Weinvielfalt kills the Internet star!

In Zeiten, in denen sich aus Franken, noch dazu aus Mittelfranken stammende Ministerpräsidenten mühsamst eine bayuwarische Flaggenmaske überstülpen, scheint eigentlich alles möglich zu sein. Fast alles, schließlich gibt es himmlische Heerscharen von Apps und Kwarks und Kwums. Wein jedoch kann man noch nicht per Vinona-App verkosten, vergleichend schnüffeln (und ein klein wenig süffeln) auch nicht. Dafür braucht es Gebäude mit Menschen und Flaschen drin, mit einem Tisch, auf dem offene Flaschen stehen und mit Gläsern, in die man Flüssigkeit träufeln kann. In der alten Welt nannte und nennt man das Weinhandlung. Auch Bären kennen solche Einrichtungen.

In Nach-Corona-Panikdemie-Zeiten soll das also nun ganz anders werden, Tag für Tag liest man, dass der Online-Handel von nun an alles dominieren werde, der stationäre Handel gehe schweren Zeiten entgegen. O Hirrn, lass‘ Gras regnen! Jahr für Jahr gibt es zehn Millionen verschiedene Weine, mindestens. In Deutschland gibt es gut siebzehntausend Weingüter, im Schnitt füllen die mindestens derer zehn Weine, die Rhein-Hessen schaffen auch schon einmal locker derer dreißig. Und in Fronkroich und in Bella Italia gibt es jeweils fast doppelt so viele Weingüter. Und alle die machen in der Regel ordentlich trinkbare Weine, da kommt schon was zusammen.

Wenn es ein System gibt, das an dieser Tatsache jämmerlich scheitern wird, ja jämmerlich scheitern muss, dann ist das der Internetweinhandel, wobei, das sollte schon erwähnt werden, wir hier nicht über Weinhandlungen brummen, die neben dem stationären Gewerbe auch noch via Internet verkaufen.

Das wichtigste Werbeargument einer Weinflasche ist die Weinflasche. Da trottet man als Bär in einen Weinladen und sieht da Weinflaschen, in denen sich Wein aus Makedonien befindet, oder aus Ungarn, oder aus der Basilicatze. So einen der Wein anspricht oder anspringt, kann der schon einmal in den Weinrucksack gepackt werden. Im Internet findet das nicht statt. Niemand (also gut,…) läuft auf einer Webseite mal eben zufällig über das Uruguay-Angebot, man sucht dort nur, wenn man ein Video vom Monte flüssig begleiten will. Regel 1: Lateraleinkäufe finden im Weininternethandel nicht statt.

Bären und Menschen sind Gewohnheitstiere, da unterscheiden wir uns nicht so sehr. Die meisten Weinkonsumenten haben einen festen Bezugskreis, will sagen eine Menge X an Weinhandlungen, wo man einkauft. Ausnahmen gibt es natürlich, etwa wenn man einen Wein sucht, den es bei den üblichen Verdächtigen nicht gibt. Will sagen, der Michel kennt seinen Michel und anders herum. Da kann man es sich als Weinhändler schon einmal leisten, ein paar Weine einzukaufen, die nicht auf der Mainstream-Liste stehen. Schließlich kann man beraten, schließlich weiß man, welche Kundinnen oder Kunden schon mal etwas Neues kennenlernen wollen. Natürlich gibt es auch jene, die sich zehn Jahre lang an die fünf gleichen Weine klammern, was zumindest aus juristischer Sicht nicht zu beanstanden ist. Der Internetweinhandel kann das nicht. Nun gut, die Internetdealer können auch kaufen auf Düvel kümm rüss, nur hilft das nicht weiter. Denn normalerweise ist der Bildschirm, auf dem man all die tollen Dinge ansehen kann, dimensionstechnisch eingeengt, man kann nicht sinnstiftend mal eben fünfhundert Weine zeigen. Und man kennt letztendlich auch die Kaufenden nicht, was dazu führt, dass man das hauptsächlich einkauft und anpreist, was möglichst viele Kunden anspricht. Wenn da Bohr-dou steht oder Riesling oder irgendwas mit Bella Italia, dann ist das schon einmal hilfreich. Nur Sauvignon-Füchse, -Menschen, -Bären wissen, dass man, wenn Sauvignon blanc angesagt ist, auch mal unter Menetou-Salon nachsehen kann, und nicht immer nur unter Sancerre, Veneto oder Neuseeland. Der Durchschnittskunde weiß das nicht, wahrscheinlich wird er an Sancerre kleben bleiben. Der Weinhändler vor Ort kann mal eben eine Sauvignon blanc Weinprobe durchführen, und schon hat der Konsument was gelernt und der Händler was verkauft. Die im Internet angebotenen Probierpakete sind da nicht wirklich hilfreich, denn wenn man sich dann endlich durch die zwölf Flaschen gesoffen hat, sind garantiert zwei der drei Interessantesten nicht mehr lieferbar. Kauft der Weininternethandel viele (zu viele) verschiedene Weine, kann man sich als Kundin im Halbjahresrhythmus über eine satte Restpostenliste mit dazugehörigen Restpostenlistenrabatten freuen. Das soll sinnstiftend sein? Regel 2: Weininternethandel kann nicht ausgedehnt anbieten, er muss konzentrieren und sich konzentrieren.

Dies alles hat natürlich Folgen: die potentielle Kundschaft des Internetweinhandels ist die Welt, nun gut, sagen wir Mitteleuropa. Zwar ist es noch immer teurer, Wein über Ländergrenzen hinweg zu verschicken als innerhalb eines Landes, aber diese Unterschiede haben sich in den letzten zwanzig Jahren abgeschliffen, irgendwann werden sie verschwinden. Ist die kritische Masse einmal groß genug, ist dem Internetweinhändler der einzelne Kunde schnuppe, es geht nur noch um das Gesamtgeschäft. Letztendlich braucht dieses Business nur Texter, um das Zeuch schmackhaft zu machen, und Packer, um es dann zu verschicken. Ahnung von Wein ist nicht zwingend erforderlich. Daher steht die Chefs dieser Firmen auch so sehr auf Parker, Decanter oder irgendwelche golden, silbern oder bronzen leuchtenden Plaketten, die werden es dann schon richten. Nur: davon gibt es immer mehr! Vor fünfzehn Jahren waren fünfundneunzig Parkerpunkte eine Sensation, heute gibt es die haufenweise einmal pro Woche. Unabhängig davon, wie diese Punkte zustandekommen, hilft das Weingenießenden nur bedingt weiter. Schließlich ist Geschmack etwas Individuelles, und nein, Weine mit Goldplakette schmecken nicht golden. ¡Argh! Wenn einem Kunden dann einmal ein Wein mit 93 Parker-Punkten nicht schmeckt: sind dann alle 93er der Parker-Welt uninteressant? Natürlich gibt es auch Internetweinhändler, die sich auf ein Thema, auf ein Gebiet spezialisieren, gleichwohl ist die Überlebenschance eines Sardinienweinspezialisten eher gering, so es sich um die Rioja handelt, kann der Weinspezialist das jedoch gut schaffen. Regel 3: Weininternethandel muss Punkte oder Plaketten verkaufen. Beides indes kann man nicht trinken.

Je stärker der Weininternethandel wird, desto weniger Weine werden dort vertrieben, eine andere Schlussfolgerung ist aus obigem nicht zu ziehen. Dazu kommt dann aber auch ein ökonomischer Aspekt: bei zehn Millionen Weinen kann der Handel immer Weine finden, die aktuell nicht verramscht werden. Der reine Internetweinhandel hat aber eine andere Kostenstruktur: man braucht keine Fachberater, man muss keinen Laden mieten, man muss Wein nicht zwischen Lager und Laden hin- und zur Not wieder herkarren, Strom, Wasser, sonstige Nebenkosten fallen auch nicht an, es reichen der Wohnzimmertisch, ein Computer und ein Internetanschluss. Wenn dann im stationären Handel eine Marge von zehn Prozent übrig bleibt, scheffelt der Internetweinhändler bei gleichem Preis schon einmal derer zwanzig oder noch mehr. Will sagen, er kann günstiger anbieten und macht immer noch den gleichen Gewinn. Auf Sicht kostet das nicht nur Arbeitsplätze, es sorgt auf lange Sicht auch dafür, dass der Weinfachhandel vor die Hunde geht. Das wiederum führt zu einer geringeren Sortimentsbreite, weil die Großen dann bei den Weingütern mehr Druck machen können. Vielfalt geht verloren, gerade kleine Erzeuger bleiben dann schon einmal auf der Strecke, weil sie für den mengenorientierten Internetweinhandel nicht interessant sind respektive die geforderten Rabatte nicht geben können.

Fazit: sollte all dies eintreten, würde sich die Weinwelt gehörig ändern. Und nein: dazu braucht es keinen Virus, der von Tieren auf Menschen hüpft. Das können die Menschen schon ganz alleine.

Aber letztendlich wird das alles nicht eintreten, der Umschwung hat schon begonnen! Noch nie hat es im Weinhandel so viele verschiedene Weine gegeben und auch die Genießenden werden durchaus wieder experimentierfreudiger, auch wenn da noch reichlich Luft nach oben ist.

Weinvielfalt kills the Internet star! We can rewind, we’ve not gone too far. Text: el oso alemán

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, eleganten Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase rauchige Erde, Tabak und kalter Kamin, mit Luft dazu wilde, gamey Noten, blutig-blaue Frucht, Eisen und pfeffriges Fleisch. Am Gaumen reich, mittelkräftig bis kräftig und konzentriert, mit feinen Tanninen, ohne harte Kanten. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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Rebsorten

Il Messo Governo Rosso Toscana

Rotwein · Governo · Toscana · Italien

EGT Il Messo Governo Rosso Toscana ist eine toskanische Cuvée aus den klassischen Rebsorten Sangiovese und Canaiolo, vinifiziert nach der Governo-Methode. Ein Teil der Trauben wird getrocknet und dem bereits vergorenen Wein zugegeben – ähnlich dem Ripasso-Verfahren in Venetien. Kräftige Fruchtaromen nach Pflaume, Veilchen und mediterranen Kräutern prägen den Wein. Ausbalanciert von weichen, frischen Tanninen.


Toscana

Die Toskana in Mittelitalien ist die Heimat des Sangiovese. Hügelige Lagen, kalk- und tonhaltige Böden und ein warmes, mediterranes Klima bringen kraftvolle, fruchtbetonte Rotweine mit feiner Würze hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sangiovese und Canaiolo, vinifiziert nach der Governo-Methode: Ein Teil der Trauben wird getrocknet und dem bereits vergorenen Wein zugegeben. Das löst eine zweite Gärung aus und verleiht dem Wein Fülle, weiche Tannine und Frucht – ähnlich dem Ripasso in Venetien.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase kräftige Fruchtaromen nach Pflaume und Veilchen, dazu mediterrane Kräuter. Am Gaumen kraftvoll und ausbalanciert, mit weichen, frischen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit Ragù, gegrilltes Fleisch, Wild, Bistecca und gereifter Pecorino.


Lage: Toscana (Italien)
Klassifikation: Toscana IGT – Rotwein (Governo)
Ausbau: Sangiovese & Canaiolo, Governo-Methode

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Spanien

Matsu El Picaro

Wein · Rotwein · Toro · Spanien

Matsu El Pícaro („der Schelm") zeigt eine dichte, rubinrote Farbe und eine spektakuläre dunkle Beerenaromatik. Im Geschmack gesellen sich Teer, Lakritze und Mokkanoten hinzu. Für einen jungen Wein besitzt er eine ungezügelte Kraft, die seinem Namen alle Ehre macht – unfiltriert und ungeschönt abgefüllt.


Toro / Castilla y León

Die Bodega Matsu (Vintae-Gruppe) liegt in der DO Toro in der Provinz Zamora. El Pícaro ist der jüngste Wein der Matsu-Familie – das Etikett zeigt einen jungen Mann, passend zu Charakter und Rebenalter. Die Trauben stammen von alten Reben auf sandigen Böden mit hohem Granitanteil, die biodynamisch und naturnah bewirtschaftet werden.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro, dem lokalen Tempranillo-Klon. Nach temperaturkontrollierter Gärung durchläuft der Wein die malolaktische Gärung im französischen Eichenfass und einen kurzen Ausbau von rund drei Monaten im Barrique. Anschließend wird er unfiltriert und ungeschönt abgefüllt, um seine natürliche, fruchtbetonte Art zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot mit purpurnen Reflexen. In der Nase spektakuläre dunkle Beerenaromatik von Brombeere und Heidelbeere. Im Geschmack gesellen sich Teer, Lakritze und Mokkanoten hinzu, getragen von einer ungezügelten, jugendlichen Kraft mit reifen Tanninen und mineralischem Grip. Langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, gern karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Eintöpfen, würziger Küche und reifem Käse.


Lage: DO Toro, Zamora (Castilla y León, Spanien); Bodega Matsu
Klassifikation: DO Toro – 100 % Tinta de Toro (Tempranillo), trocken
Ausbau: ~3 Monate im französischen Barrique; unfiltriert und ungeschönt

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Weine

Al Oeste Godello 2025

Wein · Weißwein · Valdeorras · Spanien

Monteabellón Al Oeste Godello 2025 ist ein eleganter Godello aus der DO Valdeorras – aus hochgelegenen Lagen zwischen 540 und 750 Metern rund um Petín, Larouco, Seoane und Vilardequinta. Leuchtendes Gelb mit grünlichen Reflexen; komplex und fein in der Nase, kraftvoll und cremig am Gaumen.


Valdeorras / Galicien

Die DO Valdeorras im Osten Galiciens ist die Heimat des großen Godello. Die Reben für diesen Wein wachsen in Höhenlagen zwischen 540 und 750 Metern auf granitisch-schiefrigem Boden, der den Weinen Spannung, Mineralität und Ausdruckskraft verleiht. Erzeuger ist Bodegas Monteabellón. Der Jahrgang 2025 begann in Valdeorras früher als im Vorjahr; ideale Wetterbedingungen während der Lese – Regen und Gewitter kamen erst danach – brachten kerngesunde, aromatisch konzentrierte Trauben mit idealem Gleichgewicht von Alkohol und Säure.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Godello, der autochthonen Weißweinsorte Galiciens. Der Ausbau betont Mineralität, Frische und Volumen und stellt die klare, ausdrucksstarke Frucht in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Leuchtendes Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase komplex und fein, geprägt von mineralischen Noten, reifem Renette-Apfel und Anklängen getrockneter Blüten. Am Gaumen kraftvoll, cremig und sehr geschmackvoll; die mineralische Tiefe wird von exemplarischer Frische und zarter grüner Frucht ausbalanciert. Geschmeidiger Abgang von gutem Volumen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: gegrilltem und gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch wie Hähnchen oder Pute, frischem Ziegenkäse und kalten Vorspeisen.


Lage: DO Valdeorras, Höhenlagen 540–750 m (Galicien, Spanien); Bodegas Monteabellón
Klassifikation: DO Valdeorras – 100 % Godello, trocken
Ausbau: mineralitäts- und frischebetont, auf granitisch-schiefrigem Boden
Jahrgang: 2025

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Rebsorten

Zolla Primitivo di Manduria Vigneti del Salento

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Zolla Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien. Reinsortiger Primitivo aus dem DOP-Gebiet Manduria – kräftiges Purpurrot, mit Cassis, vollreifer Brombeere und feinen Edelholznoten.


Manduria

Die Reben für den Zolla stehen zwischen Manduria und Sava im Herzen des Salento, nahe dem Ionischen Meer. Es handelt sich um über 30 Jahre alte Buschreben (Alberello) mit geringem Ertrag, auf eisenhaltigem, kalkhaltigem Lehmboden. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Nach mehrtägiger Maischegärung reift der Wein sechs bis acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm die feinen Edelholz- und Röstnoten verleiht.

Im Glas

Kräftiges Purpurrot. In der Nase Cassis und vollreife Brombeeren, dahinter Edelholz. Eine warme Primitivo-Aromatik mit viel schwarzer Beerenfrucht, Heidelbeere, einer feinen Anisnote und Anklängen von Pralinen. Am Gaumen dicht und vollmundig, warm und samtig, mit feinen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, samtiger Primitivo zu herzhafter Küche – gehaltvoll genug, um auch solo zu überzeugen.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, gewürzter Braten und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (trocken)
Ausbau: 6–8 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Rebsorten

Tramin Gewürztraminer Alto Adige

Weißwein · Südtirol · Gewürztraminer

Gewürztraminer Kellerei Tramin Tramin & Montan Südtirol · Alto Adige DOC Hanglage 300–450 m kalkreicher Lehm & Schotterlehm Stahltank · ohne BSA trocken · körperreich

Der Tramin Gewürztraminer ist ein aromatischer, körperreicher Weißwein der Kellerei Tramin aus Südtirol. Er zeigt das sortentypische Bukett nach Rosenblättern, Zimt und Nelken. Die Trauben stammen aus den Hanglagen der Gemeinden Tramin und Montan – jener Region, die der Rebsorte ihren Namen gab.


Gewürztraminer aus Tramin und Montan

Die Reben wachsen in Hanglagen zwischen 300 und 450 Metern Meereshöhe rund um Tramin und Montan. Die kalkreichen, lehmigen bis schotterlehmigen und fruchtbaren Böden fördern Wachstum und eine gute Reife der Trauben.

Tramin gilt als namensgebende Heimat des Traminers. Die Kellerei Tramin zählt zu den renommiertesten Erzeugern Südtirols.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % Gewürztraminer. Die Trauben werden direkt nach der Anlieferung gerebelt und schonend gepresst. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Stahltank bei 21 °C.

Der Ausbau erfolgt ebenfalls im Stahltank, ohne biologischen Säureabbau – das bewahrt Frische und Sortenaroma. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Stroh- bis goldgelbe Farbe. In der Nase ein ausgeprägtes Aroma nach Rosenblättern, Zimt und Nelken, ergänzt um tropische Frucht und feine Würze. Am Gaumen körperreich und aromatisch, getragen von einer animierenden Säure, die Frische und Länge verleiht.

Rosenblätter, Zimt und Nelken, körperreich am Gaumen und von einer animierenden Säure getragen.

Gut gekühlt bei 10 bis 12 °C servieren; jung zu genießen, mit Reifepotenzial von einigen Jahren.

Am Tisch

Zu würziger und asiatischer Küche, zu Curry- und Currygerichten, zu Räucherfisch sowie zu kräftigem und blauem Käse und Foie Gras.


Lage: Hanglagen um Tramin und Montan (300–450 m); kalkreicher Lehm bis Schotterlehm
Klassifikation: Südtirol/Alto Adige DOC, trocken
Ausbau: gerebelt, schonend gepresst, Gärung im Stahltank (21 °C), ohne biologischen Säureabbau

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Spirituosen

Andres Mirabellenwasser

Spirituose · Pfalz · Obstbrand (Mirabelle)

Mirabellenwasser Obstbrand aus Mirabellen Pfalz Weingut Andres · Deidesheim klar destilliert aromatisch

Das Andres Mirabellenwasser ist ein feiner Obstbrand aus Mirabellen von den Gebrüdern Andres aus Deidesheim in der Pfalz – ein klarer, aromatischer Brand mit dem typischen, milden Mirabellencharakter.


Andres Mirabellenwasser – Obstbrand aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt. Neben ihren Weinen und Sekten stammt aus ihrem Hause auch dieses feine Mirabellenwasser – ein klassischer Obstbrand aus der Pfalz.

Herstellung

Mirabellenwasser ist ein Obstbrand, der durch Vergärung und anschließende Destillation reifer Mirabellen gewonnen wird. Charakteristisch sind seine klare Erscheinung und das feine, mild-fruchtige Aroma der goldgelben Pflaumenfrucht.

Im Glas

Klar und aromatisch, mit dem typischen, milden Duft und Geschmack reifer Mirabellen und einer feinen Note vom Kern. Am Gaumen weich und fein, mit einem sauberen, langen Nachhall.

Klar und aromatisch – der milde, reife Duft und Geschmack der Mirabelle mit feiner Kernnote, weich und fein, mit sauberem, langem Nachhall.

Am besten leicht gekühlt bei 8–12 °C aus dem Tulpenglas genießen.

Zum Genuss

Als Digestif nach dem Essen, als Begleitung zu Obst- und Cremedesserts oder zum Verfeinern in der feinen Küche und Patisserie.


Produkt: Mirabellenwasser (Obstbrand aus Mirabellen)
Herkunft: Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Genuss: als Digestif; leicht gekühlt servieren

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Weine

Occhipinti PT Vino di Contrada Frappato 2019 BIO

Rotwein · Frappato · Sizilien

Frappato 100 % Terre Siciliane IGT Contrada Pettineo (Vittoria) alte Reben (60+ Jahre) biodynamisch · Bio (IT-BIO-014) Ausbau im Holzfass, ~22 Monate

Der Occhipinti PT Vino di Contrada 2019 ist ein reinsortiger Frappato aus der sizilianischen Contrada Pettineo bei Vittoria. „PT" steht für Pettineo – die älteste der drei Einzellagen von Arianna Occhipinti, mit über 60 Jahre alten Reben. Da Lagennamen auf sizilianischen Etiketten nicht zugelassen sind, kürzt sie die Contrada zu „PT" ab. Der Wein wächst auf tiefem Sand über Kalk, wird biodynamisch bewirtschaftet und in gebrauchten Holzfässern ausgebaut. 2.700 Flaschen.


Contrada Pettineo

Pettineo liegt hinter dem Höhenzug Serra San Bartolo und gilt als eine der historischsten Lagen rund um Vittoria. Auf einer tiefen Schicht aus feinem Meeressand über porösem Kalkstein (Tufo) wurzeln über 60 Jahre alte Frappato-Reben, teils als Alberello (Buschreben) erzogen. Sand und darunterliegender Kalk treiben die Wurzeln in die Tiefe und prägen einen fruchtbetonten Stil mit präsenter Säurestruktur. Der Wein trägt die Klassifikation Terre Siciliane IGT.

Assemblage und Ausbau

Der Wein ist reinsortiger Frappato. Frappato ist eine autochthone, spätreifende sizilianische Rebsorte mit dünner Schale; entsprechend fällt die Tanninstruktur eher elegant als dicht aus. Sie gilt zudem als mit dem toskanischen Sangiovese verwandt. Nach der Handlese vergärt der Most spontan mit eigenen Hefen. Arianna Occhipinti baut ihre Lagenweine biodynamisch aus, rund 22 Monate in gebrauchten Holzfässern, anschließend ohne Schönung und Filtration auf die Flasche. Ihr Ziel: Rebsortentypizität und Terroir herauszuarbeiten.

Im Glas

Transparentes, dunkles Kirschrot. In der Nase ein Korb roter Früchte, dominiert von Brombeere und Schwarzkirsche. Am Gaumen elegant und vollmundig, begleitet von würzigen Noten nach Süßholz, Nelke und hellem Tabak. Weiche Tannine runden das Geschmacksbild ab, getragen von frischer Säure.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren. Klassische Begleitung: sizilianische Pasta, gegrilltes Gemüse, Geflügel, gebratener Fisch und süß-saure Gerichte wie Coniglio in agrodolce. Schon jetzt mit viel Trinkfluss, kann aber noch einige Jahre reifen.



Lage: Contrada Pettineo, Vittoria (Sizilien)
Klassifikation: Terre Siciliane IGT
Ausbau: rund 22 Monate im gebrauchten Holzfass, ohne Schönung/Filtration


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