Valuas – Venlo – Niederlande

Vieles im Leben ist durchgetaktet, wohlüberlegt terminiert und erfordert eine gründliche Überlegung und Planung, was ich morgen, in einer Woche oder gar in mehreren Monaten gerne machen möchte.

Vor allem Restaurantbesuche erfordern in unseren Zeiten schon fast hellseherische Fähigkeiten. Denn wer kann schon sagen, was er in acht Wochen im Sommerurlaub gerne essen möchte, und ob man dann nicht doch Pech hat und auf der gebuchten Terrasse mit Meerblick, bei gewagten 14 Grad, vor aufkommendem Nieselregen und zarten Windböen Angst haben muss.

Der Besuch im Restaurant Valuas in der niederländischen Stadt Venlo war dann ein Mal ein wohltuendes, komplett spontanes Ereignis. Zu viert bei einem kleinen Spaziergang und auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität zur Speisenaufnahme haben wir eine nette Terrasse gesehen. Kurz geschaut, ob es sich hier um ein Restaurant handelt, angerufen und nach kurzer Nachfrage auch direkt einen Platz bekommen.

Das hier entdeckte Valuas besteht aus dem gleichnamigen Hotel, dem Fine Dining Restaurant und einem Bistro namens La Vie. Dieses Kleinod liegt direkt am Fluss Maas und die eingangs bereits erwähnte Terrasse lädt zum träumen, essen und trinken ein.

So kann also spontan und aus den Speisekarten beider Restaurants ein leckeres, individuelles Esserlebnis gezaubert werden. Und die servierten Gerichte gelingen Chefkoch und Miteigentümer Eric Swaghoven und seinem Team hier im Valuas ziemlich gut. Ein Potpourri aus klassisch französischen Gerichten, mediterranen, saisonalen und asiatischen lässt das Leben auf der Sonnenterrasse mit Blick auf die Maas zu einem grandiosen Gesamterlebnis werden; und ein solcher Abend kann einfach nicht vorab geplant werden.

Schwarze Bohnencreme auf Tomaten.
Weisse Bohnencreme.
Bestes Sauerteigbrot.
Auster.
Gänseleberpastete mit einem Apfel-Birnen Kompott und einem Brioche Toast.
Spargel, Kartoffeln, gekochter Schinken, ein pochiertes Ei und Mousseline Sauce.
Wan-Tan vom Freilandhuhn, Fondant Süßkartoffeln, Frühlingszwiebeln und Teriyaki-Sauce.
Spinat-Ricotta Ravioli auf einer Zitronencreme und Petersilien Öl.

Valuas, Sint Urbanusweg 11, 5914 CA Venlo, Niederlande, Telefon: +31 77 354 1141, https://www.valuas-hr.nl/

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Chateau Rozier Saint Emilion Grand Cru

Rotwein · Saint-Émilion Grand Cru · Merlot · Bordeaux

Château Rozier Saint-Émilion Grand Cru ist ein aromatischer Bordeaux-Rotwein vom rechten Ufer der Gironde. Das Weingut liegt in der renommierten Appellation Saint-Émilion. Die Merlot-betonte Cuvée besticht mit dichter, purpurroter Farbe und viel Frucht. Im Glas vollmundig, fruchtbetont und mit seidigen Tanninen.


Saint-Émilion

Saint-Émilion ist eine der berühmtesten Appellationen am rechten Ufer der Gironde, bekannt für Merlot-dominierte Weine. Die kalk-, ton- und sandgeprägten Böden verleihen den Weinen Frucht, Fülle und Charme. Der Wein trägt die Klassifikation Saint-Émilion Grand Cru.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée ist Merlot-dominiert, ergänzt um Cabernet Franc (und einen Anteil Cabernet Sauvignon). Nach der Gärung reift der Wein im Barrique, das ihm Struktur, feine Würze und seidige Tannine verleiht.

Im Glas

Dichtes Purpurrot. Im Bukett Pflaumen, reife Beeren, süßes Fruchtkompott und feines Lakritz. Am Gaumen sehr aromatisch, mit viel Frucht und Volumen, vollmundig und mit seidigen Tanninen im Nachhall. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, geschmortes Fleisch und gereifter Käse.


Lage: Saint-Émilion (Bordeaux); Kalk/Ton/Sand
Klassifikation: Saint-Émilion Grand Cru AOC
Ausbau: Merlot-dominiert mit Cabernet Franc, Barriqueausbau

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Weine

Rémi Jobard Meursault 1er Cru Les Genevrières blanc 2022 BIO

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2022 Les Genevrières · Bio (Ecocert)

Der Meursault 1er Cru Les Genevrières 2022 der Domaine Rémi Jobard ist ein sehniger, spannungsreicher Bio-Chardonnay – charmant vom ersten Moment, zugleich voller Energie, Salz und Stein. Eine der feinsten Lagen Meursaults, die hier ganz ohne Schwere überzeugt.


Les Genevrières – luftiger 1er Cru zwischen Charmes und Poruzot

Das Climat trägt seinen Namen nach den Wacholderbüschen (genévriers), die einst die Höhen der Côte de Beaune prägten. Der steinige Boden mit geringem ton-kalkigem Anteil liegt zwischen den Premiers Crus Les Charmes und Le Poruzot. Genevrières gilt als einer der feinsten und „luftigsten" Premier Crus Meursaults.

Auf diesem kargen, steinigen Untergrund bringen alte Reben einen Wein von elektrisierender innerer Spannung und Dichte hervor.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Trotz der Wärme bewahren die Weißweine ihre Rasse: reife, knackige Frucht, getragen von erhaltener Spannung und Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, biodynamisch erzeugt (Ecocert, FR-BIO-01).

Handlese bei kontrollierten Erträgen, Spontangärung mit Naturhefen. Der Ausbau erfolgt rund zwölf Monate in Stockinger-Demi-Muids (600 l, österreichische Eiche) und gebrauchten Pièces – mit bewusst zurückhaltendem Anteil neuen Holzes –, gefolgt von etwa sechs Monaten im Edelstahltank. Abgefüllt wird unfiltriert, mit minimalem Schwefel.

Im Glas

Eine Frühlingswiese mit Kräutern und Blüten, ein Hauch von Haselnuss und Walnuss, Zitrone, noch nicht ganz reifer Weinbergspfirsich, etwas grüne Ananas und viel Stein. Am Gaumen sehnig und sehr spannungsreich: viel Stoff und reife, doch stets knackige Frucht. Im Vordergrund stehen Extrakt, innere Spannung und Dichte – das Elektrisierende, das die alten Reben aus dem kargen Stein hervorbringen –, dazu das Salzige und eine griffige Textur. Eine elegante Cremigkeit sorgt schon jetzt für feine Noblesse und wird mit der Zeit zunehmen.

Sehnig und spannungsreich – das Elektrisierende, das alte Reben aus kargem Stein hervorbringen.

Steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung; Trinkfenster etwa 2026–2036. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer, gebratene Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Poularde in Rahm. Auch solo ein Genuss – die Frische trägt durch das ganze Menü.


Lage: Meursault „Les Genevrières" (Côte de Beaune); steiniger Boden mit geringem Ton-Kalk-Anteil, zwischen Les Charmes und Le Poruzot, alte Reben
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, ~12 Monate in Stockinger-Demi-Muids (600 l) und gebrauchten Pièces, zurückhaltend neues Holz, +6 Monate Edelstahl, unfiltriert · biodynamisch (Ecocert, FR-BIO-01)

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2019 MAGNUM

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken Magnum 1,5 l · 2019

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2019 in der Magnum (1,5 l) stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang: Ein warmer, aber ausgewogener Sommer und kühle Nächte im Herbst brachten reife, gesunde Trauben mit klarer, präziser Säure. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige Statur von einer lebendigen, mineralischen Säure getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2019, gefüllt in der Magnum (1,5 l); 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit. Im großen Magnumformat reift er besonders langsam und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung; Magnum 1,5 l

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Südafrika

Oude Kaap Rosé

Wein · Rosé · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Rosé ist ein trocken ausgebauter Rosé mit vielfältigen Aromen von Erd- und Himbeeren. Am Gaumen frisch und sehr süffig – ein idealer Begleiter zu knackigen Sommersalaten.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Die Trauben stammen aus dem Western Cape, dem Weinkernland Südafrikas.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinotage, der südafrikanischen Paradesorte. Die helle Farbe entsteht durch einen sehr kurzen Kontakt des Mostes mit den Beerenschalen; anschließend wird der Wein im Edelstahl trocken vergoren, um Frucht und Frische zu bewahren.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase vielfältige Aromen von Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen frisch und sehr süffig, mit feiner Frucht und sauberem, trockenem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Terrassenwein, Aperitif oder zu leichten Sommergerichten.

Passt zu: knackigen Sommersalaten, gegrilltem Gemüse, hellem Fleisch und Fingerfood.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – 100 % Pinotage, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, Gärung im Edelstahltank

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Rebsorten

Passo Grande Appassimento rosso

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Passo Grande Appassimento Rosso ist hergestellt aus ausgesuchten Negroamaro-, Primitivo- und Malvasia-Trauben. Ein charmanter, fruchtbetonter Wein mit intensivem Aroma von sonnenverwöhnten Himbeeren, Pflaumen und Kräutern.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima mit viel Sonne bringt üppige, reife Frucht hervor. Negroamaro und Primitivo sind die prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro, Primitivo und Malvasia. Kennzeichnend ist die Appassimento-Methode: Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, wodurch Zucker, Aromen und Extrakt konzentriert werden. So entsteht ein dichter, samtiger Wein mit reifer, fruchtsüßer Art.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife Himbeere, Pflaume und dunkle Beeren, dazu Kräuter und ein Hauch Dörrobst und Schokolade. Am Gaumen vollmundig, weich und samtig, mit reifer Frucht, milden Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter oder Wein für sich.

Passt zu: kräftiger Pasta, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm und reifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Passo Grande (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro, Primitivo & Malvasia (Appassimento)
Ausbau: Appassimento (Antrocknen eines Teils der Trauben)

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Feinkost

Deortegas Olivenöl Extra Virgen Arbequina 3,00 Liter BIO

Feinkost · Olivenöl nativ extra · Arbequina

100 % Arbequina Yecla · Región de Murcia frühe Ernte Kaltextraktion gefiltert Bio · ES-ECO-024-MU 3,0 Liter

Das Deortegas Olivenöl Extra Virgen Arbequina ist ein sortenreines Bio-Olivenöl aus Yecla in der Región de Murcia. Es duftet nach Artischocke und reifen Strauchtomaten, zeigt viel Frucht und bleibt dabei klar und saftig im Ausdruck. Im 3-Liter-Gebinde für Küchen, in denen Olivenöl täglich läuft. MHD: 01.2028


Yecla – Arbequina auf dem Altiplano von Murcia

Die Almazara Deortegas liegt in Yecla im Nordosten der Región de Murcia, auf dem Altiplano an der Grenze zu Alicante und Albacete. Das Gebiet ist besser als Weinregion bekannt, die Voraussetzungen für Oliven sind dieselben: Hochland um 600 Meter, kalkhaltige, magere Böden, kontinental-semiarides Klima mit heißen Tagen, kühlen Nächten und wenig Niederschlag. Traditionell wird hier im Trockenfeldbau gearbeitet – die Bäume tragen wenig, die Früchte bleiben klein, und der Ölanteil pro Frucht ist entsprechend dicht.

Deortegas ist ein Familienbetrieb, der vor rund einem Jahrzehnt den Schritt vom reinen Anbau zur eigenen Mühle gemacht hat. Seither liegt die gesamte Kette in einer Hand: Olivenhain, Ernte, Abpressung, Abfüllung. Die Haine sind ökologisch zertifiziert (ES-ECO-024-MU), der Betrieb arbeitet mit Bodenaufbau, erhaltenen Randstrukturen und der Rückführung der Pressrückstände in die eigenen Flächen. Neben Arbequina stehen Picual, Cornicabra und Hojiblanca im Anbau, jede Sorte wird separat verarbeitet.

Arbequina stammt ursprünglich aus Katalonien und ist die feinste der spanischen Hauptsorten: kleine Früchte, milder Bitterstoffgehalt, eine Aromatik, die eher zu Kräutern, grüner Mandel und Tomatenlaub tendiert als zu scharfer Grasnote. In der Trockenheit des Altiplano bringt sie mehr Struktur und mehr Frucht als in feuchteren Lagen – die Artischockennote in diesem Öl kommt genau daher.

Frühe Ernte, Kaltextraktion, Geschmack

Geerntet wird früh, solange die Oliven noch grün bis umschlagend sind. Das kostet Ausbeute – frühe Früchte geben deutlich weniger Öl – liefert aber den höchsten Gehalt an Polyphenolen, den Antioxidantien, die für Haltbarkeit, Bitternote und Schärfe verantwortlich sind. Die Verarbeitung erfolgt im eigenen Haus per Kaltextraktion, also rein mechanisch und unter kontrollierter Temperatur, damit die flüchtigen Aromen nicht ausgetrieben werden. Der Säuregrad der Deortegas-Öle liegt bei 0,1 bis 0,2 % und damit weit unter der Grenze von 0,8 %, die für die Stufe „nativ extra" gilt. Das Öl wird gefiltert abgefüllt: klar in der Flasche, ohne Trubstoffe, die im Großgebinde sonst zu Fehltönen führen.

Im Duft Artischocke und reife Strauchtomate, dazu grüne Mandel und ein Hauch Kräuter. Am Gaumen viel Frucht, klar konturiert und saftig, mit milder Bitterkeit und einer feinen Schärfe im Nachhall – Arbequina-typisch nicht dominant, sondern als Struktur im Hintergrund.

Artischocke und Strauchtomate im Duft, milde Bitterkeit im Abgang: die Handschrift einer frühen Ernte, nicht die eines Standardöls.

Das 3-Liter-Gebinde ist für den täglichen Verbrauch gedacht. Kühl, dunkel und verschlossen lagern, nicht neben dem Herd – Licht und Wärme bauen die Polyphenole ab, die das Öl frisch halten. Nach dem Anbruch innerhalb einiger Monate aufbrauchen.

Am Tisch

Als Finish über Blattsalate, Tomatensalat und gegrilltes Gemüse, zu gedämpftem oder gebratenem Fisch, über Ceviche und Carpaccio. Passt zu Burrata, jungem Ziegenkäse, weißen Bohnen und Gazpacho. Auch für Vinaigrette, Aioli und Mayonnaise geeignet, weil die milde Bitterkeit der Arbequina nicht durchschlägt. Zum Braten und Frittieren ist dieses Öl zu schade – hier zählt der Duft, und der verschwindet in der Pfanne.


Produzent Almazara Deortegas, Yecla, Región de Murcia
Sorte 100 % Arbequina
Herkunft eigener Olivenhain auf dem Altiplano von Yecla, kalkhaltige Böden, Trockenfeldbau
Güteklasse Natives Olivenöl extra (Extra Virgen)
Ernte frühe Ernte, grüne bis umschlagende Oliven
Gewinnung Kaltextraktion, rein mechanisch, eigene Mühle
Filtration gefiltert
Gebindegröße 3,0 Liter
Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, ES-ECO-024-MU

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