Die Sache mit der Lage

Bären Lagen Analyse

Le Montrachet, na klar! La Tâche, La Romanée Conti, der Doctor zu Bernkastel, diverse top Lagen in Barolo, in Österreich, im Chablis, alle sie sind Meilensteine, die der Gourmetweintrinker auch nachts um vier noch unfallfrei aufzählen kann. Von einem Wein namens Pingus einmal abgesehen, sind alle betont teuren Weine Europas Einzellagenweine, denn selbst die großen Weingüter aus Bordeaux verfügen ja in der Regel über zusammenhängend Gebiete, die man problemfrei als Lagen definieren kann. In Sachen Spanien ist das, mal wieder, anders. Aber warum? Und: ist das nun besser oder schlechter? Um dies beurteilen zu können, muss man ein wenig in die Kulturgeschichte blicken.

In Deutschland trinkt man in den Weinregionen eine Kombination aus Rebsorte und Lage. Einheimische in Würzburg trinken gerne Wein vom Stein, danach kommt die Sache mit der Rebsorte: schon wieder Silvaner? Oder heute mal einen Riesling? Einen Rieslaner vielleicht? Erst dann kommt, wenn überhaupt, das Weingut. Das gleiche geschieht in Bernkastel, in Wehlen, in Trittenheim, in Trier, wobei da die Wahl der Rebsorte ausfällt oder zur Randnotiz wird. Auch im Burgund wird nach Lage gesoffen, auch wenn die Qualitätsunterschiede da schon durchaus groß sind. Das ist schon lange so, es ist keine neumodische Neuerung. In vielen Liedern diverser Jahrhunderte singt man von Würzburg oder Klingenberg, Rüdesheim kommt in Romanen vor, und wer an der Ahr war und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr. Im Laufe der Zeit haben sich Lagen herauskristallisiert, die eben besser sind als andere, besser dahingehend, dass Menschen bereit sind, für ein Glas, für einen Krug, für eine Flasche Würzburger Innere Leiste mehr Geld auszugeben als für einen Dettelbacher Berg-Rondell. Dass dann ein Le Montrachet von DRC das Zehnfache vieler anderer Montrachets Grand Cru kostet, ist wieder eine andere Geschichte. Von Marketing soll hier und heute jedoch nur bedingt die Rede sein.

In Spanien, wie bereits erwähnt, ist das anders. Das liegt vor allem daran, dass hier Weine schon immer bunt miteinander vermischt wurden. Zwei oder drei Jahrhunderte zurück waren die Weine aus Toro deswegen so beliebt, weil Händler in Sahagún, in León, in Bilbo oder wo auch immer im Norden, sie mit eher dünnen Tropfen aus anderen Regionen mischen konnten. Man kaufte in der Region Offenware, transportierte sie ins eigene Lager, um dort Mischweine herzustellen. Die Spanierin und der Spanier, sie tranken Wein. Punkt! Natürlich waren sie nicht dumm, sie konnten schon guten Wein von anderem unterscheiden, nur das mit dem Ursprung war so eine Sache. Die älteste Denominación de Origen in Castilla y León, Rueda, wurde im Jahr neunzehnhundert und achtzig gegründet, mehr als dreihundert Jahre nach dem ersten Boom der Weine dieser Region. Damals gab es wahrscheinlich viele Lagenweine, denn ein jeder Weinbauer beackerte in der Regel ein Stück Rebland. Dies änderte sich, als die Genossenschaften Raum griffen, als die Bodegas im Stil des zwanzigsten Jahrhunderts in Spanien den Weinvertrieb für immer veränderten. Manche Bodega der Rioja des letzten Jahrhunderts, in der Liste findet man durchaus namhafte, verfügt(e) über keinen einzigen Weinberg, man kaufte (und kauft) Trauben oder gleich Fasswein. Zwar kommt es noch immer vor, dass Einheimische, meistens schon lange pensioniert, mit ihren Glasbehältern, die zwischen zehn und sechzehn Liter fassen, zur Bodega trotten, um dort zu tanken. Diese Tradition stirbt aus. Wie schon zu Beginn der Neuzeit im Norden Spaniens so ist seit der Mitte des letzten Jahrhunderts der Bodeguero die entscheidende Person, er oder sie bestimmt, welcher Wein mit welchem gemischt wird. Und daher ist es durchaus logisch, dass Namen von Bodegas mehr zählen als Namen von Weinbergsparzellen.

Großbodegas sind an Lagenweinen nur indirekt interessiert. Auf den ersten Blick bringen sie ihnen nichts, weil die im Raume stehenden Mengen einfach zu klein sind, so man betrachtet, dass der Erlös pro Flasche zwar deutlich höher ist als im Fall der „Normalweine“ oder des Fassweingeschäftes. Nur: wer drei Millionen Liter Wein keltert hat für einen Lagenwein mit einer Auflage von fünfzehnhundert Flaschen schlicht und ergreifend keinen Vorgang. Erschwerend kommt hinzu, dass die Absatzkanäle natürlich verschiedener Art sind. Den einzigen Vorteil, den diese Betriebe sehen, ist das mediale Interesse an Regionen, in denen derartige „seltsame“ Weine gekeltert werden.

Lange Zeit gab es in Spanien zwei Typen von Lagenzeuch: zum einen waren da echte Lagenweine, die von den Weingütern aber nicht als solche bezeichnet wurden (das hat sich teilweise bis heute gehalten), zum anderen gibt es diverse Weine, die auf ihren Etiketten von Finca oder Pago labern, Korken nach innen ist das dann aber oft nicht so. Pagos de Peñafiel redet zumindest von Pagos, also mehreren bis vielen, Pago de Carraovejas indes kauft Trauben zu wo immer es ordentliche Trauben zu kaufen gibt. Andernorts auch. Natürlich ist das legal; mit anderen Worten: das Verschaukeln des Konsumenten ist legal.

Hätten die Spanierinnen und Spanier es gewagt, öfters mal über die Pyrenäen zu klettern, um den Rest der Welt auch mal zu sehen, dann würden wir heute von anderen Dingen reden. Es ist ja nun nicht gerade Zufall, dass zwei Männer, die in Frankreich durch die Gegend tourten, das Thema Lagenweine (und Ortsweine) in Spanien juristisch angestoßen haben: René Barbier, vor allem aber Álvaro Palacios. Man mag zu den Weinen von Álvaro oder zu seinen Bodegas stehen, wie man mag, nur: ohne ihn hätte es das Klassifikationssystem im Priorat (Álvaro I) und infolge dessen das in Bierzo (Álvaro II) nie gegeben. Letzteres hat die Junta de Castilla y León inzwischen schon fast für allgemeinverbindlich erklärt, den einzelnen Regionen aber dreihundert Jahre eingeräumt, dies auch umzusetzen. Das mit den Viñedos Singulares in der Rioja ist ein kleines Marketingspielchen, aber, wie gesagt, um Marketing soll es hier und heute nicht gehen.

Auch in Ribera del Duero waren es Ausländer, die das Thema Lagenweine auf den Tisch warfen: Bertrand Sourdais in Dominio de Atauta warf den ersten Stein, Sophie Kuhn folgte in Gallego Zapatero, De Blas Serrano und Hacienda Solano, Jorge Monzón (gut, der ist Spanier, arbeitete aber im Burgund) hat das auch gerafft. Das war es aber dann auch schon fast. Die mit nur einem Lagenwein zählen nicht, man braucht schon zumindest derer zwei, um Unterschiede schmecken zu können. Vega Sicilia und Lagenwein? I wo! Peter Sisseck ist der Antilagenpapst schlechthin.

Und genau dieser Fall zeigt, auch wenn es sich hier um einen Dänen handelt, woran das spanische System „krankt“. In einem System genau bemessener und mit Namen versehenen Parzellen ist die Gesamtzahl der Flaschen dieser Parzelle mehr oder weniger festgelegt. Gut, Erträge schwanken, auch hat jedes Weingut seine persönlichen Vorstellungen. Aber seit hunderten von Jahren sind die Grenzen des Randersackerer Sonnenstuhls festgezurrt, da kommt nicht mal eben ein Hektarlein hinzu. In Deutschland nennt sich das Lagenumgehungsteil Großlage, aber auch die ist letztendlich limitiert. Wenn ein Winzer oder eine Winzerin nun mehr verdienen will, dann kann nicht einfach die Produktion dieses Lagenweines erhöht werden. Mehr einnehmen geht über den Weg des teurer Verkaufens. Das kann klappen, oder auch nicht. Spanier denken nicht so, Spanierinnen und Spanier denken, dass wenn man von einem Wein zwanzigtausend Flaschen gut verkaufen kann, warum dann nicht zweihundert tausend Flaschen füllen? Der Kunde wird schon nicht merken, dass die Qualität sinkt (und wahrscheinlich hat das Weingut damit sogar recht…).

Viele Weingüter, gerade in Galiza, haben aufgehört, Lagenweine zu produzieren, weil es ihnen nicht möglich ist, die Menge zu erhöhen. Auf die Idee, einfach einen weiteren Wein auf den Markt zu bringen, kommen sie nicht oder verwerfen sie umgehend, weil das ja den Konsumenten verwirren könnte. Man mogelt sich dann ein Konzept zusammen vom Typus „Ich nehme Trauben von Stöcken, die auf einem bestimmten Gestein stehen“ (eine bestimmte Hangausrichtung haben, von einem bestimmten Pferd getreten, ähh, gepflügt werden, und so weiter), Kriterien also, die smart an die Gegebenheiten angepasst werden. Eine Winzerin erklärte mir unlängst, dass sie in Salnés einen Wein mache, für den die Trauben eher im küstennahen Bereich eingesammelt werden, und einen anderen mit Trauben aus dem Landesinneren. Schon schön, nur: auf eine Grenzlinie will sie sich nicht festlegen.

Glücklicherweise gibt es eine Gegenbewegung, Weingüter aus diversen Regionen Spaniens, vor allem aus jenen, die nicht ganz so bekannt sind, die auf das Konzept Cru und Village setzen. In der Sierra de Gredos, in der Sierra de Francia, in Bierzo, in l’Alt Empordà, in Terra Alta, sogar in Galiza und in al-Andalus. Die namhaften Regionen tun sich noch immer schwer, auch wenn es Ausnahmen gibt. Im Priorat könnten achtzig Prozent der Weine ohne jede Änderung als Vi de Vila (Ortswein) verkauft werden, viele Weingüter haben aber schlicht und ergreifend keine Lust. Sie glauben noch immer, dass ihr Name über allem stehen würde.

Ein Lagenwein muss nicht automatischerweise besser sein als ein Gutswein oder ein Zusammengekauftwein, er visualisiert jedoch eine Sache, klar und deutlich: die Gegebenheiten einer genau definierten Einheit. Bären, glücklicherweise aber auch viele Menschen, trinken Lagenweine, weil man Terroir nun einmal nicht essen kann. Text: el oso alemán

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Länder/Regionen

Hensel Aufwind Cuvée rot

Rotwein · Cuvée · Pfalz · Deutschland

Hensel Aufwind Cuvée Rot ist ein trockener Rotwein vom Weingut Thomas Hensel aus der Pfalz. Die Komposition aus 70 % Cabernet Sauvignon und 30 % St. Laurent reifte kurze Zeit in gebrauchten Barriques – dunkelrot, mit Aromen von Paprika, Cassis und schwarzem Pfeffer.


Pfalz

Thomas Hensel führt das Familienweingut in Bad Dürkheim (Pfalz) seit 1990 und zählt heute zu den besten Rotweinerzeugern Deutschlands. Die „Aufwind"-Linie – benannt nach Hensels Leidenschaft fürs Fliegen – ist die zugängliche Hausmarke. Die Reben stehen auf Böden aus Lehm, Sand und Mergel.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 70 % Cabernet Sauvignon und 30 % St. Laurent. Die handgelesenen Trauben stehen lange auf der Maische für intensive Farb- und Aromaextraktion. Ein Teil des Weins reift kurze Zeit in gebrauchten Barriques, was ihm sanfte Holznoten verleiht, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

Dichtes Purpurrot. In der Nase die typische Cabernet-Aromatik mit Cassis und roter Paprika, unterlegt von feiner Pfefferwürze, dazu dunkle Kirsche und ein Hauch Räucherspeck. Am Gaumen kraftvoll und geschmeidig, fruchtbetont und gut ausbalanciert, mit langem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, etwas Luft im Glas tut dem Wein gut. Ein unkomplizierter, kraftvoller Begleiter für herzhafte Küche.

Klassische Begleitung: Steak, Lamm, BBQ, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: lange Maischestandzeit, teils in gebrauchten Barriques

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

95 % Garnacha · 5 % Tempranillo Escondite del Ardacho · Las Paredes Single Parcel · 0,37 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) eisenhaltiger Lehmkalk · 70+ J. Reben nur 458 Flaschen 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Paredes" 2016 ist eine Single-Parcel-Rarität von nur 0,37 Hektar in der Rioja Alavesa. Aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo von über 70 Jahre alten Reben entsteht ein Wein von kraftvoller Struktur, der entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas erinnert – opulent, wollüstig und zugleich von großer Tiefe.


Las Paredes – 0,37 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Das Geheimnis der nur 0,37 Hektar großen Parzelle Las Paredes ist ihr eisenhaltiger Lehmkalkboden. Bestockt ist sie mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, die inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht haben. Ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja-Winzer noch nicht verlassen.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung des eisenhaltigen Lehmkalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, reifen Phase.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo, Jahrgang 2016, trocken; von über 70 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha).

Der Wein entsteht aus einer einzigen, winzigen Parzelle und wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu vinifiziert – mit gut eingebetteten Gerbstoffen und überragendem Schmelz. Gesamtproduktion: nur 458 Flaschen.

Im Glas

Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent und wollüstig, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe, die pfiffige Mineralität und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd – das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen.

Kraftvoll, opulent und wollüstig, zugleich tief, mit gut eingebetteten Gerbstoffen, pfiffiger Mineralität und überragendem Schmelz – erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Rayas.

Vor dem Genuss dekantieren; ein Wein, der sich mit jedem Schluck verändert. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Las Paredes (0,37 ha), Rioja Alavesa (Spanien); eisenhaltiger Lehmkalkboden; über 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: handwerkliche, terroirgetreue Vinifikation aus einer einzigen Parzelle; 458 Flaschen

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Weine

Weinreich Basis Weiss BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Weiss ist eine ungemein saftige, frische und klare, biozertifizierte Weißwein-Cuvée mit hohem Riesling-Anteil. Schon beim Hineinschnuppern breiten sich Weinbergspfirsich- und Aprikosenaromen aus; im Mund packt einen die spannungsgeladene Frische des Weines – alles dabei sehr reif und fein.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Die Basis-Linie steht für unkomplizierte, alltagstaugliche Weine, die in jeder Situation passen.

Assemblage und Ausbau

Weißwein-Cuvée mit einem hohen Anteil Riesling. Der Riesling bringt klare Frucht, Frische und Säurespiel; ergänzende Sorten runden die Cuvée saftig ab. Der Ausbau bewahrt die frische, klare und reife Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Weinbergspfirsich und Aprikose. Am Gaumen saftig, klar und spannungsgeladen frisch, mit reifer Frucht, feinem Säurespiel und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Fisch, Geflügel, Salaten, Spargel und leichten Sommergerichten – oder einfach solo.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Weißwein – Cuvée mit hohem Riesling-Anteil, trocken
Ausbau: frische- und fruchtbewahrend

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Weine

Metzger VINOVOL Rosé alkoholfrei

Alkoholfrei · Rosé · Pfalz · Deutschland

Metzger VINOVOL Rosé alkoholfrei ist charmant, beerig und beschwingt. Dieser alkoholfreie Rosé verführt mit seiner leichten Art, zarten Beerennoten und einem Hauch von Sommer auf der Zunge – ein echter Genuss, ganz ohne Umdrehungen. Aus der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus einem fruchtbetonten Rosé entsteht durch Entalkoholisierung dieser alkoholfreie Wein, der die leichte, beerige Stilistik bewahrt.

Rebsorte und Ausbau

Grundlage ist ein Rosé, dem der Alkohol schonend entzogen wird. So bleiben die zarte Beerenfrucht und die leichte Frische erhalten. Alkoholfrei.

Im Glas

Zarter Rosé-Ton. In der Nase und am Gaumen charmant und beerig, mit zarten Beerennoten und einem Hauch von Sommer. Leicht und beschwingt, mit frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal für entspannte Abende, Picknicks oder als stilvolle Alternative beim Anstoßen.

Klassische Begleitung: Salate, Fingerfood, leichte Gerichte, Obst oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Entalkoholisierter Wein (Rosé) – alkoholfrei
Ausbau: Rosé, schonende Entalkoholisierung
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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Schaumweine

Champagne Frederic Savart Ouverture 1er Cru

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Frédéric Savart Ouverture 1er Cru ist der Auftakt – ein kompromissloser, schlanker und frischer Champagner aus 100 % selektioniertem Pinot Noir. Dezente Fruchtnoten von Holunder und Waldbeeren verbinden sich mit knackigen Gesteinsnoten; feinperlig, elegant und frisch.


Champagne / Montagne de Reims

Frédéric Savart ist ein renommierter Winzer-Champagner-Erzeuger aus Écueil an der Montagne de Reims – einem für Pinot Noir prädestinierten Premier-Cru-Terroir. Savart steht für präzise, terroirgeprägte Champagner mit klarer Handschrift.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % selektioniertem Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Champagner wurde mit einer Dosage von 3,5 g/l in der Geschmacksrichtung Extra Brut ausgebaut, was seine schlanke, frische und kompromisslose Stilistik unterstreicht.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase dezente Frucht von Holunder und Waldbeeren, dazu knackige Gesteinsnoten wie nach einem Sommerregen. Am Gaumen feinperlig, elegant und frisch, schlank und präzise, mit klarem, mineralischem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Aperitif, Fisch, Krustentieren, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Champagne, Montagne de Reims, Écueil 1er Cru (Frankreich); Frédéric Savart
Klassifikation: Champagne 1er Cru – Blanc de Noirs, 100 % Pinot Noir, Extra Brut
Ausbau: Dosage 3,5 g/l (Extra Brut)

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet Les Chaumées 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Côte de Beaune 2023 Les Chaumées · alte Reben

Der Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Chaumées 2023 der Domaine Michel Niellon ist ein cremiger, vielschichtiger Chardonnay aus einer der höchsten Lagen der Appellation – eine Symphonie aus Frische und Fülle, getragen von altem Rebbestand und kalkreichem Terroir.


Les Chaumées – höchste Lage über Vergers und Chenevottes

Les Chaumées liegt am Rand von Chassagne-Montrachet und ist der höchstgelegene Weinberg, direkt über den Premier-Cru-Lagen Les Vergers und Les Chenevottes. Ton- und Kalkschichten bilden hier den Boden, in dem alte Chardonnay-Reben wurzeln.

Genau dieses Terroir verleiht dem Wein seinen unverwechselbaren Charakter und seine bemerkenswerte Vielschichtigkeit.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – saftige, zugleich präzise Weißweine mit breitem Trinkfenster.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Drei Generationen bewirtschaften das Gut in lutte raisonnée. Niellon liest bewusst früh, um die Säure zu erhalten – oft als einer der Ersten im Dorf. Es folgen Spontangärung und rund zwölf Monate Ausbau auf der Feinhefe im Fass; der Anteil neuen Holzes liegt je nach Cuvée bei etwa 20–30 %. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Das Bouquet offenbart fruchtige Aromen, zarte Blütennoten und eine subtile, reduktive Nuance; geröstete Nüsse geben eine zusätzliche Dimension, eine cremige Textur vollendet das Gaumenerlebnis. Ein Chardonnay aus Frische und Fülle, Kraft und Reichhaltigkeit – mit eleganter Struktur und aromatischer Fülle, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Eine Symphonie aus Frische und Fülle, Kraft und Reichhaltigkeit.

Jung schon zugänglich, gewinnt aber mit Reife; Trinkfenster etwa 2026–2034. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Krustentiere, Geflügel in heller Sauce oder gereifter Hartkäse. Die cremige Fülle trägt auch kräftigere Gerichte.


Lage: Chassagne-Montrachet „Les Chaumées" (Côte de Beaune); höchstgelegen über Vergers und Chenevottes, Ton-Kalk-Boden, alte Reben
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, ~12 Monate Feinhefe im Fass, ca. 20–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt · lutte raisonnée

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Rebsorten

Weingut Metzger Pinot Noir Am Hesselbrunnen Lagenwein 2022

Rotwein · Deutschland · Pinot Noir

Pinot Noir (Spätburgunder) Lagenwein · Deutschland (Pfalz) Einzellage Am Hesselbrunnen · kalkreich Romanée-Conti-Klone · Reben ab 2018 2022 · teils Leroy-Fass / neues Barrique

Der Pinot Noir Am Hesselbrunnen 2022 des Weinguts Metzger ist ein spektakulärer deutscher Spätburgunder. Schon der Jungfernjahrgang aus der kargen, kalkreichen Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen zählt zu den besten Rotweinen, die je in Deutschland erzeugt wurden – das Rebmaterial stammt von Klonen der Romanée-Conti.


Am Hesselbrunnen – Kalk und Romanée-Conti-Klone

Die Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen ist von kargen, kalkreichen Böden geprägt – eine ideale Basis für mineralischen Spätburgunder. Die Pinot-Noir-Reben wurden erst 2018 gepflanzt und sind noch jung; das Rebmaterial stammt von Klonen aus der wohl berühmtesten Weinlage der Welt, der Romanée-Conti im Burgund.

Das Weingut Metzger keltert hier seinen Jungfernjahrgang 2022 – ein Ergebnis, das die Familie und ganz Deutschland aufhorchen ließ.

Jahrgang 2022 – Deutschland

2022 war in Deutschland ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die deutschen Rotweine steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei guter Frische – ein herausragender Jahrgang, besonders für Spätburgunder.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von 2018 gepflanzten Reben (Romanée-Conti-Klone).

Der Ausbau erfolgte teils in einem gebrauchten Fass der Domaine Leroy, teils in einem neuen Barrique aus bester französischer Eiche.

Im Glas

Im Duft verführerisch und wild: eingemaischte rote Früchte, Zeder, wilde Sauerkirschen, ein Hauch Veilchen und dezente Würze, ständig im aromatischen Wandel. Am Gaumen ein ganz großer Rotwein – Frucht, Säure und Holz fein verschmolzen, ein Rausch aus Frische, Tiefe, Erde und Länge: kraftvoll, elegant und majestätisch zugleich.

Eingemaischte rote Frucht, Zeder und wilde Sauerkirsche – ein Rausch aus Frische, Tiefe und Länge, kraftvoll und elegant.

Schon jung faszinierend, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Wild, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, zugleich kraftvoller Begleiter für den besonderen Anlass.


Lage: Mühlheim am Hesselbrunnen (Einzellage), Deutschland (Pfalz); karger, kalkreicher Boden; Reben ab 2018 (Romanée-Conti-Klone)
Klassifikation: Lagenwein (Deutschland)
Ausbau: Pinot Noir; teils gebrauchtes Fass (Domaine Leroy), teils neues Barrique (französische Eiche)

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Weine

Legrand Latour Eocène Brut Nature BIO

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Legrand-Latour Éocène Brut Nature verbindet Feinheit mit Tiefgang: eine puristische, biozertifizierte Cuvée aus Meunier und Chardonnay, im Eichenfass vergoren und ohne Dosage abgefüllt. Ein Brut Nature für alle, die Champagner pur und terroirgeprägt mögen – straff, kühl und mineralisch.


Champagne

Das Haus Legrand-Latour erzeugt terroirgeprägte Winzer-Champagner in der Champagne und arbeitet biozertifiziert (FR-BIO-01). Der Name Éocène verweist auf die geologische Prägung der Böden, die dem Champagner seine kreidig-mineralische Struktur verleihen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 75 % Meunier und 25 % Chardonnay. Die Trauben werden 12 Monate im Eichenfass vergoren und reifen anschließend über drei Jahre auf der Hefe. Ohne Dosage abgefüllt, steht der Champagner als Brut Nature für eine klare, trockene Stilistik mit Charakter.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, klarer Perlage. In der Nase Zitrusnoten, weiße Blüten und ein Hauch Brioche. Am Gaumen straff, kühl und wunderbar mineralisch, mit einer fast kreidigen Struktur, die lange nachhallt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als puristischer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: feiner Meeresküche, Austern, Fisch, Krustentieren und Geflügel.


Lage: Champagne (Frankreich); Legrand-Latour
Klassifikation: Champagne – Cuvée aus 75 % Meunier & 25 % Chardonnay, Brut Nature (naturherb)
Ausbau: 12 Monate Vergärung im Eichenfass, über 3 Jahre Hefereife, ohne Dosage

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