Das Anbaugebiet Nahe

Die Nahe

Als eines der kleinsten Weinbaugebiete in Deutschland erfährt die Nahe, ein linksseitiger, 120 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins, oft weniger Aufmerksamkeit, als ihr eigentlich gebührt: die Weißweine, die hier vorwiegend kultiviert werden, sind aufgrund des ziemlich trockenen und warmen Klimas kräftiger als zum Beispiel an der Mosel, erhalten ihre ganz eigene Charakteristik aber besonders durch die Böden. Nirgendwo sonst in Deutschland sind diese auf engem Raum so vielfältig und wechseln sich so häufig ab, oft sogar alle paar hundert Meter innerhalb eines Ortes. Fast 200 verschiedene Varianten sollen auf den etwas mehr als 4000 Hektar Anbaufläche versammelt sein. Ob Schiefer und Quarzit an der unteren, Lehmerde, Rotschiefer und Löss an der mittleren oder Buntsandstein und Porphyr an der der oberen Nahe: die Edelsteinstadt Idar-Oberstein im Westen des Gebiets lässt es schon vermuten, der Boden ist extrem mineralienreich  – und davon profitieren besonders die Rieslinge. Positiv wirkt sich auch der im Bundesschnitt recht geringe Niederschlag aus, da der Hunsrück im Norden als natürliche Barriere gegen Regen, Wind und Hagel fungiert.

In der Frühen Neuzeit erstreckte sich, wie in vielen anderen Weinbaugebieten auch, die Anbaufläche noch wesentlich weiter in die für Reben eigentlich eher unwirtliche Umgebung hinein, zog sich dann aber in mehr oder weniger direkte Flussnähe zurück, da man sich nach verheerenden Kriegszerstörungen nur auf die besten Lagen fokussierte. Die Abgelegenheit mancher Güter brachte aber auch Vorteile: am Disibodenberg in Odernheim überdauerten einige Rebstöcke des heutzutage fast ausgestorbenen Weißen Orleans mindestens fünf Jahrhunderte und sind damit die ältesten erhaltenen Reben Deutschlands – vor Brandschatzung und Klimawandel geschützt vielleicht von der heiligen Hildegard von Bingen, die im Mittelalter ebendort ihre Werke verfasste.

Den Ritterschlag als eigenes Weinbaugebiet erhielt die Nahe erst 1971, und bis weit in die 90er hinein unterschied man stur nur zwischen den zwei Bereichen Schloßböckelheim und Kreuznach. Obwohl sicherlich gilt, dass am Unterlauf des Flusses eher klimatisch empfindlichere Reben, insbesondere Burgunder, gedeihen und alkoholischere, dafür säurearme Weine hervorbringen, während im kühleren Luftstrom der Mittelgebirge am Oberlauf die Trauben später reifen und daher reduzierte, präzise Rieslinge besser gelingen, verläuft die Unterscheidung jetzt nach sechs Großlagen, was der Komplexität des Terroirs zumindest etwas mehr gerecht wird.

Anders als an anderen Flüssen gibt es an der Nahe nur wenige Steillagen, die meisten Rebstöcke wachsen auf flachen oder nur sanft ansteigenden Hügellagen mit einer Neigung von selten mehr als 30 Grad. Steilere Lagen finden sich hauptsächlich bei Bad Münster und an den beiden größeren Nebenflüssen Glan und Alsenz, die zwar schon auf pfälzischem Gebiet verlaufen, aber dennoch der Nahe zugerechnet werden. Zu drei Vierteln wird Weißwein angebaut, und während noch Mitte der 90er Riesling und Müller-Thurgau jeweils 25 Prozent der Gesamtfläche in Beschlag nahmen, wurde der Anteil des Müller-Thurgaus halbiert, während der des Rieslings immer weiter anwuchs. Damit stiegen allgemein die Standards, um die es an der Nahe – trotz der seit der Römerzeit fast durchgehenden Bewirtschaftung – nicht immer gut bestellt war: bis ins 20. Jahrhundert hinein subsumierte man Rebensaft von dort schlicht unter dem Begriff „Rheinwein“ und exportierte ihn als Massenware in alle Welt. Einen ersten Versuch zur Verbesserung der Erzeugnisse unternahm der preußische Staat, der 1901 die Königliche Weinbaudomäne Schloßböckelheim-Niederhausen gründete, heute unter dem Namen Gut Hermannsberg bekannt. 1903 pflanzte man die ersten Rebstöcke auf den frisch angelegten Weinbergen, 1907 erfolgte die erste Lese. In der Folgezeit experimentierte man wild mit allen möglichen Arten von Schädlingsbekämpfung, Düngemitteln und Übersee-Gewächsen – dem preußischen Forschergeist an der Nahe verdankt das deutsche Weinwesen so bahnbrechende Innovationen wie die Aufbringung von Pflanzenschutzmitteln per Schlauchsystem, großflächige Beregnungsmöglichkeiten oder den Einsatz größerer landwirtschaftlicher Geräte im Weinberg per Seilwinde. Jahrgänge der 10er und 20er Jahre, die an Finesse und infolgedessen auch am Preis sogar Rheingau und Mosel in den Schatten stellten und die überdies bei vielen Staatsempfängen ausgeschenkt wurden, festigen das strahlende Image. Wie um sich für die Plünderungen der Weinkeller während der französischen Besatzung des Rheinlandes zu rächen, tranken Reichspräsident Hindenburg und Kölns Bürgermeister Adenauer nach deren Beendigung 1926 demonstrativ eine Flasche aus der Spitzenlage Kupfergrube. Auch Nachkriegspräsidenten wie Heuss und Heinemann griffen gern auf die edlen Tropfen zurück – dass sie auch der ehemaligen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner schmecken, darf angenommen werden, schließlich bewährte sie sich 1994 erst als Nahe-Weinkönigin, bevor sie ein Jahr später die Regentschaft über ganz Wein-Deutschland antrat.

An Lagen wie der Kupfergrube mangelte es der Nahe nie, die enormen Möglichkeiten wurden allerdings kaum ausgeschöpft. Erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg brachen einige kompromisslos auf Qualität setzende Familienbetriebe die Dominanz der großen Kreuznacher Platzhirsche. Heute bilden sie als kleine, aber international höchst angesehene Gruppe einen nicht zu unterschätzenden Teil des Rückgrats der deutschen Rieslingwelt, interessant wegen ihrer Eleganz mit gleichzeitig kräftigem Nachdruck und ihres gigantischen Reife- und Lagerpotentials. Rangierte die Nahe in den 90ern preislich noch etwa gleichauf mit dem nach wie vor sehr preisgünstigen Rheinhessen, ist man heute (leider) kein Geheimtipp mehr und sich des eigenen Wertes mittlerweile (zum Glück) durchaus bewusst. Doch aufgrund der klimatischen Veränderungen wird es für den Riesling immer schwieriger, die zunehmende Wärme bekommt ihm oft nicht gut. Experimentierfreudige Jungwinzer setzen daher vermehrt auch auf kräftigere Rotweine wie Syrah und Merlot oder kultivieren exzellente Chardonnays.

Die größte Weinbaugemeinde an der Nahe und auch der Hauptort der ganzen Region ist die malerische Kurstadt Bad Kreuznach mit ihren Römerzeit-Relikten und den trutzigen Häuschen auf der Alten Nahebrücke. Kehrt man dort oder in einer der anderen Orte in Flussnähe ein, so werden einem gerade in traditionsbewussten Wirtschaften die Schoppenweine noch in Remischengläsern aufgetischt. Was der Bocksbeutel den Franken oder die Flöte den Rheingauern, ist dieses sehr schlichte Trinkgefäß mit 200 Millilitern Fassungsvermögen den Nahe-Bewohnern – ein lokales Kulturgut, das es zu bewahren gilt. Um die Entstehung des Namens streiten sich die Sprachwissenschaftler: ob dieser nun daher rührt, dass das Maß Wein, das in alter Zeit die Mönche, im Anschluss an die harte Früharbeit, vor dem Mittagessen zu sich nehmen durften, als Remissorium bezeichnet wurde? Oder sich vom lateinischen „remittere“, also zurückschütten, herleiten lässt, weil der Winzer denjenigen Gästen, die keinen ganzen Schoppen trinken wollten, einfach die Hälfte davon vorsetzte, nachdem er die andere wieder ins Fass gekippt hatte? Oder sollten wir eine Herkunft aus dem Französischen in Betracht ziehen, wo la remise den Holzbau bezeichnet, in dem früher Wein gelagert wurde?

Während man sich dessen also noch unsicher ist, weiß man in Bad Sobernheim an der mittleren Nahe etwas anderes ganz bestimmt: dass Wein nicht nur bei innerlicher Anwendung Vorteile verspricht, sondern auch äußerlich durchaus seinen Nutzen hat. Die dort praktizierte Vinotherapie stammt aus Frankreich und arbeitet mit einem Nebenprodukt der Weinherstellung, dem Traubenkernöl. Wobei „Nebenprodukt“ der edlen Essenz nicht ganz gerecht wird, schließlich braucht es für einen Liter Öl zunächst einmal zwei Tonnen Trauben. Doch der Aufwand soll sich bezahlt machen: während Massagen angewandt soll es aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung gegen Allergien und Hautekzeme helfen. Ähnliche Hautfreundlichkeit wird auch weiteren Anwendungen der Vinotherapie, wie etwa dem Traubenkernpeeling und der Trester-Packung, nachgesagt.

Gesundheit ist aber nicht nur für den Menschen ein Thema, sondern ebenso für den Rebstock: an der Nahe wird, auch wenn es heutzutage landwirtschaftlich gesehen nicht mehr notwenig wäre, an manchen Stellen noch auf natürliche Bioindikatoren zurückgegriffen. Was sehr technisch klingt, ist eigentlich simpel wie genial: man greift auf Pflanzen zurück, die dem Wein vegetativ ähnlich sind, aber eine höhere Empfindlichkeit Schädlingen oder Krankheiten gegenüber haben. Eine solche Pflanze ist, welch ein optisch genialer Zufall, die Rose, die in ihrer lokalen Variante „Naheglut“ im Spätsommer die Dörfer entlang der Naheweinstraße in das fast schwärzlich anmutende Rot ihrer Blüten taucht. In Kombination mit den vielfarbigen Felsen an allen Ecken ergibt das ein herrlich buntes landschaftliches Bild: tief in die Erdgeschichte kann man eintauchen zwischen Bingen und Martinstein, wo sich die Geologien von Nordpfälzer Bergland, Rheinischem Schiefergebirge, Mainzer Becken und Nahe-Hügelland unterirdisch die Hände reichen.

Und während die Winzer in den kleinen Seitentälern des Flusses immer wieder vielversprechende neue Lagen entdecken, kann man sich auch als Konsument sicher sein, stets auf ein neues, auf Flasche gezogenes Juwel aus diesem kleinen Schatzkästchen zu stoßen – und wem die trockenen Mineralbomben nicht zusagen, der findet seinen Liebling mit Sicherheit unter den vielen hervorragenden Süßweinen. Auch und gerade für Kenner bleibt die Gegend um Langenlonsheim, Oberhausen und Monzingen ein wahrer Abenteuerspielplatz. Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Von Winning Chardonnay Royale 2023

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Chardonnay

Chardonnay Chardonnay Royale von Winning · Deidesheim Ruppertsberg · Pfalz trocken komplett im Holz vergoren & gereift Williamsbirne · Kräuter 2023

Der von Winning Chardonnay Royale 2023 wächst in der Ebene von Ruppertsberg und ist komplett im Holz vergoren und gereift. Ein konzentrierter, langer Wein bei großer Frische und viel Zug – elegant.


Chardonnay Royale – Burgundersorte aus Ruppertsberg

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben seinen fassvinifizierten Rieslingen baut von Winning auch Burgundersorten konsequent im Holz aus – der Chardonnay Royale ist dafür ein Paradebeispiel.

Die Trauben wachsen in der Ebene von Ruppertsberg. Zusammen mit dem kompromisslosen Holzausbau bildet diese Herkunft die Grundlage für einen konzentrierten, langen Chardonnay mit großer Frische und viel Zug.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der herkunftsbetonte Holzausbau bewahrte Konzentration, Frische und Zug – Fülle und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Chardonnay aus der Ebene von Ruppertsberg, Jahrgang 2023; 100 % Chardonnay.

Der Wein wird komplett im Holz vergoren und gereift. Dieser Ausbau verleiht ihm Konzentration, Länge und eine feine, elegante Textur, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

Konzentriert und lang, bei großer Frische und viel Zug: Aromen von Williamsbirne, Kräutern und feinem Holz, dazu ein Hauch Zitrus und Haselnuss. Am Gaumen mit herzhafter Säure, feiner Struktur und elegantem, langem Nachhall.

Williamsbirne, Kräuter und feines Holz, konzentriert und lang – bei großer Frische, viel Zug und herzhafter Säure. Elegant!

Ein eleganter, holzgereifter Chardonnay mit gutem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Ebene von Ruppertsberg, Pfalz; Weingut von Winning, Deidesheim
Klassifikation: Chardonnay, Pfalz (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: komplett im Holz vergoren und gereift

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Whisky

Ardbeg Drum

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe Ex-Bourbon + Rum-Fass-Finish non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day 2019

Der Ardbeg Drum ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2019 unter einem karibisch-rhythmischen Motto. Es ist die erste Ardbeg-Abfüllung mit einem Finish in ehemaligen Rum-Fässern: Nach der Reifung in amerikanischer Ex-Bourbon-Eiche lagerte der Whisky abschließend in Fässern aus der Karibik. So trifft der typische Ardbeg-Rauch auf tropische Süße. Non chill-filtered abgefüllt, zeigt diese Version 46 % vol.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Der Drum reift zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und wird anschließend in ehemaligen Rum-Fässern aus der Karibik nachgereift – für Ardbeg eine Premiere. Das Rum-Finish bringt tropische Frucht und Süße in den salzig-rauchigen Ardbeg-Stil. Der Whisky trägt keine Altersangabe und ist ohne Kältefiltration abgefüllt. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase Torfrauch, Meersalz und eine teerige, jodige Note, dazu Banane, gegrillte Ananas, Kokos, Vanille und Toffee sowie Anklänge von Demerara-Zucker und Ingwer. Am Gaumen sirupartig süß und rauchig zugleich: tropische Frucht, rumgetränkte Trockenfrüchte, Schokolade und Pfeffer über einem Fundament aus Asche und Salz. Der Nachhall ist lang, süß-rauchig und würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser holen die tropische Süße hervor. Passt zu gegrilltem Fleisch, Karibik- und BBQ-Gerichten, reifem Hartkäse und dunkler Schokolade. Eignet sich auch als Basis für rauchig-süße Cocktails.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2019)
Ausbau: Ex-Bourbon-Fässer mit anschließendem Rum-Fass-Finish

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Weine

Franck Bonville Champagner Grand Cru Rosé brut

Wein · Champagner Rosé · Champagne · Frankreich

Franck Bonville Grand Cru Rosé Brut ist sehr feinperlig, elegant, klar und reintönig. Eine Assemblage, die die kreidige Spannung des Avize-Chardonnays mit der fruchtigen Eleganz des Pinot Noir aus Ambonnay verbindet – rund und seidig, mit Aromen roter Beeren und der haustypischen Brioche-Note.


Champagne / Côte des Blancs & Montagne de Reims

Franck Bonville ist ein renommiertes Familienhaus aus Avize an der Côte des Blancs, geführt von Olivier Bonville. Dieser Rosé ist die einzige Cuvée des Hauses, in der der Chardonnay auf eine zweite Sorte trifft: Er verbindet die kreidige Mineralität von Avize mit dem Pinot Noir aus dem Grand Cru Ambonnay in der Montagne de Reims – einem der besten Pinot-Terroirs der Champagne.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 90 % Chardonnay (Avize) und 10 % rot vinifiziertem Pinot Noir (Ambonnay). Die Vinifikation erfolgt vollständig im Edelstahl, um Reinheit und Finesse zu bewahren. Nach rund zwei bis zweieinhalb Jahren Hefelager wird der Champagner mit moderater Dosage als Brut degorgiert.

Im Glas

Zartes bis kräftiges Lachsrosa mit feiner, zahlreicher Perlage. In der Nase Walderdbeere und Kirsche, gefolgt von den haustypischen Noten nach Brioche, Vanille und Trockenfrüchten. Am Gaumen rund und seidig, mit knackiger roter Frucht, schöner Mineralität und einer feinen, frischen Balance; salzig-frisches Finale.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als sommerlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, Gemüse-Tians, salzig-süßem Fingerfood und Desserts mit roter Frucht.


Lage: Champagne; Chardonnay aus Grand Cru Avize, Pinot Noir aus Grand Cru Ambonnay (Frankreich); Franck Bonville
Klassifikation: Champagne Grand Cru Rosé – Assemblage aus 90 % Chardonnay & 10 % Pinot Noir, brut
Ausbau: Vinifikation im Edelstahl, ca. 2–2,5 Jahre Hefelager

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Chambolle Musigny Aux Beaux Bruns 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Aux Beaux Bruns · 1er Cru Chambolle-Musigny 0,23 ha · Reben ~40 Jahre · 1.200 Flaschen 18 Monate Holz · 60% neu

Der Chambolle-Musigny Aux Beaux Bruns 1er Cru 2021 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir von Eleganz und Feinheit. Aromen kleiner roter Früchte und ein feiner Abgang mit eleganten Tanninen prägen diesen Wein aus winziger Produktion.


Aux Beaux Bruns – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Les Beaux Bruns liegt im unteren Teil des Dorfes Chambolle-Musigny mit Ostausrichtung. Der Boden ist kalkhaltig und reich an weißem Mergel; eine dünne Kieselschicht an der Oberfläche sorgt für gute Entwässerung. Chambolle-Musigny steht für die feinsten, parfümiertesten Pinots der Côte de Nuits.

Die Parzelle umfasst nur 0,23 Hektar mit rund 40 Jahre alten Reben und liefert im Schnitt etwa 1.200 Flaschen. Erzogen wird im Cordon Royat und Single Guyot; gepflügt wird mechanisch, ohne Düngemittel oder chemische Herbizide, nur mit organischen Bodenverbesserern. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen der Côte de Nuits.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – passend zur duftigen, eleganten Art von Chambolle.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung und Spontangärung mit natürlichen Hefen.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass, davon 60 % neu und 40 % einmal belegt. Seine optimale Reife erreicht der Wein nach rund acht Jahren.

Im Glas

Aromen kleiner roter Früchte, getragen von Eleganz und Feinheit. Am Gaumen fein gezeichnet, mit einem schönen Abgang und eleganten Tanninen.

Kleine rote Früchte, Eleganz und Feinheit über eleganten Tanninen – Chambolle-Musigny in seiner duftigen Form.

In der Jugend zugänglich, seine optimale Reife erreicht der Wein nach rund acht Jahren. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Aux Beaux Bruns (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); kalkhaltig, weißer Mergel, Kiesauflage, Ostlage, 0,23 ha, Reben ~40 Jahre
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz (60% neu, 40% einmal belegt); naturnahe Bewirtschaftung

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Spanien

Envinate Benje tinto 2024

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2024

Der Envínate Benje Tinto 2024 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2024 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Rebsorten

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2024

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2024 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit unendlicher Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk aus einer der mystischsten Weißwein-Appellationen der Welt.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2024 – Puligny-Montrachet

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgte ein früher Austrieb; das feucht-kühle Frühjahr brachte Frost, Hagel und hohen Krankheitsdruck sowie eine uneinheitliche Blüte. Der trockenere Sommer ließ die Trauben langsam und spät reifen – die Lese erfolgte unter strenger Selektion, die Erträge fielen teils dramatisch aus. Die Weißweine zeigen sich entsprechend klar und fein gezeichnet, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und merklich mehr Säurespannung als in den warmen Vorjahren.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Würzig, präzise salzig-mineralisch, fest in der Traubenfrucht und lang und frisch im Nachhall: Dieser Puligny besitzt eine unendliche Dichte und ist am Gaumen unwiderstehlich – fein, zugleich kraftvoll und lang anhaltend. Ein kleines Meisterwerk.

Unendliche Dichte, salzige Präzision, unwiderstehlich am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte

Feinkost · Schokolade · Bergamotte · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte ist eine handgeschöpfte Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil und echter Bourbonvanille, verfeinert mit dem feinen Aroma der kalabrischen Bergamotte. Ihre typisch säuerlich-bittere Note – bekannt aus dem Earl Grey Tee – verleiht ihr elegante Fruchtigkeit und ausgewogene Frische.


Kalabrien

Die Bergamotte ist die Zitrusspezialität Kalabriens im Süden Italiens, wo sie an der Ionischen Küste in besonderer Qualität gedeiht. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen täglich nur rund 500 dieser besonderen Tafeln.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil, verfeinert mit echter Bourbonvanille und kalabrischer Bergamotte. Jede Tafel wird sorgfältig von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Cremige Vollmilchschokolade mit dem feinen, säuerlich-bitteren Aroma der Bergamotte, das an Earl Grey erinnert. Elegant fruchtig, mit einer ausgewogenen Frische und der sanften Süße der Bourbonvanille.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, Tee, Dessertweine und als feines Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Vollmilchschokolade mit Bergamotte
Art: Vollmilchschokolade, 32 % Kakao
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit Bourbonvanille und Bergamotte
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

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Deutschland

Metzger Rivaner trocken Liter -C-

Weißwein · Rivaner · trocken · Pfalz

Metzger Rivaner trocken Liter -C- ist ein fruchtbetonter Weißwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er zeigt Noten von kleinen, saftigen Birnen und etwas Waldmeister. Am Gaumen trocken, im Nachhall bleiben würzige Apfelnoten. Ein unkomplizierter Literwein für jeden Tag.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Der Rivaner – auch Müller-Thurgau – gedeiht hier zu einem fruchtbetonten, unkomplizierten Weißwein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Rivaner (Müller-Thurgau). Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Frische und den trockenen Charakter.

Im Glas

Helles, transparentes Gelb. Sehr fruchtbetont, mit Noten von kleinen, saftigen Birnen und etwas Waldmeister. Am Gaumen trocken, im Nachhall würzige Apfelnoten.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Klassische Begleitung: kräftige Gemüsesuppe oder frisches Bauernbrot mit Zwiebelschmalz und Radieschen.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein, trocken
Ausbau: reinsortig Rivaner (Müller-Thurgau)

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