Die Sache mit der Lage

Bären Lagen Analyse

Le Montrachet, na klar! La Tâche, La Romanée Conti, der Doctor zu Bernkastel, diverse top Lagen in Barolo, in Österreich, im Chablis, alle sie sind Meilensteine, die der Gourmetweintrinker auch nachts um vier noch unfallfrei aufzählen kann. Von einem Wein namens Pingus einmal abgesehen, sind alle betont teuren Weine Europas Einzellagenweine, denn selbst die großen Weingüter aus Bordeaux verfügen ja in der Regel über zusammenhängend Gebiete, die man problemfrei als Lagen definieren kann. In Sachen Spanien ist das, mal wieder, anders. Aber warum? Und: ist das nun besser oder schlechter? Um dies beurteilen zu können, muss man ein wenig in die Kulturgeschichte blicken.

In Deutschland trinkt man in den Weinregionen eine Kombination aus Rebsorte und Lage. Einheimische in Würzburg trinken gerne Wein vom Stein, danach kommt die Sache mit der Rebsorte: schon wieder Silvaner? Oder heute mal einen Riesling? Einen Rieslaner vielleicht? Erst dann kommt, wenn überhaupt, das Weingut. Das gleiche geschieht in Bernkastel, in Wehlen, in Trittenheim, in Trier, wobei da die Wahl der Rebsorte ausfällt oder zur Randnotiz wird. Auch im Burgund wird nach Lage gesoffen, auch wenn die Qualitätsunterschiede da schon durchaus groß sind. Das ist schon lange so, es ist keine neumodische Neuerung. In vielen Liedern diverser Jahrhunderte singt man von Würzburg oder Klingenberg, Rüdesheim kommt in Romanen vor, und wer an der Ahr war und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr. Im Laufe der Zeit haben sich Lagen herauskristallisiert, die eben besser sind als andere, besser dahingehend, dass Menschen bereit sind, für ein Glas, für einen Krug, für eine Flasche Würzburger Innere Leiste mehr Geld auszugeben als für einen Dettelbacher Berg-Rondell. Dass dann ein Le Montrachet von DRC das Zehnfache vieler anderer Montrachets Grand Cru kostet, ist wieder eine andere Geschichte. Von Marketing soll hier und heute jedoch nur bedingt die Rede sein.

In Spanien, wie bereits erwähnt, ist das anders. Das liegt vor allem daran, dass hier Weine schon immer bunt miteinander vermischt wurden. Zwei oder drei Jahrhunderte zurück waren die Weine aus Toro deswegen so beliebt, weil Händler in Sahagún, in León, in Bilbo oder wo auch immer im Norden, sie mit eher dünnen Tropfen aus anderen Regionen mischen konnten. Man kaufte in der Region Offenware, transportierte sie ins eigene Lager, um dort Mischweine herzustellen. Die Spanierin und der Spanier, sie tranken Wein. Punkt! Natürlich waren sie nicht dumm, sie konnten schon guten Wein von anderem unterscheiden, nur das mit dem Ursprung war so eine Sache. Die älteste Denominación de Origen in Castilla y León, Rueda, wurde im Jahr neunzehnhundert und achtzig gegründet, mehr als dreihundert Jahre nach dem ersten Boom der Weine dieser Region. Damals gab es wahrscheinlich viele Lagenweine, denn ein jeder Weinbauer beackerte in der Regel ein Stück Rebland. Dies änderte sich, als die Genossenschaften Raum griffen, als die Bodegas im Stil des zwanzigsten Jahrhunderts in Spanien den Weinvertrieb für immer veränderten. Manche Bodega der Rioja des letzten Jahrhunderts, in der Liste findet man durchaus namhafte, verfügt(e) über keinen einzigen Weinberg, man kaufte (und kauft) Trauben oder gleich Fasswein. Zwar kommt es noch immer vor, dass Einheimische, meistens schon lange pensioniert, mit ihren Glasbehältern, die zwischen zehn und sechzehn Liter fassen, zur Bodega trotten, um dort zu tanken. Diese Tradition stirbt aus. Wie schon zu Beginn der Neuzeit im Norden Spaniens so ist seit der Mitte des letzten Jahrhunderts der Bodeguero die entscheidende Person, er oder sie bestimmt, welcher Wein mit welchem gemischt wird. Und daher ist es durchaus logisch, dass Namen von Bodegas mehr zählen als Namen von Weinbergsparzellen.

Großbodegas sind an Lagenweinen nur indirekt interessiert. Auf den ersten Blick bringen sie ihnen nichts, weil die im Raume stehenden Mengen einfach zu klein sind, so man betrachtet, dass der Erlös pro Flasche zwar deutlich höher ist als im Fall der „Normalweine“ oder des Fassweingeschäftes. Nur: wer drei Millionen Liter Wein keltert hat für einen Lagenwein mit einer Auflage von fünfzehnhundert Flaschen schlicht und ergreifend keinen Vorgang. Erschwerend kommt hinzu, dass die Absatzkanäle natürlich verschiedener Art sind. Den einzigen Vorteil, den diese Betriebe sehen, ist das mediale Interesse an Regionen, in denen derartige „seltsame“ Weine gekeltert werden.

Lange Zeit gab es in Spanien zwei Typen von Lagenzeuch: zum einen waren da echte Lagenweine, die von den Weingütern aber nicht als solche bezeichnet wurden (das hat sich teilweise bis heute gehalten), zum anderen gibt es diverse Weine, die auf ihren Etiketten von Finca oder Pago labern, Korken nach innen ist das dann aber oft nicht so. Pagos de Peñafiel redet zumindest von Pagos, also mehreren bis vielen, Pago de Carraovejas indes kauft Trauben zu wo immer es ordentliche Trauben zu kaufen gibt. Andernorts auch. Natürlich ist das legal; mit anderen Worten: das Verschaukeln des Konsumenten ist legal.

Hätten die Spanierinnen und Spanier es gewagt, öfters mal über die Pyrenäen zu klettern, um den Rest der Welt auch mal zu sehen, dann würden wir heute von anderen Dingen reden. Es ist ja nun nicht gerade Zufall, dass zwei Männer, die in Frankreich durch die Gegend tourten, das Thema Lagenweine (und Ortsweine) in Spanien juristisch angestoßen haben: René Barbier, vor allem aber Álvaro Palacios. Man mag zu den Weinen von Álvaro oder zu seinen Bodegas stehen, wie man mag, nur: ohne ihn hätte es das Klassifikationssystem im Priorat (Álvaro I) und infolge dessen das in Bierzo (Álvaro II) nie gegeben. Letzteres hat die Junta de Castilla y León inzwischen schon fast für allgemeinverbindlich erklärt, den einzelnen Regionen aber dreihundert Jahre eingeräumt, dies auch umzusetzen. Das mit den Viñedos Singulares in der Rioja ist ein kleines Marketingspielchen, aber, wie gesagt, um Marketing soll es hier und heute nicht gehen.

Auch in Ribera del Duero waren es Ausländer, die das Thema Lagenweine auf den Tisch warfen: Bertrand Sourdais in Dominio de Atauta warf den ersten Stein, Sophie Kuhn folgte in Gallego Zapatero, De Blas Serrano und Hacienda Solano, Jorge Monzón (gut, der ist Spanier, arbeitete aber im Burgund) hat das auch gerafft. Das war es aber dann auch schon fast. Die mit nur einem Lagenwein zählen nicht, man braucht schon zumindest derer zwei, um Unterschiede schmecken zu können. Vega Sicilia und Lagenwein? I wo! Peter Sisseck ist der Antilagenpapst schlechthin.

Und genau dieser Fall zeigt, auch wenn es sich hier um einen Dänen handelt, woran das spanische System „krankt“. In einem System genau bemessener und mit Namen versehenen Parzellen ist die Gesamtzahl der Flaschen dieser Parzelle mehr oder weniger festgelegt. Gut, Erträge schwanken, auch hat jedes Weingut seine persönlichen Vorstellungen. Aber seit hunderten von Jahren sind die Grenzen des Randersackerer Sonnenstuhls festgezurrt, da kommt nicht mal eben ein Hektarlein hinzu. In Deutschland nennt sich das Lagenumgehungsteil Großlage, aber auch die ist letztendlich limitiert. Wenn ein Winzer oder eine Winzerin nun mehr verdienen will, dann kann nicht einfach die Produktion dieses Lagenweines erhöht werden. Mehr einnehmen geht über den Weg des teurer Verkaufens. Das kann klappen, oder auch nicht. Spanier denken nicht so, Spanierinnen und Spanier denken, dass wenn man von einem Wein zwanzigtausend Flaschen gut verkaufen kann, warum dann nicht zweihundert tausend Flaschen füllen? Der Kunde wird schon nicht merken, dass die Qualität sinkt (und wahrscheinlich hat das Weingut damit sogar recht…).

Viele Weingüter, gerade in Galiza, haben aufgehört, Lagenweine zu produzieren, weil es ihnen nicht möglich ist, die Menge zu erhöhen. Auf die Idee, einfach einen weiteren Wein auf den Markt zu bringen, kommen sie nicht oder verwerfen sie umgehend, weil das ja den Konsumenten verwirren könnte. Man mogelt sich dann ein Konzept zusammen vom Typus „Ich nehme Trauben von Stöcken, die auf einem bestimmten Gestein stehen“ (eine bestimmte Hangausrichtung haben, von einem bestimmten Pferd getreten, ähh, gepflügt werden, und so weiter), Kriterien also, die smart an die Gegebenheiten angepasst werden. Eine Winzerin erklärte mir unlängst, dass sie in Salnés einen Wein mache, für den die Trauben eher im küstennahen Bereich eingesammelt werden, und einen anderen mit Trauben aus dem Landesinneren. Schon schön, nur: auf eine Grenzlinie will sie sich nicht festlegen.

Glücklicherweise gibt es eine Gegenbewegung, Weingüter aus diversen Regionen Spaniens, vor allem aus jenen, die nicht ganz so bekannt sind, die auf das Konzept Cru und Village setzen. In der Sierra de Gredos, in der Sierra de Francia, in Bierzo, in l’Alt Empordà, in Terra Alta, sogar in Galiza und in al-Andalus. Die namhaften Regionen tun sich noch immer schwer, auch wenn es Ausnahmen gibt. Im Priorat könnten achtzig Prozent der Weine ohne jede Änderung als Vi de Vila (Ortswein) verkauft werden, viele Weingüter haben aber schlicht und ergreifend keine Lust. Sie glauben noch immer, dass ihr Name über allem stehen würde.

Ein Lagenwein muss nicht automatischerweise besser sein als ein Gutswein oder ein Zusammengekauftwein, er visualisiert jedoch eine Sache, klar und deutlich: die Gegebenheiten einer genau definierten Einheit. Bären, glücklicherweise aber auch viele Menschen, trinken Lagenweine, weil man Terroir nun einmal nicht essen kann. Text: el oso alemán

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Marguet Les Saints Remys 2020 Grand Cru Brut Nature 2020 BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Pinot Noir · Brut Nature · Bio

Marguet Les Saints-Rémys Grand Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Pinot Noir aus einer 0,37 Hektar kleinen Parzelle in Ambonnay, bepflanzt 1975 und 1992. Vinifiziert ohne Dosage, zeigt er die kraftvolle, eigenständige Handschrift des Hauses Marguet. Im Glas zart lachsfarbene bis orangefarbene Reflexe.


Ambonnay Grand Cru

Die Lage Les Saints-Rémys liegt im Grand-Cru-Dorf Ambonnay (Montagne de Reims) auf rund 165 Metern Höhe, von Süd nach Nord exponiert. Limon- und rottonhaltige Böden über Kreide ab rund 80 Zentimetern Tiefe prägen die salzige Mineralität und Spannung. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs) aus der Einzellage Les Saints-Rémys. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Zart lachsfarbene bis orangefarbene Reflexe, feine Perlage. Die Nase ist offen und ausdrucksstark: gelbes Obst, reife Birne, Apfel, ein Hauch Tee und Minze, dazu feine Würze, dezente Holznoten und etwas Vanille. Am Gaumen kraftvoll und dicht, mit Präsenz und markant trockenem Zug; reife Frucht, salzige Mineralität und klare Säure geben Spannung und Energie. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, edler Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Les Saints-Rémys, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Limon/Rotton über Kreide, 165 m
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Noirs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Pinot Noir, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Grand Cru LC23

Champagner · Grand Cru · Chardonnay & Pinot Noir · Jahrgang

Jérôme Prévost Grand Cru LC23 ist eine außergewöhnliche Cuvée, die 50 % Chardonnay aus der Grand-Cru-Lage Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs mit 50 % Pinot Noir aus der Grand-Cru-Lage Puisieulx an der Montagne de Reims vereint. Jérôme Prévost stellt ausschließlich Jahrgangschampagner her – echte Unikate. Im Glas tiefe Eleganz und weitreichende Finesse.


Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx

Der Chardonnay stammt aus dem Grand-Cru-Dorf Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs, der Pinot Noir aus der Grand-Cru-Lage Puisieulx an der Montagne de Reims, nahe Verzenay. Beide Lagen zählen zu den renommiertesten der Champagne und verleihen dem Champagner Tiefe und Mineralität.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 50 % Chardonnay und 50 % Pinot Noir. Die vollreifen Trauben werden so spät wie möglich von Hand gelesen und in Burgunder-Barriques unterschiedlicher Größe vergoren. Gemäß Prévosts Philosophie gibt es keine Zusätze – weder Hefe noch Zucker. Nach der Abfüllung reift der Champagner 18 bis 24 Monate auf der Feinhefe; ohne Dosage.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein vielschichtiger Champagner von tiefer Eleganz und weitreichender Finesse, geprägt von der Komplexität des Holzausbaus und einer feinen mineralischen Spannung. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; etwas Zeit im Glas lohnt sich. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: edler Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx (Grand Cru), Champagne
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru (Jahrgang)
Ausbau: Spontangärung, Burgunder-Barriques, 18–24 Monate Feinhefe, ohne Dosage

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Rebsorten

Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022

Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay

Chardonnay Mâcon-Pierreclos AOC Mâconnais 2022 Tank & Fass je 50 %

Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.


En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.

Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.

Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.

Im Glas

Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.

Großer Chardonnay braucht keinen Grand-Cru-Status – präzise, salzig und voller Spannung.

Schon jung zugänglich, über Jahre lagerfähig (etwa 2024–2033). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse oder eine feine Gemüseküche. Ein vielseitiger, animierender Speisebegleiter.


Lage: Mâcon-Pierreclos, Lage Chavigne (Mâconnais); Kalk-Ton-Untergrund
Klassifikation: Mâcon-Pierreclos AOC
Ausbau: Chardonnay; je 50 % Edelstahltank und Fass, Coquard-Presse

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Spirituosen

Yzaguirre Vermuth Blanco 1,00 Liter

Vermouth · Blanco · Katalonien · Aperitif

Yzaguirre Vermouth Blanco ist ein weißer Wermut aus Katalonien, hergestellt nach der originalen, traditionellen Rezeptur der Bodegas Yzaguirre. Das Haus produziert seit 1884 in El Morell zwischen Reus und Tarragona. Grundlage ist ein Weißwein aus Macabeo, der mit rund 80 Kräutern und Gewürzen mazeriert wird. Im Glas ein heller, fein würziger Aperitif – frisch, seidig und mit dezenter Kräuterbitterkeit.


Katalonien

Die Bodegas Yzaguirre wurden 1884 von Enrique de Yzaguirre gegründet und sitzen in El Morell, zwischen Reus und Tarragona. Die Rezeptur folgt der Tradition der alten Wermut-Häuser am Fuß der italienischen Alpen und wird bis heute als geheime Formel bewahrt. Der Grundwein stammt aus der katalanischen Macabeo-Traube.

Herstellung

Basis ist ein Weißwein aus Macabeo. Dieser wird mit rund 80 Kräutern, Wurzeln und Gewürzen mazeriert, die dem Wermut sein Aroma geben. Der Blanco ist im Stil leicht süß und unkompliziert, mit der für weißen Wermut typischen, etwas bittereren Würze.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase frische Kräuter und warme Gewürze mit einem balsamischen Hauch. Am Gaumen frisch und seidig, leicht süß, mit feinen Noten von Vanille und Zimt. Der Abgang ist weich und endet in einer dezenten Kräuterbitterkeit.

Zum Genuss

Sehr kühl bei 6–8 °C servieren, klassisch auf Eis mit einer Orangenscheibe und zwei mit Sardelle gefüllten Oliven. Ein Aperitif für jeden Tag, ebenso Basis für Cocktails wie White Negroni oder Vermouth Spritz.

Passt außerdem zu Oliven, mariniertem Fisch, spanischem Käse und gesalzenen Nüssen.


Herkunft: Katalonien, Spanien (El Morell)
Art: Vermouth Blanco (weißer Wermut)
Grundlage: Macabeo-Wein, rund 80 Botanicals

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Weine

Schloss Lieser Gutsriesling SL trocken 2024

Weißwein · Mittelmosel · Riesling

Riesling Gutsriesling „SL" Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Devonschiefer-Steillagen VDP.Gutswein · trocken selektive Handlese 2024

Der Schloss Lieser Gutsriesling „SL" trocken 2024 ist ein klassisches VDP-Meisterwerk – mit sorgfältiger Handselektion in den eigenen Steillagen der berühmten Mittelmosel kultiviert. Ein charaktervoller, trockener Riesling mit facettenreicher Frucht, Finesse und ausgeprägter Schiefermineralität, der Eleganz und Authentizität der Region in jedem Schluck verkörpert.


Schloss Lieser – Moselriesling von Thomas Haag

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – übernahm 1992 mit seiner Frau Ute das Weingut Schloss Lieser an der Mittelmosel und führte es in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Aus einem Portfolio berühmter Steillagen keltert er klassische, feine und elegante Moselrieslinge – naturnah bewirtschaftet, mit strenger selektiver Handlese und konsequent niedrigen Erträgen.

Der Gutsriesling „SL" ist die Visitenkarte des Guts: Er stammt aus den eigenen Devonschiefer-Steillagen der Mittelmosel und bringt den charakteristischen, glasklaren Schloss-Lieser-Stil bereits auf Gutsweinebene ins Glas – mit der unverkennbaren Schiefermineralität der Region.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Nach einem anspruchsvollen, wechselhaften Wachstumsjahr bewahrte die langsame Reife eine lebendige, präzise Säure. Das Ergebnis sind besonders frische, filigrane und trinkanimierende Rieslinge mit klarer Struktur – ein Jahrgang wie geschaffen für die elegante, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Ausbau

Trockener Riesling (VDP.Gutswein) von der Mittelmosel, Jahrgang 2024; 100 % Riesling aus den eigenen Devonschiefer-Steillagen.

Die Trauben werden in selektiver Handlese in den eigenen Steillagen gelesen. Vergoren wird schonend und auf der Feinhefe ausgebaut, um Frucht, Finesse und die klare Schiefermineralität unverfälscht zu bewahren – trocken, präzise und elegant.

Im Glas

Aus dem Devonschiefer der Mittelmosel lebt dieser Gutsriesling von Frische und Klarheit: helle, facettenreiche Frucht von Apfel, Pfirsich und Zitrus, dazu florale Anklänge und eine subtile Würze, die sich nahtlos in eine ausgeprägte, feuersteinig-salzige Schiefermineralität einfügt. Am Gaumen trocken und animierend, mit lebendiger, präziser Säure, feinem Schmelz und einem klaren, mineralischen Nachhall.

Facettenreiche Frucht von Apfel, Pfirsich und Zitrus mit subtiler Würze über feuersteinig-salziger Schiefermineralität – trocken, animierend und präzise.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling für den unbeschwerten Genuss. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würziger asiatischer Küche sowie zu leichten Sommergerichten und mildem Käse.


Lage: eigene Steillagen der Mittelmosel; verwitterter Devonschiefer; naturnah bewirtschaftet, selektive Handlese
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, schonende Gärung, Ausbau auf der Feinhefe

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Portugal

Niepoort Tiara branco 2023

Wein · Weißwein · Douro · Portugal

Niepoort Tiara Branco 2023 ist ein Weißwein von außergewöhnlicher Finesse, der Leichtigkeit, Spannung und Tiefe in Harmonie vereint. Seine Eleganz, feste Struktur und klare Energie sind Ausdruck eines besonderen Terroirs: hochgelegene Weinberge auf rund 600 Metern, in denen über 60 Jahre alte Rebstöcke wurzeln.


Douro / Höhenlagen

Die Trauben für Tiara stammen aus hochgelegenen Weinbergen auf rund 600 Metern über dem Meeresspiegel in der D.O.C. Douro, wo über 60 Jahre alte Rebstöcke wurzeln. Die kühle Höhenlage verleiht dem Wein eine feine Säurestruktur und mineralische Präzision. Niepoort zählt zu den prägenden Häusern der Region.

Rebsorten und Ausbau

Überwiegend Rabigato, ergänzt um weitere autochthone Douro-Sorten. Rabigato prägt den Wein mit klarer Frische und mineralischer Präzision. Die Gärung mit natürlichen Hefen (spontan) bewahrt die Authentizität und das Terroir. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrusfrüchte, weiße Blüten und mineralische Nuancen. Am Gaumen klar und präzise, mit feiner, animierender Säurestruktur, schlankem Körper, Spannung und einem langen, mineralischen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: D.O.C. Douro, Höhenlagen (~600 m) (Portugal); Niepoort
Rebsorten: überwiegend Rabigato, ergänzt um autochthone Douro-Sorten (alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung mit natürlichen Hefen
Jahrgang: 2023

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Weine

Claus Preisinger KALKUNDKIESEL weiss 2022 BIO

Weißwein · Burgenland · Naturwein · Bio

Claus Preisinger Kalkundkiesel Weiss ist ein biodynamischer Naturwein aus dem Burgenland. Die Trauben stammen aus mehreren Rieden, die abschnittsweise steinig-kieselig und kalkig sind – daher der treffende Name und die große Aromenvielfalt. Unfiltriert und ungeschwefelt abgefüllt. Im Glas straff, salzig und mineralisch.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich). Die biodynamisch bewirtschafteten Trauben stammen aus mehreren Rieden, deren Böden teils steinig-kieselig, teils kalkig sind – diese Vielfalt prägt Aromatik und Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Assemblage und Ausbau

Der Weißwein ist eine Cuvée verschiedener weißer Rebsorten aus mehreren Rieden. Er wird naturnah ausgebaut und unfiltriert sowie ungeschwefelt abgefüllt – eine zarte Sherrynote im Abgang verweist auf den oxidativen, eigenständigen Stil.

Im Glas

Helles bis goldenes Gelb. In der Nase ein Hauch Dörrobst, reife Birne, mineralischer Touch, feine Wiesenkräuter und Walnuss. Am Gaumen straff und salzig, mit reifer gelber Apfelnote und einer zarten Sherrynote im Abgang. Der Nachhall ist anhaltend und salin.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; etwas Luft betont die Komplexität. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo.

Klassische Begleitung: kräftiger Fisch, Geflügel, gereifter Käse und würzige Gerichte.


Lage: Burgenland (Österreich); kieselige und kalkige Rieden
Klassifikation: Naturwein (Österreich) – Weißwein
Ausbau: Cuvée weißer Rebsorten, naturnah, unfiltriert, ungeschwefelt

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