Vina Tondonia 1973 – Zeitlos

Vina Tondonia Gran Reserva 1973 – Rioja – Spanien

Die Farbe schimmert ziegelrot im Glas, und mit blossen Augen lässt es sich auch sehr gut durch diesen fast fünfzig Jahre alten Wein hindurch schauen. Zerbrechlich wirkt dieser 1973er Vina Tondonia, und die Sorge, dass dieser Tropfen schon alles Zeitliche gesegnet hat, ist natürlich groß. Aber wie so oft bei den klassisch oxidativ ausgebauten Weinen der Kellerei R. López de Heredia, sind diese Sorgen vollkommen unbegründet.

Im Duft finden sich Maggikraut, Pilzkulturen und Herbstlaub wieder. Jegliche Frucht ist dem Rioja abhanden gekommen, bzw. über diese hat er wahrscheinlich auch niemals verfügt, denn das ist niemals der Tondonia Stil gewesen. Beim ersten Schluck erkennt man die immer noch vitale Säurestruktur und den Biss, über den dieser Tinto noch verfügt. Elegant, frisch und mit erdigen Aromen gespickt passt hier alles ziemlich genial zusammen. Das hat einen ungeheuren Trinkfluss, begeistert durch seine eigenständige Art und lässt den nicht vorhandenen Hut vor der Weinmacher Kunst dieses Hauses ziehen.

Fein, lang und vibrierend frisch auch der mittellange Nachhall. Überhaupt kein Hau drauf! Einem zeitlosen feinen Geist ist man hier perplex und hingebungsvoll erlegen.

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Spirituosen

Faude feine Brände Mandarinen aus Sizilien / Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Mandarine aus Sizilien ist ein intensiv-fruchtiger Mandarinengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus der biologisch angebauten sizilianischen Sorte Ciaculli – vollreif geerntet unterhalb des Ätna, mit dem vollen Duft des Mandarinenhains im Glas.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Mandarinen der Sorte Ciaculli stammen aus biologischem Anbau in Sizilien, von Florians Erzeuger Giancarlo unterhalb des Ätna. Die besonders intensive Sorte wird auch von der Slow-Food-Bewegung geschätzt.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die vollreifen Mandarinen werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach reifen Mandarinen, mit feiner ätherischer Würze. Am Gaumen saftig-fruchtig und ausdrucksstark, mit klarer Zitrusfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Mandarinengeist (Zitrus-Geist), Bio-Mandarine Sorte Ciaculli aus Sizilien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Aux Chaumes 2023

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2023 Aux Chaumes

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Aux Chaumes 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein präziser, saftiger Pinot Noir aus einer Einzellage auf dem Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges – reine, energiegeladene Frucht mit der unverwechselbaren Cathiard-Handschrift.


Aux Chaumes – Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges

Aux Chaumes liegt auf einem Plateau oberhalb der großen Premiers Crus von Nuits-St-Georges, von Les Pruliers bis Les Saint Georges. Der Boden ist überwiegend Kalkstein mit etwas Ton; stilistisch steht die Lage zwischen der gourmandhaften Pièce Dame Marie und der mineralisch-linearen Dames Huguette – breiter und geschmeidiger.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar in den Hautes Côtes; 2023 ist der fünfte Jahrgang dieser Cuvée unter Sébastien Cathiard.

Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Die kühlere Höhenlage spielt gerade in warmen Jahrgängen ihren Vorteil aus: kühle Reife und nahtlose Trinkigkeit bei erhaltener Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Ein subtiles, florales Bouquet mit Präzision und reiner, energiegeladener roter Frucht – Himbeere und Johannisbeere, eine Spur dunkler als beim regulären Hautes-Côtes. Am Gaumen mundfüllend und geschmeidig, mit reifen, griffigen Tanninen und einem salzig-mineralischen, saftigen Abgang.

Reine, energiegeladene Frucht auf salzig-mineralischem Grund – Hautes Côtes mit Cathiard-Präzision.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2026–2032. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Federwild, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein eleganter, saftiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits „Aux Chaumes"; Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges, überwiegend Kalkstein mit etwas Ton
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, ~10 Tage Kaltmazeration, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

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Weine

Monteabellon Verdejo

Wein · Weißwein · Rueda · Spanien

Monteabellón Verdejo ist ein reinsortiger Verdejo aus der DO Rueda von über 30 Jahre alten Reben – fruchtbetont und zugleich mineralisch. Feinste subtile Fruchtaromatik mit gut eingerahmten Mandeltönen und weißem Pfirsich in Duft und Geschmack, knackig und frisch.


Rueda / Kastilien-León

Die DO Rueda ist die spanische Heimat des Verdejo. Der Wein geht auf die Idee des umtriebigen Önologen Isaac Fernández und Juan Manuel García Aparicio zurück, einen eigenen, charaktervollen Verdejo auszubauen. Gefunden wurde dafür ein Wingert mit über 30 Jahre alten Verdejo-Reben; der Debütjahrgang 2008 wurde vom Feinschmecker prompt zum besten Rueda-Weißwein gekürt. Kontinentales Klima und kiesig-sandige Böden prägen den Stil.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Verdejo von alten Reben. Die kühle Vergärung im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik, die Frische und die mineralische, bodengeprägte Art des Weins. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Blasses Strohgelb. In der Nase weißer Pfirsich, subtile helle Frucht und gut eingerahmte Mandeltöne, dazu ein typischer Anklang von Fenchel und Kräutern. Am Gaumen knackig und frisch, mineralisch und gut strukturiert, mit sauberem, animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Tapas, Geflügel, Spargel und frischem Käse.


Lage: DO Rueda (Kastilien-León, Spanien); Bodegas Monteabellón (Isaac Fernández)
Klassifikation: DO Rueda – 100 % Verdejo, trocken
Ausbau: kühle Edelstahlgärung (alte Reben, >30 Jahre)

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Frankreich

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Montée 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Montée de Tonnerre rechtes Serein-Ufer · 2,5 ha Kimmeridgium · blauer Ton 2018

Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der größten Premier-Cru-Lagen von Chablis – auf Grand-Cru-Niveau. Energiegeladen und mineralisch, von einer der legendärsten und rarsten Adressen der Region.


Montée de Tonnerre – Premier Cru auf Grand-Cru-Niveau

Montée de Tonnerre liegt am rechten Serein-Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft der Chablis Grand Crus und gilt als einer der besten Premier Crus überhaupt. Raveneaus Parzelle umfasst 2,5 Hektar in Westausrichtung; die Reben stammen zu je einem Drittel aus den 1950er-, 1970er- und 1990er-Jahren. Der Boden besteht aus kimmeridgischem Mergelkalk und blauem Ton – Grundlage für energiegeladene, mineralreiche Weine.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet (die Familie ist mit den Dauvissat verbunden), zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen und mit großem Reifepotenzial.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Montée de Tonnerre (1er Cru), Chablis; rechtes Serein-Ufer nahe den Grand Crus; kimmeridgischer Mergelkalk & blauer Ton, Westlage, 2,5 ha, Reben aus den 1950er/1970er/1990er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Amoureuses 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses 2019 13,50 % vol

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019 stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – Groffier ist hier der größte Einzelbesitzer. Ein intensiver, salin-mineralischer Pinot Noir in Grand-Cru-Statur.


Les Amoureuses – die Lage

Les Amoureuses gilt als die berühmteste der 24 Premier-Cru-Lagen von Chambolle-Musigny und als einer der besten Weinberge der Welt – ein Anwärter auf eine künftige Grand-Cru-Klassifizierung. Die Lage liegt am südlichen Ende der Gemeinde, oberhalb von Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny, an den Kalksteinhängen der Côte d'Or.

Der kalkhaltige Boden ist hier besonders leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in die Felsspalten zwingt – kleine, konzentrierte Beeren sind die Folge. Die stufenförmige, überwiegend südöstlich ausgerichtete Hanglage gibt reichlich Sonne bei Schutz vor der intensiven Nachmittagssonne, sodass Reife nie auf Kosten der Säure geht. Groffier bewirtschaftet hier rund einen Hektar mit etwa 60 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war in der Côte de Nuits ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen und hoher Konzentration.

Trotz der Reife blieb eine bemerkenswerte Frische erhalten – die Weine zeigen dichte, reife Frucht, festes Tannin und großes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, 13,50 % vol.

Vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in rund 20–25 % neuem Holz. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden bei Groffier jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Eindrucksvoll tiefes, reiches Purpur. Eine fesselnde Nase mit intensiver schwarzer Kirsche, Veilchen, Waldboden und Graphit. Am Gaumen mittelgewichtig mit muskulösem Tannin und festem Griff, dazu eine ausgeprägt saline, an Austernschalen erinnernde Mineralik; üppiger Charakter, aber nie überreif – die frische Säure hält die Spannung bis in den sehr langen Nachhall.

Intensiv, üppig und salin-mineralisch – ein Amoureuses in Grand-Cru-Statur, getragen von frischer Säure.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Rind, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); leichter Kalkboden über hartem Kalksteinunterboden, alte Reben (~60 J.), ca. 1 ha (Groffier)
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Amoureuses), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; ~20–25 % Neuholz

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Rebsorten

Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021

Weißwein · Rüdesheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Rüdesheimer Berg Rottland Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südhang Tonschiefer · Löss · verwitterter Schiefer trocken · großes Holzfass Spontangärung · naturnah 2021

Der Georg Breuer Rüdesheimer Berg Rottland Riesling 2021 stammt aus einer der renommiertesten Steillagen des Rheingaus. Ein kühler, feuchter Sommer prägte diesen Jahrgang – das Ergebnis ist ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling voller Frucht, ohne schwer zu wirken.


Rüdesheimer Berg Rottland – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Es blickt auf eine lange Tradition zurück und wird heute von Theresa Breuer und Betriebsleiter Hermann Schmoranz mit Unterstützung des Kellermeisters Markus Lundén geleitet. Der Stil ist kühl und geschliffen: frühe Lese, naturnahe Bewirtschaftung und ein herkunftsbetonter, zurückhaltender Ausbau.

Dieser Riesling wächst auf steilen, südlich ausgerichteten Hängen des Berg Rottland bei Rüdesheim. Die Böden aus grau-blauem Tonschiefer, humusreichem Löss und verwittertem Schiefer tragen dazu bei, dass die Trauben früh reifen und ihre Komplexität entwickeln.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der 2021er erzählt die Geschichte eines kühlen, feuchten Sommers, der Winzer wie Reben auf die Probe stellte. Das Ergebnis ist ein Weißwein von bemerkenswerter Vielfalt und Charakter – mit rassiger Säure, feingliedriger Struktur und großer Frische, ganz im klassischen, kühlen Rheingau-Stil.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Rüdesheimer Berg Rottland, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Tonschiefer, Löss und verwittertem Schiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er Finesse, Mineralität und ein enormes Reifepotenzial. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein mineralischer, kraftvoller und dennoch subtiler Riesling: Noten von reifer Ananas und Südfrüchten, dazu eine Spur grünem Tee und feine Kräuteranklänge über einer schiefrig-salzigen Mineralität. Am Gaumen voller Frucht, ohne schwer zu wirken, mit rassiger Säure, Eleganz und Tiefe, die bereits jetzt auf beeindruckende Länge und Spannung schließen lassen.

Reife Ananas und Südfrüchte mit einer Spur grünem Tee über schiefriger Mineralität – kraftvoll und dennoch subtil, voller Frucht ohne Schwere, mit Eleganz, Tiefe und Spannung.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Rüdesheimer Berg Rottland, Rheingau; steile, südlich ausgerichtete Hänge; grau-blauer Tonschiefer, humusreicher Löss und verwitterter Schiefer
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; naturnahe Bewirtschaftung

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Spanien

Envinate Palo Blanco Las Molinas blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Los Realejos Lage Las Molinas (seit 1897) Envínate Vulkanboden · ~550 m 100-J.-Reben 1.500-l-Holzfass 2024

Der Envínate Palo Blanco Las Molinas 2024 ist ein reinsortiger Listán Blanco aus dem Filetstück eines uralten Vulkan-Weinbergs – unfassbar straff, mit mineralischer Struktur und gletschergleicher Säure. Ein authentisches, kleines Meisterwerk.


Las Molinas – uralter Weinberg über Los Realejos

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Las Molinas ist ein uralter Weinberg in der Gegend von Los Realejos (Valle de la Orotava), der 1897 erstmals dokumentiert wurde – wahrscheinlich sind die Listán-Blanco-Reben hier noch deutlich älter. Sie wachsen auf vulkanischen Böden in rund 550 Metern Höhe. Aus dem Filetstück dieses alten Weinbergs wird der Palo Blanco Las Molinas gewonnen.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-straffen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die uralten Reben und der schonende Ausbau betonen die kompromisslose, herkunftsgenaue Stilistik dieser Einzellage.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion reift dieser straffe, mineralisch strukturierte Weißwein in einem 1.500-Liter-Holzfass – im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Ein unfassbar straffer Weißwein mit mineralischer Struktur: Fenchel, knackiger Apfel, Würze, weißer Tee und leichte oxidative Noten. Am Gaumen lang und explodierend, mit einem ellenlangen Abgang. Die Säure ist prägnant und gletschergleich – ein authentisches, kleines Meisterwerk.

Unfassbar straff und mineralisch – lang und explodierend, mit prägnanter, gletschergleicher Säure.

Profitiert vom Dekantieren; gewinnt mit etwas Luft und Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava, Lage Las Molinas (Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~550 m, vulkanische Böden; über 100 Jahre alte Reben, Weinberg erstdokumentiert 1897
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Selektion aus dem Filetstück der Lage, Reife im 1.500-l-Holzfass; minimal-invasiv, organischer Anbau

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett Riesling Monster 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Monster Mosel Kabinett · fruchtsüß 1,10 ha · reduktiver Ausbau

Der Thörnicher Ritsch „Monster" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein kompromissloser, tief mineralischer Mosel-Riesling aus einer 1,10 Hektar großen Einzelparzelle der Ritsch – eine Riesling-Granate der Extraklasse, die Zeit und Luft braucht.


Thörnicher Ritsch – Parzelle „Monster"

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Monster" ist der Spitzname einer 1,10 Hektar großen, zusammenhängenden Parzelle in der Einzellage Thörnicher Ritsch – schlicht, weil es sich um eine „monstermäßig" große Parzelle handelt. Schon die Namensgebung lässt einen diesem Riesling ehrfurchtsvoll und mit gebührendem Respekt begegnen.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und spannungsreiche Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – Bedingungen, die der kompromisslosen Ludes-Stilistik entgegenkommen.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Wie bei allen Weinen von Hermann Ludes sitzt der erste „Riechschock" tief: Der reduktive Ausbau lässt selbst geübte Trinker innehalten – ganz wie die alten J.J.-Prüm-Weine, die vor Jahrzehnten ebenso unzugänglich dufteten und heute makellos schmecken. Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, keine Schönung, Schraubverschluss. Das „Monster" braucht Luft: am besten einige Stunden, besser noch Tage vor dem Genuss belüften.

Im Glas

Hinter der zunächst verschlossenen Hülle steckt ein Riesling-Meisterwerk: nackter, nasser Stein, grüner Apfel, Weinbergspfirsich in Perfektion und subtile Kräuter. Immer wieder wischt die wunderbar gaumenreinigende Säure den Mund sauber, getragen von einer fesselnden Länge – ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert.

Ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert – eine Riesling-Granate der Extraklasse.

Jung unbedingt lange belüften; großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch, gebratenem Geflügel, würziger asiatischer Küche oder reifem Käse. Ebenso ein faszinierender Solist – mit genug Luft im Glas.


Lage: Thörnicher Ritsch „Monster" (Mittelmosel); 1,10 ha Steillage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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