Mullixhiu – beim Müller in Albanien

Mullixhiu – Tirana – Albanien

Das Restaurant Mullixhiu wurde im Februar 2016 von Bledar Cola in der albanischen Hauptstadt Tirana eröffnet. Vorausgegangen waren viele Jahre der nicht ganz freiwilligen kulinarischen Wanderschaft unter anderem in Grossbritannien und als bekannteste Stationen im Kopenhagener Kult Restaurant Noma von René Redzepi und dem Restaurant Fäviken von Magnus Nilsson in Schweden. So geschult und inspiriert wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit und suchte nach alten Rezepten seiner albanischen Heimat.

Die Idee einer traditionellen Bauernküche mit lokalen und saisonalen Zutaten war geboren und das Restaurant Mullixhiu aus der Taufe gehoben. Das Ambiente im Mullixhiu kann als rustikal- gemütlich bezeichnet werden. Das Mehl für Brot, Nudeln und Polenta wird hier auf eigenen Mühlsteinen selbst gemahlen und auch zum Endprodukt weiter verarbeitet. Viele Holzelemente und ein in einer Ecke lodernder Holzofen sorgen für ein warmes und gemütliches Ambiente, welches an eine Berghütte in den Bergen erinnert.

Große Bekanntheit erhielt Bledar Cola und sein Restaurant als das Hollywood World Magazine, aus was für Gründen auch immer, das Mullixhiu zu den zehn besten europäischen Restaurants überhaupt kürte. Ein Mythos war geboren und gleichzeitig die eigene spinnerte Idee, dieses Restaurant und Albanien selber einmal zu besuchen.

Vielleicht waren die eigenen Erwartungen zu hoch gesteckt, da eine gewisse Enttäuschung sich nach einem Besuch hier leider nicht ganz verhehlen lässt. Der Anspruch einer guten Bauernküche lässt sich sicher im Mullixhiu nicht leugnen, aber vieles wirkte dann irgendwie auch stark inszeniert und kann in diversen „normalen“ Restaurants sicher mindestens genau so gut oder besser verspeist werden.

Auch die Qualitäten der Zutaten könnte optimiert werden. Bei leider viel zu hartem Brot, labberigem Babyziegenkuchen und einem falschen Garpunkt beim Kalb sowie mit einer merkwürdig anmutenden und auch so schmeckenden Sauce muss gar von Handwerksfehlern gesprochen werden.

Alles in allem war es aber eine tolle Genusserfahrung und wurde mit einem fleißigen, aufmerksamen und teilweise etwas zu flott agierenden Service Team in einer wunderschönen Atmosphäre gut begleitet.

Der um das Mullixhiu entstandene Hype kann an dieser Stelle allerdings nicht nachvollzogen werden; auch wenn es natürlich mehr als schön ist, eine hier entstehende lokale, albanische Küche heranwachsen zu sehen.

Granatapfelsaft.
Kartoffelsuppe.
Hüttenkäse.
Hausgemachtes, leider steinhartes, Brot.
Des Schäfers Diät: Gefüllter Brotteig mit Joghurt.
Zucchinisalat.
Gefülltes Olivenblatt mit Reis Popkorn.
Zicklein Kuchen.
Eine Art Zicklein Risotto.
Forelle.
Fermentiertes Korn.
Kalb.
Kartoffeln und Gemüse.
Maiskuchen.

Mullixhiu – Shëtitorja Lasgush Poradeci, Hyrja e Parkut tek Diga e Liqenit Artificial, Tirana 1019 – Albanien – Telefon:  +355 69 666 0444 – https://www.mullixhiu.al/

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Regnie 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Régnié · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Régnié Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Régnié 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Régnié ist der jüngste der zehn Beaujolais-Crus (seit 1988) und liegt auf rosa Granit- und Sandböden, die dem Gamay einen besonders feinen, eleganten und floral-fruchtbetonten Charakter verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Régnié, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom rosa Granit- und Sandboden Régniés und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Anklänge und eine feine, würzige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und fein gezeichnet, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein eleganter Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Helle rote Frucht, florale Würze und feine Mineralität – saftig und elegant, mit feinem Tannin und langer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Régnié (Frankreich); jüngster der zehn Crus (seit 1988), rosa Granit- und Sandböden
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Weine

Christian Ottenbreit Weißburgunder Marktbreit O wie schön ist Franken 2024

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Weißburgunder Qualitätswein Marktbreit · Franken trocken · Barrique + Edelstahl

Der Weißburgunder „O wie schön ist Franken" ist der Pinot Blanc von Christian Ottenbreit aus Marktbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 orientiert sich stilistisch am französischen Burgund: selektive Lese, spontane Gärung und der Ausbau im gebrauchten Barrique prägen den Wein. Im Glas nussige und kräuterige Aromen, Kernobst und Zitrus, dazu feine Säure und straffe Mineralität. Trocken ausgebaut, mit klarer Struktur.


Marktbreit – Maindreieck, Franken

Die Reben für diesen Weißburgunder stehen in Marktbreit im fränkischen Maindreieck, auf Muschelkalk- und Keuperböden; der Hof des Weinguts Ottenbreit liegt im benachbarten Obernbreit. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Weißburgunder (Pinot Blanc). Nach selektiver Lese und spontaner Gärung reift er in mehrfach belegten Barriquefässern, anschließend wird er verschnitten und ruht im Edelstahltank.

Im Glas

Nussiger Duft mit vegetabilen und angedeutet floralen Noten, dazu Kernobst und Zitrusnuancen. Am Gaumen herbe Frucht mit nussigen, leicht kräuterigen und gelb-würzigen Aromen, ein Hauch Tabak und eine ganz leicht reduktive Note, die das Bild ergänzt. Feine Säure, deutlicher Zug und straffe Mineralität sorgen für Frische, der Abgang bleibt herb und klar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Wild und Käse. Der Barrique-Ausbau und die straffe Struktur tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2027. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Marktbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein
Ausbau Gebrauchtes Barrique, Reife im Edelstahltank

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Medium Dry

Madeira · Likörwein · halbtrocken · Portugal

Justino's Madeira Fine Medium Dry ist ein halbtrockener Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Complexa und Negra Mole. Kräftig in der Art, mit feinem, mild-süßem Finish und Anklängen von Crème brûlée und getrockneten Feigen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Complexa und Negra Mole. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt – bei der halbtrockenen Stilistik bleibt eine dezente Restsüße erhalten. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase getrocknete Feigen, Karamell und ein Hauch Crème brûlée. Am Gaumen kräftig mit feiner, milder Süße und Anklängen von Dörrobst, getragen von lebhafter Säure. Langer, ausgewogener Abgang.

Als Aperitif

Leicht gekühlt bei 12–15 °C servieren – vielseitig als Aperitif oder Begleiter. In der Küche zum Verfeinern von Saucen geeignet.

Passt zu: Suppen, reifem Käse, Pasteten und herzhaftem Gebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Medium Dry (halbtrocken, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023 entsteht aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle der größten und bekanntesten Premier-Cru-Lage Chassagnes – ein Chardonnay von besonderer Präzision und Spannung.


Morgeot – die Lage

Morgeot ist die größte und bekannteste Premier-Cru-Lage in Chassagne-Montrachet. Sie liegt am südlichen Ende der Appellation, oberhalb der Straße nach Santenay, und umfasst rund 58 Hektar mit zahlreichen traditionsreichen Teilparzellen wie La Boudriotte, Les Fairendes oder Tête du Clos. Das Terroir ist geprägt von ton- und kieshaltigen Böden über Bathonischem Kalkstein, ideale Voraussetzungen für kraftvolle, dichte Rotweine und strukturierte, charaktervolle Weißweine. Die sanft nach Südosten geneigte Lage profitiert von der Morgensonne und schützt die Reben vor kühlen Nächten. Der Name „Morgeot“ geht auf das lateinische Wort für „Grenze“ zurück, passend zur Lage am südlichen Rand des Côte-d’Or. Heute steht Morgeot für elegante Burgunder mit Tiefe, Ausdruck und Herkunft.

Aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle, deren Reben 1974 und 2004 gepflanzt wurden, erzeugt Thomas Morey einen Chassagne-Montrachet von besonderer Präzision und Spannung. Seine Frucht stammt aus den Teilparzellen Les Fairendes und Les Brussonnes mit ihren raren weißen Kalkböden.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage über 16 bis 18 Monate. Nur rund 20 % neues Holz und minimaler, später Schwefeleinsatz geben dem Wein Raum und bewahren seine Reintönigkeit – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Der Morgeot 1er Cru vereint die Charakterzüge der benachbarten Lagen in sich, elegant, schlank und straff mit viel Zug am Gaumen. In der Jugend noch zurückhaltend, entwickelt er mit etwas Reife ein faszinierendes Aromenspiel aus gelbem Steinobst, Zitruszeste und nassem Kalkstein.

Ein charaktervoller, tiefgründiger Chardonnay, der die mineralische Seite Chassagnes eindrucksvoll widerspiegelt und mit seiner Energie lange nachhallt.

In der Jugend noch verschlossen, gewinnt mit Flaschenreife; ideal nach drei bis fünf Jahren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu Steinbutt oder Seeteufel in feiner Sauce, zu Hummer und Langustinen, zu Bresse-Geflügel mit Morcheln sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot (Les Fairendes / Les Brussonnes), Côte de Beaune (Frankreich); Ton-Kies über Bathonischem Kalkstein, 0,40 ha, Reben 1974/2004
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC (Morgeot), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz (228/350 l), 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; Bio

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Deutschland

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett -t- Im Schneidersberg 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Schneidersberg Mosel Kabinett · fruchtsüß Südwest-Exposition

Der Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg -t-" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein druckvoller, gefühlt trockener Mosel-Riesling von einer Parzelle der Ritsch – ungeschminkt, groß und langlebig, eine perfekte Interpretation des Terroirs.


Im Schneidersberg – Südwest-Parzelle der Ritsch

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Im Schneidersberg" ist eine windexponierte Parzelle im Schneidersberg-Teil des Thörnicher Bergs – in einem Seitental hinter der Haupt-Ritsch und im Gegensatz zu den meist nach Süden ausgerichteten Lagen nach Südwesten exponiert.

Jahrgang 2024 – Mosel

Der Jahrgang 2024 präsentiert sich an der Mosel klassisch und präzise: mit frischer Frucht, eleganter Säure und viel Energie.

Ein Jahrgang, der der geradlinigen, säurebetonten Ludes-Stilistik entgegenkommt – ideal für einen spannungsreichen, druckvollen Kabinett.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Wie alle Ludes-Weine braucht auch dieser Luft: am besten einige Stunden, besser noch ein paar Tage vor dem Genuss öffnen.

Im Glas

Ein gefühlt trockener Riesling, der einen solchen Druck, eine Finesse und einen subtilen, unreifen Fruchtansatz entwickelt, dass sich Körper und Seele über jeden Schluck aufs Neue freuen. Steinig und schiefrig, ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Vor dem Genuss unbedingt einige Stunden, besser ein paar Tage belüften. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch, hellem Fleisch, würziger asiatischer Küche oder mild-würzigem Käse. Ein vielseitiger, geradliniger Speisenbegleiter.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg" (Mittelmosel); südwest-exponierte Steillage, devonischer Schiefer, alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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Rebsorten

Erbhof Unterganzner Josephus Mayr Chardonnay Platt & Pignat 2023

Weißwein · Südtirol / Alto Adige · Chardonnay

Chardonnay Südtirol DOC Platt & Pignat Erbhof Unterganzner ohne Holz · Stahltank 2023

Der Josephus Mayr Chardonnay „Platt & Pignat" 2023 ist ein natürlicher, wilder Vertreter seiner Gattung – ohne Holzeinsatz, nur im Stahltank ausgebaut. Aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern, kraftvoll und herzhaft am Gaumen, dabei mineralisch und kernig.


Erbhof Unterganzner – Josephus Mayr bei Bozen

Der Erbhof Unterganzner in Kardaun bei Bozen ist ein traditionsreiches Südtiroler Familienweingut – seit Generationen in Familienhand, seit über 25 Jahren füllen Josephus und Barbara Mayr ihre Weine selbst ab. Die Weinberge werden mit großer Achtsamkeit bewirtschaftet, die Trauben so spät wie möglich gelesen; im Keller wird möglichst kreativ und präzise gearbeitet, um Weine von hoher Qualität und starkem Charakter zu erzeugen.

Der „Platt & Pignat" trägt die Namen der Lagen rund um den Hof. Hier, an den sonnenverwöhnten Hängen um Bozen mit warmen Tagen und kühlen Nächten, reift der Chardonnay langsam und aromatisch heran – die Grundlage für seinen gehaltvollen, zugleich kernigen Charakter.

Jahrgang 2023 – Südtirol

Der Jahrgang 2023 bringt im Platt & Pignat einen ausdrucksstarken, klar strukturierten Chardonnay mit lebendiger Frische. Die späte Lese und der reduktive Ausbau im Stahltank bewahren Frucht, Würze und die kernige Mineralität der Lagen – ein Wein ohne Schwere, dafür mit Charakter.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Bewusst ohne Holzeinsatz, ausschließlich im Stahltank ausgebaut. Dieser reduktive Stil bewahrt die natürliche, fast „wilde" Aromatik der Rebsorte und betont Frische, Würze und Mineralität statt cremiger Holznoten.

Im Glas

Ein aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern – würzig, klar und unverkennbar eigenständig. Am Gaumen kraftvoll und herzhaft, mit Aromen nach Nüssen, dabei mineralisch und kernig. Ein natürlicher, wilder Vertreter der Gattung Chardonnay, fernab jeder Beliebigkeit.

Ein natürlicher, wilder Chardonnay – kraftvoll, herzhaft, mineralisch und kernig.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude und Charakter. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Ein gehaltvoller, milder Begleiter zu vielen Fisch- und Geflügelgerichten, zu Meeresfrüchten sowie zu cremigen Pastagerichten und feinen Vorspeisen.


Lage: Südtirol / Alto Adige, Lagen Platt & Pignat, Kardaun bei Bozen (Italien); sonnenexponierte Hanglagen, warme Tage und kühle Nächte
Klassifikation: Südtirol / Alto Adige DOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ohne Holzeinsatz, ausschließlich Stahltank (reduktiver Stil); späte Lese

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Frankreich

Benjamin Leroux Volnay Clos de la Cave des Ducs Monopole Premier Cru 2017

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de la Cave des Ducs · 1er Cru Monopole 2017 1–2 Jahre Holzfass · unfiltriert

Der Volnay Clos de la Cave des Ducs 1er Cru 2017 von Benjamin Leroux stammt aus einer Monopollage – einer Premier-Cru-Parzelle, die das Haus allein bewirtschaftet. Reinsortiger Pinot Noir mit klarer Eleganz, satter Frucht und präziser Säure. Der Jahrgang 2017 gibt dem Wein Frische und Zugänglichkeit.


Clos de la Cave des Ducs – Monopole in Volnay

Der Clos de la Cave des Ducs ist eine Premier-Cru-Monopollage von Benjamin Leroux: Das Haus ist alleiniger Bewirtschafter, was den ganzen Ehrgeiz auf diese eine Parzelle lenkt. Volnay liegt in der Côte de Beaune zwischen Pommard und Meursault, auf einem osthängigen, gut entwässerten Kalksteinhang in einem günstigen Mikroklima.

Die Appellation umfasst 222 Hektar, davon 133 Hektar Premier Cru auf 28 Klimaten. Volnay gilt als die Adresse für besonders feine, elegante Pinots – im Kontrast zu den kräftigeren Weinen der Nachbargemeinden. Benjamin Leroux, seit 2007 mit eigenem Haus in Beaune, arbeitet konsequent terroirbezogen und mit wenig Eingriffen.

Jahrgang 2017 – Volnay (Côte de Beaune)

Nach dem frostgeschädigten 2016 brachte 2017 eine gesunde, mengenmäßig großzügige Ernte. Ein früher Austrieb, nur begrenzte Frostschäden und ein warmer, trockener Sommer führten zu einer frühen Lese.

Für die roten Volnay steht 2017 für aromatische, feingliedrige Weine mit frischer Säure, klarer Frucht und zugänglicher Struktur – ein charmanter, früh antrinkbarer Jahrgang mit klassischem Profil.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017. Selektive Lese, am Sortiertisch noch einmal von Hand verlesen.

Langsame Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in großen, traditionellen Holztanks. Anschließend Reife über ein bis zwei Jahre in gebrauchten Holzfässern verschiedener Größen. Vor der Abfüllung weder geschönt noch filtriert – ganz auf den Ausdruck des Terroirs ausgerichtet.

Im Glas

Klare Eleganz und satte Pinot-Frucht treffen auf eine punktgenaue, knackige Säure. Am Gaumen energiegeladen und beweglich, mit einem Abgang aus einem Potpourri roter Früchte.

Pure Eleganz und satte Pinot-Frucht, getragen von einer punktgenauen Säure – im Mund wie ein kleiner Wirbelwind.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren; eine kurze Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Geflügel, Federwild, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Die feine Säure und die klare Frucht passen zu eleganten, nicht zu schweren Speisen.


Lage: Clos de la Cave des Ducs (Monopole), Volnay; Osthang, gut entwässerte Kalkböden
Klassifikation: Volnay Premier Cru (Monopole)
Ausbau: Pinot Noir; 1–2 Jahre in gebrauchten Holzfässern, ohne Schönung und Filtration

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Südafrika

Bon Courage Pinotage

Rotwein · Robertson · Pinotage · Südafrika

Bon Courage Pinotage ist ein Rotwein aus 100 % Pinotage aus dem Robertson Valley in Südafrika. Pinotage ist die südafrikanische Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault und gilt als heimische Spezialität des Landes. Das Familienweingut Bon Courage wird seit 1927 von der Familie Bruwer geführt, heute in dritter Generation. Im Glas ein dunkler, runder Pinotage mit reifer Frucht, Mokka und Würze.


Robertson

Das Robertson Valley liegt im Breede River Valley rund 150 Kilometer östlich von Kapstadt. Kalkhaltige, mineralreiche Böden und ein Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten geben den Rotweinen Tiefe und Frische. Drei Flüsse durchziehen das Tal und haben unterschiedliche Bodentypen abgelagert.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinotage. Nach der Gärung reift er über zwölf Monate in Barriquefässern aus amerikanischer und französischer Eiche. Das Holz macht den Wein rund am Gaumen, gibt ihm Schmelz und einen eleganten Abgang.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Backpflaume, kräftiger Mokka und schwarze Johannisbeere. Am Gaumen kommen reife, dunkle Früchte hinzu, die sich mit indischen Gewürzen verbinden. Der Wein ist rund und schmelzig, der Abgang elegant und lang.

Am Tisch

Schon zugänglich; eine kurze Belüftung im Dekanter tut ihm gut. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, würzige Schmorgerichte, Wild und kräftiger Käse.


Lage: Robertson Valley (Breede River Valley), Südafrika
Klassifikation: W.O. Robertson
Ausbau: über 12 Monate Barrique, amerikanische/französische Eiche

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