El Oso Summer School 2019 – Galiza – Einleitung

El Oso Summer School 2019 – Galiza

Die Sache mit den Galegos und den Galegas ist so einfach nicht. Dieses Volk lebt gut abgeschottet im Nordwesten Spaniens, die Nordportugiesen halten Abstand, die Kastilier haben ein Gebirge errichtet und die Asturianer haben auch keine große Lust auf das kauzige Volk, das in den Kelten seine großen Urahnen sieht. „Depende“ (es kommt darauf an) ist ohne jeden Zweifel das Lieblingswort der Eingeborenen und sobald man eine Chance, etwas zu erreichen, verdaddelt hat, dann ist man sich sicher, dass schon mal wieder eine neue Gelegenheit komme werde. Inzwischen kann man ja erst einmal in die Kneipe gehen. Davon hat es hier reichlich.

Santa Tecla, der heilige Berg der Galegos, dereinst von Kelten besetzt.

Galegos reisen wenig, oftmals verlassen sie die Region nur, um Arbeit zu finden. Viele Rentner, auch manche Rentnerin, sprechen deutsch, weil sie in Deutschland oder in der Schweiz arbeiteten. Mit den dort Eingeborenen versteht man sich so recht und schlecht, Galegos bevorzugen andere Galegos, Weltoffenheit ist nicht gerade die Stärke dieser Region.

Galegos essen gerne, viel, gelegentlich auch gut. Aktuell gibt es hier elf Sternerestaurants, eine ganze Menge. Allerdings schließen ständig welche, zuletzt das Alborada in A Coruña, ein Spitzenrestaurant, das wohl nie in seiner mehr als zehnjährigen Geschichte Gewinn gemacht hat. Wenn in einer Stadt wie A Coruña, wo, samt Nebenorte, mehr als dreihunderttausend Menschen leben, wo Geld sitzt und wo man auch gerne bereit ist Geld zum Feiern auszugeben (Volksmund: Vigo-Pontevedra-Santiago-A Coruña >>> Arbeiten-Schlafen-Beten-Feiern), keine zwei Sternerestaurants überleben können, dann liegt da etwas im Argen. Galegos sind eher Gourmands denn Gourmets, außerdem bevorzugt man simple Küche. Vier mal im Jahr Pulpo a la feira ist ja okay, sechs mal im Monat dann eher nicht. Wenn man Restaurants empfehlen sollte, dann nun ganz sicher Culler de Pau, Casa Marcelo und A Tafona, Lucía Freitas hat letzten Herbst ihren ersten Stern erhalten. Bei den anderen muss man Glück haben, bei einigen Sterneläden hilft indes nicht einmal das.

Je weiter man sich von der Küste entfernt, desto rustikaler wird die Küche. Das muss nicht schlecht sein, schließlich ist die Produktqualität, insbesondere was Rindviecher jedweder Art angeht, durchaus hoch. Warum es aber kaum Geflügel (außer von den Großindustriellen namens Coren), kaum Wild und schon gleich gar keine Süßwasserfische gibt, das hat man alles fast überall vor der Haustür, ist eigentlich nicht zu verstehen. Und nein, Veganer kommen dort garantiert nicht auf ihre Kosten.

Horreo – der Klassiker unter den Getreidespeichern der Galegos.

Galegos trinken Wein, viel Wein; zu jeder Gelegenheit. Dazu gibt es ständig irgendwo lokale Fiestas. Es sollte aber, von Rioja und ein klein wenig Ribera del Duero einmal abgesehen, schon Wein aus Galiza sein, Groß-Galiza, Bierzo eingeschlossen. Anders als etwa in der Rioja, im Penedès, in Sachen Cava oder Valdepeñas, spielt Weinexport in Galiza eher eine untergeordnete Rolle. Ribeira Sacra, Ribeiro sowie Valdeorras exportieren nicht einmal zehn Prozent der jeweiligen Produktion, Monterrei immerhin derer dreizehn. Ein gutes Viertel aller Weine aus Rías Baixas wird jenseits der spanischen Grenzen verkauft, vor allem in den USA (da leben ja auch viele Galegos und die brauchen auch etwas zum Trinken).

In „Restspanien“ ist Wein aus Galiza ganz gut vertreten, was nicht zuletzt daran liegt, dass diverse Bodegas aus Kastilien, aus Catalunya, vor allem aber aus der Rioja, in Rías Baixas präsent sind. Dazu kommen die omnipräsenten Bodegas wie Martín Códax oder Condes de Albarei, hochwertige Weine kleinerer Kellereien indes findet man außerhalb der Metropolen eher selten.

Im Folgenden werden diverse Aspekte des Weinbaus in Galiza näher unter die Lupe genommen. Genauer gesagt:

1) Godello, eine galicische Wundertüte
2) Albariño, denn auch Galegos wollen gute Geschäfte machen
3) Galiza in Rot: noch immer eine Herausforderung
4) Galiza, ein Land der Cuvées? Vor allem um Ribeiro geht es hier, aber auch um die komplizierte Nachbarschaft mit Portugiesen.

Natürlich ist dem Bären schon bekannt, dass es in Galiza noch vier weitere Weinbauregionen gibt, drei davon haben inzwischen immerhin den Status einer IGP erreicht. Da das alles aber noch wirklich unausgegoren ist, beschränken wir uns hier auf die fünf bekannten Regionen. Sie schaffen Arbeit genug.

Gute Reise!

Ein Wort zur Begriffsklärung: Galiza ist die Schreibweise in Galego, in Deutschland ist eigentlich Galicien gebräuchlich. Galizien mit „z“ befindet sich in den Karpaten, dort aber wächst zumindest kein Albariño. Noch nicht. Text: El oso alemán

Teil 1. Godello, eine galicische Wundertüte erscheint auf diesem Blog am 07.08.2019 um 11.00 Uhr.

Teil 2. Albariño, denn auch Galegos wollen gute Geschäfte machen erscheint auf diesem Blog am 14.08.2019 um 11.00 Uhr.

Teil 3. Galiza in Rot: noch immer eine Herausforderung erscheint auf diesem Blog am 21.08.2019 um 11.00 Uhr.

Teil 4. Galiza, ein Land der Cuvées? Vor allem um Ribeiro geht es hier, aber auch um die komplizierte Nachbarschaft mit Portugiesen erscheint auf diesem Blog am 28.08.2019 um 11.00 Uhr.

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Weine

Claus Preisinger Fruitloops white 2022 BIO

Weißwein · Cuvée · Burgenland · Naturwein · Bio

Claus Preisinger Fruitloops White ist ein Bio-Naturwein und eine Cuvée aus Riesling, Scheurebe und Furmint. Ein Teil wurde auf der Maische vergoren, ein Teil reifte in der Amphore mit etwas Flor. Ein aromatischer, eigenständiger Weißwein mit feiner Textur. Im Glas frisch, fruchtig und vielschichtig.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich) und zählt zu den profiliertesten Naturwein-Erzeugern des Landes. Die Reben profitieren vom pannonischen Klima und den vielfältigen Böden der Region. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Riesling, Scheurebe und Furmint. Ein Teil wird auf der Maische vergoren (mit etwas Schalenkontakt), ein Teil reift in der Amphore mit etwas Flor – ein naturnaher Ausbau, der dem Wein Aromatik, Textur und Frische verleiht.

Im Glas

Helles bis leicht goldenes Gelb. In der Nase aromatisch: Steinobst, Zitrus, gelbe Frucht und feine Kräuter. Am Gaumen frisch und vielschichtig, mit feiner Textur vom Maischekontakt und einer dezenten, vom Flor geprägten Note. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; etwas Luft tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, asiatische Küche und würzige Gemüsegerichte.


Lage: Burgenland (Österreich)
Klassifikation: Naturwein (Österreich) – Weißwein
Ausbau: Riesling/Scheurebe/Furmint, teils Maischegärung, teils Amphore mit Flor

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2023

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura

Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 3.900 Flaschen 2023

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2023 ist eine vielschichtige Weiß-Cuvée, die an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder erinnert – voller Körper, reife Frucht und ein leicht rauchiger Abgang. Einzigartig, köstlich, großartig.


Chiguita Blanco – drei Sorten, mehrere Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca, die auf eisenhaltigem Lehmboden im Alto-de-Najerilla-Tal wachsen, sowie Viura von kalkhaltigem Lehmboden in Labastida und San Vicente de la Sonsierra. Aus dem Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Terroirs entsteht die besondere Tiefe und Vielschichtigkeit des Weins.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo Blanco, Garnacha Blanca und Viura, Jahrgang 2023, trocken.

Die Lese fand zwischen dem 12. und dem 14. September 2023 statt. Die ganzen Trauben wurden direkt gepresst, fermentierten und reiften dann weitere sechs Monate in französischen 500-Liter-Eichenfässern auf der eigenen Hefe. Gesamtproduktion: 3.900 Flaschen.

Im Glas

Der Wein erinnert an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder. Aromen von reifem Apfel, saftigem Pfirsich, Felsenbirne und Brioche, ergänzt durch frischen Kräutergarten, prägen den vollen Körper und den leicht rauchigen Abgang. Die klare Säure verleiht dem Wein Frische und Klarheit.

Wie weißer Hermitage trifft Grand-Cru-Burgunder – einzigartig, köstlich, großartig.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca aus dem Alto-de-Najerilla-Tal (eisenhaltiger Lehm), Viura aus Labastida und San Vicente de la Sonsierra (kalkhaltiger Lehm)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 3.900 Flaschen
Ausbau: Ganztraubenpressung, Gärung und 6 Monate Reife auf der eigenen Hefe in französischen 500-l-Fässern; handwerklich

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Weine

Franck Bonville Champagner Grand Cru Blanc de Blancs brut Magnum

Die Franck Bonville Grand Cru Blanc de Blancs Brut Magnum ist die Flasche, die auf den Tisch gehört, wenn zehn Leute kommen. Derselbe Chardonnay aus Avize, Oger und Le Mesnil-sur-Oger, nur in 1,5 Litern – und das macht mehr aus, als du denkst.

Im Glas

Helles Gold, ausdauernde Perlage. Kreide und Haselnuss in der Nase, dazu Zitronenöl, Birne und Apfel. Am Gaumen fruchtig und klar, cremig im Mousseux, mit salziger Mitte. In der großen Flasche reift der Wein langsamer und bleibt länger frisch, deshalb wirkt er oft einen Tick straffer als aus der Normalflasche.

Mach was draus

Sommerfest, runder Geburtstag, Silvester: Eine Magnum reicht für acht bis zwölf Gläser. Dazu eine Platte Austern, Garnelen oder Lachstatar. Leg sie rechtzeitig kalt – im Eiswasser dauert es etwa doppelt so lang wie bei einer 0,75-Liter-Flasche. Servier sie bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Aus der Magnum schenke ich lieber nach und nach aus. Der Wein im Glas gewinnt mit ein paar Minuten Luft, und der Rest in der Flasche bleibt den ganzen Abend spritzig.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Ist das ein Jahrgangschampagner? Nein, ein jahrgangsloser Brut: Ein Basisjahrgang wird mit Reserveweinen ergänzt, damit der Stil von Abfüllung zu Abfüllung gleich bleibt.

Wie lange hält sie sich? Sie ist jetzt trinkreif und hat Reserven bis etwa 2032, kühl und dunkel gelagert.

100 % Chardonnay · Grand Cru Avize, Oger, Le Mesnil-sur-Oger · Méthode Traditionnelle · ca. 2–2,5 Jahre Hefelager · Brut, 8 g/l Restzucker · Magnum 1,5 l · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

Psaltiras Olivenöl Nativ Extra kaltgepresst 0,5 l

Feinkost · Olivenöl · Mani · Griechenland

Psaltiras Olivenöl Nativ Extra stammt aus der malerischen Region Mani auf dem südlichen Peloponnes, wo die Olivenbäume seit Generationen inmitten der Kulisse des Taygetos-Gebirges wachsen. Ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl der Familie Psaltiras – fruchtig-mild, weich und rund. In der praktischen 0,5-Liter-Flasche.


Herkunft / Mani

Die Mani auf dem südlichen Peloponnes ist eine der traditionsreichsten Olivenölregionen Griechenlands. Am Fuße des Taygetos-Gebirges wachsen die Olivenbäume der Familie Psaltiras, deren Öl für Tradition und Spitzenqualität steht.

Zutaten und Herstellung

Natives Olivenöl extra (Extra Virgin), kaltgepresst. Die schonende Verarbeitung der Oliven bewahrt Aroma, Frische und die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls.

Geschmack

Fruchtig-mild, weich und rund. Die Frische von frisch geschnittenem Gras schwingt mit, begleitet von einer subtilen Süße nach Äpfeln; eine erdige Komponente, die an Artischocken erinnert, rundet das Geschmackserlebnis harmonisch ab.

In der Küche

Wegen seiner feinen Aromatik besonders zum Verfeinern geeignet.

Ideal: für Salate, Dips und kalte Vorspeisen sowie als besondere Note in warmen Gerichten.

Flaschengröße 0,5 Liter

Die 0,5-Liter-Flasche ist die Standardgröße für die Küche – genug für den regelmäßigen Gebrauch und schnell genug verbraucht, damit das Öl frisch bleibt.

Das Öl gibt es auch in der kleinen 0,25-Liter-Flasche und im 5-Liter-Vorratsgebinde.

Häufige Fragen

Was bedeutet „nativ extra“?
Natives Olivenöl extra ist die höchste Güteklasse für Olivenöl in der EU. Es wird ausschließlich mechanisch gewonnen, ohne chemische Behandlung, und darf höchstens 0,8 % freie Fettsäuren enthalten.

Was heißt „kaltgepresst“?
Der Begriff darf nur verwendet werden, wenn die Oliven bei höchstens 27 °C verarbeitet wurden. Die niedrige Temperatur schont Aromen und wertvolle Inhaltsstoffe.

Wie wird Olivenöl richtig gelagert?
Kühl, dunkel und gut verschlossen, nicht im Kühlschrank. Nach dem Öffnen am besten innerhalb weniger Monate verbrauchen.


Hersteller: Psaltiras Ölmühle, Mani (Griechenland)
Produkt: natives Olivenöl extra (Extra Virgin), kaltgepresst
Inhalt: 0,5 Liter
Herkunft: Mani, südlicher Peloponnes (Griechenland)
Füllmenge: 0,5 Liter
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.03.2028

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der drei bis vier Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 1" steht für die jüngste Stufe der Bertoni-Reifeskala – fruchtbetont, süß-säuerlich (agrodolce) und vielseitig. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit feiner Viskosität. Ein Allrounder für die alltägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund drei bis vier Jahre in Holzfässern. Die Stufe „Scudo 1" markiert den jüngsten und frischesten Reifegrad der Bertoni-Reihe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit feiner Viskosität. Im Geschmack fruchtbetont und süß-säuerlich ausbalanciert, mit klarer Frische. Der Abgang ist mittellang und sauber.

Am Tisch

Vielseitig für Salate, Dressings und Marinaden, zu gegrilltem Gemüse, Tomaten mit Mozzarella oder zum Verfeinern von Saucen. Auch zum Ablöschen und leichten Einkochen geeignet. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 1"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 3–4 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2034

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Martin Fontaine Brut Nature BIO

Der Ruppert-Leroy Martin Fontaine Brut Nature ist der Chardonnay des Hauses: aus steilen Parzellen ganz oben am Hang über Essoyes, auf weißem Kalk, nach Süden und Südosten ausgerichtet. Ein Blanc de Blancs ohne Dosage, ohne Schwefelzusatz – und mit sehr viel Spannung.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Klare, kühle Frucht und eine salzige Mineralität, die sofort auffällt. Am Gaumen straff, präzise und tief, mit fester Struktur und schöner Textur statt Üppigkeit. Ein langer Abgang mit viel Salz. Er überzeugt leise, aber nachhaltig.

Mach was draus

Austern, roher Fisch mit Zitrone, Jakobsmuscheln, ein Chaource aus der Nachbarschaft oder Ziegenkäse. Ein Champagner für den Anfang eines besonderen Menüs oder für Weinfreunde, die gern Chablis trinken – die Böden sind verwandt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer Chablis liebt, sollte diesen Champagner probieren. Den weißen Kalk schmeckt man in jedem Schluck.“

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Kurz gefragt

Wie alt sind die Reben? Etwa 20 Jahre. Sie stehen auf den steilsten Parzellen oben am Hang.

Was ist hier anders als bei Les Cognaux? Les Cognaux ist Pinot Noir vom grauen Mergel, Martin Fontaine Chardonnay vom weißen Kalk. Beide werden gleich ausgebaut.

100 % Chardonnay · Lage Martin Fontaine, Essoyes · weißer Kalk, steile Kuppenlage, Süd-Südost · Spontangärung, 9 Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern · biologischer Säureabbau · 18–20 Monate Flaschenreife · ungeschönt, unfiltriert, ohne Schwefelzusatz · Jahrgang 2022 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Ruppert-Leroy, Essoyes · Bio, FR-BIO-10 · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheim Berg Schlossberg Rheingau Riesling 2024

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau · Rüdesheim Berg Schlossberg · Steillage 2024

Der Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling 2024 von Georg Breuer ist ein vielschichtiger, eleganter Steillagen-Riesling mit großer innerer Spannung. Nach elf Monaten Reife im alten Stück- und Halbstückfass zeigt er intensiven Duft von Steinobst und an Orangenschalen erinnernde Zitrusaromen, dazu altholzige Noten mit viel mineralischer Würze – trocken (0,6 g/l Restzucker), klar und tiefgründig.


Berg Schlossberg – steilste Lage des Rheingaus

Der Berg Schlossberg liegt in der Rheinbiegung, wo sich der Fluss wieder nach Norden gräbt. Es sind die steilsten Weinberge des Rheingaus – mit Steigungen bis zu 65%, teils von hohen Weinbergsmauern gehalten. Die Böden aus kargem Rheinschiefer und Taunusquarzit speichern zusätzlich Wärme. Der Name geht auf die Burg Ehrenfels zurück, deren Ruine bis heute von weitem sichtbar ist.

Südlich exponiert und vom warmen, rheinnahen Mikroklima begünstigt, bringt dieses Terroir Jahr für Jahr Rieslinge von besonderer Finesse und Ausdruckskraft hervor. Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim ist Fair'n-Green-zertifiziert; das Künstleretikett stammt von Thorsten Poersch.

Jahrgang 2024 – Rheingau

Das Weinjahr 2024 war ungewöhnlich nass und warm. Auf einen milden Frühlingsbeginn folgte ein Temperatursturz im April, der die Rebenentwicklung bremste; hohe Niederschläge im Mai setzten sich fort. Der Sommer war wechselhaft mit häufigem Regen und schwankenden Temperaturen, der Niederschlag blieb überdurchschnittlich.

Mitte September begann eine schnelle, durch viel notwendige Selektion zugleich intensive Lese. Im Keller entstand daraus ein Jahrgang mit kühlen, eleganten Weinen.

Im Glas

Intensiver Duft von Steinobst und an Orangenschalen erinnernden Zitrusaromen, dazu altholzige Noten mit viel mineralischer Würze. Am Gaumen enorm nachhaltig: salzige Mineralik, präsente Säure (8,3 g/l) und etwas Gerbstoff geben Frische und Rückgrat. Sehr langer Abgang mit viel Zug und ausgezeichneter Tiefe – ein Wein, der sich über viele Jahre entwickeln kann.

Am Tisch

Zu gebeiztem Lachs, Meeresfrüchten und hellem Geflügel. Bei 9 °C servieren; Lagerpotenzial bis zu 25 Jahre.


Lage: Berg Schlossberg, Rüdesheim (Rheingau); Steillage bis 65%, Rheinschiefer und Taunusquarzit, südexponiert
Klassifikation: Rheingau Riesling trocken · Lagenwein Berg Schlossberg
Ausbau: Riesling; 11 Monate im alten Stück- und Halbstückfass; Fair'n-Green-zertifiziert

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Weine

Legrand Latour Lutetien Brut Nature BIO

Der Legrand-Latour Lutétien Brut Nature wächst auf dem Boden, der auch im Keller steckt: fossilreicher Kalksand aus dem Lutetium, rund 45 Millionen Jahre alt. Pinot Noir und Chardonnay aus Vandières, ohne Zucker abgefüllt – der salzigste der vier.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Weiße Blüten, Zitrus und ein Hauch Meeresluft. Im Mund gerade, salzig und genau, mit trockenem, elegantem Finale und langem, mineralischem Nachhall. Ein Champagner, der zeigt, wie stark der Boden einen Wein prägen kann.

Mach was draus

Austern, Sashimi, Langustinen, Ceviche oder einfach pur. Er ist ein Aperitif für alle, die es präzise und ohne Schnörkel mögen. Schön für den Beginn eines Fischmenüs oder einen Abend an der Austernbar. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Lutétien und Austern – das ist für mich eine der schönsten Kombinationen, die Champagner zu bieten hat.“

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Kurz gefragt

Woraus besteht er? Etwas mehr Pinot Noir (55 Prozent) als Chardonnay (45 Prozent).

Was ist das Lutetium? Eine Stufe des Eozäns vor etwa 45 Millionen Jahren. Aus dieser Zeit stammen der Kalksand in Vandières und die Fossilien im Keller der Familie.

55 % Pinot Noir, 45 % Chardonnay · Vandières · fossilreicher Kalksand · Jahrgang 2021 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Legrand-Latour, Fleury-la-Rivière · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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