Weinberufe

Weinberufe

Der Weinbau ist als uralte Kulturtechnik eng mit der Zivilisationsgeschichte der Menschheit verknüpft. Ob als sakrales Kultobjekt, Triebfeder für künstlerische Höchstleistungen, Sold für Krieger fern der Heimat oder festliches Getränk auf den langen Tafeln der Könige: in jeder Epoche hatte der Wein seinen Platz im Leben der Menschen, im Alltäglichen ebenso wie im Transzendenten. Bis er als fertiges Produkt konsumiert werden konnte, verging aber ein langer Weg vieler kleiner Arbeitsschritte, die sich im Laufe der Zeit zu speziellen Berufen und Ämtern ausdifferenzierten. Manche davon sind uns heute noch bekannt, ein Großteil allerdings ist im Dunkel der Geschichte verschwunden – sei es, weil landwirtschaftliche Techniken sich fortentwickelt haben, weil kirchliche und feudalistische Herrschaft einem marktwirtschaftlichen System gewichen sind oder weil sich die Art und Weise des individuellen Konsums verändert haben. Zeit also, sich den Kosmos der Weinerzeugung und -vermarktung im Laufe der Historie einmal genauer anzusehen.

Den Winzer selbst außen vor zu lassen, weil dessen Aufgabe recht selbsterklärend sei und im Grunde keinem tiefgreifenden Wandel unterworfen gewesen wäre, erwiese sich als großer Fehler. Es beginnt damit, dass die „Rebleute“ in aller Regel nicht die Eigentümer der durch sie bestellten Weinberge waren, sondern lediglich als Pächter von kirchlichen oder adligen Besitzungen auftraten oder auch nur für gerade anstehende Arbeiten angeheuert wurden. Dementsprechend waren sie keineswegs über ein kleines irdisches Paradies herrschende und die Früchte ihrer Arbeit genießende Müßiggänger, sondern meist eher arme Familien – die aber ihr Auskommen vor allem deswegen hatten, weil die Arbeiten im Weinberg oft ohne im Unterhalt teure Zugtiere möglich war., ja nur weniger simpler Gerätschaften bedurfte. Zudem waren sie vom sogenannten Flurzwang ausgenommen, der vorschrieb, welche Fruchtfolge im Laufe der Jahre anzubauen war. Und: kaum ein landwirtschaftliches Produkt war derart stark nachgefragt wie Wein.

Dem Winzer zur Seite gestellt wurden Personen, die den Weinberg bewachten – einerseits vor Dieben, andererseits vor gefräßigen Vögeln, vor allem den gefürchteten Starenschwärmen, die innerhalb weniger Tage die gesamte Ernte vernichten konnten. Insbesondere aus Süddeutschland ist dieser Beruf überliefert. Im alemannischen Raum kannte man ihn als „Bammert“, als Bannwart also, der lapidar gesagt die Aufgabe einer menschlichen Vogelscheuche übernahm. Wo man heute zum Schutz auf Schussanlagen und feine Netze zurückgreift, streifte er den lieben langen Tag mit ohrenbetäubendem Gerassel durch den Weinberg. Oft sahen diese Männer derart grausig aus, dass sich bis heute in der örtlichen Fastnacht eine entsprechende Figur gehalten hat. In Südtirol war es bis in die 60er Jahre hinein der Saltner, bei dem eine ähnlich verwegene Kostümierung belegt ist. Mit einem riesigen Hut, über und über mit den verschiedensten Federn und Fuchsschwänzen geschmückt, Halsketten aus Wildschweinhauern und einem breiten bestickten Bauchgurt erinnerten sie auf den ersten Blick an das, was man sich damals landläufig als indianische Tracht vorstellte. Und wurden schnell zu einer touristischen Attraktion, was wiederum zu noch viel groteskeren Verkleidungen verleitete.

Bei allen unterschiedlichen Ausprägungen waren jedoch die Anforderungen an einen potentiellen Weinhüter überall ähnlich: unbescholten sollte er sein, da er meist nicht durch eine Privatperson angestellt war, sondern im Auftrag einer stattlichen Obrigkeit mit entsprechend weitreichenden Befugnissen handelte. Überdies ledig, damit keine ehelichen Verpflichtungen die zeitintensive Arbeit rund um die Uhr behinderten. Hinzu kam eine gute physische Verfassung mit überdurchschnittlicher Körpergröße und ausreichend Kondition, denn die auf den Wachrundgängen zurückgelegten Strecken waren meist immens und oft wurde ein Sprint erforderlich, um Traubendiebe auf frischer Tat zu ertappen. Um sich gegen diese behaupten zu können, waren Weinhüter oft mit Säbeln und Äxten, Hellebarden, manchmal auch mit Schusswaffen ausgestattet. Ähnlich einem Ladendetektiv brachten sie ertappte Diebe zum Besitzer des Weinbergs und strichen dafür eine Prämie ein. Ihre Entlohnung war durchaus üppig und wurde aufgrund ihrer hütenden Funktion als Hutgeld bezeichnet – die Redewendung „auf der Hut sein“ stammt wahrscheinlich aus ihrem Arbeitsalltag.

Ob die auf diese Weise geschützten Reben dann nach der Lese wie schon in der Antike mit den Füßen zerstampft wurden oder man das Auspressen mit Werkzeugen besorgte, war regional sehr unterschiedlich geregelt. In manchen Landstrichen schien schon früh ein Bewusstsein für hygienische Betriebsabläufe vorhanden gewesen zu sein, sodass die Arbeit mit den Füßen stellenweise behördlich untersagt wurde. Auf jeden Fall bedurfte man aber diverser Behältnisse, in denen der Rebensaft gären und lagern konnte. Die Hersteller ebensolcher trugen je nach Herkunft verschiedenste Bezeichnungen, die sich in der Regel von den Namen der Fässer ableiteten. Im niederdeutschen Raum kannte man den Böttcher, der Bottiche herstellte, in Bayern den Schäffler als Erzeuger des Schaffs; geläufigere Bezeichnungen sind Küfner oder eben Fassbinder, was seine Tätigkeit gut zusammenfasst. Von einem Daubenhauer mit den entsprechenden Vorprodukten, den gewölbten Brettern beliefert, setzte er diese zu kleineren und größeren Behältnissen zusammen – in Form gehalten von umlaufenden Fassreifen, die er wiederum von einem Reifschneider bezog. Die Vermarktung in kleinen Flaschen für den Hausgebrauch wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts allgemein üblich. Ein externer Fassbesiegler ermittelte dann auf den Milliliter genau das Fassungsvermögen und vermerkte es an der Außenseite, was in gewissen zeitlichen Abständen wiederholt werden musste. Die Arbeit des Küfers war aber damit lange nicht getan: er organisierte die Pressung, überwachte den Gärprozess und den Ausbau und kümmerte sich um die Klärung. Auch über den Zeitpunkt der optimalen Reife hatte er zu befinden und das Abfüllen in die Wege zu leiten.

War dies alles geschehen, mussten die Fässer zu ihren Zielorten gebracht werden, oft hunderte Kilometer weit. Weinfässer als Fracht hatten durchaus ihre Tücken, denn sie waren extrem schwer, relativ empfindlich, was zu rabiaten Umgang mit ihnen anging und darüber hinaus aufgrund ihres flüssigen Inhaltes in ihrem Schwankverhalten nicht leicht einzuschätzen. Weinkutscher sorgten mit speziell auf diese Transporte ausgelegten Fuhrwerken für den fachgerechten Transport. Weit verbreitet war dabei das heute noch von einigen Moselwinzern zum Ausbau verwendete Fuderfaß, das je nach Region 850 bis 950 Liter fasste. Der Beruf des Schröters oder Faßziehers war ein gleichermaßen nicht ungefährlicher: löste sich beim Schroten, also dem Heraufziehen eines Fasses aus einem Keller, eines der Seile, konnte dieses zurückschnellen und böse Verletzungen verursachen. Noch schlimmer sah es aus, wenn ein Fass unkontrolliert die Schrotleiter, einen hölzernen, mit Fett gleitfähiger gemachten Aufbau hinunterrollte: wer sich nicht mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte, wurde oft gnadenlos zerquetscht.

War der Wein dann schließlich in den Kellern der oft herrschaftlichen Abnehmer verstaut, oblag es dem Mundschenk, die passende Wahl für das festliche Bankett, den deftigen Schmaus nach der Jagd oder einfach nur zur Beseitigung einer kleinen Verstimmung seines Herrn zu wählen. Das Amt des Mundschenks ist ein sehr altes, so alt, dass es im 14. Jahrhundert als eines von vier Erzämtern tradiert wurde, die direkt mit der Kurfürstenwürde verbunden waren: der König von Böhmen war qua Amt Erzmundschenk des Kaisers (auch wenn er diese Aufgabe natürlich niemals selbst ausführte). Der Posten war also hoch angesehen, insbesondere wegen des Vertrauens, das ein Fürst seinem Mundschenk entgegenbrachte – nicht nur im Hinblick auf Geschmack, sondern auch darauf, dass der Wein nicht mit Gift versetzt worden war.

Aber natürlich konsumierte nicht nur der (Geld-)Adel Wein in rauen Mengen – eine durchschnittliche Patrizierfamilie verbrauchte jährlich 3500 Liter, was etwa anderthalb Liter pro Kopf und Tag macht, der zusätzliche Bierkonsum noch gar nicht mitgerechnet. Auch das städtische Kleinbürgertum war gut dabei. Dieses allerdings verfügte meist nicht über eigene Vorräte zuhause. Da alkoholische Getränke damals nahezu ausschließlich in Fässern aufbewahrt wurde, hätte sich ein solches für einen Haushalt, der nicht ständig große Bankette veranstaltete, auch nicht gelohnt – der Wein wäre schlicht verdorben, bevor eine Handvoll Personen ihn zu leeren imstande gewesen wären. Manche Weinhändler füllten für ihre Kunden durchaus in kleinere Gefäße ab, mussten dafür jedoch zusätzlich einen sogenannten Weinmesser beschäftigen, der Abgaben direkt an die öffentliche Hand abführte. In aller Regel trank man aber außer Haus. Kann man heutzutage Weinkarten im Internet abrufen und sich mit zwei Klicks über Angebot und Preise informieren, war das in einer Epoche, in der viele Menschen nicht einmal des Lesens mächtig waren, eine schwierige Angelegenheit. Abhilfe schuf da der Weinrufer. Meist ein städtischer Beamter in entsprechend offizieller Tracht, zog er durch die Gassen und verkündete lauthals, wo und zu welchen Kosten man zechen könne. Man kann ihn durchaus als eine frühe Version von Tools wie TripAdvisor betrachten, fungierte er doch als Bindeglied zwischen Winzern und Gastronomen auf der einen und Endverbrauchern auf der anderen Seite. Er muss dabei in etwa so forsch aufgetreten sein wie jene jungen Männer, die in mediterranen Ländern unbedarfte Touristen auf der Strandpromenade zum Besuch ihrer Restaurants nötigen.

Und wo mit irgendetwas Geld verdient wird, da ist in Deutschland auch der Staat nicht fern, der seinen Anteil fordert. Das war auch schon im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit so. Das sogenannte Ungeld wurde auf Grundnahrungsmittel wie Getreide, Salz, Fleisch und eben Wein erhoben, war also eine klassische Verbrauchssteuer. In manchen Orten haben sind noch die kleinen Akzisehäuser erhalten, die einen Binnenzoll auf eingeführte Konsumgüter erhoben – eine immens wichtige Einnahmequelle. Die Freien Reichsstädte beschäftigten sogenannte Ungelter oder auch Weinsticher, die jeden Wareneingang in Wirtshäusern streng überwachten. Am Ende jedes Monats überprüften sie akribisch den Füllstand der Fässer und berechneten aus der Differenz den zu zahlenden Betrag. Den Begriff Ungeld als „Nicht-Geld“ zu übersetzen, ist zwar naheliegend, führt aber in die Irre. Stattdessen leitet er sich von Ohm-Geld her, wobei Ohm eine alte Bezeichnung für einen Eimer ist. Die Assoziation einer „un“-berechtigten Forderung ist dennoch nicht verkehrt: die im Volksmund übliche Bezeichnung „Böspfennig“ lässt recht eindeutige Rückschlüsse darauf zu, wie die Konsumenten zur Besteuerung ihres Weines standen.

Und damit der teuer bezahlte Wein auch im nächsten Jahr wieder recht gelinge? Muss man halt gut arbeiten. Aber wem das nicht ausreichte, der rief in frommeren Zeiten als der heutigen einen Weinheiligen an. Einen von den sehr zahlreichen, denn im Heiligenkanon der katholischen Kirche sind als solche über 70 Männer und Frauen aufgeführt – darunter sind viele, die man nicht unbedingt mit Wein in Verbindung gebracht hätte. Besonders prädestiniert waren Märtyrer, da man das von ihnen vergossene Blut oft mit Wein in Verbindung brachte, welcher in der christlichen Liturgie ohnehin das Blut Christi symbolisiert und allgemein als wertvolle Gabe Gottes gilt. Der wahrscheinlich bekannteste Weinheilige ist Sankt Martin, jener römische Soldat, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Dieser Umstand hängt mit den Jahrestagen der Heiligen zusammen: am Martinstag, dem 11. November, wurde in vielen Regionen der erste Jungwein verkostet – das sogenannte Martiniloben, das im Burgenland noch heute gefeiert wird. Ein anderer Brauch, der sich erhalten hat, ist die Segnung des Messweins an Sankt Johanni, dem 27. Dezember. Auch die Gemeindemitglieder durften ihren privaten Wein mitbringen, der in der Folge kranken Familienmitgliedern für eine schnelle Genesung gereicht wurde. Der gerade im westdeutschen Raum, besonders in Rheinhessen populärste Weinheilige allerdings ist wohl Urban, der sich der Legende zufolge vor seinen Verfolgern hinter einem Weinstock verbarg. Sein Festtag am 25. Mai fällt in die Zeit der Rebenblüte und wurde mit Prozessionen begangen, bei denen man die hölzerne Heiligenfigur mit Wein übergoss. Und eine Bauernregel besagte: „Wie’s Wetter am Sankt Urbanstag, so der Herbst wohl werden mag“ – man erhoffte sich also auch Erkenntnisse über die meteorologischen Verhältnisse während der Zeit der Lese.

Ein Großteil der alten Berufe ist ausgestorben. Manche existieren unter anderen Namen und mit an die Erfordernisse der heutigen Zeit angepassten Fähigkeiten weiter, etwa der Küfer, der sich heute Weintechnologe nennen darf. Fässer baut er keine mehr, dafür ist seine wissenschaftliche Expertise in der Kellerarbeit umso wichtiger. Oder der Weinberghüter, den man mittlerweile „öffentliche Landeskulturwache“ nennt. Hier spielt Folklore eine große Rolle, aber nicht zuletzt die Erkenntnis, das automatisierte Abschreckung bei den Vögeln immer einen allmählichen Gewöhnungseffekt mit sich bringt, dauerhafte Vertreibung also nur durch einen echten Menschen sichergestellt werden kann. Und schließlich sind viele neue hinzugekommen, etwa der Sommelier und der Weinkritiker. Allgemein ist festzustellen, dass jene Berufe, die im Verwaltungssektor angesiedelt waren, eher an Bedeutung verloren haben, wohingegen der Bereich Marketing mittlerweile immens wichtig geworden ist: war Wein früher ein Alltagsgetränk, das man relativ wahllos rund um die Uhr konsumierte, wird heute deutlich weniger, dafür hochwertiger und bewusster getrunken. Einen ähnlich effektiven Werber wie den Weinrufer hat man dafür jedoch noch nicht gefunden. Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Ziereisen MUS Grauer Burgunder 2023

Ziereisen MUS 23 Grauer Burgunder ist ein weißer Landwein Oberrhein vom Weingut Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Schweiz. Der Jahrgang 2023 stammt ausschließlich aus handgelesenen Trauben von Reben im Alter von über 45 Jahren. Vinifikation und Ausbau folgen dem naturnahen Ansatz des Betriebs: keine Filtration, kein technischer Eingriff.

Lage & Terroir

Das Weingut Ziereisen bewirtschaftet Lagen im südlichsten Zipfel Badens, direkt am Dreiländereck. Die Böden sind von Kalk und Lösslehm geprägt, das Klima durch die Nähe zum Oberrhein und zum Schwarzwald beeinflusst. Der Wein trägt die Herkunftsbezeichnung Landwein Oberrhein – eine Klassifikation, die Ziereisen bewusst wählt, um außerhalb restriktiver Weingesetz-Vorgaben arbeiten zu können.

Rebsorte: Grauer Burgunder (Pinot Gris). Die Trauben wurden in einer Korbpresse schonend gepresst. Die Gärung verlief spontan mit rebeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Anschließend reifte der Wein 20 Monate auf der Hefe – ohne Filtration abgefüllt. Ein kleines Depot in der Flasche ist produktionstypisch.

Verkostungsnotiz

Die Nase zeigt sich zurückhaltend: reife Birne, weißer Pfirsich, ein Hauch Quitte, unterlegt von Brioche-Tönen aus dem Hefelager. Am Gaumen gradlinig und dicht, mit einer straffen, frischen Säurestruktur, die dem Wein Spannung verleiht. Der Abgang ist lang, mineralisch und salzig – typisch für die Markgräflerland-Basis der Ziereisen-Weine.

Reifepotenzial & Speisenempfehlung

Jetzt trinkbar, mit optimalem Potenzial bis ca. 2030. Der Wein profitiert von 30–45 Minuten Dekantieren oder Belüften im Glas. Kühl lagern bei 10–12 °C in einer erschütterungsfreien, dunklen Umgebung. Das Depot vor dem Servieren absetzen lassen.

Klassische Begleitung: Flusskrebs, Zanderfilet, Ziegenkäse, weißer Spargel, Rindertatar. Der Wein trägt kraftvolle Aromatik, hält aber auch gegenüber würzigeren Gerichten stand.

Häufige Fragen

Was macht den Ziereisen MUS 23 Grauer Burgunder besonders?
Die Kombination aus über 45 Jahre alten Reben, Korbpressung, spontaner Gärung mit rebeneigenen Hefen und 20 Monaten Hefelager ohne Filtration ergibt einen handwerklich konsequent produzierten Naturwein mit ausgeprägter Mineralität.
Welche Rebsorten enthält der Ziereisen MUS 23?
100 % Grauer Burgunder (Pinot Gris) aus alten Reben des Weinguts Ziereisen in Efringen-Kirchen, Landwein Oberrhein.
Wie lange kann der Ziereisen MUS 23 gelagert werden?
Empfohlenes Trinkreifefenster: 2025–2030. Der unfiltrierte Ausbau und die straffe Säurestruktur stützen eine weitere Entwicklung im Keller.

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Rebsorten

Weiss Simod Cabernet Sauvignon Zweigelt

Wein · Rotwein · Neusiedlersee · Österreich

Weiss Simod ist eine Barrique-Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Zweigelt vom Weingut Manfred Weiss am Neusiedlersee. In der Nase Noten von Kirschen und Vanille, am Gaumen leicht rauchig, komplex und harmonisch, mit feiner Holzwürze im Abgang.


Neusiedlersee / Burgenland

Das Weingut Manfred Weiss bewirtschaftet rund 15 Hektar in Apetlon am Neusiedlersee im österreichischen Burgenland. Das warme pannonische Klima und Böden aus Schwarzerde, Schotter und Sand prägen die Weine. Der Name „Simod" ist die Mundartbezeichnung für die Riede Siebenmath, eine der besten Lagen des Guts.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Zweigelt. Der Wein reift rund 12 Monate im Barriquefass, was ihm seine feine Holzwürze und Struktur verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit reifen Reflexen. In der Nase Kirschen und Vanille, dazu gereifte Tertiäraromen von getrockneten Früchten, Leder, Tabak und dunkler Schokolade. Am Gaumen leicht rauchig, komplex und harmonisch, mit reifen, weichen Tanninen und feiner Holzwürze im langen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss etwas atmen lassen – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: rotem Fleisch, Wild, Schmorgerichten, Gegrilltem und gereiftem Käse.


Lage: Neusiedlersee, Apetlon (Burgenland, Österreich); Weingut Manfred Weiss
Klassifikation: Qualitätswein, trocken – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Zweigelt
Ausbau: ~12 Monate im Barriquefass

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Cote de Nuits Villages 2023

Rotwein · Côte de Nuits-Villages · Pinot Noir

Pinot Noir Côte de Nuits-Villages AOC Reben 70+ Jahre 2023 Côte de Nuits

Der Côte de Nuits-Villages 2023 von Denis Bachelet wächst auf einer gut ein Hektar großen Parzelle mit über 70 Jahre alten Reben. Ein reinsortiger Pinot Noir, fein und ausbalanciert, mit ordentlich Druck, Volumen und Energie – ein Wein voller Trinkfreude.


Côte de Nuits-Villages – alte Reben

Côte de Nuits-Villages ist eine Appellation aus den Gemeinden an den Enden der Côte de Nuits. Die Frucht für diesen Wein stammt von einer gut ein Hektar großen Parzelle, deren Reben über 70 Jahre alt sind – das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert Konzentration und Tiefe.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Handschrift prägt auch den Côte de Nuits-Villages.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von über 70 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen fein und ausbalanciert, mit Druck, Volumen und Energie, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure. Ein Wein mit viel Trinkfluss.

Fein, ausbalanciert und energiegeladen – ein Pinot Noir von alten Reben, der von Trinkfreude lebt.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Côte de Nuits-Villages, ~1-ha-Parzelle; Reben über 70 Jahre
Klassifikation: Côte de Nuits-Villages AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

J.J. Prüm Bernkasteler Badstube Riesling Kabinett 2022

Weißwein · Bernkastel (Mosel) · Riesling

Riesling Bernkasteler Badstube Kabinett · fruchtig süß J.J. Prüm · Wehlen dunkler Tonschiefer Südwest-Lage Prädikatswein 2022

Der J.J. Prüm Bernkasteler Badstube Riesling Kabinett 2022 ist ein eleganter, feingliedriger Moselriesling mit typischer Leichtigkeit und präziser Ausstrahlung – schlank, glockenklar und typisch für den Stil von J.J. Prüm, mit großem Reifepotenzial.


Bernkasteler Badstube – kleinste Großlage der Mosel

Das Weingut J.J. Prüm in Wehlen zählt zu den weltberühmten Namen der Mosel – Inbegriff langlebiger, fruchtsüßer Rieslinge von großer Finesse. Der Stil ist unverkennbar: kühle Gärung, dezente Spontannote in der Jugend, geringe Alkoholgrade und ein filigranes Spiel aus Frucht, Süße und rassiger Säure.

Mit nur rund 50 Hektar ist die Bernkasteler Badstube die kleinste Großlage an der Mosel – und eine der spannendsten. Die südwestlich exponierten Weinberge ruhen auf dunklem Tonschiefer mit Feinerde und Humus, was den Weinen Saftigkeit, Volumen und einen eleganten Schmelz verleiht. Der Name geht auf mittelalterliche Heilquellen zurück.

Jahrgang 2022 – Mosel

2022 war an der Mosel ein warmer, trockener Jahrgang; ein später Wetterumschwung mit kühlen Nächten bewahrte Frische und Säure. Diese Bedingungen ergaben einen fruchtbetonten, zugleich rassigen Kabinett mit klarer Schiefermineralität – Saftigkeit und Frische im Gleichgewicht.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling-Kabinett (Prädikatswein) aus der Bernkasteler Badstube, Jahrgang 2022; 100 % Riesling vom dunklen Tonschiefer.

Der Wein wird im typischen, kühlen Stil des Hauses vinifiziert und in seiner Gärung so geführt, dass eine feine, natürliche Restsüße im Gleichgewicht zur knackigen Säure erhalten bleibt. So entsteht ein schlanker, glockenklarer und sehr langlebiger Kabinett.

Im Glas

In der Nase kühle, feine Aromen von alten Apfelsorten, Aprikosen und frischen Kräutern, dazu ein Hauch Zitrus und leicht reduktive Noten. Am Gaumen zart süß, mit Apfeltee, weißem Steinobst und einem Hauch Honig; eine knackige Säure sorgt für Frische und Balance, der Nachhall ist klar und lang. Schlank, glockenklar und typisch J.J. Prüm.

Alte Apfelsorten, Aprikose und frische Kräuter, dazu Apfeltee, weißes Steinobst und ein Hauch Honig – zart süß, mit knackiger Säure, glockenklar und lang.

Ein schlanker, sehr langlebiger Mosel-Kabinett. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer und thailändischer Küche, zu leicht scharfen Currys sowie zu Obst-Desserts und mildem, cremigem Käse.


Lage: Bernkasteler Badstube (Großlage, ~50 ha), Bernkastel, Mosel; südwestlich exponiert; dunkler Tonschiefer mit Feinerde und Humus
Klassifikation: Riesling Kabinett, Prädikatswein, Mosel (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: kühle Vinifikation im Stil des Hauses, feine natürliche Restsüße

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Weine

Radio Boka Verdejo

Weißwein · Verdejo · Castilla · Spanien

Radio Boka Verdejo ist ein frischer, trockener Weißwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Reinsortig aus der Verdejo-Traube, zeigt er sich goldgelb mit grünlichen Reflexen und sommerlich-fruchtiger Aromatik.


Castilla

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars, dessen Heimat an der sonnigen Mittelmeerküste bei Valencia liegt. Der Verdejo trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla. Verdejo gilt als eine der prägenden Weißweinsorten Spaniens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Verdejo. Die Trauben werden temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren, um die frische, fruchtbetonte Aromatik zu bewahren. Jung gefüllt, bleibt der Wein knackig und unkompliziert.

Im Glas

Goldgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase sommerliche Aromen von Zitronenschale, reifem grünem Apfel und Lindenblüten, dazu ein Hauch heller tropischer Frucht. Am Gaumen voll und saftig, mit einem schönen mineralischen Touch und frischer Säure.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und helles Fleisch.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, jung gefüllt

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Weine

Benoit Marguet Sapience Oenothèque 2013 Premiere Cru Brut Nature BIO

Champagner · Montagne de Reims · Cuvée · Brut Nature · Bio

Marguet Sapience Œnothèque Brut Nature ist eine außergewöhnliche Gemeinschafts-Cuvée, initiiert von Benoît Marguet zusammen mit den Ausnahmewinzern David Léclapart, Vincent Laval und Benoît Lahaye. Sie wird nur in den allerbesten Jahrgängen aufgelegt und vereint 50 % Chardonnay, 25 % Pinot Meunier und 25 % Pinot Noir. Als Brut Nature ohne zusätzlichen Schwefel abgefüllt. Im Glas vollmundig, wild und salzig.


Trépail, Cumières & Ambonnay

Die mehrfach selektierten Trauben stammen aus den Terroirs von Trépail, Cumières und Ambonnay in der Champagne. Die kalkgeprägten Böden verleihen dem Champagner seine exemplarisch kalkige Frische und gewaltige saline Struktur. Die Erzeugung ist biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 50 % Chardonnay, 25 % Pinot Meunier und 25 % Pinot Noir. Der Ausbau erfolgt über neun Monate in gebrauchten Holzfässern, gefolgt von einem ultralangen Hefelager für Reife, Struktur und Komplexität. Abgefüllt als Brut Nature, ohne zusätzliche Schwefelgabe.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase intensiver weißer Tee, differenzierte Zitrusnoten, eine exemplarisch kalkige Frische und eine subtile oxidative Würze. Am Gaumen vollmundig und wild, getragen von enormer Spannung und mündend in eine gewaltige, saline Struktur. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas und etwas Luft betonen die Komplexität. Als anspruchsvoller Speisenbegleiter oder solo zu genießen.

Klassische Begleitung: edler Fisch, Krustentiere, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Trépail, Cumières, Ambonnay (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature
Ausbau: 9 Monate gebrauchtes Holzfass, ultralanges Hefelager, ohne zugesetzten Schwefel, ohne Dosage

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2021

Der Montevertine Le Pergole Torte 2021 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Le Pergole Torte ergibt das einen besonders eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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KYWIE Weinkühler Wildleder blau

Die Schaffell Wein- und Champagnerkühler von KYWIE sind leicht, unzerbrechlich, benötigen kein Eis und sehen auch noch sensationell gut aus.

Vorgekühlte Flaschen bleiben bis zu vier Stunden kalt, da Schaffell ein wunderschönes, natürlich leichtes Material mit einer hervorragenden isolierenden Wirkung ist. Die Wolle an der Innenseite des zylinderförmigen KYWIE Kühlers sorgt dafür, dass eine Luftschicht festgehalten wird. Diese hält die Flasche stundenlang auf Temperatur. KYWIE besteht zu 100% aus Schaffell und wird komplett in Handarbeit (Niederlande, Türkei) hergestellt. Sie werden in einem stilvollen Geschenkkarton geliefert und sind somit eine beliebte Geschenkidee. Keep it cool with wool.

 

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