Bedeutungsschwanger: Die Namen der Lagen

Über den Ursprung der Namen der deutschen Weinbergslagen

Beim Stöbern am Weinregal schon mal verblüfft das Etikett einige Zentimeter näher an die Augen gehalten und nochmal gelesen? Dann haben Sie sicherlich gerade ein unerwartet günstiges Schnäppchen gemacht – was Ihnen gegönnt sei, aber leider nicht allzu häufig geschehen wird – oder aber Sie sind auf eine der vielen kuriosen Lagebezeichnungen innerhalb des deutschen Weinbaus gestoßen. Und das dürfte wesentlich öfter passieren, denn von den rund 2600 Einzellagen in Deutschland sind so einige wahre Namensexoten, das gilt besonders für Pfalz und Mosel.

Die Historie der Benennung der Weinlagen ist ein Stück deutscher Sprach- und Kulturgeschichte und in seiner Vielfalt ein wahrer Bilderbogen damaliger Machtverhältnisse und Überzeugungen.  Hierbei muss man allerdings unterscheiden zwischen tatsächlich historisch gewachsenen Bezeichnungen und solchen, die im 19. Jahrhundert zum Zweck der Eigenwerbung erdacht wurden. Erst vor etwa 200 Jahren etablierte sich nämlich die Abfüllung des Weines in schlanke, handliche Glasflaschen, vorher verwendete man meist Fässer. Dadurch eröffnete sich für Winzer und Händler die Möglichkeit, möglichst wohlklingende Benennungen zu erfinden – Kommerz eben, der uns leider nicht viele erzählenswerte Geschichten überliefert. 

Viele der „alten“ Namen hingegen stammen aus der Volkssprache und sind dementsprechend dialektal gefärbt oder über die Jahrhunderte so verschliffen worden, das sich der Gehalt nur noch erahnen lässt: etwa der schon bei Napoleon beliebte Brauneberger „Juffer“ an der Mosel. Denn eigentlich müsste es eher „die Juffer“ heißen, bezieht sich das Wort doch auf jene drei Töchter des kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich, die als Unverheiratete, ergo Jungfern, durch ein Erbe in den Besitz der Lage kamen. Andere bilden die Besiedlungsgeschichte eines Ortes ab und weisen vor allem darauf hin, durch wen der Weinbau gegen Ende des 1. Jahrhunderts in deutsche Lande gelangte. Diesseits des Limes erinnern etwa der „Römerlay“ im Ruwertal oder der „Römergarten“ bei Briedern an die Ahnherren der Mosterzeugung. Die Römer brachten jedoch nicht nur die Kunst der Traubenzucht ins kalte Germanien – die römische Kirche fasste im Frühmittelalter nach und nach Fuß und mit ihr immer mehr Klöster, die große Gebiete unter ihren Einfluss brachten. Der Großteil der deutschen Lagen hat deswegen auch einen meist recht naheliegenden Bezug zum Christentum, „Klosterstücke“, „Jesuitengärten“, „Kirchenpfade“ oder „Abtsberge“ gibt es deutschlandweit zuhauf. Machen wir uns also auf die Suche nach etwas Außergewöhnlicherem, etwa in Lorchhausen. Für den sofortigen Eingang der Trinkerseele in das Himmelreich sorgt der Konsum eines von dort stammenden „Seligmachers“ wahrscheinlich nicht. Er hat eher etwas mit den Pflanzen zu tun, die dort damals an den Mauern wuchsen: die durch ihre weichen Kätzchen als Palmsonntagsschmuck beliebten Sal-Weiden standen in mittelhochdeutscher Zeit Pate für die Namensgebung. Diese wurden damals als „salhe“ bezeichnet, das durch sie begrenzte Gebiet war lateinisch gesprochen eine „maceria“, eine Einfriedung.

Einen umgekehrt nicht vermuteten, aber tatsächlichen religiösen Hintergrund birgt die Trittenheimer „Apotheke“. Diese Mosellage hat nämlich nichts mit Gesundheit zu tun und auch wenn ein guter Wein aufs wolkige Gemüt oft wie ein Medikament zu wirken vermag, rührt der Name vielmehr daher, dass in früheren Zeiten ein Abt aus dem 30 Kilometer entfernten Trier hier seine Besitzungen hatte, die Lage war somit „aptig“, was der im örtlichen Dialekt so bezeichneten „Apdikt“, der Apotheke, zum Verwechseln nahe kommt. 

Wer statt trockener Herleitungen lieber eine Geschichte erzählt bekommen möchte, sollte einen Stopp in Sasbachwalden im Schwarzwald machen. „Alde Gott“ heißt die örtliche Weinlage, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts wohl ähnlich brachlag wie die meisten anderen Teile der Landwirtschaft. Der Dreißigjährige Krieg hatte ganz Deutschland verheert, viele Ortschaften waren niedergebrannt, ihre Bewohner durch Krankheit, Hunger und Gewalt dahingerafft worden. Durch diese trostlose Gegend kam ein einsamer Wanderer, der seit Tagen keine Menschenseele zu Gesicht bekommen hatte. Plötzlich jedoch stand eine junge Frau am Wegesrand, woraufhin er im Freudentaumel ausrief: „De alde Gott lebt noch!“ Eingedenk dieses Zeichens wurde ein Bildstock mit ebenjenen Worten aufgestellt, die man später auf den angrenzenden Weinberg übertrug.

Hin und wieder trifft man jedoch auch auf ganz und gar nicht christliche Namen, etwa die „Hölle“ in Hochheim im Rheingau. Die Südlage, noch dazu früherer Besitz des Kölner Domkapitels und des Erzbistums Mainz, birgt aber in seinem Tonmergelboden nicht den Zugang zum Reich des Teufels, sondern lässt sich wieder einmal aus dem Mittelhochdeutschen herleiten, wo der Begriff „halda“ einen steilen Hang bezeichnete – gleiches gilt für den „Höllenberg“ in Assmannshausen. Der „Höllenpfad“ im pfälzischen Grünstadt hingegen verweist quasi auf das Gegenteil dessen, was vor dem inneren Auge entsteht: kein dunkler Weg in den feurigen Pfuhl, sondern schlicht und einfach ein „heller Pfad“. 

Einen weiteren großen Fundus liefern neben Römern und Katholizismus Tierbezeichnungen. Häufig verband man mit diesen dionysische Kulte, ein Relikt aus heidnischer Zeit, von dem man sich offenbar gute Ernten versprach. Mythologisch besonders aufgeladen ist die Ziege, was sich in Namen wie „Geispfad“ in Traben-Trarbach, der „Zickelgarten“ in Ockfen an der Saar und besonders in diversen Wortschöpfungen mit „Bock“ zeigt. Aber auch der Hase galt als Fruchtbarkeitssymbol und hielt des Öfteren als Namenspate her, etwa beim Neumagener „Häschen“ oder dem „Hasenläufer“ in Brauneberg. Ebenfalls an der Mosel, in Zell nämlich, erwartet uns die Großlage „Schwarze Katz“, die es ihrerseits aber noch nicht allzu lange gibt: ihre Vorgängerlagen „Petersborn“ und „Kapertchen“ wurden im 19. Jahrhundert nach dem Tier benannt, das der vor Ort gern und ausschweifend erzählten Begebenheit nach im Jahre 1863 einen Disput zwischen drei Aachener Weinhändlern entschied. Diese konnten sich spätabends nach einer ausgedehnten Probe nicht auf eines von drei Fässern festlegen und diskutierten wild herum, als plötzlich die schwarze Katze des Hausbesitzers erschien und sich buckelnd just auf das Fass setzte, aus dem sich die Männer gerade noch ein Gläschen genehmigen wollten. Zum Erstaunen selbiger verteidigte sie den Tropfen durch Fauchen und Kratzen aufs Äußerste, was die Händler darauf schließen ließ, dass es sich hierbei ohne Zweifel um den besten Wein handeln müsse. Sie kauften also den gesamten Bestand auf und vertrieben ihn zurück in der Heimat unter dem Namen des Stubentigers, der sie unfreiwillig so gut beraten hatte.

Ähnlich populär ist ein anderes Tier in einem kleinen Ort an der pfälzischen Weinstraße: die Mußbacher „Eselshaut“ entstand wohl dadurch, dass auf der Fläche, auf der heute die Reben stehen, früher einmal Heu gemäht wurde – dieser Vorgang heißt im Mittelhochdeutschen „houwet“. Und da jenes Heu offenbar für die in nahen Stallungen gehaltenen kleinen Verwandten des Pferdes bestimmt war, haben wir es mit einer Esels-Heuernte als Ursprung zu tun. 

Beim „Saumagen“ in Kallstadt hingegen müssen wir nicht allzu lang in der Sprachwissenschaft umherirren, um zum Ursprung zu gelangen: die Parzelle hat, so wird sicher irgendwann einmal jemanden beim Blick auf eine Karte der Region aufgefallen sein, schlicht sackartige Umrisse und gemahnte daher wohl an die pfälzische Spezialität. Einen ebenso trivialen Ursprung hat übrigens die Oberbergener „Baßgeige“ am Kaiserstuhl.

Oft tauchen neben Haus- und Nutztieren auch durchaus seltsame Fabelwesen auf: die „Meerspinne“ in Gimmeldingen etwa. Mitnichten ist aber ein achtbeiniges Monster der Nordsee entstiegen und hat sich dreist in der Pfalz niedergelassen, vielmehr ist die Hanglage schon immer relativ steil gewesen und erforderte aus diesem Grund in vorindustrieller Zeit ein weiteres Zugpferd. Aus dem Einspänner wurde so ein Mehrspänner und dieser im Dialekt der Gegend irgendwann einfach als Lagenbezeichnung übernommen. Eine alternative, aber leider deutlich trockenere Herleitung besagt, dass es sich lediglich um eine zusammengesetzte Ortsbeschreibung aus „mer“, was vor einigen Jahrhunderten ein Wasserloch meinte, und „wünne“ handelt, was wiederum für ein Weideland meint. Ein Weinberg am Wiesentümpel also. 

Eine der bekanntesten Lagen der Pfalz, das Forster „Ungeheuer“ lässt sich wohl genauso wenig auf eine blutrünstige mittelalterliche Sage zurückführen, sondern rührt wahrscheinlich daher, dass ein Beamter aus dem nahen Deidesheim im 17. Jahrhundert so hieß: Johann Adam Ungeheuer. Ebenso profan geht es beim Wachenheimer „Gerümpel“ zu: diese Lage ist nicht etwa besonders ungepflegt, sondern hatte in grauer Vorzeit lediglich Vorbesitzer, die sich Grympel nannten. 

Ob nun die „Goldgrube“ in Bockenheim (Pfalz) etwas damit zu tun hat, dass hier besonders hochpreisiger Wein angebaut wird, soll zum Schluss augenzwinkernd offengelassen werden, klar ist aber: zu einem guten Tropfen gibt es in Deutschland häufig genug eine interessante Anekdote über Land und Leute dazu, man muss zwischen zwei Gläschen nur mal nachfragen. Text: Dario Sellmeier

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Vinos de Encostas Xose Lois Sebio Coios

Wein · Rotwein · Bierzo · Spanien

Xosé Lois Sebio Coios ist ein kühler, eleganter Mencía aus uralten Reben im Anbaugebiet Bierzo. Er glänzt vor Würze, Säure und Saftigkeit: innere Kraft, mineralische Frische, viel rote Frucht und eine subtile Eleganz, die sich bei jedem Schluck aufs Neue zeigt.


Bierzo / Valtuille

Die uralten Mencía-Reben stammen aus der Lage O Val in Valtuille in der DO Bierzo (Kastilien-León). Diese Gegend gilt als kältester Teil von Valtuille, aus dem gemeinhin die besten Weine des Bierzo kommen. „Coios" bedeutet Felsbrocken und verweist auf das karge, mineralische Terroir. Erzeuger ist Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Mencía von alten Reben. Der Ausbau betont die kühle, frische und mineralische Stilistik und bewahrt die saftige rote Frucht sowie die feine Eleganz des Weins. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase viel rote Frucht, florale Noten, feine Würze und klare Mineralität. Am Gaumen kühl, frisch und saftig, mit innerer Kraft, lebendiger Säure, fein gewobenen Tanninen und subtiler Eleganz; langer, mineralischer Abgang.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren, gern leicht gekühlt – ein eleganter, vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pilzgerichten, Wurst und mittelreifem Käse.


Lage: DO Bierzo, O Val in Valtuille (Kastilien-León, Spanien); Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas)
Klassifikation: DO Bierzo – 100 % Mencía (alte Reben), trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetonter Ausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Chateau Mazeris Canon Fronsac 1998

Chateau Mazeris Canon Fronsac aus dem Jahre 1998.

 

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2020

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2020 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Pian del Ciampolo ergibt das einen saftigen, samtigen Wein mit viel Trinkfluss und feiner Balance.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Champagne Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 2 Grand Cru

Champagner · Côte des Blancs · Chardonnay · Grand Cru

Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 2 Grand Cru ist die zweite Kreation der limitierten Recueil-Reihe. Die Trauben stammen von alten Chardonnay-Reben aus zwei renommierten Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs – je zur Hälfte aus Le Mesnil-sur-Oger und Oger. Eine einmalige Cuvée, die ausschließlich für diesen Jahrgang entstand. Im Glas präzise, tiefgründig und salzig-mineralisch.


Côte des Blancs

Die Trauben stammen aus den Grand-Cru-Dörfern Le Mesnil-sur-Oger und Oger in der Côte des Blancs. Die Ton-Kalk-Böden auf Campanien-Kreide sorgen für Struktur und Finesse, die alten Reben für Ausdruck und Dichte.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) von alten Reben. Beide Partien wurden direkt am Presshaus vereint und in nur einem einzigen Edelstahltank ausgebaut. Nach zehn Monaten im Tank ruhte der Wein über 50 Monate auf der Hefe, bevor er degorgiert wurde.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Am Gaumen präzise und tiefgründig, mit kühler Mineralität, saliner Frische und eleganter Reife. Struktur und Dichte treffen auf Finesse. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Le Mesnil-sur-Oger & Oger (Grand Cru), Côte des Blancs (Champagne); Ton/Kalk über Campanien-Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Blanc de Blancs
Ausbau: ein einzelner Edelstahltank, 10 Monate Tank + über 50 Monate Hefelager

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Markus Schneider Grauburgunder

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Grauburgunder ist ein sehr sortentypischer Grauburgunder aus der Pfalz – saftig, gehaltvoll und zugänglich.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das warme Klima und die vielfältigen Böden der Region bringen gehaltvolle, fruchtbetonte Burgunderweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau stellt die sortentypische, fruchtbetonte und gehaltvolle Stilistik in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase sortentypische Aromen von reifer Birne und Melone. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit klarer Frucht, weicher Säure und einem runden, feinen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Gutswein – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: fruchtbetont und gehaltvoll

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

La Delicieuse Mayonnaise 250 ml

Feinkost · Mayonnaise · Belgien

Conserverie & Moutarderie Belge La Délicieuse Mayonnaise ist eine feine belgische Mayonnaise nach traditioneller Art. Belgische Mayonnaise gilt als besonders reichhaltig – mit hohem Eigelb-Anteil und cremiger Textur. Vollmundig, samtig und aromatisch. Vielseitig in der Küche einsetzbar.


Herkunft

Die Conserverie & Moutarderie Belge ist ein belgisches Traditionshaus für Senf und Feinkost-Spezialitäten. Belgien ist für seine reichhaltige, eigelbbetonte Mayonnaise bekannt – ein fester Bestandteil der Landesküche, etwa zu Pommes frites.

Anbau und Verarbeitung

Hergestellt nach traditioneller belgischer Art mit hohem Eigelb-Anteil. Das verleiht der Mayonnaise ihre cremige, vollmundige Textur und den aromatischen Geschmack.

Geschmack

Cremig und samtig, vollmundig im Mund. Aromatisch und ausgewogen, mit feiner Würze.

Am Tisch

Vielseitig: als Dip, zum Verfeinern von Salaten oder als Basis für Saucen.

Klassische Begleitung: Pommes frites, gegrilltes Fleisch, Fisch, Sandwiches und Gemüse.


Hersteller: Conserverie & Moutarderie Belge (Belgien)
Produkt: La Délicieuse Mayonnaise
Sorte: Mayonnaise nach belgischer Art
Herkunft: Belgien
Verarbeitung: traditionell hergestellt, eigelbbetont
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.08.2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Franck Bonville Pur Avize Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Pur Avize 2018 ist die pure Ausdruckskraft eines großen Terroirs. Nach über fünf Jahren Reife auf der Hefe und unter Naturkork entfaltet dieser Blanc de Blancs seine ganze Größe – schnörkellos, glockenklar und geradezu kristallin, eine Hommage an das Terroir von Avize.


Champagne / Avize

Franck Bonville ist in Avize an der Côte des Blancs beheimatet. Die Trauben für den Pur Avize stammen aus drei renommierten Lagen, die das Herzstück des Dorfes bilden: Les Avats, Les Maladries und Les Chapelles. Diese Parzellen umarmen das Dorf förmlich und tragen seine typische Charakteristik – eine kühle, kalkige Frische mit feiner Spannung – in sich.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus Grand-Cru-Lagen. Der Champagner reifte über fünf Jahre auf der Hefe unter Naturkork in den kühlen Kellern der Maison Bonville, was ihm Tiefe, Präzision und kristalline Klarheit verleiht. In der Geschmacksrichtung extra brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase zarte Zitrusfrucht, ein Hauch weißer Blüten, frische Mandeln und etwas nasser Stein, die sich mit jedem Moment weiter öffnen. Am Gaumen schnörkellos, glockenklar und kristallin, mit Eleganz, Energie und Tiefe; die feine, zurückhaltende Frucht tritt hinter die Mineralität zurück, die das lange, salzig-frische Finale trägt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren – als großer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Krustentieren und feiner Küche.


Lage: Champagne, Grand Cru Avize (Parzellen Les Avats, Les Maladries, Les Chapelles), Frankreich; Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, extra brut
Ausbau: über 5 Jahre Hefereife unter Naturkork
Jahrgang: 2018

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Australien

Gaelic Cemetery Vineyard Shiraz 2006

Rotwein · Clare Valley · Shiraz

Shiraz Clare Valley Gaelic Cemetery Vineyard Single Vineyard South Australia 24 Monate Barrique 2006

Der Gaelic Cemetery Vineyard Shiraz 2006 ist ein gereifter Single-Vineyard-Shiraz aus dem Clare Valley – aus einem ertragsarmen Weinberg neben dem historischen Friedhof der schottischen Pioniere der Region. Tief, würzig und überraschend elegant, ein Wein mit großer Reifetiefe.


Gaelic Cemetery – Single Vineyard im Clare Valley

Gaelic Cemetery Wines ist ein Joint Venture von Winzer Neil Pike und Vigneron Andrew Pike (Pikes Wines) mit dem Weinbauer Grant Arnold. Das erklärte Ziel: kleine Mengen kompromissloser Clare-Valley-Weine zu erzeugen, die Rebsorte, Jahrgang und die Einzigartigkeit des Ortes widerspiegeln. Der Ansatz ist bewusst minimalistisch – das Distel-Motiv auf dem Etikett stammt von einem alten Grabstein des Friedhofs.

Der Weinberg wurde 1996 von Grant Arnold angelegt – unmittelbar neben dem historischen Gaelic Cemetery, der Begräbnisstätte der schottischen Pioniere, rund fünf Kilometer nördlich des Ortes Clare (daher der Name). Das Pflanzgut stammt von Pikes' Shiraz-Blöcken aus Polish Hill River. In einem versteckten Tal der Clare-Hügel gelegen, ostexponiert beim White Hut, gehört der ertragsarme Weinberg stets zu den am frühesten reifenden Shiraz-Lagen der Region und liefert Trauben mit bemerkenswert harmonischen pH- und Säurewerten.

Jahrgang 2006 – Clare Valley

2006 gilt im Clare Valley als sehr guter Shiraz-Jahrgang, der tief gefärbte, konzentrierte und gut strukturierte Rotweine mit reifer Frucht hervorbrachte. Mit inzwischen rund zwei Jahrzehnten Flaschenreife zeigt der Gaelic Cemetery seine ganze Tiefe – die jugendliche Frucht ist gereifter, vielschichtiger Tertiäraromatik gewichen.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2006, trocken.

Bewusst zurückhaltende „hands-off"-Vinifikation, die dem Weinberg den Vortritt lässt. Reife über 24 Monate in neuen und gebrauchten burgundischen Barriques – ein Holzregime, das auf Finesse statt Wucht zielt und die Eleganz der Lage betont.

Im Glas

Tiefes, reifes Granatrot. In der Nase ein vielschichtiges Bukett aus dunkler Frucht – Brombeere und reife Pflaume –, ergänzt um würzige Noten von schwarzem Pfeffer, Lakritz, Leder und Tabak sowie feine, mit der Flaschenreife gewachsene erdige und balsamische Anklänge. Am Gaumen vollmundig und doch elegant gebaut, mit reifen, geschliffenen Tanninen, guter Frische und langem, würzigem Nachhall.

Ein gereifter Single-Vineyard-Shiraz von Finesse – Clare-Valley-Tiefe mit burgundischer Eleganz.

Auf der Höhe seiner Reife; ein gereifter Wein dieses Alters sollte vorsichtig geöffnet und behutsam dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Clare Valley, Gaelic Cemetery Vineyard, White Hut/Stanley Flat nördlich von Clare (South Australia); ostexponiert, ertragsarm, gepflanzt 1996
Klassifikation: Clare Valley, Shiraz (trocken); Single Vineyard
Ausbau: 100 % Shiraz; 24 Monate neue und gebrauchte burgundische Barriques; minimalistische „hands-off"-Vinifikation

Mehr erfahren ...