Das Weinbaugebiet Toro

Das spanische Anbaugebiet Toro stellt sich vor

Ein Weinbaugebiet in Spanien könnte wohl kaum einen landestypischeren Namen tragen als Toro, zu deutsch Stier. Das ist nicht etwa ein moderner Marketing-Gag, sondern geht auf den Stammesverband der Keltiberer zurück, die das reizvolle Städtchen auf dem Felsplateau, dessen Name stellvertretend für die ganze Region steht, schon in der Antike so benannten. Sie selbst betrieben wohl noch keinen Weinbau im größeren Stil. Der gelangte erst mit der römischen Kolonialmacht in diesen recht entlegenen nordwestlichen Teil Zentralspaniens – genauer gesagt an die Ufer des Río Duero, der, wenn er an Toro entlangfließt, schon die Weinbaugebiete Ribera del Duero, Cigales und Rueda hinter sich hat. Der Klassiker-Status endet aber keineswegs mit der Benennung. Auch sonst erfüllt Toro das, was man landläufig von einem „echt spanischen“ Anbaugebiet erwarten würde: den Fokus auf Rotwein und explizit natürlich auf den meist sortenrein abgefüllten Tempranillo. Der tritt hier als lokale Variation mit dem Namen Tinta de Toro auf, die genau genommen die Urform des Tempranillo ist – bedingt durch die rauen Umweltbedingungen kleiner und dickschaliger, damit auch tannin- und extraktreicher als die Verwandten aus Rioja und Co.

Gelegen auf der Hochebene im Zentrum der Iberischen Halbinsel, der sogenannten Meseta, stehen die Rebstöcke auf einer Höhe von etwa 600 bis 800 Metern in den jährlich 3000 Sonnenstunden ziemlich exponiert. Allerdings sinken die Temperaturen hier zum späten Abend hin wesentlich schneller als an der Talsohle und auch die mäßigende Wirkung des dort unten entlangfließenden Duero reicht nicht so weit hinauf – diese kühlen Nächte mit oft an die 25 Grad weniger als tagsüber sind eine elementare Voraussetzung für die Erzeugung hochwertiger Weine. Allgemein sind die Trauben dem recht extremen kontinentalen Klima mit heißen Sommern, frostigen Wintern und sehr wenig Niederschlag, was die Region zu einer der trockensten des ganzen Landes macht, schlicht schutzlos ausgeliefert. Dementsprechend gering sind die Erträge, dementsprechend hochkonzentriert und dunkelwürzig präsentieren sich die Weine, die zu mindestens drei Vierteln aus Tempranillo bestehen müssen. Insbesondere die alten Rebstöcke, die teilweise noch Ende des 19. Jahrhunderts gepflanzt wurden, bringen Weine von famoser Fülle und Wärme hervor. Die Reben tragen zwar weniger Trauben als die jüngeren Exemplare, ergeben aber deutlich expressiveren Wein und trotzen dem Wassermangel besser, da ihre Wurzeln tiefer in den Untergrund reichen. Der trägt seinerseits, farblich zwischen Rotbraun und Ocker changierend, durch seine relative Kargheit und Durchlässigkeit zusätzlich zur Kämpfernatur des Tempranillo bei. Eisen und vom Fluss im Laufe der Zeit abgelagerter Kalk durchsetzen den dominierenden Sand und wirken als natürliche Dünger, die das Wachstum der Beeren fördern, den Rebstock optimal mit Mineralstoffen versorgen und durch ihren basischen Charakter die Säureentwicklung im Zaum halten. Faktisch reguliert die Beschaffenheit des Terroirs die Erträge also massiv, gibt den wenigen verbliebenen Trauben aber die allerbesten Voraussetzungen mit auf den Weg. Die Garnacha, die zweite rote Rebe Toros, erreicht unter diesen Voraussetzungen die Qualität der Tinta de Toro nicht, und auch Verdejo und Malvasia auf der weißen Seite können kaum mithalten. Viele Pflanzen sind wurzelecht, denn das nach der Reblausplage in Europa etablierte Aufpfropfen war in Toro nicht nötig: auf dem sandigen Boden konnten die Schädlinge sich nicht gut fortbewegen, sodass man die Katastrophe nicht nur recht unbeschadet überstand, sondern sogar noch große Mengen ins komplett verheerte Frankreich exportieren konnte.

Schon während des späten Mittelalters war die geografische Lage Toros besonders unter Marketing-Gesichtspunkten hervorragend: das nahe Valladolid fungierte als Hauptstadt des Königreichs Kastilien, wenige Jahre sogar Gesamtspaniens und orderte regelmäßig große Mengen Wein für den höfischen Bedarf. Ähnlich hielt es Salamanca, wo an der ältesten Universität des Landes Professoren und Studenten – beide für die damalige Zeit sehr betuchte Gruppen – sich nach den Vorlesungen gern ausgiebigen Zechgelagen hingaben. Ironischerweise findet sich am reich verzierten Hauptportal noch heute die Plastik einer Kröte, die auf einem Totenschädel hockt – eine Erinnerung an die Studentenschaft, dass sie ihre zügellosen Ausschweifungen im Diesseits nach dem Tode büßen würden. Diese Mahnung ernster als jene nahmen wahrscheinlich die vielen Pilger, die Richtung Santiago de Compostela strömten und sich in Toro mit flüssiger Wegzehrung für den letzten Teil des Jakobsweges eindeckten. Und auch die Geistlichen in der Wallfahrtsstadt selbst bekundeten reges Interesse, sodass der König von Leon sie im 13. Jahrhundert mit reichhaltigen Weinbergs-Schenkungen in der Gegend um Toro bedachte und damit die Herrschaft der Kirche über den Weinbau auch dort nachhaltig sicherte. Die machte ihre Sache mit den anvertrauten Reben denn auch sehr gut: Weine aus Toro genossen etliche Privilegien, wurden am spanischen Königshof gereicht, der zu dieser Zeit ansonsten fast ausschließlich nach Weißwein verlangte, und durften an wichtigen Weinhandelsplätzen wie etwa Sevilla als einzige gebietsfremde Erzeugnisse feilgeboten werden. Auch Kolumbus soll auf seinen Reisen den bei ihm hoch im Kurs stehenden Wein aus Toro als Proviant mitgeführt und möglicherweise sogar ein Glas davon auf die Entdeckung Amerikas erhoben haben.

Trotz dieser strahlenden Vergangenheit hatte Toro es, ähnlich wie viele andere spanische Weinbaugebiete, im 20. Jahrhundert nicht besonders leicht: von weit über 30000 Hektar sank die Rebfläche über Jahrzehnte immer weiter ab, bis sie schließlich unter 1000 lag. Die heute wieder rund 6000 Hektar bestockter Fläche sind denn auch immer noch nicht ansatzweise so landschaftsprägend wie die schier endlosen Weizenfelder, welche der Region den Beinamen Tierra del Pan, Land des Brotes, eingetragen haben. Das hängt auf der einen Seite mit der jahrzehntelang nicht eben winzerfreundlichen Politik der Regierung zusammen – in den Dürrejahren der späten 40er opferte man massiv Rebflächen für den Getreideanbau -, aber auch mit internen Problemen. Selbstgenügsam hatte man weder die Kellertechnik auf einem aktuellen Stand gehalten, weswegen die Weine oft vermeidbare Fehlnoten aufwiesen, und, was eigentlich noch schlimmer war: man hatte den allgemeinen Trends der Konsumentenwünsche keinerlei Beachtung geschenkt. War man seit ewigen Zeiten gut gefahren mit sehr schweren und alkoholreichen Weinen, ignorierte man geflissentlich die vermehrte Nachfrage nach leichteren, feinfruchtigen Roten, die in den 80ern langsam einsetzte. Doch gottseidank gab es einige mutige Pioniere. Als ein solcher Pate des modernen Weinbaus in Toro kann Manuel Fariña gelten. Der junge Heißsporn hatte gerade erst sein Weinbau-Studium beendet, da begann er, den väterlichen Betrieb radikal umzukrempeln. Zuerst schaffte er Edelstahltanks an, die sich dauerhaft kühlen ließen, dann verlegte er den traditionell auf den 12. Oktober datierten Lesebeginn um vier Wochen nach vorn, was heute den allgemeinen Standard darstellt. Die marmeladig-fetten Weine mit ihren gut und gern 17 oder 18 Volumenprozent, die eher an billigen Likör erinnerten, sollten endlich der Vergangenheit angehören. Mittlerweile ist der Alkoholgehalt von offizieller Seite auf höchstens 15 Prozent gedeckelt, liegt aber üblicherweise eher bei 13 bis 14. Auch auf fortschrittliche Formen der Reberziehung setzte Fariña. Spätestens hier wurde es vielen Winzern der alten Schule zu bunt – die meisten pflegen nach wie vor Einzelstockerziehung und nicht das Aufziehen auf Drahtrahmen. Auch die maschinelle Lese konnte sich nicht wirklich durchsetzen, sodass der Anteil an Handarbeit im Weinberg nach wie vor recht hoch ist.

Was Fariña aber nachhaltig zu etablieren gelang und letztlich den alles verändernden Quantensprung in der Weinbereitung bedeutete, war der Ausbau in Eichenholzfässern. 1987 wurden seine Bemühungen auch von offizieller Seite anerkannt: man verlieh Toro den Status einer geschützten Herkunftsbezeichnung, die neben Landweinen nun auch Qualitätsweine vermarkten durfte, und Fariña wurde der erste Präsident der neuen Appellation. Diese Entwicklung wiederum führte dazu, dass Bodegas aus dem benachbarten Ribera del Duero aufmerksam wurden. Dort war der Rotwein-Boom gerade auf seinem Höhepunkt, weswegen man nach neuen Investitionsmöglichkeiten suchte, um die Nachfrage befriedigen zu können. Stars der Branche wie Pesquera und Vega Sicilia zögerten nicht lange und erwarben Weinberge in Toro – und brachten viel technisches Know-how mit, das wiederum zu einem Anstieg des allgemeinen Niveaus beitrug. Aber es gibt natürlich auch jene Betriebe, die es als echte Toro-Urgesteine zu Höchstleistungen gebracht haben, allen voran Numanthia. Die Trauben für das Aushängeschild des sehr jungen Weingutes, den Termanthia, dessen 2004er Jahrgang mit sagenhaften 100 Parker-Punkten ausgezeichnet wurde, stammen aus einem einzigen Weinberg, der mit nur 900 Reben pro Hektar bestockt ist – die offizielle Untergrenze. Nach oben hin ist bei 2700 Reben Schluss, die zwar von vielen ausgeschöpft werden, allerdings verzichtet man in guten Jahren auf eine vollumfängliche Lese, um in schlechten die Möglichkeit der Selektion zu haben, ohne dass die Lesemenge abfällt.

Da die Kunden sich einerseits die lagerfähigen, fast schwarzen Extraktbomben wünschen, für die Toro seit jeher bekannt ist, andererseits aber auch schon früh trinkreife, unkomplizierte Alltagsweine, haben sich die Winzer die Maceración carbonica, die Kohlensäuremaischung, angeeignet, die sonst hauptsächlich im Beaujolais Verwendung findet. Bei dieser möglicherweise ältesten Art der Rotweinherstellung überhaupt werden die Trauben ohne vorherige Pressung als Ganzes eingemaischt, was eine sehr umsichtige Lese und ebensolchen Transport erfordert, um die Beeren nicht zu verletzen. Unter Schutzgasatmosphäre findet nun ohne den Zusatz von Hefen eine intrazelluläre Gärung statt – faktisch wird das Lesegut also einfach sich selbst überlassen, anderthalb bis zwei Wochen lang, bevor der Most konventionell weiterverarbeitet wird. Während dieser Zeit platzen die Beeren auf und verfärben sich von Dunkelblau zu einem milchigen Hellviolett. Das Ergebnis betont vor allem Nase und Geschmack, die durch bestimmte Phenolverbindungen einen sogenannten Bonbon-Ton nach Dörrobst und tropischen Früchten annehmen, während Tannin und Säure auf einem sehr moderaten Niveau verbleiben.

Ob man nun eher ein Fan solcher Leichtgewichte ist oder doch eher die Klassiker bevorzugt, eines steht fest: kaum ein Weinbaugebiet – mit Ausnahme des Priorats vielleicht, das aber preislich in einer höheren Kategorie spielt – hat in den vergangenen Jahrzehnten einen derart kometenhaften (Wieder-)Aufstieg hingelegt wie Toro. Das hat dem Landstrich zwischen Zamora und Tordesillas, der traditionell kaum über Industrie verfügt und auf die Erträge aus der Landwirtschaft und den Durchreiseverkehr von und nach Portugal angewiesen ist, einen ordentlichen Schub verpasst, denn immer mehr Genuss-Touristen wollen den Ursprung ihrer Lieblingsweine erkunden. Gleichzeitig wurde eine Weinbautradition aus dem Dornröschenschlaf geweckt, die in früheren Jahrhunderten den stolzen Anspruch hatte, qualitative Referenzregion für ganz Spanien zu sein. Und mit dem Potential bis zu 200 Jahre alter Reben und der Dynamik eines kontinuierlichen jährlichen Wachstums von 100 Hektar stehen die Chancen sehr gut, aus dieser Vergangenheit Zukunft werden zu lassen.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Corton Charlemagne Grand Cru 2023

Weißwein · Corton-Charlemagne Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Corton-Charlemagne Grand Cru (Frankreich) 2023 Biodynamie · 13,00 % vol

Der Pierre Vincent Corton-Charlemagne Grand Cru 2023 ist ein monumentaler Weißwein aus dem Debütjahrgang der neuen Domaine: intensiv, kraftvoll, mit leicht reduktiven Noten, einem Hauch Butter und enormem Zug am Gaumen. Der Name ist Programm – und Verpflichtung.


Corton-Charlemagne – die Lage

Corton-Charlemagne ist eine der größten Weißwein-Lagen Burgunds, gelegen am fast kreisförmigen Kalksteinhügel von Corton am nördlichen Ende der Côte de Beaune. Die kalk- und mergelreichen, von der bewaldeten Hügelkuppe erodierten Böden bringen Chardonnays von großer Mineralität und feuersteinartigem Charakter hervor.

Pierre Vincents Cuvée stammt aus zwei nur 0,5 Hektar umfassenden Parzellen alter Reben (1947–1981): die wärmere Le Charlemagne (Südwest, direkt unterhalb von Vougeraie) für Körper und Fülle, die kühlere En Charlemagne (West) für Spannung und Frische. Beide wurden 2023 fünf Tage versetzt gelesen.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune sehr große Weißweine. In einem warmen Jahr erweist sich die kühle Höhenlage des Corton-Hügels als ideal, um Frische und Mineralität zu bewahren.

Es ist zugleich der Debütjahrgang der Domaine Pierre Vincent: 2023 übernahm der langjährige Leiter von Vougeraie und Leflaive die frühere Domaine des Terres de Velle und keltert seither unter eigenem Namen.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol. Insgesamt nur neun Fässer, rund 2.500 Flaschen.

Pierre Vincent arbeitet biodynamisch und im Keller bewusst zurückhaltend: lange, sanfte Pressung, Gärung teils im Edelstahl, anschließend Ausbau in Barriques mit nur geringem Neuholzanteil (eines von neun Fässern neu), ergänzt um rund 20 % Keramik-Amphore zur Wahrung von Spannung und Frische. Der Wein reift über zwei Winter im Keller.

Im Glas

Intensiv und kraftvoll, mit noch leicht reduktiven Noten, einem Hauch von Butter und Schmalz sowie enormem Zug und Druck am Gaumen. Reife Mirabelle und Quitte, Akazienblüte und eine markante mineralische, feuersteinartige Ader, getragen von lebendiger Säure. Der Nachhall ist majestätisch.

Ein monumentaler Corton-Charlemagne – intensiv, mineralisch, mit majestätischem Nachhall.

Gebaut für die lange Reife. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer, Steinbutt, Bresse-Geflügel in Rahmsauce, Kalb oder gereiftem Comté. Ein großer Begleiter für festliche, gehaltvolle Gerichte.


Lage: Le Charlemagne und En Charlemagne, Corton-Charlemagne Grand Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); Kalk-Mergel, alte Reben (1947–1981), 0,5 ha
Klassifikation: Corton-Charlemagne Grand Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Barrique (geringer Neuholzanteil) und ca. 20 % Keramik-Amphore; zwei Winter Ausbau; biodynamisch; 13,00 % vol

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Kreuzritter Premium Kräuter Bitter

Likör · Kräuterbitter · Deutschland

Kreuzritter Premium Kräuterbitter ist ein feiner Digestif aus Deutschland. Das Geheimnis liegt in 11 geheimen Kräutern, ergänzt um 47 weitere Extrakte aus der Kräuterkunde – zusammen 58 sorgfältig ausgewählte Extrakte zu einem aromatischen, kraftvollen Elixier.


Herkunft

Die Kreuzritter GmbH & Co. KG aus dem niedersächsischen Mühlen wurde 2004 von einem Mediziner, einem Ernährungswissenschaftler und einem Spirituosenexperten gegründet. Der Kräuterbitter ist das namensgebende Produkt des Hauses, hergestellt aus hochwertigen, natürlichen Zutaten.

Kräuter und Herstellung

Im Zentrum stehen 11 geheime Kräuter, ergänzt um 47 weitere, allseits bekannte Extrakte aus der Kräuterkunde. Entscheidend ist nicht die reine Zahl, sondern die Auswahl und Zusammenstellung der insgesamt 58 Extrakte, die einer strengen Qualitätskontrolle unterliegen.

Im Glas

Dunkles Bernstein. In der Nase vielschichtig-kräutrig. Am Gaumen aromatisch und kraftvoll, mit dichter Kräuterwürze und einer angenehmen Süße, die die Bitternoten ausbalanciert. Langer, würziger Nachhall.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen, solo oder in Gesellschaft. Auch bei Zimmertemperatur entfaltet sich die Kräuterwürze.

Klassisch solo: gekühlt pur als Digestif nach dem Essen.


Herkunft: Mühlen, Niedersachsen (Deutschland)
Art: Premium-Kräuterbitter (Digestif)
Rezeptur: 58 Extrakte, davon 11 geheime Kräuter

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Bimbache John Stone El Hierro blanco 2022

Weißwein · El Hierro · Kanaren

Der Bimbache John Stone El Hierro Blanco ist ein Weißwein der Kellerei Bimbache von der Kanareninsel El Hierro – eine Cuvée aus Verijadiego Blanco und Listán Blanco. Die Trauben stammen vom kleinen, über sechzig Jahre alten Weinberg Piedra Juan, exponiert auf dem El Monte auf sandigen Vulkangesteinsböden. „John Stone" ist die englische Übertragung des Lagennamens. Ein eigenwilliger Charakterwein mit Nerv, Frische und salziger Mineralität.


El Hierro – Piedra Juan

Bimbache wurde 2018 von Rayco Fernández und Pablo Matallana auf El Hierro gegründet, der kleinsten und jüngsten Kanareninsel und einem Biosphärenreservat. Der Einzellagen-Weinberg Piedra Juan liegt auf dem El Monte und ist über sechzig Jahre alt; die Reben stehen auf sandigen Vulkangesteinsböden. Das maritime, vom Atlantik gekühlte Klima prägt die straffe, salzige Stilistik. Bewirtschaftet wird biologisch, gelesen von Hand.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Verijadiego Blanco und Listán Blanco. Die Gärung beginnt spontan im Tank und wird im französischen Eichenfass beendet, wo der Wein anschließend reift – mit minimalem Eingriff im Keller. Enthält Sulfite.

Im Glas

Ein eigenwilliger Charakterwein. Am Gaumen mit Nerv und Frische, getragen von salziger Mineralität, subtiler Frucht und erdigen Aromen. Straff und terroirgeprägt, mit langem Abgang. Hier zeigt sich das ganze Spektrum eines Weißweins, wie es selten geworden ist.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Meeresfrüchte, Ceviche und gereifter Käse. Auch zu hellem Geflügel und kräftigen Gemüsegerichten. Vor dem Servieren leicht dekantieren; Serviertemperatur 11–13 °C.


Lage Piedra Juan / El Monte, El Hierro (Kanaren), sandige Vulkangesteinsböden, über 60-jährige Reben
Klassifikation DO El Hierro
Ausbau Cuvée Verijadiego Blanco/Listán Blanco, Spontangärung im Tank, Ausbau im französischen Eichenfass

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane 2021

Wein · Orange Wine · Kartli · Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane ist ein georgischer Orange Wine aus der autochthonen Rebsorte Goruli Mtsvane. Die edel auf der Flasche prangende Feige gibt die Richtung vor: weiche, einladende Aromatik mit feinherben Fruchtnoten von Mandarine und Litschi, frisch gemahlenen Mandeln und einer milden Teenote – die Tannine sind dabei kaum spürbar.


Kartli / Georgien

Das Naturweingut Samtavisi Marani wird vom Künstler Mamuka Kikvadze im Dorf Samtavisi in der Region Kartli geführt, zwischen dem Trialeti-Gebirge und dem Hohen Kaukasus. Die Rebsorte Goruli Mtsvane stammt aus Kartli, aus der Region um Gori („Goruli"), und unterscheidet sich deutlich von der bekannteren Variante aus Kachetien („Kachuri Mtsvane"): klarer, ruhiger und weniger wild in ihrer Art. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Goruli Mtsvane. Vinifiziert nach georgischer Tradition im Qvevri (in den Boden eingelassene Tonamphore) mit mehrmonatiger Maischestandzeit, die dem Wein seine bernsteinfarbene Tönung und sanfte Struktur verleiht; anschließend kurze Reife im Edelstahl. Unfiltriert und mit minimalem Eingriff abgefüllt.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase weich und einladend, mit feinherben Noten von Mandarine und Litschi, getrockneter Aprikose und reifem Apfel. Am Gaumen frisch gemahlene Mandeln und eine milde Teenote, getragen von einer exzellent austarierten Säure. Die Tannine sind kaum spürbar; langer, sauberer Abgang.

Am Tisch

Nicht zu kalt servieren (14–16 °C) und atmen lassen – so öffnet sich der Wein am besten. Ein vielseitiger Begleiter kräftiger Küche.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem Gemüse, würzigen Gerichten, Hartkäse und georgischer Küche.


Lage: Region Kartli (Shida Kartli), Samtavisi (Georgien); Naturweingut Samtavisi Marani (Mamuka Kikvadze)
Klassifikation: Orange/Amber Wine – 100 % Goruli Mtsvane, trocken
Ausbau: Maischegärung und -reifung im Qvevri (mehrere Monate), kurze Edelstahlreife; unfiltriert, naturnah

Bilder: © LEPL

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 stammt aus dem berühmtesten Premier Cru von Chambolle-Musigny – einer Lage von Grand-Cru-Format. Ein feiner, parfümierter Pinot Noir voller Eleganz und seidigem Tannin. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Amoureuses – „Die Liebenden" von Chambolle

Les Amoureuses („Die Liebenden") ist der berühmteste der Premiers Crus von Chambolle-Musigny und gilt vielen als einer der besten Weinberge der Welt – mit dem Potenzial, neben Musigny und Bonnes-Mares zur dritten Grand-Cru-Lage des Dorfes aufzusteigen. Die Lage liegt am südlichen Ende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Le Musigny und oberhalb von Vougeot. Ihre Weine stehen für Feinheit und Intensität, erdigen Charakter und feste, zugleich seidige Tannine.

Das Terroir ist hier besonders leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in die Felsritzen zwingt – das ergibt kleine, konzentrierte Beeren. Die meist südöstlich ausgerichtete, stufenförmige Hanglage bringt viel Sonne bei kühlem Klima, sodass die Reife nie auf Kosten der Säure geht.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer feinen, parfümierten Lage wie Les Amoureuses ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Grand-Cru-würdigen Wein mit Tiefe und Frische – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom leichten, felsigen Kalkboden am Fuß des Musigny lebt dieser Chambolle von Parfüm und Finesse: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, ausgeprägte florale Anklänge von Rose und Veilchen und eine feine, würzige Tiefe. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und intensiv zugleich, mit feinem, seidigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Rose und Veilchen, seidig und intensiv mit langer, mineralischer Tiefe.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); südliches Gemeindeende unterhalb Le Musigny; dünner felsiger Oberboden über hartem Kalkstein, südöstliche Ausrichtung
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); gilt als Lage von Grand-Cru-Format
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Château Pigoudet Coteaux d´Aix en Provence

Wein · Rosé · Coteaux d'Aix-en-Provence · Frankreich

Château Pigoudet Coteaux d'Aix-en-Provence Rosé schimmert in heller, klassischer Rosé-Farbe im Glas. Im hellen, frischen Provence-Stil begeistert er mit Frische, Leichtigkeit und Würzigkeit. Die Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah und etwas Cabernet Sauvignon besitzt die nötige Harmonie und Säurespannung, um nicht nur als Solokünstler, sondern auch zu mediterranen Gerichten und Salaten zu brillieren.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Das familiengeführte Château Pigoudet liegt im nördlichsten Teil der AOC Coteaux d'Aix-en-Provence, zwischen Jouques und Rians am Fuß der Sainte-Victoire auf rund 400 Metern Höhe. Tonig-kalkhaltige Böden, der Mistral und die frischen Nächte sorgen für das Markenzeichen der Pigoudet-Weine: Frische und Reife zugleich.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah und etwas Cabernet Sauvignon. Die Nachtlese bewahrt die frische Aromatik der Trauben; der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um den hellen, klaren Provence-Stil zu erhalten. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles, klassisches Lachsrosa. In der Nase rote Beeren und frischer Pfirsich, dazu Zitrus, florale Noten und eine feine Würze. Am Gaumen frisch, saftig und leicht, mit feiner Säurespannung und sauberem, animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif und Solokünstler oder zum Essen.

Passt zu: mediterranen Gerichten, Salaten, Fisch, Meeresfrüchten und gegrilltem Gemüse.


Lage: AOC Coteaux d'Aix-en-Provence (Provence, Frankreich); Château Pigoudet
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP Rosé – Cuvée aus Grenache, Cinsault, Syrah & Cabernet Sauvignon, trocken
Ausbau: Nachtlese, Ausbau im Edelstahltank

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Reis Moselherz Rotwein fruchtig süss

Wein · Rotwein · Mosel · Deutschland

Reis Moselherz Rotwein ist eine milde, fruchtige Alternative zu oft schweren, gerbstofflastigen Rotweinen. Aromen von Brombeere, Johannisbeere und Kirsche werden von sanften Tanninen geerdet – ein leicht-fruchtiger Dornfelder von der Mosel.


Mosel

Das Weingut Achim Reis liegt an der Mosel, die vor allem für Weißweine bekannt ist. Dornfelder ist eine deutsche Rotweinsorte, die für tiefe Farbe und üppige, zugängliche Beerenfrucht steht – hier in einer milden, fruchtbetonten Interpretation.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Dornfelder. Der Ausbau stellt die fruchtsüße, weiche Stilistik in den Vordergrund, mit sanften Tanninen und einer fruchtigen Restsüße – eine unkomplizierte, milde Alternative zu kräftigen Rotweinen.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase Brombeere, Johannisbeere und Kirsche. Am Gaumen weich und fruchtsüß, mit reifer Beerenfrucht, sanften Tanninen und mildem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren – ein unkomplizierter Wein zum Genießen, auch solo.

Passt zu: mildem Käse, Geflügel, leichten Fleischgerichten, herzhaftem Gebäck oder als geselliger Wein für sich.


Lage: Mosel (Deutschland); Weingut Achim Reis
Klassifikation: Mosel – 100 % Dornfelder
Ausbau: fruchtbetonter, milder Ausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Gosset Champagner Grand Rosé brut

Champagner · Rosé · Brut · Aÿ

Gosset Grand Rosé Brut ist ein Rosé-Champagner des ältesten Weinhauses der Champagne, gegründet 1584 in Aÿ. Eine Chardonnay-betonte Assemblage mit Aromen von Zitrusfrüchten und Erdbeere – lachsfarben, mit feiner Mineralität und einem schönen Gleichgewicht aus Spannung und Frucht.


Aÿ & Champagne

Champagne Gosset, gegründet 1584 in Aÿ, ist das älteste Weinhaus der Champagne. Die Trauben stammen überwiegend aus Premier- und Grand-Cru-Lagen. Charakteristisch für den Hausstil ist der Verzicht auf die malolaktische Gärung, der Frische und Spannung bewahrt.

Assemblage und Ausbau

Eine Chardonnay-betonte Assemblage mit Pinot Noir, ergänzt um einen Anteil stillen Rotwein (u. a. aus Bouzy und Ambonnay), der Farbe und fruchtige Tiefe gibt. Nach langem Hefelager und dem Degorgieren reift der Champagner weitere sechs Monate im Keller, um seine ausgewogenen Nuancen zu entwickeln. Brut dosiert.

Im Glas

Lachsfarben mit kirschroten Reflexen und feiner Perlage. In der Nase Zitrusfrüchte und Erdbeere. Am Gaumen dezente Noten reifer Beeren und Limette, ein schönes Gleichgewicht zwischen Spannung und vollmundiger Frucht, abgerundet von herrlicher Mineralität. Feiner, animierender Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu Tisch. Die Verbindung aus Frische und Frucht macht ihn zu einem vielseitigen Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Aperitif, Krustentiere, Lachs, Geflügel und Beerendesserts.


Lage: Aÿ, Champagne (Frankreich)
Klassifikation: Champagne AOC – Rosé (Brut)
Ausbau: ohne malolaktische Gärung, langes Hefelager; Chardonnay-betonte Assemblage mit Rotweinanteil

Mehr erfahren ...