Weinberufe

Weinberufe

Der Weinbau ist als uralte Kulturtechnik eng mit der Zivilisationsgeschichte der Menschheit verknüpft. Ob als sakrales Kultobjekt, Triebfeder für künstlerische Höchstleistungen, Sold für Krieger fern der Heimat oder festliches Getränk auf den langen Tafeln der Könige: in jeder Epoche hatte der Wein seinen Platz im Leben der Menschen, im Alltäglichen ebenso wie im Transzendenten. Bis er als fertiges Produkt konsumiert werden konnte, verging aber ein langer Weg vieler kleiner Arbeitsschritte, die sich im Laufe der Zeit zu speziellen Berufen und Ämtern ausdifferenzierten. Manche davon sind uns heute noch bekannt, ein Großteil allerdings ist im Dunkel der Geschichte verschwunden – sei es, weil landwirtschaftliche Techniken sich fortentwickelt haben, weil kirchliche und feudalistische Herrschaft einem marktwirtschaftlichen System gewichen sind oder weil sich die Art und Weise des individuellen Konsums verändert haben. Zeit also, sich den Kosmos der Weinerzeugung und -vermarktung im Laufe der Historie einmal genauer anzusehen.

Den Winzer selbst außen vor zu lassen, weil dessen Aufgabe recht selbsterklärend sei und im Grunde keinem tiefgreifenden Wandel unterworfen gewesen wäre, erwiese sich als großer Fehler. Es beginnt damit, dass die „Rebleute“ in aller Regel nicht die Eigentümer der durch sie bestellten Weinberge waren, sondern lediglich als Pächter von kirchlichen oder adligen Besitzungen auftraten oder auch nur für gerade anstehende Arbeiten angeheuert wurden. Dementsprechend waren sie keineswegs über ein kleines irdisches Paradies herrschende und die Früchte ihrer Arbeit genießende Müßiggänger, sondern meist eher arme Familien – die aber ihr Auskommen vor allem deswegen hatten, weil die Arbeiten im Weinberg oft ohne im Unterhalt teure Zugtiere möglich war., ja nur weniger simpler Gerätschaften bedurfte. Zudem waren sie vom sogenannten Flurzwang ausgenommen, der vorschrieb, welche Fruchtfolge im Laufe der Jahre anzubauen war. Und: kaum ein landwirtschaftliches Produkt war derart stark nachgefragt wie Wein.

Dem Winzer zur Seite gestellt wurden Personen, die den Weinberg bewachten – einerseits vor Dieben, andererseits vor gefräßigen Vögeln, vor allem den gefürchteten Starenschwärmen, die innerhalb weniger Tage die gesamte Ernte vernichten konnten. Insbesondere aus Süddeutschland ist dieser Beruf überliefert. Im alemannischen Raum kannte man ihn als „Bammert“, als Bannwart also, der lapidar gesagt die Aufgabe einer menschlichen Vogelscheuche übernahm. Wo man heute zum Schutz auf Schussanlagen und feine Netze zurückgreift, streifte er den lieben langen Tag mit ohrenbetäubendem Gerassel durch den Weinberg. Oft sahen diese Männer derart grausig aus, dass sich bis heute in der örtlichen Fastnacht eine entsprechende Figur gehalten hat. In Südtirol war es bis in die 60er Jahre hinein der Saltner, bei dem eine ähnlich verwegene Kostümierung belegt ist. Mit einem riesigen Hut, über und über mit den verschiedensten Federn und Fuchsschwänzen geschmückt, Halsketten aus Wildschweinhauern und einem breiten bestickten Bauchgurt erinnerten sie auf den ersten Blick an das, was man sich damals landläufig als indianische Tracht vorstellte. Und wurden schnell zu einer touristischen Attraktion, was wiederum zu noch viel groteskeren Verkleidungen verleitete.

Bei allen unterschiedlichen Ausprägungen waren jedoch die Anforderungen an einen potentiellen Weinhüter überall ähnlich: unbescholten sollte er sein, da er meist nicht durch eine Privatperson angestellt war, sondern im Auftrag einer stattlichen Obrigkeit mit entsprechend weitreichenden Befugnissen handelte. Überdies ledig, damit keine ehelichen Verpflichtungen die zeitintensive Arbeit rund um die Uhr behinderten. Hinzu kam eine gute physische Verfassung mit überdurchschnittlicher Körpergröße und ausreichend Kondition, denn die auf den Wachrundgängen zurückgelegten Strecken waren meist immens und oft wurde ein Sprint erforderlich, um Traubendiebe auf frischer Tat zu ertappen. Um sich gegen diese behaupten zu können, waren Weinhüter oft mit Säbeln und Äxten, Hellebarden, manchmal auch mit Schusswaffen ausgestattet. Ähnlich einem Ladendetektiv brachten sie ertappte Diebe zum Besitzer des Weinbergs und strichen dafür eine Prämie ein. Ihre Entlohnung war durchaus üppig und wurde aufgrund ihrer hütenden Funktion als Hutgeld bezeichnet – die Redewendung „auf der Hut sein“ stammt wahrscheinlich aus ihrem Arbeitsalltag.

Ob die auf diese Weise geschützten Reben dann nach der Lese wie schon in der Antike mit den Füßen zerstampft wurden oder man das Auspressen mit Werkzeugen besorgte, war regional sehr unterschiedlich geregelt. In manchen Landstrichen schien schon früh ein Bewusstsein für hygienische Betriebsabläufe vorhanden gewesen zu sein, sodass die Arbeit mit den Füßen stellenweise behördlich untersagt wurde. Auf jeden Fall bedurfte man aber diverser Behältnisse, in denen der Rebensaft gären und lagern konnte. Die Hersteller ebensolcher trugen je nach Herkunft verschiedenste Bezeichnungen, die sich in der Regel von den Namen der Fässer ableiteten. Im niederdeutschen Raum kannte man den Böttcher, der Bottiche herstellte, in Bayern den Schäffler als Erzeuger des Schaffs; geläufigere Bezeichnungen sind Küfner oder eben Fassbinder, was seine Tätigkeit gut zusammenfasst. Von einem Daubenhauer mit den entsprechenden Vorprodukten, den gewölbten Brettern beliefert, setzte er diese zu kleineren und größeren Behältnissen zusammen – in Form gehalten von umlaufenden Fassreifen, die er wiederum von einem Reifschneider bezog. Die Vermarktung in kleinen Flaschen für den Hausgebrauch wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts allgemein üblich. Ein externer Fassbesiegler ermittelte dann auf den Milliliter genau das Fassungsvermögen und vermerkte es an der Außenseite, was in gewissen zeitlichen Abständen wiederholt werden musste. Die Arbeit des Küfers war aber damit lange nicht getan: er organisierte die Pressung, überwachte den Gärprozess und den Ausbau und kümmerte sich um die Klärung. Auch über den Zeitpunkt der optimalen Reife hatte er zu befinden und das Abfüllen in die Wege zu leiten.

War dies alles geschehen, mussten die Fässer zu ihren Zielorten gebracht werden, oft hunderte Kilometer weit. Weinfässer als Fracht hatten durchaus ihre Tücken, denn sie waren extrem schwer, relativ empfindlich, was zu rabiaten Umgang mit ihnen anging und darüber hinaus aufgrund ihres flüssigen Inhaltes in ihrem Schwankverhalten nicht leicht einzuschätzen. Weinkutscher sorgten mit speziell auf diese Transporte ausgelegten Fuhrwerken für den fachgerechten Transport. Weit verbreitet war dabei das heute noch von einigen Moselwinzern zum Ausbau verwendete Fuderfaß, das je nach Region 850 bis 950 Liter fasste. Der Beruf des Schröters oder Faßziehers war ein gleichermaßen nicht ungefährlicher: löste sich beim Schroten, also dem Heraufziehen eines Fasses aus einem Keller, eines der Seile, konnte dieses zurückschnellen und böse Verletzungen verursachen. Noch schlimmer sah es aus, wenn ein Fass unkontrolliert die Schrotleiter, einen hölzernen, mit Fett gleitfähiger gemachten Aufbau hinunterrollte: wer sich nicht mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte, wurde oft gnadenlos zerquetscht.

War der Wein dann schließlich in den Kellern der oft herrschaftlichen Abnehmer verstaut, oblag es dem Mundschenk, die passende Wahl für das festliche Bankett, den deftigen Schmaus nach der Jagd oder einfach nur zur Beseitigung einer kleinen Verstimmung seines Herrn zu wählen. Das Amt des Mundschenks ist ein sehr altes, so alt, dass es im 14. Jahrhundert als eines von vier Erzämtern tradiert wurde, die direkt mit der Kurfürstenwürde verbunden waren: der König von Böhmen war qua Amt Erzmundschenk des Kaisers (auch wenn er diese Aufgabe natürlich niemals selbst ausführte). Der Posten war also hoch angesehen, insbesondere wegen des Vertrauens, das ein Fürst seinem Mundschenk entgegenbrachte – nicht nur im Hinblick auf Geschmack, sondern auch darauf, dass der Wein nicht mit Gift versetzt worden war.

Aber natürlich konsumierte nicht nur der (Geld-)Adel Wein in rauen Mengen – eine durchschnittliche Patrizierfamilie verbrauchte jährlich 3500 Liter, was etwa anderthalb Liter pro Kopf und Tag macht, der zusätzliche Bierkonsum noch gar nicht mitgerechnet. Auch das städtische Kleinbürgertum war gut dabei. Dieses allerdings verfügte meist nicht über eigene Vorräte zuhause. Da alkoholische Getränke damals nahezu ausschließlich in Fässern aufbewahrt wurde, hätte sich ein solches für einen Haushalt, der nicht ständig große Bankette veranstaltete, auch nicht gelohnt – der Wein wäre schlicht verdorben, bevor eine Handvoll Personen ihn zu leeren imstande gewesen wären. Manche Weinhändler füllten für ihre Kunden durchaus in kleinere Gefäße ab, mussten dafür jedoch zusätzlich einen sogenannten Weinmesser beschäftigen, der Abgaben direkt an die öffentliche Hand abführte. In aller Regel trank man aber außer Haus. Kann man heutzutage Weinkarten im Internet abrufen und sich mit zwei Klicks über Angebot und Preise informieren, war das in einer Epoche, in der viele Menschen nicht einmal des Lesens mächtig waren, eine schwierige Angelegenheit. Abhilfe schuf da der Weinrufer. Meist ein städtischer Beamter in entsprechend offizieller Tracht, zog er durch die Gassen und verkündete lauthals, wo und zu welchen Kosten man zechen könne. Man kann ihn durchaus als eine frühe Version von Tools wie TripAdvisor betrachten, fungierte er doch als Bindeglied zwischen Winzern und Gastronomen auf der einen und Endverbrauchern auf der anderen Seite. Er muss dabei in etwa so forsch aufgetreten sein wie jene jungen Männer, die in mediterranen Ländern unbedarfte Touristen auf der Strandpromenade zum Besuch ihrer Restaurants nötigen.

Und wo mit irgendetwas Geld verdient wird, da ist in Deutschland auch der Staat nicht fern, der seinen Anteil fordert. Das war auch schon im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit so. Das sogenannte Ungeld wurde auf Grundnahrungsmittel wie Getreide, Salz, Fleisch und eben Wein erhoben, war also eine klassische Verbrauchssteuer. In manchen Orten haben sind noch die kleinen Akzisehäuser erhalten, die einen Binnenzoll auf eingeführte Konsumgüter erhoben – eine immens wichtige Einnahmequelle. Die Freien Reichsstädte beschäftigten sogenannte Ungelter oder auch Weinsticher, die jeden Wareneingang in Wirtshäusern streng überwachten. Am Ende jedes Monats überprüften sie akribisch den Füllstand der Fässer und berechneten aus der Differenz den zu zahlenden Betrag. Den Begriff Ungeld als „Nicht-Geld“ zu übersetzen, ist zwar naheliegend, führt aber in die Irre. Stattdessen leitet er sich von Ohm-Geld her, wobei Ohm eine alte Bezeichnung für einen Eimer ist. Die Assoziation einer „un“-berechtigten Forderung ist dennoch nicht verkehrt: die im Volksmund übliche Bezeichnung „Böspfennig“ lässt recht eindeutige Rückschlüsse darauf zu, wie die Konsumenten zur Besteuerung ihres Weines standen.

Und damit der teuer bezahlte Wein auch im nächsten Jahr wieder recht gelinge? Muss man halt gut arbeiten. Aber wem das nicht ausreichte, der rief in frommeren Zeiten als der heutigen einen Weinheiligen an. Einen von den sehr zahlreichen, denn im Heiligenkanon der katholischen Kirche sind als solche über 70 Männer und Frauen aufgeführt – darunter sind viele, die man nicht unbedingt mit Wein in Verbindung gebracht hätte. Besonders prädestiniert waren Märtyrer, da man das von ihnen vergossene Blut oft mit Wein in Verbindung brachte, welcher in der christlichen Liturgie ohnehin das Blut Christi symbolisiert und allgemein als wertvolle Gabe Gottes gilt. Der wahrscheinlich bekannteste Weinheilige ist Sankt Martin, jener römische Soldat, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Dieser Umstand hängt mit den Jahrestagen der Heiligen zusammen: am Martinstag, dem 11. November, wurde in vielen Regionen der erste Jungwein verkostet – das sogenannte Martiniloben, das im Burgenland noch heute gefeiert wird. Ein anderer Brauch, der sich erhalten hat, ist die Segnung des Messweins an Sankt Johanni, dem 27. Dezember. Auch die Gemeindemitglieder durften ihren privaten Wein mitbringen, der in der Folge kranken Familienmitgliedern für eine schnelle Genesung gereicht wurde. Der gerade im westdeutschen Raum, besonders in Rheinhessen populärste Weinheilige allerdings ist wohl Urban, der sich der Legende zufolge vor seinen Verfolgern hinter einem Weinstock verbarg. Sein Festtag am 25. Mai fällt in die Zeit der Rebenblüte und wurde mit Prozessionen begangen, bei denen man die hölzerne Heiligenfigur mit Wein übergoss. Und eine Bauernregel besagte: „Wie’s Wetter am Sankt Urbanstag, so der Herbst wohl werden mag“ – man erhoffte sich also auch Erkenntnisse über die meteorologischen Verhältnisse während der Zeit der Lese.

Ein Großteil der alten Berufe ist ausgestorben. Manche existieren unter anderen Namen und mit an die Erfordernisse der heutigen Zeit angepassten Fähigkeiten weiter, etwa der Küfer, der sich heute Weintechnologe nennen darf. Fässer baut er keine mehr, dafür ist seine wissenschaftliche Expertise in der Kellerarbeit umso wichtiger. Oder der Weinberghüter, den man mittlerweile „öffentliche Landeskulturwache“ nennt. Hier spielt Folklore eine große Rolle, aber nicht zuletzt die Erkenntnis, das automatisierte Abschreckung bei den Vögeln immer einen allmählichen Gewöhnungseffekt mit sich bringt, dauerhafte Vertreibung also nur durch einen echten Menschen sichergestellt werden kann. Und schließlich sind viele neue hinzugekommen, etwa der Sommelier und der Weinkritiker. Allgemein ist festzustellen, dass jene Berufe, die im Verwaltungssektor angesiedelt waren, eher an Bedeutung verloren haben, wohingegen der Bereich Marketing mittlerweile immens wichtig geworden ist: war Wein früher ein Alltagsgetränk, das man relativ wahllos rund um die Uhr konsumierte, wird heute deutlich weniger, dafür hochwertiger und bewusster getrunken. Einen ähnlich effektiven Werber wie den Weinrufer hat man dafür jedoch noch nicht gefunden. Text: Dario Sellmeier

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Spanien

Raúl Moreno El Proposito 2023

Weißwein · Vino de Pasto · Palomino

100 % Palomino (Clon 84) Pago Miraflores Alto, Sanlúcar Albariza · Nordlage Reben über 100 Jahre 7 Tage Maischegärung mit ganzen Trauben 8 Monate unter Flor 2023

Der Raúl Moreno El Propósito 2023 ist ein Vino de Pasto aus Palomino von über hundertjährigen Reben im Pago Miraflores Alto in Sanlúcar de Barrameda. Mit den Füßen getreten, sieben Tage mit ganzen Trauben auf der Maische vergoren und acht Monate unter dem Flor gereift: ein unaufgespriteter Weißwein aus dem Sherry-Land, frisch und geradlinig, mit salziger Mineralität und knackiger Säure.


Pago Miraflores Alto – alte Reben auf Albariza

Der Pago Miraflores gehört zu den bekanntesten Lagen von Sanlúcar de Barrameda, nur wenige Kilometer von der Atlantikküste und der Mündung des Guadalquivir entfernt. Die Reben stehen auf Albariza, dem weißen Kalkmergel des Marco de Jerez mit rund 30 bis 40 Prozent Kalkanteil. Der Boden speichert die Winterfeuchte unter einer verkrusteten Oberfläche und gibt sie über den regenlosen Sommer an die Wurzeln ab; die helle Farbe reflektiert die Sonne und hält die Rebzone kühler.

Die Parzelle für El Propósito liegt im höheren Teil der Lage, Miraflores Alto, und ist nach Norden ausgerichtet – im heißen Andalusien die kühlste denkbare Exposition. Dazu kommt der feuchte Westwind Poniente vom Atlantik, der die Nächte abkühlt. Die Reben sind über hundert Jahre alt, tragen wenig und wurzeln tief genug, um auch in Trockenjahren an Wasser zu kommen.

Vino de Pasto bezeichnet die historische Form des Weins aus dieser Region: Palomino, der nicht aufgespritet wird, sondern als Tischwein getrunken – bevor sich im 19. Jahrhundert der Sherry als Exportprodukt durchsetzte. Raúl Moreno gehört zu der kleinen Gruppe von Winzern, die diese Tradition wiederbeleben und zeigen, was die Albariza jenseits der Solera kann.

Jahrgang 2023 – Sanlúcar de Barrameda

Das Weinjahr 2023 war im Marco de Jerez erneut von Trockenheit geprägt. In den Lagen fielen zwischen 425 und 480 Litern je Quadratmeter, deutlich unter den rund 600 Litern eines normalen Jahres. Der Regen kam vor allem im Dezember und Januar; im Juni fielen noch einmal 40 bis 50 Liter, die die Wasserreserven im Boden auffrischten. Hier zeigte die Albariza ihren Wert: Sie hält Niederschlag über Monate fest. Hagel traf im Juni einzelne Lagen im Norden der Denominación, bei Trebujena und Lebrija, nicht aber Sanlúcar.

Die Lese lief vom 3. August bis zum 15. September. Insgesamt wurden im Marco de Jerez 49,9 Millionen Kilo Trauben verarbeitet, rund zwölf Prozent mehr als im besonders kleinen Vorjahr, aber weiter unter dem langjährigen Mittel. Das Lesegut war gesund. Für einen Wein aus Nordlage und alten Reben bedeutet das: moderate Mengen, erhaltene Säure – genau die Voraussetzung für einen Palomino, der ohne Aufspritung auskommen soll.

Fußtreten, ganze Trauben und acht Monate unter Flor

Reinsortiger Palomino (Clon 84) aus dem Jahrgang 2023, trocken. Die Trauben werden zwei bis drei Stunden mit den Füßen getreten – schonender als jede Presse, weil Kerne und Stiele dabei nicht zerbrechen. Es folgt eine siebentägige Maischegärung mit ganzen Trauben, ohne Entrappen und mit sehr sanfter Extraktion. Die Gärung startet spontan in offenen Behältern; gepresst wird noch vor ihrem Ende, damit der Schalenkontakt nicht zu viel Gerbstoff einbringt.

Danach reift der Wein acht Monate unter dem Flor, der Hefedecke, die auch Manzanilla und Fino prägt – in einer gebrauchten Manzanilla-Bota aus Eiche und in einem alten Bocoy aus Kastanienholz zu 600 Litern, in dem früher Amontillado lag. Die Hefe schirmt den Wein vom Sauerstoff ab und gibt ihm die salzig-hefige Note; die alten Fässer bringen eine leichte oxidative Tiefe mit, ohne die Frische zu überdecken. Aufgespritet wird nicht – das unterscheidet El Propósito von jedem Sherry.

Im Glas

Helles Gold mit leichtem Schimmer aus dem Schalenkontakt. In der Nase Kamille, Mandel und ein hefig-salziger Ton aus der Florzeit, dahinter gelber Apfel und Zitrusschale.

Am Gaumen geradlinig und schlank gebaut, mit knackiger Säure und einer salzigen Ader, die bis in den Abgang trägt. Die Maischegärung gibt eine feine Griffigkeit, die alten Fässer einen Hauch Würze und Tiefe. Frische und Herkunft stehen im Vordergrund, nicht die Kraft.

Palomino unter Flor, aber ohne Aufspritung: So schmeckte Sanlúcar, bevor es Sherry gab.

Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter, in einem Weißweinglas. Nach einer Viertelstunde öffnet sich der Wein deutlich. Trinkreif, mit Reserve für einige Jahre.

Am Tisch

Zu Meeresfrüchten und gebratenem Fisch, zu Jamón und Mandeln, zu Tortilla und Tapas sowie zu eingelegtem Gemüse und Oliven. Die salzige Ader und die Griffigkeit aus der Maischegärung tragen auch Schwierigeres: Artischocken, Spargel, Eintöpfe mit Kichererbsen – Gerichte, an denen die meisten Weißweine scheitern.


Produzent Raúl Moreno, Sanlúcar de Barrameda
Rebsorte 100 % Palomino (Clon 84)
Lage Pago Miraflores Alto, Sanlúcar de Barrameda · Albariza · Nordausrichtung
Klassifikation Vino de Pasto (Stilbezeichnung) · trocken, nicht aufgespritet
Jahrgang 2023
Vinifikation Fußtreten · 7 Tage Maischegärung mit ganzen Trauben, ohne Entrappen · Spontangärung in offenen Behältern · Pressung vor Gärende
Ausbau 8 Monate unter Flor in gebrauchter Manzanilla-Bota (Eiche) und Bocoy aus Kastanienholz (600 l)
Rebenalter über 100 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis 2029

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Weine

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % Magnum 1,5 l · 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 in der Magnum stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Schaumweine

Domaine des Tuileries Les Crayères 2021 Brut Nature

Les Crayères 2021 ist der Jahrgangs-Champagner von Bryan Marx und seiner Domaine des Tuileries, zu Hause in Venteuil im Marne-Tal. Pinot Noir und Chardonnay machen je 45 Prozent aus, Meunier den Rest. Ausgebaut wurde komplett im Eichenfass, gefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Die Nase bringt Zitrusschale, weißen Pfeffer und zarten Toast mit, vielschichtig und trotzdem klar. Im Mund frisch und cremig zugleich, mit salziger Note und viel Zug. Der mineralische Nachhall hält lange an.

Mach was draus

Ein Aperitif mit Charakter. Er passt auch zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C in einem großen Weinglas statt in der Flöte.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Crayères verzichtet auf jede Schminke. Kreide, Holz und Frucht, mehr braucht er nicht.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Grundweine reifen vollständig im Eichenfass. Danach liegt der Champagner in der eigenen Kreidehöhle des Guts. Eine Dosage gibt es nicht.

Woher kommen die Trauben? Von rund anderthalb Hektar in Venteuil. Die Hänge zeigen nach Süden, der Boden besteht aus Kreide und Lehm, und die Rebstöcke zählen 30 bis 40 Jahre.

Wer steht dahinter? Bryan Marx, der 2018 neben dem Familiengut Marx-Coutelas sein eigenes Projekt gestartet hat.

Pinot Noir und Chardonnay je 45 %, Meunier 10 % · Venteuil, Vallée de la Marne · Kreide und Lehm, Südlage · Rebalter 30–40 Jahre · Jahrgang 2021 · Ausbau ganz im Eichenfass · Reife in der Kreidehöhle · Brut Nature · ohne Herbizide (Umstellung) · Domaine des Tuileries (Bryan Marx), Venteuil · Stand: Oktober 2026

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Weine

Metzger Traubensaft Clara rot

Traubensaft · rot · alkoholfrei · Pfalz

Metzger Traubensaft Clara rot ist ein fruchtig-süßer roter Traubensaft vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Zuckersüß, mit den schönsten Flecken auf der Wiese – und dem Paule hat sie völlig den Kopf verdreht. Ein alkoholfreier Genuss für die ganze Familie.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus reifen roten Trauben entsteht dieser fruchtig-süße Traubensaft – ein alkoholfreier Genuss.

Herstellung

Der rote Traubensaft wird aus reifen Trauben gewonnen und ist alkoholfrei. Die natürliche Fruchtsüße bleibt erhalten.

Geschmack

Tiefes Rot. Fruchtig und süß, mit dem vollen Aroma reifer roter Trauben. Saftig und rund.

Zum Genuss

Gut gekühlt servieren, pur oder mit Wasser/Soda gespritzt. Ein alkoholfreier Genuss für jede Gelegenheit.

Klassische Begleitung: als alkoholfreie Alternative zum Apéritif, zu Gebäck, Obst oder solo.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Art: Roter Traubensaft (alkoholfrei)
Mindesthaltbarkeit (MHD): Ende 2026

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2021

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2021

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2021 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios: Aus acht Großen Lagen der Mittelmosel entstehen – nur wenige Kilometer voneinander entfernt – einzigartige Weine mit der eigenen Persönlichkeit des jeweiligen Terroirs. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2021; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018 ist ein dichter, üppiger Tempranillo aus der Lage En Chamberlin – fleischig und hedonistisch, mit Cassis, Speck, Teer und Lakritz über steiniger Mineralität. Kritiker zählen ihn zu den besten Tempranillos, die Cayuse je abgefüllt hat.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reifte in großformatigen Fässern aus französischer Eiche, zur Hälfte neu – dennoch wirkt er nie holzbetont, die Frucht bleibt im Mittelpunkt.

Im Glas

Tiefes, fast undurchdringliches Rot. In der Nase Cassis, schwarze Himbeere, Speck, Teer und schwarze Lakritz, dazu getrocknete Blüten, Zedernholz und steinige Noten. Am Gaumen voll und samtig, mit großer Textur und innerer Spannung, Tabakblatt und schwarzer Olive, ultrafeinen Tanninen und langem Finale.

Am Tisch

Braucht etwa eine Stunde Luft im Dekanter, um sich ganz zu öffnen. Trinkt sich bis mindestens 2033 hervorragend. Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak vom Grill, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2018
Ausbau: 100 % Tempranillo; großformatige Fässer aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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USA

Paradigm Cabernet Sauvignon 2014

Rotwein · Oakville · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Oakville AVA Napa Valley Estate Heidi Barrett 20 Monate franz. Eiche 2014

Der Paradigm Cabernet Sauvignon 2014 aus dem Herzen von Oakville zeigt ein verführerisches Potpourri aus roten Beeren, reifen süßlichen Kirschen und Zartbitterschokolade. Ein kleines Meisterwerk mit großem Reifepotenzial – man schmeckt förmlich die kalifornische Sonne.


Paradigm – Estate-Cabernet aus Oakville

Paradigm Winery ist ein Familiengut von Ren und Marilyn Harris, beide mit tiefen Wurzeln im Napa Valley. 1976 erwarben sie die Lage im Oakville AVA – dem Herzen von Napas Cabernet-Country, mit Nachbarn wie Harlan, Dominus und Opus One. Seit dem ersten Jahrgang 1991 werden die Weine von der legendären Napa-Winzerin Heidi Barrett (u. a. Screaming Eagle) vinifiziert; die estate-eigene Lage ist und wird mit minimalem Eingriff bewirtschaftet.

Der Name „Paradigm" bedeutet „Muster der Perfektion" – das Gut erzeugt seine Weine ausschließlich aus den eigenen, rund 50 Hektar großen Rebflächen rund um die Kellerei. Jede Flasche wird auf dem Anwesen angebaut, vergoren, ausgebaut und gelagert.

Jahrgang 2014 – Oakville, Napa Valley

2014 war im Napa Valley ein warmer, trockener Jahrgang, der vollreife, konzentrierte und zugleich balancierte Cabernets hervorbrachte. In der estate-eigenen Oakville-Lage ergibt das einen dichten, reifen Wein mit satter Frucht – sonnengereift, aber in keiner Trinkphase breit oder plump.

Ausbau

Überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um kleine Anteile Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc, Jahrgang 2014.

Reife über 20 Monate in kleinen Fässern aus französischer Eiche (nur etwa ein Drittel neu), anschließend weitere rund 20 Monate Flaschenreife, bevor der Wein in den Verkauf kommt. Der Holzeinsatz ist meisterhaft in die Frucht der Trauben eingearbeitet.

Im Glas

In der Nase ein verführerisches Potpourri aus roten Beeren, reifen süßlichen Kirschen und Zartbitterschokolade. Im Mund finden sich auch Aromen von Gewürzen und Pflaumen wieder. Der Einsatz über 20 Monate in kleinen Eichenfässern ist meisterhaft in die Frucht eingearbeitet. Man schmeckt förmlich die kalifornische Sonne, wobei der Wein jedoch in keiner Trinkphase breit oder plump wirkt.

Ein kleines Meisterwerk mit großem Reifepotenzial!

Schon jetzt ein Genuss, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Oakville AVA, Napa Valley (Kalifornien, USA); estate-eigene Lage,; Nachbarn u. a. Harlan, Dominus, Opus One
Klassifikation: Oakville AVA, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Cabernet Sauvignon mit Merlot/Petit Verdot/Cabernet Franc; 20 Monate franz. Eiche (~⅓ neu) + ~20 Monate Flaschenreife; Winzerin Heidi Barrett

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Hauts Doix Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2021

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2021 stammt von rund 70 Jahre alten Reben aus einer der kleinsten und begehrtesten Lagen der Domaine – im kühlen Jahrgang 2021 ein parfümierter, feinkörniger und präziser Pinot Noir.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt eingebettet zwischen den Premiers Crus Les Amoureuses und Les Charmes am Südende von Chambolle-Musigny. Der sandige, kalk- und tonhaltige Boden entwässert frei und erhält nur am Morgen direkte Sonne – kühl, aber trocken. Das ergibt rassige, tief gefärbte Chambolles von Eleganz und Präzision.

Groffier zählt zu den führenden Erzeugern der Côte de Nuits; unter Nicolas Groffier wird der Neuholzeinsatz je nach Jahrgang feinjustiert und nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen. Les Hauts Doix gehört wegen der winzigen Menge zu den gesuchtesten Cuvées des Hauses.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in 40 % neuem Holz (Tronçais), auf der Hefe gereift, unfiltriert. Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine parfümierte, breit angelegte Aromatik mit fast kreidigem Zug über roter Frucht, getragen von der würzigen Note der Ganztrauben. Am Gaumen sehr feinkörnige Tannine, die den Geschmack rahmen, ohne je trocken zu wirken – ein ernsthafter, präziser Wein, dessen Holz vollständig eingebunden ist.

Parfümiert, kreidig und feinkörnig – ein ernsthafter Wein ohne sichtbare Tannine.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Entenbrust, Kalb, Taube, Reh, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Hauts Doix, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); sandig-kalkhaltiger Boden, ca. 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; 40 % Neuholz (Tronçais); Ausbau auf der Hefe; ein Abstich

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