Das Weinbaugebiet Toro

Das spanische Anbaugebiet Toro stellt sich vor

Ein Weinbaugebiet in Spanien könnte wohl kaum einen landestypischeren Namen tragen als Toro, zu deutsch Stier. Das ist nicht etwa ein moderner Marketing-Gag, sondern geht auf den Stammesverband der Keltiberer zurück, die das reizvolle Städtchen auf dem Felsplateau, dessen Name stellvertretend für die ganze Region steht, schon in der Antike so benannten. Sie selbst betrieben wohl noch keinen Weinbau im größeren Stil. Der gelangte erst mit der römischen Kolonialmacht in diesen recht entlegenen nordwestlichen Teil Zentralspaniens – genauer gesagt an die Ufer des Río Duero, der, wenn er an Toro entlangfließt, schon die Weinbaugebiete Ribera del Duero, Cigales und Rueda hinter sich hat. Der Klassiker-Status endet aber keineswegs mit der Benennung. Auch sonst erfüllt Toro das, was man landläufig von einem „echt spanischen“ Anbaugebiet erwarten würde: den Fokus auf Rotwein und explizit natürlich auf den meist sortenrein abgefüllten Tempranillo. Der tritt hier als lokale Variation mit dem Namen Tinta de Toro auf, die genau genommen die Urform des Tempranillo ist – bedingt durch die rauen Umweltbedingungen kleiner und dickschaliger, damit auch tannin- und extraktreicher als die Verwandten aus Rioja und Co.

Gelegen auf der Hochebene im Zentrum der Iberischen Halbinsel, der sogenannten Meseta, stehen die Rebstöcke auf einer Höhe von etwa 600 bis 800 Metern in den jährlich 3000 Sonnenstunden ziemlich exponiert. Allerdings sinken die Temperaturen hier zum späten Abend hin wesentlich schneller als an der Talsohle und auch die mäßigende Wirkung des dort unten entlangfließenden Duero reicht nicht so weit hinauf – diese kühlen Nächte mit oft an die 25 Grad weniger als tagsüber sind eine elementare Voraussetzung für die Erzeugung hochwertiger Weine. Allgemein sind die Trauben dem recht extremen kontinentalen Klima mit heißen Sommern, frostigen Wintern und sehr wenig Niederschlag, was die Region zu einer der trockensten des ganzen Landes macht, schlicht schutzlos ausgeliefert. Dementsprechend gering sind die Erträge, dementsprechend hochkonzentriert und dunkelwürzig präsentieren sich die Weine, die zu mindestens drei Vierteln aus Tempranillo bestehen müssen. Insbesondere die alten Rebstöcke, die teilweise noch Ende des 19. Jahrhunderts gepflanzt wurden, bringen Weine von famoser Fülle und Wärme hervor. Die Reben tragen zwar weniger Trauben als die jüngeren Exemplare, ergeben aber deutlich expressiveren Wein und trotzen dem Wassermangel besser, da ihre Wurzeln tiefer in den Untergrund reichen. Der trägt seinerseits, farblich zwischen Rotbraun und Ocker changierend, durch seine relative Kargheit und Durchlässigkeit zusätzlich zur Kämpfernatur des Tempranillo bei. Eisen und vom Fluss im Laufe der Zeit abgelagerter Kalk durchsetzen den dominierenden Sand und wirken als natürliche Dünger, die das Wachstum der Beeren fördern, den Rebstock optimal mit Mineralstoffen versorgen und durch ihren basischen Charakter die Säureentwicklung im Zaum halten. Faktisch reguliert die Beschaffenheit des Terroirs die Erträge also massiv, gibt den wenigen verbliebenen Trauben aber die allerbesten Voraussetzungen mit auf den Weg. Die Garnacha, die zweite rote Rebe Toros, erreicht unter diesen Voraussetzungen die Qualität der Tinta de Toro nicht, und auch Verdejo und Malvasia auf der weißen Seite können kaum mithalten. Viele Pflanzen sind wurzelecht, denn das nach der Reblausplage in Europa etablierte Aufpfropfen war in Toro nicht nötig: auf dem sandigen Boden konnten die Schädlinge sich nicht gut fortbewegen, sodass man die Katastrophe nicht nur recht unbeschadet überstand, sondern sogar noch große Mengen ins komplett verheerte Frankreich exportieren konnte.

Schon während des späten Mittelalters war die geografische Lage Toros besonders unter Marketing-Gesichtspunkten hervorragend: das nahe Valladolid fungierte als Hauptstadt des Königreichs Kastilien, wenige Jahre sogar Gesamtspaniens und orderte regelmäßig große Mengen Wein für den höfischen Bedarf. Ähnlich hielt es Salamanca, wo an der ältesten Universität des Landes Professoren und Studenten – beide für die damalige Zeit sehr betuchte Gruppen – sich nach den Vorlesungen gern ausgiebigen Zechgelagen hingaben. Ironischerweise findet sich am reich verzierten Hauptportal noch heute die Plastik einer Kröte, die auf einem Totenschädel hockt – eine Erinnerung an die Studentenschaft, dass sie ihre zügellosen Ausschweifungen im Diesseits nach dem Tode büßen würden. Diese Mahnung ernster als jene nahmen wahrscheinlich die vielen Pilger, die Richtung Santiago de Compostela strömten und sich in Toro mit flüssiger Wegzehrung für den letzten Teil des Jakobsweges eindeckten. Und auch die Geistlichen in der Wallfahrtsstadt selbst bekundeten reges Interesse, sodass der König von Leon sie im 13. Jahrhundert mit reichhaltigen Weinbergs-Schenkungen in der Gegend um Toro bedachte und damit die Herrschaft der Kirche über den Weinbau auch dort nachhaltig sicherte. Die machte ihre Sache mit den anvertrauten Reben denn auch sehr gut: Weine aus Toro genossen etliche Privilegien, wurden am spanischen Königshof gereicht, der zu dieser Zeit ansonsten fast ausschließlich nach Weißwein verlangte, und durften an wichtigen Weinhandelsplätzen wie etwa Sevilla als einzige gebietsfremde Erzeugnisse feilgeboten werden. Auch Kolumbus soll auf seinen Reisen den bei ihm hoch im Kurs stehenden Wein aus Toro als Proviant mitgeführt und möglicherweise sogar ein Glas davon auf die Entdeckung Amerikas erhoben haben.

Trotz dieser strahlenden Vergangenheit hatte Toro es, ähnlich wie viele andere spanische Weinbaugebiete, im 20. Jahrhundert nicht besonders leicht: von weit über 30000 Hektar sank die Rebfläche über Jahrzehnte immer weiter ab, bis sie schließlich unter 1000 lag. Die heute wieder rund 6000 Hektar bestockter Fläche sind denn auch immer noch nicht ansatzweise so landschaftsprägend wie die schier endlosen Weizenfelder, welche der Region den Beinamen Tierra del Pan, Land des Brotes, eingetragen haben. Das hängt auf der einen Seite mit der jahrzehntelang nicht eben winzerfreundlichen Politik der Regierung zusammen – in den Dürrejahren der späten 40er opferte man massiv Rebflächen für den Getreideanbau -, aber auch mit internen Problemen. Selbstgenügsam hatte man weder die Kellertechnik auf einem aktuellen Stand gehalten, weswegen die Weine oft vermeidbare Fehlnoten aufwiesen, und, was eigentlich noch schlimmer war: man hatte den allgemeinen Trends der Konsumentenwünsche keinerlei Beachtung geschenkt. War man seit ewigen Zeiten gut gefahren mit sehr schweren und alkoholreichen Weinen, ignorierte man geflissentlich die vermehrte Nachfrage nach leichteren, feinfruchtigen Roten, die in den 80ern langsam einsetzte. Doch gottseidank gab es einige mutige Pioniere. Als ein solcher Pate des modernen Weinbaus in Toro kann Manuel Fariña gelten. Der junge Heißsporn hatte gerade erst sein Weinbau-Studium beendet, da begann er, den väterlichen Betrieb radikal umzukrempeln. Zuerst schaffte er Edelstahltanks an, die sich dauerhaft kühlen ließen, dann verlegte er den traditionell auf den 12. Oktober datierten Lesebeginn um vier Wochen nach vorn, was heute den allgemeinen Standard darstellt. Die marmeladig-fetten Weine mit ihren gut und gern 17 oder 18 Volumenprozent, die eher an billigen Likör erinnerten, sollten endlich der Vergangenheit angehören. Mittlerweile ist der Alkoholgehalt von offizieller Seite auf höchstens 15 Prozent gedeckelt, liegt aber üblicherweise eher bei 13 bis 14. Auch auf fortschrittliche Formen der Reberziehung setzte Fariña. Spätestens hier wurde es vielen Winzern der alten Schule zu bunt – die meisten pflegen nach wie vor Einzelstockerziehung und nicht das Aufziehen auf Drahtrahmen. Auch die maschinelle Lese konnte sich nicht wirklich durchsetzen, sodass der Anteil an Handarbeit im Weinberg nach wie vor recht hoch ist.

Was Fariña aber nachhaltig zu etablieren gelang und letztlich den alles verändernden Quantensprung in der Weinbereitung bedeutete, war der Ausbau in Eichenholzfässern. 1987 wurden seine Bemühungen auch von offizieller Seite anerkannt: man verlieh Toro den Status einer geschützten Herkunftsbezeichnung, die neben Landweinen nun auch Qualitätsweine vermarkten durfte, und Fariña wurde der erste Präsident der neuen Appellation. Diese Entwicklung wiederum führte dazu, dass Bodegas aus dem benachbarten Ribera del Duero aufmerksam wurden. Dort war der Rotwein-Boom gerade auf seinem Höhepunkt, weswegen man nach neuen Investitionsmöglichkeiten suchte, um die Nachfrage befriedigen zu können. Stars der Branche wie Pesquera und Vega Sicilia zögerten nicht lange und erwarben Weinberge in Toro – und brachten viel technisches Know-how mit, das wiederum zu einem Anstieg des allgemeinen Niveaus beitrug. Aber es gibt natürlich auch jene Betriebe, die es als echte Toro-Urgesteine zu Höchstleistungen gebracht haben, allen voran Numanthia. Die Trauben für das Aushängeschild des sehr jungen Weingutes, den Termanthia, dessen 2004er Jahrgang mit sagenhaften 100 Parker-Punkten ausgezeichnet wurde, stammen aus einem einzigen Weinberg, der mit nur 900 Reben pro Hektar bestockt ist – die offizielle Untergrenze. Nach oben hin ist bei 2700 Reben Schluss, die zwar von vielen ausgeschöpft werden, allerdings verzichtet man in guten Jahren auf eine vollumfängliche Lese, um in schlechten die Möglichkeit der Selektion zu haben, ohne dass die Lesemenge abfällt.

Da die Kunden sich einerseits die lagerfähigen, fast schwarzen Extraktbomben wünschen, für die Toro seit jeher bekannt ist, andererseits aber auch schon früh trinkreife, unkomplizierte Alltagsweine, haben sich die Winzer die Maceración carbonica, die Kohlensäuremaischung, angeeignet, die sonst hauptsächlich im Beaujolais Verwendung findet. Bei dieser möglicherweise ältesten Art der Rotweinherstellung überhaupt werden die Trauben ohne vorherige Pressung als Ganzes eingemaischt, was eine sehr umsichtige Lese und ebensolchen Transport erfordert, um die Beeren nicht zu verletzen. Unter Schutzgasatmosphäre findet nun ohne den Zusatz von Hefen eine intrazelluläre Gärung statt – faktisch wird das Lesegut also einfach sich selbst überlassen, anderthalb bis zwei Wochen lang, bevor der Most konventionell weiterverarbeitet wird. Während dieser Zeit platzen die Beeren auf und verfärben sich von Dunkelblau zu einem milchigen Hellviolett. Das Ergebnis betont vor allem Nase und Geschmack, die durch bestimmte Phenolverbindungen einen sogenannten Bonbon-Ton nach Dörrobst und tropischen Früchten annehmen, während Tannin und Säure auf einem sehr moderaten Niveau verbleiben.

Ob man nun eher ein Fan solcher Leichtgewichte ist oder doch eher die Klassiker bevorzugt, eines steht fest: kaum ein Weinbaugebiet – mit Ausnahme des Priorats vielleicht, das aber preislich in einer höheren Kategorie spielt – hat in den vergangenen Jahrzehnten einen derart kometenhaften (Wieder-)Aufstieg hingelegt wie Toro. Das hat dem Landstrich zwischen Zamora und Tordesillas, der traditionell kaum über Industrie verfügt und auf die Erträge aus der Landwirtschaft und den Durchreiseverkehr von und nach Portugal angewiesen ist, einen ordentlichen Schub verpasst, denn immer mehr Genuss-Touristen wollen den Ursprung ihrer Lieblingsweine erkunden. Gleichzeitig wurde eine Weinbautradition aus dem Dornröschenschlaf geweckt, die in früheren Jahrhunderten den stolzen Anspruch hatte, qualitative Referenzregion für ganz Spanien zu sein. Und mit dem Potential bis zu 200 Jahre alter Reben und der Dynamik eines kontinuierlichen jährlichen Wachstums von 100 Hektar stehen die Chancen sehr gut, aus dieser Vergangenheit Zukunft werden zu lassen.

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Weine

Natmoselle Bioweingut Reis & Söhne PetNat BIO

Wein · Schaumwein · Mosel · Deutschland

Natmoselle PetNat entsteht nach der ursprünglichsten Herstellungsform von Schaumwein: Der noch gärende Wein wird im richtigen Moment in Flaschen gefüllt und gärt dort zu Ende – jede Flasche für sich. Mit dieser gleichermaßen einfachen wie komplexen Methode entsteht ein frisch prickelnder, reinsortiger Riesling-Schaumwein.


Mosel

Das Natmoselle Bioweingut Reis & Söhne liegt an der Mosel, deren steile Schieferlagen den Weinen klare Frucht und ausgeprägte Mineralität verleihen. Der Wein ist biozertifiziert (DE-ÖKO-039). Riesling ist die Leitsorte der Region und bildet die Basis dieses Pét-Nat.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Schaumwein entsteht nach der Méthode ancestrale (Pétillant Naturel): Der noch gärende Most wird in die Flasche gefüllt, wo die Erstgärung zu Ende läuft und die natürliche Kohlensäure gebunden bleibt. Ohne Dosage, naturbelassen – trocken ausgebaut. Eine leichte Hefetrübung ist methodentypisch.

Im Glas

Helles Gelb mit feiner, lebhafter Perlage. In der Nase grüner Apfel, Zitrus und etwas Steinobst, dazu moseltypische Schiefermineralität und eine feine Hefenote. Am Gaumen trocken und frisch, mit animierender Säure, schlankem Körper, feinem Schmelz und klarem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als prickelnder Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern, Meeresfrüchten, Sushi, leichten Vorspeisen und Ziegenkäse.


Lage: Mosel (Deutschland); Natmoselle – Bioweingut Reis & Söhne
Klassifikation: Pét-Nat / Méthode ancestrale – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Flaschengärung der noch laufenden Erstgärung (Pétillant Naturel), ohne Dosage

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Frankreich

Domaine Denis Mortet Bourgogne Rouge Cuvee De Noble Souche 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Daix · >400 m Reben ~35 Jahre · 1 ha 18 Monate Holz · 20% neu

Der Bourgogne Rouge Cuvée de Noble Souche 2023 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus hochgelegenen Parzellen in Daix. Die langsame Reife in der Höhe gibt dem Wein einen sehr frischen Stil mit viel Frucht und Saftigkeit – ein regionaler Bourgogne aus der Hand einer Spitzenadresse.


Daix – Höhenlage bei Dijon

Alle Parzellen liegen in Daix, dem Heimatdorf der Familie Mortet, nordwestlich von Dijon. Die Reben wachsen hier auf über 400 Metern Höhe; das Grundgestein liegt fast an der Oberfläche, die Böden sind braun und sehr kalkhaltig. Die Höhenlage verlangsamt die Reife und sorgt für Frische.

Die Rebfläche beträgt rund 1 Hektar, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei 35 Jahren. Es kommen weder Dünger noch chemische Unkrautvernichtungsmittel zum Einsatz, nur organische Bodendünger. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung und Gärung ausschließlich mit natürlichen Hefen; Überpumpen und Unterstoßen werden sorgfältig kontrolliert.

Anschließend reift der Wein 18 Monate im Eichenfass, davon 20 % neues Holz. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Im Glas

Ein sehr frischer Pinot Noir mit viel Frucht und Saftigkeit. Klare dunkle Beerenfrucht trifft auf feine Würze; am Gaumen geradlinig, saftig und mit frischer Säure.

Sehr frisch, voller Frucht und Saftigkeit – ein hochgelegener Bourgogne, der über seine Stufe hinausweist.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Charcuterie, Brathähnchen und Geflügel, Ente, Gerichte mit Pilzen oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Daix bei Dijon; über 400 m, braune, stark kalkhaltige Böden, 1 ha, Reben ~35 Jahre
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz (20% neu); naturnahe Bewirtschaftung

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Weine

Martin Waßmer Grauer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Grauer Burgunder ist ein saftiger, fruchtbetonter Grauburgunder aus Baden. In der Nase sauber mit feiner Frucht, am Gaumen reif und harmonisch mit einem Hauch Honig.


Baden / Markgräflerland

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Das milde Klima und die kalk- und lössgeprägten Böden bringen saftige, gehaltvolle Burgunderweine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau bewahrt die reife, saftige Frucht und die harmonische, zugängliche Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase sauber, mit feinen Fruchtnoten von Williamsbirne, reifem Boskop und etwas Zitronat sowie dezenten nussigen Noten im Hintergrund. Am Gaumen saftig, mit mittlerer Dichte und Länge, reifer Frucht und einem Hauch Honig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Pasta und mildem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Gutswein – 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: saftig und fruchtbetont

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Feinkost

Umami Paste Taste #5

Feinkost · Würzpaste · Umami · Italien / UK

Taste #5 Umami Paste ist eine konzentrierte Würzpaste, die jedem Gericht herzhafte Geschmackstiefe verleiht – die fünfte Geschmacksrichtung Umami in der Tube. Aus natürlichen Mittelmeer-Zutaten wie Tomate, Sardelle, Steinpilz, Parmigiano und Oliven.


Herkunft

Entwickelt von Laura Santtini, einer italienischstämmigen Londonerin und Köchin/Autorin, die 2009 die erste Umami-Marke im Handel gründete. Vertrieben wird die Paste durch Kiril Mischeff Ltd. (Worksop, Großbritannien). Sie greift die Idee des konzentrierten Tomatenmarks auf und verdichtet sie zu einer komplexen Würzpaste.

Zutaten und Herstellung

Eine dreifach konzentrierte Paste aus natürlichen, umami-reichen Zutaten: Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico-Essig, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl, Essig, Zucker und Salz. Enthält Fisch und Milch; kann Spuren von Gluten, Ei, Soja, Sulfiten, Sellerie, Nüssen und Senf enthalten.

Geschmack

Tief herzhaft und würzig, mit der unverkennbaren Umami-Fülle von reifer Tomate, Sardelle, Steinpilz und gereiftem Parmigiano. Salzig-rund, mit feiner Säure von Balsamico und Oliven – eine echte Geschmacksbombe.

In der Küche

Am besten kurz vor dem Servieren einrühren, um die Aromen zu betonen. Ideal in Saucen, Suppen, Eintöpfen und Bratensaucen, zu Pasta und Risotto, als Marinade (etwa mit Olivenöl, Rotwein und Rosmarin) oder auf Pizza und Bruschetta. Roh wie gekocht verwendbar.

Passt zu: Pasta, Saucen, Suppen, Fleisch, Fisch und Marinaden.


Hersteller/Vertrieb: Laura Santtini / Kiril Mischeff Ltd., Worksop (Großbritannien)
Produkt: Taste #5 Umami Paste (Würzpaste)
Zutaten (Auszug): Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl; enthält Fisch und Milch
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10/2027

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Weine

Sylvain Bzikot Bourgogne blanc 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC Lagen um Puligny & Meursault 2024 50% Stahl · 50% Barrique (gebraucht)

Der Bourgogne Blanc 2024 von Sylvain Bzikot ist ein ausdrucksstarker burgundischer Chardonnay. Die Trauben stammen aus mehreren selektiven Lesegängen in renommierten Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault. Am Gaumen cremig, mineralisch klar und frisch – mit einer Preis-Leistung, die im Burgund selten ist.


Chardonnay aus dem Herzen der Côte de Beaune

Bourgogne ist die regionale Appellation des Burgunds. Dieser Wein bezieht seine Frucht aus Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault – das Herz der großen weißen Côte de Beaune. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Aus dieser Herkunft entsteht ein regionaler Bourgogne, der von der Handschrift einer Weißwein-Spitzenadresse profitiert und über sein Etikett hinausweist.

Jahrgang 2024 – Burgund (Côte de Beaune)

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich, der Sommer brachte stabilere, trockenere Tage; spät kehrte noch einmal Regen zurück, bevor sich zur Lese eine freundlichere Phase einstellte.

Die Ernte begann spät, mit sorgfältiger Selektion; die Mengen waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei gemäßigten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, aus mehreren selektiven Lesegängen.

Der Ausbau erfolgt zu gleichen Teilen im Edelstahltank und in mehrjährigen 225-Liter-Barriques aus französischer Eiche. Der gebrauchte Holzanteil gibt Textur, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase feine, vielschichtige Aromen von Zitrusfrüchten, gerösteten Nüssen und Steinobst, dazu ein Hauch frisch gebackenes Sauerteigbrot und zarte Vanille. Am Gaumen cremig, mineralisch klar und frisch, mit einem tiefen, weichen und zugleich frischen Finish.

Zitrus, geröstete Nüsse und ein Hauch Sauerteigbrot über einem cremig-mineralischen Gaumen – ein Burgunder mit Aha-Effekt.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger weißer Allrounder.


Lage: Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault (Côte de Beaune)
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Chardonnay; zu gleichen Teilen Edelstahl und mehrjährige Barriques (225 l)

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Syrah 2020

Rotwein · Sta. Rita Hills · Syrah

Syrah Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2020 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Syrah 2020 ist ein kalifornischer Kult-Syrah von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – kraftvoll und doch ausgesprochen elegant, so markant und fein, dass der Muskel fast unbemerkt bleibt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2020 – Sta. Rita Hills

2020 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer, trockener Jahrgang.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für tief konzentrierte, zugleich strukturierte Syrahs.

Ausbau

Vergoren mit 13 % Ganztrauben – bei Syrah setzt Krankl bewusst etwas weniger Rappen ein, da die Sorte empfindlicher auf Stiele reagiert.

Ausgebaut zu 66 % in brandneuen französischen Eichenfässern – überwiegend Barriques (228 Liter), ergänzt um einen Anteil größerer Hogsheads (300 Liter); der Rest waren Fässer von ein bis drei Jahren.

Im Glas

Sehr dunkle, fast strahlende Farbe mit dunklem Burgunderton. Hypercremig in Nase und Mund, komplex und vielschichtig, ohne jede Arroganz – rundum üppig und außergewöhnlich lang. Über drei Tage offen verkostet zeigte sich der Wein durchweg gleichbleibend großartig und beeindruckend langlebig. Nichts Mageres, und doch ein sehr eleganter, markanter Syrah, dessen Kraft fast unbemerkt bleibt. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

So elegant, so markant, dass die Muskeln fast unbemerkt bleiben.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; 13 % Ganztrauben; 66 % neue französische Eiche (Barriques und Hogsheads); 15,50 % vol

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Weine

Christian Ottenbreit Pinot Noir Sieben Hügel

Rotwein · Spätburgunder · Franken

100 % Spätburgunder Deutscher Qualitätswein Marktbreiter Sonnenberg · Obernbreiter Kanzel trocken · 0,5 g/l Maischegärung · Barrique

Der Sieben Hügel Pinot Noir 2024 ist der trockene Spätburgunder von Christian Ottenbreit aus Obernbreit im fränkischen Maindreieck. Ottenbreit hat den elterlichen Betrieb 2017 in ein eigenes Weingut überführt und arbeitet naturnah: Handlese, reduzierte Erträge, Spontanvergärung und Holzausbau. Der Spätburgunder wird auf der Maische vergoren und im Barrique ausgebaut, bleibt dabei aber hell und transparent in der Farbe. Stilistisch zielt der Wein auf rotfruchtige Klarheit und Finesse statt auf Kraft und Farbe. Die Trauben stammen aus den Hügellagen rund um Obernbreit und Marktbreit.


Marktbreiter Sonnenberg & Obernbreiter Kanzel – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, dem südlichen Teil des Anbaugebiets Franken. Christian Ottenbreit absolvierte seine Ausbildung bei fränkischen Winzern und den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, bevor er 2017 sein eigenes Weingut begründete; rund sieben Hektar werden auf ökologischen Anbau umgestellt. Die Reben für den Spätburgunder wachsen in den südexponierten Hanglagen Marktbreiter Sonnenberg und Obernbreiter Kanzel auf tiefgründigen Böden aus Lößlehm, Keuper und Muschelkalk. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein, trocken, eingestuft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir) aus handgelesenen, im Ertrag reduzierten Trauben. Die Maische wird spontan vergoren, anschließend reift der Wein im Barrique. Eine schonende Extraktion hält Farbe und Tannin zurück und stellt die rote Frucht in den Vordergrund. Der Wein ist vegan; Restzucker 0,5 g/l, Gesamtsäure 6,5 g/l, 13,0 % vol., 0,75 l.

Im Glas

Helle, transparente Rubinfarbe. In der Nase rote Kirsche, Himbeere und Granatapfel, dazu eine florale Note und etwas Würze aus dem Holzausbau. Am Gaumen schlank und klar, mit feinkörnigem Tannin, frischer Säurestruktur und einem Kern aus roten Beeren. Mehr Finesse als Kraft; der Abgang bleibt mittellang und trocken, mit dezenter Würze.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Ente, Reh, geschmorte Pilze, Wildgeflügel und reifer Hartkäse. Ein Pinot Noir für den Esstisch, der zu hellem wie dunklem Fleisch passt. Der 2024er ist jung trinkbar und zeigt sich bereits offen; vor dem Servieren rund 30 Minuten dekantieren. Trinktemperatur 12–14 °C, bei kühler, dunkler Lagerung haltbar bis etwa 2030.


Lage Marktbreiter Sonnenberg, Obernbreiter Kanzel · Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein, trocken
Ausbau Maischegärung, Spontanvergärung, Barrique

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Feinkost

Crostino Paté di Cinghiale Wildschweinpastete Toskana

Feinkost · Pastete · Toskana · Italien

Crostino Paté di Cinghiale ist eine herzhafte Wildschweinpastete aus der Toskana – die klassische Grundlage für die berühmten Crostini toscani.


Herkunft / Toskana

Das Wildschwein (cinghiale) ist fest in der toskanischen Küche verankert – besonders im Hinterland von Maremma und Chianti. Crostini mit Wildschwein- oder Leberpastete zählen zu den klassischen Vorspeisen der Region. Hier von Viani.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Wildschweinfleisch, verfeinert mit Gewürzen, und zu einer streichfähigen Pastete verarbeitet. Die genaue Zutatenliste entnehmen Sie bitte dem Etikett.

Geschmack

Kräftig und würzig, mit dem typisch herzhaften, leicht wildigen Aroma des Wildschweins. Streichzarte Textur und vollmundiger, rustikaler Charakter.

In der Küche

Klassisch auf geröstetem Weißbrot servieren.

Ideal: als Crostini toscani auf geröstetem Brot, als Antipasto und zu kräftigem Rotwein.


Hersteller: Viani (Italien)
Produkt: Crostino Paté di Cinghiale – Wildschweinpastete
Zutaten: Wildschweinfleisch, Gewürze (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Toskana (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.07.2028

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