Grand Puy Lacoste 1949 – Monumental

Château Grand Puy Lacoste 1949 – Pauillac – Bordeaux – Frankreich

Der gute Ruf berühmter Weingüter, ihrer Weine und letztendlich dann auch einer ganzen Weinregion liegt eigentlich immer in der positiven Qualitätshistorie begründet. Gerade beim Thema Wein ist dies oft eine jahrzehntelange Aufbauarbeit. Über viele Generationen müssen sich die Winzer ihre Sporen und Lorbeeren verdienen und Top Qualitäten Jahr für Jahr bestätigen. Es gibt weltweit wohl kein Anbaugebiet wie das Bordeaux, welches sich in punkto Qualität und Langlebigkeit bestimmter Top Gewächse so einen Namen gemacht hat, dass alleine die Aussprache dieser Appellationen bei Kennern für ein entzücktes Zungenschnalzen sorgt und bei Laien zumindest ein anerkanntes Kopfnicken bewirkt.

So ein guter Ruf kommt dann aber auch nicht gänzlich ohne Qualität daher.

Der 1949er Château Grand Puy Lacoste, ein fünftes Gewächs aus der Appellation Pauillac, ist ein guter Parameter für den exzellenten Ruf dieser Region. Dieser Wein hat sich nicht nur siebzig Jahre in seiner Flasche gehalten, sondern sich dabei noch prächtig entwickelt.

Schwarze Johannisbeeren, frisch gemahlener Kaffee, viele Kräuter, Pilzragout, Wald-, Strauch- und Kompostnoten umgarnen den Riechkolben. Auch geschmacklich überrascht hier die Vielschichtigkeit und die Aromenvielfalt mit dem dieser Bordeaux gesegnet ist. Dabei wirkt keine der unendlichen Facetten aufgesetzt. Wie eine genau getaktete Dampfmaschine greift hier ein Kolben perfekt in den nächsten und zündet im Mund ein gigantisches Geschmacksfeuerwerk. Rumtopf und eine dezente Süße stehen dabei einer untrüglich knackigen Säure entgegen. Die Tannine sind immer noch gut im Futter und puffern Frucht und Erdaromen formidabel ab und münden in einen sehr langen Abgang. Top!

Das ist einmal ein unerwartet guter Bordeaux, welcher zur Legendenbildung dieser Region beiträgt.

  • Punkte
214

Unsere Wertung: 214 von 365 Punkten *

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Feinkost

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte-Thunfischfilets in Olivenöl

Feinkost · Thunfisch · Baskenland · Spanien

Olasagasti Lomos del Bonito del Norte sind feinste Filets vom Weißen Thun, eingelegt in Olivenöl. Das Fleisch ist fest, sehr hell und von hervorragender Qualität – die hochwertigste Thunfischart für die Konserve.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Der Bonito del Norte ist der spanische Name für den Weißen Thun (Langflossenthun, Albacore) – die geschätzteste Thunfischart mit besonders hellem, zartem Fleisch. Der Gattungsname Thunnus leitet sich vom altgriechischen Wort für „Geschwindigkeit" ab; Thunfische sind schnell und ausdauernd und legen täglich bis zu 200 km zurück.

Zutaten und Herstellung

Verarbeitet werden die Lomos (Filetstücke) des Weißen Thuns. Sie werden schonend gegart und in Olivenöl eingelegt, was das helle, feste Fleisch saftig hält und sein feines Aroma bewahrt.

Geschmack

Fest und zugleich zart, mit hellem, mildem und feinem Thunfischaroma. Das Olivenöl rundet den delikaten Geschmack ab – deutlich feiner als gewöhnlicher Thunfisch.

In der Küche

Am besten nur leicht abgerundet genießen, damit die Qualität zur Geltung kommt.

Ideal: in Salaten (z. B. Ensalada mixta, Niçoise), als Pintxo auf geröstetem Brot, mit Piquillo-Paprika, zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Lomos del Bonito del Norte – Filets vom Weißen Thun in Olivenöl
Zutaten: Weißer Thun (Bonito del Norte), Olivenöl, Salz
Herkunft: Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 29.07.2032

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Schaumweine

Egly-Ouriet Rosé Grand Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Rosé Grand Cru Extra Brut ist ein Rosé für den Esstisch: 70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay, fast alles aus Ambonnay. Seine Farbe bekommt er von etwas stillem Rotwein vom eigenen Gut, nicht von langer Maischestandzeit.

Im Glas

Feine Perlen und ein klarer Duft nach Cranberry und Johannisbeere, dazu Mandarinenschale und ein Hauch Brioche. Am Gaumen eher schlank als üppig, mit straffer Säure, weil Egly auf den biologischen Säureabbau verzichtet. Die Kreide bringt Salz. Lang, präzise und trocken.

Mach was draus

Entenbrust mit Kirschen, Taube, Kalbsfilet in heller Rahmsoße oder ein kräftiger Ziegenkäse. Auch ein feiner Fischgang passt. Als Aperitif macht er sich gut, richtig glänzt er aber beim Essen. Genau der Champagner für ein Dinner zu zweit oder den Abend, an dem du zeigen willst, was Rosé-Champagner kann. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Am schönsten ist er ein, zwei Jahre nach dem Degorgieren. Dann ist die Frucht offen und die Säure gut eingebunden.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird dieser Champagner rosa? Durch Verschnitt: Etwa 5 % stiller Pinot Noir aus Ambonnay kommen zum weißen Grundwein. Innerhalb der EU darf so nur die Champagne Rosé machen.

Wie lange kann ich ihn lagern? Gut über zehn Jahre. Alle Aromen zeigt er ab etwa ein bis zwei Jahren nach dem Degorgieren.

70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay · rund 90 % aus Ambonnay, dazu Bouzy und Verzenay · etwa 5 % stiller Rotwein (Coteaux Champenois) · Spontangärung im Holz (ca. 10 % neu) · ohne biologischen Säureabbau · 48 Monate Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2020

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar elegante, fein balancierte Rieslinge mit klarer Frucht und animierender Säure. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Kabinett, fruchtsüß.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Spanien

Torre de la Pobleta Vino Blanco Semidulce

Weißwein · Valencia · Moscatel und Merseguera · lieblich

Moscatel · Merseguera D.O.P. Valencia Cheste Semidulce Genossenschaft seit 1918

Cheste Agraria Torre de la Pobleta Vino Blanco Semidulce ist ein lieblicher Weißwein aus Moscatel und Merseguera aus Cheste in der Provinz Valencia. Die Muskatellertraube bringt ein intensives, blumiges Bukett, die einheimische Merseguera Frische. Mild, fruchtig und zugänglich mit feiner Restsüße – ein unkomplizierter Weißwein für viele Gelegenheiten.


Cheste – Moscatel-Land im Hinterland von Valencia

Cheste Agraria wurde 1918 gegründet und gilt als erste Winzergenossenschaft der Region Valencia und als eine der ältesten Spaniens. Unter dem Namen Bodegas Reymos bewirtschaften die Mitglieder rund 2.000 Hektar Reben und liefern jährlich etwa 20 Millionen Kilogramm Trauben. Die Genossenschaft ist Spaniens größter Erzeuger von Moscatel de Alejandría.

Cheste liegt westlich der Stadt Valencia auf durchschnittlich 218 Metern Höhe. Mikroklima, Böden und die Nähe zum Mittelmeer bieten der Moscatel de Alejandría ideale Bedingungen. Der Ort gehört zur Unterzone Valentino der D.O.P. Valencia, der Heimat des traditionellen Moscatel de Valencia.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Moscatel (Muskateller) und Merseguera. Die Moscatel liefert die blumigen Muskatnoten und die natürliche Fruchtsüße. Die Merseguera, eine alte Weißweinsorte der Regionen Valencia, Alicante und Jumilla, gibt dem Wein Frische und hält die Süße im Gleichgewicht.

Der Wein wird frisch und ohne Holz ausgebaut, damit das aromatische Bukett erhalten bleibt, und halbsüß (semidulce) abgefüllt.

Im Glas

Strohgelb. In der Nase intensiv aromatisch, mit Orangenblüte, Jasmin und Muskat, dazu reife gelbe und tropische Frucht. Am Gaumen mild, rund und fruchtig, mit feiner Süße und saftigem Abgang.

Moscatel aus Cheste und einheimische Merseguera: Orangenblüte und Jasmin mit milder, runder Süße.

Jung zu trinken. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Würzige asiatische Küche, Currys, Obst und fruchtige Desserts, milder Blauschimmelkäse – oder solo als Aperitif.


Produzent Cheste Agraria Coop. V. (Bodegas Reymos), Cheste (Valencia)
Rebsorte Moscatel, Merseguera
Lage Cheste, Provinz Valencia, Spanien · ca. 218 m
Klassifikation D.O.P. Valencia · Vino blanco semidulce
Ausbau frisch, ohne Holz · halbsüß abgefüllt

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Weine

Coto de Hayas Garnacha Centenaria 5,00 Liter

Rotwein · Garnacha · Campo de Borja · Spanien · 5 l

Coto de Hayas Garnacha Centenaria ist ein komplexer Rotwein aus über 100 Jahre alten Garnacha-Rebstöcken von Bodegas Aragonesas – hier in der 5,0-Liter-Flasche. Nach der Gärung reift er in französischen Barriquefässern. Im Glas eine dichte Himbeerfrucht mit samtiger Holzwürze.


Campo de Borja

Coto de Hayas stammt aus Campo de Borja in Aragón im Nordosten Spaniens – einer der besten Garnacha-Regionen des Landes. Die alten Rebstöcke (über 100 Jahre) und das kontinentale Klima bringen konzentrierte, ausdrucksstarke Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Garnacha von über 100 Jahre alten Rebstöcken. Nach der Gärung reift er in französischen Barriquefässern, die ihm samtige Holzwürze und Vanillearomen verleihen.

Im Glas

Tiefes Rot. Sehr komplex, mit einer schönen, dichten Himbeerfrucht. Samtige Holzwürze und Vanillearomen runden den Geschmack ab. Der Nachhall ist harmonisch und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; das 5-Liter-Format eignet sich besonders für größere Runden und Feste.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Lamm, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Campo de Borja, Aragón (Spanien); alte Reben
Klassifikation: Campo de Borja DO – Garnacha
Ausbau: 100 % Garnacha (Altreben), französisches Barrique; 5,0 l

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Weine

Domaine Bousquet Malbec Reserva BIO

Rotwein · Malbec · Mendoza · Reserva · Bio

Domaine Bousquet Malbec Reserva ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien. Im Glas zeigt er eine dunkelviolette bis fast schwarze Farbe und eine intensive, würzige Frucht. Als Reserva mit Fassreife gewinnt er an Struktur und Tiefe.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage verleiht den Malbec-Weinen Farbe, Frische und Tiefe. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Malbec. Als Reserva reift er im Eichenfass, das ihm zusätzliche Struktur, Würze und eine feine Schokoladennote verleiht.

Im Glas

Dunkelviolette bis fast schwarze Farbe. In der Nase Cassis und schwarze Johannisbeeren mit Noten von schwarzem Pfeffer. Am Gaumen runden ein Hauch Schokolade und eine intensive Frucht das Bild ab; kraftvoll und vollmundig. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Malbec, Reserva
Ausbau: Malbec, Eichenfassreife

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Corton Charlemagne Grand Cru 2023

Weißwein · Corton-Charlemagne Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Corton-Charlemagne Grand Cru (Frankreich) 2023

Der Pierre Vincent Corton-Charlemagne Grand Cru 2023 ist ein monumentaler Weißwein aus dem Debütjahrgang der neuen Domaine: intensiv, kraftvoll, mit leicht reduktiven Noten, einem Hauch Butter und enormem Zug am Gaumen. Der Name ist Programm – und Verpflichtung.


Corton-Charlemagne – die Lage

Corton-Charlemagne ist eine der größten Weißwein-Lagen Burgunds, gelegen am fast kreisförmigen Kalksteinhügel von Corton am nördlichen Ende der Côte de Beaune. Die kalk- und mergelreichen, von der bewaldeten Hügelkuppe erodierten Böden bringen Chardonnays von großer Mineralität und feuersteinartigem Charakter hervor.

Pierre Vincents Cuvée stammt aus zwei nur 0,5 Hektar umfassenden Parzellen alter Reben (1947–1981): die wärmere Le Charlemagne (Südwest, direkt unterhalb von Vougeraie) für Körper und Fülle, die kühlere En Charlemagne (West) für Spannung und Frische. Beide wurden 2023 fünf Tage versetzt gelesen.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune sehr große Weißweine. In einem warmen Jahr erweist sich die kühle Höhenlage des Corton-Hügels als ideal, um Frische und Mineralität zu bewahren.

Es ist zugleich der Debütjahrgang der Domaine Pierre Vincent: 2023 übernahm der langjährige Leiter von Vougeraie und Leflaive die frühere Domaine des Terres de Velle und keltert seither unter eigenem Namen.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Insgesamt nur neun Fässer, rund 2.500 Flaschen.

Pierre Vincent arbeitet mit Kompost und Pflanzenpräparaten, im Keller bewusst zurückhaltend: lange, sanfte Pressung, Gärung teils im Edelstahl, anschließend Ausbau in Barriques mit nur geringem Neuholzanteil (eines von neun Fässern neu), ergänzt um rund 20 % Keramik-Amphore zur Wahrung von Spannung und Frische. Der Wein reift über zwei Winter im Keller.

Im Glas

Intensiv und kraftvoll, mit noch leicht reduktiven Noten, einem Hauch von Butter und Schmalz sowie enormem Zug und Druck am Gaumen. Reife Mirabelle und Quitte, Akazienblüte und eine markante mineralische, feuersteinartige Ader, getragen von lebendiger Säure. Der Nachhall ist majestätisch.

Ein monumentaler Corton-Charlemagne – intensiv, mineralisch, mit majestätischem Nachhall.

Gebaut für die lange Reife. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer, Steinbutt, Bresse-Geflügel in Rahmsauce, Kalb oder gereiftem Comté. Ein großer Begleiter für festliche, gehaltvolle Gerichte.


Lage: Le Charlemagne und En Charlemagne, Corton-Charlemagne Grand Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); Kalk-Mergel, alte Reben (1947–1981), 0,5 ha
Klassifikation: Corton-Charlemagne Grand Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Barrique (geringer Neuholzanteil) und ca. 20 % Keramik-Amphore; zwei Winter Ausbau; Handarbeit im Weinberg

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Schaumweine

François Montand ICE Demi-Sec

Der François Montand ICE Demi-Sec ist ein Schaumwein, der ausdrücklich auf Eis gehört. Mit seiner Süße und kräftiger Frucht ist er so angelegt, dass schmelzende Eiswürfel ihn nicht verwässern, sondern erfrischen. In der Flasche vergoren, im Jura gemacht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlen. Duft von Pfirsich, Birne, gelbem Apfel und Blüten. Im Mund rund und weich, frische Säure fängt die Süße ab. Auf Eis wird er schlanker und zitrusfrischer – genau das ist der Plan.

Mach was draus

Drei, vier Eiswürfel ins große Glas, den gut gekühlten Schaumwein darüber, dazu ein Minzblatt oder etwas Limettenzeste. Passt zu Melone mit Schinken, Ziegenkäse mit Honig, Sushi, Obstsalat oder Sorbet. Der Drink für Terrasse, Pool und Sommerparty. Am besten eiskalt, 4 bis 6 Grad.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit Minze und Limette ist ICE mein liebster Sommer-Aperitif. Ganz ohne Sirup und trotzdem ein kleiner Cocktail.“

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Kurz gefragt

Warum so viel Süße? Schmelzendes Eis verwässert alles im Glas. Ein Brut wirkt dann schnell wässrig und spitz, der ICE dagegen bleibt rund.

Was heißt Demi-Sec? Halbtrocken. Seine etwa 40 Gramm Zucker je Liter liegen mitten in dieser Stufe.

Chardonnay, Ugni Blanc, Colombard · versektet im Jura · Grundwein im Edelstahl · Flaschengärung · halbtrocken, etwa 40 Gramm Zucker je Liter · auf Eis servieren · Maison du Vigneron, Hauteroche (Jura) · Stand: Oktober 2026

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