Bedeutungsschwanger: Die Namen der Lagen

Über den Ursprung der Namen der deutschen Weinbergslagen

Beim Stöbern am Weinregal schon mal verblüfft das Etikett einige Zentimeter näher an die Augen gehalten und nochmal gelesen? Dann haben Sie sicherlich gerade ein unerwartet günstiges Schnäppchen gemacht – was Ihnen gegönnt sei, aber leider nicht allzu häufig geschehen wird – oder aber Sie sind auf eine der vielen kuriosen Lagebezeichnungen innerhalb des deutschen Weinbaus gestoßen. Und das dürfte wesentlich öfter passieren, denn von den rund 2600 Einzellagen in Deutschland sind so einige wahre Namensexoten, das gilt besonders für Pfalz und Mosel.

Die Historie der Benennung der Weinlagen ist ein Stück deutscher Sprach- und Kulturgeschichte und in seiner Vielfalt ein wahrer Bilderbogen damaliger Machtverhältnisse und Überzeugungen.  Hierbei muss man allerdings unterscheiden zwischen tatsächlich historisch gewachsenen Bezeichnungen und solchen, die im 19. Jahrhundert zum Zweck der Eigenwerbung erdacht wurden. Erst vor etwa 200 Jahren etablierte sich nämlich die Abfüllung des Weines in schlanke, handliche Glasflaschen, vorher verwendete man meist Fässer. Dadurch eröffnete sich für Winzer und Händler die Möglichkeit, möglichst wohlklingende Benennungen zu erfinden – Kommerz eben, der uns leider nicht viele erzählenswerte Geschichten überliefert. 

Viele der „alten“ Namen hingegen stammen aus der Volkssprache und sind dementsprechend dialektal gefärbt oder über die Jahrhunderte so verschliffen worden, das sich der Gehalt nur noch erahnen lässt: etwa der schon bei Napoleon beliebte Brauneberger „Juffer“ an der Mosel. Denn eigentlich müsste es eher „die Juffer“ heißen, bezieht sich das Wort doch auf jene drei Töchter des kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich, die als Unverheiratete, ergo Jungfern, durch ein Erbe in den Besitz der Lage kamen. Andere bilden die Besiedlungsgeschichte eines Ortes ab und weisen vor allem darauf hin, durch wen der Weinbau gegen Ende des 1. Jahrhunderts in deutsche Lande gelangte. Diesseits des Limes erinnern etwa der „Römerlay“ im Ruwertal oder der „Römergarten“ bei Briedern an die Ahnherren der Mosterzeugung. Die Römer brachten jedoch nicht nur die Kunst der Traubenzucht ins kalte Germanien – die römische Kirche fasste im Frühmittelalter nach und nach Fuß und mit ihr immer mehr Klöster, die große Gebiete unter ihren Einfluss brachten. Der Großteil der deutschen Lagen hat deswegen auch einen meist recht naheliegenden Bezug zum Christentum, „Klosterstücke“, „Jesuitengärten“, „Kirchenpfade“ oder „Abtsberge“ gibt es deutschlandweit zuhauf. Machen wir uns also auf die Suche nach etwas Außergewöhnlicherem, etwa in Lorchhausen. Für den sofortigen Eingang der Trinkerseele in das Himmelreich sorgt der Konsum eines von dort stammenden „Seligmachers“ wahrscheinlich nicht. Er hat eher etwas mit den Pflanzen zu tun, die dort damals an den Mauern wuchsen: die durch ihre weichen Kätzchen als Palmsonntagsschmuck beliebten Sal-Weiden standen in mittelhochdeutscher Zeit Pate für die Namensgebung. Diese wurden damals als „salhe“ bezeichnet, das durch sie begrenzte Gebiet war lateinisch gesprochen eine „maceria“, eine Einfriedung.

Einen umgekehrt nicht vermuteten, aber tatsächlichen religiösen Hintergrund birgt die Trittenheimer „Apotheke“. Diese Mosellage hat nämlich nichts mit Gesundheit zu tun und auch wenn ein guter Wein aufs wolkige Gemüt oft wie ein Medikament zu wirken vermag, rührt der Name vielmehr daher, dass in früheren Zeiten ein Abt aus dem 30 Kilometer entfernten Trier hier seine Besitzungen hatte, die Lage war somit „aptig“, was der im örtlichen Dialekt so bezeichneten „Apdikt“, der Apotheke, zum Verwechseln nahe kommt. 

Wer statt trockener Herleitungen lieber eine Geschichte erzählt bekommen möchte, sollte einen Stopp in Sasbachwalden im Schwarzwald machen. „Alde Gott“ heißt die örtliche Weinlage, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts wohl ähnlich brachlag wie die meisten anderen Teile der Landwirtschaft. Der Dreißigjährige Krieg hatte ganz Deutschland verheert, viele Ortschaften waren niedergebrannt, ihre Bewohner durch Krankheit, Hunger und Gewalt dahingerafft worden. Durch diese trostlose Gegend kam ein einsamer Wanderer, der seit Tagen keine Menschenseele zu Gesicht bekommen hatte. Plötzlich jedoch stand eine junge Frau am Wegesrand, woraufhin er im Freudentaumel ausrief: „De alde Gott lebt noch!“ Eingedenk dieses Zeichens wurde ein Bildstock mit ebenjenen Worten aufgestellt, die man später auf den angrenzenden Weinberg übertrug.

Hin und wieder trifft man jedoch auch auf ganz und gar nicht christliche Namen, etwa die „Hölle“ in Hochheim im Rheingau. Die Südlage, noch dazu früherer Besitz des Kölner Domkapitels und des Erzbistums Mainz, birgt aber in seinem Tonmergelboden nicht den Zugang zum Reich des Teufels, sondern lässt sich wieder einmal aus dem Mittelhochdeutschen herleiten, wo der Begriff „halda“ einen steilen Hang bezeichnete – gleiches gilt für den „Höllenberg“ in Assmannshausen. Der „Höllenpfad“ im pfälzischen Grünstadt hingegen verweist quasi auf das Gegenteil dessen, was vor dem inneren Auge entsteht: kein dunkler Weg in den feurigen Pfuhl, sondern schlicht und einfach ein „heller Pfad“. 

Einen weiteren großen Fundus liefern neben Römern und Katholizismus Tierbezeichnungen. Häufig verband man mit diesen dionysische Kulte, ein Relikt aus heidnischer Zeit, von dem man sich offenbar gute Ernten versprach. Mythologisch besonders aufgeladen ist die Ziege, was sich in Namen wie „Geispfad“ in Traben-Trarbach, der „Zickelgarten“ in Ockfen an der Saar und besonders in diversen Wortschöpfungen mit „Bock“ zeigt. Aber auch der Hase galt als Fruchtbarkeitssymbol und hielt des Öfteren als Namenspate her, etwa beim Neumagener „Häschen“ oder dem „Hasenläufer“ in Brauneberg. Ebenfalls an der Mosel, in Zell nämlich, erwartet uns die Großlage „Schwarze Katz“, die es ihrerseits aber noch nicht allzu lange gibt: ihre Vorgängerlagen „Petersborn“ und „Kapertchen“ wurden im 19. Jahrhundert nach dem Tier benannt, das der vor Ort gern und ausschweifend erzählten Begebenheit nach im Jahre 1863 einen Disput zwischen drei Aachener Weinhändlern entschied. Diese konnten sich spätabends nach einer ausgedehnten Probe nicht auf eines von drei Fässern festlegen und diskutierten wild herum, als plötzlich die schwarze Katze des Hausbesitzers erschien und sich buckelnd just auf das Fass setzte, aus dem sich die Männer gerade noch ein Gläschen genehmigen wollten. Zum Erstaunen selbiger verteidigte sie den Tropfen durch Fauchen und Kratzen aufs Äußerste, was die Händler darauf schließen ließ, dass es sich hierbei ohne Zweifel um den besten Wein handeln müsse. Sie kauften also den gesamten Bestand auf und vertrieben ihn zurück in der Heimat unter dem Namen des Stubentigers, der sie unfreiwillig so gut beraten hatte.

Ähnlich populär ist ein anderes Tier in einem kleinen Ort an der pfälzischen Weinstraße: die Mußbacher „Eselshaut“ entstand wohl dadurch, dass auf der Fläche, auf der heute die Reben stehen, früher einmal Heu gemäht wurde – dieser Vorgang heißt im Mittelhochdeutschen „houwet“. Und da jenes Heu offenbar für die in nahen Stallungen gehaltenen kleinen Verwandten des Pferdes bestimmt war, haben wir es mit einer Esels-Heuernte als Ursprung zu tun. 

Beim „Saumagen“ in Kallstadt hingegen müssen wir nicht allzu lang in der Sprachwissenschaft umherirren, um zum Ursprung zu gelangen: die Parzelle hat, so wird sicher irgendwann einmal jemanden beim Blick auf eine Karte der Region aufgefallen sein, schlicht sackartige Umrisse und gemahnte daher wohl an die pfälzische Spezialität. Einen ebenso trivialen Ursprung hat übrigens die Oberbergener „Baßgeige“ am Kaiserstuhl.

Oft tauchen neben Haus- und Nutztieren auch durchaus seltsame Fabelwesen auf: die „Meerspinne“ in Gimmeldingen etwa. Mitnichten ist aber ein achtbeiniges Monster der Nordsee entstiegen und hat sich dreist in der Pfalz niedergelassen, vielmehr ist die Hanglage schon immer relativ steil gewesen und erforderte aus diesem Grund in vorindustrieller Zeit ein weiteres Zugpferd. Aus dem Einspänner wurde so ein Mehrspänner und dieser im Dialekt der Gegend irgendwann einfach als Lagenbezeichnung übernommen. Eine alternative, aber leider deutlich trockenere Herleitung besagt, dass es sich lediglich um eine zusammengesetzte Ortsbeschreibung aus „mer“, was vor einigen Jahrhunderten ein Wasserloch meinte, und „wünne“ handelt, was wiederum für ein Weideland meint. Ein Weinberg am Wiesentümpel also. 

Eine der bekanntesten Lagen der Pfalz, das Forster „Ungeheuer“ lässt sich wohl genauso wenig auf eine blutrünstige mittelalterliche Sage zurückführen, sondern rührt wahrscheinlich daher, dass ein Beamter aus dem nahen Deidesheim im 17. Jahrhundert so hieß: Johann Adam Ungeheuer. Ebenso profan geht es beim Wachenheimer „Gerümpel“ zu: diese Lage ist nicht etwa besonders ungepflegt, sondern hatte in grauer Vorzeit lediglich Vorbesitzer, die sich Grympel nannten. 

Ob nun die „Goldgrube“ in Bockenheim (Pfalz) etwas damit zu tun hat, dass hier besonders hochpreisiger Wein angebaut wird, soll zum Schluss augenzwinkernd offengelassen werden, klar ist aber: zu einem guten Tropfen gibt es in Deutschland häufig genug eine interessante Anekdote über Land und Leute dazu, man muss zwischen zwei Gläschen nur mal nachfragen. Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Metzger Riesling vom Kalkstein

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Metzger Riesling vom Kalkstein ist ein mineralischer Riesling aus der Pfalz. Der kalkreiche Boden, die selektive Lese und die schonendste Verarbeitung bringen diesen besonderen Wein hervor und ebnen den Weg zu den Spitzengewächsen des Weinguts. Im Glas klar, frisch und elegant.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Die kalkreichen Böden der Heimat verleihen dem Riesling seine ausgeprägte Mineralität, Frische und klare Struktur.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Selektive Lese und schonendste Verarbeitung bewahren die feine Frucht und die kalkgeprägte Mineralität und sorgen für einen klaren, eleganten Stil.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen klare Frucht, Zitrus und Apfel, getragen von einer kalkgeprägten Mineralität. Frisch und elegant, mit frischer Säure. Der Abgang ist klar und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Sushi, Geflügel und Spargel.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling)
Ausbau: Riesling, selektive Lese, schonende Verarbeitung

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Spanien

O Estranxeiro blanco

Wein · Weißwein · Ribeira Sacra · Spanien

O Estranxeiro Blanco ist ein frischer, intensiver Weißwein der Spitzenklasse aus Galicien, größtenteils aus Godello. Duftaromen von Fenchel, Sahne, knackigem Apfel und Felsenbirne treffen auf eine cremige Textur, knackige Säure und reichhaltige Frucht nach grünem Obst – komplex, intensiv und mit beeindruckendem Abgang.


Ribeira Sacra / Galicien

Godello bringt die spannendsten Weißweine Spaniens hervor und ist vor allem in Galicien beheimatet – auch in den steinigen Höhenlagen der DO Ribeira Sacra. Die Winzerin Rebeca Montero und der Winzer Eulogio Pomares haben mit dem O Estranxeiro Blanco einen Platz an der Spitze der spanischen Weißweine erobert. Die Reben sind alt und wachsen auf Schiefer- und Granitgestein.

Assemblage und Ausbau

Größtenteils aus Godello, ergänzt um kleine Anteile Albariño und Treixadura. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Der Wein lagert sechs Monate auf der Feinhefe – zu 60 % im Edelstahltank und zu 40 % in großen Holzfässern –, was ihm Cremigkeit und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Fenchel, Sahne, knackiger Apfel und Felsenbirne. Am Gaumen vereint er eine cremige Textur mit knackiger Säure und reichhaltiger Frucht nach grünem Obst; komplex, intensiv und mit beeindruckend langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren, hellem Fleisch und der feinen Küche.


Lage: DO Ribeira Sacra (Galicien, Spanien); Rebeca Montero & Eulogio Pomares
Klassifikation: DO Ribeira Sacra – Godello-basiert, ergänzt um Albariño & Treixadura, trocken
Ausbau: 6 Monate auf der Feinhefe (60 % Edelstahl, 40 % großes Holz); alte Reben auf Schiefer und Granit

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Länder/Regionen

Metzger Flying Pig secco rosé

Perlwein · Secco · Rosé · Pfalz

Metzger Flying Pig Secco rosé ist ein leicht perlender, fruchtig-milder Rosé-Perlwein aus der Pfalz. Intensiv beerige Aromen nach Erdbeere, Kirsche und Himbeere, verbunden mit einer prickelnden Frische, bereiten viel Trinkspaß.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus fruchtbetonten Grundweinen entsteht dieser unkomplizierte, frische Secco rosé für leichte, gesellige Momente.

Herstellung

Der Rosé-Perlwein ist leicht perlend und fruchtig-mild ausgebaut. So bleiben die intensive Beerenaromatik und die prickelnde Frische erhalten.

Im Glas

Zarter Rosé-Ton mit feiner Perlage. In der Nase und am Gaumen intensiv beerige Aromen nach Erdbeere, Kirsche und Himbeere, verbunden mit prickelnder Frische. Fruchtig, mild und süffig, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, als Apéritif oder für gesellige Anlässe.

Klassische Begleitung: Apéritif, Fingerfood, Salate, Obst oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Perlwein Rosé (Secco)
Ausbau: Rosé-Perlwein, leicht perlend, fruchtig-mild

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Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze

Feinkost · Schokolade · Lakritze · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze ist eine handgeschöpfte Zartbitterschokolade aus Kalabrien, verfeinert mit der typischen Lakritze der Region. Kalabrien gilt als Heimat hochwertiger Lakritze. Eine feine Spezialität aus der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria.


Kalabrien

Kalabrien im Süden Italiens ist berühmt für seine hochwertige Lakritze (Liquirizia), die hier in besonderer Reinheit gewonnen wird. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen die Tafeln in sorgfältiger Handarbeit.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Zartbitterschokolade, verfeinert mit kalabrischer Lakritze. Jede Tafel wird von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Intensive Zartbitterschokolade mit der unverwechselbaren, würzig-süßen Note der Lakritze. Das Zusammenspiel aus herber Kakaonote und Lakritze ist ausgewogen und ausdrucksstark.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, kräftiger Tee, Dessertweine und als besonderes Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Zartbitterschokolade mit Lakritze
Art: Zartbitterschokolade
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit kalabrischer Lakritze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.04.2028

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Rebsorten

Fratelli Revello Dolcetto di Diano d Alba

Rotwein · Dolcetto di Diano d'Alba DOC · Dolcetto

Dolcetto Dolcetto di Diano d'Alba DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1980 reiner Stahlausbau 2024

Der Revello Fratelli Dolcetto di Diano d'Alba 2024 ist ein rubinroter, fein duftender Rotwein zu 100 % aus der Dolcetto-Rebsorte – nur im Edelstahl ausgebaut, fruchtbetont und unkompliziert. Leicht gekühlt ein ernsthafter Sommerwein.


Dolcetto aus La Morra – fruchtbetont und unkompliziert

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata in La Morra. Die 0,7 Hektar große Parzelle ist nach Osten (260 m) und Westen (230 m) ausgerichtet; die Dolcetto-Reben wurden 1980 gepflanzt. Der Boden aus Kalk und Ton gibt dem Wein Frische und Struktur.

Dolcetto ist die fruchtigste und früheste der drei großen Piemont-Rotsorten – bekannt für tiefe Farbe, weiche, dunkle Waldfrucht, milde Säure und feine, mandelig-herbe Noten im Abgang. Sie ergibt zugängliche, unkomplizierte Rotweine für den frühen Genuss.

Jahrgang 2024 – Langhe

Als fruchtbetonter, im Stahl ausgebauter Dolcetto zeigt dieser Wein die klare, frische Frucht seines Jahrgangs ohne Holzeinfluss. Die Lese erfolgte Mitte September – früh, wie für die Sorte typisch –, was die lebendige Waldfruchtaromatik und die saftige Art des Weins bewahrt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Dolcetto aus dem Jahrgang 2024, Dolcetto di Diano d'Alba DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 10 Monate im Edelstahl – ganz ohne Holz, um die reine, frische Frucht in den Vordergrund zu stellen. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Ein rubinroter, fein duftender Rotwein, der zu 100 % aus der Dolcetto-Rebsorte gewonnen wurde. Die Gebrüder Revello haben diesen vor roten Früchten duftenden Rosso nur in Edelstahltanks ausgebaut. Dadurch wird ein Strauß von Waldfrüchten, gepaart mit reifen Mandeltönen, im Geschmack freigesetzt, der es in sich hat. Leicht gekühlt eignet sich dieser Dolcetto auch als ernsthafter Sommerwein!

Rubinrot und fein duftend – ein Strauß von Waldfrüchten mit reifen Mandeltönen. Leicht gekühlt ein ernsthafter Sommerwein.

Jung und fruchtbetont am besten; leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Antipasti und Salumi, zu Pasta mit Tomaten- oder Fleischsauce, zu Pizza sowie zu hellem Fleisch und jungem Käse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,7 ha, Ost- (260 m) und West-Ausrichtung (230 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1980
Klassifikation: Dolcetto di Diano d'Alba DOC, Dolcetto (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; 10 Monate Edelstahl (ohne Holz)

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Weine

Vina Real Gran Reserva 2015 MAGNUM

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Gran Reserva · Magnum

CVNE Viña Real Gran Reserva ist ein klassischer Rioja Gran Reserva des renommierten Hauses CVNE – hier in der 1,5-Liter-Magnum. Er stammt aus der Rioja Alavesa und vereint die klassischen Rioja-Sorten. Ein Rioja für die besonderen Stunden. Im Glas mittelschwer, vielschichtig und elegant.


Rioja Alavesa

Viña Real stammt aus der Rioja Alavesa. Die kalk- und tonhaltigen Böden sowie das von atlantischen Einflüssen geprägte Klima verleihen dem Wein Eleganz, Frische und erdige Tiefe. CVNE zählt zu den traditionsreichsten Häusern der Rioja.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Garnacha, Graciano und Mazuelo. Als Gran Reserva reift der Wein lange im Eichenfass und anschließend mehrere Jahre in der Flasche. Die Magnum begünstigt eine besonders feine, langsame Reife.

Im Glas

Reifes Rot mit ziegelroten Reflexen. In der Nase Zimt, reife Beeren, Eisen, Unterholz, Steinpilze und etwas Vanille. Am Gaumen mittelschwer, vielschichtig und sehr elegant, mit erdigen und würzigen Noten, die sich mit der dezenten Frucht verbinden. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Das Magnum-Format eignet sich besonders für größere Runden und längere Reife.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Gran Reserva
Ausbau: Tempranillo-dominiert mit Garnacha/Graciano/Mazuelo, lange Fass- und Flaschenreife; Magnum (1,5 l)

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Spirituosen

Panda Organic Gin BIO

Gin · Bio · Litschi-Gin · Belgien

Panda Organic Gin ist ein Bio-Gin aus Belgien und der erste Gin auf Litschi-Basis. Destilliert und abgefüllt in Belgien, verbindet er die exotische Litschi mit Kirsche, Kräutern und Gewürzen zu einem fruchtbetonten, eigenständigen Gin.


Herkunft

Panda Gin entsteht in der Radermacher-Destillerie (gegründet 1836, eine der ältesten Brennereien Belgiens) nahe den Hautes Fagnes, deren reines Wasser in den Gin einfließt. Der Gin ist 100 % biologisch zertifiziert, BE-BIO-01, und kommt ohne Zuckerzusatz aus.

Botanicals und Destillation

Herzstück ist die Litschi, ergänzt um Kirsche, Orangenschale, Basilikum, Rosmarin, Sternanis und Wacholder. Die Botanicals werden teils einzeln mazeriert; das Rezept wird in der Pot Still mehrfach destilliert. Abgefüllt mit 40 % vol., ohne Zucker und Zusätze.

Im Glas

Kristallklar. In der Nase ein frisch-fruchtiges Bukett mit Litschi und roten Beeren. Am Gaumen weich und fruchtbetont, mit süßlicher Litschi, kräutrigem Rückgrat von Rosmarin und Basilikum und einer Spur Sternanis. Warmer, leicht pfeffriger Abgang.

Pur und im Drink

Pur auf Eis kommt die Litschi am besten zur Geltung. Ebenso eine fruchtige Basis für Gin Tonic oder Cocktails wie Negroni und Gin Sour.

Klassisch im Drink: Gin Tonic, Negroni und Gin Sour.


Herkunft: Belgien (Hautes Fagnes)
Art: Dry Gin (Bio, auf Litschi-Basis)
Botanicals: u. a. Litschi, Kirsche, Orangenschale, Basilikum, Rosmarin, Sternanis, Wacholder
Alkohol: 40 % vol.

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Spirituosen

Prinz Alte Himbeere

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Himbeere ist eine holzfassgereifte Wald-Himbeerspezialität der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Die Waldhimbeere mit ihrem charakteristisch starken Eigengeschmack kommt hier besonders gut zur Geltung – goldig-rötlich, intensiv-fruchtig, mit klarer Süße und feiner Vanillenote aus dem Fass.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Die Waldhimbeeren werden über die Sommermonate bis in den September geerntet und müssen rasch verarbeitet werden.

Destillation und Reifung

Da Himbeeren wenig Zucker enthalten, werden sie nicht eingemaischt, sondern mazeriert – in Alkohol eingelegt, sodass die Fruchtaromen übergehen. Anschließend wird im doppelten Prinz-Feinbrandverfahren destilliert. Nach mehrjähriger Ruhe im Steingut reift das Destillat in kleinen Prinz-Holzfässern und wird zuletzt mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert.

Im Glas

Goldig-rötlicher Farbton aus der Holzfasslagerung. In der Nase sortenintensiv nach sonnengereiften Waldhimbeeren. Am Gaumen entfaltet sich das volle fruchtige Potenzial: sortentypischer Himbeergeschmack, klare Süße und eine feine, leicht vanilleartige Holzfassnote.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die beerige Frucht passt auch zu Dessert oder über Vanilleeis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifte Wald-Himbeerspezialität (Obstbrand)
Destillation: Mazeration, doppeltes Feinbrandverfahren
Reifung: mehrjährig im Steingut, Finish im Prinz-Holzfass; mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert

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