante Perlage und Komplexität sorgt. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa mit eleganter, feiner Perlage. In der Nase rote Beerenfrucht und ein Hauch Veilchen. Am Gaumen frisch und fruchtig-herb, mit feiner Mousseux, klarer roter Frucht und animierendem, trockenem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Anstoßen.

Passt zu: Aperitif, Fingerfood, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Desserts mit roter Frucht.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Sekt – Pinot Noir Rosé, brut
Herstellung: klassische Flaschengärung (méthode traditionnelle)

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Genevrières 1er Cru 2021

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Genevrières Latour-Giraud: größter Besitzer (~2,5 ha) 11–12 Monate Holz · ~25% neu 2021

Der Meursault Genevrières 1er Cru 2021 der Domaine Latour-Giraud ist ein reicher, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der größten Lagen von Meursault. Mit rund 2,5 Hektar ist Latour-Giraud der größte Besitzer dieses Premier Cru – Genevrières ist das Aushängeschild des Guts.


Les Genevrières – Toplage von Meursault

Les Genevrières zählt – gemeinsam mit Les Perrières und Les Charmes – zu den besten Premier Crus von Meursault. Die Lage am Mittelhang auf kalkhaltigem Boden bringt Weine hervor, die Fülle mit feiner Mineralität und floraler Eleganz verbinden und hervorragend reifen.

Die Domaine Latour-Giraud bewirtschaftet hier rund 2,5 Hektar und ist damit der größte Eigentümer von Genevrières. Das Gut arbeitet im Weinberg organisch und gilt als eine der Referenzadressen von Meursault.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der Fülle und Mineralität dieses Genevrières besonders fein und präzise zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Die ganzen Trauben werden gepresst, im Fass vergoren und rund 11 bis 12 Monate im Eichenfass ausgebaut, davon etwa 25 % neues Holz – auf Reichtum, Reinheit und Eleganz mit frischem Finale ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von Pfirsich, Mirabelle, Akazie und Zitrus, dazu Feuerstein und ein Hauch exotischer Tee. Am Gaumen reich und vielschichtig, zugleich mineralisch und straff, getragen von lebhafter, gut eingebundener Säure und einem langen Abgang.

Pfirsich, Mirabelle und Feuerstein über reicher, zugleich straffer Mineralität – vielschichtig und sehr lang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Hummer und Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Genevrières (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Mittelhang, kalkhaltig; Latour-Giraud ~2,5 ha (größter Besitzer)
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, Fassgärung, 11–12 Monate Holz (~25% neu)

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Rebsorten

Seehof Westhofener Morstein Riesling Alte Reben 2021

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Seehof Westhofener Morstein Riesling Alte Reben 2021 kommt von der renommierten rheinhessischen Lage Morstein, die vor allem durch verwittertes Kalkgestein geprägt ist. Dichte, mineralische Tiefe in der Aromatik – sehr kraftvoll und expressiv im Mund. Kalk pur.


Rheinhessen / Westhofen – Morstein

Das Weingut Seehof von Florian Fauth liegt in Westhofen im Wonnegau, Rheinhessen. Die weltberühmte Lage Morstein ist vor allem durch verwittertes Kalkgestein geprägt und zählt zu den großen Riesling-Terroirs Deutschlands. Die alten Reben bilden die Grundlage für Dichte und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling von alten Reben. Der Ausbau stellt die dichte, mineralische Tiefe und die kraftvolle Expressivität der Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Grüngelb. In der Nase dichte, mineralische Tiefe mit reifer Frucht und feiner Würze. Am Gaumen sehr kraftvoll und expressiv, mit reifer Frucht, salziger Mineralität und feiner Würze in harmonischem Zusammenspiel; langer, kalkig-mineralischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–12 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter, gern auch nach etwas Flaschenreife.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Kalb und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Westhofener Morstein (Wonnegau, Deutschland); Weingut Seehof (Florian Fauth)
Klassifikation: Lagenwein (Alte Reben) – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: alte Reben auf verwittertem Kalkgestein; mineralitätsbetont
Jahrgang: 2021

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Weine

Von Winning Riesling Pechstein GG 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Forster Pechstein VDP.Großes Gewächs von Winning · Deidesheim Sandstein · Kalk · viel Basalt trocken 500-l-Eiche · 1,5 Jahre Hefe 2021

Der von Winning Forster Pechstein Riesling GG 2021 stammt von einer der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz, am Hang im Norden von Forst. Ein dichter, intensiver und sehr tiefer Riesling von einer außergewöhnlichen Lage.


Forster Pechstein – Großes Gewächs vom Basalt

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Pechstein ist eines der Flaggschiff-GGs des Guts.

Die Lage liegt am Hang im Norden von Forst und ist von Sandstein, Kalk und viel Basalt geprägt. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Dichte, Kraft und großer Tiefe.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen tiefen, rassigen Riesling. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Holzfassausbau bewahrten Dichte, Intensität und Spannung – Kraft und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Sandstein, Kalk und Basalt.

Der Wein wird spontan in 500-Liter-Eichenholzfässern vergoren und reift anschließend 1,5 Jahre auf der Hefe. Diese lange Feinhefereife im Holz verleiht ihm Schmelz, Dichte und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein dichter, intensiver und sehr tiefer Riesling: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus, ein markanter rauchig-feuriger Basaltanklang und eine kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen kraftvoll und dicht, mit langem Feinhefe-Schmelz, präziser Struktur und einem energiegeladenen, tief mineralischen Nachhall.

Dicht, intensiv und sehr tief – reife gelbe Frucht und Steinobst über rauchigem Basalt und kalkig-salziger Mineralität, kraftvoll, mit langem Schmelz und tiefem Nachhall.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein (VDP.Große Lage), Norden von Forst, Pfalz; Sandstein, Kalk und viel Basalt
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung in 500-l-Eichenholzfässern, 1,5 Jahre auf der Hefe; naturnahe Bewirtschaftung

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Spanien

Envinate Lousas Seoane Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · Ribeira Sacra · Mencía

Mencía (~95 %) Ribeira Sacra · Amandi Parcela Seoane Envínate reiner Schiefer · ~400 m alte Reben (80 J.) 2024

Der Envínate Lousas Parcela Seoane 2024 ist ein Einzellagen-Mencía von reinem Schiefer in der Ribeira Sacra – sehr frisch und atlantisch, mit klarer, seidiger Struktur. Unglaublich aromatisch und würzig, mit tiefer Mineralität und reiner Kirschfrucht. Ein klassischer Ribeira Sacra.


Seoane – Schiefer-Cru aus Amandi

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Das Galicien-Projekt in der Ribeira Sacra führt der gebürtige Galicier Alfonso Torrente: minimal-invasiv, ohne Chemie, Ganztraubengärung mit Wildhefen, Ausbau in gebrauchtem Holz. „Lousas" ist das galicische Wort für die Schieferplatten, die der Region ihre Mineralität und florale Würze geben.

Die Parzelle Seoane liegt im Amandi-Bezirk (Doade), dem Herzstück der Ribeira Sacra. Sie ist nach Südwesten ausgerichtet; die rund 80 Jahre alten Rebstöcke gedeihen in etwa 400 Metern Höhe auf reinem Schieferboden – ein Terroir, das dem Mencía Frische, Mineralität und seidige Struktur verleiht. Die Einzellagenweine bilden die Spitze der Envínate-Hierarchie und entstehen in winziger Menge.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Das atlantisch geprägte Klima der Ribeira Sacra und die wärmespeichernden Schieferböden bringen auch 2024 einen frischen, mineralisch geprägten Mencía mit klarer Frucht, lebendiger Säure und feiner Würze. In der alten Seoane-Parzelle ergibt das einen besonders präzisen, seidigen Wein.

Ausbau

Überwiegend Mencía (mit kleinen Anteilen lokaler Sorten wie Merenzao und Garnacha Tintorera), aus dem Jahrgang 2024, Ribeira Sacra, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses: Handlese, Ganztraubengärung mit Wildhefen in offenen Bottichen, anschließend rund 11 Monate Ausbau in gebrauchten französischen Fässern (300–500 l), ohne Abstich. Minimaler Schwefel.

Im Glas

Der Mencía dieser Parcela mundet sehr frisch und atlantisch, ist aber mit einer klaren und seidigen Struktur ausgestattet. Unglaublich aromatisch und würzig, mit einer tiefen Mineralität und einer reinen Kirschfrucht im Geschmack. Ein klassischer Ribeira Sacra.

Sehr frisch und atlantisch, klar und seidig – aromatisch, würzig, mit tiefer Mineralität und reiner Kirschfrucht.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Schwein und Lamm, zu Wild und Ente, zu würzigen Gerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Ribeira Sacra, Amandi (Doade), Parcela Seoane (Galicien, Spanien); Südwest-Ausrichtung, reiner Schieferboden, ~400 m; Reben ca. 80 Jahre
Klassifikation: Ribeira Sacra, ~95 % Mencía mit lokalen Sorten (trocken); winzige Menge (Einzellage)
Ausbau: Handlese, Ganztraubengärung mit Wildhefen in offenen Bottichen, ~11 Monate in gebrauchten franz. Fässern (300–500 l), ohne Abstich; organischer/biodynamischer Anbau

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Spanien

CVNE Monopole Clasico Gran Reserva blanco 2015

Die Weinkellerei CVNE (Compañía Vinícola del Norte de España) war die erste Kellerei Spaniens, welche 1915 einen weißen Markenwein registriert hat. Der seinerzeit registrierte Name „Monopole“ hat heutzutage natürlich nur noch historischen Wert. Aber vor über 100 Jahren hatte CVNE mit diesem ersten Marken Weißwein Spaniens tatsächlich ein Monopol inne. Seither ist viel passiert und der Monopole blanco gehört zu den beliebtesten Weißweinen der Rioja und ganz Spaniens. Die Kellerei unterscheidet inzwischen zwischen dem einfachen Monopole, dem Monopole Clasico und den seit dem Jahrgang 2014 erschienenen Monopole Gran Reserva. Und dieser Monopole Gran Reserva blanco gehört vom Start weg zum Besten was man aus der Viura Rebsorte gewinnen kann. 

 

Die Idee hinter diesem Weißwein war es, den klassischen Herstellungsprozess von 1915 wieder in den Fokus der Weinbereitung zu stellen. Die Viura Trauben wachsen für diesen Wein auf der Finca La Plana, welche in der hochgelegenen Gemeinde Villalba liegt. Die sandigen Böden, die auf einer Höhe von über 600 Metern fussen, haben den Vorteil, dass das Wasser hier sehr gut gefiltert wird und die uralten Reben mit ihrem tiefen Wurzelwerk perfekt versorgt werden können. So können sich die Reben auch bei Wasserstress aus den unteren Schichten des Weinberges gut versorgen.

 

Alle Arbeiten im Weinberg und die mehrmalige Lese im Wingert werden ausschließlich manuell durchgeführt. Die Lese erfolgt dabei in den frühen Morgenstunden, damit die perfekt reifen Trauben in kleinen Kisten bei einer gleichbleibenden Temperatur geerntet werden können und somit nicht oxidieren. Um die ganzen Aromen der geernteten Trauben zu erhalten, werden diese noch 24 Stunden in einen Kühlraum aufbewahrt. Nach einer schonenden Pressung des nochmals selektionierten Traubenmaterials wird der Wein in drei gebrauchten 400 Rioja Eichenfässern und zwei Sherry Botas vergoren und reift dann über fünf Jahre in diesen Fässern bis zur Abfüllung weiter.

 

Der Monopole Gran Reserva 2015 überzeugt mit Noten von gerösteten Nüssen, Pilzen, nassem Holz und hat den, für einen Manzanilla Sherry so typischen oxidierten Salzton, der ein wenig an eine frische Meeresgischt erinnert. Komplex, vielschichtig und atemberaubend lang präsentiert sich dieser Wein dann im Geschmack und im ellenlangen Abgang. Wie ein Produkt aus einer anderen Zeit legt sich dieser Viura im Mundraum nieder. Die Tannine sind subtil und präsent, die Säure bringt Transparenz und Klarheit. Jede Menge Erdigkeit und überhaupt keine Primärfrucht ist die Hauptcharakteristik dieses Weißweines. Wenn die Weine 1915 wirklich so gut geschmeckt haben sollten, dann war früher doch einiges besser als heutzutage. Ein ganz großer Stoff, der heute, aber auch den nächsten Generationen noch viel Freude bereiten wird. Gesamtproduktion: 2.264 Flaschen

 

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Rebsorten

Lafarge Beaune Clos des Aigrots 2021

Rotwein · Beaune · Pinot Noir

Pinot Noir Clos des Aigrots Beaune (Frankreich) 2021 Biodynamie · 13,00 % vol

Der Michel Lafarge Beaune Clos des Aigrots 2021 aus dem französischen Burgund ist ein frischer, floraler Pinot Noir von der Top-Domaine in Volnay – von alten Reben, mit feiner Mineralität und der für das Haus typischen Klarheit.


Beaune Clos des Aigrots – die Lage

Der Clos des Aigrots liegt am Hang von Beaune in der Côte de Beaune. Lafarges Parzelle umfasst rund 0,66 Hektar mit alten Reben, gepflanzt unter anderem 1949 und 1964, auf rotem Kies-Lehmboden über Kalkstein. Dieser Untergrund prägt frische, helle und aromatisch florale Pinot Noirs mit feiner Struktur.

Die Domaine Michel Lafarge zählt zu den großen Adressen Volnays. Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften die rund zwölf Hektar seit dem Jahr 2000 biodynamisch (Demeter) – ein Wegbereiter dieser Bewegung an der Côte de Beaune.

Jahrgang 2021 – Burgund

2021 war im Burgund ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Weine mit feiner Säure – Lafarge beendete die Lese mit dieser Parzelle Anfang Oktober und arbeitete mit etwas festerer Extraktion als in sonnigen Jahren.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, 13,00 % vol.

Wie bei Lafarge üblich wurden die Trauben vollständig entrappt. Der Ausbau erfolgte über rund 18 Monate in Fässern mit nur geringem Neuholzanteil (0–15 %), ohne Schönung oder Filtration.

Im Glas

Ein sehr frisches Bouquet aus roter Kirsche, Himbeere und Pflaume, umspielt von floralen Noten wie Veilchen und Pfingstrose. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, saftig und texturreich, mit ausgeprägter Mineralität, feiner Säure und salzigem, präzisem Abgang – jung noch straff und mit Reifepotenzial. (Eindruck nach Fachpresse-Notizen aus dem Fassstadium.)

Frisch, floral und mineralisch – die unaufgeregte Klarheit, für die Lafarge steht.

Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Kalb, Ente, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Clos des Aigrots, Beaune, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); roter Kies-Lehmboden über Kalkstein, alte Reben
Klassifikation: Beaune AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt; ca. 18 Monate Fass (0–15 % neu); biodynamisch (Demeter); 13,00 % vol

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Domaine Sylvain Cathiard Vosne Romanee Aux Malconsorts 1er Cru 2023

Rotwein · Vosne-Romanée 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Vosne-Romanée 1er Cru Côte de Nuits 2023 Aux Malconsorts · 0,74 ha

Der Vosne-Romanée 1er Cru Aux Malconsorts 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist eines der Flaggschiffe des Guts – ein kraftvoller, zugleich mineralisch-präziser Pinot Noir aus einer Lage direkt neben dem Grand Cru La Tâche, mit einer Tiefe und Dimension von Grand-Cru-Format.


Aux Malconsorts – 1er Cru neben La Tâche

Vosne-Romanée gilt vielen als Inbegriff perfekter Balance aus Fülle, Struktur und Eleganz. Aux Malconsorts liegt im südlichen Teil der Gemeinde, an der Grenze zu Nuits-St-Georges und unmittelbar angrenzend an den Grand Cru La Tâche. Der tiefrote Boden über komplexem Kalkstein gibt einen Wein, der mit Reife eine vielschichtige, fast Grand-Cru-würdige Komplexität entfaltet.

Cathiards Parzelle umfasst 0,74 Hektar mit Reben aus den frühen 1970ern. Aux Malconsorts ist der Wein, der am stärksten mit der Domaine verbunden wird.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Sébastien Cathiard begann am 13. September zu lesen; die Weine kamen natürlich auf 12–13 % Alkohol. Ein Jahr für saftige, balancierte und frische Pinots mit feinem Tannin.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, anschließend Spontangärung mit langer Maischestandzeit. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, beim Aux Malconsorts mit rund zwei Dritteln neuem Holz und einem Drittel einjährigem Holz. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

In der Nase eine zurückhaltende, konzentrierte und pure rote Frucht mit mineralischem Zug. Am Gaumen subtil saftig und mundwässernd, getragen von einer salinen, sanft mineralischen Persistenz; schön reife, integrierte Tannine, keine harte Kante trotz unterschwelliger Kraft. Es ist die Länge, die diesen Wein heraushebt.

Pure, mineralische Frucht und eine Länge, die heraushebt – Grand-Cru-Dimension im 1er Cru.

Braucht Zeit; Trinkfenster etwa 2028–2045. Bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Reh, Taube, Rinderfilet oder Gerichte mit Trüffel und dunklen Saucen. Ein großer Wein für besondere Anlässe – idealerweise mit einigen Jahren Reife.


Lage: Vosne-Romanée „Aux Malconsorts" (Côte de Nuits); neben Grand Cru La Tâche, tiefroter Boden über Kalkstein, 0,74 ha, Reben aus den frühen 1970ern
Klassifikation: Vosne-Romanée 1er Cru
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, Spontangärung, 15–18 Monate Fass, ~2/3 neues Holz (+ 1/3 einjährig), ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

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