Peter Jakob Kühn „Herbstbericht 2020“

„Nur den Mut nicht sinken lassen.“

Dieser Satz von meinem Urgroßvater hat im Laufe der Jahre schon so manchen hängenden Kopf wieder aufgerichtet. Zuversicht und Mut können wir gut gebrauchen, angesichts der Einschränkungen in vielen Bereichen unseres gewohnten Lebens. Wir teilen die Sorgen unserer Freunde und Weggefährten, die aufgrund der Beschränkungen ihren Berufen aktuell nicht nachgehen können, die vor großen Fragezeichen und ungewissen Perspektiven stehen. Das sind große Entbehrungen, doch wir wollen versuchen nicht zu vergessen, dass sie das Ziel haben, unsere Familien und Freunde zu schützen, sodass wir gesund durch diese Zeit kommen und im Rückblick gemeinsam stärker geworden sind.

Wir als Winzer haben das Glück, dass unser Beruf uns nach Draußen zieht. Dass wir nicht in den Ballungszentren der Gesellschaft leben, sondern auf dem Land. Dass wir durch die Verschiebung von Verkostungen, Messen und Geschäftsreisen viel Zeit haben, um im Weinberg zu sein. Und so war die Nähe zu den Reben im vergangenen Jahr sogar noch größer als sonst, die Beziehung noch stärker, und je mehr wir Draußen sind, desto gefestigter können wir entscheiden, was zu tun ist, um am Ende die schönsten Träubchen zu lesen. Unsere biologische Arbeit im Weinberg ist ein Prozess, der sich von Jahr zu Jahr entwickelt und befruchtet. Die Pflege der Böden mit unserem Kompost und die Einsaat von Begrünungsmischungen verlebendigen die Erde, stärken das Miteinander von Rebe und Terroir, und es entstehen mit der Zeit individuelle kleine Ökosysteme, die sich immer deutlicher und prägnanter zum Ausdruck bringen können. Wir sehen das, wenn wir die Pflanzen, Insekten, Tiere und Vögel beobachten, die dort leben. Wir können das aber auch schmecken, wenn wir die Weine aus den verschiedenen Parzellen verkosten. Und am wichtigsten: lebendige Böden sind besser in der Lage, Wasser zu speichern und gleichmäßig wieder abzugeben, was besonders in den letzten drei Jahren sehr wichtig war, wo der Regen im Sommer selten war.

2020 war das dritte Jahr in Folge, in dem es während des Sommers sehr trocken war. In dieser Hinsicht haben wir neue Facetten unserer Weinberge kennengelernt. Wir haben deutlich gesehen, wo es Wasseradern im Untergrund gibt, die von den Wurzeln der alten Rebstöcke erreicht werden. Wir haben auch gesehen, wo die Böden mehr Wasser speichern können, was den Pflanzen zur Verfügung steht, beziehungsweise wo sie durchlässiger sind, und es deshalb mehr Probleme mit Trockenheit gibt. Diese Unterschiede zu beobachten und darauf einzugehen war besonders wichtig. Daraus ergaben sich viele Fragen: Wie gehen wir mit der Begrünung zwischen den Reben um? – Halten wir sie kurz getrimmt, sodass sie gar nicht erst auf die Idee kommt Wasser zu verbrauchen? – Oder regt das ständige Mähen vielleicht sogar einen noch größeren Wasserverbrauch an, weil die Pflanzen ständig ums Überleben kämpfen und dafür unbedingt bis zu ihrer Blüte wachsen wollen? Könnte eine ausgewachsene Begrünung wie eine schattenspendende Decke auf dem Boden liegen und ihn kühlen, sodass insgesamt sogar weniger Wasser verbraucht wird? – Bringt das Ruhe ins Wachstum? Und was ist mit den Blättern, die wir sonst immer im Sommer in emsiger und mühsamer Handarbeit um die Trauben herum abgezupft haben, damit sie besser belüftet werden und Pilze es schwerer haben? – Wir haben all die verschiedenen Handgriffe, die wir im Jahresverlauf an der Rebe durchführen, neu überdacht, mit viel Empathie für die Pflanzen und unter Berücksichtigung der jeweiligen Standortfaktoren. Das gilt eigentlich jedes Jahr, doch manchmal wird es uns besonders bewusst. Jede sorgsame Hand, die die Rebe berührt, überträgt Qualität – das ist unsere Überzeugung. Mit den Jahren, die wir nun mit dieser Sensibilität arbeiten, hat sich das Wachstumsverhalten der Reben zusehends verändert, was sich auch auf die Reifeentwicklung auswirkt. Oft sind unsere Trauben etwas früher reif, haben aber eine andere Reifebalance entwickelt, mit strahlenden, explosiven Aromen und saftiger Frische bei relativ niedrigen Zuckergehalten. Es ist eine harmonische Reife – ohne Stress – die wir in den letzten Jahren immer wieder deutlich beobachten konnten, und die uns sehr gut gefällt, denn so sind unsere Weine voller lebendiger Intensität und gleichzeitig feingliedrig, elegant und tänzelnd.

Dieses Jahr sind wir am 27. und 28. August, mit den Parzellen für unsere Sektgrundweine, in die Lese gestartet – fast so früh wie in 2018. Sekt ist ein tolles Thema und macht uns großen Spaß. Es geht darum, geschmackliche Reife bei niedrigem Alkohol zu erreichen, sodass der fertige Sekt, dem während der zweiten Gärung ja in der Regel zusätzlich Zucker zugefügt wird, nicht zu schwerfällig wird. Neben Riesling haben wir dafür drei kleine Parzellen mit Weißburgunder, Auxerrois und Spätburgunder gelesen, die zu einer schönen Cuvée Blanc und Blanc de Noir werden. Genau wie bei unseren Weinen legen wir auch beim Sekt viel Wert auf Zeit und Ruhe im Ausbau, sodass wir die Ergebnisse aus 2020 erst in ein paar Jahren gemeinsam genießen können. Die Trauben haben gestrahlt und die Sonne ebenso, sodass wir uns auf ein sehr schönes Resultat freuen können.

Eine gute Woche später ging es mit den Spätburgundern aus unseren Lagen Klosterberg und Frühenberg weiter. Die Bedingungen waren bilderbuchmäßig, wobei es Tagsüber noch ziemlich warm war und wir vor allem in den kühleren Morgenstunden gelesen haben. Die kleinen roten Träubchen zauberten explosive Aromafeuerwerke auf die Zunge, sodass wir wussten, dass der Zeitpunkt perfekt war. Etwa zwei Drittel der Trauben wurden vorsichtig per Hand Entrappt und der Rest als ganze Trauben belassen. Nach 18 Tagen auf der Maische wurden die jungen Rotweine dann gepresst und in ihre kleinen Barriques gelegt, wo sie jetzt ein Jahr lang reifen. Sie zeigen schon jetzt eine aromatische Tiefe, die mich ein wenig an den druckvollen Jahrgang 2015 erinnert, doch haben sie eine etwas filigranere Figur. Wir lieben die Feinheit und die seidige Eleganz, die im Spätburgunder veranlagt ist und freuen uns auf die kommenden Monate, in der wir ihre Entwicklung begleiten werden.

Auch die Riesling-Lese war dieses Jahr ein Geschenk. Die Reife war sehr ausgewogen und die Träubchen schön saftig, sehr gesund mit festen Schalen. Besonders in Parzellen, die von Grundwasseradern aus dem Taunusgebirge durchzogen werden, wo der ausgedehnte Wald Regen sammelt, der unterirdisch zum Rhein fließt, haben die Trauben gestrahlt. Die Wurzeln unserer alten Reben sind tief genug, um diese Wasseradern zu erreichen. Wir nutzten das stabile Wetter und die gute Gesundheit der Trauben für eine präzise Vorlese, bei der wir etwa die Hälfte der Trauben selektiv gelesen haben. An den Reben blieben ausschließlich perfekte Träubchen hängen, die kerngesund und lockerbeerig waren, aber auch die Trauben der Vorlese hatten eine wirklich fantastische Qualität. Sie wurden kompromisslos und präzise selektiert und schmeckten geradezu elektrifizierend, perfekte Voraussetzungen für den Jacobus.

Nach der Vorlese konnten wir die Entwicklung der Trauben genau verfolgen und den Zeitpunkt der Lese punktgenau bestimmen. Jeweils bei Sonnenaufgang der Tage Mitte September waren wir im Weinberg und brachten unsere besten Parzellen nach Hause. Es waren Momente mit magischer Atmosphäre, ein Highlight nach dem anderen. Die Trauben transportierten die Energie des ganzen Sommers auf die Zunge. Wer sie probiert hat, wusste sofort, dass es ein wunderschöner Jahrgang werden wird.

Wenn wir jetzt in den Keller gehen, blubbern die meisten Fässer noch leise flüsternd die zarte Melodie des neuen Jahrgangs. Es ist der intimste und gemütlichste Ort der Welt. Die eigenständigen Persönlichkeiten der einzelnen Fässer werden sich in den nächsten Wochen und Monaten zusehends entfalten. Sie auf diesem Weg zu begleiten ist jedes Jahr aufs Neue eine fantastische gemeinsame Reise. Text: Weingut Peter Jakob Kühn

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Spirituosen

Christian Drouin Calvados Pays d’Auge VSOP

Calvados · Pays d'Auge · Apfelbrand · VSOP

Christian Drouin Calvados Pays d'Auge VSOP ist ein normannischer Apfelbrand des Hauses Christian Drouin, das für seine umfangreiche Sammlung an Jahrgangs-Calvados bekannt ist. Dieser VSOP reift mindestens fünf Jahre in ehemaligen Weinfässern, die ihm sinnliche Fruchtnoten und Aromen reifer Äpfel verleihen. Im Glas ein vollmundiger, zugleich eleganter Calvados.


Pays d'Auge

Calvados ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung der Normandie. Innerhalb des Départements Calvados ist das Pays d'Auge die hochwertigste Herstellungsregion, die eine zweifache Brennblasen-Destillation vorschreibt. Christian Drouin keltert hierfür Cidre aus normannischen Apfelsorten.

Herstellung und Reifung

Der Calvados entsteht durch zweifache Pot-Still-Destillation von Cidre, also vergorenem Apfelmost. Der VSOP reift mindestens fünf Jahre in ehemaligen Weinfässern (u. a. Sherry, Port, Cognac, Bordeaux) und wird ungefärbt abgefüllt. Die Fässer fördern eine aromatische Komplexität.

Im Glas

Goldgelb bis Bernstein. In der Nase sinnliche Fruchtnoten und Aromen reifer Äpfel. Am Gaumen vollmundig und zugleich elegant, mit weicher Frucht und feiner Fasswürze. Der Abgang ist rund und ausgewogen.

Zum Genuss

Pur als Digestif bei Zimmertemperatur genießen, ebenso als Basis für Cocktails oder klassisch als „trou normand" zwischen den Gängen.

Passt außerdem zu reifem Käse, Apfeldesserts und dunkler Schokolade.


Herkunft: Pays d'Auge, Normandie (Frankreich)
Art: Calvados Pays d'Auge AOC, VSOP
Reifung: mind. 5 Jahre in Weinfässern, ungefärbt

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Feinkost

Le 2 Mele Ragù Salsiccia e Funghi - Ragu mit Salsiccia und Pilzen

Feinkost · Ragù / Pastasauce · Ligurien · Italien

Le 2 Mele Ragù Salsiccia e Funghi ist ein herzhaftes italienisches Ragù aus Salsiccia und Steinpilzen. Mit reichlich grober Salsiccia und Boletus-Steinpilzen in fruchtiger Tomatensauce – eine vollmundige, schnelle Sauce für Pasta direkt aus dem Glas.


Herkunft

Hergestellt von der Manufaktur Le 2 Mele in Borgomaro in Ligurien, im Hinterland der italienischen Riviera. Verarbeitet werden italienisches Schweinefleisch für die Salsiccia und echte Steinpilze (Boletus edulis).

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Tomatenfruchtfleisch, mit 28 % Salsiccia (Schweinefleisch, Salz, Pfeffer) und 8 % Steinpilzen. Abgerundet mit einem klassischen Soffritto aus Zwiebeln, Karotten und Sellerie, nativem Olivenöl extra, Rotwein, Knoblauch und Pfeffer. Enthält Sulfite.

Geschmack

Vollmundig und herzhaft, mit der würzigen Note der Salsiccia und dem erdig-waldigen Aroma der Steinpilze. Die fruchtige Tomate und das Soffritto geben Tiefe und runden Geschmack.

In der Küche

Einfach erwärmen und mit frisch gekochter Pasta vermengen. Passt besonders zu kräftigen Nudelsorten und lässt sich mit etwas Parmigiano verfeinern.

Passt zu: Tagliatelle, Pappardelle, Rigatoni, Gnocchi und Polenta.


Hersteller: Le 2 Mele, Borgomaro (Ligurien, Italien)
Produkt: Ragù Salsiccia e Funghi (Pastasauce)
Zutaten (Auszug): Tomate, 28 % Salsiccia, 8 % Steinpilze, Soffritto, natives Olivenöl extra, Rotwein; enthält Sulfite
Mindesthaltbarkeit (MHD): 11.07.2027

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Spanien

Envinate Benje tinto 2024

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2024

Der Envínate Benje Tinto 2024 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2024 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Spirituosen

Hochstrasser Haselnussschnaps

Edelbrand · Haselnuss · Tirol · Österreich

Hochstrasser Haselnussschnaps ist ein Haselnussbrand der Destillerie Hochstrasser aus Tirol. Geröstete Haselnüsse werden in Kornbrand angesetzt und anschließend destilliert. Das Ergebnis ist eine sehr intensive Nusswürze. Ein aromatischer Spezialitätenbrand.


Tirol

Die Destillerie Hochstrasser ist ein traditionsreicher Brennereibetrieb aus Tirol in Österreich, bekannt für hochwertige Edelbrände und Spezialitäten.

Herstellung und Reifung

Für den Haselnussschnaps werden geröstete Haselnüsse in Kornbrand angesetzt (mazeriert) und anschließend destilliert. So gehen die intensiven Röst- und Nussaromen in den Brand über.

Im Glas

In der Nase und am Gaumen eine sehr intensive Nusswürze, dazu Nougat, Karamell, Schokolade und Anklänge, die an eine Manner-Schnitte erinnern. Aromatisch, dicht und lang im Abgang.

Zum Genuss

Gut gekühlt oder bei Zimmertemperatur pur als Digestif genießen. Auch ein Highlight zu Desserts und Kaffee.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Gebäck, Eis und Kaffee.


Herkunft: Tirol (Österreich)
Art: Haselnussbrand / Spezialitätenbrand
Herstellung: geröstete Haselnüsse in Kornbrand angesetzt, destilliert

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Spirituosen

Martin Codax Augardente de Galica

Spirituose · Tresterbrand (Orujo) · Galicien · Spanien

Martín Códax Augardente de Galicia ist ein galizischer Tresterbrand (Orujo) aus dem Trester der Albariño-Traube – eine traditionelle Spezialität Nordwestspaniens, klar und kristallin abgefüllt.


Herkunft / Galicien

Die genossenschaftliche Bodega Martín Códax (gegründet 1985) liegt im Val do Salnés in den Rías Baixas und ist vor allem für ihre Albariño-Weine bekannt. Der Tresterbrand Orujo (galicisch Augardente) ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der galizischen Genusskultur – für ein weinkelterndes Haus die folgerichtige Spezialität.

Trester und Destillation

Gewonnen aus dem Trester (Pressrückstand) der Albariño-Traube. Der Brand wird zweifach mittels Wasserdampfdestillation gebrannt, was unerwünschte Aromen herausfiltert und eine reine, klare Aromatik ergibt. Abgefüllt ohne Fassreifung – klar und kristallin.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase gibt der Brand sofort seinen Trester-Ursprung preis: fruchtige Traubennoten treffen auf knackigen Apfel und feine Kräuter. Am Gaumen warm und sauber, würzig, mit Albariño-Anklängen im Nachhall.

Pur genießen

Sehr kühl bei 5–8 °C pur servieren – als Digestif nach dem Essen oder klassisch zum Espresso. Nicht auf Eis, damit Aromen und Frische erhalten bleiben.

Ideal: pur als Digestif, zum Espresso.


Herkunft: Galicien (Spanien); Bodega Martín Códax (Val do Salnés, Rías Baixas)
Art: Augardente / Orujo de Galicia – Tresterbrand aus Albariño-Trester, ohne Fassreifung (klar)
Destillation: zweifache Wasserdampfdestillation

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Weine

Vanita Nero d' Avola Sicilia BIO

Rotwein · Bio · Nero d'Avola · Sizilien

Vanita Nero d'Avola ist ein trockener Bio-Rotwein der Fantini Group aus Sizilien. Reinsortiger Nero d'Avola mit komplexem Duft nach roten Früchten und floralen Noten – vielschichtig, mit dunklen Beeren, Eukalyptus und dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen.


Sizilien

Die Trauben stammen aus Sizilien, der größten Insel im Mittelmeer. Nero d'Avola ist die wichtigste autochthone Rotweinsorte der Insel. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese. Wein aus biologischem Anbau, IT-BIO-009.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Nero d'Avola aus ökologischem Anbau. Der fruchtbetonte Ausbau im Stahltank bewahrt die dunkle Frucht und sorgt für die harmonische, vollmundige Art des Weins.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase ein komplexer Duft nach roten Früchten und floralen Noten, dazu dunkle Beeren und ein Hauch Eukalyptus. Am Gaumen vollmundig, mit dezenten, harmonisch eingebundenen Tanninen und vollmundigem Finale.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vollmundiger, fruchtbetonter Sizilianer zu herzhafter, mediterraner Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Sizilien (Italien)
Klassifikation: Sicilia DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: fruchtbetont, im Stahltank

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Spanien

San Roman Cartago Paraje del Pozo 2012

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Einzellage

San Román Cartago Paraje del Pozo ist der Spitzenwein von Bodegas San Román in der D.O. Toro, dem Toro-Projekt des Önologen Mariano García (vormals Vega Sicilia und Mauro). Er stammt von der Einzellage El Pozo, bepflanzt mit bis zu 50 Jahre alten, wurzelechten Tinta-de-Toro-Reben. Im Stil ist er einem Gran Reserva aus der Rioja vergleichbar: lange gereift, elegant und vielschichtig. Im Glas ein dichter Tinto mit dunkler Frucht, Würze, Tabak und Leder.


El Pozo

Die rund fünf Hektar große Parzelle El Pozo liegt im Nordosten der D.O. Toro auf etwa 700 Metern Höhe, nahe dem Duero. Die wurzelechten Reben stehen auf sehr sandigen Böden mit Lehm in der Tiefe – nährstoffarm, was die Reben zu geringem Ertrag und konzentrierter Frucht zwingt. Bewirtschaftet wird die Lage ökologisch.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert vorwiegend auf Tinta de Toro, ergänzt um einen kleinen Anteil weiterer autochthoner Sorten. Die handgelesenen Trauben werden am Tisch selektiert, entrappt und mit eigenen Hefen vergoren. Anschließend reift der Wein 36 Monate in französischer Eiche, überwiegend in neuen Fässern, gefolgt von einer Flaschenreife vor der Freigabe.

Im Glas

Tiefdunkles, fast undurchsichtiges Rot. In der Nase intensive dunkle Frucht, Gewürze, Tabak und Leder, dazu rauchige Röstnoten und ein Hauch Graphit. Am Gaumen kraftvoll und zugleich elegant, mit feinem, reifem Tannin und großer Tiefe. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Noch jung; der Wein gewinnt über viele Jahre und profitiert von mehreren Stunden im Dekanter. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Rinderfilet, gegrilltes Fleisch, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: El Pozo, D.O. Toro, ca. 700 m, Sandböden
Klassifikation: Toro DO
Ausbau: 36 Monate französische Eiche

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Rebsorten

Oliver Zeter Sauvignon Blanc 2024

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Oliver Zeter Sauvignon Blanc ist ein facettenreicher Sauvignon aus der Pfalz. Typische Aromen von Johannisbeere, Zitrusfrüchten und Holunderblüte; leicht, saftig und mit einer schönen Mineralität versehen.


Pfalz

Oliver Zeter gilt als einer der Sauvignon-Spezialisten der Pfalz. Die Trauben stammen aus mehreren Weinbergen in der Südpfalz und an der Mittelhaardt, bepflanzt mit verschiedenen Klonen. Die breite Verteilung über unterschiedliche Lagen und Böden sorgt für eine große aromatische Vielfalt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Ein Teil der Trauben wird relativ grün gelesen, der Hauptteil reif, ein Teil vollreif – für ein breites Aromenspektrum. Schonende Pressung unter Luftabschluss in der pneumatischen Presse mit konsequentem Oxidationsschutz. Vergoren wird in Edelstahltanks, großen Holzfässern (teils spontan) und zum Teil im Barrique; vor der Füllung werden die Einzelgebinde wieder zu einem einheitlichen Blend vereint. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase typische Sauvignon-Aromen von Johannisbeere, Zitrusfrüchten und Holunderblüte. Am Gaumen leicht und saftig, mit feiner Mineralität, guter Struktur und einem langen, finessenreichen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Spargel, Fisch, Meeresfrüchten, Ziegenkäse und Salaten.


Lage: Pfalz – Südpfalz und Mittelhaardt (Deutschland); Oliver Zeter
Klassifikation: Pfalz – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Edelstahltank, großes Holzfass (teils spontan) und zum Teil Barrique; vereint als Blend

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